HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

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    • 11. April 2014

      Gute Freunde erkennt man daran, dass sie einem auch an den Stellen kritische Worte sagen, an denen man es gar nicht hören will. So kam denn damals von einem lieben Menschen der Hinweis, dass da im Bugbereich ein böser Knick in der oberen Abschlusslinie ist. Und Recht hat er! Ich versuchte, das noch durch vorsichtiges Wegschneiden eines viertel Millimeters Kupfer zu beheben, aber das machte alles noch schlimmer; dazu kam noch, dass da eine blöde Kante ist, die ich erst jetzt entdeckte:


      Also mutig runtergefetzt den Mist und nach dem guten alten Ingenieursmotto "Messen ist Wissen" die Kielwasserlinie geprüft. Oh je, da hatte ich beim ersten Anzeichnen einen tüchtigen Bock geschossen! Die obere Linie ist die richtige:



      Nun also erneut Kupferplättchen geschnitten und aufgeklebt - und jetzt will ich keine Meckereien mehr hören!



      Mein Schiff hat zwei Seiten; dann also ran an die Backbordseite!


      Im Bau: HMS Mercury
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    • 11. April 2014

      Admiral of the copper
      Man muss nicht unbedingt verrückt sein, um das zu tun, was ich heute Abend so gemacht habe, aber es hilft ein wenig... Heute Abend habe mich also mehrere Stunden mit meiner Kupferfolie vergnügt. Ich bin zwar nicht fertig geworden, aber was jetzt noch fehlt, hoffe ich, morgen im Laufe des Tages zu schaffen. Und da ja Wochenende ist, darf man auch ein wenig länger aufbleiben und sich bei einem Glas Belohnungs-Wein sein Tageswerk betrachten:


      Im Bau: HMS Mercury
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    • 13. April 2014

      Nach der Rumpf-Kupfer-Arie kann ich endlich wieder das machen, was ich hier wirklich will: Kartonmodellbau!

      Mal schauen, was das hier wird:

      Nun, mal schauen, wozu das gebraucht wird, gelle?

      Das hier ist relativ klar erkennbar, das werden die Kranbalken:


      Nach dem Zusammenbau schön glatt schleifen...



      Dann waren da noch ein paar andere Teile, der Pinsel wurde geschwungen, und die Zwischenausbeute schaut so aus:


      Und nun spätestens weiß man, was hier gebaut wird: Das Galion in all seiner Pracht und Schönheit! Wahnsinnig viele Teile sind da noch zu bewegen, aber das macht einen enormen Spaß, und die Mercury hat eben nicht nur ein schönes Hinterteil, sondern wird auch von vorn hübsch anzuschauen sein. Man ahnt es schon:


      So, nächste Krise - aber ich habe auch gleich eine Lösung parat.
      Der Zusammenbau des Galions ist eine echte Herausforderung. Das ist schon ein kleines Kunstwerk, ich kann mich so richtig dran festbeißen, also bildlich gesprochen. Nun war es im Zuge dieser Arbeiten auch an der Zeit, die ersten größeren Zierstreifen auszuschneiden. Die sind ja auf sehr dünnem Papier. Die ersten beiden Teile direkt am Bug sehen richtig gut aus:


      Aber dann, das nächste Stück, bedeutend länger als das hier... Ich mache die Trockenprobe - perfekt! Ich leime schnell und sauber ein, klebe drauf, und: Katastrophe! Obwohl schnell gearbeitet, weicht das dünne Papier derartig auf, dass der Streifen in die Länge geht, und die ganze Passgenauigkeit ist im A***h.
      So schaut das aus:


      Und nun kommt die Lösung: Ganz ehrlich, ich wälze schon einige Zeit erhebliche Zweifel, ob so eine 6-Rate-Fregatte wirklich derartig überladen mit Gold und Schnitzwerk war. Ich glaube das nicht wirklich. Das scheint mir so eine Macke von Shipyard zu sein - ihre Enterprize sieht in der Hinsicht genauso aus. Und als ich neulich mal wieder DEN Film gesehen habe, fiel mir sofort die schlichte Eleganz der Surprise gegenüber der Mercury auf.
      Selbst die Victory hat solchen Firlefanz nicht.
      Also werde ich alle diese blau-goldigen Streifen in kuscheliges Schwarz kleiden! Ich bin mir sicher, dass mir die Mercury dann noch viel besser gefällt. Diese bedruckten Teile haben mir irgendwie nie so hundertprozentig gefallen, und alle Versuche, sie mir selbst schön zu reden, haben nicht wirklich geholfen. Insofern kann die untere Heckpartie auch schon mal zittern! grins 1


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    • 15. April 2014

      Urlaub ist schön, da kann ich auch in der Woche am Schiff arbeiten.

      So, es ist vollbracht. Alle Bereiche, die für bedruckte blau-goldig gemusterte Teile vorgesehen waren, wurden geschwärzt. Das schaut momentan noch gruselig aus, da ja noch die Zierleisten (nennt man die da oben auch Barkhölzer? Nee, oder?) fehlen.


      Dann habe ich weiter am Galion gearbeitet:


      Die beiden Galionsregeln bestehen aus je 6 Einzelteilen. Immerhin war die Galionsgräting als ganzes Teil vorhanden.

      An Backbord habe ich im Bugbereich jetzt die ersten Leisten angebracht. Außerdem wurden die bedruckten Zierstreifen auf den Kanten der beiden Schloiknie überstrichen. Dann habe ich die Galionsgräting mit den Galionsregeln aufgesetzt, und Freund Freddy durfte mal wieder auf seinen künftigen Stammsitz.


      Was noch fehlt, sind die Galionssimse und die Galionsspanten, deshalb ist das Grätingteil auch nur erst aufgesteckt und noch nicht verleimt.

      Aber mal ganz ehrlich: Wie der legendäre Sänger von Queen sieht der Typ da vorne aber nicht aus! Das soll Mercury sein? Im Leben nicht! Also da beschwer ich mich mal bei Shipyard! motz1 grins 1


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    • 16. April 2014

      Mit dem Bau des Galions hatte ich richtig Spaß. Hier gab es einen Punkt, bei dem man an der Bauanleitung schier verzweifeln kann. Die Galionsspanten sollen mit bedruckten Streifen von diesem Ausschneidebogen versehen werden. Gut, das kann ich auch selbst anmalen, dachte ich mir. Aber als ich dann die Basisteile aus dem Laserbogen nahm, fühlte ich mich doch etwas verschaukelt. Die Teile waren viel zu klein, um als Galionsspanten an diesem Schiff fungieren zu können. Und auch in der Form waren sie abweichend vom dazugehörigen Bunt-Streifen. Hier mal ein Beispiel - ich habe das Basisteil gelb gefärbt, damit man es gut erkennen kann.


      Das soll zu Teil 246 l gehören. Und selbst man es zum p-Teil packt, wird das nix. Kann ja auch sein, dass ich da irgendwas nicht geschnallt habe, aber wenn es da einen speziell zu beachtenden Haken gab, habe ich ihn nicht erkannt, und auch die Bauanleitung schweigt sich an der Stelle heftigst aus.
      Also erinnerte mich an an frühere Modelle, bei denen es fast ständig nötig war, die Teile mit Karton zu verstärken. Ich klebte die Bunt-Teile auf ein Stück Karton der passenden Stärke,


      schnitt zur Probe eins aus, färbte die Kanten ein und probierte. Jepp, das passte. Und nun ist das Galion fertig.


      Außerdem habe ich heute die Kupferung mit Zapon-Lack überzogen. Der ist ideal für den Schutz von Kupfer, verhindert das schnelle Grünspan ansetzen und versiegelt die Oberfläche. Es gab ihn nur in der Spray-Flasche, also habe ich mein Schiff erst einmal bis zur KWL eingepackt. Dann raus auf den Balkon, Schiff umgedreht - natürlich fein abgepolstert - und dann zwar nicht meinen Charme, aber den Zapon-Lack versprüht. Meine Abklebung war nicht überall ganz dicht bzw. löste sich hier und da, was mich ein wenig in Panik versetzte. also schnell mit Küchenkrepp versucht, das, was an Lack lustig den Rumpf runter lief - also nach oben, Richtung Bordwand sozusagen, wischte ich schnell ab, wobei auch ein Teil der Farbe, speziell der auf dem breiten schwarzen Streifen, mit abgewischt wurde. Aber durch mein schnelles Handeln wurde schlimmerer Schaden verhindert, und inzwischen sieht man davon nichts mehr, denn ich habe sofort, nachdem der Lack trocken war (was sehr schnell ging!) den Pinsel geschwungen.
      Normalerweise hätte ich weiter die Baumärkte und Farbläden nach Zapon zum Streichen abgesucht, aber mir fehlt dazu einfach die Zeit, ich habe noch ein paar Reisevorbereitungen zu treffen, fahre übermorgen für 14 Tage weit weg. Ich wollte aber keinesfalls in 2 Wochen nach der Rückkehr einen Grünspan ansetzenden Rumpf vorfinden, daher mein Griff zur Sprayflasche, die ich heute endlich im vierten Fachgeschäft bekam.

      So, und jetzt schaue ich mal, was ich als nächstes mache.


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    • 11. Mai 2014

      Endlich geht es weiter! An der Backbordseite habe ich weitere Zierleisten angebracht; die waagerechten Lücken, die da jetzt noch zu sehen sind, bleiben den Rüstbrettern vorbehalten.



      Ein wenig vorausschauende Planung:
      Bald werde ich die Rüstbretter am Rumpf anbringen. Dazu werde ich sie natürlich ordentlich vorbereiten, d.h., Farbgebung vornehmen und dann die unteren Rüstjungfern nebst Rüsteisen anbringen. Dem Bausatz liegen ja die bei Shipyard üblichen Selbstherstellblöcke aus Karton bei, die ich aber wiederum nicht benutzen will. Einige spezielle schon, aber eben z.B. nicht die Jungfern, da möchte ich es doch lieber stabiler. Laut Bauanleitung brauche ich dabei für Fock- und Großmast Blöcke von 4 mm Durchmesser, für den Besan 3 mm. Darüber hinaus werden dann noch für andere Sachen 2,5-mm-Jungfern benötigt. Jetzt habe ich zum einen im Netz geschaut, was ich da so bekommen kann. Es ist wie verhext, bei keinem Anbieter bekomme ich alle drei Größen. Ich möchte aber schon alle vom selben Anbieter nehmen, schon wegen der Optik. Bei der Papegojan war ich mit den Krick-Jungfern sehr zufrieden. Dort gibt es aber nur 2,5 mm, 3,5 mm und 5 mm. Ich wollte nun wissen, wie weit das vom Original abweicht und habe den dicken Marquardt befragt ("Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts"). Dort finde ich im Tabellenanhang die Angabe, dass bspw. am Groß- und auch Fockmast die Jungfern einen Durchmesser von 13 Zoll haben, macht also 330,2 mm. Das im Maßstab 1:72 berechnet zeigt mir 4,586 mm. Also liege ich mit meinen angedachten 5 mm nicht falsch und werde dementsprechend bestellen. Bei hobby-lobby-modellbau.com werde ich fündig und bestelle die Größen 5mm, 3,5 mm und 2,5 mm.


      Weiter geht's am Rumpf. Das hier werden die Stützen für die Drehbassen:


      Am Schiff schaut das dann so aus:


      Später sind dann weitere dieser Stützen fertig:


      Nun habe ich mal wieder Lust auf etwas anderes, und da bei einem der vielen Bögen ein bestimmtes Teil durch das häufige Bewegen der Bögen schon fast rausfällt, schaue ich, wo das dazugehört, sehe, dass es einem von der Reihenfolge eher unkritischen Stück zuzuordnen ist (Anker) und beschließe deshalb, die beiden großen Anker zu bauen. Zuerst einmal herrscht etwas Verwirrung, denn die Bilder des fertigen Modells bei Shipyard zeigen auf jeder Seite am Bug drei Anker - zwei große und ein kleinerer. Definitiv beinhaltet der Bausatz aber nur je einen großen und kleinen Anker backbord und steuerbord; das ändert sich auch nicht nach nochmaligem Durchgucken der Bögen. Wieder ein Posten auf meiner kleinen, aber doch anwachsenden Mängelliste...

      Ok, bauen wir eben zwei große Anker!


      Die Ankerbänder sind feine Papierstreifen, die ich schwarz einfärbe - im Original waren sie aus Metall.


      Und hier sind die beiden Hoschies!


      Zum Schluss stelle ich euch meinen neuen Werftaufseher vor, den ich vor zwei Wochen in China der Terrakotta-Armee abgeworben habe: General Bon-Den-Wahn. grins 1


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    • 11. Mai 2014

      Kleines Update: Die Mannschaft hat jetzt auch ihren Abtritt; gleich vier Sitze mit Frischluftgarantie stehen zum kollektiven Abprotzen zur Verfügung. frech 1


      Das Oberteil vom Achterdeck habe ich mit dem weißen Unterteil verbunden und die Lukensülls gefertigt und eingesetzt. Die Grätings kommen erst später drauf; man hält den Rumpf beim Arbeiten ja mal so und mal so fest, und ich habe mich schon beim Hauptdeck geärgert, dass ich die Grätings schon fest verklebt habe. Die Teile sind recht dünn, und man läuft Gefahr, sie schnell einzudrücken. Ach ja, das Achterdeck ist nur aufgesteckt und kann jederzeit problemlos entfernt werden; schließlich müssen ja erst noch die Kanonen ordentlich getakelt und eingesetzt werden, bevor ich die Decks endgültig schließe. Bei der Art der Bauanleitung sollte es mich nicht wundern, wenn da der eine oder andere fluchend seine Oberdecks abgerissen hat, weil er erkannt hat, dass die Kanonen fehlen - Shipyard geht wohl davon aus, dass man das weiß und erspart sich daher jeden Hinweis darauf...


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    • 25. Mai 2014

      Toller Service von Shipyard!
      Mal wieder ein kurzes Update. Im Moment gibt es nur wenig zu zeigen, da ich das, was ich Steuerbord gemacht habe, jetzt Backbord ebenfalls baue, also die Zierleisten und die Stützen für die Drehbassen. Da ich aber zwischendurch auch immer mal das eine oder andere kleine Teil baue, welches dann später gebraucht wird, fiel mir auf, dass offenbar Teile fehlten. Daher schrieb ich eine Mail an Slawomir von Kartonmodellshop.de. Hier die wichtigste Passage:
      Ich habe ein kleines Problem, bei dem ich die Hilfe von Shipyard brauche. Ich suche krampfhaft ein paar Teile, die in der Bauanleitung genannt sind, die ich aber auf den Bögen nicht finde. Ich habe jeden Bogen vor Beginn des Baus genauestens erfasst. Dazu habe ich die Bögen durchnummeriert, mir eine Excel-Tabelle gefertigt und habe dort jedes Teil eingetragen. Was ich nun trotz nochmaligem Durchsehen aller Bögen nicht finde, sind folgende Teile: 270p, 270l, 270ap, 270al. Ich vermute, dass es sich dabei um schmale Zierstreifen handelt, bin mir aber nicht ganz sicher. Vielleicht könnte man mir ein Foto mit dem Bogen, auf dem ich diese Teile finde, schicken, das wäre nett. Oder wenigstens ein Foto des fertigen Modells, auf dem man die Teile genau erkennt. Es handelt sich um den Bugbereich unterhalb des Rüstbrettes für den Fockmast.
      Auf den Fotos in der Bauanleitung ist das ganz schlecht zu erkennen, kein Bild zeigt diesen Bereich so, dass man sieht, was da konkret ist; daher war es schwierig, zur Not etwas nachzubauen, sollten diese Teile nicht erhältlich sein.
      Slawomir ist ja ein ganz Netter, er hat meine Anfrage an Shipyard weitergeleitet, und kurz darauf kam die Antwort von ihm, in der er mir mitteilte, dass sich Shipyard entschuldige, die fehlenden Teile würden per Post kommen. Und gestern waren sie da - offenbar weiß man bei Shipyard inzwischen, dass sie da einen Fehler haben und sind auf Reklamationen vorbereitet. Ich finde das toll, wie schnell und unkompliziert das geklappt hat!

      Lustig ist das Verhältnis von Verpackung und Inhalt - hier ein Bild dessen, was in dem großen A-4-Umschlag war, den ich bekommen habe:


      Das wollte ich einfach mal berichten, auch, um eventuell anderen zu helfen, die vor dem selben Problem stehen irgendwann. Also, falls es andere Pappkameraden gibt, die sich der 1:72-Mercury widmen: Prüft, ob die oben genannten Teile da sind.


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    • 30. Mai 2014

      Heute gibt es mal wieder was zum Zeigen.
      Irgendwann muss ich ja mal anfangen mit dem Kanonentakeln. Schließlich will ich ja bald das Vor- und Achterdeck schließen, und das geht nun mal nicht, bevor die Geschütze am richtigen Platz sind.
      Dem Bausatz liegen ja Messingrohre in drei verschiedenen Größen bei. Da sind 24 Neunpfünder, 6 Dreipfünder sowie 12 kleine Drehbassen. (Die 4 Karronaden sind aus Plastik - schade. Da muss ich mal sehen, wie ich die dann so anmale, dass sie zu den anderen Rohren passen.)
      Ein erster Akt war, die Schildzapfen durch die Rohre zu bekommen. Bei den Dreipfündern war das kein Problem, aber bei den großen Wummen musste ich wirklich jede Bohrung nacharbeiten. Aber dann war es geschafft:


      So goldig glänzend können die natürlich nicht bleiben. Also kamen die Teile ins Brünierbad. Ich verwende Brünierbeize von Fohrmann; die gibt es aktuell nicht mehr im Handel, schade, denn ich bin recht zufrieden mit dem Zeug. Das Ergebnis sieht dann so aus:


      Und eins der Rohre mal probeweise auf eine Lafette gesetzt macht einen soliden Eindruck:


      Nun habe ich die erste Lafette getakelt. Von der Fummelei habe ich leider keine Bilder; ich war so vertieft in die Arbeit, dass ich völlig vergessen habe, Fotopausen zu machen. Das erste Geschütz wollte ich funktionsfähig takeln - schaut selbst:


      In dieser Position ist das Geschütz zum Feuern bereit. Was passiert beim Abfeuern? Das Geschütz macht durch den Rückstoß einen gewaltigen Satz nach hinten. Das Brooktau, das ist das dicke Tau, welches um das Rohrende gewickelt ist, verhindert, dass die Lafette samt Rohr ausbricht und schlimmstenfalls die gegenüberliegende Bordwand zerschlägt und auf Nimmerwiedersehen im Meer verschwindet. Das Brooktau muss so bemessen sein, dass, wenn das Geschütz mittels des Rückholtakels - das ist das am Ende der Lafette angebrachte Tau, welches durch zwei einfache Blöcke geschoren wird - nach binnenbords gezogen wird, genügend Platz bleibt, um neu zu laden. Wie man sieht, klappt das hier:


      Zugegeben, der Loader muss sich mit dem Ladestock aus der Stückpforte lehnen, um seinen Job zu machen, und er kann nur hoffen, dass ihm der Ladestock nicht runterfällt, aber das war nun mal gängige Praxis damals.

      So ganz zufrieden bin ich noch nicht mit dem Ergebnis; aber da dieses Geschütz ja später unter dem Vordeck verschwindet, lasse ich es so. Natürlich werde ich die Lafette noch sehr fest arretieren, damit mir das Geschütz nicht nach innen abhaut, wenn ich beim weiteren Bau mal aus Versehen von außen gegen das vorstehende Rohr drücke.
      Ach ja, ich habe sämtliche Takel erst angebracht und dann das Geschütz an Deck befestigt. Heute noch freihändig, ich will mir aber eine kleine Battlestation bauen, um dort Geschütz für Geschütz aufzubereiten.


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    • 30. Mai 2014

      Kleiner Nachtrag: Bevor man jetzt auf die Idee kommt und vorschlägt, dann doch wenigstens bei den Geschützen unter dem Vordeck mehr Leine zu geben, da wäre doch mehr Platz... Weit gefehlt! Ich habe mal einen Teil dessen, was dort später sein wird, hingestellt - und allein beim Ofen dürfte klar sein, dass man zwar so einiges beim Gefecht wegräumen kann, nicht aber dieses Teil.


      Gestern hatte ich ja geschrieben, dass ich mir zum Kanonentakeln eine Battlestation bauen will - hier ist sie schon:


      Da kommen jetzt noch zwei Haken zum Einhängen der Augbolzen für das Brooktau in die Bordwand sowie diverse Halterungen an Deck, um Seiten- und Rückholtakel zu fixieren. Ich hoffe mal, dann geht das alles etwas flotter und vor allem leichter.

      Ich werde berichten.


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    • 31. Mai 2014

      Mit dem kleinen Geschützdeck-Ausschnitt arbeitet es sich doch besser als wenn man die Wummen freihändig oder gar direkt an Bord takelt.


      So vorbereitet ist es wesentlich angenehmer, die Kanone an ihren endgültigen Platz zu bringen. Die beweglichen Taue habe ich mit Ponal Turbokleber an Deck befestigt und die überschüssigen Enden abgeschnitten. Wären diese Geschütze später frei sichtbar, würde ich noch ordentlich aufgeschossene Taurollen darüber anbringen; hier unter dem Vordeck spare ich mir das, da man später davon ja sowieso nichts mehr sieht.
      Auf jeden Fall ist meine Fregatte jetzt nicht mehr völlig wehrlos!


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    • 2. Juni 2014

      Bei diesem Arbeitsstand ging es heute weiter:



      Manchmal hilft es, über einmal Geplantes nochmal nachzudenken. Und so verwarf ich mein Vorhaben, nach dem Einsetzen der vier Geschütze im Bugbereich das Vordeck zu schließen. Stattdessen werde ich jetzt sämtliche Kanonen auf dem Hauptdeck takeln und anbringen und erst dann Vor- und Achterdeck schließen. Das ist besonders der Vorsicht geschuldet: Angenommen, ich versaue aus irgend einem Grund eine Lafette im auch später noch sichtbaren Bereich. Kann ja passieren. Jetzt habe ich die Möglichkeit, sie gegen eine andere auszutauschen und dann eben bei einem Geschütz unter Deck zu mogeln; sind die beiden Decks geschlossen, geht das nicht mehr. Außerdem hat Serienproduktion auch was, man hat recht schnell ein gewisses Arbeitsschema, und es geht immer flotter von der Hand. Also habe ich heute Akkordarbeit geleistet und 20 Lafetten am Stück produziert. (Oh je, und das am Sonntag - hoffentlich kriegt das die Gewerkschaft nicht mit!)

      In Posting Nr. 12 hatte ich ja schon mal gezeigt, wie die Lafetten gebaut werden. Die winzigsten Teile sehen so aus:


      Sind wichtig, denn das sind die Achsen, wie man hier sieht:



      Die größte Herausforderung dabei war, diese Winzlinge in einem Stück aus dem dicken Finnpappe-Bogen zu bekommen. Seltsamerweise ist mir das bei allen gelungen, ohne das auch nur ein Teil zerfaserte. Etliche Zeit später sah es dann so aus:




      Freie Stückpforten am Schiff zählen, mit zwei multiplizieren, Lafetten zählen - Ergebnis lautet: 20 = 20. Stimmt also!

      Nun wurde fleißig der Pinsel geschwungen, und hier passierte dann das, was vorhin nicht passiert ist: Einige der Achsenteilchen lösten sich plötzlich in dünne Einzelplättchen auf! Nachdem mir das zum zweiten Mal passierte, nahm ich Sekundenleim und tröpfelte ihn auf jedes Rad. Danach war alles fest und ich konnte in Ruhe weiterpinseln. Und so sieht das Tagewerk aus:


      Damit schließt die Werft für die nächsten Tage und wird frühestens Freitagabend die Arbeit wieder aufnehmen.


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    • 16. September 2014

      Die Abende werden wieder länger, ein untrügliches Zeichen dafür, dass man wieder mehr Lust auf's Werkeln am Schiffchen verspürt. Und so bringe ich mich so langsam wieder in Stimmung, habe mit dem Kanonentakeln weitergemacht und mir zwischendurch mal überlegt, das kahle Deck etwas zu beleben. Es gibt von HÄT einen Satz britische Matrosen und Seesoldaten im Maßstab 1:72, die ich mir bestellt habe. Auch das eine Premiere für mich: Figuren anmalen. So ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber auch nicht wirklich unzufrieden - die bösen Makroaufnahmen zeigen immer viel zu viele Unzulänglichkeiten, die man mit bloßem Auge gar nicht erkennt. Mal sehen, ob ich später wirklich meine Decks mit einer Mannschaft bevölkere; für jetzt finde es ich aber erstmal interessant, auch mal maßstabsgetreue Figuren ins Spiel zu bringen. Und falls ich sie einsetze, kommen sie auf jeden Fall von diesem Sockel runter...


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    • Ahoi Fritz, wenn ich dir ein wenig helfen kann mit meinem Bericht, ist das klasse!

      So, Leute, jetzt frage ich euch mal: Ich gedenke, diesen Bericht erst einmal nicht weiter zu schreiben. Also geschrieben ist er ja schon, aber eben nicht hier im Forum... Aaaaaaber: Beim Festplatte aufräumen habe ich zu meiner großen Freude meinen alten Baubericht der Papegojan gefunden. (Bei den Kartonisten hatte ich lediglich das fertige Ergebnis gezeigt.) Das wird mühsam werden, den so zu rekonstruieren, dass es stimmig wird, und da ist noch jede Menge Füllfunk aus einem schon lange nicht mehr existierenden Forum drin, der muss dann sinnerhaltend rausgefiltert werden, aber ich würde mir die Mühe machen, ihn hier einzustellen, wenn ihr das wünscht. Immerhin ist das ja das Projekt, welches ich direkt vor meiner Mercury beim Wickel hatte und bei dem ich jede Menge Erfahrungen sammeln konnte für das schmucke große Mädchen hier.
      Also, soll ich? freundlich1


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    • Siehste, Fritz, schon geht's hier weiter! grins 2



      28. September 2014

      Die Sommerpause ist zu Ende, jetzt geht es wieder verschärft weiter. Es wären ja noch reichlich Kanonen zu takeln, aber dazu hatte ich heute keine Lust, und so habe ich mir eine andere Arbeit am Schiffchen gesucht. Da die vier Kanonen im Bugbereich ja bereits fertig getakelt sind, war es Zeit, das Vordeck endlich zu schließen. Also wurde das Vordeck gestrichen; nach dem Trocknen habe ich dann wieder (wie bereits weiter vorn beschrieben) die Plankenstöße mit einem harten Bleistift nachgezogen und die Decksdübelung mit einem Druckbleistift plastisch gestaltet. Die Lukensülls wurden dann gebaut...


      ...und ebenfalls gestrichen, der schmucke Ofen an seinen Platz gebracht (Tschüss, Ofen - Du bist mein Lieblingsteil, und nun nicht mehr zu sehen.)


      und dann der Deckel zugemacht.


      Das Anbringen der inneren Bordwand scheiterte am Fehlen von ein paar Teilen - schade, schon wieder so ein Mangel am ansonsten sehr guten Bausatz. Hab aber schon Kontakt aufgenommen und bin mir sicher, dass Shipyard auch diesmal wieder schnell nachliefern wird. Ärgerlich ist es dennoch. Aber Langeweile kommt bis dahin nicht auf, es gibt ja genug zu tun.


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    • 29. September 2014

      Getreu der Liedzeile von Rammstein "Der Mensch ist doch ein Augentier, schöne Dinge wünsch ich mir!" habe ich mich heute intensiv mit dem Hinterteil meiner hübschen Fregatte beschäftigt. Wer braucht schon am Sonntag schnödes Kanonentakeln!
      Der bisherige Arbeitsstand am Heck sah ja so aus:


      Ich habe nochmal über die Ausschneideteile nachgedacht, die an das Heck sollen. Eins ist ja schon dran, wie man oben sieht, und es schaut gut aus. Dann habe ich ein paar Proben gemacht, um speziell das Teil mit dem Namenszug selbst herzustellen, habe das dann verworfen. Und so sah dann der Zwischenstand aus:


      Ich fand es gut und habe also weitergemacht. Am Heck und den Seitengalerien waren noch einige Zierleisten anzubringen, zwischen den Fenstern der Seitengalerien noch säulenartige Balken. Und all die Teile mussten ja vorher noch angemalt werden. Zum Schluss kamen dann die dem Baukasten beiliegenden Zierteile dran, und jetzt glänzt die Heckpartie in all ihrer Schönheit:


      So, nun kann ich wieder Kanonen takeln. Der Sonntag war jedenfalls schön.


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    • 10. Oktober 2014

      Damit es nicht langweilig wird, geht es heute vom Heck vor zum Vorschiff. Da war ja noch ein Problem offen:
      Das Anbringen der inneren Bordwand scheiterte am Fehlen von ein paar Teilen - schade, schon wieder so ein Mangel am ansonsten sehr guten Bausatz. Hab aber schon Kontakt aufgenommen und bin mir sicher, dass Shipyard auch diesmal wieder schnell nachliefern wird.
      Gestern kam Antwort - wie immer laufen die Kontakte zu Shipyard über Slawomir von kartonmodellshop.de. Diesmal fehlten die Teile nicht wirklich, sondern waren nur falsch nummeriert.
      Daher für diejenigen, die sich auch diesen Bausatz wagen, folgender Hinweis: Die in der Bauanleitung ausgewiesenen Teile 127a, 127b und 127c finden sich auf einem der dickeren Bögen und tragen dort die Nummern 115, 116 und 117.
      Da sind sie:


      Es sind Abstandshalter für das Anbringen des inneren Schanzkleides (nicht der Bordwand, wie oben fälschlicherweise geschrieben); man könnte sie sich natürlich auch sehr leicht selbst herstellen, und ich hatte das auch schon ins Auge gefasst. Nun, aber sie waren ja da, eben nur gut getarnt. Jeweils zwei gleich große Teile zusammengeklebt und dann angebracht schaut das so aus:


      Nun können also die beiden Teile des inneren Schanzkleides angebracht werden, natürlich nicht ohne sie vorher fein anzumalen:


      Dann die Reling drauf, und schon sieht es besser aus!


      In die Öffnungen kommen dann später noch die Timberheads, also Poller, an denen später diverses Tauwerk befestigt wird. (Mit Blick in den Takelplan wird mir jetzt schon ganz anders...)


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    • 12. Oktober 2014

      Kanonentakeln ist keine Arbeit, die ich den ganzen Abend machen will. Also wird immer ein Geschütz bearbeitet und dann suche ich mir was anderes. Es gibt ja zum Glück jede Menge zu tun.

      Heute waren es zwei Nagelbänke auf dem Vordeck. Hier die Teile dafür, schon gedoppelt und mit ersten Steckproben:


      Hier wurden die ersten Belegnägel eingesteckt:


      Die Belegnägel, die dem Baukasten beiliegen, sind aus Messing und, wie ich finde, wunderbar gearbeitet. Kein Vergleich mit diesen dicken, pummeligen Coffeenägeln, die es da von Krick und anderen Anbietern gibt. Im Makro erkennt man das gut:


      Tja, und dann sind die beiden Teile auch schon fertig! Ich habe sie hier mal auf ihren späteren Platz gestellt, aber natürlich noch nicht festgeklebt, jetzt brauche ich noch Platz und Bewegungsfreiheit.


      Dem aufmerksamen Beobachter wird das neue Geschütz, das gestern noch nicht da war, nicht entgangen sein, auch wenn es da hinten in der Unschärfe herumdümpelt. Also an jedem Werfttag ein Geschütz, das reicht auch. Ich brauche je Kanone eine gute Stunde, bis alle Augbolzen angebracht, alle Blöcke eingebunden, das Brooktau befestigt und die Schildzapfenschlösser gefertigt und angebracht sind. Auch hier gilt der Grundsatz "Gründlichkeit vor Schnelligkeit". Mal schauen, ob ich am Jahresende alle Rohre auf dem Hauptdeck habe.

      Edit: Das mit dem neuen Geschütz kann man ja gar nicht sehen - also dass das gestern noch nicht da war. Da hab ich ja immer so geschickt fotografiert, dass man genau nicht sieht, dass die in den Bildern sichtbaren Kanonen die bisher einzigen sind. grins 2


      Im Bau: HMS Mercury
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    • 18. Oktober 2014

      Ich hatte am vorigen Wochenende den Ruderstand angefangen und diesen heute fertiggestellt - das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
      Insgesamt waren dort über 60 Teile zu verarbeiten. Und damit hier niemand vor vorfreudiger Spannung einen Herzkasper bekommt, präsentiere ich schon mal das Endergebnis:


      Wie kam es nun dazu? Auch das will ich gern zeigen. Für jedes der beiden Steuerräder gab es zwei durchgehende Radläufe sowie als Zwischenräume für die Speichen einen weiteren in 10 Einzelteile zerlegten Radlauf. Auch hier waren natürlich alle Teile im Bogen gelasert. Was tun? Jedes der 10 Einzelteile separat aus dem Bogen holen und aufkleben, dabei auf gesundes Augenmaß vertrauen? Hmm - warum denn, wenn es auch einfacher geht? Also löste ich nur eines der Teile heraus und pappte es auf eins der durchgehenden Radläufe. Die anderen neun Teile wurden an den jeweils beiden Haltepunkten aus der Halterung geschnitten, aber nicht herausgelöst. Ich denke, dieses Bild zeigt, was ich meine:


      Dann wurde der restliche Radlauf eingeleimt, das aufgeklebte Teil als Fixpunkt in seine alte Position im Bogen gebracht, kurz angedrückt und schnell den ganzen Bogen umgedreht, um das ganze Gebilde vorsichtig durchzudrücken.
      Die Makroaufnahme zeigt auch hier kleine Ungenauigkeiten - aber die sieht man dann später nicht mehr - siehe oben.


      Nun war eine Entscheidung zu treffen, wie ich die Speichen herstelle. Dem Baukasten liegen zwei Drahtrollen verschiedener Stärke bei. Damit werden dann später z.B. die Püttingseisen oder auch die Halterungen für die Finkennetze hergestellt. Aber für die Speichen des Ruderstandes wollte ich keinen Draht nehmen - zu groß die Gefahr, dass er eben doch nicht ganz grade bleibt beim Verarbeiten. Aber da ich mein Geld mit einer Arbeit verdiene, bei der man durchaus ganz normale Oberhemden trägt, habe ich jede Menge dieser Nadeln, die immer in großer Zahl in den Teilen versteckt sind, wenn man sie neu kauft. Als ordentlicher Modellbauer hebt man solche Teile IMMER auf! Und richtig - das sind ideale Speichen!


      Zugegeben, etwas lang, aber dafür gibt es ja den Kollegen Seitenschneider. Ich hatte kurz überlegt, ob ich die Nadelköpfe gleich als Oberteil der Speichen nutze, denn die müssen ja am Ende ähnlich wie die Belegnägel ein wenig "knubbelig" aussehen - aber das war mir dann doch zu dick. Also wurden sie am oberen Ende gekürzt. (Wie ich diese "Knubbeligkeit" realisiert habe, zeige ich im nächsten Posting.)
      Die Nabenplatte muss man dabei mit einem gesunden Augenmaß anpassen, was aber gut gelingt, wenn man mit den beiden jeweils sich gegenüberliegenden Radspeichen beginnt.


      Sind alle Speichen montiert - zum Einkleben benutze ich Ponal Turbokleber - kommt die zweite Nabenplatte drauf, und schon sieht es nach einem Steuerrad aus:


      Beide Steuerräder wurden nun mit der Seiltrommel (gebogenes und an den Enden verleimtes Stück Karton) verbunden. Nun braucht ja das Doppel-Steuerrad auch eine Halterung. Die besteht aus einer Standplatte mit Reepgatchen und zwei sog. Böcken. Hier sieht man die entsprechenden Teile; auch die Seiltrommel liegt da noch rum.


      Die Herstellung der Böcke war mal wieder ein typisch geniales Shipyard-Event: Im Bild zuvor sieht man oben einen fertigen Bock und darunter die Ausgangslage. Das "Innenleben" muss man ausschneiden, was dann im Ergebnis so aussieht - jetzt wird klar, wie das Ergebnis zustande kommt. Ich finde diese kleinen, aber tollen Ideen von Shipyard faszinierend!


      Jetzt konnte ich zur Endmontage und Farbgebung schreiten, was ich dann auch tat - davon berichtet das nächste Posting.


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    • 18. Oktober 2014

      Das war also die Ausgangssituation:


      Nun galt es, die Drahtenden etwas abzurunden und "aufzuknuddeln". Hierfür nutzte ich meine beim Bau der Papegojan gesammelten Erfahrungen, wo ich nach gleicher Methode die Belegnägel herstellte. Zuerst wurden die Enden der Speichen mit Leim (hier Ponal Express) dezent verkleistert.


      Nachdem das durchgetrocknet war, war zwar davon nicht mehr viel zu sehen, da dieser Kleber - und erst recht so kleinflächig - nach dem Trocknen relativ transparent wird, aber beim Anmalen war dann der gewünschte Effekt da. Doppelsteuerrad und Halterung wurden separat bemalt und erst dann zusammengefügt. Das Ergebnis sah dann erst einmal so aus:


      Na, wer hat sofort gesehen, was da noch fehlt?
      Richtig, die Tauzüge der Ruderpinne! Die Standplatte mit Reepgatchen hatte ja dafür vorgesehene Löcher, durch diese fädelte ich dann entsprechendes Takelgarn, und zwei Tropfen Ponal Turbokleber später sah es dann so aus:


      Eins der schönsten Teile bisher - von meinem Ofen mal abgesehen - und das hat so richtig viel Spaß gemacht! tanz 2 Und im Unterschied zum Ofen bleibt dieses Schmuckstück immer sichtbar. tanz 1

      Jetzt aber gönne ich mir ein Glas guten Weins, so! prost2


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    • Ahoi Peter,

      vielen Dank für dein Lob. Respekt hatte ich anfangs auch enorm, aber getreu dem Motto "Mut ist die Dummheit der Ahnungslosen" habe ich mich rangewagt. grins 2 Respekt ist aber noch immer da, und wenn ich mir so das Takelwerk in den Bauplänen anschaue und mir vor Augen halte, wieviele Fragen mir die Bauanleitung definitiv nicht beantwortet, kommt dann auch noch ein Stück Demut hinzu. verlegen1 Aber als unverbesserlicher Optimist sage ich mir, dass ich auch das irgendwie hinbekommen werde. happy 2 Andere schaffen das ja auch, wie man sich hier im Forum immer wieder anschauen kann. daumen1

      Viele Grüße,

      Bonden


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    • Boah, schon fast den ganzen Bericht rekonstruiert, das ist ja Wahnsinn! Da komme ich mit meinem Senftopf natürlich viel zu spät, aaaber… ich kann`s nicht lassen. Als Du den flinken Merkur von unten zeigtest, strahlte einem so schön ein weißer Kielstreifen entgegen. Wo bleibt denn der falsche Kiel aus Holz? Daß DU den verkupferst, kann ich mir nämlich schlicht nicht vorstellen.
      Dann die Sache mit dem Gold (hatten wir "drüben" glaube ich auch schon mal…): da die Friese gemalt und nicht geschnitzt waren (die Zeiten von Sovereign of the Seas sind lange vorbei), ist das nicht so wild, nur das blau ist übel. Da Du die Heckreling aber ohnehin zugebrettert hast, ist die Schwarzmalerei sicher die richtige Entscheidung: passt, genau wie das Kupfer, einfach besser. Wobei ich natürlich nicht weiß, in welcher Reihenfolge die "Mercury" umgebaut, gekupfert, anders bemalt und ggf. anders bewaffnet wurde, das ist bekanntlich immer ein schiffshistorisches Theater. Hmm… weißes UWS, bemalte Friese, offene Reling – und alles voller Karronaden, DAS wäre ein Schock! Stellt sich mir nur noch die Frage, inwiefern der Heckspiegel in "old style"-Barockbemalung noch zum modernisierten Schiff passt. Aber lass den um Himmelswillen: ein wenig Stil-Mischmasch gab es damals sicher.

      Der Bericht macht einfach Spaß, und auf den Papagei freue ich mich auch: der macht graphisch erstaunlich was her.

      Beste Grüße
      Claudia
    • 19. Oktober 2014

      Kleine Kanonentakelkunde

      Ich mach es auch etwas ausführlicher - warum nicht mal zeigen, wie so eine Kanone getakelt wird? Es gibt ja immer wieder Menschen, die sowas zum ersten Mal machen und sich dann vielleicht freuen, wenn es mal im Detail gezeigt wird.

      Wir benötigen für ein Geschütz zwei Augbolzen 3x12 mm, 4 Augbolzen 2x8 mm, 6 Blöcke 1mm, Takelgarn 0,1 mm (von Amati), Takelgarn 0,75 (von Constructo), eine Lafette, ein Kanonenrohr, Messer, Pinzette und Ponal Turbokleber - ach ja, und den besten Freund des Kartonbauers, den Zahnstocher nicht vergessen!


      Zuerst binde ich die beiden größeren Augbolzen ein, dazu nehme ich das 0,75mm-Garn. Das wird das Brooktau. Um es mit dem Rohrende zu verbinden, drehe ich das Garn in der Mitte auf und stecke das kleine dicke Ende, den sog. Knauf, da durch. Zum fixieren tupfe ich etwas Turbokleber links und rechts vom Knauf auf das Garn und massiere es mit einem Zahnstocher ein. Damit ist dann auch der Job des 0,75-mm-Garns erledigt.


      Nun werden die Blöcke eingebunden. Drei Stück werden nur mit einem Augbolzen verbunden; zwei davon kommen links uns rechts an die Lafette und gewährleisten später die Bedienung des Ladetakels. Der dritte kommt später direkt in das Deck für das Rückholtakel. Block Nummer 4 wird auch mit einem Augbolzen verbunden, erhält aber zusätzlich am anderen Ende noch ein längeres Stück Takelgarn. Der kommt dann an das hintere Ende der Lafette und ist das Gegenstück zum Block 3, also ebenfalls für das Rückholtakel zuständig. Block 5 und 6 schließlich bekommen ebenfalls an einem Ende ein längeres Taustück spendiert und werden mit den Augbolzen, die das Brooktau halten, verbunden. Das werden dann logischerweise die Ladetakel.


      Nun muss das alles in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden. Um zu testen, ob alles passt und funktioniert, setze ich mein Geschütz in meine extra dafür gebaute Battlestation ein.


      Ja, passt, und ich sehe, dass ich die Schildzapfengurte vergessen habe. Diese verhinderten in der Praxis, dass das Geschütz beim Feuern aus der Lafette springt; es waren zwei an Scharnieren angebrachte und mit Sperrketten gesicherte Eisen, die über den Schildzapfen angebracht waren. Ich stelle sie einfach durch einen schwarz gefärbten Papierstreifen dar.
      Dann wird es auch schon ernst, und das Geschütz kommt an seinen endgültigen Platz. Die Taue der Takel klebe ich mit einem winzigen Tupfer Turbokleber an Deck fest und schneide den Rest ab.


      Jetzt fertige ich mir noch schnell Taurollen, die ich auf die Enden der abgeschnittenen Takel klebe - und schon isses fertig.


      Nettobauzeit für ein Geschütz ca. 90 Minuten. Ich bewundere Werftkollegen, die ein ganzes Kanonedeck am Stück durchtakeln. Aber mein Ding ist das nicht, ich brauch Abwechslung, also baue ich immer mal wieder mal anderes. Irgendwann ist auch die letzte Kanone an Deck, da bin ich mir sicher!

      Ach ja, falls jetzt jemand entdeckt hat, dass da ja bei den Nachbarkanonen noch die Taurollen fehlen: Ich weiß, aber just vorhin ist mein Takelgarn zu Ende gegangen, und meine am Mittwoch abgeschickte Bestellung ist leider noch nicht realisiert worden. Aber jetzt kommt ja wieder eine Arbeitswoche, ich bin also eh nicht zu Hause. Und falls am Freitag noch immer kein Garn da ist, baue ich eben was anderes.

      So long!


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    • 26. Oktober 2014

      Kleines Update: Die Backbordseite hat jetzt auf dem Hauptdeck alle Geschütze an Ort und Stelle. Bei den beiden hinteren Kanonen, die später unter dem Achterdeck gar nicht mehr zu sehen sind (bis auf die rausschauenden Rohre) habe ich zugegebenermaßen gemogelt und auf eine komplette Takelung verzichtet. Aber sie sind auf jeden Fall ordentlich mit einem Brooktau gesichert - das hatte sich am Bug schon bezahlt gemacht: Beim Bauen habe ich dort aus Versehen ein Geschütz aus der Lafette gerissen - wäre es nicht mit dem Brooktau gesichert gewesen, wäre es auf Nimmerwiedersehen im an der Stelle ja schon geschlossenen Schiffsinneren verschollen...


      Dann habe ich noch das Gangbord und die Reling angebracht; und Stück für Stück wird meine Mercury wieder ein wenig schöner.


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    • 10. November 2014

      Wenn hier eine Weile nichts zu lesen war, heißt das nicht, dass nicht gearbeitet wurde in meiner Werft! Aber das Kanonentakeln erfordert eben recht viel Zeit. Was ich heute zeige, ist die Arbeit mehrerer Tage.

      Endlich war es geschafft, alle Kanonen des Hauptdecks waren an Ort und Stelle. Nun galt es noch, die Taurollen der Lade- und Rückholtakel darzustellen - auch nicht unbedingt die Arbeit, die man sich als erstes aussucht. Aber wat mutt dat mutt - und irgendwann war dann ja auch fertig.


      Das Gangspill sieht etwas komisch aus mit dem weißen Rand.


      Nun ja, selber schuld! Weiter vorn schrieb ich das hier:

      Bonden schrieb:

      Manchmal fehlt auch was, wie zum Beispiel bei dem Gangspill, was ich heute gebaut habe. Den oberen Abschluss, also einfach nur eine kleine runde Scheibe, sucht man auf den Bögen vergebens. Wird auch in der Bauanleitung nicht gezeigt, dass es da was gibt - allerdings hat das Spill auf einem Foto in der Anleitung sehr wohl einen "Deckel". Also heißt es, sich freihändig ein passendes Teil zurecht zu schneiden.
      Nun, meinen schönen Deckel hab ich wieder runtergefetzt, sonst hätte das Achterdeck nicht draufgepasst! frech 1

      So, ein letzter Blick in die Kapitänskajüte, ehe der Deckel drauf kommt! Schade, dass man von den niedlichen Teilen später nichts mehr sieht - aber ich weiß, dass sie da sind, und das Bauen hat Spaß gemacht.


      Das Schanzkleid des Achterdecks bekommt nun auch eine schöne Verschalung:


      Dann wurde auch an der Steuerbordseite das Gangbord angebracht, auf dem Vordeck habe ich den Rauchabzug sowie zwei Nagelbänke angebracht, ebenso das Mastbetinggestell am Großmast.


      Weiter geht's im nächsten Posting.


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    • 11. November 2014

      Nun war viel Kleinkram angesagt. Hier die Teile für das Geländer am Heck, im Hintergrund sieht man Relingteile, die nach dem Anmalen trocknen.


      Dann habe ich alle noch fehlenden Nagelbänke in Angriff genommen.


      Am Ende sah die Ausbeute dann so aus:


      Die gefährlichsten Teile waren diese hier:


      Gefährlich deshalb, weil ich erkältet bin und Sorge hatte, dass ein plötzlicher Hustenanfall die Dinger wegpustet. Diese kleinen Klampen sind in einem der dicken Finnpappebögen. Hier ist es unerlässlich, diese vor dem Heraustrennen mit Sekundenleim zu tränken, ansonsten zerfasern sie gnadenlos. So aber ware sie sehr stabil. Angemalt habe ich sie aber erst nach dem Anbringen - gut, dass die erforderliche Farbe die selbe wie der Hintergrund war...


      Ich habe übrigens im Takelplan nachgeschaut: Jeweils zwei der Dinger brauche ich wirklich, sie halten die Tauenden zum Fieren derGaffel.

      Dann kam auch das Geländer auf die Heckreling; auf dem Vordeck wurden die Poller auf der Reling angebracht.


      Die Nagelbänke bringe ich erst später an - ich habe ja auf dem Achterdeck noch vier Kanonen und vier Karronaden sowie auf dem Vordeck weitere zwei Kanonen aufzustellen; da brauche ich Platz zum Arbeiten.


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    • 16. November 2014

      Kleinteileschlacht - damit ging es dann gestern und heute auch weiter. Wie bereits erwähnt: 6 Kanonenlafetten und 4 Karronadenschlitten wollten gebaut werden. Also frisch ans Werk - gemessen an den 24 Geschützen des Hauptdecks ja ein Klacks.
      Die Bauart der Lafetten ist wie gewohnt.


      Die Karronadenschlitten waren auch recht schnell zusammengebaut.


      Dann gehört da ja auch nach ein Gangspill auf das Achterdeck, so dass am Ende des gestrigen Abends das Tagespensum so aussah:


      Die kleinen Teile im Vordergrund sind die Richtkeile für die Kanonen.

      Das alles wurde dann mal in die Nähe des späteren Einsatzortes verholt, aber nur für wenige Stunden, denn heute ging es dann weiter.


      Heute wurde der Pinsel geschwungen. Aber vor allem wurde recherchiert und überlegt. Die Karronaden sind nämlich ein Problem. Also hinsichtlich dessen, was der Bausatz vorsieht. Das hier zeigt alles, mehr ist nicht:


      Wir sehen den zusammengebauten Schlitten, das Rohr selbst (leider aus Plastik, die anderen Kanonenrohre sind aus Messing), einen kleinen Schildzapfen und ein paar winzige dünne Papierteile, die an die Seiten des Schlittens sollen. Hmm. Grübel, grübel. In der damaligen Realität waren die Karronaden mit einer unter dem Rohr angegossenen Öse, durch die waagerecht ein Bolzen gesteckt war, auf dem Schlitten gelagert. Der kleine messingfarbene Schildzapfen soll wohl dieser Bolzen sein, aber es ist keinerlei Befestigung am Rohr selbst vorgesehen. Darüber hinaus hatten die Karronaden am Ende eine fest installierte Halterung, die auch der Höhenausrichtung diente. Auf historischen Abbildungen sieht man das recht häufig, allerdings nicht immer. Hier ein Beispiel dafür: Karronade 1 Man sieht, dass hier der Richtkeil fehlt - erscheint mir auch logisch, denn wozu soll der dienen, wenn man das Richten miteels dieser Vorrichtung erledigen kann.
      Eine Karronade an Deck der Victory wiederum hat diese Vorrichtung nicht, aber dafür den Richtkeil: Karronade 2
      Mondfeld (und auch andere Fachliteratur) zeigt wiederum beides. Und auch bei Shipyard selbst war man sich wohl nicht ganz sicher; das merkt man immer dann, wenn man nirgends ein scharfes Detailfoto findet. (Siehe beispielhaft hier: Shipyard-Bild)
      Dazu kommt noch die Führung des Brooktaus. Dieses läuft durch eine am Ende des Rohres abgebrachte Öse, welche hier ebenfalls fehlt.
      Einen Vorteil hat die Tatsache, dass die Karronaden hier aus Plast sind: Man kann an das Ende ein kleines Loch bohren und einer selbstgebogenen Drahtöse für das Brooktau unter Nutzung eines winzigen Tröpfchens Sekundenkleber somit einen festen Halt geben. Diese albernen kleinen Papierfetzchen habe ich auch weggelassen bzw. durch Augbolzen ersetzt, denn das Brooktau wird auch da durch geführt - dass hätten diese Papierwinzlinge nie ausgehalten.
      Am Rohr wurde dann unten ein kleiner, mit Sekunde getränkter Kartonblock befestigt; hier will ich dann diesen Schildzapfen halbieren, die Hälften kürzen und an den Seiten des kleinen Blockes anbringen, um so die Lagerung der Karronade zu realisieren. Ob und wie ich die Vorrichtung am Ende des Rohres herstelle, muss ich mir noch überlegen. Derzeit schaut es so aus - probehalber habe ich mal ein Brooktau eingezogen; die Karronade ist aber nur aufgesteckt und noch nicht verleimt.


      Und um die heutige Kleinteilschlacht abschließend zu zeigen, hier ein letztes Bild für heute:


      Im Bau: HMS Mercury
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    • 23. November 2014

      Kleines Update. Die Pumpen sind fertig. Leider habe ich vom Bau der Teile keine Bilder, da die Kamera schon reisefertig verpackt im Koffer liegt. Die beiden Fotos habe ich schnell noch mit dem Mobilphone gemacht. Jetzt ist wenigstens alles, was auf das Hauptdeck gehört, an Ort und Stelle.

      Eine Pumpe besteht übrigens aus 13 Teilen.


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