Forschungsschiff "Michail Lomonossow"; Kranich-Modellbogen; M 1:200 mit Eigenbau Unterwasserschiff

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    • Forschungsschiff "Michail Lomonossow"; Kranich-Modellbogen; M 1:200 mit Eigenbau Unterwasserschiff

      Hallo zusammen,

      nach seinen erfolgreichen Konstruktionen der beiden Eisbrecher "Lenin" und "Kapitan Khlebnikov" wurde im Winter 2016/17 dem Konstrukteur Yuri Lazebnyuk der Vorschlag unterbreitet, die "Michail Lomonossow" als Vollrumpfmodell im Massstab 1:200 zu konstruieren.
      Yuri zeigte sich interessiert und begann im März des Jahres 2017 mit der Arbeit - hier zu verfolgen: die-kartonmodellbauer.de/index…sow-konstruktionsbericht/

      Letzte Meldung von Yuri in diesem Thread: 25.02.2020 mit Fortschritten die meine Hoffnung weckten, bis zum Start der GS 2021 einen Bogen der M.L. verfügbar zu haben, um dieses Modell in´s Rennen schicken zu können

      Meine Hoffnungen auf diesen Bogen sind zwar weiter unerschütterlich, doch für die GS 2021 will ich nun meine Entscheidung "leicht" korrigieren.

      Im Klartext heißt das, ein altehrwürdiger Kranich-Modellbogen wird zerschnipfelt und mit einem Eigenbau-UWS komplettiert, schließlich soll es ja ein "richtiges" Schiff werden. grins 2

      Das Kranich-Modell basiert auf einer Konstruktion von Richard Hoffmann aus dem Jahre 1961. Die für die Entstehungszeit außergewöhnlich hohe Detailtiefe dieser Konstruktion bietet meiner Einschätzung nach noch heute sehr gute Voraussetzungen für die Erstellung eines anspruchsvollen Modells.
      Bis auf verschiedene Optimierungen (z.B. Relings, etc.) werde ich exakt den Originalbogen verarbeiten und das Modell lediglich mit dem UWS ergänzen.

      So der Plan! Groß wäre natürlich die Freude, sollte überraschenderweise bis ca. Ende Januar 2021 (das ist meine persönliche deadline für den Baubeginn meines GS-Modells) doch noch ein neues Verlagswerk der M.L. verfügbar werden. Dann wäre das der GS-Kandidat.

      Bilder vom Kranich-Bogen:












      Genauere Informationen über das Schiffs-Original können aus gängigen Informationsquellen bezogen werden!


      Und nun frisch an´s Werk!


      Viele Grüße

      Roland
    • Boahey Roland

      jetzt bin ich aber echt mal überrascht Mann grins 3 .
      Ich hätte wetten können das Du mit einem neuen Flieger ins Rennen gehen würdest - so leicht kann man sich täuschen traurig1
      Aber wenn es bei einem GSwert um einen der ersten Ränge geht kommt man um ein Schiff zwangsläufig nicht herum frech 1
      Hau rein pc2
      LG Klaus
      (und tauch wech ...)
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • SY 190 wrote:

      Hau rein
      versprochen, Klaus! Muss aktuell nur aufpassen, dass ich dabei die Zielgruppe nicht verwechsle, die Enkelkinder sind nämlich da. grins 2

      SY 190 wrote:

      Aber wenn es bei einem GSwert um einen der ersten Ränge geht kommt man um ein Schiff zwangsläufig nicht herum
      Nö, das stimmt so überhaupt nicht und mein heimlicher Sieg-Favorit ist diesmal der Motorschlitten... xmas 1

      Viele Grüße
      Roland
    • Tach Roland!
      Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allen Dingen viel Spass bei der Bauerei.
      Bei mir kommen da alte Erinnerungen hoch, weil: im "zarten Alter" von 12 / 13 Jahren hatte ich das Schifchen auf meinem Basteltisch liegen. Leider ist das Modell dann irgendwann im Nirwana verschwunden, und Fotos von solchen Basteleien hat man damals ja noch nicht gemacht. Warum eigentlich nicht kratz1
      Auf jeden Fall melde ich mich schon mal als Zuschauer an!
      Gruß Jürgen prost1
      Meine kartonalen Machwerke

      Hochseeschlepper WEGA,
      Eisbrecher "STEPHAN JANTZEN >>> mein zweites Hobby, KLICK
    • Es ist immer interessant eine erstmalige Konstruktion zu sehen, obwohl das Modell scheint nicht neu zu sein. Viel Glück beim Bau und Wettbewerb!
      Liebe Grüsse an alle Mitkleber: Krisztián
      Leute, die Modellbögen kaufen denken, dass sie auch die Zeit kaufen, die für ihre Montage notwendig ist. Aber ich bin alt genug zu wissen, dass es nicht wahr ist.
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Servus Roland,

      da setze ich mich gerne in die erste Reihe.
      Und wünsche dir viel Spaß und Erfolg mit diesem Modell.

      Mit Eigenbau UWS hast du ja inzwischen einige Erfahrung. daumen1



      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Roland

      Schön, dass Du auch wieder dabei bist! Und dann noch mit einem sehr interessanten Modell!
      Da bin ich doch gerne mit dabei und wünsche Dir viel Spass und Erfolg!

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Auch ich werde mit großem Interesse Deinem Baubericht folgen!

      Was mich vorab aber sehr interessiert, ist, wie du mit der grottenschlechten
      Kartonqualität des Bogens aus der damaligen Zeit umzugehen gedenkst.

      Ich erinnere mich mit einigem Grausen an meinen Bau der "Frieden",
      bei dem ich immer gegenwärtig sein mußte, daß mir der Karton
      nicht unter unter der Schere, dem Messer zerbröselte.

      Viel Erfolg wünscht

      Adolf
    • Oh ja Roland , das nenn ich mal ne gelungene Wahl !
      Als leidenschaftlicher Sammler und Betrachter grins 3 von alten MalyModelarz Bögen (die noch erschwinglicher sind als Kranich Bögen )
      finde ich deine Wahl TOP ! Aus solch einem nostalgischen Bogen, noch dazu mit einem UWS, ein Modell zu zaubern wird ein Vergnügen für uns Baubegleiter.
      Was deinen Favoriten betrifft macht mich das ja etwas verlegen..... verlegen2
      ....und was Yuri betrifft hoffe ich ja das er nach dem Lomonossow ab Februar eine Arktika oder Jamal zu konstruieren beginnt... daumen1

      Lg. Thomas
    • Hallo zusammen,

      herzlichen Dank für das breite Interesse und die vielen guten Wünsche zum Bau.

      @ Jürgen: an der Lomonossow hatte ich mich dazumal nicht versucht, aber mein Bruder. Fertig ist sie nie geworden. Die Fragmente lagen sehr lange auf dem Küchenbuffet, wurden von der Mutter zunehmend als störend empfunden und irgendwann ohne Aufsehen von ihr entsorgt.

      @ Adolf: der Karton verfügte vielleicht nicht über den Weißegrad, den zu damaliger Zeit Schreiber, oder Wilhelmshavener Bögen aufwiesen, aber verbauen lässt er sich noch heute wie jeder Bogen aus aktuellen Produktionen.

      @ Thomas: Arktika und Jamal auf der Schneidmatte wären mein Traum! Momentan fürchte ich aber, Yuri ist bei seinen Modellrecherchen im Frühjahr irgendwo im Eis festgefroren. winter 3 Unter dem Aspekt könnte ich dem Klimawandel sogar etwas Positives abgewinnen... grins 2

      Viele Grüße
      Roland
    • Schön, dass du dich diesem Projekt widmest. Ich habe ja die ML erst vor einigen Jahren vom CFM-Verlag gebaut. Ist ja 1:1 übernommen, nur halt in 1:250.





      War auch früher als Kind in der DDR mein erstes Schiffsmodell, was ich aber damals nie fertig bekommen habe....
      Schön, dass du das UWS in Angriff nehmen willst!
      Viele Grüße, Michael

      Der Mensch lernt und leimt - und alles klebt gut!
    • Hallo Roland,

      Yuri wäre natürlich prädestiniert einen solchen Eisbrecher zu konstruieren da er ja schon mit dem Lenin ein tolles Modell geschaffen hat.
      Mit dem einfrieren würde er klar kommen denke ich..
      Unabhängig davon frage ich mich aber manchmal schon warum es von diesen ganzen grandiosen russischen Eisbrechern so wenig (!) Modelle gibt, von dem ganzen Russ. Militärschwimmzeug aber jede Menge. denk1 Dabei wäre das rot einer Arktika doch soo schön.. grins 2

      Aber hier freue ich mich ja erstmal auf den Herrn Lomonossow

      Lg.
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      AR-MEN wrote:

      Yuri wäre natürlich prädestiniert einen solchen Eisbrecher zu konstruieren
      ich nehme sogar an, er hat damit schon begonnen. Zumindest deute ich seine Hinweise und Bilder in seinem Lomonossow-Konstruktions Thread so.
      Vorerst müssen wir aber ersteinmal unverdrossen die große Schwemme von Flussfahrgastschiffen aus dem Hause Oriel verbasteln... arbeit2

      AR-MEN wrote:

      Unabhängig davon frage ich mich aber manchmal schon warum es von diesen ganzen grandiosen russischen Eisbrechern so wenig (!) Modelle gibt, von dem ganzen Russ. Militärschwimmzeug aber jede Menge.
      Die Antwort wird vermutlich einfach sein: bessere Verkaufszahlen!
      Herr Pomorski von GPM machte mir mal in einem Gespräch zur Leipziger Messe deutlich, dass sich z.B. auch militärische Varianten eines Modells deutlich besser verkaufen, als Zivile!!! Alle Klarheiten beseitigt???

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Roland,

      konstruktive Ergänzungen bzw. Komplettierung scheinen es Dir ein wenig angetan zu haben. Bleibt es beim UW-Rumpf oder hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt ein ganzes Schiff - muss ja kein riesen Pott sein - komplett zu konstruieren? Könnte mir schon vorstellen das Dich das reizen würde.

      Gruß,
      Stephan
    • Stephan wrote:

      Bleibt es beim UW-Rumpf oder hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt ein ganzes Schiff - muss ja kein riesen Pott sein - komplett zu konstruieren?
      Klar, Stephan!
      Vermutlich schon viel zu intensiv. Allerdings wären da noch ein paar wichtige pragmatische Voraussetzungen zu schaffen: minimal z.B. Rhino 3D und dazu eine neue Festplatte.

      Vom Kartonmodellbau selbst müsste ich mich dann aber praktisch verabschieden, denn die Zeichen- und Probebauarbeit lässt dazu (mittlerweile erfahrungsgemäß) kaum noch Zeit.

      Deshalb wird es ersteinmal dual weitergehen. Aber der Appetit kommt ja manchmal beim Essen...


      Viele Grüße
      Roland
    • Servus Roland,

      welches Programm nimmst du her zum konstruieren ?
      Oder eher Lineal und Bleistift ?

      Der Längsspand sieht schon mal sehr gut aus.
      Der größere Aufwand dürfte aber bei der Konstruktion der Querspanten entstehen.

      Bin sehr gespannt wie's weitergeht. Super interessant und Danke für's zeigen !


      Wünsche dir hier schon mal einen guten Schwung ins neue Jahr 2021.



      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Zunächst vielen Dank für euer bisher gezeigtes und deutlich gemachtes Interesse und die guten Wünsche für die Fortsetzung der Arbeit.

      @ Jürgen:
      Die Software heißt CorelDRAW. Ein sehr bekanntes und genutztes 2D Programm, dass u.a. für die Konstruktion von Kartonmodellen sehr gut nutzbar ist, sich aber - im Gegensatz zu 3D Programmen - nicht für die effiziente Erstellung anspruchsvollerer Abwicklungen eignet.

      Was die Querspanten betrifft, ist es genau so wie du schreibst: das Quantum der Arbeit ist für 23 vorgesehene Spanten deutlich größer,

      Die in den folgenden Bilder ausnahmsweise gezeigten Screenshots sollen mein Vorgehen nochmal verdeutlichen.

      Schritt 1:
      Zeichnen des Mittelspants.und der "Grundplatte Wasserlinie. Datenbasis: Kranich-Originalbogen. Unten im Bild ist der fertig gezeichnete Spant sichtbar.



      Schritt 2:
      Abgleich meines Mittelspantes und der Grundplatte Wasserlinie mit den Bitmaps der 3D Konstruktion von Yuri Lazebniuk.
      Bei genauer Betrachtung werden ganz geringfügige Abweichungen erkennbar (siehe auch die beiden folgenden Ausschnittvergrößerungen)


      Ausschnittvergrößerungen


      Damit wird für mich deutlich, dass Yuris 3D Daten relativ gut mit den Maßen des Kranichmodells korrelieren und ich jetzt aus dem auch vorhandenem Bitmap der Radialspanten die 23 Spanten zeichnen kann.

      Davon mehr im neuen Jahr!

      Viele Grüße und allen einen gesunden Rutsch in 2021 wünscht
      Roland
    • Hallo zusammen,

      AR-MEN wrote:

      dann kannst du dir doch das Gehege für ein Rhinozeros sparen, hast du überhaupt so viel Platz im Garten ?
      @ Thomas: wenn die Temperaturen und Kraftstoffpreise weiter steigen, ist ein hitzefestes Arbeitstier vielleicht ganz praktisch... happy 2

      Mit frischem Schwung wurden heute die Querspanten für das UWS gezeichnet.
      Nun noch die nötigen Schlitze rein, dann kann das komplette Spantengerüst schon mal zusammen"geschraubt" werden.

      Das ist der aktuelle Stand:







      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo zusammen,

      sämtliche Spanten für den Umbau des Original-Wasserlinienmodells auf die Vollrumpfvariante sind fertig gezeichnet.

      Für den der´s mag bietet diese Konstruktion sogar die Möglichkeit, ÜWS und UWS separat zu bauen und dann beide Module zusammenzufügen!
      Um auch diese Bauvariante zu ermöglichen, wurden dabei die in der Originalkonstruktion vorgesehenen Dicken der Spantenverstärkungen (0,5mm) beibehalten und nur die 23 Querspanten des UWS in 1mm Dicke ausgelegt.

      Persönlich werde ich das Modell mit durchgehendem Mittelspant, also als "echtes" Vollrumpfmodell bauen.

      Genauere Bilder und Erläuterungen dazu demnächst.



      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Roland,

      beim Schiffsmodellbau schaue ich zwar sehr selten rein, aber bei einem Kranich-Bogen kann und sollte man durchaus eine Ausnahme machen. Ich bin doch einfach zu neugierig, wie solch ein betagter Bogen heute noch rüberkommt. Die Konstruktion des Unterwasserschiffes verfolge ich mit fasziniert, auch wenn so etwas für mich böhmische Dörfer sind. Aber ohne Unterwasserschiff schwimmt kein Schiff. grins 2
      Ich wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen!

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Servus Roland,

      sieht sehr gut aus. ja 2

      Jetzt müsstest du ja noch die Abwicklungen der Bordwände konstruieren.
      Wenn ich mich recht erinnere, hattest du mit der Fehmarnbelt bei der Aussenhaut des UWS einige Entscheidungen während der Bauphase zu treffen. Eine Erfahrung welche dir jetzt, bei diesem Modell sicherlich sehr zu Gute kommt.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo zusammen,

      zunächst wieder herzlichen Dank für das Interesse in Form von Likes, Beiträgen und guten Wünschen - danke!

      @ Jürgen: die Konstruktion der Beplankung (Abwicklungen) beginne ich erst nach dem Probebau des Spantengerüstes.

      Und das sieht nach fleißiger Schneidarbeit aktuell so aus:






      Morgen kommen die 1mm dicken Querspanten unter´s Messer und anschließend wird die Leimtube geöffnet... happy 2


      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo zusammen und danke für die Likes!

      @ Thomas: die 23 Querspanten sind aus Graupappe mit 1mm Dicke. Alle restlichen Spanten aus etwas feinerer Graupappe mit 0,5mm Dicke. Langweilig wird´s beim Ausschneiden also nicht!

      Inzwischen ist das Spantengerüst ohne erforderliche Korrekturen fertiggestellt.

      Beim Zusammenbau wurden zunächst die zwei Mittelspanthälften mittels vier Klebelaschen zu einem Teil zusammengefügt.
      Danach erfolgte nacheinander die Verleimung der vier horizontalen Längsspantenteile. Im Mittelspant sind diese Teile durch versetzt ineinander greifende Zapfen im Mittelspant sauber fixiert.
      Anschließend erfolgte die Verleimung der 23 Querspanten.

      Die letzten beiden Bilder zeigen die noch nicht mit 0,5mm dicker Pappe verstärkten, probehalber aufgelegten Grundplattenteile des Originalbogens. Alles passt zum Weiterbau nach oben.

      Im nächsten Schritt werde ich mich den Abwicklungen der UWS.Beplankung widmen.
      Weil das aber etwas aufwändigere Arbeiten sind, wird es eine kleine Berichtspause geben.

      Viele Grüße
      Roland









    • Moin Roland;

      sieht sehr gut aus.

      Zu meiner Zeit auf der Werft, hier speziell auf den Schnürboden gab es Stracklatten, Brennfolien und Hobel, sowie eine Bandsäge.

      Biegemodelle wurden gesägt und gehobelt. Miteinander vernagelt und dann in die Anzeichnerei gegeben. Außenhautplatten wurden nach der Außenhautabwicklungen ermittelt und abgewickelt. Es hieß vom M1:25 oder / M1:50 in M1:1 umsetzen.

      Wichtig, nicht die Leckschrauben vergessen.

      Viele Grüße
      Arne
    • Hallo Arne,

      deine kurzen Schilderungen vom früheren Alltag auf einer Werft lassen ahnen, dass das kein Handwerk für bequeme Menschen war.

      Durch 3D-Computerprogramme lassen sich heutzutage speziell Abwicklungen sicher viel einfacher erstellen als damals, ansonsten wird sich der Handwerksalltag auf der Werft aber nicht viel geändert haben.

      Wie wurden damals die Außenhautabwicklungen erstellt?
      Wo sollte ich an der Lomonossow das Bodenventil platzieren?


      Viele Grüße
      Roland
    • Moin Roland,

      der Schiffbau war nie was für bequeme Menschen gewesen. Es hat machmal Knochenarbeit bedeutet, aber man hat, wie in einer guten Familie zusammengearbeitet.

      Wenn denn Stapellauf war, ob Längsablauf oder Querablauf kam ein wenig Stolz auf, denn man sah das Schiff in seiner natürlichen Größe ohne Gerüst aber mit Schraube, vielleicht Verstellpropeller von Lips, Eisfinnen als Schraubenschutz, Beckervollschweberuder oder wenn die Reederei es wollte, eine Nachstromdüse für ein Asymmetrisches Hinterschiff.

      Am Vorschiff war es nicht anders, ob Wulstbug, Eisverstärkung oder mehr.

      Wenn man Glück hatte kam das Schiff zur 1. Dockung wieder zur Bauwerk zurück. Die Garantiedockung.

      Die 3D Programme erleichtern einen zum Teil die Arbeit. Als Schiffbauer auf dem Schnürboden oder im 1:10 Büro, wie auf der Werft wo ich gelernt habe sollte man sich mit dem Spantenriss auskennen. Man ist öfter damit konfrontiert worden, Biegemodelle und Abwicklung für Reparaturen zu erstellen und dann nach dem die neuen Platten gebrannt, verformt worden sind wieder einzubauen. Das ganze dann über Kopf, Pallen die machmal im Weg waren, einen Kran, sehr vielen Kettenzügen und manchmal einen knartschiegen Inspektor. Wehe die Abwicklung passte nicht, war zu stark verformt worden, dann wurde es lustig.

      Die Außenhautabwicklung wurde zu drr Zeit meist im M 1:50 auf den Zeichentisch in Tusche erstellt. Die Abwicklung selbereits mit Naht und Stosszeichen versehen, hinzu kam eine Nummerierung und die Dicke der Platten. Diese Abwicklung wurde dann in den Spantriss umgesetzt. Dieser war in M 1:1 auf dem Fußboden des Schnürboden aufgerissen worden. In diesen Aufriss sind alle nötigen Linien aufgerissen worden. Mitteschiff, Wasserlinien, Schnitte und Senten wurden beim erstellen des Risse mit eingeplant. Ausserdem wurden die Nähte der Platten mit aufgerissen.. Das ist Grundlage für die Abwicklung einer Außenhaut. Im M1: 10 ist es ähnlich nur hier bracht man kleine Gewichte und Hamburger Kurvenliniale.

      Wenn ein Schiff gedockt wird, sollten die Ballasttanks leer sein. Das Lenzen der Tanks wird aber manchmal vergessen. Um die Tanks dann leer zu bekommen, werden Messingschrauben beim Bau des Schiffes in die Doppelbodentanks eingebaut. Sie sitzen in der Aussenhsut ganz unten , also UK Kiel. Diese bekommt man entweder mit dem passenden Schlüssel auf oder sie werden mit dem Brenner geöffnet. Man sollte aber die Länge eines Armes weg sein. Denn wenn ein paar hundert Tonnen Wasser rauskommen, sitzt ein wenig Dampf dahinter.

      Dies wsr nur ein kleiner Einblick.
      Viele Grüße
      Arne
    • Hallo zusammen,

      @ Arne: herzlichen Dank für deine ausführlichen und hochinteressanten Einblicke in den Werftalltag (siehe auch meine PN)

      Auf der Heidenheimer-Werft entstehen die Abwicklungen der UWS-Beplankungssegmente - Stück für Stück vom Bug zum Heck und zwischendrin Kaffe und möglichst Kuchen. So ist gut Arbeiten. happy 2

      Viele Grüße
      Roland

    • Hallo zusammen,

      da mittlerweile aus diesem Baubericht ein Konstruktionsbericht geworden ist und der nach meiner Meinung nicht in den Wettbewerb GS 2021 gehört, bitte ich einen Admin., ihn in die Rubrik Bauberichte "Zivile Flotte" zu verschieben.
      Vielen Dank im Voraus!

      Für die GS-2021 werde ich noch einen geeigneten Bogen aussuchen. Ein paar Kandidaten gibt es da schon...!

      Viele Grüße
      Roland
    • moin1 Roland

      PRT wrote:

      ... und zwischendrin Kaffe und möglichst Kuchen. So ist gut Arbeiten. happy 2
      Das klingt absolut nach urlaub1 HomeOffice!
      Lieben Gruß
      Andreas

      Bauberichte meiner Modelle gibt es auch in meinem Blog: www.jabietz.de/kartonmodellbau
      Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage und der "Neuwerk" gibt es hier: www.jabietz.de/shop
    • Hallo zusammen,

      um zu sehen, ob die bisher gezeichneten Beplankungsteile auch zusammen- und an´s Spantengerüst passen, wurden sie auf 160g/m² Papier- und die Klebelaschen auf 80g/m² Papier gedruckt.
      Nach sorgfältiger Vorformarbeit erfolgte dann das bei mir übliche, externe Zusammenfügen der einzelnen Segmente, mit Anprobe nach jedem Segment.

      Ergebnis: das fertige Modul passte ohne Korrekturen zusammen (die Weißleimnaht am Bug habe ich mir gespart) und ließ sich auch exakt auf das Spantengerüst aufsetzen. Was will man mehr?

      Die Bildgeschichte zum Text in zwei Abschnitten:

      Abschnitt 1