Bell P-39N; Kartonowy Arsenal 2/2003; Maßstab 1:33

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    • Bell P-39N; Kartonowy Arsenal 2/2003; Maßstab 1:33

      moin1 sen,

      da mir mein aktuelles Projekt, die de Havilland Vampire, gerade wie ein Staubsauger die Freude am Kartonmodell abzieht und der Funke auf Teufel komm raus einfach nicht so richtig überspringen will, beginne ich einfach schon mal mit einem, bereits seit längerem in der Schublade vor sich hinreifenden, Großprojekt. Es geht um die Bell P-39, ein zu seiner Zeit nahezu avantgardistisch daherkommendes Design, daß die Amerikaner allerdings recht lieblos als Leihgerät/Exportschlager in alle Welt "abschoben", weswegen mein Großprojekt auch mit einem sowjetischen amerikanischen Fliegerchen losgeht.



      Mein großes Fernziel ist der superheftige Halinski-Bogen von 2016, mit dem man allerdings genausowenig seine Modellbaukarriere beginnen sollte, wie mit einer HMV-Bismarck zwinker2 Somit wähle ich, zur Sicherheit, einen langsamen Einstieg. Für 2021 habe ich den 2003er Halinski-Bogen, um den sich dieser Baubericht hier drehen wird, und, um den Schwierigkeitsgrad in der Folge langsam hochzudrehen, das KW-Cartoon-Modell eingeplant.


      Doch nun zum eigentlichen Gegenstand dieses Berichtes: Da es sich hier um den mit großem Abstand kostengünstigsten Halinski-Bogen überhaupt handelt, habe ich mir gleich noch eine Sicherheitskopie obendrauf gegönnt. Soweit der Plan. Beim Durchblättern habe ich jedoch gemerkt, daß sich meine Bögen sowohl in der Reihenfolge ihrer Zusammenstellung als auch farblich unterscheiden. Hierzu Eindrücke vom "gemeinsamen Blättern" der beiden Heftchen:











      Wir haben es hier mit einer Auflagenstärke von 9000 Exemplaren zu tun, die dann wohl in mehreren Chargen gedruckt wurden kratz1 Bleibt nur die Frage, warum sich Layout und Farbgebung derart unterscheiden denk1 Zum Vergleich: Von Flugzeugbausätzen anderer Verlage gibt es selten mehr als 2500 Exemplare, tendenziell eher durchgängig weniger.


      Orientieren werde ich mich, neben dem ausführlichen Skizzenmaterial, selbstredend auch am Baubericht von @Alfred, bei dem ich mich an dieser Stelle schon mal vorab fürs "Vorturnen" be danke1 . Ich werde zunächst das heller gedruckte der beiden Heftchen anschneiden, weil es in seiner qualitativen Beschaffenheit schon etwas "ausgelutschter" daherkommt, als der andere Bogen. Eine Tiefziehkanzel und den LC-Satz verbaue ich ebenfalls. Mit dessen Katalogisierung werde ich jetzt auch gleich mal einsteigen....

      Gruß,

      Daniel.
    • Ich habe zunächst den Lasercut katalogisiert und dann das Chassis verleimt.



      Mir ist aufgefallen, daß ich ganz vorne zwischen Spant und Grundplatte keinen absolut rechtwinkligen Abschluß hinbekommen habe. Folgende mahnende Worte sind mir dabei in den Sinn gekommen:

      Alfred wrote:

      Es sollte dabei ausreichend Zeit investiert werden, ansonsten würden sich die hier entstandenen Ungenauigkeiten fortführen und multiplizieren.
      Dem wurde im Anschluß ausgiebig Folge geleistet, indem ich über zwei Stunden lang die entsprechenden Spanten nochmal in Handarbeit geschnippelt und erneut verleimt habe, nur um am Ende annähernd das gleiche Ergebnis zu erzielen frech 5



      Ich glaube, wenn man zweimal den gleichen "Fehler" macht, ohne dabei einen Fehler zu machen, ist es unter Umständen gar kein Fehler. Erst Recht nicht, wenn der Gegenstand des Anstoßes für das menschliche Auge nur mit größter Mühe zu sehen ist. Ich baue dann jetzt mal mit der Handarbeitsversion weiter stirn1

      Alleine dieses völlig enthirnte und überflüssige Spantenschnippeln hat schon mehr Spaß gemacht, als die bisherige Montage meines eilig zusammenkonstruierten Zwei-Wochen-Pacynskis prost2

      Gruß,

      Daniel.
    • Serfaus Daniel

      dranduleta wrote:

      Alleine dieses völlig enthirnte und überflüssige Spantenschnippeln hat schon mehr Spaß gemacht
      Spantenschnippeln ist eine meditative Arbeit, sie schafft eine erste Verbindung zwischen Mensch und Modell und verfestigt ein erstes Verständnis der Konstruktion im Hirn - vorausgesetzt es gibt ein (Hirn, Anm. der Redaktion). Man kann ein Modell natürlich auch ohne Spanten bauen - Quallen und Schnecken und alle Arten von Weich(eiern)tieren ( happy1 ).
      Lasercutspanten zusammenstecken ist dann natürlich eine Lösung (vom Hirn).
      Zu verorten ist dann nur noch die Stelle, wo man dann den Spaß empfindet ( denk1 )
      LG Klaus
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • @SY 190: Mit Amusement habe ich vor einiger Zeit deine kleine Abhandlung zum U-Bootbau verfolgt frech 1 , nur um mich jetzt selbst in diffus getrolltem Zustand wiederzufinden lach 2 Ich vermag es nicht, jedem deiner Worte mit sinnhafter Erkenntnis zu begegnen kratz1 möchte zu genanntem Gegenstand jedoch hinzufügen, daß ich LC-Sätzen bei Halinski-Modellen mittlerweile abgeschworen habe. Die Altbestände im Keller werden aber natürlich noch verbaut, ist ja schließlich alles kostbare Lebenszeit mafia1

      Nach dem langatmigen Spantenstecken entwickelt sich die Sache nun hin zu einer richtig amtlichen Halinski-Baustelle hüpf1 Die Mustang war irgendwie nur ein "ganz normales Flugzeug" mit leicht erhöhter Teilezahl. Dieses Ding hier hat es da hingegen in Sachen Formgebung faustdick hinter den Ohren schwitz1 Zunächst ist aber alles noch einigermaßen gut nachvollzieh- und umsetzbar. Die Teile 1-3 habe ich vor der Montage zu einem Segment zusammengefügt und anschließend als Großbauteil am Chassis angebracht. Der Fahrwerksschacht für das Bugrad wurde grob vorgebaut und die Wölbung darin versenkt. Im Anschluß kam von der anderen Seite der Fußboden obendrüber. Zu guter Letzt habe ich noch die Sitzschale geschafft, bevor mich ein dringdes Pausenbedürfnis überkam frech 2





      Dieses muß ich jetzt möglichst schnell wegstecken. Der Urlaub dauert nicht mehr ewig und die gerade vorhandene "Bauzeit bis zum Umfallen" ist obendrein von ziemlich endlicher Natur arbeit1 arbeit2 les1

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Daniel

      bitte meinen o.a. Beitrag nicht als "trolling" verstehen - ich bin da eher der Vertreter von Pluralismus - wer Spanten schnippeln will, soll Spanten schnippeln; wer LC verarbeiten will, soll dies meinetwegen gerne tun, aber das Schnippeln ist keine "enthirnte" Arbeit, sie war von Anbeginn der Kartonmodelle ein integraler Bestandteil jedes Bogens und deshalb per se nicht überflüssig. Insofern war Dein von mir zitierter Satz eine Steilvorlage für mich, denn sowas kann ich einfach nicht so stehen lassen ....unterbreche meine Bastelei ... und schreibe (nach mehrmaligem Überlegen) ein bischen dagegen an.
      Ansonsten wünsche ich ab jetzt (also nach dem Stecken) viel Vergnügen beim bauen - ich warte dann auf neue Vorlagen zum kommentieren, aber jetzt trolle ich mich ...
      LG Klaus
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • @SY 190: Kein Problem grins 3 Enthirnt war nur die Aktion von mir, wegen einer Abweichung von einem Drittel eines Millimeters im LC-Gerüst noch ein Spantengerüst in Handarbeit zu erstellen,mit dem Ziel, weniger als ein Viertel eines Millimeters an Abweichung drin zu haben frech 5 Da das Vermischen von LC und Handcut mir, unter anderem, wahrscheinlich im Sommer die Spitfire verhagelt hat, werde ich den Rest des LC, den ich für die teure germanische Halinski-Sondergebühr erstanden habe spar1 mutmaßlich entsorgen sauber1 was auch wieder teilweise sinnbefreit daherkommt. Dafür wird bei diesem Modell jetzt meditatives Spantenschnippeln angesagt sein schwitz1

      Gruß,

      Daniel.
    • ...und noch ein Bißchen Cockpitmöblierung: Die Fußpedale sind denen aus der Mustang verdammt ähnlich. Die Propellerwelle, die den amerikanischen Piloten mächtig Angst um ihre Fortpflanzungsfähigkeit einjagte lach 1 , habe ich mit einem Stück Draht, Durchmesser 1,5 Millimeter, umgesetzt. Die eigentlich vorgesehene Papiervariante ist viel zu dick, um auf die vorgesehene Markierung zu passen kratz1

    • Hallo Fritz,

      ich habe noch zwei angefangene Rennwagen rumliegen, die ziehen mich aber gerade nicht so wirklich magnetisch an. Außerdem läuft es auf diesen Baustellen zur Zeit auch extrem "holprig" grr Ich bin momentan wirklich gerade etwas "in die Luft gegangen". Aber alleine durch die Beschaffenheit meines Stapels werde ich auch wieder den einen oder anderen Rennwagen bauen. Oder 'nen Mähdrescher frech 1 Die nächsten vier Projekte, die mir im Kopf herumspuken, sind allerdings allesamt Flieger. Und an diesen Halinskis habe ich gerade irgendwie einen Narren gefressen...


      Und noch ein Bißchen Baufortschritt arbeit1 Die Rückwand des Cockpits mit den vormontierten Drähten, die die Sitzschale und Gurte aufnehmen werden:



      Ganz wichtig für einen gelungenen Papierflieger: Die monströs ausdetaillierte, und später selbstredend nahezu unsichtbare, Rückseite des Instrumentenbrettes schwitz1 nebst dem Sockels des Steuerknüppels, der o-beinig über die Welle drüber muß. Rechts sind die beiden Teile schon mal zur Ansicht angesteckt:



      Es zeigt sich, daß ich mit meiner Drahtwelle eine gute Entscheidung getroffen zu haben scheine, da es mit dem ursprünglichen Papierteil extrem eng geworden wäre. Leider ist das nicht ganz originalgetreu. Eigentlich müßte die Propellerwelle bzw. ihr sichtbares Gehäuse im gängigen Cockpitbodengrün gehalten sein. Hier eine Originalaufnahme zum Abgleich:

      bredow-web.de/Museum_Duxford/B…P-39Q-15-BE_-_Cockpit.jpg

      Allerdings habe ich auch noch ein Bild gefunden, das eher die von Halinski gewählte und von mir umgesetzte Version historisch stützt:

      glysan.se/p39_prop_shaft.jpg

      Somit geht das wohl so in der Form extrem in Ordnung freu1


      Gruß,

      Daniel.
    • arbeit1 arbeit2 sauber1 hallo1

      Das Cockpit ist einmal komplett durchklebt. Und das noch vor dem Jahreswechsel. Was für ein geiler Bastelmarathon daumen1 daumen1 daumen1







      Und obendrein ist das Teil schon jetzt absolut faszinierend flieger 1 @Alfred, eine Frage an dich, da du der einzige mir bekannte Bastler bist, der diesen Flieger zu Ende gebaut hat: Ich habe keine Ahnung, wo ich Teil Nr.17 hinkleben soll kratz1



      Gehört das vor Nr. 16 vor die linke Tür? Kannst du in deinen Flieger nochmal reinschauen, ob du irgendwo dieses Kästchen ausmachen kannst?

      Vielen Dank dafür!


      ...und jetzt:

      Newyear 2 Newyear 1 Newyear 2
    • moin1 zusammen!

      Meine Suche nach Teil Nr. 17 hat sich erfolgreich erledigt. Ich habe mal in meinem Uralt-Flugsimulator vorbeigeschaut und dabei meine anfängliche Vermutung bestätigt gefunden tanz 1



      Es handelt sich zweifelsfrei um das Kästchen auf der linken Seite vor dem Bedienelement Nr. 16. Jetzt muß ich mit dem Ding aber noch 'ne schnelle Flugplatzrunde drehen flieger 1 MG1

      Gruß,

      Daniel.
    • @Alfred: Ja, ich bin auf die Idee gekommen, einfach mal in den Vogel "einzusteigen" und das Cockpit auf diese Weise näher zu betrachten frech 5 Die Teile 16 und 17 sind in keiner Skizze zu sehen, die Position von Nr. 16 ist lediglich auf dem Bauteil vermerkt. Das Problem ist ja aber nun gelöst, danke1 dir trotzdem!


      Ich habe mir zwischenzeitlich mal eine schreckliche digitale Übersetzung der Bauanleitung erstellt regen1 und dabei in Erfahrung gebracht, daß die mehrteilige Ausführung der Türen eine Steilvorlage zur Durchführung einer optionalen Bauweise mit geöffneten Einstiegsluken ist. Für mich ist das allerdings nicht relevant. Ich möchte mich mit dem 2003er Bausatz von Halinski lediglich an die Grundsätze der Formgebung der P-39 herantasten und so ein Ding schlußendlich auch mal in der Hand halten, bevor ich mit den richtig heftigen Airacobra-Bausätzen loslege. Und obendrein möchte ich natürlich auch hier am Ende ein gelungenes Modell dastehen haben grins 1 Rechts auf dem Bild sind nochmal die Teile 16 und 17 an der noch nicht eingepaßten Tür zu sehen:



      Danach ging's ans Eingemachte. Die hintere Cockpitverkleidung mitsamt Scheibe war an der Reihe. Hier habe ich vor der Umsetzung intensiv in Alfreds Baubericht gestöbert und dabei in Erfahrung gebracht, daß er tatsächlich den hinteren Teil der Originalkanzel verwendet hat. Da läuteten bei mir gleich alle Alarmglocken, weil ich beim Versuch der Verwendung einer Originalkanzel beim hinteren Verglasungsteil im letzen Jahr fast meine Kawasaki Hien hingerichtet hätte. Hier dazu zwei Beweisfotos brüll1



      Allerdings hat Alfred das mit der Originalkanzel wohl nicht zum Spaß geschrieben und sein Flieger sieht am Ende auch blendend aus. Also habe ich, mit massig Bauchschmerzen, multiple Trockenanproben gemacht, nur um dabei festzustellen, daß die ganze Angelegenheit paßt, wie Arsch auf Eimer oh1





      Schlußendlich habe ich noch die Türen mit angebracht und durfte am Ende feststellen, daß es an sich gar nicht so schlimm war, wie befürchtet hüpf1 Und obendrein sitzen alle wichtigen Begrenzungslinien nach wie vor supergenau genau dort, wo sie auch hinmüssen. Hürde genommen, würde ich sagen schwitz1


      Gruß,

      Daniel.
    • Heute waren diverse hochknifflige Bautätigkeiten rund um die vordere Verglasung an der Reihe. Die Scheibe ist bei der P-39, in optischer Hinsicht, um einiges wichtiger, als bei anderen Flugzeugen. Es handelt sich hier nämlich nicht einfach um den "Deckel auf dem Topf" (Hayabusa), sondern um einen integralen Bestandteil der Karosserie als Solche. Zu allem Überfluß ist die finale Position der insgesamt sechs Bauteile während des Bauprozesses nur zu höchstens 90 Prozent klar. Dementsprechend verbrachte ich fast zwei Stunden mit Schnippeln, Aufstecken, Schnippeln, Aufstecken, Biegen, Aufstecken.... Auf dem ersten Bild ist zusätzlich noch das winzige Visier zu sehen, das vor der Montage auch noch unter die Kuppel muß. Die Innenverkleidung mußte mal wieder auseinandergetrennt und am Außenteil passig gemacht werden. Es gibt keine realistische Chance, den Schnitt am fertigen Modell noch zu sehen. Somit habe ich mir auch gar nicht die Mühe gemacht, das Wegzukaschieren.




      Hier nochmal ein letzter Blick ins Cockpit vor der Kuppelmontage:



      Und dann wurde nochmal eine Stunde angepaßt. Das Ergebnis ist links richtig gut und rechts, nach Anbringung eines weiteren Rumpfringes, nahezu perfekt mafia1




      Die ganze Nummer war alles andere als einfach. Allerdings hat der Bogen (Stand jetzt, wohlgemerkt) eine phänomenale Paßgenauigkeit, die derartige Bastelakrobatiken überhaupt erst ermöglicht. Das Zusammenspiel von (Original-) Tiefziehkanzel und Papiermodell ist ebenfalls einsame Spitze.
      Jetzt habe ich mich vorne wie hinten vom Plastik weggebaut und kann mit dem Kerngeschäft, dem reinen und unverfälschten Papiermodellbau, fortfahren pirat1
    • Serfaus Daniel

      Innen- und Außenabwicklungen bei kurvigen Flächen in Sandwichbauweise mit transparenter Einlage sind meist "solala".
      Ist aber ganz gut geworden - keep on going mate ...(check the balance of feed-back counts, sausage blossom ...)
      LG Klaus
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • SY 190 wrote:

      Innen- und Außenabwicklungen bei kurvigen Flächen in Sandwichbauweise mit transparenter Einlage sind meist "solala".
      Ist aber ganz gut geworden
      Bei Tiefziehkanzeln sind die Probleme obendrein stets größer, als bei Selbstbau-Verglasungen kratz1 "Ganz gut" geworden ist es, da stimme ich dir zu. Mehr kann ich aus dieser Konstruktion auch nicht rauskitzeln. Somit bin ich hier zufrieden, auch wenn die Kante vorne recht häßlich ist grr


      Eigentlich hatte ich größere Bedenken, handgeschnittene Spanten und Lasercut zu vermischen. Letztendlich verhält es sich aber so, daß das handgeschnittene Rumpfskelett und das lasergeschnittene Flügelkonstrukt sich nur an einem einzigen Punkt verbinden. Somit kann ich hier eigentlich nahezu keine Ungenauigkeiten durch abweichende Materialstärke erzeugen. Also habe ich den Rest des LC-Satzes schon mal zusammengefügt sowie hinten zwei und vorne ein Rumpfsegment gebaut. Die Hecksequenz und der Flügel sind auf dem zweiten Bild nur locker angesteckt. Vorne lasse ich den Rest noch so lange offen, bis ich hinten alles komplett dran habe, damit ich da am Ende die korrekte Menge Ballast reinstecken kann. Die Paßgenauigkeit der Rumpfringe ist ziemlich genial, es sind nach dem Zusammenstecken fast keine Korrekturarbeiten nötig cool1




      Gruß,


      Daniel.
    • Nachdem die Frustfledermaus jetzt in der Vitrine steht und dort einen formidablen Eindruck macht, geht es nun hier weiter und zwar mit dem Leitwerk. Die Schnittstelle Rumpf/Leitwerk wird in der allgemein verrufenen Spant/Spant-Methode geklebt. Alfred hat sich an dieser Stelle mit einem zusätzlichen Klebelaschenring beholfen, ich hingegen wollte mal herausfinden, was überhaupt an der Methode Spant/Spant so böse ist. Ergebnis: Es sieht nicht wirklich schlimm aus, bedarf aber durchaus ausgiebiger Fummelei, um alles bündig aufeinander zu bringen. Wenn man auf diese Weise einen ganzen Rumpf kleben muß, kann das wohl schon nervig werden...



      Das Leitwerk hat zwar wenige Teile, ist aber trotzdem eine ziemliche Herausforderung, da man ganz schnell mal ein verzogenes Flügelchen gebaut hat. Man kann über die Detaillierungswut der neueren Halinskis sagen, was man will. Ein Leitwerk mit separierten Klappen und supernerdigem Spantengerüst drinnen baut sich aber viel weniger fehleranfällig, als das hier. Sind dann halt so um die achtzig Teile mehr...
      Kehlbleche baue ich eigentlich ganz gerne. Heute aber habe ich mir ziemlich einen abgebrochen, was man am Ende auch sieht. Mein Weißleim war links zu dick und, als Konsequenz daraus, im Anschluß rechts zu dünn angerührt. Es hat nicht sollen sein...





      Im Anschluß habe ich den Rumpf dann der Länge nach zusammengefügt. Das gestaltete sich herausfordernd, weil der Rumpfring hinter dem Cockpit unten teilweise offen ist und dadurch eben nicht wie auf Befehl an seinem Platz sitzt. Dafür gibt es unten ein scheunentorgroßes Montageloch zum Stockern, Biegen, Fummeln und Nachkleben, wodurch ich nach einiger Zeit ein recht gutes Ergebnis erzielen konnte.



      Im nächsten Schritt bin ich an die Fahrwerksschächte ran. Hier bin ich auf eine Konstruktion gestoßen, die ich so noch nicht kannte. Die Seitenteile werden zuerst eingeschnitten und dann auf den gedruckten Bereich von hinten aufgedoppelt. Der "Deckel" verbleibt in Bastelbogenstärke. Läßt sich aber problemlos bauen. Scheinbar wollte man hier den Gaul einfach mal andersherum aufzäumen. Am Ende habe ich die Schächte zur Anprobe ins Flügelskelett gesteckt:





      Gruß,

      Daniel.
    • Und weil ich ja gerade schon eine Airacobra-Tragfläche gebaut habe, liegt es doch nur nahe, auch dem Halinski seinen Flügel zu spendieren. Methodik und Reihenfolge habe ich weitgehend bei Alfred abgekupfert. Mit dem Ergebnis bin ich gut zufrieden. Das ist jetzt schon die zweite Tragfläche hintereinander, die ich ohne deutlich sichtbare Probleme an den übergroßen Problembauteilen fertigstellen konnte:







      Damit kann es dann an die Ausdetaillierung gehen. Mögen die nächsten Tragflächen mindestens genauso gut werden...

      Gruß,

      Daniel.
    • Als Nächstes habe ich mich dem Lufteinlauf hinter dem Cockpit zugewandt. Ein ziemlich kniffliges Teil. Am Ende geht das Ergebnis aber in Ordnung:



      Die Fahrwerksbeine habe ich auch noch gerollt, das geht mit Halinski-Papier und verdünntem Weißleim echt super von der Hand:



      Allerdings überkommen mich gerade zunehmend Motivationsprobleme. Schuld daran ist eine gewisse Neuerscheinung bei einem gewissen Verlag, die mir von Minute zu Minute mehr in den Fingern juckt. Es gibt da eigentlich nur einen Ausweg:



      Die P-39 fährt jetzt erstmal in die Abstellung und wartet, bis ich mich an zwei anderen Modellen fertig ausgetobt habe.

      Wir reden dann in ein paar Wochen hier weiter. Bis dahin ist sicherlich auch das Bleiband für den Ballast bei mir angekommen...

      Gruß,

      Daniel.
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      Da wollte ich mich also an zwei Modellen austoben. Eines von den Beiden hat sich im Bereich der Kehlbleche völlig zu Ende getobt. Von daher mußte ich mir jetzt irgendwie beweisen, daß ich das mit den schön gebogenen Blechen noch drauf habe. Rein zufällig ist genau das der nächste Arbeitsschritt für die Airacobra. Also frisch ran ans Werk!

      Da mein größter Widersacher im Kartonmodellbau, neben widerlichen Fehlkonstruktionen, zu groß geratene Bauteile sind, habe ich die Kehlbleche entlang einer Bauteil-Trennlinie der Originalvorlage entzweit, um dann, wie es sich gehört, von hinten anzufangen:



      Sieht ja links schon recht perfekt aus. Rechts mußte ich dann mal wieder ein Bißchen mit dem Bauabbruch flirten, macht ja auch sonst keinen Spaß...



      Diesmal habe ich die Kurve aber noch gekriegt. Durch halbseidene Anpassungsarbeiten habe ich die Unterseite allerdings folgendermaßen versaut:



      Vorne hingegen sieht es prima aus. Ganz am Ende ist mir aufgefallen, daß die Bleche auch im oberen Bereich seitlich verschoben sind. Durch die schwammigen Farbübergänge kann ich da aber drüber hinwegsehen. Rechts nochmal ein Blick auf die rechte "Verblechung" des Flugzeuges:



      Das kann sich sehen lassen, finde ich. Gebt mir eine gescheite Konstruktion und ich baue euch Kehlbleche grins 1

      Gruß,

      Daniel.
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      Zitronenfalter wrote:

      sieht keiner... Weitermachen!!!
      Keine Sorge, das ist alles im Toleranzbereich zwinker2


      Weiter geht's jetzt vorne mit dem Ballast. Hier kommt ein Lerneffekt von der De Havilland Vampire zum tragen. Da habe ich vorne einen halben Schraubenladen reingeworfen und das Ding wollte trotzdem partout nicht auf dem Vorderbein stehen. Also habe ich mir Bleiband bestellt, mit dem man Gardinen beschwert, damit sie auch stabil nach unten hängen. Ich habe hier das dickste verfügbare Zeugs genommen, mit einem Gewicht von 200 Gramm pro Meter. Drei Meter habe ich mir davon bestellt, das reicht mindestens bis ans Ende aller Tage. Ich habe dann, nachdem ich den kleinen Längsspant noch etwas zugerichtet habe, eine gute Portion Blei so weit vorne wie möglich in den Rumpf geklebt (das geht wirklich, dank der Stoffummantelung!!!) und in der Folge das nächste Rumpfsegment schön unauffällig drübergebaut.





      Damit war ich endlich in der Lage, den Rumpf nach vorne hin abzuschließen. Das vordere Abschlußsegment bringt so einige motorische Herausforderungen mit sich (Soll das etwa eine Kanone sein?). Für die Beweglichkeit des Popellers habe ich eine kleine Buchse aus gerolltem Papier verbaut und dann, endlich endlich, den Rumpf vorne zugemacht:



      Gruß,

      Daniel.
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      Zitronenfalter wrote:

      Was haben eigentlich die 25 Sterne auf dem Rumpf zu bedeuten? Frindly fire?
      Ich bin immer mal in einem völlig veralteten Flugsimulator unterwegs. Dort verhält es sich so, daß es für Abschüsse, die man mit sowjetischen Fliegern tätigt, nur rote Sterne als Trophäe gibt. Dabei ist es ganz egal, welche Landsmänner man da gerade vom Himmel gepflückt hat. Für Luftsiege mit amerikanischen Flugzeugen bekommt man jeweils die Flagge seines "Opfers" überwürdigt.
      Auf den "Scoreboards" am Flugzeugrumpf verhält es sich ebenso. Die fünfundzwanzig Sterne stehen wahrscheinlich für zwanzig unserer sehr zweifelhaften Vorfahren und noch ein paar armselige Finnen. Auf meiner Mustang sieht das hingegen so aus:



      Da gibt es für erlegte Kartoffeln auch stilechte Kartoffelkreuze zwinker2

      Gruß,

      Daniel.
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      Eigentlich habe ich gerade mit dem Gedanken geliebäugelt, doch als eines der nächsten Modelle mal einen Kettentraktor á la Famo Rübezahl bzw. Caterpillar Sixty anzugehen. Dann habe ich gemerkt, daß mir schon die winzige Anzahl von nur vierundzwanzig eintönigen Auspuffteilen beinahe völlig die Motivation zerschießt frech 2 Ich baue dann doch lieber keine Panzerketten...





      Meine Auspuffe gefallen mir aber ziemlich gut. Besser kann ich das aus Papier nicht bauen. Das Modell ist jetzt in einem Stadium, in dem das Grundgerüst eigentlich steht und jedes Detail, das dazukommt, die ganze Geschichte immer... nun ja, geiler werden läßt freu1

      Gruß,

      Daniel.