Shipyard LC-Kit, Bunthäuser Spitze Lighthouse Germany 1913

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    • Shipyard LC-Kit, Bunthäuser Spitze Lighthouse Germany 1913

      Dann will ich mal den Bogen beginnen, wie bereits bei den Geburtstagsgrüßen angekündigt.
      Das Original steht in Hamburg - Moorwerder, auf der Halbinsel, an der sich die Elbe in Norder- und Süderelbe aufteilt.
      1977 wurde er außer Dienst gestellt. Nach der Renovierung 1989 kümmert sich ein eingetragener Verein um seinen Erhalt.
      Die Turmhöhe beträgt 6,95 m, der Maßstab des Modells beträgt 1:72, der Turm wird also ca. 9,5 cm hoch.

      Bei dem Begriff "Leuchtturm" denkt man eher an so 30 cm bei diesem Maßstab. Interessant ist auch, dass das "Leuchtfeuer" von zwei 220 V - Gühbirnen à 60 Watt als Leuchtmittel betrieben wurde. Da hätte ich deutlich mehr erwartet...

      So kam das Paket als Geschenk zu mir:



      Geöffnet wurde es sofort und dann auch schon begonnen. Anzuschneiden war ja nichts; alles Laser cardboard auf verschiedenen Stärken.







      Die Bauanleitung als Fotostrecke erschien harmlos, Farben, Pinsel und Streumaterial waren dabei, Kleber hatte ich noch.
      Da konnte es los gehen:


      Im nächsten Schritt sollen die 6 Wände angesetzt werden. Das kommt dann bald.

      Gruß Ulrich
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      Haben ist besser als brauchen
    • Hallo Ulrich,

      das ist doch ein hübsches Geburtstagsgeschenk! Die Qualität des LC-Bausatzes sollte eigentlich keine Frage sein, aber auf die Farben bin ich doch gespannt. Vielleicht magst Du bei Gelegenheit etwas darüber berichten.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • New

      Danke Euch, Peter, Andreas und Dieter für Euer Dabeisein hier.

      Ich habe ein wenig weiter gemacht, Wände. Fenster und eine Tür.



      Dabei kam erstmals Farbe ins Spiel. Andreas frug ja auch danach.

      Die Farbe (Acryl) und der Umgang damit, wird in der Anleitung nirgendwo beschrieben.
      Ich bezeichne Sie als "Bastelfarbe"; für Modellbau ungeeignet. Eher was für Laubsägearbeiten...
      Unverdünnt aus dem Topf ist sie wie Pudding. Mit Wasser verdünnt und nach einigem Rühren streichbar, aber schlecht deckend.
      Evtl. habe ich auch zu viel Wasser genommen, aber was nutzt es, wenn durch die Farbe später die Detaillierungen zulaufen.

      Da nehme ich doch lieber meine Lieblingsfarben von Vallejo in der Variante "Model Air", die nicht nur für Airbrushtechnik geeignet ist, sondern auch mit dem Pinsel hervorragend zu verarbeiten ist und feinste Aufträge ermöglicht.
      Übrigens - falls die beigefügte Farbe im Lieferzustand umkippt, ergießt sich nichts über den Bogen. Auch ein Vorteil zwinker2



      Die Pinsel sind allerdings gut, sage ich zur Ehrenrettung. Und die Passgenauigkeit der Teile ist hervorragend.

      Im nächsten Schritt habe ich dann eine Seitenwand "beplankt". Gut - die LC-Teile waren da aber im Normalfall hätte ich diese aus einem Kartonstreifen abgelängt.





      Der Seitenwände sind 48mm hoch, darauf sind je 35 "Bretter" in Klinkerbauweise überlappend angebracht.
      Auf den Geraden geht es ja noch, aber um Fenster und Türen herum - die kommen erst am Ende dran.

      Man muss im Tageslicht schon genau hinsehen, um die einzelnen Bretter zu erkennen - fühlen geht besser.
      Auf den Bildern kommt es deutlicher raus. Aber die sind ja bereits in der Vorschau größer als das Original.
      Am Ende, wenn alles so weit ist, gibt es ja noch eine Alterung und ein "Washing" Dann sieht man sie wohl besser..

      So wie es was Neues gibt, kommen auch wieder Bilder.

      Gruß Ulrich
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      Haben ist besser als brauchen
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      Hallo Ulrich,

      ich hoffe du verzeihst mir, dass ich mich hier kurz einklinke. Ich stehe momentan vor einem ähnlichen Problem mit einem LC Bausatz von Railway Miniatures (siehe hier)

      Leuchtturm Rotes Kliff, Railway Miniatures, Maßstab 1:87

      Mit den Farbgläschen selbst habe ich mich noch nicht näher beschäftigt, allerdings bereitet mir das Thema, dass die Farbe die Detaillierungen überdeckt, doch einiges an Kopfzerbrechen. Vielleicht hast du aber einen Tipp für mich, wie dem Problem am Besten beizukommen wäre. Und sorry nochmals, dass ich deinen thread als Plattform missbraucht habe.

      Viele Grüße

      Michael
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      Hallo Michael,

      kein Thema. Da Du mich direkt fragst, ist das mit Sicherheit kein Missbrauch. Dafür schreibe ich ja auch hier, damit Rückmeldungen kommen. Also immer gerne.

      Farben auf Wasserbasis kannst Du natürlich verdünnen, aber sie decken dann schlechter und weichen den Karton unnötig auf - brauchen dann auch länger zum Trocknen. Ich habe es mit den beigepackten Farben versucht, bin aber dann zu den oben genannten "Model Air" übergegangen, die praktisch nur für Airbrush verdünnt werden. Revell Aqua Color bzw. die Revell-Email Color nehme ich auch gerne.

      Ich habe Deinen Baubericht daraufhin angesehen und die Kollegen haben Dir schon die richtigen Tipps gegeben. Texturen sind auch eine Option. Auf die richtige Größe scalieren - und die Farben kannst Du am Pc immer noch beeinflussen.

      Aber Du hast jetzt nun mal den LC-Bogen vor Dir.
      Ein "Trockenmalen" wie Dieter es vorschlägt, hebt die Steine hervor.
      Der Vorschlag von Wiwo hat am Ende ein Wahing, das die Fugen hervorhebt. Vorher schlägt er einen Vorstrich mit verdünnter Farbe vor.
      So würde ich es auch machen. Aus meiner Sicht mit ein paar Tipps:

      Nimm zum "Erstanstrich" der Steine stark verdünnte Ölfarbe oder stark verdünnte Revell Email Color.
      Die Struktur bleibt erhalten. Ist ja schon fast wie Washing.

      Aber wirklich ganz stark verdünnen. 1/2 Eierbecher voll Verdünner und die Pinselspitze mit der Farbe darin auswaschen.
      Das reicht schon. Dann probieren. Mehrmals hintereinander, wie von Wiwo empfohlen. Du kannst aber auch nass in nass arbeiten, da kommt auch was bei raus. Probieren. Die Oberfläche der Laserbögen hat eine Veredlung, die Farbe sowieso nicht gern hat. Da ziehen sich die seltsamsten Muster, die man aber nutzen kann, indem Du eine zweite Vorstrichfarbe (z. B. hellbraun) punktuell dazugibst.

      Hier mal zwei Beispiele:
      Eine Grundplatte mit Straßenpflaster war durchgehend hell-elfenbein.
      Ich habe sie mit graugrün und rot behandelt. Soll so bleiben.



      Das zweite Beispiel (4x4 cm) in rot-braun zeigt, dass die Strukturen erhalten bleiben, auch, wenn es dunkler wird.
      Was auf der Fläche noch schmierig aussieht, kämme bei Steinen schon recht gut.

      Du kannst also alle Vorschläge miteinander kombinieren und am Ende immer noch einzelne Steine anmalen.

      Viel Spaß weiterhin. Ich werde dann bei Dir auch mitlesen!

      Gruß Ulrich
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      Haben ist besser als brauchen
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      Hallo Ulrich

      Vielen Dank für die tolle Beschreibung der Bemalung! Wieder viel dazu gelernt, bei mir liegen ja auch noch zwei kleine und ein grösseres Shipyard-LC-Modelle rum. Eine neue Herausforderung....der Tag hat einfach zu wenig Stunden brüll1

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
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      Vorbild: klein (muss noch gegossen werden...) - Modell winzig! Eine Herausforderung, die du gut meisterst, Ulrich! Ich habe in meinem Leben bisher zwei kleine Lasercut-Bausätze zusammengebaut und war sehr angetan von Material und Passgenauigkeit. Und ich schau dir gerne auf die Finger - man kann ja nur lernen - speziell wenn es um Bemaltechniken geht!
      Beste Grüße Michael (maxl)
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      Danke an alle Liker und Mitleser hier.

      Es ist natürlich ein Geduldsspiel, die einzelnen "Bretter" anzubringen.
      Aber da gibt es im Kartonmodellbau noch ganz andere Herausforderungen, wie Ihr hier jeden Tag beweist.
      Und ja: Die Passgenauigkeit des LC- Bogens steht außer Frage.

      Jetzt geht es weiter. Und wenn man dann eine Seite fertig hat, gefällt es - bis man sie auf dem Foto in groß sieht.
      Aber das kennen wir doch.


      Ein Washing am Ende und ein Trockenbürsten der Kanten wird zum Gesamtbild (hoffe ich) positiv beitragen.

      Jetzt kommen die Seiten mit der Türe und den Fenstern dran. Da wird es noch eng. Mal sehen...

      Gruß Ulrich
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      Haben ist besser als brauchen