Spitfire Vb Trop; Kartonowy Arsenal 2/2008; Maßstab 1:33

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    • Spitfire Vb Trop; Kartonowy Arsenal 2/2008; Maßstab 1:33

      Hallo, verehrte Mitsüchtige,

      @Martin erwähnte mir gegenüber am letzten Stammtisch, daß es da von Halinski eine amerikanische Spitfire gäbe. Da ich nichts lieber tue, als Bögen von Flugzeugen "unter fremder Flagge" anzusammeln (Na gut, ja, Formel 1, aber das hatten wir ja gerade frech 1 ), mußte ich das Teil noch am gleichen Abend bestellen. Das war am Sonntag. Gerade eben habe ich es aus dem Briefkasten gezogen. Ich habe mir gedacht, nach der gescheiterten Hurricane baue ich das Ding jetzt direkt aus der Post heraus, bevor das große Grübeln und Abwägen von Problemen und Hürden anfängt. Kaltstart, sozusagen. Aufgrund von beruflichen Ärgernissen wird es mit dem Anschnitt wohl noch ein paar Tage dauern, aber genau jetzt habe ich Zeit, den Baubericht anzulegen. Eine Tiefziehkanzel wurde mir vom großen Stammtischorganisator @Chris A. zugesagt, da sind wohl aus einer vergangenen Großproduktion noch ein paar übrig zwinker2

      Den Bogen gibt's selbstverständlich mit Lasercut. Leider kam es hier zu einem kleineren Transportschaden. Ist aber egal, kommt sowieso gleich unters Messer pirat1 Der erste Eindruck: Im Vergleich zu so manch anderem Halinski sieht die Spitfire gar nicht so böse aus. Allerdings scheint es sich hier um die Variante einer Variante einer Variante zu handeln. Im Nachbarforum hat vor elf Jahren mal jemand angefangen, drei Halinski-Spitfires simultan zu bauen (und es leider nicht zu Ende gebracht):

      kartonbau.de/forum/thema/21140…ki-spitfires-of-brothers/

      Die Flieger unterscheiden sich wirklich nur in der Bemalung und dem Staubfilter der Trop. Hier nun der Bausatz. Es gibt zwar noch eine britische Variante, die für mich aber nicht relevant ist:







      Das hier ist natürlich die einzige der drei Halinski-Spitfires, bei der die Rückseite des Umschlagcovers mit Bauteilen bedruckt ist, was ich überhaupt nicht mag motz1

      Und hier ist gleich meine erste Umsetzungsfrage: Klebe ich die Bauteile der Cockpitspanten auf den Lasercut drauf? Oder baue ich diese Teile lieber ganz ohne LC mit Eigenbau-Verstärkung? Bei Orlik ist jeglicher Lasercut für die Verarbeitung ohne Beklebung gedacht. Zuwiderhandlung löst Folgeprobleme aus. Wie verhält sich das denn bei Halinski?

      Hier geht es dann spätestens übernächste Woche mit dem großen Geschnippel los. Das wird mein Ferienflieger Urlaubsmodell flieger 1
      Gruß,

      Daniel.
    • Irgendwie bin ich dann doch ganz schnell bei der Spitfire gelandet. Wie alle anderen Bauberichte in diese Richtung, beginnt auch meiner mit dem Cockpit. Ich habe, entgegen der Buchstabenfolge, hinten angefangen. Ich glaube, @Alfred ist bei seiner Spitfire auch so verfahren. Zuvor habe ich noch ein paar zu verstärkende Teile verstärkt. Die Frage mit den Cockpitspanten hat sich auch geklärt. Sie existieren überhaupt nicht im Lasercut, was auch genau richtig ist (Hab' ich auf die harte Tour bei meinem Orlik-Phönix lernen müssen)



      Das Ganze ist jetzt minimal unsymmetrisch und steht unter leichter Spannung. Man kann die durch den Druck des Papiers verschobenen Spanten aber sehr leichtgängig in die korrekte Position schieben. Ich denke mal, das Problem löst sich durch das Ankleben der linken Cockpithälfte von selbst, zumal der bisher mittlere Spant auch echt zwei Nummern zu filigran ist, um tragende Aufgaben zu übernehmen. Bis jetzt bin ich noch guter Dinge.
    • Kaum zündet man ein Feuerchen in der Halinski-Tonne an, kommen die üblichen Verdächtigen um die Ecke, um sich die Finger zu wärmen kippe1 @Martin, @Gerd und @Robson: Schön, daß ihr diesem Baubericht folgt und eure Daumen hier liegenlaßt freu 2 Seid bitte auch nicht sparsam mit Rückmeldung, Anregung und Kritik. Nur dadurch wird man auf Dauer ein besserer Kartonbastler les1


      Der Baufortschritt ist für den Betrachter nicht riesengroß, aber ich mache nichts lieber, als irgendwelches Fitzelzeugs in Cockpits zu kleben hüpf1 Mit sowas kann ich mich tagelang beschäftigen. Und das Gute an Halinski ist: Ich kann tatsächlich eine gefühlte Ewigkeit lang an diesem Cockpit arbeiten tanz 2
      Die rechte Schale hat jetzt noch ein paar Spanten bekommen, links bin ich schon etwas tiefer in die Materie eingestiegen. Mit jedem kleinen Späntchen, das dazukommt, passen die Hälften auch besser zusammen ja 2



      Die Kanten färbe ich bisher konsequent mit Bleistift. Ich besitze zwar auch die obligatorischen Aquarellstifte, aber das könnte bei meiner gängigen Pinsellackiermethode in einem psychedelischen Supergau enden regen1
    • danke1 für die erhobenen Daumen ja 2

      Die linke Cockpitschale ist fertig. Ich bin aber ziemlich am Hadern mit diesen blöden Druckluftflaschen. Mit dieser Roll/Schnitz/Schleifkonstruktion bin ich überhaupt nicht gut klargekommen. Rechts kommt auch noch so ein Teil auf mich zu, nur in klein regen1 Ich hoffe, das sieht man hinterher nicht so gut. Im Notfall muß ich das hintere Fenster so mit Kleber versauen, daß man einfach nicht mehr durchschauen kann grins 1

    • @Gerd: Ich wollte nur mal durch die Blume drauf hinweisen, daß es auch in diesem Forum hier recht "filterblasenmäßig" zur Sache geht. Wenn ich Flugzeuge baue, finden sich andere typische Verdächtige im Baubericht ein, als bei Rennwagen oder Nutzfahrzeugen. Ich selbst bin auch nicht viel besser, da ich mich beispielsweise bei Architektur und Schiffbau fast nie zu Wort melde, hingegen bei Flug- und Fahrzeugen ständig meinen Senf loswerde. Daher die Metapher mit dem Halinski-Tonnenfeuerchen. Fand ich gerade lustig. Andererseits, wer schon seine eigenen Witze erklären muß, sollte sich mal Gedanken über sein real existierendes Unterhaltungspotential machen kratz1 sorry1 lala1

      Ich habe erstmal voller Enthusiasmus das Schaltsteuerirgendwasdingsdahebelchen Nr. 11 gebaut. Der Handgriff besteht aus gerolltem Papier, weil ich nicht wirklich eine Idee hatte, wie ich an dieser Stelle ein Schablonenteil aus Draht hinbauen soll kratz1 Dann ist mir aufgefallen, daß das Teil besser erst nach dem Instrumentenbrett angebracht wird, weil es an selbiges andockt.
      Was mich wirklich erfreut: Meine Druckluftflaschen werden besser. Für alle noch kommenden Halinskiflieger ist zumindest dieses Problemchen schon mal gelöst grins 1



      Gruß,

      Daniel.
    • Moin Daniel
      Du hast mit deinem Kommentar vollkommen Recht. Ich als Schiffbauer vergesse fast immer, das es auch nioch andere sehr schöne Modelle, wie Flugzeuge, Autos u.s.w. gibt und schaue dementsprechend selten rein.
      Als Kind habe ich immer die Flieger von Revell gebaut aber jetzt noch nie. Ich glaube ich muss auch mal wieder einen Flieger bauen, aber sie nehmen noch mehr Platz als die Schiffe weg.
      Ich werde aber versuchen auch ab und zu woanders reinzuschauen.

      lg

      Otto
    • Ich schaue auch nur hier im Forum und schreibe selten etwas.
      Ich kann mich einfach nicht ausdrücken.
      Bei mir gibt es nie lange Sätze, außer dem hier vielleicht. happy 2
      Ich bewundere Flugzeugbauer, so wir Ihr würde ich es nie hinbekommen oh1
      Salvete, Qvintvs Flavivs Alpinvs
      Vielen Dank an alle Likers für Ihren Klick hüpf1
    • danke1 für alle Daumen und Rückmeldungen freu 2

      Moritzleo wrote:

      Ich glaube ich muss auch mal wieder einen Flieger bauen, aber sie nehmen noch mehr Platz als die Schiffe weg.
      Das ist der große Nachteil an Flugzeugen. Und je größer der Flieger, desto mächtiger das Problem brüll1 Schon alleine der Transport von ein paar Flugzeugmodellen zum Stammtisch ist jedesmal ein Flirt mit der Katastrophe. Letztendlich ist diese Modellgattung bei mir zum Staubfressen verurteilt, weil sie ihr Dasein hängend unter der Decke fristen muß grr



      Lediglich die Doppeldeckerchen aus dem ersten Weltkrieg passen noch annehmbar in eine Vitrine. Und es gibt Leute, die bauen B29-Bomber in 1:33....


      Quintus wrote:

      Ich bewundere Flugzeugbauer, so wir Ihr würde ich es nie hinbekommen
      Langsam! Bis jetzt ist es nur ein Cockpit. Das mache ich sehr gerne und das ist auch meine Stärke. Beim ganzen Rest wird es noch haarig werden, glaube ich. Genau andersherum, als bei den meisten anderen Flugzeugbastlern regen1


      Im Folgenden zeige ich den Punkt, an dem ich dann mal mental aussteige tschö1 Ich weiß ja, wie das gemeint ist und habe auch vollstes Verständnis für das Streben des Konstrukteurs nach Perfektion, aber hier fehlt mir eindeutig das richtige Werkzeug und ich weiß auch nicht, welche Drogen man nehmen muß, um ein für diese Schnippelei ausreichend ruhiges Händchen zu bekommen schwitz1 Ich finde, auch in 2D ist das Instrumentenbrett nun wirklich keine Schande grins 1 Auf der rechten seite sind nun insgesamt vier vollumfängliche Spanten verbaut. Man kann die beiden Cockpitschalen jetzt schon fast im Legomodus zusammenstecken freu1



      Im Folgenden habe ich mich noch um die Pedalerie gekümmert. Das Rollen der beiden grauen Stangen erfordert einige Geduld. Ansonsten ist das eine sehr schön umzusetzende Konstruktion, die im Vorfeld schlimmer aussieht, als sie am Ende wirklich ist daumen1



      Gruß,

      Daniel.
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      danke1 zunächst, für alle Daumenspenden freu1

      Und weiter geht's. Bei diesem Modell hier hatte die Zwangspause gleich zwei Ursachen. Zum einen mein mittelprächtiger Corona-Campingurlaub, in dem ich von diversen Stechmücken beinahe vollständig aufgefressen worden wäre schweig1 Zum Anderen eine sehr blöde Geschichte, die sich wie folgt anschaut: Ich habe den Cockpitspant, in dem Pedalerie und Steuerknüppel verankert werden, in weiser Voraussicht bereits vor längerer Zeit vorgefertigt, um ihn dann etwas zu achtlos liegenzulassen. Als ich ihn eine Woche später schließlich zwecks Einbau benötigte, war er spurlos verschwunden. Ich habe da diverse stark minderjährige Hausgeister im Verdacht holmes1 Es folgte eine epische Suchaktion, bei der ich auch insgesamt drei Mülleimer völlig entleerte und durchsuchte brüll1 Nachdem ich mal drüber geschlafen hatte, überlegte ich mir einen ambitionierten halbgaren Rettungsplan und diskutierte ihn mit Spitfireexperte @Martin, der mir allerdings stattdessen postalische Ersatzteilhilfe anbot frech 2 Dieses Angebot wurde natürlich angenommen und so konnte ich heute den elenden Spant aus ein paar kopierten Teilen erneut bauen. In diesem Sinne bedanke ich mich jetzt insgesamt zum fünften Mal bei Martin danke 2 und werde in Zukunft nie wieder irgendwelche Einzelteile unterhalb von 1,60 Meter Raumhöhe lagern bzw. liegenlassen grr


      Nun aber zum geschäftlichen Teil. Der Steuerknüppel war an der Reihe. Ich bin hier genauso vorgegangen, wie bei der ärgerlich verunglückten Hawker Hurricane. Da es die zweite Umsetzung dieser Art war, ist die Qualität auch etwas höher geraten grins 1 In Verbindung mit dem oben erwähnten Ersatzspant und der Pedalerie wurde das Gesamtkunstwerk dann in den Rumpf geleimt. Ich bin zwar niemand, der die Bauzeit in einer Exceltabelle dokumentiert, aber alleine im Steuerknüppel stecken locker zweieinhalb Stunden Arbeit schwitz1



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      danke1 an die zahlreichen Daumenerheber. Das motiviert nochmal zusätzlich, obwohl das Modell an sich (bis jetzt, wohlgemerkt winter 4 ) eigentlich schon genug Freude macht hüpf1


      Gerd wrote:

      Wer kennt und fürchtet das nicht, wenn plötzlich ein Teil fehlt oder im Bogen nicht zu finden ist.
      Das Phänomen war mir durchaus schon von Answers Premiumkonstrukteur Adrian Wandtke bekannt box 2 Derart dämlich selbstverschuldet ist es jedoch eine Premiere gewesen brüll1


      Und weiter geht's. Zunächst der Lokus Pilotensitz happy1 Danach habe ich mich um das vordere Spantenmonster gekümmert, das ich aber zunächst noch in drei Einzelfragmenten belassen habe. Wann es wie zusammengefügt wird, entscheide ich später situativ ausguck2 Zu Bemerken ist, daß an Minispant 1t zwei Steckzapfen dran sind, die dort gar nicht hingehören.



      Hier ist mir dann ein Leichtsinnsfehler untergekommen grr Die Spanten 1hL und 1hP werden eigentlich noch mit den Teilen 1iL und 1iP verstärkt. Kapiert habe ich das erst, als der Kleber schon schön getrocknet war wut1 heul1 Ich habe dann die Spanten so weit wie möglich nach oben gedrückt und den farbigen Abschnitt des vergessenen Bauteiles an Ort und Stelle geklebt. Ich hoffe, damit komme ich einigermaßen durch. Hat hier jemand von euch eine Einschätzung? Könnte dieser minimale Schnitzer nachhaltige Folgeprobleme auslösen? Oder ist das zu Vernachlässigen? Im Notfall kann ich das Gerüst ja nochmal aus dem Bogen heraus bauen. Ich bitte hier um Rückmeldungen von denjenigen, die bereits eine oder mehrere Halinski-Spits gebaut haben ausguck1



      Nach diesem Fauxpas habe ich noch den bereits seit Längerem vorgefertigten Bedienhebel ins Cockpit geklebt:



      Ich habe übrigens bei den tschechischen Kollegen, die eigentlich eher ein guter Ratgeber für den Bau von Fahrzeugmodellen sind, eine sehr schöne Bilderstrecke über den Bau der hier vorliegenden Spitfire-Version gefunden. Hier ist sie zu bewundern:

      papirove-modely.cz/galerie/13145


      @Martin: Du hast ja in unserem Austausch berichtet, daß die Halinski-Spitfire nach längerer Zeit des Stehens in die Knie geht. Mir ist aufgefallen, daß die Pappe des LC-Satzes ganz schön weich ist. Hast du bei dir damals auch den Lasercut verbaut? Eventuell könnte ein Flügelhauptspant aus einem anständigen, stabilen Karton ja schon Abhilfe schaffen, was meinst du dazu?

      Gruß,

      Daniel.