Stockholmer Fischhändler 42 - 2/3 Fuß in 1/48 von vor 1768

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    • Stockholmer Fischhändler 42 - 2/3 Fuß in 1/48 von vor 1768

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      Hallo Leute,

      da dieses kleine Boot gedeckt ist, erhoffe ich mir eine größere Chance die Darstellung vernünftig hinzubekommen als bei der offenen Lustpinnaß.

      Der Plan stammt aus der Architectura Navalis Mercantoria und findet sich auf Platte LX unter der N°4.

      Das kleine nicht mal 13m lange Fischereifahrzeug wird im Index bezeichnet als "Lebensfischtransporter mit Bünn genutzt um Stockholm". Das erklärt auch die Löcher im achteren Rumpf, denn dort in der Bünn schwammen die aufgekauften Fangfische im Frischwasser. So kamen sie auch im Sommer frisch zu den Kunden und Köchen. Es war so, daß die Fischer bei dem Aufkäufer am Fangplatz vor Stockholm ihren Netzinhalt direkt in dessen Bünn abschlugen und vor Ort bezahlt wurden. Dadurch hatten sie nicht auch noch das Risiko des Abverkaufs zu stemmen, sondern nur den des ohnehin ungewissen Fangs. Der Händler selber segelte dann nach Stockholm und verkaufte dort am Kai oder auf dem Markt die fangfrischen Fische.

      Wie die Fischerkähne der südlichen Ostsee (Helmut Olszak schrieb darüber) sind auch hier flache und sehr runde Formen vorherrschend. Diese Rumpfform entwickelte sich, um mit der ungleichmäßigen Ostseedünung fahren zu können.

      Leider finde ich kein konkreteres Datum als "datiert vor 1768" also vor der Erstauflage der von Chapmans ANM.

      Abmaße:

      - Länge: 42 - 2/3 engl. Fuß

      - Breite: 12 - 5/6 engl. Fuß


      Der Rumpf hat nur zwei Spanten mit konvexer Form, sonst ist alles konkav gehalten, was den Bau sehr erleichtern dürfte. Interessant finde ich die Klinkerung des Kajütendachs und den abgestützten Eisenbügel, der den unteren Gaffelbaum führt.

      Die Masten sind komplett mit angegeben und das gefällt mir sehr, da muß ich nichts rekonstruieren. Die Takelung ist mit sicherheit rot geloht und vermutlich zweiteilig, da das Boot ein großes Gaffelsegel und eine Fock gefahren haben dürfte. Bislang habe ich nichts gefunden, was auf ein zweites Focksegel hindeutet. Der untere Gaffelbaum wird mit einem Haken am Mast gefahren, der kürzere obere mit einem Rollen versehenen Seil und einer Klaue.

      Die Pläne habe ich auf 1/48 skaliert und dann noch mal einen Kopiensatz in 1/24 ausgedruckt und fertig gemacht; aber ich starte erstmal in 1/48.

      Gebaut wird bei meiner Freundin, wenn sie an ihren schönen Tildafiguren verbessert und näht, kann ich ohne allzuviel Werkzeugmaschinen in Karton im Wohnzimmer arbeiten. Es geht also immer voran, wenn wir einander gegenüber sitzen und selbander kreativ sind.

      Also Fortschritte gibt es vor allem an den Wochenenden.

      So jetzt geht es auf Materialsuche für den Aufbau des Innenrumpfes... grins 2





      Grüße aus Lichtenberg von Chris
      Gehabt Euch wohl,

      Heinrich

      _________________________
      Le Coureur, 1/96 Shipyard

      “Man soll nicht alles auf ein Schiff laden.“
      Friesisches Sprichwort
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      Eben vom Einkauf zurückgekommen


      mit 2mm und 1mm Buchbinderkarton und 300g Karton für die Beplankung. freu1



      Auf geht's!
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      Heinrich

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      Hier die S-förmige Reeling in der Seitenansicht als erster Versuch der Übertragung der Linienführung im Spantenricht achtern. Am Heck versucht mein Entwurf die Lücke in der Seitenansicht der Chapman Zeichnung zu schließen.

      Ist das gelungen?
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