Linienschiff SMS Wien / JSC / 1:250

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      Und die letzten beiden Boote samt Davits.

      Auch hier werden Spieren und Leinen ergänzt. Dann wird noch eine durchgehende Leine von der ersten bis zur letzten Spiere gespannt, mit der diese Dinger auf Zug ausgeklappt werden konnten. Für das Einklappen des ganzen Stangenwaldes ist hier aber nichts vom Konstrukteur vorgesehen. Es müsste aber auch eine Leine zum Zurückziehen der Spieren gegeben haben.

      Hier habe ich mich ebenfalls am weiter oben bereits erwähnten Modell der „Radetzky“ orientiert, hinter der letzten Spiere noch eine Umlenkrolle nachgebildet, die Leine nach oben aufs Deck geführt und wie auf der Back ebenfalls in einer kleinen Öffnung verschwinden lassen (Pfeil).

      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
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      Dann sind noch die Backspieren zu montieren (bei mir ebenfalls aus 0,8 mm Stahldraht, braun lackiert).

      Die Aufhängung der Spieren ist etwas ungewöhnlich – bei meinen bisherigen Modelle der kaiserlichen bzw. Kriegsmarine waren da immer umlegbare Stützen vorgesehen, an denen die Spieren aufgehängt waren. Bei der Wien hingegen waren diese Aufhängungen aber direkt unter der oberen Plattform am Mast befestigt.

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      Noch ein paar Positionslichter (die Minilaternen habe ich mit Mohnkörnchen imitiert), Flaggenstöcke aus 0,4 mm Draht und die Flaggen gesetzt - fertig ist die „Wien“.

      Falls sich jemand über das „White Ensign“, die englische Kriegsflagge, im Großtopp wundert – ich habe diese Flaggenkonfiguration einem Foto nachempfunden, das laut Bildunterschrift das Einlaufen der „Wien“ auf der Reede von Whitehead zeigt, wo sie 1897 anlässlich des Geburtstags von Queen Victoria war. Auf diesem Foto sind übrigens auch keine Sonnensegelstützen und kein „Bugspriet“ (wurde zur Abspannung der Sonnensegel benötigt) zu sehen, deshalb habe ich diese Dinger auch weggelassen, da ich den Zustand beim Einlaufen darstellen wollte. Auf der Reede wurden sie wohl später wieder montiert.

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      Fazit:

      JSC hat hier mit dem alten österreich-ungarischen Linienschiff ein sehr interessantes Modell geschaffen. Im großen und ganzen ist der Bogen recht gelungen, finde ich, abgesehen von den bekannten Schwächen wie z.B. rückseitig nicht eingefärbte Schanzkleider, Einfachlafetten bei der leichten Artillerie, der etwas zu gelben Farbgebung und den üblichen Passproblemen bei den Beibooten. Besonders gut gefällt mir die drucktechnische Gestaltung des Rumpfes, u.a. auch mit den aufgedruckten Leinen für die Netzspieren.

      Ein Kritikpunkt ist noch ein ansonsten löblicher Service – nämlich das auf der Rückseite der Bauanleitung abgedruckte Bild eines fertigen Modells. Das Modell ist ziemlich schlampig gebaut und, was schwerer wiegt, es weist manche Fehler auf: Unter anderem sind die Netzspieren hier völlig falsch montiert - fatal für jeden Modellbauer, der sich hier auf diese Abbildung verlässt.

      Verbaut habe ich 1270 Teile, davon 718 nicht vom Bogen. Das Modell gefällt mir insgesamt sehr gut und – ich habe es schon öfter erwähnt – ich bedaure es sehr, dass JSC mit seinen Modellen aus der kaiserlichen deutschen bzw. österreich-ungarischen Marine nicht weitergemacht hat; gerade hier gäbe es noch manch’ Kleinod der Marinegeschichte, das auf die kartonale Wiederbelebung warten würde….



      So, das war’s zum Linienschiff „Wien“, meinem 70. Kartonmodell seit dem Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau 2005, und damals meinem 41. Baubericht.

      Mehr Bilder und Infos zum Original gibt es demnächst noch in der Galerie.

      Servus
      hvt
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      Servus edler Nibelung.

      Danke für die Wiederauferstehung dieses Bauberichts!
      Das Mitlesen hat mir Freude gemacht.

      Schön daß du deine Wien zur Flottenparade anlässlich des diamantenen Thronjubiläums von Queen Victoria geschickt hast.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
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      @wiwo1961

      Danke, Wiwo, für Deinen Kommentar! Ja, wenn unser Willi II etwas mehr Hirn im Kopf gehabt hätte wie 5 m Feldweg (mit entsprechendem diplomatischem Geschick à la Bismarck wäre die Entente Cordiale wohl locker zu verhindern gewesen) ,dann wäre manches anders gelaufen in Europa im letzten Jahrhundert - und wir müssten uns jetzt wohl nicht mit grenzdebilen Amerikanern rumärgern... grins 2

      @Juergen
      Ja, da war ein wenig Aufwand nötig - aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, denke ich! Danke auch für den Daumen! freu 2

      @Ingo
      Vielen Dank, Ingo , für Wort und Daumen! freu 2 danke 2

      @Markus Bodeux
      Danke für den Daumen! danke 2

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2