HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

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    • Ahoi allerseits, wie immer vielen Dank für Likes und nette Kommentare.

      Heute besteht Anlass für eine kleine Feier auf meiner Werft. Das, was man gemeinhin unter Takelage versteht, also das stehende und laufende Gut der Masten, Rahen und sonstiger Rundhölzer und Segel, ist fertig.
      Heute hatten wir hier in Berlin wunderschönen Sonnenschein, da habe ich schnell ein paar Bilder gemacht, bevor Klärchen wieder weg war.
      Was auf diesen Fotos noch fehlt, sind die Geerden, die hab ich aber mittlerweile auch dran. Ebenso sind die restlichen Drehbassen angebracht; die Marse von Groß und Besan haben bereits ihre Geländer zurück. Aber das zeige ich dann später.








      Mit dem Modell insgesamt bin ich aber noch lange nicht fertig. Meine To-Do-Liste hat noch etliche Punkte, bis also hier die ganz große Party steigt, wird es noch etliche Monde dauern.

      Gruß

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Hallo Bonden

      Auch wenn ich mich wiederhole, aber was Du hier zeigst ist Historischer Schiffsmodellbau vom allerfeinsten! Und derzeit auch noch in atemberaubendem Tempo, wenn das so weiter geht, dann denke ich dass "etliche Monde" etwas übertrieben ist.
      Ich freue mich mit Dir über den Etapensieg und greife nach der leichtesten Flasche (Insider)! prost2

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Bonden,

      so manches Mal habe ich gerätselt, wann Du den Tag hast, wo Du dieses Ergebnis erzielst. Wenn ich ehrlich bin, habe ich getippt, dass es noch etwas (nein: etwas mehr) später sein wird. Dennoch habe ich immer die Akribie bewundert, wie Du an diesem Modell gearbeitet hast! Ich habe Dich immer als nicht erreichbares Vorbild gesehen. Nun das scheint ja nicht falsch gewesen zu sein. Das Modell, dass Du ja noch nicht fertig hast, ist so perfekt, dass man gar nicht glauben kann, dass es noch dauert, bis es fertig ist. Dennoch bin ich gespannt darauf, was noch kommt!

      Viele Grüße
      Fritz
    • petcarli wrote:

      Dennoch bin ich gespannt darauf, was noch kommt!
      Dann will ich dich mal nicht länger auf die Folter spannen. Dir und @Peter_H danke für eure netten Kommentare, das geht runter wie Öl. verlegen2
      @MacDiveDoc danke für den Daumen!

      Entgegen früheren Planungen befindet sich meine Mercury nicht unmittelbar vor einem Gefecht, nein, sie schippert bei einem schönen raumen Wind elegant über den Atlantik, unterwegs zu den Kolonien in der Karibik. Kurz hinter dem Ärmelkanal war die Mercury in einen heftigen Sturm geraten, bei dem das Großbram-Stagsegel einen heftigen Riss bekam. Jetzt, mit den Azoren im Rücken, war für den Segelmeister Phileas Hammond endlich die Gelegenheit da, sich dieses Tuches anzunehmen und eine neue Segelbahn aufzunähen. Der junge Bootsmannsmaat Derrick Smith hatte sich seit Beginn der Fahrt sehr interessiert an allem, was mit den Segeln zu tun hatte, gezeigt, und so nahm ihn sich Hammond kurzerhand beiseite, um ihn zu fragen, ob er ihm vielleicht mit dem kaputten Stagsegel helfen wolle. Mit Begeisterung sagte der junge Maat zu, holte sich das OK beim Bootsmann und bugsierte mit dem alten Segelmeister gemeinsam das Tuch aus der Segellast aufs Vordeck, wo um diese Zeit der meiste Platz und die meiste Ruhe herrschte.
      Und da sind sie nun beide beschäftigt, und Hammond spult ganz nebenbei eine gehörige Portion Seemannsgarn ab...




      Es sind übrigens derzeit schon 9 Matrosen und zwei Offiziere an Deck, und es werden in den nächsten Tagen noch viel mehr. Nur falls ihr euch fragt, was ich denn jetzt an meinem Schiffchen so mache... happy 2

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    • Bonden wrote:

      sie schippert bei einem schönen raumen Wind elegant über den Pazifik

      Bonden wrote:

      Jetzt, mit den Azoren im Rücken
      ööööhm, gibt's im Pazifik auch Azoren? muhaha1

      Sehr geil!
      Beste Grüsse
      Peter
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    • Ich wollte doch noch zeigen, wie ich dieses Ensemble gestaltet habe. Segel hab ich ja noch übrig, da ich nicht alle Stagsegel am Schiff angebracht habe. Also habe ich ein kleines Segel genommen, es teilweise mit Liektau versehen und Schothorn und Halshorn eingebunden.
      Der Segelmacher ist eine Zinnfigur, die ich mal als Einzelstück irgendwo im Internet erworben habe. Ich glaub, von Krick, weiß es aber nicht mehr genau. Das Problem war hier, dass beide Hände gusstechnisch mit den Beinen verbunden waren. Ich wollte aber, dass es so aussieht, als ob der Segelmacher das Tuch mit beiden Händen greift, eine Hand auf, eine unter dem Tuch. Die rechte Hand war nur mit einem relativ kleinen Stück mit dem Knie verbunden, also setzte ich da die Säge an. Im zweiten Bild sieht man den dadurch entstandenen Spalt. Da konnte ich dann das Segel gewissermaßen einfädeln, denn das Liektau passte nicht durch, dafür war der Spalt zu schmal. So setzte ich an einer Stelle ohne Liek an und schob den Meister dann über das Liektau. (Vorher hatte ich ihn natürlich noch ordentlich angemalt.)
      Der Maat war da einfacher, dem klebte ich den Rand des Segeltuchstreifens an die Hände. Dann stopfte ich das ganze Gebilde irgendwie aufs Vordeck, schob es so lange zurecht, bis es passte und leimte den Maat auf das Deck.
      Und ich hatte eine diebische Freude dabei. grins 2


      Edit: Hier gibt es den Segelmeister. Ist zwar nicht ganz mein Maßstab, aber es gab auch im 18. Jahrhundert große und kleine Leute. grins 3

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    • Da hört man doch genau hin und hört leisen Gesang längs Deck:
      "Farewell and adieu, you sweet spanish ladies,
      farewell and adieu, you ladies of Spain,
      for we received orders to sail for Old England
      we hope in a short time we´ll see you again...!"
      Jetzt geht es also doch nicht nach England, sondern in die Karibik, Piratennester ausheben. Die Mercury ist fast segelfertig...und die staunenden Augen des Betrachters wandern immer wieder bewundernd über die sorgfältig ausgeführte und bis ins kleinste detaillierte Takelage. Die Arbeit hat sich gelohnt und man merkt an jedem Detail, wie viel Spaß dir das gemacht hat. Und jetzt ist dieses Kapitel fertig: Ein Epochenschnitt! Absolut herrlich, wie jetzt wahrscheinlich eine kleine Szene nach der anderen an Deck sichtbar wird. Das ist besser als jede Netflix-Serie daumen1 .
      Da freu ich mich doch schon auf die Fortsetzung...und: Gibt es schon Pläne für ein nächstes Projekt? Da würde ich nämlich jetzt schon Sitzplatzkarten vorbuchen tanz 1 ....
      Liebe Grüße
      Nat
    • Nat Drinkwater wrote:

      Gibt es schon Pläne für ein nächstes Projekt?
      "Mercury ist fertig, wenn sie fertig ist - vorher nicht!" /Killick-Modus aus grins 3 Und vorher wird auch kein neues Projekt verraten - zumal ich so ganz hundertprozentig selbst noch nicht sicher bin. zwinker2

      Weitere Besatzungsmitglieder sind an Deck erschienen. Nun, es gibt schließlich immer was zu tun, und obwohl der Großteil der Mannschaft derzeit unter Deck beim Backen und Banken ist, ruht die Arbeit deshalb nicht.
      Was mir gut zu passe kommt, ist ein Fehler bzw. eine Unterlassung meinerseits, die ich heute entdeckt habe. Am Großbramsegel habe ich vergessen, die Gordingtaue durch die Kauschen zu leiten, bevor sie durch die Blöcke an der Bramstenge laufen.

      Nun, daraus ließ sich wunderbar was machen:
      Am Großbramsegel war ein Gording gerissen und musste repariert werden, also wurden zwei Topgasten in den Mast geschickt. Wie immer arbeiten die Jungs schnell und effektiv. Während Allan McCormick auf der Rah steht und das Tau nach der Reparatur wieder durch Kausche und Block gefädelt hat und nun aufpasst, dass sich nichts verheddert, zieht sein Messekamerad Bob Woddle auf der Marsplattform das Tau herunter, um es dann an den Stengewanten zu belegen.


      (Bob war ursprünglich einer, der ein Beil schwingt. Das hab ich ihm aber weggenommen, da wo die Axt war, den Bohrer angesetzt und dort dann das Gordingtau durchgefädelt. Hier er und sein beilschwingender Doppelgänger)


      Und während er da noch zieht, kommt Jimmy Hoskins über die Püttingswanten zu Hilfe.


      Der Ausguck, Georg Floyd Jr., freut sich auf die Ablösung, die auch schon in Gestalt von Will Poland naht.


      Peter, den alle nur "Der Schwede" nennen, spannt auf dem Vordeck ein Gordingtau des Großsegels nach, und der schweigsame Dudley Banks schießt an der Querreling des Achterdecks ein Tau auf, um der nachfolgenden Wache eine ordentliche Station zu überlassen.


      Barrett B. und sein Kumpel Dudley sind die Rudergänger; sie haben heute einen relativ ruhigen Tag. So haben die beiden Offiziere keine Veranlassung, einzuschreiten und können sich weiter ihrem gemütlichen Plausch hingeben. (Der diensthabene Offizier ist auch schon in Arbeit...)


      Gleich geht's weiter...

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    • Arland Meyers ist der Ausguck auf dem Besan; auch seine Ablösung in Gestalt des ursprünglich aus Deutschland stammenden Karl Muller ist schon auf dem Weg nach oben.


      Die zwei, die das Kugelrack auffüllen, hab ich ja bereits vorgestellt. Aber wer ist denn der da mit dem breiten Kreuz, und was macht der da? Will der etwa ins Wasser springen?


      Nein, es ist der heutige Messedient, Malcom Hogg, der eine Pütz Küchenabfälle an die Haie verfüttern will.


      Soviel für heute von einem ganz normalen Tag an Bord der HMS Mercury. happy 2

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    • Wie immer vielen Dank für eure netten Kommentare und die Däumchen! daumen1

      Ich habe heute noch eifrig den Pinsel geschwungen. Für diese beiden Kameraden hier habe ich jeweils ca. eine Stunde benötigt; ich stelle euch die zwei vor, wenn sie an Bord gehen.


      ür den ersten Leutnant, der derzeit die Wache hat, brauchte ich reichlich zwei Stunden.


      Leutnant Geoffrey Tucker gilt an Bord als harter, aber gerechter Offizier. Die Seeleute begegnen ihm mit Respekt, aber nicht gerade mit großer Liebe. Klar, wenn er jemanden an Deck sieht, der offenbar nur Maulaffen feil hält, findet er sofort eine Arbeit für denjenigen. Kein Wunder, dass sich immer dann, wenn er Wache hat, kaum einer der Freiwächter an Deck sehen lässt. Und hier sehen wir ihn an seinem Lieblingsplatz - den Kompass in Reichweite, so dass er den Rudergängern sofort Bescheid stoßen kann, wenn die es sich einfallen lassen, auch nur einen halben Strich vom Kurs abzufallen.
      Das vertrauliche Gespräch, welches sein Herr und Meister, Kapitän William Carlyon (dieser Name ist authentisch, er war in der Tat Kommandant der Mercury von Mai 1781 bis September 1782) mit dem Gast auf dieser Reise, einem kleinen, aber schon sehr berühmten Admiral, der sein neues Kommando in Übersee übernehmen will, will er keinesfalls stören und auch nicht den Anschein geben, als würde er lauschen. Und so knurrt er immer mal wieder laut und etwas öfters als sonst die Rudergänger an, ja den Kurs zu halten.

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    • Wie immer danke für die Likes, diesmal an @Hagen von Tronje , @SchnippSchnapp und @Nat Drinkwater

      @Hagen von Tronje Nun, als Erster Offizier bist du ja auch wer - ein kluger Kapitän sucht sich immer einen guten Ersten und lässt ihn weitestgehend das Schiff führen. Das entlastet den Kommandanten, und der Erste, wenn er schlau ist, nutzt die Chance, zeichnet sich durch vorbildliche Arbeit aus, hofft auf Gelegenheiten, öffentliche Erwähnung in Berichten an die Admiralität und in der Navy Gazette zu finden und bereitet sich so auf seine hoffentlich bald kommende Beförderung zum Kapitän vor. happy 2

      Aber wie heißt es so schön bei Monty Python? Kommen wir nun zu etwas ganz anderem. So langsam müssen ja mal die Beiboote an Deck. Die Aufliegerbalken über der Kuhl, die man schon auf vielen Bildern dieses Bauberichtes sehen konnte, sind bisher nur aufgelegt, aber noch nicht befestigt. Jetzt habe ich sie abgenommen. Die Abstände der kleinen Markierungen bezüglich der späteren Befestigungspunkte habe ich dann genau ausgemessen und mir auf einem Stück Balsaholz ein "Dummie-Deck" geschaffen. Von den vier Balken sind nur zwei relevant für die Lagerung der Boote; diese habe ich mit Stecknageln auf dem Balsaholz fixiert. Dann habe ich mir die Bootsklampen gefertigt. Das hab ich freihändig gemacht, erst die exakte Position ermittelt, dann von den jeweiligen Booten die Rumpfform an diesen Stellen so irgendwie freihändig auf Normalpapier gezeichnet, ausgeschnitten und dann mit viel Schnippelei und wieder anhalten und wieder schnippeln und wegschmeißen und nochmal anfangen und so weiter so lange gefriemelt, bis es passte. Das dann auf dicken Karton übertragen, ausschneiden, etwas Korrekturschnitzen, mit dem selben dicken Karton doppeln, in Form bringen und schließlich auf die Decksbalken kleben.
      Nur nochmal zur Erinnerung: Es gibt unverständlicherweise für die 1:72-Mercury bei Shipyard keine Beiboote und daher auch keine Bootsklampen. Die 1:96-Variante hat sie interessanterweise. Diese Beiboote hier habe ich mir im Internet gekauft; es sind die Boote für die HMS Surprise im Maßstab 1:75, also schon passend, zumal die HMS Surprise ebenfalls eine 6-rate-Fregatte war.

      Das sah anfangs dann noch etwas rustikal aus.


      Aber dann gab es erstmal eine Stellprobe. Klar, jetzt sieht man von den Klampen nicht mehr wirklich viel.


      Für die Jolle wird es eine gesonderte Lagerung geben - logisch, dass die da nicht so lose im großen Boot sitzen kann. Das aber später.


      Dann wurden die Klampen samt Balken gestrichen. Und dann gibt es noch ein nettes Gimmick: Meine Lebensgefährtin und ich haben uns vorgestern jede Menge Fotos der Victory angeschaut (weil sie die aktuell auch als Holzmodell baut). Also die originale Vic, die in Portsmouth. Auf einem sieht man, dass sie dort die Klampen für die Boote mit einem Überzug aus Leder? Segeltuch? was auch immer versehen haben, um den Bootskörper zu schützen. Das fand ich toll und habe mir aus Segelresten dünne Streifchen geschnitten, diese mit Weißleim auf die Kanten der Klampen geklebt und anschließend "geteert" - hier mit dunkler Beize eingefärbt.

      Auch davon wird man am Ende kaum noch etwas sehen - aber egal, ich weiß, dass es da ist. Und falsch ist es auf keinen Fall. lala1

      Für die Jolle werde ich zwei Auflager herstellen, die auf den Duchten bzw. dem Süllrand des großen Bootes aufliegen. Und wie es dann weitergeht, werdet ihr demnächst erfahren. Versprochen! happy 2

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    • Ahoi allerseits, über die Likes von @petcarli @AnobiumPunctatum @Hardy @Heros @Nat Drinkwater und @Hagen von Tronje habe ich mich wieder sehr gefreut, ebenso wie über deinen netten Beitrag, Fritz. daumen1

      Dann will ich mal wieder einen kurzen Bericht über die jüngsten Werftaktivitäten abgeben.
      Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich mit den Beibooten derartig viel und lange beschäftigt bin. Die Lagerung der Jolle war besonders spannend. Liest und schaut man sich so um in der Welt von Literatur und Foren, findet man mal wieder eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten. Standards gab es dafür keine. Oben offen einsetzen, Kieloben einsetzen. Duchten des großes Boots rausnehmen, Duchten drin lassen. Und und und... Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, die Duchten der Barkasse da zu lassen wo sie sind. Als Auflager für die Jolle hat meine Mannschaft eine starke Bohle genommen, darauf längs zwei Leisten gesetzt, zwischen die genau der Kiel der Jolle passt. Damit die Duchten der Barkasse nicht zerkratzt werden, haben die Jungs ein Stück altes Segeltuch drübergelegt, bevor sie die Jolle da lagern. Augbolzen im Deck dienen dazu, auf der einen Seite das Festmachtau einzuhaken und auf der anderen Seite dann mittels Arbeitstalje beide Boote fest zu fixieren.


      Bei einem "Probesitzen" sehe ich, dass ich am Rumpf der Jolle unbedingt noch nacharbeiten muss - meine Hoffnung, dass man die Unglücksstellen meines ersten Beibootes später nicht sieht, hatten sich nicht erfüllt.


      Also wurde mit Spachtelmasse, Sandpapier, Pinsel und Farbe für einen wohlgefälligeren Anblick gesorgt. Und da sind die ersten beiden Boote an Bord.


      Nun die Überlegung, wie ich die beiden Boote auf den äußeren Positionen festmachen soll. Auch hier denke ich zuerst an eine Arbeitstalje, entscheide aber sehr schnell, dass zwar das Ende mit dem Haken am Ende des Taus in einen Augbolzen an Deck eingehakt wird, das Gegenstück aber nicht ebenfalls an Deck enden kann, denn dann würden diese Taljen irgendwo ganz dicht bei den Geschützen sein und die dazugehörigen Augbolzen würden zusätzliche Stolperfallen bilden. Also kam nur ein Festmachen auf dem Laufsteg zwischen Achter- und Vordeck in Frage. Soweit, so gut. Also baute ich auch hier Arbeitstaljen (ein Doppelblock oben, ein Einfachblock unten, der mittels Haken in einen Augbolzen eingehakt wird). Leider hab ich dann vergessen, davon ein Foto zu machen - glaubt mir einfach: Das sah grässlich aus! Zwischen dem oberen und unteren Block war grad mal ein Millimeter Platz, das alles wirkte völlig überdimensioniert. Und nun ratet, wer die Lösung hatte? DER Film hatte die Lösung! Und wer das Buch "The Making of MaC..." von Tom McGregor hat, kann auf Seite 23 nachschlagen. Keine Blöcke, sondern Kauschen! Ich hab das dann so gelöst, dass an das Ende des Taus eine Kausche kam und das Taljereep dann direkt durch den Augbolzen auf dem Laufsteg geführt wurde.
      Das sieht dann so aus, auf beiden Seiten:


      Und dann stelle ich euch ein weiteres Besatzungsmitglied vor. Im letzten Bild zuvor sieht man schon ganz rechts. Es ist der junge Lord Lavery, Spross aus gutem Hause, der als Midshipman auf der HMS Mercury schon sein drittes (echtes) Jahr auf See verbringt. Er ist noch immer etwas übereifrig und meint hier, den Männern aus seiner Wache, die da oben in der Takelage des Großmastes arbeiten, von unten mittels Flüstertüte Anweisungen geben zu müssen. Der Erste Offizier, Mr. Tucker, hört das natürlich (was Lord Lavery ja auch bezweckt) und denkt amüsiert (ohne sich das Amüsement äußerlich anmerken zu lassen: "Mein Gott, war ich damals auch so? Nun, immerhin piepst er nichts Falsches da hoch, auch wenn die alten Salzbuckel da oben gut darauf verzichten können."


      So, zum Schluss noch zwei Bilder für den Gesamtüberblick:

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    • Herrlich...diese kleinen Szenen! Wobei ich hoffe, dass Mr. Lavery schon ordentliche Seebeine in seinem dritten Jahr auf See entwickelt hat, denn wenn ich das richtig sehe, fehlt noch irgendeine "In-die-kalte-See-reinplumpssicherung", gerade wo er da auch noch an der Leeseite rumturnt grins 3 ...
      Ansonsten wieder größtes Kino, was die Beiboote angeht klasse1
      Liebe Grüße
      Nat
    • Hallo Bonden

      Fritz' Worte kann ich nichts hinzufügen!
      Auch die Tatsache, dass Du das so locker-flockig baust und erzählst, ist für mich ein Zeichen, dass Du hier nicht nur Deine Passion, sondern auch Dein riesiges Talent dazu voll ausschöpfen kannst und Du uneingeschränkten Spass dabei hast. Und genau das soll ein Hobby ja erfüllen!
      Ein Gesamtpaket, das einfach nur überzeugt!

      Beste Grüsse
      Peter
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    • Sabber,

      auch wenn meine Fregatte aus Holz wird, wird sie als Vorbild ein Kartonmodell haben, Deine Mercury!
      Besser kann man diesen eleganten Schiffstyp auch nicht in Holz umsetzen
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Ahoi allerseits,

      hier gibt es ja richtig viel nachzuarbeiten. Erst einmal vielen Dank an alle Liker und Kommentierer; auf Letztere möchte ich gern näher eingehen:

      @Nat Drinkwater Ach du kennst das doch: Die jungen Kerls toben doch von Anfang an mit großer Freude kreuz und quer durchs Rigg und durch das Schiff - also zumindest die, die wirklich Interesse an der Seefahrt haben, und zu denen zählt unser junger Lord hier auf jeden Fall. Dem sind schon ordentliche Seebeine gewachsen, da muss man sich nicht sorgen. happy 2

      @petcarli Wenn es dir zu heiß wird am Allerwertesten, liegt das an der großen, hellen Kerze, die du da unter deinem Schemel verborgen hast. Und du musst bei mir nirgends kratzen (vor allem nicht an meinem Modell, sonst gibt es Ärger! grins 3 ). Jeder von uns baut so, wie er es am besten kann, wir sind in keinem Ranking oder Wettbewerb, und mit Blick auf deine große Fangruppe weißt du selber auch, dass du hier ein tolles Segelschiff nach dem anderen ablieferst. Und was ich dir in Mespelbrunn ja auch schon mal gesagt habe: Deine Modelle sehen live noch viel besser aus als auf deinen Fotos, und deine Revenge halte ich nach wie vor für eines der besten Shipyard-Modelle, die ich kenne.

      @italia58 Marco, mio amico, mille grazie! Man sagt ja immer, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sei bitte nicht enttäuscht, wenn der von dir so erhoffte Anruf nie kommt. Und mit diesem kleinen Auto auto1 kriegst du meine Mercury schon gar nicht weg! happy1

      @Peter_H Ich mag deinen Schweizer Charme, und ich bin mir sehr sicher, dass wir beide in unserer Auffassung von Modellbau auf einem Level sind. Wie die meisten hier übrigens: Das ist ein Hobby, das soll Spaß machen und so leben wir das auch aus. Dazu kommen dann bei mir noch perfekte Rahmenbedingungen und ein nie nachlassendes Interesse an historischen Segelschiffen, die bis zu meiner Kindheit reicht. verlegen2

      @AnobiumPunctatum Bitte nicht auf meine frisch geschrubbten Planken sabbern! grins 2 Und du weißt, dass ich mich riesig freuen würde, wenn du in einer sehr nahen Zukunft deine Fregatte fertig präsentieren würdest. Wenn ich mit meiner Mercury bei dir da einen kleinen zusätzlichen Antrieb gegeben haben sollte, würde mich das sehr freuen. zwinker2

      So, falls sich der eine oder andere jetzt fragt, was denn bei diesem Modell überhaupt noch fehlt, hier mal meine To-Do-Liste:
      • Anker anbringen samt Ankerbojen
      • Laternen anbringen
      • Beflaggung
      • Finknetzhalterungen, Finknetze, Hängematten darin
      • "Puppen", also Taurollen an den Belegpunkten
      • vielleicht noch das eine oder andere Besatzungsmitglied
      • Vitrine planen und fertigen lassen
      • Diorama erstellen
      Ihr seht, es wird noch ein paar Wochen dauern, bis ich hier endgültigen Vollzug melden kann. Für mich heißt das also, dass ich noch etliche Wochen Spaß mit diesem Modell habe.
      Wobei - Spaß werde ich natürlich und dann erst recht auch damit haben, wenn es fertig ist. grins 3

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    • Ahoi allerseits, bevor ich dann später endlich mal wieder über einen Abriss berichte, möchte ich euch gern ein weiteres Mannschaftsmitglied vorstellen. Nein, er heißt nicht Killick, es ist Samuel Dickinson, der hier in bester Killick-Manier seinem Herrn und Meister und dessen Gast einen Aperitif auf dem Achterdeck serviert.

      Diese Figur hatte ich schon weitestgehend angemalt, dann aber entschieden, ihn nicht mit an Bord zu nehmen. Nun, meine Lebensgefährtin hat ihn sich vor ein paar Tagen geschnappt; ich hab mir da nichts dabei gedacht. Gestern Abend hat sie mich dann mit dieser umgearbeiteten Version überrascht. hüpf1 Tablett, Becher und Flasche sind aus Miliput gearbeitet, und der arme Kerl musste erst eine Armamputation mit anschließender Neutransplation über sich ergehen lassen, bevor er zum Stewart taugte.

      Ich bin jedenfalls begeistert! daumen1



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    • Und nun das, was wieder den Verdacht aufkommen lassen könnte, ich würde Spaß daran haben: ein Abriss. frech 1

      Ich ahnte es schon, dass mir die Finknetze so gegen Ende der Arbeiten an der Mercury nochmal ganz besondere Momente bescheren würden.
      Die Halterungen für die Netze konnte ich einer der Ätzplatinen aus dem Hause dafi entnehmen; auch der Netzstoff selbst lag damals der Lieferung bei.
      Zuerst stand die Überlegung, in welcher Reihenfolge ich die Arbeiten angehe. Finknetzhalter auf die Reling kleben, dann die Netze anbringen, dann die Matten rein? Oder doch lieber alles an Land fertigen und als fertiges Konstrukt anbringen? Ich brauchte da nicht lange nachdenken: Ein Arbeiten direkt auf der Reling wäre Wahnsinn - viel zu viele Taue und anderer Krams im Weg.
      Also dann, los geht's. Die Halterungen aus der Platine geschnitten und ab ins Brünierbad.


      Aus dem Netz passende Streifen für die beiden Netze geschnitten. Dann mit 0,1mm Takelgarn Netz und Halterungen verbinden - eine etwas fummelige, aber dennoch leichte Aufgabe. Kurze Sichtprobe, ob die Höhe der gewählten Halter auch stimmig ist - jepp.


      Der auch eingefädelte Faden unten ist ein "Arbeitsfaden", er sorgt dafür, dass das Netz auch wirklich bis unten reicht und nicht nach oben rutscht. Er sollte dann später wieder verschwinden. So, das sieht dann erstmal nicht schlecht aus.


      Nun die Hängematten. Sie hatten im Original genormte Maße - 72 x 36 Zoll. Guckst du hier. Probeliegen auf einem Reststück Segeltuch - passt, vielleicht noch ein Millimeter mehr in Länge und Breite.


      Also schneide ich mir die entsprechenden Stücke aus Segelresten - hatte da u.a den noch fast kompletten Segelsatz der Papegojan - und rolle diese längs mit verdünntem Weißleim auf. Nach dem Antrocknen werden die Röllchen geknickt, später dann eingebunden. Ich baue immer Päckchen zu je acht Matten, verbinde sie miteinander ähnlich wie beim Korbflechten - geht schnell, sieht so aus, sei jede Matte einzeln zusammengebunden und sorgt dafür, dass die Matten schön dicht aneinander sitzen.




      Die einzelnen Päckchen klebe ich dann aneinander, bis ich eine schöne feste Reihe habe, die nun nur noch in das Netz muss.
      Und dann ab an Deck. Es macht sich wunderbar leicht, das gesamte Gebilde auf die Reling zu kleben.


      Hmm. Für einen kurzen Moment gefällt es mir, aber nur für einen kurzen Moment. Irgendwie ist alles nicht stimmig. Die Position insgesamt ist richtig, länger war das Ding auf diesem Schiff nicht. Klar, es ist erst einmal ein ungewohnter Anblick, im ersten Augenblick würde man sagen, das versaut die gesamte Optik. Ok, ja, da muss man sich dran gewöhnen - und sie gehören da nun mal definitiv hin.
      Nein, es sind die Matten selbst, die nicht passen. Sie stehen zu hoch. Dazu kommt noch, dass man nicht das Gefühl hat, dass sie wirklich in die Netze gestopft wurden, wie es damals wohl üblich war, damit alle unterkommen und im Gefechtsfall eben auch noch einen kleinen Schutz vor feindlichen Musketenkugeln bieten.
      Tja, und da hab ich dann eben alles wieder runtergefetzt. Die Reling hat darunter etwas gelitten, aber das ist unproblematisch. Wenn die Netze wieder drauf sind, sieht man da nichts mehr davon.

      Wir haben dann gestern Abend noch lange diskutiert und verschiedene Ideen gewälzt. Im Ergebnis habe ich jetzt ziemlich klare Vorstellungen, wie ich es beim nächsten Mal besser mache. Werde da mal ein wenig herumprobieren, und dann sehen wir weiter. verlegen2

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    • Hallo Bonden,

      es ist unheimlich gut, dass Du Dich jetzt mit den Finkennetzen beschäftigst und zeigst, welche Möglichkeiten dafür bestehen. Ich habe mich bei dafi auch wieder mal ein wenig umgesehen, was man von seinen Ätzteilen so brauchen kann und auch mal wieder Kontakt mit ihm gehabt. Nun bin ich gespannt, wie Du sie neu herstellst. Doch Deine Lebensgefährtin wird da ja auch ein wenig von profitieren bzw. umgekehrt.

      Viele Grüße
      an Euch
      Fritz
    • New

      petcarli wrote:

      Nun bin ich gespannt, wie Du sie neu herstellst.
      Ahoi Fritz, da bin ich selbst noch gespannt. frech 1 Aber so langsam denke ich mich an eine Lösung heran...

      Wenn man mit etwas an seinem Modell nicht zufrieden ist, gibt es ja zwischen "Ist mir doch egal" und "Ab in die Tonne, ich fang nochmal von vorn an" immer mehrere Möglichkeiten. Und selbst bei mir muss ich nicht gleich der klassische Abriss sein... verlegen2
      Inspiriert durch eine Fotoidee von @Peter_H habe ich vor ca. 2 Wochen auch mal ein paar Aufnahmen von oben auf das Schiff herab gemacht. Hab ich dann aber nicht gezeigt, weil es mir nicht gefallen hat, denn es machte einen Fehler deutlich, den ich zu dem Zeitpunkt noch hoffte, im Zuge des Fertigtakelns des Gaffelsegels beheben zu können. Nun ja, so richtig ist mir das nicht gelungen, aber irgendwie hab ich das verdrängt. Gestern aber, als die Mercury mal im Wohnzimmer auf der flachen Kommode stand, (wo ich sie sehr gern fotografiere, wegen des neutralen Hintergrunds) und ich gegenüber auf der Couch saß und sie mir immer wieder anschaute, stand der Entschluss fest: Das muss geändert werden.
      Hier das damals verschmähte Bild:


      Beschäftigt man sich intensiv mit Theorie und Praxis des Segelns auf Rahseglern, weiß man, dass die oberen Rahen immer ein wenig mehr angebrasst wurden als die darunter. An Fock und Groß sieht das gut aus, am Besan alles andere als gut. Also ging es heute um eine deutliche Korrektur. Ziel: Maximales Ergebnis bei minimalem Abriss. Wobei "Abriss" hier für das Lösen von Tauen steht, wobei dann auch die Option möglich war, dass ein Tau plötzlich zu kurz war und also ersetzt werden musste. Interessant ist bei einer solchen Arbeit, wie das Verständnis vom Zusammenwirken der vielen verschiedenen Zugkräfte wächst. Hier vorsichtig zuppeln, dort sanft eine Wicklung um eine Klampe zurücknehmen, da genau das Gegenteil machen...
      Im Ergebnis musste ich wirklich nur drei Taue echt lösen und neu befestigen, und so sieht die Draufsicht jetzt aus:


      So, und dann mal zu meiner To-Do-Liste. Da kann ich nun ein weiteres Häkchen setzen:
      • Boote an Deck daumen1
      • Anker anbringen samt Ankerbojen
      • Laternen anbringen daumen1
      • Beflaggung
      • Finknetzhalterungen, Finknetze, Hängematten darin
      • "Puppen", also Taurollen an den Belegpunkten
      • vielleicht noch das eine oder andere Besatzungsmitglied daumen1 (kommen evtl. noch welche dazu)
      • Vitrine planen und fertigen lassen
      • Diorama erstellen
      Die Mercury ist nun auch für den öffentlichen Wasserstraßenverkehr zugelassen, denn sie hat nun eine vorschriftsmäßige Beleuchtung:


      Und weil das Fotografieren heute wieder so viel Spaß gemacht hat, noch ein paar Bilder:




      Wie immer danke für euer Interesse und die Likes.

      Gruß

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
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      Hallo Bonden

      Wieder was dazu gelernt, danke für die Erklärungen betreffend anbrassen der Rahen!
      Das Ergebnis ist sehr überzeugend. Ich denke, das ist ein klassischerFall von "bondnen", siehe Erklärung die für den Duden bereit steht.
      Du weisst, was ich meine zwinker2
      Aber ganz ehrlich, mit diesem Wissen im Hinterkopf hätte vielleicht sogar ich versucht das zu verbessern...

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
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      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
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      Ahoi allerseits und danke,

      gern will ich noch ganz kurz das erläutern, was ich zur Segelstellung geschrieben habe.

      Die oberen Rahen werden daher weiter angebrasst als die unteren, weil die dortigen Segel schmaler, kleiner und aus leichterem Tuch sind. Sie stehen daher auch bei spitzerem Einfallwinkel des Windes voll. Dadurch erreicht man außerdem, dass sie besseren Antrieb liefern und dass das Schiff weniger krängt, also sich zur Seite legt.

      Gruß

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1