Baltimore Clipper „Berbice“ von Shipyard in 1:72

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    • Baltimore Clipper „Berbice“ von Shipyard in 1:72

      Dieses war mein erstes Segelschiff und wurde von mir als Modell für die „Goldene Schere“ aus einem reinen Lasercut Bausatz von Shipyard erstellt. Zusätzlich wurden natürlich einzelne Superungen durchgeführt.

      HalloFreunde,

      die Renovierungsarbeiten bei uns zu Hause werden langsam übersichtlicher, so dass ich mal langsam wieder in die Startlöcher muss.

      Wie einige von Euch ja wissen, werde ich mich ein wenig aufs Glatteis begeben und mich an ein Segelschiff wagen. Zusätzlich handelt es sich um ein vollständig gelasertes Modell, somit auch in diesem Bereich Neuland für mich. Ein wenig "Schiss" hab ich schon. Hoffentlich gelingt mir mein Versuch.

      Es handelt sich um den Baltimoreclipper "Berbice"
      Das Wort "Klipper" kommt wahrscheinlich vom englischen Slangwort "clipping the waves" = die Wellen schneiden oder "to clip" = sich schnell bewegen.Die außergewöhnlich schnittigen Schiffslinien ermöglichten, dass die Schiffe hohe Geschwindigkeiten erreichten, was in jenen Zeiten von besonders großer Bedeutung war. Die Besitzer und Kapitäne der Klipper waren oft Kaufleute und Seeräuber. Auch Schmuggel und Sklavebhandel wurden mit ihnen betrieben.
      "Berbice" ist ein zweimastiger Ranschoner und ein klassischer Baltimoreklipper.Er verfügt über Gaffelsegel und seine schnittigen Schiffslinien ermöglichten ihm, hohe Geschwindigkeiten zu erzielen.Er wurde mit 8 Vier-Pfund-Kanonen, 8 Dreiviertel-Falkonetten und kleinkalibrigenGeschoss ausgerüstet. Den anderen Handels- undTransportschiffen gegenüber sorgte er für Furcht. Gebaut wurde er 1780 und im Jahre 1782 oder 1783 durch die britische Royal Navy gekauft. Ca. 12 Jahren Seedienst wurde er an den Ufern von San Domingo schiffbrüchig.

      So viel erst einmal vom Orginal.

      Lg
      Fritz
    • Klueni wrote:

      Klueni


      Friedrich, Friedrich.....

      .....als Du mir das Dingen in Mespelbrunn unter die Nasegehalten hast, wußte ich, daß Du es anschneiden wirst. Du wirktest nämlich echt begeistert.
      Ein Modell völlig abseits Deines üblichen Kartonbau-Kurses, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf diesen Bau !

      lg.

      Thomas

      Natürlich wurden von mir auch schon die erstenGehversuche gemacht. So hab ich mich wie üblich zuerst an dasSpantengerüst gemacht. Gemäß Empfehlung wurde mit dem im Bausatzenthaltenen Butapren-Kleber geklebt, der mit Hilfe einesSchaschlikspiesses aufgetragen wurde.
      Da die gelaserten Teilealle in einem leicht gelblichen Weiss waren, sind natürlich auchAcrylfarbe im Bausatz. Die Holzstrukturen sollten zunächst mit einerverdünnten hellgelben Farbe und nach dem Trocknen mit einem 3:1Gemisch aus einem hellen und einem dunkleren Braun erfolgen. DiesesGemisch sollte stark mit Wasser verdünnt werden. Dies ist auchnötig, damit die Brettstruckturen noch sichtbar bleiben. Was unterstark verdünnen in der Bauanleitung gemeint ist, liegt im Ermessendes Erbauers. Ich kann nur sagen seeehr (!) viel Wasser, wenn dieStrukturen nicht zu braun werden sollen. Dieses Färben war, wie Ihrseht schon bei 2 Spanten notwendig.
      Nun muss das Ganze natürlichsolide trocknen.








      lg
      Fritz
    • Als nächstes ging es an die erste Schicht derRumpfwände. Hier mussten Teil an Teil jeweils auf jeder Seitesegmentartige Schichten, wie ich sie von Unterwasserschiffen vonKriegsschiffen kannte angeleimt werden. Da die Handhabung desButaprens doch sehr umständlich ist, hab ich mich hier an die FlinkeFlasche von Uhu lösungsmittelhaltig gehalten. Zum Schluss ist dielinke Seite fertig. Lasst Euch von den durchscheinenden Spanten nichtstören, es kommen noch Schichten der Bordwand.








      lg
      Fritz
    • Auch dass Heck wurde geschlossen. Hinter dieFenster hinten kam ein "Glas" aus antistatischer Folie.Inzwischen ist mir klar geworden, dass für den äußeren Eindruckeine Schwarzfärbung in den Innenräumen, die durch die Fenstererhellt werden, sinnvoll ist. Wo es ging, hab ich dies nochdurchgeführt. Einem Nachbauer ist zu empfehlen, dies früher zumachen. Eigentlich hätte man dies durch intensivere Betrachtung derBauanleitungsbilder auch früher erkennen können. Erwähnt wurde esin der Bauanleitung jedoch nicht.




      lg
      Fritz
    • Halo wrote:


      Hallo Fritz,
      bei Arbeitskreis historischerSchiffbau ist ein Sonderheft über diesen Schoner erschienen (11 EUR+ Porto).
      Hajo

      Klaus wrote:


      Hallo petcarli,

      das ist eine sehrgute Publikation mit beigelegtenBauplänen.

      http://www.arbeitskreis-historischer-sch...ika/publika.htm

      DerAutor ist ein bekannter Marinehistoriker der schon zahlreicheFachbücher über alte Segelschiffe geschrieben hat.

      VieleGrüße,

      Klaus

      Hajo und Klaus: Danke für den Hinweis aufdiesen Sonderdruck. Ich habe ihn sofort geordert.

      Claudia:an die Teil, den Du erwähnt hast komme ich nicht mehr ran. Esscheint aber mit dem, was ich bisher erreicht habe, schon in Ordnungzu sein. Auf jeden Fall Vielen Dank für den Hinweis! Auf diese Weisekönnt Ihr mir "Anfänger" nur helfen!

      lg
      Fritz
    • So Freunde,

      nun kommt die nächste Hürde. Das Deck musste wieder gefärbt werden.Die Anleitung wieder einmal etwas dubiös. Das Deck sollte wiederum mit dem weiss-gelb vor gestrichen werden. Gesagt - getan. Nun sollte wieder gemischt werden ein helles Braun und ein dunkles Braun, jetzt aber in umgekehrten Verhältniswie zuvor 1:3 und stark verdünnt. Gemäß Abbildungen in der Bauanleitung schien mir das Deck aber mehr Gelb-Braun als dunkler. Also hab ich das Verhältnis gedreht und noch ein wenig des hellen Gelbs dazugemischt. Nach verdünnten Anstreichens (die Decksplankenmarkierung sollte ja noch zu sehen sein) erhielt ich fas tdie gleiche Farbe des Decks, wie anfangs an den Wänden vorlag. Nun damit kann ich leben. Ich glaube, dass das Färben des Modells für mich bisher die größte Schwierigkeit darstellt. Nun ich werde mich auch darein finden.
      Die beiden gefärbten Decks wurden angebracht und auch der obere Teil der Bordwand in der untersten Schicht. Nun sieht das Ganze schon ein wenig nach Rumpf aus.








      lg
      Fritz
    • Hallo Bonden,

      gerne zeige ich Dir das Zeitfenster. Die "Berbice" war mein erstes Segelschiff. Es wurde Anfang bis späte Mitte 2012 gebaut. Danach kam die "Santa Maria" von Ende 2012 bis Mai 2013, Die "Schebecke" wurde dann bis Anfang 2014 gebaut. Danach kam 2014 die Lexington und die " Revenge" hasrt Du ja von Anfang an (sprich Mai 2015) an verfolgt. Reicht Dir das?

      Holger: Schön Dich wieder dabei zu haben!

      Gruß
      Fritz
    • Es geht aber auchweiter. Als nächstes kam die zweite Schicht der Rumpfbeplankung andie Reihe. Sie musste Zug um Zug angebracht werden. In dieser Schichtist noch nicht jede einzelne Planke zu montieren. Es sind immermehrere zusammenhängend. Also ist gutes Vorformen gefragt, was aberbei den schmalen Teilen gar nicht so einfach ist. Ich nehme an, dassnach Beendigung dieser Schicht doch noch einiges Schleifen angezeigtist. Ich glaube aber, dass die Bilder Euch mehr zeigen werden, alswenn ich es beschreibe.







      lg
      Fritz
    • Gerd wrote:

      Hallo Fritz,
      der Rumpf hat es aberwirklich in sich, es sieht aber recht gut aus und ich glaube die angesprochenen Unebenheiten werden nach Schleifen, Spachteln und Lackieren sicher verschwinden.
      Grüße
      Gerd

      Ingo wrote:

      Moin Fritz.

      Ich glaube, der Gerd hat recht: das verschwindet schon
      Aber wenn ich spachteln und schleifen lese...
      bisher konnte ich mich erfolgreich um dieses Thema drücken

      Gruß
      Ingo

      AnobiumPunctatum wrote:

      Sieht es auf den Bildern nur so aus, oder haben sich zwischen den Plankengängen tatsächlich Knicke ergeben?
      Da Deine erste Unterbeplankung richtig gut aussah, können sich dann doch nur einige Klebestellen gelöst haben. Wie geht man damit um?

      Bei Holzmodellen ist mir das klar, bei Papier fällt mir nicht vernünftiges ein ohne den Rumpf zu zerstören.

      Gruß Christian

      Hallo Ingo und Gerd,

      Ihr habt beide recht. Ein wenig hab ich schon geschliffen und ganz so stark wie auf den Bildern ist es ja nicht. Ein wenig kann ich aber, glaube ich,auch mein Wachsspachtelgerät mal wieder heizen. Und zu guter Letzt ist dies ja noch überhaupt nicht die oberste Schicht. Also wenn die Plankenzeichnung etwas verschwindet, ist dies auch noch nicht tragisch.

      AnobiumPunctatum: es ist so wie die beiden oben gesagt haben. Auch bei Kartonmodellen muss man hin und wieder schleifen und auch ein wenig spachteln.

      lg
      Fritz
    • So Freunde,

      es geht weiter. Als nächstes ging es daran die 2. Beplankung ein wenig zu ebenen. Hierzu ist zu bemerken, dass dies erst die Grundlage für die nächste Beplankungsschicht darstellt. Der wirklich sichtbare Teil (zumindest im oberen Bereich kommt ja noch darüber. So ist es also nicht ganz so erheblich, wenn beim Schleifen die oberste glatte Schicht des Kartons etwas abgeschliffen wird. Die Markierungen der darauf zu befestigenden einzelnen Planken bleiben bestehen. Der erste Schliff ergab dabei das Ergebnis der anhängenden Bilder. Lasst Euch nicht von den etwas breiteren Spalten zwischen einigen Planken erschrecken, dies sind jeweils die Stöße, wo eine "Planke" auf die nächste stößt.






      lg
      Fritz
    • Gar nicht gefiel mir der hintere Kiel, an dass sich ja das Ruder anschließt. Im ersten Bild ist zu sehen, dass dies gar nicht gut aussah. Zum Glück fiel mir ein, dass ich ja noch das Wachsspachtelgerät habe. Also dies flugs ausgepackt. Es ließ sich das Ganze gut verfüllen. Bei dieser Maßnahme wurde dann auch der Kiel vorne und unten mit verfüllt.Dies könnt Ihr vor dem Schleifen auf den nächsten beiden Bildern im Ergebnis sehen. Nun folgte das letzte verschleifen, zunächst der verfüllten Anteile.








      lg
      Fritz
    • Schließlich noch das Gesamtergebnis. Die etwas gröberen Stellen wurden noch einmal nachgeschliffen. Davon hab ich keine Bilder. Beim darüberfahren mit den Händen fanden sich keine Kanten mehr und so kann ich wohl langsam die nächste Schicht ins Auge fassen.

      Hier hab ich mir überlegt, dass das ganz gerade anpönen der verschiedenen Farben an den Planken etwas schwieriger wird und im angebrachten Zustand wohl nur mit Abkleben geht. Um dies zu umgehen werde ich die aneinanderstoßenden, farblich unterschiedlichen Bordwandplanken wohl im Voraus pönen, wenn es sich jeweils machen läßt. Da die Farben, um die Wandstruktur zu erhalten doch verdünnt werden müssen, werde ich dann jeweils ein solides Durchtrocknen abwarten müssen.








      lg
      Fritz
    • Freunde,

      gestern bin ich noch dazu gekommen die dritte Beplankung zu beginnen. Beim obersten Teil habe ich versucht die Brettstruktur noch ein wenig zu betonen, indem ich die jeweiligen Linien zwischen den Brettern leicht "gerillt" habe. Das hätte vielleicht noch ein wenig mehr sein dürfen, doch da die Linien nicht ganz gerade verliefen, war mir das dann doch zu kritisch. Anschließend wurden die Teile gepönt und nach demTrocknen angebracht
      Die erste Planke darunter wurde auch zunächst gepönt und dann angebracht. Ich muss sagen, bisher gefälltes mir ausgezeichnet. Ich bin gespannt, ob man bei der nächstenPlanke sieht, dass es einzelne Planken sind.








      lg
      Fritz
    • Ich hab mich an die nächste Planken des Schiffes gesetzt. Es sind eine ganze Menge und ich baue beide Seiten gleichmäßig auf. Bei der dritten Bordwandschicht handelt es sich umlauter einzelne Planken. Die ersten beiden hab ich in der Endfarbe vorgepönt, da ich nicht weiß, ob ich ohne Abkleben so scharfe Farbkanten bekommen hätte. Auf jeden Fall ist es so einfachen.Weiter unten erscheint mir das weitere Anmalen erst sinnvoll, nachdemder Rumpf völlig beplankt ist. Es muss dann erst einmal die Wasserlinie genau bestimmt werden. Das Unterwasserschiff wird dann mit Kupferplatten belegt und dies wird für mich eine riesige Herausforderung.
      Nun ja, inzwischen sind über ein Drittel des Rumpfes auch in der dritten Schicht seitlich beplankt. Diese sollte gemäß Bauanleitung mit dem mitgelieferten Butapren-Kleber, vorher bds. bestrichen, erfolgen. Es scheint damit auch ganz gut zu gehen und lässt sich anfangs noch gut verschieben. Die vorherige Schicht hatte ich mit UHU flinke Flasche geklebt, da das Auftragen einfacher ging. Dabei war ich aber nicht so zufrieden. Jeder Bordwandstreifen wird in 3 bis 4 Etappen von mir angeklebt. Das Ergebnis ist in den Bildern zu erkennen.








      lg
      Fritz
    • Heute ging es weiter mit der Beplankung. So nach und nach wurde der ganze Rumpf beplankt. Die Planken waren insgesamt großzügig bemessen, so kam es am Heck zu deutlichen Überständen.Dies ist bei der Firma Shiyard aber auch so vorgesehen. In den Lasercutsätzen findet sich auch eine herkömmliche Rasierklinge, die in der Schärfe jede Klinge eines Cutters übertrifft. So wurden die Enden hiermit einfach gecuttet (daneben konnte ich mir leider eine kleine Schnittverletzung am Finger nicht verkneifen). Als nächstes kam der Heckspiegel an die Reihe. Da dieser mit dunkler brauner Farbe gepönt wurde, habe ich, damit die Plankenstruktur auch hier ersichtlich ist, die Stöße dazwischen "gerillt". Anschließend wurden die Einzelteile an Ort und Stelle montiert. Was daraus wurde zeigen die Bilder!








      lg
      Fritz
    • Tja Andreas,


      die Berbice wurde schon 2012 für die Glogdene Schere von mir gebaut. Ich habe den Bausatz mir 2012 auf der Intermodellbau in Dortmund gekauft. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer von einem historischen Segelschiff geträumt, es mir aber aus Angst vor dem vielen Wissen, dass man sich dabei aneignen muss und der Takelage nicht zugetraut. Eigentlich wollte ich mir die "Prince of Wales" von GPM gönnen, aber irgenwie war ich über den Preis, der dort gewünscht wurde, geärgert und kurz entschlossen zugeschlagen, in der Hoffnung hier nich so viel Takelage zu haben. Welch ein Irrtum, doch der Baubericht wird es Dir zeigen mit allen Klinken und diversen Vorkommnissen. Bin gespannt, wie Dir mein erstes Segelschiff zum Schluss gefällt.

      Gruß
      Fritz
    • Die nächste Klippe war das Pönen des Überwasserschiffsrumpf. Nachdem ich den oberen Teil schon weiß gestrichen hatte, habe ich dieses Weiß noch einmal aufgefrischt. Als nächstes war das Teil darunter bis zur Wasserlinie mit dunklem braun zu pönen. Zur Bestimmung der Wasserlinie wurde zunächst eine Auflage für das Vorderschiff von 12 mm Höhe hergestellt (nicht im Kasten vorhanden). Dann wurde grob die Wasserlinie mit einem "Hilfsmaßstab" von 33 mm markiert und schließlich bis dort angepönt. Dabei wurde nicht zu sehr auf Genauigkeit geachtet,da ja die Begrenzung zum Unterwasserschiff durch die noch folgende Verkupferung gegeben ist.








      lg
      Fritz
    • Joske wrote:

      Joske:
      oi Fritz, sjiek. .
      Eine frage, wie ist es gesteld mit der bauanleitung?
      Sg.Jos.

      Hallo Joske,

      die Bauanleitung ist sehr aufwendig gestaltet. Beim Durchblättern scheint sie auf alle Fragen eine Antwort zu geben, doch für jemanden, der noch kein Segelschiff gebaut hat, ist sie manchmal ein wenig kryptisch und man muss schon ein wenig nachdenken, wie so manches durchzuführen geht. Als Beispiel die nun bald folgende Verkupferung: Bild 1 / 2.Abbildung: die erste Reihe der Verkupferung wird parallel zurWasserlinie gelegt (wenig, aber doch leichte Rundung. In der 3. und 4. Abbildung kommt die 2. Reihe quer darüber. Müsste hier nicht vorher die untere Schich abgeschnitten werden, wie in der 5.Abbildung gezeigt? und ist diese Teil nicht bereits durch Klebstoff fixiert? Nun ja, ich werde es wohl ausprobieren müssen.
      Bild 2 zeigt die differenzierte Beplankung, die mir sicher in der Durchführung auch noch so manches graues Haar bescheren würde, wenn sie das nicht schon alle wären.

      Ich hoffe, Dir Deine Frage so ausreichend beantwortet zu haben.

      Bauanleitung_1.jpg Bauanleitung_2.jpg


      lg
      Fritz
    • Klaus wrote:

      Hallo Fritz,

      zumThema »Kupferbeschlag« möchte ich Dir MichiK´s Linkempfehlen:

      Kupfer-,Zink- und Muntzmetall-beschlagene Unterwasserschiffe

      Ich kenne es aus meinen Büchern und aus eigener Anschauung bei Originalschiffen, dass die ersten Reihen der Beplattung parallel zur Wasserlinie laufen. So wie in dem gezeigten Anleitungsbild links zusehen. Die Gefahr des Ab- und Aufreissens der Kupferplatten im Bereich der Wasserline ist bei der Methode sehr gering.

      VieleGrüße,

      Klaus

      Claudia wrote:

      Hallo Fritz!

      Kupfern, oh ja, das is teine Sache für sich - aber für Leute mit Geduld nicht so schlimm.Mir scheint aber, in der Bauanleitung hat es zumindest einen Fehler:dort wird zwar brav von hinten nach vorn gekupfert, so daß diePlatten nach hinten überlappen (das ist richtig), aber von oben nach unten, d.h. die Platten überlappen von unten nach oben. So weit ichweiß, ist das falsch: man muß unten am Heck beginnen und sich nachvorne, und dann Streifen für Streifen nach oben arbeiten.

      Was den oberen Abschluß angeht: ich meine auch eher, daß es oben ein bis zwei Reihen parallel zur Wasserlinie (bzw. zur oberen Kante derKupferung) gab. Also keine spitz auslaufenden Platten: da hättealles mögliche hängen bleiben können, sie würden leicht abreißenund es würde wohl auch eher Wasser und sonstiges unerwünschtes Zeug eindringen. Ein Abschlußstreifen "drückt" das alles schön flach.

      Das wird ein tolles Schiff: die Beplankung (samt Butten) ist ja schon holzschiffartig!!

      Beste Grüße
      Claudia

      Fred08 wrote:

      Hallo Fritz,

      ich kann Claudia nur beipflichten: Ich hole mir ja alle Informationen aus meinem Mondfeld- Buch. Dort sieht man auch sehr deutlich, dass die oberen beiden Reihen parallel zur Wasserlinie laufen (es ist allerdings nicht erklärt sondern nur als Bild gezeigt). Insofern habe ich meine Bounty an dieser Stelle falsch gekupfert. Ich habe mich am Aufdruck des Modellbogen orientiert. Auch wurde Kupfer von hinten nach vorne und von unten nach überlappend aufgebracht. Ich bin aber auch hier davon abgewichen, weil ich eben keine Kupferplatten genommen habe,sondern Tonkarton. Hier kommt wegen der Dicke überlappend nicht so gut. Und ich wollte eben dass es oben gerade ist. Als Tipp kann ich dir nur geben - solltest du noch weitere Segler bauen wollen - lege Dir auch ein entsprechendes Buch zu. In den Bauplänen sind einige Details nicht so ausführlich beschrieben.

      Es gibt sicherlich auch andere Bücher aber hier schon mal die Infos:

      Wolframzu Mondfeld: Historische Schiffsmodelle Bassermann Verlag ISBN978-3-8094-2264-8

      Du baust da ein ganz tolles Modell.

      Markus
    • AnobiumPunctatum wrote:

      Claudia schrieb.
      Was den oberen Abschluß angeht: ich meine auch eher,daß es oben ein bis zwei Reihen parallel zur Wasserlinie (bzw. zuroberen Kante der Kupferung) gab. Also keine spitz auslaufenden Platten: da hätte alles mögliche hängen bleiben können, sie würden leicht abreißen und es würde wohl auch eher Wasser und sonstiges unerwünschtes Zeug eindringen. Ein Abschlußstreifen "drückt" das alles schön flach.



      Ich weiß nicht wie die Kupferung bei den Baltimore Klippern ausgeführt wurde, da ich mich mit diesem Schiffstyp zu wenig auskenne - und ich den Band des Arbeitskreises nicht griffbereit habe.

      Deine Aussage ist leider nur bedingt richtig. Bei englischen Schiffen des ausgehenden 18.Jahrhunderts endeten einzelne Kupferplatten tatsächlich relativ spitz. Es wurde keine Reihe parallel zur Wasserlinie angebracht. Den Abschluß der Kupferbeplankung bildete eine schmale Holzleiste, die auf am oberen Rand der Kupferung angebracht wurde.

      Quellen:
      Brian Lavery: Arming and Fittingof English Ships of War
      David Antscherk: The fully framed SwanClass Sloop ..., Band II

      LG Christian

      Claudia wrote:

      Hallo Christian,

      bei englischenSchiffen habe ich das schon gesehen, was Du schreibst (inkl.Holzleiste, die letztlich dieselbe Funktion hat wie eine Abschlußreihe) – darum habe ich auch "eher" geschrieben, aber das war zu wenig vorsichtig. Bei den amerikanischen Schiffen kenne ich mich nämlich eher schlecht aus (und daß relativ kleine Segler wie der Baltimore-Klipper gekupfert waren, hat mich sogar regelrecht erstaunt). Aber schön sind sie!

      D. Antscherl:aha, wir haben dieselbe Bettlektüre…

      Beste Grüße
      Claudia


      Klaus: Vielen Dank für Deinen Link. Ich habe mir den Artikel schon einmal in Ruhe durchgelesen. Übrigens ist mein Sonderheft der Berbice vom Arbeitskreis historischer Schiffe heute gekommen. Interessant sind vor allem die Risse.

      Claudia: Schönen Dank für Deine Hinweise, ich werde diese in meine Überlegungen natürlich einbeziehen.

      Markus: Danke für den Hinweis auf das Buch. Ich habe es mir postwendend bestellt. Durch Eure Zuschriften und den Artikel von Michik ist mir erst klargeworden, dass die Kupferschindeln sich ja überlagern. Ja, ja es ist halt Neuland für mich.

      Christian: auch Dein Hinweis zum Schluss hat mich etwas schlauer gemacht. Dafür auch Danke!

      lg
      Fritz
    • Nichts desto trotz ist es wieder einmal weitergegangen. Das "Häuschen" des Niederganges zur Kajüte wurde angebracht, da ich fürchtete, dass sonst beim weiteren Hantieren mit dem Rumpf, der Eingang langsam ramponiert würde.Gefärbt wurde dieser Aufbau etwas dunkler. Weiterhin wurde der Ständer gebaut und braun angepönt. Bis zum Verkupfern liegen jetz tgemäß Bauanleitung nur noch die Kiele dazwischen.






      lg
      Fritz
    • Klaus wrote:

      HalloFritz,


      Zitat:
      Original von petcarli
      Klaus: Vielen Dankfür Deinen Link. Ich habe mir den Artikel schon einmal in Ruhe durchgelesen. Übrigens ist mein Sonderheft der Berbice vom Arbeitskreis historischer Schiffe heute gekommen. Interessant sind vor allem die Risse.


      Sind die Risse eigentlich identisch mitDeinem Bau... Bogen? Satz? Wie nennt man das eigentlich bei vollgelaserten Angeboten?

      Ich will heute Abend mein Exemplar rauskramen um besser mitreden zu können...

      Viele Grüße,

      Klaus

      Hallo Klaus,

      die Risse sind nicht ganz identisch. Zunächst einmal gibt es am Bug im Riß eine einfache Gallion, die Shipyoard weggelassen hat. Dann ist die untere Rah am vorderen Mast etwas vereinfacht und die Takelung des stehenden und laufenden Gutes weicht etwas ab. Dieser Teil ist aber nur gering.
      Ich würde ein vollgelasertes Modell wohl eher als "Bausatz" bezeichnen, obwohl sich die Teile in einem mehr oder weniger starken Kartonbogen befinden.

      lg
      Fritz
    • und schließlich noch der Hecksteven (Teil 54), der wiederum aus 4 Teilen bestand. Hier hatte sich der Druckfehlerteufel in den Bausatz eingeschlichen. Eines der beiden inneren Teile wurde versehentlich ein Zahlendreher festgestellt (vergleiche Bild 1 und 2).



      Das nächste Bild


      zeigt die äußerenTeile. Die beiden inneren wurden zusammengeklebt




      und darauf dann die äußeren Teile.





      lg
      Fritz
    • Hallo Fritz

      Bin erst jetzt über diesen BB gestolpert, werde ihn aber jetzt genau verfolgen. Du weisst ja, dass die Berbice ganz weit oben auf meiner Wunschliste steht. Allerdings wird es die 1:96er-Variante sein.

      Leider ist anscheinend die Publikation des Arbeitskreises Historischer Schiffsbau mittlerweile vergriffen.
      Aber ich sichere mir einfach Deinen BB hier und hoffe dann, wenn ich dann irgendwann mal dieses Modell in Angriff nehme, dass mir das ausreicht.

      Jedenfalls danke für die ausführliche Beschreibung. (Bei der Takelung hoffe ich dann auf ein paar besonders detaillierte Macros freu1 rotwerd1 )

      Ein frohes neues Jahr und freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Fritz,

      schön, dass du diesen Baubericht wieder bringst. Dieser Baubericht zeigt mir auch, dass man zum Bau dieser historischen Segler ganz andere Verfahren verwendet und auch ein anderes Wissen benötigt, als bei den Kartonmodellen, wie ich sie baue.
      Sehr interessanter Bericht. Ich bleibe dabei.

      Gruß Axel