Zett unterm Bett - eine Spielanlage für meinen Sohn und mich

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    • Zett unterm Bett - eine Spielanlage für meinen Sohn und mich

      Hallihallo!

      Ich baue jetzt schon seit einer ganzen Weile an einer Modelleisenbahnanlage in Spur Z (Maßstab 1:220), damit eben mein Bübchen und ich gepflegt Eisenbahn spielen können. Dabei kommt - wen wundert's - natürlich auch ordentlich Karton zum Einsatz. Zwei Threads aus der Ecke habe ich hier ja schon erstellt und mehr werden sicher noch folgen, da geht es aber um mehr oder weniger klassische Kartonmodelle. Als verbindende Klammer dafür und um gelegentlich auch mal über die Anlage als Ganzes zu berichten mache ich jetzt auch noch dieses Faß hier auf.

      Mal eine kurze Beschreibung:
      Ziel der Alage ist es Züge fahren zu lassen, ein möglicher Rangierbetriebist nur zweitrangig aber (mit Einschränkungen) möglich. Die Anlage steht im Kinderzimmer unter dem Hochbett, es stehen also etwa 2 x 1 Meter Fläche zur Verfügung. Die Anlagenform ist ein L mit einem kurzen Schenkel im Norden und einem langen im Westen - beide Schenkel sind je 60cm tief.



      Die Spezifikation meines Sohnes umfaßt "zwei [unabhängige] Kreise, einen Tunnel, einen Berg, eine Brücke, ein Dorf, einen Hafen, und der Bahnhof muß sechs Gleise haben".
      Daraus habe ich diesen Gleisplan entwickelt (die Graphik stimmt nicht ganz, ist dafür aber bunt!):



      Die Gleise 2 bis 4 bekommen je einen Schüttbahnsteig. Gleis 11 bekommt auf der Ostseite den Güterschuppen mit Seiten- und Kopframpe, Gleis 12 wird das Freiladegleis, dazwischen liegt dann ein Wende- und Lagerplatz. Die beiden Stichgleise im Norden (wo sind die Gleisnummern?!) bedienen den Lokschuppen und einen Privatanschluß (Brauerei, Brauerei !!!! Da kommt dieses Jahr eh etwas von Tante M...). Den Hafenbahnhof habe ich nach langem Grübeln recht klein und mager gehalten, sonst wäre mir das einfach zu gedrängt und überladen geworden. Es gibt nur eine beschränkte
      Umfahrmöglichkeit um Waggons auf das Hafengleis rangieren zu können. Das Hafenbecken ist ein separates Steckbrett, das hinter die Leiter des
      Hochbetts kommt.



      An Gleismaterial werde ich hauptsächlich Rokuhan verwenden (vor allem wegen der versenkten Weichenantriebe), für einige verdeckte Abschnitte und die große Paradekurve kommen aber auch lange Märklingleise zum Einsatz.



      Die Anlage muß zwingend staub- und katzensicher verschließbar sein. Letzteres bedeutet, daß sie auch von unten völlig geschlossen ist! Das Bett steht in einer Zimmerecke, d.h. die Anlage wird auch nur von zwei Seiten zugänglich sein. Der Unterbau besteht aus zwei recht niedrigen Tischen, für jeden Anlagenschenkel einen, die miteinander verschraubt sind. Bis auf die beiden "Vorderseiten" ist der Unterbau ringsum mit Seitenwänden versehen, die bis 20cm über die Tischplatten reichen. An diesen Seitenwänden sind mit Scharnieren zwei Deckel befestigt, die - wenn heruntergelassen - die Anlage völlig einschließen. Eine Belastungsprobe mit 6,5 kg wurde anstandslos bestanden!



      Bei Betrieb werden sie nach oben geklappt und arretiert. Weil von unten ja kein rankommen mehr ist, wird praktisch die ganze Landschaft aus Einzelteilen bestehen, die lose auf den Unterbau aufgelegt und natürlich auch wieder nach oben herausgenommen werden können. Damit bin ich auch gerade am meisten beschäftigt: Zuerst kommt natürlich jede Menge Ausmessen und Probieren...



      Wenn dann der genaue Geländeverlauf feststeht baue ich ein Spantengerüst aus 2,5 mm Finnpappe das ich dann mit festem Karton "beplanke". Die abschließende Schicht werde ich dann aus Gipsbinden modellieren (so jedenfalls der Plan - ausprobiert habe ich das noch nicht).






      Das soll erstmal als erster Eindruck genügen, mehr kommt wie gesagt im Laufe der Zeit!

      Michi
      ROMANES EVNT DOMVS !

      (was bisher geschah...)
    • Na Michi,

      DAS ist ja auch was gaaaanz Feines !!!!! daumen1
      Planerisch und handwerklich TOPP !!!!
      Wer da wohl immer später dransitzt.....?? Sohnemann oder der Papa ??? kratz1 happy1 happy1 happy1

      Das lädt ja geradezu direkt ein, zu einem Kartonmodellbauhäuschen nach dem anderen !!! beifall 1 daumen1
      Gruss
      Holger


      karton1
      Kartonmodellbau....
      am besten vom frühen Morgen, bis zum Abend....,
      für mich reinster Genuss und erlabend ! freu1
    • Hallo Michi,

      erst mal willkommen in der Runde der Modellbahner, hier speziell bei den Mobahnern die sich zum Kartonbau bekennen. freu1
      Tolle Idee, daß du hier Deinen Sohn vorschiebst um Deinem Hobby freien Lauf zu lassen. Netter Versuch aber auch nicht neu ! flüstern1

      Der Gleisplan sieht ja schon mal spannend aus und bietet Platz für jede Menge Kartongebäude. Schau mal bei den Downloads in der Architektursparte, da habe ich einen neuen Link eingestellt. Aber abgesehen davon gibt es jede Menge kostenlose DL im Web.

      Von Deinem Vorhaben, die Spanten aus Finnpappe zu machen, dann mit Karton zu "beplanken" um später mit Gips zu arbeiten kann ich nur abraten. Das geht zu 100 % in die Hose. Da gibt es aber Alternativen die auch mit Papier, Karton und Gips zu tun haben. Stellt sich natürlich die Frage, soll ich die Methoden hier vorstellen oder verschieben wir das besser auf den Email Verkehr?
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Danke schön, Ihr zwei!

      Cux-Holger wrote:

      Wer da wohl immer später dransitzt.....?? Sohnemann oder der Papa ???
      Das ist einfach: Der Schnellere!

      Brummi wrote:

      Tolle Idee, daß du hier Deinen Sohn vorschiebst um Deinem Hobby freien Lauf zu lassen. Netter Versuch aber auch nicht neu !
      Das ist halt so ein Kompromiss, wie man ihn im Familienleben nun mal schließen muß - die Anlage steht in Raffis Zimmer, dann hat er auch etwas mitzureden. Als Ausrede hätte ich ihn nichr gebraucht, meine Frau hat ja als Kind selber viel mit der väterlichen Bahn gespielt!

      Brummi wrote:

      Von Deinem Vorhaben, die Spanten aus Finnpappe zu machen, dann mit Karton zu "beplanken" um später mit Gips zu arbeiten kann ich nur abraten. Das geht zu 100 % in die Hose. Da gibt es aber Alternativen die auch mit Papier, Karton und Gips zu tun haben. Stellt sich natürlich die Frage, soll ich die Methoden hier vorstellen oder verschieben wir das besser auf den Email Verkehr?
      Ich habe natürlich nicht vor, die Gipsbinden direkt auf den Unterbau draufzulegen. Die müssen ja u.a. (möglichst) spaltfrei an andere Geländestücke dranstoßen, und dann wär's das mit der zerlegbarkeit. Zum Gipsen werde ich eine Lage Frischhaltefolie zwischen die Binde und den Rest legen (das auch allein schon wegen dem möglichen Geklecker). nach dem Aushärten sollte die Gipsschale eigentlich fest genug sein, daß man sie Versäubern kann und danach würde ich sie auf den jeweiligen Unterbau aufkleben. Da sehe ich eigentlich keine Probleme.

      Aber stell mal Deine Methode bitte auch ins Forum, Geländebau ist ja auch für Kartondioramen immer wieder ein Thema!
      ROMANES EVNT DOMVS !

      (was bisher geschah...)
    • Hallo Michi,

      die Papier-Pappe-Gips Methode zu beschreiben erfordert etwas mehr Text und sollte auch mit Bildern dokumentiert sein. Davon später mehr.

      Ich würde in DeinemFall der Modellbahn und auch beim Dioramenbau für Kartonmodelle auf diese Methode ganz verzichten, sondern zu Styrodur greifen.

      Warum? Nun, deine Modellbahn ist nach unten geschlossen und somit hast du eine gute Auflage für die Styrodurteile. Du kannst aus dem Material die Geländekonturen schnitzen, dann mit einer 0,5 - 1 cm dicken Gipsschicht bestreichen um die Feinmodellierung vorzunehmen und dann die Landschaft gestalten. Und an den Übergängen zum nächsten Anlagenteil läßt du die Platten gegeneinander stoßen, formst sie und vor dem Gips oder Leimauftrag machstdu eine Alu- oder Frischhaltefolie zwischen die beiden Teile, so daß sie nicht mit einander verkleben können. Diese Methode wende ich schon seit Jahren an, und ich bin damit nicht allein.

      Auch für die anderen Pappequäler ist das sicher nichts Neues beim Dioramenbau.

      Styrodur hat zum Styropor viele Vorteile. Es ist deutlich dichter geschäumt und krümelt nicht so schlimm. Es ist auch stabiler und nicht so bruchgefährdet.

      Beim Verkleben sollte aber kein Holzleim verwendet werden,sondern styroporkleber. Da Styrodur so dicht in der Struktur ist dauert es ewig bis der Holzleim abbindet und manche Verbindungen sind auch dadurch nicht stabil.

      Eine Platte mit den Maßen 125 x 65 cm kostet im Baumarkt je nach Dicke ab 6 Euronen aufwärts.
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • (Hier ist nichts weiter mehr passiert, aber antworten möchte ich schon noch schnell, wenn ich schon mal wieder im Forum bin...)

      Brummi,
      mit Styrodur habe ich auch schon den südlichen Berg angefangen (sieht man gan, gaanz schlecht auf dem einen Bild), aber soo richtig warm bin ich bis jetzt nicht damit geworden - ich bin halt furchtbar eigen! denk1

      Helmut,
      das ist ja das Schöne an Z: Da kann man mit so einer Fläche schon richtig was anfangen (Spur T erwähne ich jetzt mal besser nicht... verlegen2 )
      ROMANES EVNT DOMVS !

      (was bisher geschah...)