Großer Kreuzer "Goeben" / JSC / 1:250 [REKONSTRUKTION]

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    • Großer Kreuzer "Goeben" / JSC / 1:250 [REKONSTRUKTION]

      Hallo Freunde des geknickten Kartons,

      der nächste rekonstruierte Baubericht ist über den Schlachtkreuzer „Goeben“; den ich auf besonderen Wunsch von @Jan nochmals einstelle, der sich speziell für meine Version des Scheinwerferbaus aus diesem Bericht interessiert. Aber ich denke, wenn schon, dann sollte der ganze Bericht aus dem Jahr 2006 nochmals rekonstruiert werden, denn wenn es ein kaiserliches Großkampfschiff verdient hat, dem Nirwana entrissen zu werden, dann ist es die „Goeben“ – ist sie doch das deutsche Großkampfschiff mit der längsten Einsatzgeschichte aller Zeiten, wenn auch die meiste Zeit unter fremder Flagge….

      Es war vor vielen Jahren im längst vergangenen Papership-Forum, wo ich zum ersten Mal Bauberichte über die seinerzeit bei JSC erschienenen kaiserlichen Großkampfschiffe sah - und sofort begeistert war. Der Erbauer – er firmierte unter dem Namen „Ole“ – hatte damals aus den JSC-Bögen hervorragende Modelle mit vielen eigenen Verbesserungen gezaubert. Dies animierte mich, selbst die „Goeben“ anzugehen und zu versuchen, einige der Anregungen aus Ole’s Bauberichten zu übernehmen.

      Gebaut hatte ich dann an diesem JSC-Modell von 07.01.06 - 13.05.06 - es war meine erste Erfahrung mit einem Modell von diesem Verlag. Da ich nach meinem Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau noch nicht so viele Modelle gebaut hatte (die „Goeben“ hatte die Bau-Nr. 17 und war das erste Großkampfschiff), war dies für mich manchmal ein etwas problematisches Modell.

      Auch diesen Baubericht hatte ich seinerzeit woanders eingestellt, wo er im Januar 2010 gelöscht wurde. Da ich auch den Text dieses Bauberichtes damals noch nicht gespeichert hatte, war es dann bei der ersten Rekonstruktion nicht so ganz einfach sein, die Probleme, die beim Bau auftraten, nochmals herauszuarbeiten. Dann wurde dieser erste rekonstruierte Bericht 2015 ein zweites Mal gelöscht mitsamt des Galerieberichts…

      Jetzt wird er zum zweiten Mal rekonstruiert – immerhin ist er nicht Spitzenreiter in dieser dubiosen Hitliste, denn manche meiner Modelle hat es seit 2005 sogar dreimal erwischt…. Böse1

      "Political correctness" ist das Ende des gesunden Menschenverstandes. (Monika Gruber) grins 2
    • So – in der Rekonstruktion befleißigen wir uns wieder der Gegenwartsform….

      Eine Skizze ist bei der Bauanleitung mit dabei - zum Glück, denn die oftmals etwas holprige Übersetzung des polnischen Originaltextes ist nicht immer sonderlich hilfreich.

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    • Los geht es mit der Spantenkonstruktion.

      Und hier kam für mich die erste Überraschung: Als jemand, der bisher nur die herkömmliche Version mit Längs- und Querspanten beim Kartonmodellbau kannte, wirkte diese Kastenkonstruktion seinerzeit schon etwas befremdlich – und mein Unbehagen hatte mich auch nicht getäuscht, denn wenn man da nicht höllisch aufpasst, verziehen sich die Quader beim Zusammenkleben.

      Mit Bleistift habe ich mir die Teilenummern nochmals auf die Kästen gemalt; was ich aber mit den Pfeilen A und B damals im ersten Baubericht eigentlich sagen wollte, weiß ich nicht mehr genau; evtl. soll das Teil A in B eingeklebt werden…

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    • Dann werden die kleinen Seitenspanten angebaut. Da gab’s dann schon die ersten Passprobleme, weil die Kästen nicht so saßen wie vorgesehen und sich auch ein wenig verzogen hatten. In diesem Fall hilft nur der Griff zur Schere und ein gnadenloses Zuschneiden der Seitenspanten.

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    • Hier sieht man die einzelnen Bauschritte:

      Unten die Einzelteile des Rohres mit dem neuen hinteren Rohrmantel; in der Mitte ist das Rohr schon zusammengeklebt und die Lafettierung vorbereitet; oben ist das höhenverstellbare Rohr fertig zum Einbau

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    • Nach den ersten Versuchen, die Höhenverstellbarkeit der Rohre zu testen, habe ich gesehen, dass die beiden Laschen dazu neigen, auseinanderzuweichen und dass damit die zentrale Achse aus den Führungen herausrutschen kann (was natürlich im eingebauten Zustand fatal wäre). Um dieses Auseinanderklappen der Laschen, in denen sich das Rohr drehen soll, zu verhindern, habe ich noch jeweils ein Kartonstückchen angeklebt.

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    • Jetzt werden die Türme vorbereitet:

      Links das fertige Rohr, der zusammengeklebte Turm und die bereitliegende Bodenplatte; in der Mitte ist die Bodenplatte in den Turm eingesetzt und recht ist das Rohr eingeführt und auf die Bodenplatte aufgeklebt.

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    • Dann gab es wieder ein wenig Grübelei, wie die Kasematten wohl zusammenzubauen wären. Aber irgendwann hatte ich den Bogen heraus und die Türme eingebaut: Die Lasche A war in ihrem gefärbten Teil zu runden, der Turm in die Rundung einzulegen und mit dem weißen Teil dann am Rest da zu verkleben, wo der Pfeil hindeutet. Wenn man darauf achtet, dass kein Klebstoff überquillt, dann drehen sich die Türme auch recht gut.

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    • Wenn ich mich recht erinnere, war da entweder ein Problem mit der Nummerierung oder es war einfach unklar, welche der Kasematten wohin zu montieren sei. Nach längerem Probieren hatte ich es dann heraus und mit Bleistift auf die Rückseite der Geschütze immer die Nummer notiert, die sie auf dem Bogen hatten, denn sonst wäre das Rätselraten nach dem Ausschneiden, wo sie hinkommen sollten, noch viel größer gewesen.

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    • So, die ersten Kasematten werden in ihre Bordwandteile eingebaut – das war nochmals ein kleiner Kampf vor allem mit dem gebogenen Teilen bei den beiden rechten Geschützen. Hier eines der beiden vorderen Kasemattenteile.

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    • Hier sieht man das Ganze auf der Steuerbordseite eingebaut. Warum die Pfeile auf die Hilfsspanten hindeuten, weiß ich nicht mehr. Entweder habe ich da zusätzliche eingebaut oder es gab Passprobleme. Ganz hinten ist auch schon die Seitenwand mit der 8,8 angeklebt.

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    • Dann kann das Backdeck eingebaut werden. A weist auf die Ankerklüsen hin, die tunlichst vorher ausgestochen werden sollten. Den Zweck von Pfeil B weiß ich nicht mehr; evtl. gab es da bei den Rundungen für die vorderen 15er Passprobleme.

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    • Das nächste Teil ist angeklebt. Wie man am Heck sieht, hat sich beim Anbauen der Bordwandteile das Deck zwischen den jeweiligen Seitenspanten ein wenig abgesenkt, was ich zu spät bemerkt habe. In der Folge war das aber nicht so dramatisch, weil es später durch die angebaute Reling kaschiert werden konnte.


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    • Der Bugbereich wird vorbereitet. Dabei ist die Klüse einigermaßen auszuformen, damit später ein Anker eingesteckt werden kann. Und das schmale Teil, das die Oberkante des Seitenpanzers darstellt, hat auch einige Probleme gemacht.

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    • …und dabei gab’s wieder ein kleines Passproblem: Die Pfeile weisen auf die Stelle hin, wo die Decksteile nicht sauber zusammenstoßen. Ein Verrücken war aber nicht möglich, sonst hätte es woanders gezwickt. Durch den Einsatz eines passenden Aquarellstiftes habe ich versucht, den Spalt einigermaßen zu kaschieren.



      Das war der erste Teil der Rekonstruktion - der Rumpf ist dicht, damit kann man mal eine Pause einschieben... grins 2

      Wird fortgesetzt!

      Servus
      hvt
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    • Hallo Hagen,
      schön, daß dieser Baubericht wieder aufersteht. Ja, die Kastenkonstruktion von JSC. Mir ist schleierhaft, warum der Verlag an dieser fehlerträchtigen und nicht leichter zu bauenden Variante festhält. Wenn man keinen lösungsmittelhaltigen Kleber verwendet, hat man von vornherein verloren.
      LG
      Kurt

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      (Ralf Dahrendorf)