Hawker Hurricane Mk.1; Doppelbaubericht: Kartonowy Arsenal 1/2002 (halbfertig in der Schrottpresse) und Kartonowa Kolekcja Nr. 35; Maßstab 1:33

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    • Hawker Hurricane Mk.1; Doppelbaubericht: Kartonowy Arsenal 1/2002 (halbfertig in der Schrottpresse) und Kartonowa Kolekcja Nr. 35; Maßstab 1:33

      Hallo zusammen,

      seit die "neue" Kartonowa Kolekcja auf dem Markt (und selbstredend auch schon bei mir zuhause angekommen) ist, läßt mir das Ding keine Ruhe mehr. Eigentlich ist es ja nur eine Neubemalung der Hurricane Mk.1 von 2012 (Kartonowa Kolekcja Nr.15), die noch nichtmal ein eigenes Testmodell bekommen hat, was ich so von diesem Verlag an sich überhaupt nicht kenne. Das mitgelieferte Bildmaterial dokumentiert lediglich die Baubarkeit des Ursprungsmodelles:



      Auch gibt es im Bogen keinen Hinweis auf den geschichtlichen Hintergrund dieser speziellen Maschine. Und obendrein könnte man jetzt noch meckern, daß es sich hier bloß um ein widergekäutes Plastikmodell handelt, siehe dazu hier den Link:

      https://www.super-hobby.de/pro…ttle-of-Britain-1940.html

      Meckern ist aber jetzt gerade nicht an der Reihe, denn einerseits ist Mistewicz' Hurricane-Konstruktion mit Abstand der beste Kartonmodellbausatz, den ich je zerschnitten habe, und andererseits möchte Herr Mistewicz mit diesem Modell (etwas verspätet) das achzigjährige Jubiläum der "polnischen" Division 303 der RAF in der Luftschlacht um England feiern. Was dieses Projekt noch genialer macht, ist die Tatsache, daß man zur Jubiläumsparty zwangsläufig auch Herrn Halinski mit seiner, mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommenen, Hurricane aus dem Jahr 2002 einladen muß. Die beiden Modelle werden nämlich, vorausgesetzt ich bekomme sie beide erfolgreich fertiggebaut, ein hochinteressantes Gruppenfoto abgeben.

      Somit startet hiermit offiziell der Doppelbaubericht zum Divisionsjubiläum (Fragt mich nicht nach dem geschichtlichen Hintergrund, mich fixt einfach der aktive Modellvergleich ziemlich an...):



      Ich benutze für die KK-Hurricane einen Spantensatz. Bei Halinski gilt der Grundsatz, "Geiz schneiden Spanten aus". Und damit geht's auch schon los...


      Halinski:

      Der Halinski hat, aufgrund eines superärgerlichen Konstruktionsfehlers, eine ziemlich leidige Vorgeschichte. Ich habe das Modell letztes Jahr schonmal bis zu diesem Frustpunkt hier gebaut:



      Cockpitsektion und Rumpfsegment passen nicht wirklich zusammen. Seitdem das Modell in die Verbannung gewandert ist, mache ich mir nun schon Gedanken, wie man um dieses Ärgernis herumbauen kann. Somit habe ich schon beim Spantenschneiden versucht, vom Oberteil hinter dem Kopf so viel Material wie möglich wegzunehmen, um nicht nochmal in die gleiche Falle zu tappen.



      Das Leidige daran: Diese Reduzierung muß man auch an den nächsten beiden Teilen vor dem Oberteil weiterführen. Kein schöner Baubeginn zwar, aber darauf habe ich mich quasi ein Jahr lang mental vorbereitet. Zur Sicherheit habe ich auch schon die beiden Problemteile gebaut, um bereits während des Entstehungsprozesses immer wieder Anproben vornehmen zu können. Bis jetzt bin ich mal vorsichtig optimistisch...




      Kartonowa Kolekcja:

      Zack, Zack, Bumm, fertig ist der Bauabschnitt! Lego ist dagegen eine Raketenwissenschaft...



      Bei diesem Modell geht es vorrangig darum, daß ich mich ein Bißchen bremse, um keine unnötigen Flüchtigkeitsfehler reinzubauen. Ich kenne die Konstruktion nahezu auswendig, weil das hier schon meine zweite KK-Hurricane ist. Da schaut mir Bruder Leichtsinn quasi chronisch über die Schulter. Ich muß mich daher dazu disziplinieren, immer mal einen Blick zu viel in die Bauanleitung zu werfen. An diesem Modell habe ich auch schon mal das Instrumentenbrett gebaut, in maximaler Detaillierung, versteht sich. Auf eine Scheibenfolie verzichte ich, da der Effekt später nach dem Klarlack nahezu genausogut rüberkommt.




      Und hier ein erstes Gruppenfoto mit dem bisherigen Baufortschritt:



      Leider habe ich beim Halinski ein paar ärgerliche Wellen im Cockpitboden, weil ich die Steckverbindungen des Spantengerüstes im Vorhinein nicht begradigt habe. Wo wir doch gerade von Bruder Leichtsinn gesprochen haben. Am Ende wird das aber nicht so stören, da da noch sehr viele Details oben drauf kommen.

      Soweit der Einstieg in mein Doppelprojekt. Hurricanes wirken bisweilen sehr gut gegen Motivationslöcher!

      Gruß,

      Daniel.
    • Eigentlich hatte ich vor, die beiden Modelle Stück für Stück parallel entstehen zu lassen. Allerdings hat mir die alte Rechnung, die ich mit dem Halinski-Bogen noch offen habe, keine Ruhe gelassen und ich mußte erstmal gründlich nachschauen, ob das mit dem Ding überhaupt was wird. Somit war ich jetzt ein paar Tage ausschließlich mit diesem Flieger beschäftigt:


      Halinski: Cockpitsektion und ein paar Rumpfsegmente...

      Zuächst wurde das Cockpit möbliert, was mir immer wieder wahnsinnigen Spaß bereitet:



      Das englische Patent-Flugzeuglenkrad besteht unten aus einem Stück Draht, daß durch (leider die falsche) Acrylfarbe gezogen wurde. Der Handgriff ist ein rundgebogenes dünnes Drähtchen mit einem darumgewickelten Kabeläderchen und anschließendem Acrylschwarz-Tauchbad. Dazu gibt's noch ein paar Papierfragmente aus dem Bogen, weiteren Einsatz von Flinker Flasche sowie Klarlack... und fertig ist das gute Stück!



      Das war dann also der angenehme Teil... Es folgte eine mehrstündige Anpassungsorgie mit dem anschließenden Rumpfsegment, daß mir letzten Sommer das Modell verhagelt hat. Durch meine ausgiebigen Kürzungen am Oberteil kam es dieses Mal auch nicht zu Überspannungen oder unliebsamen Knicken. Zunächst wurde das Rumpfsegment unten angepaßt und trocknen gelassen. Dann kam der obere Bereich an die Reihe und das Ende der Führungsschiene wurde ausgearbeitet. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, aber die Konstruktion ist an dieser Stelle dann doch ziemlich ätzend geraten. Das rechte Bild zeigt den Havaristen des letzten Sommers (vorne) und meinen aktuellen Versuch (hinten) im Vergleich:



      Bisher habe ich die am Markt existierenden Karton-Hurricanes immer nach der Qualität der Ausgestaltung der Cockpithauben-Führungsschiene bewertet. Das sah dann ungefähr so aus:
      • Halinski ist der einzige, der diesen Bereich naturalistisch umgesetzt hat - Gutes Modell
      • Mistewicz hat eine sehr wirksame grafische Andeutung am Start - Gutes Modell
      • Bei Tadeusz Grzelczak habe ich die Konstruktion noch nicht richtig kapiert - Derzeit keine Qualitätseinschätzung möglich
      • Fuczeks Hurricane kann nur mit offener Haube dargestellt werden, weil die Führungsschiene extrem lausig gestaltet ist und bei geschlossener Kabine überhaupt nicht gut rüberkommt - Das schlechteste von den "guten Modellen"
      • Die Russen-Hurricane von YG habe ich gerade neu und noch nicht hinreichend durchblättert... siehe Grzelczak
      Nachdem ich dann nun auch praktische Erfahrungen mit Herrn Halinskis nervenberaubendem Führungsschienen-Sadismus gemacht habe, werde ich in Zukunft davon absehen, Hurricane-Modelle ausschließlich nach der Umsetzung dieses Bereiches zu beurteilen. Freude beim Basteln ist ja auch noch ein Kriterium...

      Im Anschluß gab's vorne noch ein Rumpfsegment, womit das "Herzstück" des Fliegers nun erfolgreich bewältigt ist:



      Ich hatte die ganze Zeit über (ziemlich hausgemachten) Ärger, weil meine Verstärkungspappe anstatt von einem Millimeter nur 0,7 oder 0,8 mm stark ist. Somit waren alle Steckverbindungen zu leichtgängig und die Markierungen für die Spanten auf den Bauteilen stimmten nicht richtig. Ich habe das aber frühzeitig kapiert und die Sache trotzdem bewältigt. Für die nähere Zukunft ist das auch erstmal kein Problem mehr, da bei den Rumpfsegmentspanten die Materialstärke nicht so eine große Rolle spielt, wie bei einem zusammengesteckten Spantenskelett. Bei der Tragfläche muß ich dann nochmal aufpassen. Zur Not habe ich aber ab jetzt alle Teile doppelt, da ich die Reste des Bogens von letzem Sommer in weiser Voraussicht aufgehoben habe. Hier noch ein Blick ins Cockpit:




      Kartonowa Kolekcja: Grüße von Bruder Leichtsinn...

      Da habe ich also rumschwadroniert, daß ich mal langsam mache, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden, nur um erstmal schön das Instrumentenbrett OHNE DEN KOMPAß UNTENDRAN bomenfest einzubauen. Es folgte also eine gewisse Fummelei, allerdings mit gutem Ergebnis:



      Im Folgenden werde ich jetzt (hoffentlich erfolgreich) die KK auf einen mit dem Halinski-Modell vergleichbaren Bauzustand bringen, damit es auch endlich mal was zum Vergleichen gibt...

      Gruß,

      Daniel.
    • danke1 , @petcarli. Nach dem Problem ist jedoch stets vor dem Problem schwitz1 grins 3


      So, jetzt wird der Baubericht endlich mal auf "interessant" geschaltet. Zunächst aber gibt's noch die Innenausstattung der KK-Hurricane:





      In Zusammenhang mit meiner KW-Cartoon-Airacobra habe ich in irgendeinem osteuropäischen Forum gelesen, daß man zur Stabilisierung der Antenne ein Stückchen Kork einbauen soll. Da die Antenne an meiner ersten Hurricane eine ziemliche Schlabbernummer ist, habe ich das nun mal ausprobiert. Vor dem Anbringen des Segmentes wurde natürlich noch mit Finger-Gegendruck vorgebohrt, damit am Ende nicht das ganze Modell einknickt. Der längliche Flicken im Rumpfsegment stabilisiert einen bösen Cut, der werksseitig auf der Rückseite des Bogens ist. Da habe ich scheinbar B-Ware bekommen...



      Beim Anbringen der Außenhaut hatte ich dieses Mal Ärger mit der Kopfstütze, was ich überhaupt nicht verstehe. Beim ersten Mal lief schließlich alles reibungslos. Ich mußte hier sehr viel Anpassen, verklebtes Papier nochmal Abtragen und neu Verkleben. Die bösen Stellen verschwinden aber später unter der Kanzel und sollten dann nicht mehr weiter auffallen.



      Dann wurden das hintere Segment angebracht. Die unregelmäßige Form im oberen Bereich der Hurricane scheint, egal in welchem Bausatz, jedes Mal so ihre Zicken zu haben. Man muß hier jedenfalls ziemlich aufpassen. Ich bin so vorgegangen, daß ich zuerst ganz oben alles an der Führungsschiene ausgerichtet und mich dann langsam nach unten weiter vorgetastet habe. Und damit kommen wir zum nächsten Gruppenbild:



      Im Grunde scheinen die Proportionen gut zueinander zu passen. Der Halinski ist kürzer, weil im hinteren Bereich die Segmente anders angeordnet sind. Die Abstände von Schrägung hinten zu Cockpit zu Armaturenbrett und Vorderteil sind nahezu identisch. In der Frontaldraufsicht zeigt sich allerdings, daß KK "untenrum" einen anderen Weg geht. Ich bin gespannt, wie sich das weiter fortsetzt...

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Fritz,

      das sind dann wahrscheinlich die achtzehn Jahre Entwicklung auf dem Computersektor, einerseits. Andererseits glaube ich, daß die Kartonowa Kolekcja in ihrer Farbgebung und Detaillierung ganz bewußt ein Bißchen "comichaft" übersteigert wurde. Das paßt aber wunderbar zu dieser leicht vereinfachten Konstruktion, die nicht so sklavisch an der Originaltreue klebt, wie Herrn Halinskis Kreation. Und dabei am Ende trotzdem ein wunderbares Bild abgeben wird. Ich lege mich aber noch nicht fest, welche Hurricane mir besser gefällt. Der Halinski-Bogen ist zwar farblich "blasser" und grafisch etwas altbacken, allerdings sehen alle fertigen Halinski-Hurricanes, die mir bisher begegnet sind, nahezu fotorealistisch aus. Genau diese Vergleicherein machen aber auch den Reiz dieses Doppelprojektes aus hüpf1

      Bevor ich weitergebaut habe, mußte ich mir erstmal wieder ein kleines mentales Problem verschaffen. Beim Vergleich von drei KK-Hurricanes stellte ich fest, daß bei allen KK-Hurricanes nicht nur die grandiose Konstruktion, sondern auch DAS TARNMUSTER absolut identisch ist:





      Die Vierte habe ich jetzt nicht aus dem Keller geholt, aber ich vermute, daß auch dort das identische "Tarn" vermalt ist. Das kann doch historisch nicht korrekt sein, oder? Da muß ich jetzt erstmal drauf klarkommen, mit einer derartigen "Recyclingquote" habe ich nicht wirklich gerechnet...


      Der nächste Bauabschnitt wird gemeinsam absolviert. Bevor die ganze Bastelei wieder an Tempo einbüßen wird, gibt's heute ein Bißchen exponentielles Rumpfwachstum:





      Ich habe dann nochmal die Linienführung im Frontbereich explizit verglichen. Das kommt soweit ganz gut hin, auch wenn die KK eine etwas breitere Bemalung der Unterseite aufweist:



      So langsam macht die Sache richtig Spaß freu1

      Gruß,

      Daniel.
    • Hi Daniel,
      Der Vergleich ist sehr spannend. Die Erklärung bei den Tarnmustern ist wahrscheinlich sehr einfach. Da hat man es sich sehr leicht gemacht und einfach nur ein paar neue Flugzeugkennungen und Abzeichen ausgetauscht, aber das Grunddesign belassen. motz1
      Gut aussehen tun die Flieger auf jeden Fall.
      Viele Grüße
      Gerd
    • Gerd wrote:

      Die Erklärung bei den Tarnmustern ist wahrscheinlich sehr einfach. Da hat man es sich sehr leicht gemacht und einfach nur ein paar neue Flugzeugkennungen und Abzeichen ausgetauscht, aber das Grunddesign belassen.
      So war auch meine erste Reaktion. Ich habe dann aber nicht locker gelassen und mich in die Materie reingegoogelt, mit folgendem Ergebnis: Es gibt bei der Hurricane im Grunde nur zwei Arten, das Tarnmuster am Rumpf anzubringen. Einmal so, wie bei Kartonowa Kolekcja Nummer 15, 24 und 35 und einmal fast genau seitenverkehrt, wie bei KK Nr. 31 und dem Halinski-Modell (Dort kann man das Tarnmuster nur sehr schwer klassifizieren, weil es so kontrastarm gedruckt ist). Das ist aber alles historisch korrekt! Bei der V*UZ, RF*E, RF*F und WC*S konnte ich das mit historischen Fotografien oder diversen Skizzen im Netz verifizieren. Alleine zur Wüsten-Hurricane habe ich nichts gefunden. Das ist aber auch egal, wenn die anderen vier Flieger in ihrer etwas zu identischen Bemalung historisch korrekt sind.

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Daniel,

      das ist mal ein launiger Bericht, den sicher mancher von uns wegen ähnlicher Sammelleidenschaft 1:1 nachbauen könnte. Macht Spaß.
      Zu den Tarnmustern: Das gab es auch bei den Spitfires, wobei solche mit geraden Kennummern das A-Muster und solche mit ungeraden das spiegelverkehrte B-Muster erhielten. Zum Jahreswechsel 1940/41 wurde das B-Muster aufgegeben und man arbeitete nur noch mit den Schablonen für das A-Muster, wobei die Farbtöne je nach geplantem Einsatzort gewählt wurden. Pragmatismus pur.

      Ich finde es nicht schlecht, dass KK die Farben etwas kräftiger wählt: Sonst verschwindet alles in einem graugrünbraunen Einheitsbreimatsch.

      Viele Grüße, Martin
      Fertig: P-51C Tuskegee Fighters von cutandfold.info;
      Im Bau: Wettbewerbsmodell Beriev Be-1
    • Hallo Martin,

      bis hin zur Sammelleidenschaft habe ich mich jetzt noch nicht selbst hinterfragt kratz1 Ich fand einfach den Gedanken, diese sehr ähnlichen Hurricanes mit grundverschiedener Konstruktion nebeneinander auszustellen, umwerfend faszinierend. Bei erfolgreichem Verlauf habe ich dann aber schon drei Hurricanes beisammen. Hat eigentlich auch schon irgendwas mit "Sammeln" zu tun denk1

      Martin wrote:

      wobei solche mit geraden Kennummern das A-Muster und solche mit ungeraden das spiegelverkehrte B-Muster erhielten
      Es scheint sich bei der Hurricane nahezu identisch zu verhalten, wobei ich das noch nicht mit den Kennummern abgeglichen habe. Ist ja aber schließlich auch der gleiche Verein frech 1 Allerdings weicht das Tarnmuster der Orlik-Hurricane mit den Panzerkanonen unter dem Flügel doch ziemlich ab. Und beim Nachtjäger von Answer stimmt die Camouflagierung auch hinten und vorne nicht happy1 Wenn ich Muße dazu habe, werde ich nochmal weiterrecherchieren...


      Kartonowa Kolekcja: Leitwerk

      Als Nächstes kommen nun die Leitwerke an die Reihe. Den Anfang habe ich mit der KK gemacht, wo die ganze Geschichte etwas umfänglicher, da detaillierter, ausfällt. Da ich das hiermit schon zum zweiten Mal gebaut habe, ging auch zunächst alles wunderbar von der Hand...



      ...bis es an die Kehlbleche ging. Links baute sich alles perfekt, schnell und wie von selbst. Rechts mußte ich dann eine elende Anpassungsorgie absolvieren, bis, nach über einer Stunde Gefummel, ein erträgliches Ergebnis erzielt war. Da ist mir wohl irgendwas am Leitwerk minimal verrutscht. Ebenfalls habe ich in diesem Zuge das Spornrad einmal quer durch den Rumpf gesteckt und die "Schiene" unten am Rumpf angebracht:



      Als leicht problematisch empfinde ich die Konstruktion des Seitenwleitwerkes. Die linke Seite ist gar kein Problem, aber durch die Beschaffenheit von Teil Nr. 120a drücken sich rechts die Klebelaschen etwas durch. Und den Längsspant hätte ich auch mit Schleifpapier ausdünnen müssen. Das Teil sieht nun leider ein Bißchen nach Metzgerei-Grundkurs aus.



      Bei diesem Bauabschnitt geht leider die Vergleichbarkeit mit dem Halinski etwas verloren, weil ich die ganzen Leitwerksklappen erst ganz am Ende ankleben werde, während das andere Modell gänzlich ohne Klappen gebaut wird. Hier ist trotzdem die Heckansicht mit lose aufgelegtem Seitenleitwerk. Daneben nochmal die abgebrochene Halinski-Baustelle von letztem Sommer:



      Jetzt geht's weiter mit der noch nicht abgebrochenen Halinski-Baustelle von diesem Winter...

      Gruß,

      Daniel.
    • So. Reden wir mal über die Heckpartie des Halinski-Fliegers und die Freude am Bauprozeß:

      brüll1 motz1 kotz1 wut1 dagegen1

      Soweit zunächst die Kurzversion...

      ...ich glaube aber, daß einige ausführlichere Ausführungen hier für Klarheit zur aktuellen Erregungslage sorgen sollten frech 1


      Also; Halinski: Leitwerk

      Die Leitwerke der Halinski-Modelle des gerade beginnenden Jahrtausends sind mehrheitlich ziemlicher Humbug. So verhält es sich leider auch bei der Hurricane. Ohne meinen Ersatzteilbogen wäre das Modell jetzt schon in der Mülltonne, denn ich habe den ganzen hinteren Bereich zweimal bauen müssen. So ein komisches Innenskelett für ein Höhenleitwerk habe ich sonst noch nie gesehen. Hoffentlich bleibt das auch so:



      Selbstredend paßt das Ding auch nicht richtig in den Flügel rein und muß dementsprechend ordentlich zurechtmassakriert werden... Und damit gleich zum nächsten Aufreger: Mein Ersatzbogen unterscheidet sich nicht nur farblich, was alleine schon ärgerlich genug ist. Nein, es gibt auch Konstruktionsunterschiede. Man beachte die Tragflächenenden, die im dunkleren Bogen separat angelegt sind. Dafür fehlen in dieser Version die Schmauchspuren am Flügel. Gar nicht schön, ich könnte mich aufregen!



      Und dann gibt es im (wahrscheinlich) korrigierten Nachdruck auch noch einen retuschierten Grafikfehler, was ich selbstverständlich erst kapiert habe, als der Kleber bombenfest und jegliche Korrektur unmöglich war. Es bleibt dann noch eine Frage: Wenn Herr H. sich schon bequemt hat, eine zweite korrigierte Version der Hurricane zu drucken, warum hat er sich dann nicht um den riesigen Bock oben hinter dem Cockpit gekümmert??????

      Gut, lassen wir das. Ist nicht gut für den Blutdruck... Positiv ist beim Halinski-Modell die Lösung zur Befestigung des Spornrades zu erwähnen. Das wirkt um einiges eleganter, als der komplett durchgesteckte Draht bei der Kartonowa Kolekcja. Das Höhenleitwerk wird mit einem Draht zusammengesteckt, was einem präzisen Bauergebnis nicht wirklich im Wege steht:



      Ich habe von meinen zwei Seitenleitwerken dann dasjenige mit der schöneren vorderen Rundung verbaut, das aber den elenden Grafikfehler hat, was dann am Ende zu einer völlig verblödeten Flickschusterei geführt hat. Rechts noch die Entstehungsgeschichte der Finne auf der Unterseite:



      Und hier das Resultat inklusive Vergleichsfotos mit der KK-Hurricane. Man beachte die Farbunterschiede bei meiner Flickschusterei. Rechts ein Vergleich der Unterseiten:



      Als Nächstes geht's an die Tragflächen. Da ich mir mit dem Halinski sowieso gerade einen harten Fight liefere, mache ich mit dem Ding auch gleich weiter box 2

      Gruß,

      Daniel.
    • Beruhige dich kaffee1

      Ob kleine Farbfehler oder nicht ( ich kann auf den Bildern von den Leitwerken keinen Grafikfehler erkennen) mit ein bisschen Liebe wird das schon love1 denn auch wenn du aus 100 gleichen Bögen ein und den selben Flieger zusammenSCHWARTEST ist es am ende doch dein persönliches Exemplar Blume 2 Also was ich hier so erkennen kann sehen die Flieger beide gut aus.
    • Das Doppelprojekt endet hiermit. Die Halinski-Hurricane hat mir dann leider einen riesigen Berg kostbarer Bastel- und Lebenszeit gestohlen. Die Konstruktion des Fahrwerkskastens und Flügelansatzes ist an sich ziemlich prima gemacht und paßt sich auch sehr gut dem Rumpf an. Der hintere Teil der Kehlbleche baute sich ebenfalls richtig schön:









      Im vorderen Bereich paßt allerdings überhaupt nichts zusammen. Die Konstruktion an dieser Stelle ist einfach nur riesiger Mist. Ich bin nicht in der Lage, damit ein Ergebnis zu erzielen, daß meinen Ansprüchen an die Modellqualität gerecht wird. Nachdem der Versuch, das Bauteil zu entfernen, um den Ersatz zu verwenden, ziemlich in die Hose gegangen ist...



      ...gibt's für diesen Murks nur noch die Höchststrafe:



      Eine Halinski-Hurricane wird es in meiner Sammlung definitiv nicht geben. Die Wahrscheinlichkeit, daß nochmal eine überarbeitete Version erscheint, die die Probleme der Konstruktion konstruktiv angehnt, halte ich doch für ziemlich nicht vorhanden. Das hier vorliegende Exemplar werde ich auf jedenfall nicht noch ein drittes Mal anfangen regen1
      Möge mir die KK besser gelingen engel1

      Gruß,

      Daniel.
    • Tach Klaus,

      ich habe dich gedrückt und mir ist, trotz der sehr sicheren Fotografiedistanz, gleich der Knick vorne am Kehlblech ins Auge gehüpft, den Alfred wohl auch nicht ganz vermeiden konnte zwinker2 Das Modell ist ja auch nicht unbaubar, das zu behaupten wäre recht vermessen, angesichts der Vielzahl von erfolgreich fertiggestellten Modellen im Netz. Bei mir ist aber am Ende zu viel zusammengekommen: Der Grafikfehler hinten am Leitwerk, die krass abweichende Farbe am Ersatzbogen und jetzt die Kehlbleche, die ich nicht ansatzweise korrekt verbauen konnte. Und dann gibt es da noch den ärgerlichen und viel zu großen Konstruktionsfehler an der sensibelsten Stelle einer jeden Hurricane-Konstruktion, der in beiden, ansonsten farblich und konstrukteurisch sich unterscheidenden Bögen, gleichermaßen drinsteckt. Irgendwann ist es in der Summe einfach zu viel und dann muß man einfach den Panzer drüberrollen lassen sauber1 sauber1 sauber1 Vielleicht ergeht es ja der KK-Hurricane etwas besser frech 1

      Gruß,

      Daniel.
    • Nachdem die polnische Division 303 kürzlich auf tragische Weise ein Flugzeug verloren hat, müssen nun alle Bemühungen darauf ausgerichtet werden, wenigstens die zweite Maschine noch rechtzeitig in die Luft zu bekommen, damit sie am Ende auch auf ihre 126 abeschossenen "Adolfs" kommen kann.

      Auch bei der Kartonowa Kolekcja geht es jetzt um die Tragfläche mit dem Fahrwerkskasten. Ich habe mir hier sehr viel Zeit gelassen und zwischen zahlreichen kleinen Arbeitsschritten immer wieder Trockenpausen gemacht. Das Ergebnis ist, bis jetzt, überaus präzise, wie ich finde.





      Gruß,

      Daniel.