SMS Admiral Spaun, 1:250, freier Download

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    • SMS Admiral Spaun, 1:250, freier Download

      Einen schönen guten Abend.

      Ich habe lange überlegt welches Modell ich als nächstes bauen möchte.
      Zur Auswahl stand der Passagierdampfer Augusta Victoria (1889) von HMV oder der Rapidkreuzer Helgoland von cfm.
      Da ich bei anderer Gelegenheit festellen mußte, daß zwei Bauberichte zum selben Modell sich gegenseitig die Kommentare "abgraben", war damit klar, daß es ein Rapidkreuzer werden wird.
      Als ich mir den Bogen von cfm anschaute, gefielen mir einige Dinge überhaupt nicht. Beiboote haben rotes UWS, die Konstruktion der Lüfter, Farbgebung von Rumpf, Deck usw.

      Als Alternative bot sich ein kostenloser Download von einer ungarischen Webseite an. (Link entfernt da er ins Leere zeigt)
      Der dort angebotene Bogen bietet die Möglichkeit alle vier Rapidkreuzer zu bauen.
      Es werden auch Namensschilder und Flaggen für die Zeit nach dem ersten Weltkrieg angeboten.
      Insgesamt sind es zwei Seiten mit Anleitung und Fotos des fertigen Modells und sieben Seiten mit den Teilen, ausreichend für einen der vier Rapidkreuzer.

      So fiel meine Entscheidung für den Admiral Spaun, denn er wurde bisher noch in keinem Kartonbauforum gezeigt.
      Die genaue Durchschau des Bogens ergab die üblichen "Fehler".
      Deshalb wurden die UWS der Beiboote von rot auf blaugrau umgefärbt.
      Die Bordwände, Aufbauten, usw. erhielten die gleiche Farbe. Der Wassergraben, der sichtbare Eisenteil des Vorschiffs und die Bleche unter den Ankerketten erhielten ein dunkles Grau.
      Ein Probeausdruck zeigte, daß das Modell um gut 1,5cm in der Wasserlinie zu kurz war.
      Nach einem weiteren Probedruck, der um 1% größer war, passte alles.
      Nun konnte der Bogen komplett ausgedruckt werden. Die Spanten auf 80g Papier, der Rest auf 160g Papier.



      Die Spanten und Grundplatte wurden mittels Sprühkleber auf 1mm Graukarton aufgeklebt und ausgeschnitten.
      Der Konstrukteur hat freundlicherweise Hilfslinien für eine 1mm Kartonverstärkung gezeichnet.



      Die Spanten werden mit Weissleim verklebt.



      Zum Schluß wurden noch die Decksteile auf 0,6mm Tiefkühlpizzakarton aufgeklebt.
      0,6mm deswegen, weil ich das Deck verdoppeln werde um eine plastische Tiefenwirkung beim Wassergraben zu erzielen.
      Das ergibt zusammen fast genau 1mm und damit sollte es keine Probleme mit dem Unterbau der Back geben.



      Nun kann das Ganze unter Druck ordentlich durchtrocken und aushärten.


      Demnächst geht es weiter.


      Liebe Grüße


      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wiwo1961 () aus folgendem Grund: Link entfernt, da er ins Leere zeigt. Scheinbar wurde die Seite geschlossen. L.G. Wiwo

    • Hallo Wolfgang,
      die Rapidkreuzer dieses Konstrukteurs habe ich bislang nicht gebaut gesehen und bin daher mal sehr gespannt. Mit Deinem Sachverstand und Geschick wird das ein interessantes Modell werden.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Die Post, historisches und ein paar Worte zu den Kaufbögen

      Einen schönen Vormittag,

      wünsche ich euch.

      Die Post:
      @Peter: Nimm Platz, du weißt ja schon wo alles zu finden ist! prost2
      @Fred: Welcome, take a seat and enjoy!
      @Tom: Radio Eriwan antwortet: Im Prinzip ja, du kannst jeden der vier Rapidkreuzer aus diesem Bogen bauen. Er beinhaltet alle drei Versionen (Helgoland & Novara waren gleich).
      @Andreas: Infos kommen gleich..
      @Kurt: Genau das war der Grund warum meine Wahl auf den Admiral Spaun gefallen ist. "To go, where no one has gone before."
      @Tommi: Willkommen in der Runde.


      Nun ein bisschen historisches zum Original und allgemeines zu den Kaufbögen dieser Schiffsklasse.
      Auf Wikipedia findet man eine Seite mit Informationen hier: de.wikipedia.org/wiki/SMS_Admiral_Spaun

      Für jene die zu faul sind dorthin zu schauen, ein kurzer Überblick.

      Der Typ der Rapidkreuzer ist mit den Scout-Kreuzern der US-Marine zu vergleichen.
      Schnelle Schiffe, die deshalb für Aufklärung und Hit and run Taktik prädestiniert waren.

      Kiellegung 30.05.1908 im Seearsenal Pola, Stapellauf 30.10.1909, erste Indienststellung 15.11.1910.
      Einsätze bis 1914 in der Levante zu verschiedentlichen internationalen Flottendemonstrationen.
      Während des WWI der Kreuzerflotille zugeteilt, u.a. Einsätze gegen Landziele an der italienischen Küste.
      Da Saida mit ihrer abweichenden Turbinenanlage immer wieder Probleme hatte und in Reparatur war, auch Einsatzfahrten zusammen mit Helgoland und Novara.
      Nach Kriegsende Großbritannien zugesprochen und 1920 in Italien abgebrochen.

      Eine Besonderheit waren zwei Marschturbinen die auf die beiden inneren Wellen eingekuppelt werden konnten.
      Bei den Nachfolgern, Helgoland, Novara und Saida ließ man die Marschturbinen weg und nutzte die freiwerdende Tragfähigkeit für eine Aufstockung der Bewaffnung.
      Ansonsten waren vier Turbinen (zwei Hochdruck, zwei Niederdruck) auf die vier Schraubenwellen gekuppelt.

      Nun zu den Kaufbögen dieses Schiffstyps.
      Es gibt drei Kaufbögen von cfm (1:250), Modelik (1:200) und Model Card (1:200)





      Bei cfm ist die Farbe der Aufbauten und Bordwände akzeptabel. Leider sind die Unterwasserteile der Beiboote rot gestrichen und das Deck ist für meinen Geschmack zu gelb.

      Der Bogen von Modelik zeigt eine sehr schöne Textur des Decks, aber eine viel zu dunkle Farbe der Aufbauten und Bordwände. Die UWS der Beiboote sind ebenfalls rot.

      Qualitativ ans Ende der Aufzählung stelle ich den Bogen von Model-Card.
      Das Deck ist Orange, die Aufbauten in einem eigenartigen Hellgrün und die Bordwände in einer Art Dunkelolivebraungrau.
      Die UWS der Beiboote sind natürlich rot!

      Das war es zum historischen und zu den Kaufbögen.

      Noch ein Satz zum Download.
      Beim Vergleich des Downloads mit den Kaufbögen zeigt sich, daß vermutlich der Bogen von Modelik oder Model-Card als Vorbild diente.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Wolfgang,
      schön, daß Du uns die drei Kaufbögen im Vergleich vorstellst. Auch die Grausamkeit von Model-Card fehlt nicht. Bögen diese Herstellers sind oft enttäuschend. Ich besitze einen Bogen der Moltke von Modelcard und wollte den eigentlich zum Jubiläum der Skagerak Schlacht verbauen. Nachdem ich gedanklich den Aufbau durchgegangen war, kam ich zu dem Schluß, daß mir dazu meine Bauzeit zu schade ist.
      Den von Dir zu verbauenden Downloadbogen besitze ich auch. Ich könnte mir denken, daß Du mit Ergänzungen von dem CfM Bogen da zu einem sehr guten Ergebnis kommen kannst.
      LG
      Kurt

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    • Servus Wolfgang,

      das ist ein Projekt, wie ich es liebe. Wie ich Dich kenne, immer möglichst nahe am Original!

      Viel Spass damit, ich schau Dir gerne zu!

      meine Helgoland wird erst im nächsten Jahr, nach dem jetzt laufenden Diorama anschneiden. Da wird mir Dein Bericht hier sicher auch helfen, das Richtige zu tun.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • SMS Admiral Spaun, erste Fortsetzung

      Einen schönen guten Abend.

      Die Post.

      @Kurt: Danke, daß du meine Einschätzung des Bogens von Model-Card teilst. Ja, die Helgoland von cfm wird mit der einen oder anderen Entlehnung sehr hilfreich sein.
      @Gerhard: Richtig, du kennst mich schon sehr gut! grins 2

      Nun in die Werft.

      Die Deckteile sind ausgeschnitten und im Vordergrund die Teile zum Aufdoppeln des Hauptdecks zwecks plastischer Darstellung des Wassergangs.



      Das Hauptdeck wurde verdoppelt und auf die Spanten geklebt.
      Im Backdeck wurden die Durchlässe für die Klüsen ausgestichelt und das Loch für den vorderen Mast gestanzt.
      Die Back wurde vorerst ohne Verdoppelung des Decks auf die Spanten aufgeklebt.



      Da das Hauptdeck in der Luft hing, habe ich hier beidseitig einen zusätzlichen Spant zur Stütze eingesetzt.



      Das darf nun wieder ordentlich durchtrocknen und aushärten.

      Für Nachbauer: Es ist ratsam hier zusätzlich noch ein Schott von der Grundplatte bis hoch zum Backdeck bündig anzukleben. Erklärung kommt später.

      Bis zum nächsten Mal.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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    • SMS Admiral Spaun, zweite Fortsetzung

      Guten Abend.

      Die Post:
      @Dieter: Danke dir, allerdings ist der Bau nicht frei von Überraschungen.
      @Andreas: Richtig, deshalb gleich 1mm und 0,6mm Graukarton.
      @Kurt: Das war der Grund dafür, gleich von Anfang an mit 0,6mm Graukarton zu arbeiten.

      Es geht heute mit den Bordwänden weiter.

      Als nächstes habe ich die Durchlässe der Klüsen im vordersten Spant ausgeschnitzt.
      Das geht leichter wenn man das schon vor dem Zusammenbau des Spantengerüsts macht, sonst schaut es etwas wild aus. So wie bei mir
      Sicherheitshalber habe ich auch den Innenraum geschwärzt, damit es keine weissen Blitzer durch die Klüsen gibt.



      Als nächstes kam die Wand unter der Back dran. Die Fenster wurden ausgeschnitten - ohne Klebelaschen, mit Fensterkuvertfolie hinterklebt und auf der Rückseite die Folie geschwärzt.
      Die Türe wurde aufgedoppelt, das Bullauge ausgestanzt und die Länge angepasst.
      Dann wurden die Wände zu beiden Seiten aufgeklebt.



      Nun wurden die Bordwände ausgeschnitten, Kanten gefärbt und die Bullaugen ausgestanzt.
      Hierbei habe ich etwas Neues ausprobiert.
      Die Bullaugen wurden vorsichtig mit Weißleim verglast. Nach dem aushärten des Leims die Bullaugen auf der Innenseite geschwärzt. Das hat sehr gut funktioniert.



      Das Heckteil wurde gut vorgeformt und die Schnitte am Heck mit Innenlaschen verklebt.
      Der achtere Teil der Bordwände und die Mittelteile wurden miteinander verklebt und das ganze Ensemble auf die vorher sorgfältig überschliffenen Spanten geklebt.
      Da die Bordwände sauber auf Stoß gelegt waren und mit einer innenliegenden Klebelasche verbunden wurden ist die Stelle kaum zu sehen.



      Das war es für Heute, von den Überraschungen erzähle ich im nächsten Beitrag.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Wolfgang,
      die Fortschritte sind ausgezeichnet. es freut mich sehr, daß ich dich von den Vorteilen des Verglasens mit Kleber überzeugen konnte. das geht auch mit viereckigen Fenstern und bis zu Größen, die man nicht erwartet.
      LG
      kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • servus_1 Wolfgang,

      kleine Kreuzer also auch die Rapidkreuzer sind meine Lieblinge! Schön, dass du hier die Spaun baust. Ich habe den Download auch schon seit einiger Zeit auf der Platte, aber nun wird mir endlich gezeigt, wie man diese Modelle historisch richtig baut. freu 2 Da bin ich natürlich mit im Boot! prost2
      Liebe Grüße / Best Regards
      Stefan

      .............................................................................................................................................................................
      Im Bau:
      MS Esvagt Dana Sondermaßstab 1:160 von der Kartonwerft
      S. M. S. Stettin in der Skagerrakschlacht 31. Mai 1916 - Scratch in 1:250




      Meine fertiggebauten Modelle
      .............................................................................................................................................................................


      ...na klar!
    • SMS Admiral Spaun, dritte Fortsetzung

      Guten Abend.

      Die Post:
      @Kurt: Da war nicht viel Überzeugungsarbeit nötig. Es fehlte nur am passenden Objekt und dem richtigen Weissleim. Nicht alle trocknen fast glasklar auf. Aber jetzt hab ich einen von UHU im Baumarkt gefunden.
      @Stefan: Zuviel der Vorschußlorbeeren. Ich maße mir nicht an alles "historisch richtig" zu bauen. Ich hoffe immer so nah wie möglich an das Original zu kommen.
      @Andreas: Hab gerade noch gesehen, daß du auch dabei bist! Nimm Platz!

      Als nächstes war der Bugteil der Bordwände zu montieren.
      Sicherheitshalber habe ich mit einem ausgeschnittenen Bugteil Maß genommen und - richtig - es war an der Back (Länge der Bordkante der Back) zu kurz, in der Gesamtlänge (Wasserlinie) passte es.

      Für Nachbauer Achtung:
      Ich habe mit einem Grafikprogramm die beiden Bugteile bearbeitet und die Back um ca. 4mm nach achtern verlängert. Neu ausgedruckt und ausgeschnitten.
      Neuerlicher Passversuch, dabei Maß genommen und die Ecke der Back genau markiert.
      Mit dem ersten Teil als Schablone die Rundung vom Backdeck runter zum Manöverdeck nachgezeichnet und ausgechnitten.

      Danach die Klüsen ausgeschnitten, Bullaugen ausgestanzt und mit Weissleim verglast.
      Die Bullaugen auf der Rückseite geschwärzt und nach dem Trocknen den Überstand am achteren Ende nach Naturmaß abgeschnitten und den Bugteil angeklebt.



      Danach das vorbereitete Holzdeck und die Schutzbleche auf dem Backdeck aufgeklebt.



      Irgend etwas hat mich beim Anblick des gerundeten Teils mit den rechteckigen Fenstern und der Schott-Türe gestört.
      Ich hatte diese Ecke von den Plänen im Kriegsarchiv anders in Erinnerung.
      Das Fotostudium gab meiner Erinnerung recht.

      Für Nachbauer Achtung:
      Der Unterbau der Back geht gerade Richtung Bug bis zu einem Querschott und NICHT geschwungen, der Oberkante des hinteren Teils des Backdecks folgend!
      Die geschwungenen Kombüsenwände wurden entfernt.
      Das aufgedoppelte vordere Decksteil des Manöverdecks unter Aceton gesetzt und entfernt.
      Ein neues Decksteil wurde angefertigt, auf dem die geschwungene Markierung der Unterkante der Wand mittels Grafikprogramm entfernt wurde.
      Das Querschott für Helgoland/Novara/Saida wurde eingepasst und unter die Back geklebt.
      Hier wäre ein solides Querschott aus 1mm Karton hilfreich gewesen.
      Das muß aber bereits beim Einbau des Unterstützungsspants am vorderen Ende des Manöverdecks passieren.
      Dann wurden die neu angepassten Wände der Kombüse eingeklebt.
      Abschließend wurde noch ein ca 1,5mm breiter Streifen zur Verblendung des geschwungenen Teils des Backdecks zugeschnitten und aufgeklebt.
      Fast hätte ich es Vergessen, alle Schott-Türen wurden vedoppelt um mehr Detailtiefe zu bekommen.



      Zuletzt noch der Unterbau für den vordersten Kamin ausgeschnitten, zusammengeklebt und auf Deck bündig an die Kombüsenrückwand geklebt.
      Doch davon das nächste Mal.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • SMS Admiral Spaun, vierte Fortsetzung

      Einen schönen guten Abend.

      Die Post:

      @Andreas: Ich sehe das nicht ganz so streng. Ich bin froh, daß sich jemand die Mühe macht einen Bogen zu zeichnen. Auch wenn im Detail Dinge nicht der Vorlage entsprechen - die Basis ist da und ich muß das Teil nicht selber konstruieren. Änderungen sind immer machbar. Ausserdem gibt es viel zu wenige Bögen von österreichischen Schiffen.

      @Kurt: Danke für dein Lob! Die Konstrukteure komerzieller Bögen haben oft genug nicht die Möglichkeiten UND die Zeit auf das nötige Archivmaterial zuzugreifen um einen möglichst guten Bogen zu erstellen. Nichtkommerzielle Zeichner haben es u.U. noch schwerer.

      Aber nun auf die Werft.

      Ich wollte eigentlich flott weiterbauen, aber daraus wurde nichts.
      Als erstes habe ich die ausstehenden Kaminsockel (ohne Klebelaschen) gebaut. die waren aber irgendwie labberig und als Fundament für den Schornstein nicht sonderlich vertrauenerweckend.
      Darum habe ich mir aus 1mm Finnpappe Profilscheiben geschnitten und als Basis in den Kaminsockel eingeklebt.
      Der Vorteil, man erhält eine saubere Form und das Ganze wird sehr stabil.
      Diesen Trick habe ich beim Bau des Tegetthoff zu schätzen gelernt.

      Als Nächste waren die Sockel für die Lüfter zwischen den Schornsteinen an der Reihe.
      An diese Sockel sind die Aufbewahrungskästen für die Hängematten angebaut.
      Im Bogen von cfm sind diese extra an die Sockel anzubauen. Hier ist alles in einem Bauteil vereint zu einem Quader.
      Das gefiel mir nicht, da diese Hängemattengestelle oben gerundet waren.

      Also habe ich mich als Pixelakrobat betätigt und die betreffenden Teile umgezeichnet. Im Bild sind links die Teile aus dem Bogen und rechts meine Neufassung zu sehen.
      Ebenfalls innen mit Profilscheiben aus 1mm Finnpappe verstärkt.



      Dann wurde die Teile auf Deck festgeklebt.



      Danach wurden die fertigen Schornsteinsockel ebenfalls aufgeklebt.



      Hier noch ein Detail zum vorderen Schornsteinsockel.
      Bis 1917 war der vordere Schornstein schmäler und oval, erst beim Umbau wurde der Schornstein gleich dimensioniert wie die anderen, auch um die Silhouette mit der der anderen drei Rapidkreuzer anzugleichen.
      Ich habe mich entschieden die "Erstfassung" zu bauen.



      Als nächstes wollte ich das Maschinenhaus und den achteren Aufbau bauen.
      Aber irgend etwas passte nicht mit meiner Erinnerung zusammen.
      Das Fotostudium zeigte zwei Lüfter auf einem Sockel zwischen dem hintersten Schornstein und dem Maschinenhaus, auch das Maschinenhaus sah anders aus.
      Ich hatte irgendwann im WWW eine sehr gute Drauf- und Seitenansicht des Admiral Spaun gefunden, die Aufklärung brachte.
      Leider kann ich das Bild hier nicht zeigen, da ich möglicherweise gegen Urheberrechte verstoßen könnte.

      Nach dieser Planzeichnung habe ich den achteren Teil des Decks umgezeichnet. Auch die Position der Vertäuwinden hat nicht gepasst.
      Links das Original aus dem Bogen, rechts meine Neufassung.



      Das alte Deck wurde mit Aceton abgelöst, gut daß ich hier UHU schwarz mit Lösungsmittel verwendet habe, und das neue Deck aufgeklebt.
      Danach wurde noch Teil F1a mit F1b und einer Profilscheibe aus 1mm Finnpappe als Basisverstärkung aufgeklebt.



      Der Bau ruht nun, denn ich brauche gesicherte Unterlagen aus dem Kriegsarchiv für den weiteren Bau.
      Ein Besuch im Archiv ist aber aus organisatorischen Gründen erst in der zweiten Jännerwoche möglich.

      Liebe Grüße

      Wiwo
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    • wiwo1961 schrieb:




      ...Die Bullaugen wurden vorsichtig mit Weißleim verglast. Nach dem aushärten des Leims die Bullaugen auf der Innenseite geschwärzt. Das hat sehr gut funktioniert..
      Hallo Wolfgang,

      ich habe soeben deinen Baubericht durchgelesen. Eine Frage zu den Bullaugen. Hast du den Weißleim auf der Vorderseite oder auf der Rückseite der Bordwand aufgetragen? Zur Zeit hinterklebe ich die ausgestanzten Bullaugen mit dunkelgrauem Papier; aber eine andere Methode interessiert mich auch.

      Alles Gute, Gruß Wolfgang/Piedade 73.
    • SMS Admiral Spaun, fünfte Fortsetzung

      Guten Abend,

      ich kann doch keine Ruhe geben, ein bisserl was geht immer.

      die Post:
      @Wolfgang: der Weissleim wird ein wenig verdünnt und mit einem Zahnstocher eine "Haut" auf der Rückseite über das Bullauge gezogen. Einige Zeit trocknen lassen. Es geht auch bei rechteckigen Fenstern. Man muss sich mit der Konsistenz des Weissleims ein wenig spielen, dann funktioniert es ausgezeichnet.
      @Andreas: Man muss sich auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen, denn die Kähne wurden dauernd umgebaut, tut man das nicht, ist man irgendwann reif für die Klapsmühle....
      @Fritz: Danke für dein Lob, naja, wenn es ein ordentliches Modell werden soll, dann muss man entsprechendes Quellenstudium betreiben.
      @Gerd: Na denn los - wenn der Tiger und das Feuerzeug fertig sind. Es wäre interessant zu sehen wie der Bogen dreidimensional aussieht.
      @Tommi: Ich freu mich daß du auch dabei bist!


      Ich hab beim Kleinkram weitergemacht.
      Als erstes das achtere Deckshaus. Man sieht hier ganz gut links die Profilscheibe aus Finnpappe.



      Das zusammengebaute Deckshaus. Die Fenster sind mit Weissleim verglast und an der Rückseite mit schwarzer Farbe bemalt.



      Und das Ganze auf Deck.



      Als nächstes drei Oberlichten vom Achterschiff. Hier sind die Profilscheiben aus 0,5mm Bristolkarton - geliefert von Mc-Cafe.



      Hier nun die Oberlichten 1x E12, 2x E14, 3x E15 und 4x E14.



      Die Bullaugen sind mit einer 0,8mm Stanze ausgestanzt, mit Weissleim verglast und auf der Rückseite geschwärzt.
      Und hier ist alles an Bord gebracht.





      Ich wünsch euch noch ein schönes Weihnachtsfest.

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • SMS Admiral Spaun, sechste Fortsetzung

      Einen schönen guten Abend.

      Zuerst wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr 2016. newyear
      Die Post:
      @Fred: Thank you very much.
      @Andreas: Absolut richtig, besonders spannend wird es dann, wenn etwas ausprobiert wurde, das nie Plan- oder Aktenkundig wurde... heul1

      Was gibt es Neues?

      Ich habe wieder ein wenig gezeichnet und weitergebaut.
      Ich kam an Infos, die es mir ermöglichten ohne Archivbesuch weiterzubauen.
      Als Erstes sind ein kleines Oberlicht und der Antennenschacht entstanden. Beide sind seitlich am Maschinenüberbau zu montieren.
      Weiters einige Oberlichten auf der Back. Die Bullaugen sind ausgestanzt, mit Weißleim verglast und auf der Rückseite geschwärzt.



      Hier die Oberlichten auf der Back.



      Weiters hat das Fotostudium gezeigt, daß die letzten 15 Bullaugen am Heck eigentlich eine rechteckige Klappe mit Bullauge waren.
      Darunter befand sich ein richtiges Fenster.
      Zweck der Konstruktion war, daß man im Hafen liegend die Klappe öffnete und dadurch mehr Licht und Luft in die dahinter liegende Kabine bekam.
      Insgesamt habe ich 30 Stück gezeichnet, die Bullagen ausgestanzt, mit Weißleim verglast, auf der Rückseite geschwärzt, ausgeschnitten und über die bestehenden Bullaugen geklebt.



      Den Maschinenüberbau hab ich nach Fotos und einem Plan neu gezeichnet und zusammengebaut.
      Das Deck des Aufbaus ist tiefergelegt unter den Netzzaun der das Dach einfasst.
      Der Zaun ist original aus dem Bogen, auf der Innenseite habe ich Zaunstücke auf 80g Papier gedruckt eingeklebt.
      Den originalen Zaun habe ich deshalb verwendet, da Versuche mit Gardinenstoff nicht zufriedenstellend waren und mein Laser nicht so feine Stege schneiden kann.
      Die Originalfassung aus dem Bogen, ist die mit dem braunen Linoleumbelag. Ich denke die Unterschiede sind deutlich erkennbar.





      Und hier sind der Maschinenüberbau und die kleine Oberlichte und der Antennenschacht auf Deck montiert.



      Damit bin ich für heute fertig.
      Als nächstes gehe ich den Kommandoturm mit dem Brückenaufbau an.

      Liebe Grüße

      Wiwo
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    • SMS Admiral Spaun, siebente Fortsetzung

      Einen schönen guten Abend.

      Die Post:

      @Fritz, Klaus-Gerhard, Ludwig (Gnost), Andreas (Andreas P), Gerhard, Wolfgang, Andreas (Buddy) und Dieter: Ein ganz großes Dankeschön für euer Lob und eure freundlichen Worte! danke1
      @Ludwig: auf der GoMo sollten wieder die Jungs mit ihren Punch&Die Sets sein, da kannst du dir so ein Teil genauer anschaun.

      Ja, meine intensiven Recherchen.
      Mit dem Tgetthoff von GPM hab ich mir einen "Nagel" eingetreten. denk1
      Durch seine Detailierung ist die Messlatte recht hoch gelegt und wenn ich andere Modelle daneben hinstellen will, müssen diese einen gewissen Mindeststandard haben.
      Um diesen zu erreichen ist wiederum einiges an Nachforschungen und Fotostudium nötig. les 2
      Die Baugruppe, die ich heute zeigen werde ist der typische Fall dafür.

      Ich bin den Panzerturm mit der darüber liegenden Kommandobrücke angegangen.
      Die Vorlage im Bogen ist recht gut aber hat einige sehr starke Vereinfachungen und auch Fehler.
      Den gravirendsden Fehler hat der gepanzerte Kommandostand.
      Keine Sehschlitze, dafür zwei Türen und die Utensilienschränke sind nur aufgezeichnet.
      Nach den angefügten Klebelaschen würden die Türen nach Backbord und Steuerbord zeigen.

      Meine Version hat Sehschlitze und auf der Rückseite des Turms ist ein gerundetes Panzerschott.
      Weiters bekommt der Turm Stützen für die darüberliegende Kommandobrücke.



      Der nächste geänderte Teil ist das Brückenhaus.
      Es ging über die gesamte Breite der Brückenplattform und hatte fünf große Fenster und das Brückenhaus war offen, nicht geschlossen.



      Nun wurde die Brücke ausgestattet.
      Ein Kartentisch rechts vorne, elektrischer Maschinentelegraf links vorne.
      Ein Steuerkompass in der Mitte.
      Dahinter das mechanische Steuerrad, rechts das elektrische Steuerrad und links der mechanische Maschinentelegraf.



      Und hier schon mit aufgesetztem Peildeck.



      Hier nun beide Konfigurationen. Links original aus dem Bogen, rechts meine geänderte Version.



      Hier noch zwei Schrägansichten. Die Fenster sind ausgestichelt und mit Weißleim verglast. Man sieht auch sehr schön wieviel von der Brückeneinrichtung zu sehen ist.



      Zum Schluß noch eine Standprobe auf Deck.



      Das war es für Heute.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934