Baltimore Clipper „Berbice“ von Shipyard in 1:72

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    • So Freunde;

      es geht an die nächste Klippe für mich. Die Verkupferung des Unterwasserschiffes. Sie wird in diesem Bausatz mittels beigegebener Kupferfolie von 5,5 mm Breite. Diese muss in 23 mm lange Platten zugeschnitten werden



      und dann versetzt dachziegelartig auf dem Rumpf angebracht werden.




      Das ist schwieriger als mansich vorstellen kann, da sich jeder kleine Knick in der Folie und jede kleine Unebenheit des Untergrundes auf der Folie abzeichnet. Wie schon einige von Euch beschrieben haben, sollte dies eigentlich von unten hinten nach oben vorn überlappend erfolgen. In der Bauanleitung von Shipyard erfolgt dieses aber von hinten oben nach unten vorne. Dies erscheint mir für mich Ungeübten einfacher, dahinten unten Einsatzstücke gebaut werden und ich nicht die Erfahrung habe, wie man dies vorausschauend tätigt.
      Doch nun zum Anfang.Begonnen habe ich mit dem Bugsteven, der sich unten am Kielfortsetzt. Hier waren zwei Lagen (1 ganze und 1 halbe) anzubringen.






      lg
      Fritz
    • AnobiumPunctatum wrote:

      Hallo Fritz,

      auf dem 3. Bild siehtes so aus, als ob da eine Lücke zwischen Rumpf und Achtersteven ist.Diese solltest Du vor dem Kupfern unbedingt füllen. Bei Holzmodellenwird der Unterwasserrumpf vor dem Aufbringen der Kupferbeplankung noch einmal gespachtelt, um einen möglichst gletten Untergrund zu haben.

      Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Kupferung meisterst. Ich traue mich da überhaupt noch nicht dran.

      LGChristian

      Wolfram4 wrote:

      Hallo Fritz,

      die Farbe von kupferbeschlagenen Unterwasserschiffen ist ja immer wieder Thema vonDiskussionen, ohne das es einer Klärung kommt.

      Vielleicht hast Du Lust, ein kleines Experiment vorzunehmen:

      Lege ein kleines Verschnittstück der Kupferfolie in eine Schale mit Salzwasser (kräftig gesalzen, am besten gesättigt), und warte ab,was über die Zeit passiert... (vielleicht die farbliche Änderung regelmäßig durch Fotos dokumentieren?)

      Ich schaue Dir mit offenem Mund staunend über die Schulter....

      Viele Grüße

      Wolfram

      Hallo Christian,

      vielen Dank für den Hinweis. Ich hatte diesen Spalt doch vollständig verdrängt. Da wäre ich in Teufels Küche gekommen. Übrigens man bekommt während des Aufbringens der Kupferfolie mehr Übung und es wird immer glatter.

      Wolfram: Ich weiß überhaupt noch nicht, wie ich den gekupferten Rumpf farblich mache. Evtl. lasse ich es bei reinem Kupfer, denn Grünspan ist auch nicht die Lösung. Übrigens klapptd as Ganze besser mit einer salzgesättigten Essiglösung!

      lg
      Fritz
    • Hallo Freunde,

      es ging weiter mit der Verkupferung. Nun wurde zunächst die obere Reihe dieser verlegt.Dabei wurde deutlich, wie schwierig die Anbringung der einzelnen Platten vonstatten ging. Zunächst einmal das Entfernen der Folie von der Klebefläche ohne dass Knicke oder Kräuseleien entstanden. Dieses schien mir anfangs als überhaupt nicht machbar. Es zeigte sich aber bald , dass mit Geduld und ein wenig Übung ganz gute Ergebnisse zu erzielen waren. Weiterhin drückten sich die Übergänge von Planke 1 zu Planke 2 leicht durch. Bei späteren Lagen wurde dies verbessert, indem eine Lage Seidenpapier, wie es sich in Oberhemden findet, darunter aufgebracht wurde. In den Bildern seht Ihr also diese erste, noch nicht so gut geklappte Reihe.








      lg
      Fritz
    • AnobiumPunctatum wrote:

      Fritz,

      die Idee mit dem Seidenpapier ist gut, werde ich mir direkt notieren. Man sieht deutlich, dass Du so langsam Übung bekommst.

      LG Christian

      Christian: Man kann das Seidenpapier für einige Sachen im Kartonmodellbau gebrauchen. So langsam werden die Kupferplatten zur Routine (mit kleinen Ausreißern).


      Lg
      Fritz
    • moin1 Fritz,

      die Kupferplatten hast du aber sehr gut angebracht. Toller Anblick! beifall 1 beifall 1 beifall 1 prost2
      Liebe Grüße / Best Regards
      Stefan

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      Im Bau:
      MS Esvagt Dana Sondermaßstab 1:160 von der Kartonwerft
      S. M. S. Stettin in der Skagerrakschlacht 31. Mai 1916 - Scratch in 1:250




      Meine fertiggebauten Modelle
      .............................................................................................................................................................................


      ...na klar!
    • Da ich nun inzwischen Routine in der Bearbeitung der Plättchen hatte, ging die zweite Seite natürlich leichter, obwohl der Übergang zum Heck mir auf dieser Seite große Schwierigkeiten bereitete. Er wollte einfach nicht so klappen, wie ich dies wollte. Nachträglich kann ich schon sagen: Wenn jemand beider Beplankung ein Plättchen verkruschelt - ruhig wegwerfen und ein Neues anbringen. Shipyard hat eindeutig genug Kupferlitze dem Bausatz beigegeben. Nun sind nur noch Heck- und Bugsteven und der Kiel unten nicht verkupfert und ich sehe langsam mal wieder etwas Neues auf mich zukommen.








      lg
      Fritz
    • Klaus wrote:

      Hallo Fritz,

      Glückwunsch zur Überstandenen Kupferungsarbeit.Gut gemacht!

      Zitat:
      Original von petcarli
      Zunächst einmal das Entfernen der Folie von der Klebefläche ohne dass Knicke oder Kräuseleien entstanden.


      Verstehe ich es richtig, dass die Folie selbstklebend ist?

      Wenn ich noch einen kleinen Tipp zur Wasserlinie geben darf...

      ... Darf ich?

      Okay, danke: Ich würde mir im Drogeriemarkt kleine Klingen kaufen, die in einen Hornhauthobel gehören. Die Klingen haben zwei Schneidkanten und sind sauscharf.

      Dann würde ich den Rumpf irgendwo sicher einspannen (Vielleicht in einen kleinen Schraubstock mi tKartonauspolsterung in den Backen ((um keine Macken in den Rumpf zudrücken)). Wenn der Rumpf einen guten Halt hat, würde ich ein kurzes Stahllineal nehmen und mit den Klingen vorsichtig die überstehenden Kupferkanten abschneiden um eine schnurgerade Wasserline entstehen zu lassen.

      Die feinen Abschnitte lassen sich mit dem Skalpell weggkratzen. Falls Kratzer im oberen Rumpfbereich entstehen, vorsichtig mit dem feinsten Pinsel nacharbeiten.

      Ist zwar ein wenig Fizzelsarbeit, lohnt aber. Und in einer Stunde wird der Mehraufwand schon Geschichte sein...

      Viele Grüße,

      Klaus



      Kurt wrote:

      Hallo Fritz,
      der mit Kupferplatten beschlagene Rumpf sieht saustark aus.
      LG
      Mainpirat

      @Klaus: Hab Deinen Vorschlag durchgeführt. Mit den Klingen des Hornhauthobels komm ich nicht so gut klar, wie mi taltherkömmlichen Rasierklingen. Diese scheinen mir mindestens ebenso scharf.
      @Kurt:


      lg
      Fritz
    • Gemäß Bauanleitung war nun an den Plättchen oben und an der einen Seite noch die Vernietung anzubringen. Dabei war z.Teil ein Nährädchen eine große Hilfe. Nun muss nur noch die von Klaus empfohlenen Bereinigung der Wasserlinie erfolgen, dann ist die Kupferorgie geschafft. Aber dies sind jetzt die letzten Bilder von diesem Arbeitsgang.








      lg
      Fritz
    • Nun konnte ich endlich mal wieder was anderes an meinem Clipper machen als kupfern. Als nächstes kam das Schanzkleid an die Reihe. Dieses ist grün zu färben. Das im Bausatz enthaltene Grün fand ich viel zu "itschig", also mischen.Es wurde dazu das helle Braun aus dem Bausatz dazu gegeben und um ein wenig Helligkeit zu erreichen noch ein wenig Weiß. Bevor ich aber zum Färben überging wurden die Planken an den Stößen angeritzt,um eine Plankenstruktur zu erhalten. Dies erfolgte in der ersten Stufe mit einem Skalpell sehr zart und danach mit einer stumpfen Nadel. Nach dem Färben wurden die Schanzstützen in gleicher Weise gefärbt und dann auf den noch nicht eingebauten Schanzkleidern aufgeklebt. Da ein wenig des Butaprens neben den Stützen zu sehen war, wurde nach Fertigstellung noch einmal dünn nachgepönt. Dann wurde das Schanzkleid auf beiden Seiten angebracht.








      lg
      Fritz
    • als nächstes kamen die Barkhölzer an dieReihe. Diese sind nur oben anzubringen und bestehen aus sehr schmalen Streifen, die an dem Oberrand des Rumpfes anzubringen sind. Sie werden dunkelbraun gepönt und sind etwas schwierig anzubringen. In Bild 1 sind die hinteren Teile vorbereitet



      und in den weiteren Bildern findet Ihr alle angebracht.






      lg
      Fritz
    • So Freunde,

      nach einer kurzen Pause geht es nun weiter. Da die Bordwand von oben so nicht toll aussah, ging es zunächst einmal an die Anbringung und Färbung der Reling des Schanzkleides. Natürlich war die Teile auch im Bausatz enthalten. Diese Reling zog sich um das gesamte Schanzkleid.



      Am Schanzdeck bis zum Heck wurde eine weitere "kleine Reling" angebracht. Dazu wurden zuerst die Pfeiler gesetzt und dann nach oben geschlossen.











      lg
      Fritz
    • Fred08 wrote:

      Hallo Fritz,

      das wird nicht Dein letzter Segler - oder?

      Markus

      Ingo wrote:

      Moin Fritz.

      Feine Arbeit, der Rumpf.
      Ich bin echt am Staunen, was man aus diesen Bögen rausholen kann

      Gruß
      Ingo

      AnobiumPunctatum wrote:

      Hi Fritz,

      Markus Aussage kann ich mich nur anschließen. Man merkt dem Modell den Spaß, welchen Du beim Bau hast an.

      Ein kleiner Tip zur Oberkante der Kupferbeplankung, Du kannst ganz vorbildgerecht auf die Oberkante der Kupferung eine schmale Leiste ca 1-1.5mm breit und 0,3mm stark kleben. Die sieht der Bausatz zwar nicht vor, doch wurde sie beim Vorbild verwendet.

      LGChristian

      @Markus: könnte sein! Mal sehen , wie e sweiter geht.

      @Ingo: das ist ja bisher nur Vorgabe, man kann viel mehr.

      @Christian: Muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen.


      Lg
      Fritz
    • Freunde,

      als Nächstes kamen (ich glaube) die Fender an die Reihe (Wenn diese Dinge anders zu bezeichnen sind, bitte ich die Fachleute um Korrektur). Dabei gab es die größte Überraschung dadurch, dass ich endlich darauf gekommen bin, wohin die jeweils die übrig gebliebene Bordwandplanke Nr. 46 (rechts und links) gehörte. Hierbei handelte sich es um das ach von mir so vermisste untere Barkholz (für jemand, der so wenig in derSeglersprache zu Hause ist wie ich, diese Barkhölzer stehen leicht nach außen über die normale Beplankung hinaus). Ich bin daraufgekommen, weil die "Fender" dafür Platz ließen. Also wurden diese beiden zunächst gepönt und dann angebracht. In den Bildern 1 - 2 könnt Ihr das zum Teil angebrachte Barkholz erkennen



      Danach konnten auf jeder Seite 4 Fender befestigt werden. Natürlich wurden auch diese wieder mit dunkelbrauner Farbe versehen.






      lg
      Fritz
    • Claudia wrote:

      Hallo Fritz,

      Dein kleiner Klipper macht ja mächtig Fortschritte! Kaum zu glauben, daß dies Dein erster Segler ist (aber ich glaube auch nicht, daß es Dein letzter bleibt).

      Zu Deiner Frage: ich könnte mir vorstellen, daß die "Fender" eher als Basis für Drehbassen dienten (kleine, schwenkbare Kanonenrohre mit einem Richtgriff hinten). Aber ganz sicher bin ich mir nicht.

      Beste Grüße
      Claudia

      Danke Claudia, Du hast Recht. Ich hätte vielleicht auch besser mal auf die Bilder der Anleitung schauen sollen. Bezüglich Deiner Bemerkung, dass Du nicht glaubst, dass es mein letzter bleibt, teile ich in meiner jetzigen Hochstimmung Deine Meinung. Aber wie das aussieht, wenn es erst einmal an dasEingemachte (stehendes und laufendes Gut) geht, werden wir dann mal besprechen.

      lg
      Fritz
    • Als nächstes ging es an die Rüsten. Hier war ein wenig mehr zu tun. Zunächst einmal wurden alle vier gepönt außerdem noch die Stützen. Dann wurden sie an Ort und Stelle angebracht und mit den Stützen versehen. Viel konnte man dabei aber wohl kaum falsch machen außer dass man sie nicht fest genug anklebt. Diese müssen später nämlich einiges an Spannung aushalten, da die Wanten z.B. ansetzen.








      lg
      Fritz
    • Nun kam ich zu einem Knackpunkt. Ich habe natürlich die Empfehlung von Klaus mir zu Herzen genommen und das Sonderheft des Arbeitskreises Historischer Schiffsbau besorgt. Bei Ansicht der anliegenden Pläne fiel mir sofort ein Unterschied auf. In Bild 1 seht Ihre ein Teilstück der Bauanleitung von Shipyard mit einem Riss als Takelplan für das stehende Gut.



      Wenn Ihr dazu Bild 2



      vergleicht seht Ihr, dass bei Shipyard auf das Scheg verzichtet wurde, das ja gleichzeitig als Aufleger für die Bugspriet dient(siehe roter Pfeil). Was also machen? Im Bausatz war kein Teil zu finden. Nach langem hin und herentschloss ich mich, dass Ding anhand des Risses aus dem Sonderdruck selbst zu erstellen. In Bild 3 seht Ihr Scheg und Schegknie in Rohform. Beide müssen noch geschliffen und angepasst werden.



      lg
      Fritz
    • Reinhold wrote:

      Hallo Fritz,

      Hier sieht man wieder Deine Flexibilität wie du das eine oder andere Modell zusammenbaust.Ich muß sagen diesen Segler meisterst du bis jetzt hervoragend.Schon die Verkupferung ist hervoragend geworden echt klasse.
      Ichfreue mich schon auf deine nächsten Fortschritte.

      MfG.Reinhold

      Ich auch! Reinhold

      Übrigens bei Ansicht hier im Forum habe ich festgestellt, dass ich doch nochmal den braunen Pinsel schwingen muss.

      lg
      Fritz
    • Klaus wrote:

      Hallo Fritz,

      Du setzt Dich wirklich intensiv mit Deinem Modellbauobjekt auseinander!
      Der Steven mit der Krulle (das »aufgerollte« Ende) passt gut zu Deiner BERBICE. Das Modell bekommt damit ein Stilelement der Schiffe des 18. Jahrhunderts. Fein und richtig gemacht! Der Steven hat die Wirkung schwerer, massiver Holzteile. Toll!

      Der Bugspriet liegt dort jedoch nicht auf. Den Auflieger hat er auf dem Vordersteven. Zwischen Krulle und Spriet ist noch ein wenig Luft. Der Scheg bietet nur die Möglichkeit, durch einen Tauzurring den Spriet zusätzlich zu sichern.

      Die Auflage des Bugspriets auf dem Vordersteven sieht man heute noch sehr schön bei alten Ewern oder Kuttern. Zum Beispiel hier:

      http://www.museumshafen-oevelgoenne.de/i...p/maltzahn.html

      So, genug Kluggesabbelt...

      Im Sonderheft ist weiter vorn ein alter Stich von einem amerikanischen Kriegsschoner. Auf dem Bild haben die Amerikaner den verfolgenden englischen Schiffen frech einen Wimpel mit der Aufschrift »Catch me who can!« gesetzt. Der Wimpel würde Deinem Modell auch gut zu Gesicht... äh, Mast! stehen...

      Viele Grüße,

      Klaus

      Claudia wrote:

      Hallo Fritz,

      der neue Bug ist eine tolle, wichtige Superung Klaus hat recht, der Bugspriet liegt nicht auf.

      Der Niedergang mit den Türen ist ein richtig schnuckeliges Detail: jetzt beginnt das Modell erst so richtig zu leben! Weiter so, und mach' Dir keine Sorgen wegen der Takelage: das ist nicht so schlimm wie man meint!

      Beste Grüße
      Claudia

      @Klaus: Vielen Dank für die Richtigstellung.Ich lerne in der letzten Zeit so viel über historische Segler, dass da schon mal Fehler passieren können. So hat Claudia natürlich auch recht mit den "Fendern" gehabt. Es sind in Wirklichkeit die Basen für die Drehbassen.

      @Claudia: ja, es beginnt mitd en kleineren Dingen und die scheinen mit viel Akribie zu bauen zu sein.


      Lg
      Fritz
    • Der nächste Schritt war die Kombüse. Die Einzelteile wurden in Bild 1 zusammengestellt



      und ergaben nach Zusammenbau den Herd der nächsten beiden Bilder.



      Dieser Herd wurde schwarz gepönt. Im 4. Bild seht Ihr die Einzelteile der Treppe 111



      ,diese Treppe wurde gemäß des 5. und 6. Fotos zusammengesetzt und gestrichen. Genauso wurde mit den 4 Treppen 112 verfahren.



      lg
      Fritz
    • So Freunde,

      es wurde wieder einiges geschafft. Jetzt waren 2 Pumpen dran. Da hier ja auch drinnen gefärbt werden musste habe ich diesmal die Teile vorher gefärbt. Auf dem ersten Foto ist eine fertige Pumpe und daneben die Einzelteile der zweiten zu sehen. Die nächsten Fotos zeigen die langsame Fortentwicklung bis zum fertigen Pumpengehäuse.









      lg
      Fritz