SMJ Hohenzollern 1:250 HMV

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    • SMJ Hohenzollern 1:250 HMV

      Hallo Freunde des Kartonmodellbaus,
      mein neues Projekt habe ich schon lange geplant, aber immer wieder verschoben. Ein Grund dafür war, daß ich zwar den Bogen besaß, aber nicht die dazugehörige Ätzplatine. Die konnte ich dann vor einiger Zeit von Wilfried erwerben (Wilfried, nochmals herzlichen Dank), aber andere Projekte wurden immer wieder vorgezogen. Nun aber ist es so weit.
      Es sind zwölf Bögen zu verarbeiten, deren Teilezahl mit 865 überschaubar ist (ein paar Teile kommen ja immer noch hinzu).



      Der Bogen stammt von Markus Wiekowski und ist nicht mehr handgezeichnet, sondern am Computer erstellt. Die Bauanleitung besteht aus Fotos ud ich kann jetzt schon sagen, daß sie einige Fragen unbeantwortet lässt. Eine Hilfe wird mir dabei der Baubericht von Gerhard sein.



      Die Ätzplatine enthält, die unbedingt erforderlichen Teile, nicht mehr und hoffenlich auch nicht weniger.


      Meine Untaten

      Wir leben in einer Welt worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.
      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • Der Bau ist mir eine Herzensangelegenheit, da mein Großonkel auf der Hohenzollern als Stewart gefahren ist. Das hat man mir leider erst erzählt als er gestorben war. Vielleicht war der Grund dafür, daß Onkel Hermann in seiner Dienstzeit ein recht lustiges Leben geführt haben soll und ich im zarten Alter mit diesen unaussprechlichen Dingen nicht konfrontiert werden sollte.
      Seine Dienstzeit hinterließ aber trotzdem im Familienleben ihre Spur. So war es so, daß der Kaiser, wenn er privat war, nicht in Orgien von Lachs, Hummer und Kaviar schwelgte, sondern Hausmannskost schätzte, wie eine Kartoffelsuppe. Meine Oma, die eine begnadete Köchin war, brachte daher gerne folgendes Gericht auf den Tisch:


      Kartoffelsuppe, wie sie unser Kaiser so gerne aß

      1200 g festkochende Kartoffeln
      2-3 Karotten
      1 Stange Lauch
      1 Zwiebel
      2 Zehen Knoblauch
      125-150g Schinkenwürfel
      Würstchen
      1 Becher Crème fraiche oder Schmandt
      1,2 Liter Gemüsebrühe (gut macht sich ein Glas Fleischfond, dann die Menge Brühe entsprechend reduzieren)
      Majoran, Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

      Die Zwiebel fein wiegen, den Knoblauch fein hacken und mit etwas Öl glasig dünsten.
      Die geschälten und kleingeschnittenen Kartoffeln, und die geputzten und kleingeschnittenen Möhren hinzugeben und andünsten. Den Lauch putzen und in Ringe schneiden. Die Hälfte des Lauchs hinzugeben und Brühe bzw. Fond hinzugeben und ca 30 Min kochen lassen. Nach 15 Minuten mit Majoran, Muskatnuß, Salz und Pfeffer würzen.
      Die Suppe mit dem Pürierstab pürieren.
      Die Schinkenwürfel in einer Pfanne kross braten und mit der Crème fraiche hinzugeben. Den restlichen Lauch hinzufügen und die Petersilie. Noch etwa fünf Minuten köcheln lassen und dann mit Würstchen servieren.

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      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • Herzlichen Dank für das Rezept und die "Bauanleitung", Kurt!

      Alles was mit Kartoffeln zu tun hat, da wird der Sachse schwach. Hier, im schwäbischen Exil, wird die edle Kartoffel von der Allgemeinheit nämlich arg geschmäht.
      Jedenfalls werde ich mich alsbald an der Suppe versuchen.


      Viele Grüße und angenehme Weihnachtstage wünscht
      Roland
    • Ja, dann Mahlzeit.

      Bei der Menge an Kartoffeln reicht die Portion klatt für die gesamte Besatzung.

      Wünsche dir Kurt jedenfalls viel Spaß beim Bau der Jacht !



      Grüße und eine schöne Weihnacht

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Roland,
      Hallo Juergen,
      die Suppe habe ich dieses Wochenende gekocht. Meine Tochter meinte, daß sie den Kaiser verstehen könne und versicherte sich, daß ich das Rezept auch wirklich aufgeschrieben habe.
      LG
      Kurt

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      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • Hallo Kurt,

      ein edles Schiff, das bei Dir in guten Händen ist. Ich bin sehr gespannt auf den Bau. Ich habe den Bogen auch noch 'im Lager', daher hole ich mir bei Dir gerne einige Tipps und Anregungen.

      Bis dahin wünsche ich Dir schöne Feiertage und einen guten Rutsch und uns allen noch viele gemeinsame Treffen in Hardt!

      VG Alexander
      Dreimal Wahnsinnige und durch! u-boot1

      Was ich bisher so zusammengeklebt habe.... arbeit1
    • Servus Kurt,

      ich freu mich auf deinen Baubericht!
      Die Yacht war ja des öfteren auch in österreichischen Gewässern.

      Eine Detailfrage zum Suppen-Rezept.
      Welche Würstchen?
      Denn das Würsteluniversum ist groß und mir fallen auf die schnelle sieben Würstelsorten (exklusive Bratwürste) ein!

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Wolfgang,
      natürlich Wiener Würstchen. Frankfurter dürfen es aber auch sein.
      Hallo Alexander,
      sobald sich die Pandemiesituation entspannt, wird auch eine neues Euregiotreffen terminiert werden. Hoffen wir, daß in 2021 wieder einige Kartonmodellbautreffen und Messen möglich sein werden.

      Flens wrote:

      Übrigens habe ich von dem Schiff ein Original Mützenband.
      Hallo Jochen,
      da bist Du ja zu beneiden.
      LG
      Kurt

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    • Hallo Kurt,

      viel Spass bei diesem schönen Projekt. Welchen Bauzustand strebst Du an?

      Deinem Foto nach zu urteilen, bist Du demnächst beim Backdeck angekommen (Teil Nr. 30). Achtung, nach meinem Eindruck ist dem Konstrukteur bei diesem Teil ein Messfehler unterlaufen, daher erst einmal vorsichtig eine "Trockenübung" vornehmen und das Teil ggf. behutsam korrigieren. Der Ätzteilsatz ist gut gelungen, aber auch nicht ganz frei von kleinen Schwächen: Nicht recht filligran finde ich im Nachhinein die Bugzier (Nr. 133), hier sollte man in Erwägung ziehen, ggf. doch besser bei der Kartonversion zu bleiben. Und die Reeling im Bugbereich ist m.E. etwas zu hoch ausgefallen; hier würde ich eine Querstreben- bzw. Handlaufreihe kappen.

      Grüße
      SMY
    • Hallo Hagen,
      unterschiedlicher kann die Baugeschichte von Staatsjachten kaum sein. Während der Aviso Grille ein Geschenk war, musste die Hohenzollern mit einem Trick durch den Reichstag geschummelt werden.
      Hallo SMY,
      gebaut wird der Bauzustand nah dem letzten Umbau mit der reduzierten Bewaffnung, die der HMV Bogen darstellt.
      Zum Bau des Rumpfes hatten sich mir einige Fragen gestellt, die auch der Grund dafür sind, neben anderen vorweihnachtlichen Pflichten, daß der Bau erst einmal recht langsam vorwärts geht.
      Was die Bugzier anbelangt, gebe ich Dir Recht. Das läuft wohl auf eine Kombination von Karton- und Ätzteilen hinaus.
      Hallo Harald,
      eine Lücke im Bestand kaiserlicher Schiffe bei Dir??? Da hast Du dann ja Nachholbedarf.
      LG
      Kurt

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    • Nun also wird das Backdeck in Angriff genommen. Da bietet der Bogen Grätings an, zu den schwarzen Streifen schweigt sich die Bauanleitung aus. Ich werde diese Zusatzteile erst einmal ignorieren. Die Grätings wären natürlich ein Thema für den Ätzsatz gewesen und hätten dort auch nicht übermäßig Platz beansprucht, doch sind sie dort nicht berücksichtigt worden.



      Achtung, wie oft beim Decksbau, die Öffnungen für die Masten auszustanzen nicht vergessen.


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    • Bei der Anprobe zeigt sich ein Fehler, Die Öffnung für den vorderen Mast und der Ausschnitt im Spantengerüst vertragen sich nicht.



      Ich verlege daher den Ausschnitt im Spantengerüst nach vorn.


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    • Ein Fehler von meiner Seite liegt wohl nicht vor, denn achtern passt es.



      Und noch ein kleiner Anbau. Die Kasettierung der Wand habe ich versuch durch das Aufdoppeln der Platten plastisch zu machen.


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    • Meine Feinde, die Bordwände! Da sind erst einmal recht viele Bullaufen auszustanzen und Fenster auszusticheln. Die Bullaugen werden mit Kartofix verglast , die Fenster mit Antistatikfolie, da diese getönt ist und somit einblicke nicht zulässt.



      Die Laschen an der Grundplatte werden rot gefärbt, um Blitzer zu vermeiden.


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    • Hallo Kurt,

      das Problem mit dem Mast und dem Mittelspant lässt sich zum Glück relativ leicht lösen.

      Ein wenig problematischer ist es, wenn man den Mast innen verstärkt hat und z.B. wegen der höheren Standsicherheit durch die Aufbauten hindurch unter das Hauptdeck will und der Mittelspant so ein Vorhaben partout ablehnt..... wunder1 (da gibt's schon mal die eine oder andere kräftige Tronjer-Bemerkung zu hören.... grins 2 ).

      Bin auf die Baufortschritte gespannt....

      Servus
      hvt
    • Hallo Kurt,

      welcher Baubericht fängt schon mit einem Rezept an. Ich denke, dass dieses Rezept doch das ein oder andere Mal seine Umsetzung findet.
      Bisher habe ich als fertiges Modell nur das Modell von Gerhard in Bremerhaven gesehen. Ich bin sehr gespannt, was du aus dem Modell herausholen wirst. Der Anfang sieht sehr vielversprechend aus.

      Gruß Axel
    • Am Heck wird ein Ring befestigt. Wie,kann man nur erraten, ich hoffe es richtig gemacht zu haben.



      Auf dem Deck und an der Innenschanz finden sich Markierungen, wo wohl Schanzkleidstützen stehen müssten. Es ist aber nicht möglich, die Markierungen auf dem Deck und an der Innenschanz deckungsgleich zu bekommen.



      Die nächste Kinke sind die Schlagblenden für die Kabinenfenster. Die erste Frage ist, wie die weggeklappt wurden. Diese Frage beantwortet zum Glück Gerhards Baubericht. Da es zwei Arten von Blenden gibt, stellt sich die Frage, welche Blende wohin kommt. Dazu muß man sehr genau hinsehen. Da gibt es horizontal und vertikal angeordnete Scharniere. Daraus ergibt sich dann schon mal, welche Sorte wohin gehört.


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    • Und nun das Rätsel der geteilten Schlagblenden. Eine hälfte ist geschlossen, die andere ziert ein Bullauge. Wohin zeigt nun das Bullauge?
      Die Bauanleitung schweigt sich dazu aus, auf den Fotos sieht man aber, daß auf einer Seite die Bullaugen zu Bug und auf der anderen zum Heck ausgerichtet sind. Das liegt wohl daran, daß die Bauteile für die Blenden an Bakbord und Steuerbord gleich sind und nicht gespiegelt wurden.
      Die Anordung mal so und mal so halte ich aber für unwahrscheinlich, leider habe ich kein sonderlich gute Bildmaterial dazu gefunden. Danah schien es mir als am wahscheinlichsten, daß die Bullaugen zu Bug zeigten. Da der Bogen Gegenteile für die Schlagblenden bietet, kann man diese Anordnung durch simplen Tausch erreichen.



      Wie bereits beschrieben, gibt es Markierungen für Schanzkleidstützen, aber keine Teile dazu. Das ist aber kein Problem, von einem 4mm breiten Kartonstreifen schneide ich mir die passende Menge ab und schmeichele mir, daß das die Optik verbessert.


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    • Zum Schluß die vier Grätings auf dem Hauptdeck. Da der Ätzsatz hierzu passt ziehe ich eine Platine mit fein geätztem Gitter hinzu und schneide mir die passenden Teile zurecht.



      Damit habe ich mich durch die offenen Fragen beim Rumpfaufbau gekämpft und kann nun an den Aufbau gehen.

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      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • Servus Kurt,

      Kurt wrote:

      Wie bereits beschrieben, gibt es Markierungen für Schanzkleidstützen, aber keine Teile dazu. Das ist aber kein Problem, von einem 4mm breiten Kartonstreifen schneide ich mir die passende Menge ab und schmeichele mir, daß das die Optik verbessert.
      ...in jedem Fall. daumen1
      Eine gute Entscheidung. Sieht sehr gut aus.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

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    • Bei dem ersten Aufbau geht der Konstrukteur einen Weg, der von HMV leider nicht weter verfolgt wurde. Es gibt eine Profilscheibe für oben und unten..



      Ich klebe zuerst eine Scheibe oben ein, die unter den Klebelaschen verklebt wird.
      In die untere Scheibe schneide ich ein Öffnung, die die Ausrichtung erleichtert. Nun kann der erste Aubau auf das Deck.


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    • Hallo Lars,
      ja, das ist eine recht gute Konstruktionsweise. Es ist recht schade, daß HMV recht lange an dem Knicklaschenprinzip festgehalten hat. Inzwischen ist dort aber auch bei einigen Konstruktionen frischer Wind eingezogen
      LG
      Kurt

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    • Moin Kurt
      Ich bin erst heute Morgen auf deinen neuen Baubericht gestoßen und werde nun wohl öfters reinschauen. Es ist allerdings ungewöhnlich dass bei HMV so viele Ungereimtheiten sind, aber du wirst sie alle meistern.
      viel Spaß und einen guten Rutsch in ein hoffentlich besseres Jahr.

      Otto
    • Hallo Otto,
      das ist eine recht frühe Produktion des HMV Verlages und zu dem Zeitpunkt hatten die Bauanleitungen noch nicht das inzwischen gewohnte Niveau erreicht.
      Hall0 Günter,
      da stimme ich Dir voll zu.
      LG
      Kurt

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    • Der Rumpf ist ja noch nicht wirklich zu, der Whalebacam Bug fehlt noch. Dazu werden erst einmal die Bullaugen verglast.



      Die Schlitze hinterklebe ich wieder mit kleinen Streifen Butterbrotpapiers.



      Der Rücken brauch noch ein paar Verzierungen.



      Mutig angebaut...und fertig.


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