BR 03.10 Schreiber 1:45

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    • BR 03.10 Schreiber 1:45

      Hallo,

      ein neues Modell entsteht derzeit auf dem Basteltisch, die BR 03.10 von Schreiber. Auf Ausstellungen ist dieses Modell nicht zu sehen, obwohl der Bogen schon lange auf dem Markt erhältlich ist, Bauberichte habe ich auch nicht gefunden.



      Entgegen der Bauanleitung beginne ich mit dem Tender. Die Räder sind zwar plastisch vorgesehen, aber die Speichenzwischenräume sind lediglich als schwarze Fläche ausgeführt. Ich denke der optische Eindruck kann deutlich verbessert werden wenn die Speichen dargestellt werden. Ich habe daher die Außenseite der Räder kopiert und auf die inneren Verstärkungen aufgeklebt. Die Speichen sind aus Tonkarton entstanden ebenso wir der innere Abschluß des Radreifens. Nach Einbau der Teile ist die äußere Radscheibe aufgesetzt worden. Diese Arbeit ist recht langwierig (insgesamt sind an der Lok 20 Räder) wertet das Modell meines Erachtens aber deutlich auf. Die Drehgestelle sind recht einfach gehalten, sind aber später durch den stromlinienförmigen Tenderaufbau aber kaum zu sehen. Die Idee die schwarzen Flächen der Drehgestelle ebenfalls auszuschneiden wurde verworfen, da zum einen die Bremsen darauf befestigt werden und zum anderen die Versteifung dahinter liegt.
      Der Tenderrahmen wurde mit passenden Kartonscheiben zur genauen Platzierung der Drehgstelle versehen.



      Der Tenderrahmen wird nun mit einer Passungshilfe für den Tenderaufbau versehen. Die hinteren Ecken sind dabei etwas problematisch zu bauen. Ich habe die Innenseite mit Japanpapier hinterklebt um eine stabile Rundung zu bekommen. Das Zusammenkleben von Rahmen und der Unterkonstruktion ist schon etwas abenteuerlich, hat aber dann doch recht gut geklappt.




      Gruß Rudolf
    • Hallo Rudolf,

      die Lok habe ich vor ca. 9 Jahren als Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau gebaut. Allerdings ohne Änderungen direkt vom Bogen. Von Kantenfärben wusste ich damals noch nichts, als Messer habe ich einen Baumarktcutter verwendet usw. Schwierigkeiten hatte ich vor allem mit den Rundungen der Verkleidung. Ergebnis damals: Eher so na ja. Aber jeder fängt ja klein an..

      Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß beim Bau der Lok und schaue dir gerne zu.

      Gruß aus Bochum nach Bochum,
      denis
    • Hallo Rudolf,

      ich freue mich sehr das du einen Baubericht über diesen Bogen erstellst. Ich habe den Bogen selber hier und habe mich bis dato noch nicht so wirklich getraut damit anzufangen.
      In einem anderen Forum habe ich darüber schonmal einen anderen Artikel gelesen: Hier!

      Gerade die Verkleidung an der Lok soll wohl eine wahre Herausforderung von der Passgenauigkeit her sein und ich fürchte das könnte auch der Grund sein warum man Sie nur selten gebaut sieht.

      Ich bin sehr gespannt auf deinen Bericht und werde ihn auf jeden fall weiter verfolgen.

      Gruß Justus
    • Hallo Rudolf,

      Du hast wieder einmal eine gute Wahl getroffen! Ich wünsche Dir einen erfolgreichen Bau. Bei der Verkleidung sind die Erfahrungen aus dem Schiffsmodellbau sicher von großem Vorteil.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo Rudolf,

      toll das Du diese Lok hier baust, ich habe den Bogen auch in meinem Stapel, aber bisher traue ich mich nicht an Loks. Vielleicht ändert sich das ja mit deinem Baubericht.
      Ich wünsche Dir jedenfalls gutes gelingen und viel Spaß dabei.

      ja 2

      LG Ralf
      Modellbau ist wie pupsen, ....wenn man es erzwingt wird's Scheiße... sorry1
    • Hallo Rudolf,

      eine der Reichsbahn-Stromlinienloks! oh1 klasse1
      Da ist der Nibelung als ausgemachter Eisenbahn-Fan in jedem Falle mit dabei und wünscht Dir viel Erfolg beim Bau!

      Servus
      hvt
      "Frauen und Kinder zuerst!" - diese alte Seefahrerregel finde ich gut!
      Denn wenn ich ins Wasser darf, sind die Haie schon satt....... happy1

    • Und ich bin auch dabei, Rudolf! Keine Lok-Baustelle ohne mich (sofern sie mir nicht durch die Lappen geht...) Die Stromlinienverkleidung ist sicher die größte Herausforderung. Ich drücke ganz fest die Daumen und bin sehr gespannt auf die Baufortschritte!

      Beste Grüße Michael (maxl)
    • Hallo,

      bei soviel Unterstützung kann das Projekt nur gelingen. :-)

      nun geht es an den Tenderaufbau. Nach meinem Verständnis der Bauanleitung wird erst der Aufbau zusammengefügt und dann mit dem Unterteil verklebt. Es sollen also Baugrupen angefertigt werden, die dann zusammengebaut werden. Um den Aufbau gerade zu verkleben habe ich mir innen die Spantlage eingezeichnet. So ist gewährleistet, dass die beiden Spanten auch senkrecht eingebaut werden können. Der Bau war aufgrund der Größe desTenders und der wenigen Spanten recht problematisch. Ich glaube aber das Ergebnis ist brauchbar.





      Die vorderen zu rundende Teilstücke des Wasserkastens sind definitiv etwa 2 - 3 mm zu kurz. Die geraden inneren Kanten die mit dem vorderen Spant verklebt werden sind nicht gerade sondern streben leicht nach außen. Die nachfolgende Abdeckung der Kohlenöffnung muss trapezförmig zugeschnitten werden. Die Abdeckungen der Bereiche werden an den Rundungen überstehen. Um die Bodengruppe einkleben zu können habe ich die hinteren unteren runden Ecken noch nicht verklebt,

      Gruß Rudolf
    • Es steht nun das Zusammenfügen von Tenderaufbau und Bodengruppe an. Ich habe mich gefragt, wie man alle Klebestellen benetzen soll ohne das Teile schon antrocknen bzw. eine ordentliche Verklebung durchgeführt werden kann. Ich habe daher das Verkleben in Teilschritten ausgeführt. Im ersten Schritt sind nur die Spanten und die Unterkante des Werkzeugkastens mit dem Unterbau verklebt worden. Die Bodengruppe war damit gut fixiert und auf Passung. Im zweiten Schritt sind die hinteren unteren Ecken verklebt worden, dabei habe ich vorher die weißen Bereiche der Bodengruppe farbig angelegt, da die aufliegenden Laschen den Untergrund nicht abdecken. Die Rundung der Bodengruppe sollte verkleinert werden damit die aufliegende Tenderhaube den Bereich sauber abdeckt. Durch das Anfärben ist der Bereich trotzdem ansehbar. Im dritten Schritt habe ich dann die gerundenten Längsseiten verklebt.





      Gruß Rudolf
    • Es folgt der weitere Ausbau des Tenders.
      Begonnen habe ich mit dem oberen gerundenten Längsabschluss. Ich habe mir Mühe gegeben das Teil sauber vorzubereiten. Scheinbar war ich zu genau, die Anprobe zeigte auf der Längsseite einen ca. 2 mm weißen Streifen. Trotz eines Einfärbens wird man diesen Bereich immer sehen.



      Da der Bereich auch auf der Oberseite und damit Sichtseite des Tenders liegt habe ich die Abdeckung schräg eingesetzt. Die Klebelasche des vorderen Abschlusses wurde zur Vermeidung eines Spalts schräg ageschnitten eingefärbt und dann stumpf verklebt.



      Ich denke man kann es so lassen.

      Gruß Rudolf
    • Hallo Rudolf,
      da hast Du Dir ja wieder eine schöne Aufgabe gestellt. Viel Erfolg !
      Die rote Farbe der Lok ist etwas ungewohnt, das sieht so aus, all wenn sie mit Bleimennige gestrichen wäre.
      Ich bin gespannt, wie Dir das mit den vielen Rundungen gelingt. Die normale 03 habe ich vor Jahren schon mal angefangen zu zeichnen. Leider geht's damit auch nicht weiter wegen meiner Augen..
      Herzllche Grüße, Dein Albrecht
    • Hallo,

      habe zufällig ein Buch aus der Stadtbücherei „Die deutschen Schnellzugdampflokomotiven“ zuhause. In dem Buch ist auch ein Bild der 03.10 - leider in schwarz-weiß .
      Aber im Text findet sich was dazu: „Alle Varianten roter, blauer oder grauer 01-10 oder 03-10 entstammen den durch Spiegelungseffekte erklärbaren optischen Täuschungen oder der Fantasie der Modellbahnindustrie. Alle Loks waren schwarz.“
      So, jetzt aber genug davon. Ich bin gespannt, wie es mit der roten 03-10 weitergeht. In rot sieht die Lok jedenfalls klasse aus, schöner als in schwarz.
      Gruß, denis
    • Das ist ja interessant - ein moderner Mythos also! Seit entsprechende Märklinmodelle auf den Markt kamen, ist dieser Loktyp bei mir als "dunkelrot" abgespeichert... Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass die BR 05 nach Andreas Knipping (Die Lokomotiven der Reichsbahn) tatsächlich rot lackiert war. Zitat: "Die weinrote Lackierung trug zur großen Popularität der 05 bei." Das spricht dafür, dass tatsächlich nur die 05 rot lackiert war und gewissermaßen auf die anderen Stromlinienlokomotiven in einem Prozess des nachträglichen Wunschdenkens "abgefärbt" hat.

      Gruß Michael (maxl)
    • Huch... war nur Spass, weil die Modellbahner sich wohl schon seit Ewigkeiten darum "zoffen", gab es doch stromlinienverkleidete Modelle der 01.10 und 03.10 - in rot und schwarz.
      Ich MEINE mich aber auch daran zu erinnern, was denis schon schrieb - nur die 05 (und vielleicht die 06) waren in rot lackiert, um die Sonderstellung aufzuzeigen UND 2 nachgemachte 03.10er, die die 05er in Ihren Umläufen unterstützen sollten. Die Loks waren zumindest am Anfang mehr mit Sonderzügen als mit Planeinsätzen unterwegs.
      Und damit zurück zum Modell (wo ich auch klar sage: in ROT kommt die Lok besser rüber)
    • Hallo,

      vielen Dank für Eure Beiträge. Über die Farbe läßt sich streiten, ändern kann ich sie aber nicht.

      Es ging nun an die Endausrüstung des Tenders, hierbei gab es keine weiteren Probleme.



      Lediglich der Hebel, sein Funktion erschießt sich mir nicht, ist in der Bauanleitung hinsichtlich der Position nicht eindeutig. Sollte er beim Zusammenschieben von Tender und Lok stören kann ich ihn entfernen (er ist nur minimal verklebt).



      Die weißen Pufferteller sind auch gewöhnungsbedürftig, beim Original dürften maximal weiße Ringe gewesen sein.

      Gruß Rudolf
    • Der Lokrahmen.

      Jetzt geht es an die Lok. Nach meinen bisherigen Erkenntnissen dürften bei den ersten Baustufen keine Besonderheiten auftauchen. Problematisch wird die Stromlinienverkleidung, bis dahin sind aber noch einige Teile zu verbauen. Wie schon am Anfang gesagt, habe ich erst alle Räder der Lok angefertigt und dann erst mit dem weiteren Bau begonnen.





      Nach dem Anbringen der vorderen und hinteren Pufferbohlen war der Rahmen einigermaßen stabil. Die Spurweite der Räder stimmt jedenfalls, es ist ein Stück Spur 0 Schiene von Lima untergelegt. Es folgt der weitere Ausbau mit Rauchkammerträger, Zylinderblöcke und Steuerung.

      Gruß Rudolf
    • Hallo,

      welchen Hebel sprichst du da an? Meinst du den roten Hebel auf der im Bild 2Beitrag 20 rechts zu sehenden Hebel mit dem Gewicht am oberen Ende? Falls ja,so ist dies der „Wurfhebel“ der Feststellbremse (Handbremse). Ich kenne den ausmeiner aktiven Mitfahrzeit auf Dampfloks. Allerdings gab es da zwei Stellungenbei der sich das Gegengewicht zumeist weiter in Richtung des Fußbodens befand,also der Hebelarm in flacherem Winkel war. Zeigte der Wurfhebel nach außen, sowar die Bremse lose, zeigte er nach innen war die Bremse fest.
      Soweit meine Kenntnis zu der Handhebelwurfbremse. Wie es bei derStromlinienlok war könnte man an der noch letzten existenten Lok in Polen erforschen.

      Gruß Georg

      Bleibt alle gesund
      Mit freundlichem Gruß
      Georg
    • Wie Georg schon gesagt hat: Der Hebel gehört zur Bremsanlage. Mit der sog. Wurfhebelbremse lässt sich die Bremsung der Lokomotive auch rein manuell auslösen. Am ehesten vergleichbar mit der Handbremse beim Auto.
      Schöne Baufortschritte, Rudolf! Wenn ich die saubere Bauausführung des Tenders so sehe, dann ist mir um die Stromlinienverkleidung der Lokomotive gar nicht bang. Das wirst du überzeugend hinbekommen!

      Gruß Michael (maxl)
    • Hallo Georg, hallo Michael,

      ich hatte es vermutet. Ja ich meine den Wurfhebel der Feststellbremse. Nach Eurer Erklärung wäre die Bremse damit halb angelegt. Ein Einbau in anderer Prosition ist kaum möglich. Da an der Lok viele Details eher rudimentär ausgelegt sind werde ich den Hebel eventuell noch entfernen.

      Gruß Rudolf
    • Die Ausrüstung der Fahrwerksgruppe

      Der Numerierung folgend kamen nun Rauchkammerträger, Kesselstützen und weitere Dinge an die Fahrwerksrgruppe.



      Vor dem Anbau der Steuerung habe ich sämtliche Bremsen angebracht, in der Nummernfolge wären sie später drangewesen. Es war aber einfacher die Bremsen auszurichten, sie hätten sonst unter die Kuppelstangen geschoben werden müssen. Mit der anschließend angebrachten Steuerung der Lok ist die Fahrwerksgruppe fertig.



      Gruß Rudolf
    • Die nächste Baugruppe, das Führerhaus der Lok

      Der Zusammenbau ist an der ein oder anderen Stelle etwas kniffelig, war aber ohne große Probleme zu machen.



      Man könnte die Stehkesselausrüstung durchaus noch optimieren, was ich aber in anbetracht der gerinen Sichtbarkeit unterlassen habe. Die an den Seiten angebrachten Windschutzfenster habe ich "verglast". Ich habe die Kartonfenster abgeschnitten und nur zwei kleine Winkel übergelassen die an ein der Kartonform nachgeschnittenes Folienstück geklebt wurden. Dadurch sind durchsichtige Windschutzfenster entstanden.



      Gruß Rudolf
    • Das Führerhausdach

      Oberflächlich betrachtet ein einfaches Bauteil. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Das Dach geht nach vorne mit einer leichten Abwärtsneigung in die Stromlinienverkleidung des Kesels über. Die seitlichen Laschen überdecken die Frontfenster. Die Laschen sollten daher der vorgezeichneten Form über den Fenstern folgen. An den Laschen ist aber auch noch eine Klebelasche zur Befestigung am Kessel. Ohne diese Lasche wäre die Formgebung einfach, mit Lasche geht die Formung an die Grenzen der Formbarkeit des Kartons.



      Nun besitzt das Dach noch eine innenliegende Belüftung. Der Einbau dieser Teile war dann doch etwas problematisch. Ansatzpunkte sind nicht vorhanden. Die Gestaltung der Lüfterbaugruppe lässt nur eine Doppelung im Bereich des Dachansatzes zu, was beim Anbringen auf das Führerhaus einen Abstand bedeutet. Dieses Abstehen wollte ich vermeiden. Ich habe daher den Karton am unteren Dachansatz dünn geschnitten, so dass die Dachkante bündig am Führerhaus anliegt. Nach einer Passprobe stellte sich heraus, dass die Klebelaschen an den Oberkanten der Führerhauswände den Einbau der Dachgruppe stören. Ich habe die Klebelaschen daher teilweise entfernt.



      Die Dachgruppe ist angepasst und fertig zum Einbau.



      Gruß Rudolf
    • Hier nun die fertige Führerhauskomponente.





      Eine der Treppenstufen ist leider mit einem Fehler behaftet. Der Liniencode ist seitenverkehrt. Ich musste dahr die Klebelasche abschneiden und die Stufe stumpf einkleben.
      Wie aus den Bildern ersichtlich steigt die seitliche Dachlinie beim Frontfensterüberbau an, hier werde ich beim Anbau an die Kesselgruppe noch einmal anpassen müssen. Die Linie solte gerade durchgehen. Weiterhin zeigt das Dach keine Neigung zum Kessel, auch hier muss beim Ansetzten an den Kessel noch nachgearbeitet werden. Natürlich sind mir diese Fehler erst nach dem Ankleben des Daches aufgefallen.

      Gruß Rudolf
    • Baugruppe Kessel

      Jetzt wird es spannend, der Kessel mit seiner Stronlinienverkleidung. In dieser Baugruppe rechne ich mit Schwierigkeiten. Ich habe mir daher viel Mühe gegeben den Kesselunterbau genau zu verarbeiten.



      Bei der Frontsektion trat nun ein Problem auf. Das untere Spantteil sollte eigentlich mit dem senkrechten Spant abschließen. Hier fehlen aber ca 3,5 mm. Damit wäre in diesem Bereich keine ausreichende Stabilität vorhanden. Ich habe die Lücke daher mit Finnpappe und Graupappe aufgefüllt.



      Nun geht es an die Stromlinienverkleidung.

      Gruß Rudolf
    • Hallo Rudolf,
      Du bist ja schon prima vorangekommen.. Das Fahrgestell mit den durchbrochenen Rädern beeindruckt mich sehr. Auch die sonstige Konstruktion des Schreiber-Bogens finde ich bemerkenswert. Ich hätte schon sehr früh so etwas bauen sollen, da hätte ich viel lernen können.
      Herzliche Grüße, Dein Albrecht
    • @ Hans: Vielen Dank für das Bild, vielleicht werde ich die Wurfhebelbremse noch ändern. Auf dem Bild sieht man mal, wie sie gestaltet werden sollte.

      Nun geht es weiter mit der Stromlinie.

      Parallel zum Anbringen der Verkleidung vom Kessel habe ich schon mal die "Nase" gebaut. Eine Passprobe war doch recht zufriedenstellend. Die Segemente des Langkessels waren auch recht gut zu verarbeiten. Allerdings war schon die erste Anpassung notwendig. Das Segment am Führerhaus bedurfte einer Anpassung. Es ist zum Führerhaus hin um etwa 1 - 1,5 mm zu lang. Nach einer ersten Passprobe stimmten die Ausschnitte der Überdruckventile nicht überein, bei genauem Auflegen ragte die Verkleidung zum Führerhaus hin über. Eine Probe mit dem Führerhaus bestätigte die hintere Überlänge. Nach vorne fehlt leider ein halber Millimeter. Den Ausgleich habe ich über das "Breiter Schneiden" des Kesselrings gelöst. Ich habe den Ring neben der schwarzen Bauteilbgrenzung geschnitten. Das Kantenfärben verdeckt eventuelle weiße Ränder. Für Nachbauer sei gesagt, die unteren Kanten der Segmente sollten länger sein, da die gelbe Zierleiste nicht auf der Verkleidung sondern über der Verkleidung angebracht werden sollte. Für die Seitenverkleidung ist dann nur noch sehr wenig Klebefläche übrig.



      Eine starke Passungenauigkeit trat dann beim Segment der Rauchkammer auf. Hier ist die Abwicklung nicht korrekt. Ich habe zuerst den V-Auschnitt des Elementes mit einer Unterlage aus Seidenpapier aneinander geklebt und dann das Segment in Form gebracht. Leider liegt die Klebefläche für den weißen Zierstreifen nicht auf der richtigen Höhe. Der hintere untere Abschluss passt auch nicht. Die angegeben Ritzlinie liegt um etwa 2-3 mm zu hoch. Hier war nun nachkolorieren und hinbiegen gefordert. Der Keseslring wir den schlechten Ansatz am benachbarten Segemnt verdecken.



      Zumindest die Oberseite und damit Sichtseite ist einigermaßen in Form gebracht. Die angemalten Stellen werden leider immer sichtbar sein. Ich hoffe aber mit dem Zierstreifen das Meiste zu verdecken.



      Gruß Rudolf
    • Der nächste Schritt war nun die Fertigung der "Nase". Ich habe daher das Spantgerüst der Front an den Kessel geklebt und gut aushärten lassen. Nun wurde das letzte Kesselsegment angebracht, auch hier traten Passprobleme auf. Zur Front hin stimmt die Länge, zur Rauchkammer ist es zu lang. Weil eine Passprobe recht schwierig ist zeigte sich der Umstand erst nach dem Ankleben so richtig. Die Nase bedurfte dann noch weiterer Anpassung. Der untere Teil soll sich als Unterlage der Schürze an den Spant anlegen, dies ist bei der Konstruktion aber nicht möglich ohne die Form der Nase zu verändern oder Einschnitte anzubringen. Nach langem Überlegen habe ich mich für eine Methode entschieden die dann doch zielführend war. Normaler Weise sollte Feuchtigkeit und Karton nicht zusammenkommen, da böses zu erwarten ist. Aber wie man so schön sagt, auf die Dosis kommt es an. Ich habe daher von innen den Bereich der Biegung leicht angefeuchtet und gewartet bis der Karton weich wurde, dann habe ich die Nase auf das Spantengerüst gelegt und den Biegebereich vorsichtig zu seiner gewünschten Form gebogen und in dieser Haltung trocknen lassen. Das Ergebnis war eine recht gute Passung bei gleichzeitiger Erhaltung der Nasenform. Vor dem Anbringen der Nase habe ich dann noch die Seitenverkleidung der Nase befestigt.





      Die Laschen dieser Seitenverkleidung passen nun überhaupt nicht. Erfreulich bei diesem Umstand ist nur, dass alle Laschen zu groß sind. Ich habe daher jede einzelne Lasche zurechtgeschnitten und angepasst. Mit dem Ergebnis bin ich aber recht zufrieden.





      Gruß Rudolf
    • Anbau der weiteren Kesselteile.

      Zuerst wurden die Kesselringe angebracht. Wie oben bereits geschrieben, mussten sie zum Teil größer geschnitten werden, so konnten die Übergänge der Segmente recht gut verdeckt werden. Weiterhin wurden die Dampfpfeifen und die Überdruckventile angebaut werden. Bei den Dampfpfeifen lohnt sich eine Bearbeitung der Kesselauschnitte, damit stehen die Pfeifen senkrecht. Bei den Überdruckventilen ist mir leider ein nicht zu korrigierender Fehler unterlaufen. Ich habe die Teile um 90° verdreht gerollt, sie sind daher recht zierlich geworden. Da der Kessel noch recht handlich ist, habe ich auch die vorderen Teile der weißen Zierleiste angebracht, sie verdeckt doch noch recht gut die falsche Markierung am Kesselsegment. Beim Schornstein steckt der Teufel wieder im Detail. Der Schornstein muss an die Rundung des Kessels angepasst werden, gleichzeitig muss noch die Stromlinienverkleidung passen, Es ist leidlich geglückt. Die Laschen der Windleitbleche sollte man an den Kesselringen ausklinken, sie liegen dann besser an. Die Verstrebung der Windleitbleche ist zu lang und muss an den Knickkanten gekürzt werden. Nun ging es an die Verklebung des Führerhauses. Wie schon oben angedeutet war hier wieder "Schnitzerei" angesagt. Die Dachschlitze und die Laschen an den vorderen Fenstern mussten stark zurechtgeschnitten werden. Vorteil auch hier, man muss "nur" abschneiden. Als Empfehlung sein noch gesagt, dass der Anbau der Treppen später erfolgen sollte, sie werden durch das mehrmalige Auflegen der Kesselgruppe auf die Fahrwerkgruppe zur Anpassung derselben doch sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe sie daher mittels Aceton wieder abgelöst und erst nach der Vereinigung von Kessel und Fahrwerksgruppe erneut angebracht.





      Nach mehrmaligen Auflegen und anpassen an sehr vielen Stellen (Kolbenschieberstangen verkürzen, Luftbehälterträger anpassen, Bremsen anpassen, Rahmen anpassen.....) sitzt der Kessel gut auf dem Fahrgestell. Es wurde auch noch die weiße Zierleiste komplett verklebt, dabei ist aufgefallen, dass ein Stück Zierleiste fehlt. Man sollte daher die Teile c nachzeichnen. Ich habe die Teile c noch vor dem Auschneiden in gleicher Größe daneben neu gezeichnet und dann ausgeschnitten.



      Gruß Rudolf
    • Die Endmontage.

      Vor dem Zusammenfügen der beiden Lokteile musste nun noch die Schürze gebaut und angebracht werden. Hier sticht nun ein Datail ins Auge, was nach einer besseren Lösung geradezu schreit. Die "vergitterten" Frontlampen. Vermutlich wollte der Konstrukteur hier keine weißen Flächen lassen und hat daher die Riffelung der Lampengläser dargestellt. Meinen Geschmack trifft diese Zeichnung allerdings nicht. Da ich schon genügend an der Lok herumgebastelt habe, war der Schritt zur Herstellung von innenliegenden Lampen nicht groß. Ich habe daher die Lampenzeichnung in der Verkleidung ausgeschnitten und durch eine eigene Kreation mit Verglasung ersetzt. Das Freischneiden in der Unterkonstruktion war dabei die leichteste Aufgabe. Ich denke aber das Aussehen der fertigen Lok wird durch diese Veränderung verbessert. Anzumerken ist, das nach der Anprobe der Seitenverkleidungen, die Schürze um die Höhe der Zierleiste nach unten verklebt werden muss, da sonst die Seitenverkleidung am Führerhaus in der Höhe verkürzt werden müßte. Ich habe daher erst die gelbe Zierleiste angebracht und danach die Schürze. Die weißen Pufferteller habe ich durch schwarze mit weißem Rand ersetzt.



      Hier nun das fertige Modell.







      Ich glaube es ist trotz der Probleme beim Bau noch vorzeigbar.

      Gruß Rudolf