Pinasse Papegojan von Shipyard in 1:96 aus dem Jahr 1627

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    • Hey Freunde,

      Es geht an das Großmarssegel. Ich hatte beschlossen, dieses Mal Rah und Segel ohne Bild vorzubereiten, da die Ausrüstung praktisch dem Fockmarssegel entsprach. So bin ich nun in dieser Einstellung gleich beim Anbringen des Segels gelandet. Da ich durch den Baubericht von Bonden darauf gestoßen bin habe ich die beiden Marssegel etwas stärker angebrasst dargestellt, da diese in der Regel so gestellt wurden.



      Die erste Takelage, die angebracht wurde, waren mal wieder die Toppnanten.



      Für das Fall wurde wie beim Fockmarssegel ein Loch direkt unterhalb des unteren Teils der Bramstenge gebohrt und dadurch das Fall auf die andere Seite geführt. Wie bei der Fockrah wurde es dann wieder auf der Mars durch eine Talje belegt.



      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Freunde,

      nun wurden zunächst einmal die Schoten des Großmastsegels an der Reihe. Diese wurden zunächst an den Schothörnern des Marssegels befestigt und liefen dann zunächst durch die speziell gefertigten Blöcke an den Enden der Großrah, dann durch die Blöcke, die weiter innen an der Großrah angebracht wurden, um dann an der Nagelbank hinter dem Großmast angebracht zu werden.



      Ihr habt auf dem Bild schon gesehen, dass auch die Bulins bereits befestigt wurden. Doch ich hebe Euch von diesen noch einige Bilder mehr zu bieten.





      Viele Grüße
      Fritz
    • Heros wrote:

      ... hoffentlich nicht zu früh gefreut (??), denn das Modell der Vasa in Stockholm zeigt sie. Das ausgebuddelte Original aus nachvollziehbaren Gründen nicht, denn von der Originalbesegelung ist nichts übrig geblieben. Ich meine: Reffbändsel ODER Bonnet`s müssten eigentlich immer vorhanden gewesen sein,
      Ahoi Fritz, (und Heinrich grins 3 ...und alle anderen Mitsegler)
      ich greife noch einmal den Beitrag oben (469, glaub ich) auf, in dem es um Bonnets und Fußperde ging, weil mir das keine Ruhe gelassen hat verlegen2 ...
      ich denke, eine gewisse Gelassenheit ist doch angebracht, denn nach meinen Unterlagen verfügte die Vasa tatsächlich über keine Fußperde. Ich zitiere mal aus Fred Hocker, Vasa. A swedish warship (Stockholm 2018), S. 96:
      "Many of the features that made work aloft safer and more practical, such as footropes slung under the yards to give crewmen a place to stand while hauling in handfuls of sailcloth, had not yet come into use. Sails were not furled by taking them up to the yards evenly, as was common a century later, but by bundling them in toward the mast. The topsails were furled into the tops, the large round platforms just below the topsail yards, so few men had to crawl out along the yards."

      Viele der Funktionen, die die Arbeit in der Takelage sicherer und praktischer machten, wie z. B. Fußperde, die unter den Rahen angebracht wurden, um den Besatzungsmitgliedern einen Platz zum Stehen zu geben, während sie das Segeltuch einholten, waren noch nicht in Gebrauch gekommen. Die Segel wurden nicht zusammengerollt, indem man sie gleichmäßig an die Rahen laschte, wie es ein Jahrhundert später üblich war, sondern indem man sie zum Mast hin bündelte. Die Bramsegel waren in die Topps gerollt, die großen runden Plattformen direkt unter den Toppsegeln, so dass nur wenige Männer auf die Rahen kriechen mussten."


      Zumindest nach den Experten der Vasa hättest du auf die Fußperde unter den Rahen verzichten können (ich werde das aus Bequemlichkeit bei der Vasa tun verlegen1 ), auch im Modell der Vasa in Stockholm findet man die an den Rahen nicht verlegen2 ):



      (das Foto - auch das unten - ist aus dem oben zitierten Buch von Hocker S. 92)


      ...aber vielleicht war dein Käpt´n ja auch schon sehr innovativ und hat seine Besatzung in luftige Höhen gescheucht: "Höhenangst? Blödsinn! Runter kommen sie immer!"
      Bonnets allerdings hatte auch die Vasa, allerdings nur unter den unteren Segeln, also an Fock und Groß, eventuell auch am Besan (wie bei deiner Papegojan, das Vasa-Modell in Stockholm zeigt das aber nicht). Offenbar zog man bei stärkerem Wind im frühen 17. Jahrhundert zunächst alle Toppsegel ein, nahm dann die Bonnets ab und ließ sich, wenn nichts mehr half, vor Topp und Takel treiben lala1 ...



      Ich ziehe den Hut vor deinen Fortschritten klasse1 ...und freue mich bei deinen tollen Bildern auf meinen baldigen Ausflug nach Stockholm ins frühe 17. Jahrhundert, wenn ich die Vasa auf Kiel lege...aber zuerst muss natürlich die Bellona fertig werden (vielleicht noch dieses Jahr kratz1 )...
      Liebe Grüße
      Nat



    • Hallo Fritz, Nat: mir ging es nur um die Bonnets. Allerdings wollte ich das Hauptsegel genau so darstellen:

      Nat Drinkwater wrote:

      sondern indem man sie zum Mast hin bündelte.
      und das dadurch die Fußpferde überflüssig werden, ist logisch, aber war mir neu. Das hat mir frühzeitig eine Frage beantwortet, die ich zu gegebener Zeit sicher gestellt hätte - danke. Fritz: die Papegojan sieht hervorragend aus! Viele Grüße Heinrich
    • Nat: Dass zu dieser Zeit keine Fußpferde (zumindest an der Vasa) waren, habe ich bisher nicht gewußt.

      Heinrich: Dass Du mehr die Bonnets gemeint hast, war mir klar. Vielen Dank für das großzügige Lob!

      Otto: Auch über Dein Lob habe ich mich sehr gefreut!

      @ Classic, Christian, OutlawCube, Nat Drinkwater und natürlich Moritzleo habt Vielen Dank für die zahlreichen ja 2 ja 2 !

      Viele Grüße
      Fritz
    • Tja, Ihr Lieben,

      nun geht es an das Segel des Besanmastes. Es handelt sich hier um ein Lateinersegel, bei dem unten ein Bonnet angeschlagen ist. Da Segel und Bonnet auf den Vorlagen des Bogens zusammen dargestellt sind, muss man, wenn man vorhat diese zusammengesetzt zu bauen, diese erst einmal trennen. Als „Stoff“ für meine beiden Segelteile verwende ich natürlich den gleichen Silkspan wie für die anderen Segel. Die Aufbereitung ist demnach ebenfalls die Gleiche. Doch nun beginnt das Abenteuer, wenn Bonnet und Segel fertig vorbereitet sind. Wie kettet man die beiden Teile zusammen? Auf den Zeichnungen von Shipyard wird dieses in Form einer ZickZack – Verbindung dargestellt.



      Eigentlich die einfachste Form, doch überzeugen tut mich das nicht. Also auf die Suche gehen. Zunächst einmal wird der von Mondfeld auf Seite 278 und 279 konsumiert. Gefällt mir ganz gut, doch wie ist das Ganze in Echt darzustellen. Ich beschließe eine Probennaht aus Restmaterial des Silkspans zu testen. Ich kann Euch nur sagen, es ist eine Katastrophe. Ich habe einen ganzen Nachmittag verbracht eine Kette mit 2 Gliedern fertig zu stellen. Dabei habe ich mir fast die Finger abgebrochen. Entweder sind die Schlaufen immer wieder aus den Gatchen gerutscht oder die Nadel, die zeitweise benutzte, ließ sich nicht mehr aus der Schlaufe ziehen. Einmal rutschten durch meine Schuld Bonnet und Segel gekippt übereinander. Zuletzt war ich soweit, dass ich abgebrochen habe und wollte am nächsten Tag die ZickZack Methode machen, die aber in der Durchführung, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, genauso seine Tücken hatte. So habe ich am nächsten Tag mir zunächst einmal den „Schrage“ genommen und durchgeblättert, ob ich dort nicht etwas über Bonnets finde. Siehe da bald stieß ich auf eine übersichtliche Zeichnung mit einer einfachen Beschreibung.



      Dennoch wurde zunächst wieder ein Test durchgeführt. Es klappte auf Anhieb und gab das folgende Ergebnis.



      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Fritz, bei mir sind die Bonnet´s am Haupt- und Focksegel, nicht jedoch am Besan. Wie dem auch sei, du zeigst einen Weg, wie man die Bonnet´s modellbautechnisch darstellt. Danke, ich werde versuchen, es ähnlich hinzubekommen. Weiter viel Freude an der Papegojan wünscht Heinrich
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      Hallo Heinrich,

      ich kann Dir nur antworten, dass der Weg ganz schön steinig war, da ich ja zwei Nachmittage verzweifelt gesucht habe, wie man das hinbekommen kann und kurz davor war zu verzweifeln, ob ich dass noch hinbekomme. Doch dann kam mir der Gedanke, doch mal im "Schrage" zu blättern. Mir viel ein Stein vom Herzen als ich etwas fand, das für mich klar darstellte, wie ich vorgehen muss. Nun dauerte es gefühlt 1 Stunde am dritten Nachmittag. Wieviel es wirklich war, kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war sicherlich mehr. Danach kam die Freude am Modell wieder schnell zum Vorschein, obwohl ich zwischendurch auch im Kopf ein wenig mit dem geplanten Folgemodell beschäftigt bin.

      Hallo hj,

      ich bekomme immer wieder einen kleinen Schock, wenn ich lese, dass auf mich über 20 Nachrichten warten, nach einem kleinen Moment denke ich "das kann nur SchnippSchnapp sein, um die Bestätigung gleich zu finden!" Obwohl inzwischen kann ich darauf keine 100 % mehr setzen. Ich freue mich aber immer wieder sehr darüber!

      @ Hans-Joachim Zimmer, Juergen, Retep09, OutlawCube sowie SchnippSchnapp Vielen Dank für Eure Zustimmung!

      Viele Grüße
      Fritz
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      Hallo Freunde,

      nun habe ich begonnen das Segel an der Lateinerrute zu befestigen. Da ich bisher die Befestigung der Segel mit einer laufenden Reihenleine zu befestigen, wie es in den Bauanleitungen von Shipyard immer dargestellt wird, Habe ich beschlossen auch hier diese so zu machen. Die folgenden Bilder zeigen die Durchführung der Befestigung.





      Viele Grüße
      Fritz
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      Nun sollte die vorläufige Befestigung am Besanmast erfolgen. Nachdem ich zunächst nur das kleine Loch für das Fall durch den Mast gebohrt hatte, habe ich den Fall durch die Bohrung geführt und das Rack hergestellt. Sofort bemerkte ich, dass, wenn ich das Segel nun befestigte kaum in der Lage sein würde. Also wurde das Ganze zurückgeführt und nun wurden, soweit dies notwendig war, möglichst alle möglichen Takelagentaue bereits am Segel befestigt. Auf das Rack wurden wieder kleine Strassteile gefädelt.



      Leider habe ich versehentlich nur die Luv Seite fotografiert, doch Ihr wisst ja schon, wie die Seeseite aussieht.

      Viele Grüße
      Fritz
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      petcarli wrote:

      das kann nur SchnippSchnapp sein
      Hallo Fritz,

      sorry, dass ich so wenig kommentiere, aber vor lauter Sprachlosigkeit über das Modell und die fehlende Fachkenntnis (ich weiss zwar wo Back- und Steuerbord ist und Fock- und Besanmast kann ich auch noch unterscheiden) lässt mich die Begeisterung am einfachsten mit den Likes ausdrücken.

      Gruß
      hj
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      Servus Fritz,

      ich muss ganz offen zugeben, dass mir das Schiff anfangs so gar nicht gefiel. Das lag aber nicht an Deiner Bauweise oder Deiner Ausführung, sondern am Schiff selber. Je mehr es aber in die Höhe ging und immer mehr Taue und Segel sich einfanden, desto besser fand ich es.
      Jetzt muss ich sagen, dass die Papegojan ein wirkliches Schmuckstück ist. Das liegt mit Sicherheit auch an Deiner Bauweise, mit der Du das Schiff zu einem Hingucker formst.

      Da Norbert
      Signature
      Under construction!
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      Hallo hj,

      das geht schon in Ordnung! Ich freue mich auch über die Likes, obwohl ich Anfangs nicht so sehr davon überzeugt gewesen war. Bei Deinem Häuserbau schaue ich ja auch etwas sprachlos zu, weil mir meist der Mund offen bleibt, wenn ich so sehe, was Du für tolle Dinge dort machst.
      Das könnte wiederum ich nicht!

      Viele liebe Grüße
      Fritz
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      Hallo Norbert,

      Auch ich habe ursprünglich die Papegojan gemieden. Dann habe ich sie auf der Intermodellbau in Dortmund sie gebaut gesehen und mir dann doch den Bogen und den Masten Satz wegen der kleinen Detailteile geleistet. Dennoch habe ich den Bogen immer wieder nach unten geschoben. Jetzt hat er mich ein wenig verführt und ich muss sagen, dass es eigentlich eines meiner schönsten Segelschiffe bisher wird (wohl überhaupt mein schönstes Modell). Ich hoffe, dass meine Baukünste (?) ein wenig dazu beitragen.

      @ Classic, OutlawCube, Retep09, tractor und Gerd habt Vielen Dank für die wiederholten Like`s! Es ist immer wieder eine schöne Bestätigung!

      Viele Grüße
      Fritz
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      Hallo Wolfgang,

      Das geht ganz einfach. Du musst es nur so machen wie ich. Hier wurde in der Zeit, seit ich Foren gebastelt habe, immer dann wenn ich ein Modell fertig gehabt habe, von jemanden folgender Satz geschrieben: "Best of ever!" Du siehst Übung macht den Gesellen. Und mit dem Hauptteil auf Historischen Segelschiffen habe ich irgendwann meinen Favoriten gefunden, doch Fehler passieren mir auch immer wieder. Du hast hier meines Erachtens, ganz gut begonnen!

      Hallo Jürgen,

      ein wenig braucht es schon noch, da ich einiges des Bogens nach hinten geschoben habe, um es beim Takeln nicht zu beschädigen. Dennoch gab es auch ein paar kleine Schäden, die aber behoben werden konnten. "Gebondet" habe ich aber auch mal.

      Hallo Ingo,

      es ist schön, Dich wieder in der Begleitung zu haben.

      Hallo J.G.Christoph,

      Du bist ja hier im Forum Neuling. Doch so von mir ein großes danke1 für Deine ja 2 !

      weiterhin gilt das auch für Ingo, attku und Heros

      Viele Grüße
      Fritz
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      allo Freunde,

      Nun geht es an die Anbringung der Dirk an der Rute des Lateinersegels am Besanmast. Diese verläuft vom oberen Eselshaupt de Großmarsstenge zum oberen Ende der Lateinerrute und zur anderen Seite nach unten durch die Öffnung in der Mars des Großmastes und wird an der Nagelbank hinter dem Großmast belegt. Am oberen Ende der Lateinerrute wird die Dirk mit Hilfe von Hahnepoten befestigt.







      Viele Grüße
      Fritz
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      Lieber Fritz,

      Du stellst Behauptungen auf, die im Ernstfalle bei der Beweisführung auf erhebliche Schwieirgkeiten stoßen.
      Oder so ähnlich.
      Aber dennoch vielen Dank für Deine mutmachenden Worte.

      Jedenfalls habe ich Deinen Baufortschritt dokumentiert, 2x sogar, falls im Internet mal etwas Unvorhergesehenes passiert.
      Es ist aber wirklich ein sauber gebautes Exemplar, Glückwunsch.

      Beste grüße
      Wolfgang
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      Ihr Lieben,

      eine Befestigung der Lateinerrute fehlt noch. Es handelt sich um die Gehren. Sie wurden mit einen Stück Tau auf jeder Seite ein kleines Stück am oberen Ende der Lateinerrute befestigt. An das Andere Ende des Taus wurde ein Block geschoren. Den Rest des Weges wurde durch eine Talje dargestellt, die am unteren Teil den unteren Block mit einem kleinen Haken darunter versehen wurde. Dieser Haken wurde in einen Augbolzen eingehängt, den ich hinten an der Reling eingeklebt hatte.







      Viele Grüße
      Fritz
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      Servus Fritz,

      petcarli wrote:

      An das Andere Ende des Taus wurde ein Block geschoren. Den Rest des Weges wurde durch eine Talje dargestellt, die am unteren Teil den unteren Block mit einem kleinen Haken darunter versehen wurde. Dieser Haken wurde in einen Augbolzen eingehängt, den ich hinten an der Reling eingeklebt hatte
      ... bei der Großen Jacht wurde dieses Prinzip genauso auch angewendet.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
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      Lieber Fritz,

      existiert Deine Segelherstellerfirma noch oder muß ich eventuell einen anderen, wahrscheinlich nicht so versierten Hersteller aufsuchen?
      Wenn Du sie noch besitzt, was "kostet" die Segelherstellung für die Papgojan?
      Denn ich bin ob Deiner Segelherstellung tief beeindruckt, wissend, daß ich so etwas Exquisites nicht kann, sollte ich jemals mit der Papegojan beginnen....

      Beste Grüße
      Wolfgang