Noch eine P-51 von Zarkov

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Noch eine P-51 von Zarkov

      Liebe Hobbykollegen,

      ich hänge momentan mit der F-7 in einem Motivationsloch, zugleich vertiefe ich immer mehr meine Mitarbeit auf flugzeugforum.de . Dort wird auch Modellbau getrieben, aber nur sehr selten in Karton, sondern allermeistens in Plastik. Um dem abzuhelfen und auch eine Lanze für den Kartonmodellbau zu brechen, stelle ich gerade einen Bericht über den Bau einer weiteren P-51 von Emil Zarkov ein, der "Miss KatBrat". Also nicht wundern, wenn jemand von Euch dort auch tätig ist und denkt "Hä? Den Stil und den chaotischen Basteltisch kenne ich doch?"
      Da ich schon 2 dieser Modelle hier gebaut habe, werde ich dieses Mal hier nur ganz wenige Bilder einstellen. Trotzdem finde ich es gut, dass Ihr davon wisst.

      Viele Grüße, Martin
      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Hallo Martin
      Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Ablenkungsprojekt. Ich hab mir deine Mustangs angesehen und mir sind die selbstgebastelten Kanzeln aufgefallen. Die sehen richtig gut aus und brauchen sich vor einem gekauften Kanzelsatz nicht verstecken. Man sieht sowas auch sehr selten. Von den wenigen Bildern die hier kommen werden bitte um eins (acht) von der schönen Kanzelhaube. Beim nächsten Modell probier ich das auch mal aus.
    • Hallo Zitronenfalter,

      mache ich gerne.
      Aktuell wird der Rumpf allmählich. Eigentlich alles ganz konventioneller Kartonmodellbau mit allem drum und dran, vor allem aber - wegen gestiegener Ansprüche an mich selbst - viel Spantenschleiferei. Die müssen saugend sitzen.
      Hinter der Cockpitwanne habe ich einen Doppelspant angesetzt. Die Außenhülle saß zu knapp, um noch Klebelaschen dazwischen zu setzen.
      Vor dem Instrumentenbrett habe ich einen Stützbogen aus 1mm-Graukarton angesetzt, damit steht der Instrumententräger stabil und ich musste ihn nicht mühsam in den Rumpf hineinpfriemeln. Obenherum habe ich mit der Dremel vorsichtig Material abgeschliffen, bis alles gut passte.
      Auf dem letzten Bild habe ich Motorgondel und Cockpitsektion probeweise aneinander gelegt, das wird bei der endgültigen Verklebung noch genauer.
      Bin gespannt, wie weit mich dieses lange Wochenende noch bringen wird.

      Viele Grüße, Martin







      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Nach 2 Monaten wieder einmal etwas Neues von der P-51. Eigentlich ganz konventioneller Kartonmodellbau. Ich habe lediglich die dünnen Leitwerksholme mit eingeklebten Kartonstücken verstärkt. 2 kleine Probleme: Die Fahrwerksschächte sind nicht ganz deckungsgleich mit den Öffnungen dafür und die Innenauskleidung des Lufteinlaufs für den Unterrumpfkühler machte wieder einmal Probleme. Ich habe jetzt einfach die Außenhülle eines Fehldrucks angepasst und eingeklebt. Sieht auf jeden Fall deutlich besser aus als vorher.
      Als nächstes die Kanzeln.
      Zur Erklärung meiner langen Pause: Ich habe auf ebay Kleinanzeigen einen klassischen alten Reiselieger geschossen, den ich in den letzten Wochen mit Frontträger, neuer Lichtanlage, frischem Antriebsstrang und diversen Detailverbesserungen aus fast 30 Jahren Liegeradpraxis liebevoll wieder aufgebaut habe und der einfach so gut läuft, dass ich aktuell jeden Abend aus Freude daran 2 Stunden damit unterwegs bin. Da bleibt natürlich wenig Zeit für anderes. Zugleich vermisse ich durch die Zeit draußen meine dieses Jahr ausgefallene Ferienfahrt überhaupt nicht.

      Viele Grüße, Martin





      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Danke an alle Likers!

      Hallo Robert,
      die P-51 ist eines der schönsten Flugzeuge überhaupt. Elementar einfache, funktionale Formen, rassig, harmonische Proportionen und - für einen Modellbauer ganz wichtig! - unglaublich viele reizvolle Bemalungen sowohl aus ihrer militärischen Zeit wie aus der nach dem WK2, als sie eine zweite Karriere als Rennflugzeug oder als schnelle ein- bis zweisitzige Reisemaschine startete. Ich zähle dieses Modell zu der 2. Kategorie. Obendrein gab es so viele Umbauten, dass man sich durchaus auch die Freiheit des persönlichen "What Ifs" erlauben kann.
      Also andere Hauben für den Renneinsatz, gekürzte Tragfächen, Tip Tanks usw. Ein Extrembeispiel war die leider kurzlebige "Beguine", die keinen Unterrumpfkühler mehr hatte, sondern stattdessen die Kühler an den Tragflächenenden. Meines Vermutens inspiriert von der SNCASO Trident.
      Hinzu kommt die legendäre F-82 Twin Mustang, die ein unkundiger Zeitgenosse für eine amokgelaufene Phantasie halten könnte, wenn es sie nicht wirklich gegeben hätte und das mit beträchtlichem militärischem Erfolg.
      Und es spricht für die aerodynamische Qualität der P-51 sowie für den Rolls Royce Merlin, dass der aktuelle Geschwindigkeitsrekord für kolbenmotorgetriebene Flugzeuge wieder von einer gehalten wird, nachdem er zwischendurch an eine Bearcat gegangen war.

      O.K., ich habe in den letzten Tagen die Kanzel gebaut. Der Vorgang war identisch mit dem des Baus der ersten P-51 von Zarkov, mit der Ausnahme, dass ich auf die von Zarkov mitgegebene Schablone verzichten konnte.

      Der fogende Abschnitt geht vor allem an @Zitronenfalter , der um eine genaue Baubeschreibung gebeten hatte:
      Zuallererst: Innenseite des Scheibenrahmens nachfärben, ich habe ein mittleres Grau genommen, das Zinkchromatgrün der USAF ginge auch, wird später noch etwas überdeckt. Dann die Kanten färben, trocknen lassen, ich nehme Wasserfarbe.

      Dann die Klebeflächen auf der Klarsichtfolie mit Hilfe von Cocktailspießchen sparsam mit Flinke Flasche einstreichen, trocknen lassen. Wichtig, damit es später möglichst wenig Sauerei mit Klebstoffäden gibt!
      Dann die entsprechenden Anzeichnungen am Rumpf mit Klebstoff bestreichen, aber immer nur Segment für Segment und die Haube dort aufkleben. Ich hatte nach den Erfahrungen mit den ersten P-51 die Windschutzscheibe selber weggeschnitten. Ich habe hinten angefangen und mich nach vorne durchgearbeitet. Bis der Klebstoff abgebunden hatte, habe ich jeweils die Verbindungsstellen mit einer gekröpften Kreuzpinzette fixiert. Da sich die geblasene Haube der P-51 nach vorne etwas absenkt, war es zum Fixieren gut, dass die Windschutzscheibe fehlte, so dass bis ganz vorne der Eingriff der Pinzette möglich war.
      Nachdem der transparente Teil angeklebt war, kam hinten der Scheibenrahmen, auch wieder unter vorsichtigem Einsatz von Klebstoff.
      Die Windschutzscheibe samt Rahmen war wieder ganz konventionell: Folie und Rahmen verbunden, geknickt, aufgesetzt.
      Das Ergebnis ist "solide", aber nicht überwältigend. Bei einer weiteren P-51 würde ich doch eine tiefgezogene Haube nehmen, damit ich die Maschine mit geöffneter Haube darstellen kann, wenn ich sie mit ausgefahrenem Fahrwerk in ein Mini-Diorama einbinde. Das hatte ich mich mit der segmentierten Haube nicht getraut.
      Als nächstes die Auspuffstutzen.

      Viele Grüße, Martin
      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Hallo Heinrich,
      die Hauben gibt es z.B. auf kartonmodellshop.de zu kaufen, gib in der Suche einfach P-51D ein. Sie unterscheiden sich je nach Herausgeber minimal, es gibt also immer Anpassungsarbeiten.
      Zum Tiefziehen gibt es auf youtube einige Tutorials. Außerdem gibt es hier immer ein paar hilfsbereite Zeitgenossen, die so etwas auf Anfrage gegen eine Gegengefälligkeit auch einmal machen.

      Viele Grüße, Martin
      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Die Auspuffbänke sind fertig und am Ort.
      Zarkov hat vorgesehen, die Auspuffstutzen und die Abdeckung auf eine Grundplatte zu kleben. Ja gut, dann baue ich doch alles als eine Einheit und dann diese Einheit an den Rumpf.
      Die gedoppelte Abdeckung habe ich zunächst bis zu dem Bereich, in dem sie gerundet wird, mit Sekundenkleber verklebt, aushärten lassen und dann gerundet, verkelbt und zurechtgeschnitten. Dadurch entstehen keine Spannungen im Bauteil.Die Abdeckungen sind auf dem Bogen rechts - links vertauscht, beim Nachbau bitte beachten.
      Die Bilder zeigen, wie ich die Grundplatte mit einer Lasche versehen habe und die mit einer Klemmpinzette auf einer Japanspachtel fixiert. Oben kam die vorbereitete Abdeckung daran, zuerst mit UHU und dann noch einmal mit Sekundenkleber nachgeklebt, als der UHU abgebunden hatte. Der hält nämlich nicht auf dem Metall der Spachtel, ausnahmsweise mal gut.
      Die Auspuffstutzen habe ich in Serie gebaut und dann auf die Grundplatte geklebt, dann die Lasche abgeschnitten. Damit der Schnitt auch schön gerade wird, habe ich die Unterkante zuvor perforiert. Klappt ganz gut.
      Als Nächstes das Spornrad.

      Viele Grüße, Martin



      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • Das Fahrwerk ist dran. Der Wunsch, die P-51 gleich beim Stammtisch präsentieren zu können, hat mich heute ziemlich früh aufstehen lassen und sie so weit zu bringen. Detaillierte Beschreibungen heute Abend. Und jetzt auf nach Dietzenbach!
      EDIT, nachdem ich wieder zurück bin:
      Ich kündige hiermit voller Stolz an, dass dies seit Jahren mein erstes Flugzeugmodell mit Einziehfahrwerk ist, das ich mit ausgefahrenem Fahrwerk gebaut habe. Die Drahtbiegerei und das Rollen der Federbeine waren mir seit meinen ersten Versuchen immer recht suspekt, aber es ging erstaunlich gut. Ein großer Schritt vorwärts!
      Im Detail:
      Das Spornrad war kein großer Akt. Drahtstifte abgelängt, umwickelt, Rad zurechtgeschliffen und fertig.
      Das Hauptfahrwerk war im Prinzip auch nicht so wild, allerdings ist die Bauzeichnung in einem ungünstigen Winkel gezeichnet, so dass unklar war, wo die Teile 41c und 42c hingehören, schließlich zeigte sich, dass es die Widerlager der Radachsen im Federbein sind.
      Ebenso war es mit den Teilen 41e und 42e, die vermutlich die hinter den Federbeinen sitzenden Federwegsbegrenzer sein sollen.
      Die Baureihenfolge:
      - Schon beim Bau des Flügels die Partie um das Widerlager des Federbeins in der Tragfläche mit Karton verstärkt.
      - Draht mit reichlich Überstand gebogen, brauchte mehrere Versuche. Ich überlege, mir eine Knicklehre zu bauen.
      - Teile 41a und b sowie 42a und b ausgeschnitten, zurechtgeformt und die "a" Teile über den Draht geschoben. 42b noch nicht angeklebt.
      - 41c und 42c geformt, angeklebt, dann 41a und 42a daraufgeklebt, mit 42b geschlossen.
      - Federbeine 41 und 42 gewickelt, über den Drahtkern geschoben, an 41a und 42b geklebt.
      - Radscheiben ausgeschnitten und lagenweise verklebt, eine Pinnwandnadel half bei der Ausrichtung.
      - Versucht, die Räder zu schleifen, bleiben gelassen. Die Räder sind bei der in der Bauanleitung angegebenen Kartonstärke etwas zu dünn, also etwas dickeres Material oder mehr Lagen verwenden.
      - Die "Felgenkappen" 43a und 43c im Bereich der Achse von der Rückseite mit Sekundenkleber verstärkt, auf die Räder geklebt, Achsen abgelängt.
      - Abdeckungen des Fahrwerks, Teile 47 und 48 montiert.
      - Zeichnungen zur P-51 im Internet konsultiert, der Winkel des Fahrwerks gegenüber der Tragfläche sollte bitteschön stimmen.
      - Radabdeckungen, Teile 46 angeklebt.
      - Alles ausgerichtet und mit Sekundenkleber montiert.
      - Mustang ins Auto gepackt und stolz nach Dietzenbach gefahren.

      Jetzt fehlt nur noch die Luftschraube samt Spinner.

      Viele Grüße, Martin






      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33
    • New

      Die Luftschraube ist fertig und damit bis auf wenige Details die P-51.
      Ich hatte in meinen früheren Bauberichten schon mein Missfallen an dem allzu simplen Spinner ausgedrückt.
      Auf Dave Winfields Seite cutandfold.info hat er zum kostenlosen Download "Nachrüstsätze" für seine eigenen Mustangs veröffentlicht, die zuvor unter demselben Problem litten. Da ich von Dave schon einige kostenpflichtige Modelle habe, glaube ich, dass ich mich hier auch für Fremdmodelle bedienen durfte. Allerdings sind bei Daves Modellen der Frontspant und damit auch der Basisdurchmesser des Spinners etwas kleiner als bei Dr. Zarkovs Modellen. Ich habe also die originale PDF-Datei in eine Grafikdatei konvertiert, einen der Spinner auf das Rot der Kat Brat umgefärbt und dann jeweils in Steigerungen um die 2% mehrmals auf die Grafik kopiert. Danach ging es ans Ausprobieren, welche Vergrößerung am besten passte. Der Rest war eigentlich Routine: Spanten zurechtschleifen, aufdoppeln, bis die Kerne der Luftschraubenblätter sauber auflagen, winkelgerecht einkleben und dann den Spinner Kegelstumpf für Kegelstumpf aufbauen. Vor dem kleinsten Segment habe ich noch die Achse aus Federstahldraht eingeklebt. Am Ende noch die "Patrone" für die Achse in den Rumpf eingepasst, verklebt und mit Vorder- und Rückspant versehen. Die Mittelllöcher vom Schneidezirkel behutsam aufgeweitet, bis die Achse fast spielfrei, aber leicht lief und alles eingesetzt.
      Jetzt fehlen noch Rückspiegel, Antenne und die Stummelverkleidungen für die MG-Läufe in den Tragflächen.

      Viele Grüße, Martin





      Modellbaubögen: Meine Definition von Wertpapieren.


      Fast fertig: P-51D Mustang "Miss Kat Brat" von Zarkov, 1:33