HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

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    • 7. Dezember 2014

      Heute habe ich das der letzte der Teile gebaut, welche später das Achterdeck "bevölkern", und zwar das Kompasshäuschen. Hier die Ausgangslage:


      Der Zusammenbau war nicht schwierig, aber man musste schon ein klein wenig mitdenken. Hier noch nicht:


      Aber hier weiß man, dass das mit dem Mitdenken wichtig gewesen wäre - denn vor den Öffnungen ist Folie. Und das Innere hässlich weiß. stirn1


      Also ganz vorsichtig das Messer angesetzt...


      Aber letztendlich ist das Teil fertig.


      Und wenn ich dann alle Geschütze auf dem Achterdeck fertig getakelt an Ort und Stelle habe, kommt auch das Kompasshäuschen sowie der Ruderstand, das Gangspill und die Nagelbank des Besanmastes dahin, wo sie hingehören.


      Im Bau: HMS Mercury
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    • 14. Dezember 2014

      Heute kann ich berichten, dass das Vordeck jetzt alles an festen Teilen - außer dem Fockmast natürlich - hat. Zuerst habe ich die beiden Geschütze getakelt und und befestigt. Anschließend gab es noch ein nettes kleines Teil zu bauen, und zwar den Glockenstuhl für die Schiffsglocke. Das war die Ausgangslage:


      Die anderen Teile, also Nagelbänke und Schornstein der Kombüse, hatte ich ja bereits fertig, dazu kam dann noch ein wenig Kleinkram, also vier kleine Knechte sowie der Steuerbordauflieger für den Penterbalken. (Den für Backbord kann ich noch nicht bauen, da fehlen mal wieder zwei Teile - hab bereits über Slawomir meine Fühler in Richtung Shipyard ausgestreckt. Also für künftige Mercury-Bauer: Es fehlt zweimal das Teil 275...). Also drauf mit dem ganzen Kram, und jetzt schaut es richtig gut aus auf dem Vordeck. Hier der Glockenstuhl mit Schiffsglocke:


      Und dann noch je ein Blick von vorn und achtern:


      Als nächstes werde ich mich jetzt dem Achterdeck widmen; mal sehen, was da vor Weihnachten noch geht.


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    • 22. Dezember 2014

      Heute heißt die Überschrift: Kleine Klebekunde

      Ich möchte gern einmal zeigen, wie ich mit verschiedenen Klebstoffen arbeite. Für alte Hasen sicher nix Neues, aber vielleicht nutzt es dem einen oder anderen noch nicht so erfahrenem Pappkameraden. Ich zeige das mal an so einem simplen Teil wie einer Leiter. Da waren noch zwei zu bauen, um vom Geschützdeck auf das Gangbord zu kommen.

      Bild 1 zeigt die Ausgangslage.


      Zuerst waren für die Seitenteile je ein weißes und ein gestricheltes Teil zusammenzukleben. Dann wurden entsprechend der Markierungen die Treppenstufen angeklebt, wobei ich alle erst einmal an einem Seitenteil befestigte und das andere noch beiseite ließ:


      Dann habe ich die Kanten der Treppenstufen eingeleimt und das andere Seitenteil angepasst.


      Nach dem Trocknen sorgfältig gestrichen und dann eingebaut.
      So weit, so gut. Hier seht ihr meine drei Klebstoffe:


      Für den ersten Schritt nahm ich den Weißleim, der ist recht flüssig und trocknet nicht allzu schnell aus, was ja für diesen Schritt auch gut ist, denn die beiden Teile sollen ja überall plan aufeinander aufliegen und möglichst keine überstehenden Stellen vorweisen. Das Korrigieren bei solchen Teilen braucht etwas Zeit - die gibt mir dieser Leim.
      Die Treppenstufen habe ich mit Ponal Express geklebt. Hier wollte ich nicht ewig lange ein Teil festhalten und warten müssen, dass es endlich antrocknet.
      Für den nächsten Schritt, das Anbringen des zweiten Seitenteils, nahm ich wiederum den Weißleim, da hier doch beim Ausrichten der 6 Treppenstufen ein wenig Zeit benötigt wird und die jeweiligen Klebeflächen ja nur sehr schmal und klein waren, so dass ein so schnell trocknender Leim wie der Ponal Express nicht optimal gewesen wäre.
      Schließlich wurden die Treppen an Deck befestigt, und hierfür nahm ich Ponal Turbokleber. Wer den nicht kennt: Das ist eine Art Sekundenleim speziell für Holz und Karton, allerdings etwas langsamer beim Aushärten, man hat also einige Augenblicke zu Korrekturen. Und er ist nicht so gesundheitsgefährdend wie der "normale" Sekundenleim. Für das Anbringen der Leitern ideal, zwei winzige Klebstoffpunkte (erst etwas auf eine alte CD, mit dem Zahnstocher reintupfen, am Teil anbringen) reichen aus, Leiter ansetzen, festdrücken, fertig.


      Wie gesagt, nix Spektakuläres, aber vielleicht hilft es ja hier und da.
      Und wer beim letzten Bild aufmerksam hingeschaut hat, hat entdeckt, dass auf dem Achterdeck die erste Kanone getakelt ist.
      Und damit geht auch meine Werft jetzt in die wohlverdiente Weihnachtspause.


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    • 27. Dezember 2014

      Der Weihnachtsmann war ein Netter und hat mir eine Reeperbahn gebracht. Von der Firma Krick. Habe sie heute zusammengebaut und ausprobiert, und nachdem ich dann etwas probiert habe, glaube ich, den Bogen raus zu haben. Einfache Technik - überzeugende Ergebnisse! Also werde ich mir das Tauwerk für das stehende Gut selbst schlagen - fein!


      Ich habe dann heute noch ein weiteres Tau geschlagen, diesmal aus schwarzen Fäden. Auch hier ist das Ergebnis aus meiner Sicht erste Sahne. Was ich noch herausbekommen muss, ist, mit welchen Garnstärken ich welche Taustärke erziele. Weil, 3 Stück Takelgarn 0,25 mm Durchmesser ergibt ein Tau, welches bedeutend schlanker als ein 0,75-mm-Tau ist. Hier mal zum Vergleich das gestern schon gezeigte selbstgeschlagene Tau aus 0,25-mm-Garn und ein 0,75-mm-Garn von Constructo:
      Bilder
      • M259-1.jpg

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    • 2. Januar 2015

      Ahoi allerseits und alles Gute für 2015!

      So, genug gefaulenzt - das neue Jahr wartet auf Baufortschritte. Also habe ich wenigstens eine Kanone getakelt und angebracht. Nicht viel, nichts spektakuläres - aber weil es die erste Arbeit 2015 an der Mercury ist, will ich sie einfach mal zeigen und hierbei auf eine Kniffligkeit hinweisen, die so nur auf dem Achterdeck zu finden ist bei diesem Modell. Im ersten Bild seht ihr einen Bohrer im Schanzkleid stecken. Dort sollen dann die Augbolzen rein, an denen das Brooktau befestigt ist. Man sieht aber recht gut, dass das Schanzkleid achtern sehr dünn ist. Auf dem Hauptdeck gibt es ja eine innere und eine äußere Bordwand und dazwischen die Trempelrahmen, also genug Platz. Hier oben muss ich seeeehr vorsichtig den Bohrer mit den Fingern drehen und mit einem Finger der anderen Hand außen fühlen, um rechtzeitig aufzuhören, bevor ich durch bin. Das ist zwar gelungen, aber eine kleine Beule ist dennoch geblieben, wie das letzte Bild zeigt. Aber auch hier gilt: Mit normalem Betrachtungsabstand muss man schon wissen, dass diese kleinen Buckel da sind, um sie zu erkennen. Dennoch, bei den nächsten Geschützen gilt es also noch vorsichtig zu Werke zu gehen. Aber ein klein bissel Halt brauchen die Augbolzen schon; einfach so mit der Schnittfläche des knapp 1mm dünnen Drahtes an die platte Wand kleben reicht nicht.

      Jetzt fehlen nur noch zwei Kanonen und vier Karronanden - und keine Bange, ich werde jetzt nicht über jedes einzelne Geschütz berichten!




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    • 4. Januar 2015

      Zwar habe ich heute nicht mehr am Schiff gearbeitet, aber ich habe mein neues Spielzeug, welches der Weihnachtsmann gebracht hat, nochmals benutzt, sprich, die Reeperbahn. Heute habe ich Takelgarn schwarz von Amati, 0,5 mm, genommen und daraus ein Tau geschlagen. Seht das Ergebnis - im Vergleich dazu Takelgarn von Constructo, 0,75 mm (links) und von Artesania 0,5 mm (rechts). Irre, was es da für Unterschiede gibt!
      Also ich werde auf jeden Fall die heute geschlagene Taustärke für die Stage nehmen (und noch etwas enger schlagen...); das sieht gut aus und scheint mir auch das passende Maß zu sein. Sicherheitshalber werde ich aber nach der alten Ingenieursweisheit "Messen ist Wissen" verfahren und dann endgültig entscheiden. Jetzt brauche ich nur noch ein genaues Messmittel für die Stärke von Takelgarn...


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    • 11. Januar 2015

      Heute habe ich die erste Karronade getakelt. Immer wenn etwas zum ersten Mal passiert, will ich es auch im Baubericht zeigen; die weiteren 3 Karronaden zeige ich dann, wenn das Achterdeck komplett mit allen Geschützen bestückt ist.
      Wie ich die Karronadenschlitten gebaut und verfeinert habe, habe ich ja bereits gezeigt. Und auch über meine Überlegungen hinsichtlich des Takelns habe ich berichtet. Ich habe nochmal nachgedacht, Literatur gewälzt und bin dabei geblieben, sie so zu takeln, wie es u.a. im Mondfeld auf Seite 185 gezeigt wird. Und es entspricht auch der Takelung der Karronaden auf dem Achterdeck der Victory. Das erfordert dann also je Geschütz 8 Blöcke, 10 Augbolzen - nein, 12, die zwei zur Führung des Brooktaus hätte ich ja fast vergessen - etliche Längen Takelgarn und jede Menge Geduld.
      Das vorbereitete Geschütz seht ihr hier:


      Nun galt es, wieder sehr vorsichtig Löcher in das dünne Schanzkleid zu bohren und dabei möglichst nicht die Bordwand zu durchstoßen. Nun, diesmal hat das gut geklappt!
      Dann wurden die Augbolzen gekappt, so dass hinter der Öse nur noch ca. 2mm stehen blieben. Dann wurde der Schlitten mit Ponal Turbokleber an Deck festgeklebt. Nun kam der "Fuddelkram" - das scheinbar heillose Wuhling von Takelenden, Augbolzen und Blöcken so zu sortieren und an den richtigen Stellen reinzustecken, anzukleben und abzuschneiden, dass am Ende das Gesamtbild für Zufriedenheit sorgt. Die nachfolgenden Bilder zeigen das Ergebnis - urteilt selbst. Ich will aber gern zugeben, dass ich zwar hier und da noch Verbesserungsbedarf sehe, aber insgesamt doch recht zufrieden bin.


      Insgesamt habe ich dafür heute über 2 Stunden gebraucht; der Aufwand ist doch größer als gedacht und zeitintensiver als für die Kanonen.
      Was noch fehlt, sind die Taurollen an den Enden der Takel - die kommen später, da gehe ich wieder in Serienproduktion.


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    • 30. Januar 2015

      Mal ein kleines Update: Bin in letzter Zeit nicht zum Weiterbauen gekommen; aber heute musste es einfach mal wieder sein. Bin ja noch immer beim Takeln und Einbauen der Geschütze auf dem Achterdeck, und speziell die Karronaden nehmen doch sehr viel Zeit in Anspruch. Und da ich mit meiner ersten Karronade nicht wirklich zufrieden war, habe ich mir heute bei der zweiten noch mehr Mühe gegeben. Mir waren die Reeps der Seitentakel nicht straff genug. Mit dem heutigen Ergebnis bin ich schon viel zufriedener, und beim Bohren der Aufnahmelöcher für die Augbolzen ging auch alles gut.
      Im Gegensatz zu einer normalen Kanone, für die ich mittlerweile nur noch eine Stunde brauche, nimmt so eine Karronade mal locker 2 1/2 Stunden Zeit in Anspruch. Aber es dauert eben so lange wie es dauert, ich bin ja nicht im Stress oder Leistungsdruck.


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    • 13. Februar 2015

      Heute ging es weiter - ich bin ja doch noch nicht fertig mit dem Achterdeck...

      Da fehlt doch noch ein schmuckes Geländer, damit die Leute nicht in die Kuhl fallen, wenn sie unaufmerksam sind.

      Wenn ich richtig gezählt habe, sind es 48 Teile, die zu verbauen sind. Das hat Spaß gemacht und hat keine zwei Stunden gedauert. Seht die Bilder!




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    • 15. Februar 2015

      So, ich glaub, jetzt habe ich das Achterdeck wirklich fertig. Heute gab es Fleißarbeit, noch knapp 20 Taurollen waren herzustellen, außerdem wurde der Kompaßschrank aufgestellt und festgezurrt.

      Jetzt geht es an die Herstellung der Rüstbretter samt Püttingsjungfern.

      Vorher nochmal ein Blick über das gesamte Schiff. Am vorigen Donnerstag war übrigens Jahrestag - am 12. Februar habe ich vor einem Jahr mit der MERCURY angefangen. Nun, das eine Jahr fröhliches Werkeln in der Werft hat sich, glaube ich, gelohnt.




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    • 21. Januar 2015

      Jetzt geht es mal wieder in die Abteilung "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen."
      Bevor ich in die Höhe bauen kann, braucht es ja noch die Rüsten. Da gibt es dann gleich mehrere zu bedenkende Dinge. Zum einen die Farbgebung: Die Bauanleitung sieht vor, dass die Rüstbretter sowie die Zugstützen im selben Gelbton wie große Teile des Rumpfes gestrichen werden. Nach umfangreicher Recherche habe ich das verworfen und sie schwarz gemalt. Die Stellen, an denen sie dann später befestigt werden, sind auch schwarz, insofern passt das. Mit Blick auf die Victory und auf zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und etliche Modelle in diversen Foren liege ich damit sicher nicht verkehrt.
      Desweiteren müssen ja nicht grad wenige Jugfern eingefasst werden. Dazu nehme ich Draht - aber welchen? Ich habe mir als erstes Messingdraht genommen, diesen brüniert, so dass er ein schönes mattes Sehr-Dunkel-Grau bekam. Leider lässt die Materialfestigkeit zu wünschen übrige; nach dem mir einige Versuche mit Drahtbruch misslungen sind, habe ich dann doch zum Kupferdraht gegriffen, mit der Folge, dass ich den anmalen muss. Kann man vorher machen, aber das nützt nichts, denn durch das Um-die-Jungfer-Wickeln geht die meiste Farbe wieder ab. Also nach dem Einbinden seeeeehr vorsichtig streichen, um nicht die Holzjungfer mit vollzumalen.
      Shipyard hat eine Drahtbiegehilfe mitgeliefert - natürlich auch aus Karton. Sieht man auf den Bildern - das ist total albern. Obwohl ich das Teil nach dem "Zusammenbau" (ein kleines Teil auf ein großes Teil geklebt) mit Sekundenleim getränkt habe und aushärten ließ, zerfaserte es schon beim ersten Draht, den ich da drum bog. War ja vorherzusehen. Und überhaupt, was soll ich mir erst den Draht in die richtige Form biegen, wenn ich ihn dann doch wieder aufbiegen muss, um die Jungfer reinzudrücken. Also wird das von Hand gemacht; mit der Zeit kommt da sicher Routine und damit auch Geschwindigkeit.

      Die ersten beiden Jungfern am Steuerbordrüstbrett des Großmastes sind drin; jetzt fehlen rundrum ja nur noch schlappe 60 weitere Rüstjungfern.




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    • 22. Februar 2015

      Das mit dem Messingdraht hat mir keine Ruhe gelassen, zumal mir die Vorstellung, jetzt 60x mit großer Vorsicht und Akribie den Kupferdraht, der um eine Jungfer gewickelt ist, anzumalen, auch nicht froh gestimmt hat. Also habe ich nochmals den Versuch mit meinem brünierten Messingdraht gestartet. Ich glaub, jetzt habe ich den Dreh raus, er bricht mir im Schnitt nur noch bei jeder 5. Jungfer. Und mal ehrlich: So wie jetzt sehen die Püttingsjungfern doch viel besser aus! Das alles hat eine reichliche Stunde gedauert; allerdings ist mein Messingdraht jetzt fast alle - ich hatte mir im Spezialgeschäft erst mal nur eine Länge á einen Meter geholt, um zu schauen, ob das überhaupt was für mich ist. Dann weiß ich ja jetzt, wo ich in den nächsten Tagen einkaufe gehe.


      Und da der Draht fast alle war, ich nix anderes am Schiff bauen wollte, ich mich aber dennoch mit irgendwas Maritimem beschäftigen wollte, habe ich dieses schöne 3000-Teile-Puzzle angefangen. Schließlich braucht mein Kapitän ja später ein ordentliches Kartenmaterial! Ich habe mit dem Rand angefangen - keine gute Idee bei diesem Puzzle, die Randteile sehen alle gleich aus - rundrum! Hmm Ich glaub, ich streiche dann doch lieber Kupferdraht...


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    • 29. März 2015

      Ahoi allerseits! Meine Baupause geht zu Ende, denn das Puzzle wurde gestern fertiggestellt. Es lässt sich eben schlecht Schiffchen basteln, wenn alle glatten Oberflächen in meinem Marinezimmer mit Puzzleteilen belegt sind.

      Aber nun ist es vollbracht, und ich habe meiner Mercury schon mal die möglichen künftigen Einsatzorte gezeigt.


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    • 5. September 2015

      Seit dem 22. Februar d.J. habe ich nichts mehr an der Mercury gemacht.
      Ich verkünde hiermit feierlich, dass die zugegebenermaßen seeeeehr lange Sommerpause nunmehr beendet ist!
      Es kribbelte ja schon eine ganze Weile, aber die letzten Wochenenden waren einfach immer voll mit anderen Dingen.
      Zum wieder "Warmwerden" habe ich mir ein paar Kleinigkeiten gesucht. Es waren da noch zwei kleine Anker zu bauen. Die Bilder 1 bis 3 zeigen die einzelnen Bauphasen. Die Ankerbänder sind wieder eingefärbte Papierstreifen, im Original waren die aus Eisen.
      Bild 4 zeigt die kleinen Anker mal im Vergleich zu den zwei großen, die ich ja schon vor längerer Zeit gebaut habe.

      Im fünften Bild sieht man dann noch die Marsplattformen. Die hatte ich schon im Februar fertig, hatte aber vergessen, sie hier zu zeigen. Wobei, fertig sind sie ja noch lange nicht. So fehlen zum Beispiel noch die Rippen, die Rüstjungfern für die Stengewanten sowie diverse Blöcke für das laufende Gut. Die Bauanleitung sieht genau diese Farbgebung vor wie auf dem Bild zu sehen ist. Das ändere ich aber noch. Es ist einfach Unsinn, die Marsplattform so aussehen zu lassen wie die Decks. Die helle Farbe der Decks entstand durch das regelmäßige Schrubben; auf der Marsplattform fand das natürlich nicht statt, denn zum einen wäre es Wahnsinn gewesen, täglich die Pützen mit dem Wasser hochzuschleppen, zum anderen hätte man diese Arbeit wohl mit einer Zahnbürste machen müssen, da ja die zahlreichen Rippen die Plattform in viele kleine Segmente teilen. Und wieder einmal hilft hier ein Blick zur guten alten Victory: Auch dort sind die Plattformen komplett gepönt, und zwar schwarz. Getreu dem Motto "Schwarz ist bunt genug" werde ich also hier nochmal den Pinsel schwingen.






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    • 11. September 2015

      Heute habe ich mir mal die dem Bausatz beiliegenden Rundhölzer für Masten und Rahen vorgenommen. Als ich mir die Stäbe beim ersten Durchsehen, so nach dem Kauf und dem Auspacken, angeschaut habe, war ich noch sehr, sehr skeptisch. Als ich mit dem Rumpf ein ganzes Stück voran gekommen war, nahm ich sie mal wieder zur Hand und war noch immer sehr skeptisch. Heute muss ich sagen, dass ich noch immer skeptisch bin, aber je mehr mein Sandpapier mich beim Denken unterstützt, indem es sanft über die Rundungen der Holzstäbe fährt, desto mehr schwindet meine Skepsis. Zwar ist speziell der Stab, der den Großmast geben soll, viel zu dick, aber die anderen Hölzer passen schon nach relativ kurzem, aber intensiven Schleifeinsatz in die im Deck vorgesehenen Öffnungen und stimmen auch mit den im Bauplan zu vergleichenden Originalstärken überein.

      Morgen vormittag muss ich hier Staub saugen. So hab ich mir den ersten Tag meines Kurzurlaubes nicht vorgestellt...

      Nun mal ein Probestecken der Untermasten und des Klüverbaumes - alles noch nicht in der richtigen Länge. Und Freddy wollte dabei auch mal wieder Probesitzen...


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    • 18. September 2015

      Ahoi allerseits,

      nachdem ich ein paar Tage in Italien Sonne tanken war, geht es hier wieder ein wenig weiter. Bevor es nun wirklich in die Höhe geht, ist noch jede Menge Kleinkram zu werkeln und vorzubereiten, und ich finde immer wieder Teile, die irgendwie zum Rumpf gehören und noch nicht gebaut sind.

      Die Schiffslaternen zum Beispiel. Die Bögen zeigen mir, dass alle dafür erforderlichen Teile dreifach vorhanden sind, was auch auf drei Laternen schließen lässt. Nun sind ja alte Segelschiffe im Allgemeinen und die englischen Kriegsschiffe der Nelson-Ära im Besonderen ein großes Hobby von mir, aber wenn ich mich mal dumm stelle und die Bauanleitung frage: Wo kommen die drei Laternen denn hin? antwortet mir Shipyard nur in Bezug auf die zwei am Heck. Dass die dritte an der Mars des Großmastes angebracht wird, wird heftigst verheimlicht. Überhaupt komme ich so langsam in Bereiche, in denen man ohne Fachbücher und andere Quellen nur sehr schwer und bestenfalls mit Raten und Learning bei Falschmaching weiterkommt. Das heißt, jetzt macht es so richtig Spaß! tanz 2

      Ich habe erst mal eine Laterne gebaut, um zu schauen, wie das so klappt.
      Die Einzelteile sind schnell gefunden dank meiner Excel-Tabelle. Die sechs Scheibenelemente sollen mit Folie hinterklebt werden. Im Gegensatz zu den Fensterscheiben in den Schotts und in der Heckgalerie sind hier keine vorgestanzten Stücke, sondern ein größeres Stück fester Folie im Bausatz. Ihr seht ja, wie recht filigran die Rähmchen sind. Kurz nachgedacht, dann hatte ich eine vermeintlich tolle Idee: Mittels kleinster Tupfer Ponal Turbokleber kamen die Rähmchen auf die Folie und wurden dann nach kurzer Trockenzeit fein sauber ausgeschnitten. Meine Scheiben waren "verglast", und die Teile hatten mehr Stabilität für den Zusammenbau.
      Dann aber schlug die Chemie zu. Offenbar ist im Ponal Turbokleber ein Stoff, der sich mit der Folie nicht so gut verträgt. Aus meinen durchsichtigen Glasscheiben wurden plötzlich trübe, fleckige Glasscheiben. Der Witz war, dass der Effekt erst nach ein paar Minuten eintrat - da war das Laternchen schon fast komplett zusammengebaut.
      Erst habe ich mich geärgert, aber so im Nachherein denke ich, dass das so schlecht gar nicht ist: Die Qualität des Alltagsglases zur damaligen Zeit war lange nicht so hoch wie heute. In der Laterne blakte eine rußende Kerze. Also erscheint es gar nicht so abwegig, dass die Scheiben alles andere als klar waren - wichtig war nur, dass genug Licht durchkam, um anderen Schiffen des eigenen Geschwaders nachts die Position anzuzeigen.
      Dennoch werde ich bei den nächsten beiden Laternen einen anderen Kleber probieren und das ganze erst mal testen, bevor es an die Echt-Teile geht.

      Hier nun die Bilder, und dann geht es weiter...


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    • 18. September 2015

      Petcarlis Baubericht seiner Revenge erinnerte mich daran, dass meine Mercury ja auch auf jeder Seite eine Fallreepstreppe braucht. Die Stufen dafür sind wahrlich keine Herausforderung, aber sie müssen eben auch gebaut und bemalt werden. Beim Bemalen gilt es zu beachten, dass sie immer die gleiche Farbe wie der jeweilige Untergrund bekommen.

      Spaß gab es dann mit den Marsplattformen. Weiter vorn hatte ich ja den damaligen Arbeitsstand gezeigt und angekündigt, da farblich nachzubessern. Zuerst einmal mussten aber die Rippen angebracht werden. Und da gab es wieder einen kleinen Intelligenztest von Shipyard. Zum einen muss man das einfach wissen, dass auf die Plattformen diese Rippen draufmüssen und man muss auch wissen, welche Teile das sind - sowas muss ja nicht in der Bauanleitung stehen. Zählt man dann auf dem betreffenden Bogen nach, stellt man fest, dass je Plattform 22 Rippen vorhanden sind, aber es gibt nur jeweils 20 vorgegebene Stellen dafür - man sieht das auf dem dritten Bild recht gut. Kurz nachgedacht und geschaut, und dann hat man's - jeweils die längsschiff mittig sitzenden Rippen sind doppelt vorhanden, obwohl sie nur einmal gebraucht werden.Also, liebe Nachbauer: Wenn ihr da Mist baut, dann am besten mit genau diesen zwei Teilen - dann habt ihr einen weiteren Versuch. frech 1

      Der Rest war nur noch Fleißarbeit, und dann kam Kamerad Pinsel zum Einsatz. Am Ende des Tages war das dann die Ausbeute - die Plattformen lege ich für später beiseite, die Fallreepstreppen werden eventuell schon morgen angebracht.







      Update: So, jetzt habe ich die Fallreeptreppen dran, wie man sehen kann.


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    • 18. September 2015

      Ach nee, so bloß mit diesen zwei Treppen wollte ich dann den Werfttag doch nicht beenden. Und wieder war es petcarli-Fritz, der mich mit seiner Revenge an etwas erinnerte. Weil auch bei meiner Mercury waren ja noch die Kranbalken anzubringen. Das hatte ich mir noch aufgespart, da so vorstehende Teile ja immer gern mal abgerissen werden beim Bauen - aber irgendwann müssen sie ja mal ran. Außerdem hatte Shipyard hier auch wieder ein kleines Unterhaltungselement eingebaut.
      Bild 1 zeigt den kranbalkenlosen Zustand.


      In Bild 2 und 3 halte ich die Stütze und den Kranbalken an die Stelle, wo sie hinsollen.


      Man sieht schon den Systemfehler: Der Kranbalken wird hauptsächlich zum Katten des Ankers benötigt; da hängt also schon ein ganz gewaltiges Gewicht dran. So etwas pappt man mal nicht eben nur an zwei dünnen Zierleisten, nein, das wird fest und eng am Rumpf befestigt!
      Also mussten die Zierleisten vorsichtig und passgenau aufgeschnitten werden:


      Dann jeweils Kranbalken mit Stütze verbinden, die Stütze am unteren Ende noch etwas einkürzen, da sie sonst zu lang gewesen wäre, und dann anbringen.
      Bilder 5 und 6: Voilá! Fertsch, wie der Sachse sagt!


      Nun dürfen die Werftarbeiter auch ins Wochenende.


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    • 18. Oktober 2015

      Hier ging es heute weiter. Viel Aufwand, wenig zeigenswertes Ergebnis. Aber wat mutt dat mutt...

      Heute wurde das zweite Rüstbrett für den Großmast bestückt. Dazu habe ich zuerst mal Draht brüniert. Das war leichter gesagt als getan. Ich nahm Brünierbeize von Fohrmann, für Eisen, denn ich hatte im Fachgeschäft Eisendraht verlangt und gekauft. Zuerst dachte ich, mein Brüniermittel ist kaputt, da sich nix verfärbte. Dann hatte ich die schlaue Idee, mal einen Magneten an den Draht zu halten, und die beiden wollten partout nicht miteinander kuscheln. Ok, also nahm ich die Brünierbeize für Messing und Kupfer, und schon hat sich der angebliche Eisendraht schwarz geärgert, dass ich seine Trickserei erkannt hatte.

      Nun, das Einfassen der Rüstjungfern mit dem Draht ist auch keine vergnügungssteuerpflichtige Angelegenheit, und mir tun jetzt die Finger weh. Aber egal, es ist geschafft.


      Nun warten "nur" noch die Rüsten für Fock und Besan...


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    • Mit diesem Beitrag gehen wir solangsam wieder in die Echtzeit. Am Datum seht ihr, dass er in der ... ähm... Umbruchphase entstanden ist. Und ab dem nächsten Posting (welches gleich bald folgt...) sind wir dann im hier und Heute angelangt. zwinker2

      1. November 2015

      Für heute ein kleines Udate:

      Zum einen habe ich mich heute mit dem Penterbalken befasst. Auf diversen Darstellungen sieht man immer nur, dass beiderseits ein Tau durch Augbolzen geführt wird, aber nirgends findet man, wo diese Taue beginnen und enden und wozu sie da sind. In suchte und ich fand: Das sind nichts weiter als Trageseile, um das schwere Teil je nach Bedarf über die eine oder andere Seite des Vordecks zu wuchten, je nachdem wo ein Anker zu pentern ist. (Das für's Pentern notwendige Takelzeugs kommt später ran.)
      Also habe ich heute meine kleinsten Augbolzen bemüht. Aber so richtig glücklich bin ich nicht mit dem Ergebnis - ich finde die Augbolzen ein wenig zu überdimensioniert, oder was meint ihr?

      Zufriedener bin ich mit der Marsplattform des Großmastes. Hier wurden 4mm-Jungfern mit brünierten Draht eingefasst und angebracht; im Anschluss baute ich das Geländer. Für die Höhe habe ich extra einen meiner Kanoniere herbeigerufen. Ja, passt so, Arbeitsschutzvorschrift eingehalten, Geländer über Hüfthöhe, alles schick! tanz 2


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    • So, ab jetzt ist der Baubericht aktuell! ja 1


      20. November 2015

      Vor lauter Bauberichtswiederherstellungsorgien kommt man gar nicht mehr zum Modellbau. Die Sauerei muss eine andere werden! grins 2

      Heute also etwas Aktuelles: Wer meinen Baubericht aufmerksam gelesen hat, wird wissen, dass ich mich zwar den eher langweiligen Passagen auch stelle und sie zu meistern versuche, aber vor allem immer bestrebt bin, hauptsächlich Spaß am Hobby zu haben - weshalb ich auch immer mal wieder zwischendurch irgendwelche Teile baue, die aktuell noch keine wichtige Rolle spielen. So auch heute .....ähm, *räusper, räusper, guckt zur Uhr* ....gestern. frech 1
      Derzeit ist es so, dass ich die meiste Zeit, in der ich mich mit meiner Mercury befasse, für unbedarfte Beobachter äußerst unproduktiv wirke. Ich sehe mir immer wieder die verschiedenen Blätter der Bauanleitung an, blättere in diversen Büchern, bemühe das Internet... kurzum, ich bereite mich auf das Kommende vor. Und dann kommt es ab und an zu so kleinen Eruptionen, die dann irgendein Teil hervorbringen. So auch heute. Ich habe mir mal angeschaut, wie das so ist mit dem Bugspriet und dem Klüverbaum. Für die Landlubber zur Erklärung: Der Bugspriet ist das schräge Rundholz, das vorn am Schiff so schräg nach oben zeigt. Und der Klüverbaum ist das Rundholz, das an das vordere Ende des Bugspriets angebracht ist und diesen schrägen Speer noch verlängert. grins 2
      Bugspriet und Klüverbaum haben einiges an Schwerstarbeit zu leisten, an ihnen sind einige wichtige Taue befestigt. Um so bedeutsamer ist eine feste Verbindung dieser beiden Rundhölzer. Dafür wird der Bugspriet mit einem sog. Eselshaupt ausgerüstet, durch das dann der Klüverbaum geschoben wird. In der Bauanleitung sehen wir dazu das hier:


      Klar soweit? grins 2
      Alaso galt es zuerst einmal, das entsprechende Rundholz in die richtige Länge und die richtige Form zu bringen. Nun, abgesägt ist schnell, und dann wurde schon mal das Aufnahmeteil für das Eselshaupt angezeichnet.


      Nun bin ich ja bekanntermaßen Kartonmodellbauer, kenne mich mit Papier aus - aber relativ wenig mit der Bearbeitung von Holz. Irgendwelche Geräte dafür wie Drehbank oder so habe ich nicht, nur so ein Dremel-ähnliches Gerät von Westphalia. Aber ich erinnerte mich, dass ich vor langer Zeit, aus einem mir überhaupt nicht mehr präsenten Grund, einen Satz Schnitzmesser gekauft hatte.


      Also ran an den Feind ... ähm, an das Holz. Es galt, das Ende des Bugspriets so zu gestalten, dass es durch die Öffnung dieses Kartonteils passt:


      Nachdem ich mit dem im Bild gezeigten Werkzeugen überraschenderweise zu einem passablen Ergebnis gekommen war, musste nun nur noch das Eselshaupt gebaut werden:

      Wer den Fehler im zweiten Bild erkennt, ist wirklich gut! zwinker2 Er wurde dann auf jeden Fall korrigiert...

      Schwarz ist immer gut:


      So, und dann bitte zur Anprobe:


      Das Teil ist noch nicht festgemacht. Bevor das passiert und der ganze andere Kram (Violine mit Scheibgatt, Klüverbaumzurringklampe, Klüverbaumsattel...) drankommt, passieren noch etliche andere Dinge. Aber ich weiß, dass ich das Teil fertig habe, und wenn es dann gebraucht wird, geht es ganz schnell! tanz 2


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)
    • Hallo Bonden,

      was für ein Aufwand mit dem Eselshaupt...in meiem Maßstab kann man das Teil einfach stumpf vorn ranpappen grins 2
      Sieht aber sehr gut aus. Was die Augbolzen am Penterbalken angeht...natrülich sind sie maßstäblich zu groß, aber an einigen Stellen im Modellbau bin ich der Meinung, dass Dinge auch mal zu groß sein dürfen, um überhaupt aufzufallen. Ist immer schwierig zwischen "bauen, aber möglicherweie zu groß" und weglassen zu entscheiden. Ich finds gut wies ist.

      Grüße
      Ludwig (der auch mal wieder was bauen müsste)
    • @Klueni: Ich musste erst mal kurz grübeln, was du mit Butterfässer meinst! happy1

      @Gerd: Warum denn so bescheiden? Du baust doch auch tolle Schiffe. Sie haben nur einen entscheidenden Nachteil: Sie haben keine Segel. grins 2

      @Fritz: klasse1 Sehr richtig meinen blöden Fehler entdeckt. Zum Glück war der Leim noch nicht so durchgetrocknet, so dass ich die Teile sauber wieder trennen konnte. rotwerd1

      @Gnost: Hmm, ja, das ist auch eine Überlegung, dass manchmal etwas ein wenig zu groß geraten darf. Aber ich glaube, in diesem Fall ändere ich das nochmal. Ich erwarte da eine ganz bestimmte Lieferung, mal schauen, was damit geht. (Was das konkret ist, verrate ich, wenn's soweit ist zwinker2 )


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    • Danke, Peter!

      Heute ging es endlich mal wieder etwas weiter. Wobei, das stimmt so nur teilweise, denn ich habe nichts Neues gebaut.

      Bonden schrieb:

      Zum einen habe ich mich heute mit dem Penterbalken befasst. Auf diversen Darstellungen sieht man immer nur, dass beiderseits ein Tau durch Augbolzen geführt wird, aber nirgends findet man, wo diese Taue beginnen und enden und wozu sie da sind. In suchte und ich fand: Das sind nichts weiter als Trageseile, um das schwere Teil je nach Bedarf über die eine oder andere Seite des Vordecks zu wuchten, je nachdem wo ein Anker zu pentern ist. (Das für's Pentern notwendige Takelzeugs kommt später ran.)Also habe ich heute meine kleinsten Augbolzen bemüht. Aber so richtig glücklich bin ich nicht mit dem Ergebnis - ich finde die Augbolzen ein wenig zu überdimensioniert, oder was meint ihr?



      Der Balken hat mir einfach keine Ruhe gelassen. Deshalb - aber nicht nur deshalb - habe ich mir von einem Modellbaufreund aus einer anderen (eher kartonfernen) Forenwelt etwas ganz tolles bestellt. Der Mann fertigt Ätzteile, zwar speziell für den Bau der Victory von Heller, aber sie sind - zumindest etliche - universell auch für andere historische Segelschiffe speziell dieser Zeit nutzbar. Wenn ihr mal schauen wollt: Klickse michse!

      Ich habe mir dort also die Platine 7 bestellt; da sind so wunderbare kleine Haken und Augbolzen drauf, und ich brauch davon noch jede Menge. Hier seht ihr meine Vorbereitungen:


      Nach dem Brünieren habe ich die Augbolzen dann doch noch gepinselt, da ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war - scheinbar ist mein Brüniermittel so langsam altersschwach. Dann die Bolzen aus dem Rahmen schneiden, und zwar mit nur einem kurzen Schaft, da der Penterbalken so dick ja nicht ist und die Bolzen schließlich von beiden Seiten jeweils an der gleichen Stelle eingesteckt werden müssen. Zuvor hatte ich die alten Augbolzen vorsichtig aus dem Penterbalken gezogen; zum Glück ging das recht gut, obwohl ich sie mit Ponal Turbo verklebt hatte. Hier mal zum Vergleich die neuen und die alten Augbolzen:


      Was mir auch nicht gefallen hatte, war das Tau. Dieser Balken war schon ein Mordsbrummer damals, da musste also ein dickeres Tau her, um ihn hin und her zu tragen. Also entschied ich mich für Garn in der Stärke 0,5, vorher war es 0,25. Ich muss sagen, jetzt gefällt er mir viel, viel besser:


      Hier nochmal der direkte Vergleich:


      Und hier seht ihr den Penterbalken schon mal an der richtigen Stelle:


      Ja, so schaut's toll aus! tanz 1


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    • Ahoi Fritz,

      ja, die Platinen sind recht preisintensiv. Die Qualität ist aber 1A! Und zum einen bin ich mir sicher, dass ich nach der Mercury wieder ein historisches Segelschiff bauen werde, also werden die Teile noch gebraucht, zum anderen hatte ich diesen Monat mein 25jähriges Betriebsjubiläum, und da gibt es bei uns ein nettes Sümmchen oben drauf. tanz 1 Und da Geld nur ein Zahlungsmittel ist und vor der nächsten wie auch immer gearteten Währungsumstellung sowieso weg muss... lach 2


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    • Moin Bonden,
      bei Bauberichten von klassischen Segelschiffen und besonders bei Deinem lernt man so nebenbei auch die Ausrüstung mit korrekter Bezeichnung kennen. So musste ich erst mal kugeln was ein Penterbalken ist. Klasse umgesetzt. Ich freue mich jedesmal wenn ein neuer Beitrag von dir kommt. Weihnachtsvierteiler eben - was fürs Auge und unterhaltsam klasse1
      LG Rolf
      Klebe Deinen Traum !
    • Huch, da bau ich schon seit ein paar Wochen nix am Schiffchen, und auf einmal mehrere Beiträge hier! Danke euch allen! daumen1 Ich kann berichten, dass ich mir jetzt auch die Platine mit den Rüsteisen habe schicken lassen. Ich denke, wenn Gans und Ente und all das andere Zeug endlich verspeist und verdaut ist, geht es auch mal wieder ein bissel weiter hier. happy 2

      So, weiterhin fröhliche Weihnachten euch allen. Baum 3


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    • Heute etwas aus der Rubrik "Vertraue nie blind der Bauanleitung!"

      Ist ja nicht so, dass ich mich nicht regelmäßig mit meiner MERCURY beschäftige. Aber derzeit bin ich mal wieder viel mit der immer mehr Fragen als Antworten gebenden Bauanleitung beschäftigt. Und aktuelle Ereignisse, zu denen ich gleich komme, bringen mich dazu, mich noch intensiver vorausdenkend mit meinem Modell zu befassen.

      Aber es juckte mich, mal wieder was Greifbares zu produzieren. Und da es ja, wenn denn die Rüstbretter endlich mal fertig sind, unweigerlich in die Höhe geht, habe ich mich mal mit dem Großmast befasst. Und dabei habe ich festgestellt, dass die bei Shipyard manchmal aber wirklich echt nicht alle Latten am Zaun zu haben scheinen - oder sie wollen es für uns Modellbauer extrem spannend machen.
      Also:
      Hier mal der Großmast in Rohform. Er ist bereits seit ein paar Tagen auf die in der Bauanleitung aufgezeigte Länge geschnitten und mittels Sandpapier der Stärken 80 und danach 150 leicht verschlankt. Daneben liegt die Bauanleitung, nach der ich mich genau gerichtet habe:


      Dann habe ich den Mast gestrichen, mit einer wasserlöslichen Acrylfarbe von Vallejo, "Patina Ocre 70.831 Tan Glaze". Und da der Klüverbaum ja auch schon als fertiger Rohling da liegt, kam der auch gleich unter den Pinsel. Die Farbe sehr dünn aufgetragen, damit die Holzstruktur zu erkennen bleibt.
      Aber nach zwei Anstrichen war ich nicht zufrieden, beide Rundhölzer sahen irgendwie rauh aus und fühlten sich auch so an. Nun ja, Sandpapier mit Körnung 150 ist nun nicht gerade das Zarteste... Ich fand dann noch einen Bogen 400er - und siehe da, die Farbe war nun zwar wieder runter, aber meine Masten sahen viel besser aus. Erneut gestrichen, zweimal das Ganze, und dann noch mit Acryl "Matt Varnish", ebenfalls von Vallejo, was den Hölzern einen feinen seidigen Glanz gab. Sieht man auf dem Foto jetzt nicht - glaubt es mir einfach:


      Die rumliegenden Teile zeigen die Mastschalen, den Masttop, die Mastbacken - und die 4 Decksbalken, die als Auflieger für die Beiboote dienen. (Habe ich noch nebenbei hergestellt...)
      Und beim Masttop begann nun der Spaß. Auf dem folgenden Bild sieht man den Masttop mit Mastbacken, fast fertig gebaut, was noch fehlt, sind die restlichen Eisenbänder sowie die Scheibgatts auf beiden Seiten. Die Mastbacken dienen ja als Auflage für die Salinge.


      Und an der Stelle höre ich auf, denn sicher habt ihr die Idiotie erkannt: Shipyard meint, den Masttop als extra Teil bauen zu lassen. motz1 Das heißt, dass die Verbindung zwischen dem Untermast und allem, was dann da oben noch drauf kommt, aus einer Klebefläche von weniger als einem halben Quadratzentimeter besteht. Hört sich nach einer stabilen Basis für vielen verschiedenen Zugkräfte, die da später von allen Seiten ansetzen, an.
      Hab mir mal den Weißleim genommen, um euch zu zeigen, wie das dann aussehen soll:


      Sorry, Shipyard, bei allem Respekt, aber was euch da geritten hat, wisst ihr wohl selber nicht... haue 1

      Ich könnte ja mal darüber nachdenken, einen Stahlstift einzusetzen, um eine feste Verbindung zu schaffen. Aber ich glaube, ich werde mir ein neues passendes Rundholz für den Großmast holen und das dann so bearbeiten, dass Mast und Masttop ein einheitliches Ganzes sind.
      Als ich das Rundholz auf die "richtige" Länge brachte, hatte ich dieses Problem noch nicht auf dem Schirm, weil ich einfach nicht damit gerechnet habe, dass mir Shipyard ein derartiges Ei legt! So richtig glauben kann ich es immer noch nicht, aber auch beim zwanzigsten Mal Bauanleitung anschauen komme ich zu keiner anderen Erkenntnis: Die meinen das ernst! Unglaublich. Ab sofort also noch viel mehr vorheriges Gucken, Denken, Fachbücher zu Rate ziehen...


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