HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

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    • Hallo Bonden!

      Das mit dem Masttop ist wirklich zu blöd! Solche Fehler sollten eigentlich nicht passieren. wunder1

      Zu den rauen Rundhölzern kann ich dir einen Tipp geben: frisch geschliffene Hölzer haben viel "angerissene" Fasern, die sich bei Kontakt mit Feuchtigkeit (z.B.: wasserlöslicher Acrylfarbe) aufstellen und alles rau wirken lassen. Du hast eigentlich richtig reagiert und bist mit feinem Schleifpapier noch einmal darüber gegebangen, was die aufgestellten Fasern gebrochen hat.
      Ich mache das immer so, dass ich nach dem Schleifen die Hölzer ganz leicht mit Wasser befeuchte und nach dem Trocknen (15 Minuten) leicht mit feinem Schleifpapier nacharbeite.
      Das hat auch den Vorteil, dass die Farbe besser in die Poren eindringen kann und die Holzstruktur noch schöner hervortritt. Da die Holzfasern nun abgeschliffen sind, fühlt sich auch nichts mehr rau an.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Erwin Burgesmeir wrote:

      Hallo Bonden,
      da ich ebenfalls vorhabe die Mercury zu bauen, würde ich gerne dein Angebot annehmen und dich bitten mir die Excel-Tabelle mit der Katalogisierung der Einzelteile zu übersenden.
      Sollte es wirklich wahr sein? Es wird einen zweiten Mercury-Baubericht geben? hüpf1 Das wäre irre, bis jetzt scheine ich im deutschsprachigen Raum (zumindest im Internet) der Einzige zu sein, der die 1:72-Variante baut.
      Hast eine Mail von mir; habe die Liste rangehängt. Ich schicke dir auch mal meine kleine Mängelliste mit - wenn du dann anfängst mit Bauen, lohnt sich da immer mal wieder ein Blick rein. Sie wird auch laufend fortgesetzt, befürchte ich - siehe das Dilemma mit dem Masttop...

      Viel Erfolg, und ich freue mich schon auf deinen Baubericht!

      @Buddy: Vielen Dank für den Tipp mit den Hölzern, werde ich beachten! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Nee, Masttop bleibt Masttop, und der sollte nun mal fester Bestandteil des Mastes sein... Aber ist überhaupt nicht mehr schlimm: Ich war vorhin im Baumarkt um die Ecke und habe mir ein neues Rundholz gekauft. Dann bin ich unter die "Holzwürmer" gegangen und habe mit meinen äußerst bescheidenen Mitteln versucht, aus einem Rundholz auf 7,2 cm Länge ein Vierkantholz zu machen. Da das ja eine recht staubige Angelegenheit ist, habe ich mich dazu auf den Balkon verzogen. Schön, dass endlich sowas wie winterliche Temperaturen da sind, dadurch war es dann auch nicht zu warm bei der Arbeit. grins 3

      Der Rohling liegt nun vor mir, und ich bin recht zufrieden. Hier könnt ihr schon mal gucken; der Masttop von gestern liegt daneben und soll jetzt zerpflückt werden - ich will versuchen, die Mastwangen zu retten.


      Eventuell zeige ich ja schon heute Abend das dann fertige Ergebnis. zwinker2

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    • Hier wird niemand ausgelacht. zwinker2 Die Mastwangen sind in der Tat die Auflieger für die Saling, das sind die Stützbalken, die die Marsplattform tragen. Auf diesem Bild hier sieht man die Oberkanten der Mastwangen, und man sieht auch, wieviel Tauwerk am Masttop in alle Richtungen zerrt. Also wirkt die Marsplattform keinesfalls stabilisierend ; wie gesagt, die einzige feste Verbindung zwischen dem Masttop und dem Mast ist, wenn man nach Bauanleitung baut, ein Klebepunkt von 0,5 cm2.
      Geht gar nicht, Shipyard! frech 5

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    • Bonden wrote:

      Eventuell zeige ich ja schon heute Abend das dann fertige Ergebnis.
      Nun, so weit bin ich nun doch nicht gekommen. Ich habe, auch eingedenk der gestrigen Erfahrung, nochmals sehr kritisch die Bauanleitung studiert und bin beim Recherchieren zu einigen Details auf mehr Fragen als Antworten gestoßen. Wollt ihr mal wissen, was mich da so beschäftigt? Also:

      Je mehr man sich mit einem Thema befasst, desto verwirrender wird es manchmal. Ich wollte nun die ersten Wuhlings am Großmast meiner Mercury anbringen. Die Frage nach der Taustärke war dann schon das erste Problem, das habe ich wie folgt gelöst: Blick in den Marquardt, Tabelle Seite 402, Umrechnen, also 0,25 m Durchmesser nehmen. (Da ich beim ersten Mal den am Anfang der Tabelle stehenden Wert genommen habe - 110 bis 74 Kanonen - durfte ich die Wuhling am Bugspriet wieder runterfetzen, sah mir gleich so verdächtig fett aus mit dem 0,5er Garn...)

      Nun meine offenen Fragen:

      1)
      Der Bauplan sieht vor, die Wuhlings mit Bändern einzufassen, und die in Farbe des Mastes. Da ich ja nun gelernt habe, erst einmal nichts zu glauben, was in der Bauanleitung steht, habe ich mal in diversen Büchern geblättert, meine Fotos aus dem NMM in Greenwich studiert und mir in einem anderen Forum viele historische Segelschiffe, also Modelle davon, angeschaut. Da finde ich nun überall einen bunten Strauß an Möglichkeiten:
      - Wuhling ohne Einfassung
      - Wuhling mit schwarzer Einfassung
      - Wuhling mit mastfarbener Einfassung
      Ich neige ja dazu, sie schwarz einzufassen, wenn aber jetzt alle schreien "Oh nein, tu es nicht!" - und zwar überzeugend! - überdenke ich die Sache nochmal.

      2)
      So, dann geht es aber weiter. Thema Mastschalungen. Auf jeder Seite ist eine. Die Wuhlings umfassen auch diese, aber es gibt neben den Wuhlings noch einfache Eisenbänder. Davon gehen welche, wie die Wuhlings, über die Mastschalungen, andere umfassen nur den Mast, gehen also unter den Schalungen durch. Ist das wirklich so, und wenn ja, nach welchem Prinzip entscheidet sich, ob so ein Band unter oder über der Schalung läuft?

      3)
      Zu guter Letzt gibt es noch eine dritte Mastschalung, länger als die beiden seitlichen. Sie wird bugwärts angebracht, und ich soll in die Zwischenräume zwischen den Wuhlings jeweils ein Stück Karton einkleben, sicher damit diese Schalung schön plan verläuft und nicht so huckelig daherkommt. Muss das wirklich so sein? Auf diesem Bild sieht man gut, was ich meine. Mir erschließt sich der Sinn dieser mittigen Schalung nicht so richtig. Das einzige, was ich mir vorstellen kann, wäre eine Reserveschalung, für den Fall aller Fälle, so wie man ja auch Ersatzspieren und so mitführt. Und die recht piepselige Art der Festmachung würde das auch erklären.

      Tja, und dann habe ich feststellen müssen, dass mein schwarzes 0,25er Takelgarn fast alle ist - also selbst wenn alle meine Fragen beantwortet sind, komme ich erst einmal an dieser Stelle nicht weiter. Macht aber nix, es gibt ja noch genug anderes zu tun am Schiff. Und jetzt kommt erstmal Silvester und Neujahr und Wegfahren und Feiern und so...

      Also, für dieses Jahr schließt die Werft ihre Tore. Im neuen Jahr geht es dann weiter. zwinker2

      Ach ja, ich will euch wenigstens das zeigen, was ich heute geschafft habe. Auf meinen neuen Großmast bin ich wie ein bissel stolz, und ihr seht die (einzige) Wuhling am Bugspriet. Und dann mal die beiden Masten am künftigen Einsatzort.


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    • Ahoi Bonden,

      meine Bücher sind weit weg, aber zu Punkt 3 kann ich hoffentlich was Sinnvolles sagen: das Holz an der Vorderkante des Mastes ist sozusagen eine Gleitbahn für die enorm schwere und fette Großrahe, damit die nicht an den Wuhlings hängenbleiben oder scheuern kann. Ob es das auch für die Marsrahen gab, kann ich von hier aus nicht beantworten. Ich kann auch nicht sagen, wie verbreitet das Teil war, aber dazu müsste Marquart eigentlich was haben.

      Zu den Wuhlingen: ich würde so oder so an der Stelle, wo sie liegen, ein klein wenig Holz wegschleifen, damit die Schnur nicht zu doll aufträgt. Oder den Taudurchmesser kleiner wählen. Vielleicht mal an einem Restholz oder an der Shipyard-Stenge ausprobieren?

      Beste Grüße
      Claudia
    • Ahoi Claudia,

      jepp, genau so ist es. Und die Einfassung der Wuhling war aus Holz, also werde ich sie auch in der Farbe wie der Mast halten.
      Ich habe dazu übrigens in einem Forum, in dem es ausschließlich um historische Schiffsmodelle geht, diesen Link bekommen. Die Pandora ist zwar nicht direkt ein Schwesterschiff der Mercury (Mercury: Enterprize-class. Pandora: Porcipine-class) aber auch eine sixth-rate Fregatte. Das hier gezeigte Modell ist ja wohl der Hammer! daumen1 Da werde ich mir auf jeden Fall noch viel abschauen.

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    • Siehste, und wieder was gelernt: auch die Frontschalung kommt unter die Wuhlinge, sagen Leute, die davon richtig viel Ahnung haben:

      Jemand in einem anderen Board wrote:

      Nach James Lees "The Masting and Rigging ...." und auch Klaus Schrage "Rundhölzer, Tauwerk und Segel" ist die Frontschalung genau so am Mast angebracht wie die Mastwangen, nämlich über den Mastbändern und unter den Wuhlingen.
      Dann glaube ich doch eher denen als den Shipyard-Leuten und werde es auch so machen.

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    • Auweia, diese "Pandora" ist ja der Hammer! Manometer…

      Nochmal zu den Mastbändern aus Eisen: die musste man aber doch wohl irgendwie teeren oder sonstwie behandeln, denn Eisen und Holz geht so was von gar nicht zusammen, wenn Näße rankommt. Nur ein Beispiel: selbst im 20. Jhd. und noch heute erkennbar muß zwischen den eisernen Decksträgern und den Holzplanken darüber eine Art Filzstück eingefügt werden, damit die beiden nicht übel miteinander reagieren, wenn das Holz naß wird. Habe das gerade vor zwei Tagen auf einem Dampfer mit Baujahr 1901 schön studieren können, und ein Profi-Bootsbauer aus der Werft dort hat mir das mal erklärt. Darum musste man auf den Seglern ja auch jeden Nagel noch dübeln und ordentlich Teer dazwischen schmieren (haben übrigens schon die Römer mit ihren Patrouillenbooten aus Eichenholz so gemacht). Insofern wäre es interessant zu wissen, was Deine Quellen zu diesem Problem sagen.

      Beste Grüße
      Claudia
    • So, Freunde und Freundinnen, es gibt Neuigkeiten von meiner Werft. Ich habe mich in den zurückliegenden Werftstunden weiter mit dem Großmast und auch mit dem Bugspriet und dem Klüverbaum beschäftigt. Ich fange mal mit dem Großmast an. Das Bild in Posting 128 zeigt den Arbeitsstand vom Jahresende. Je öfter ich mir das angeschaut habe, desto unzufriedener war ich. Ganz klar, der Mast im Vergleich zum Masttop war noch viel zu dick. Also musste wieder geschliffen werden. Mit Feile und Sandpapier und viel Geduld - eine Drehmaschine oder ähnliches besitze ich ja nicht - wurde der Mast dann auf das richtige Maß gebracht. War ja logisch - ich brauchte ein Rundholz mit 15 mm Durchmesser, der Baumarkt hatte aber nur 16 mm...
      Dann kam erneut Farbe drauf, und los ging es mit den Eisenbändern. Claudias berechtigten Einwand beachtete ich und strich meine Bänder mit einem tiefdunklen Grau. Dann kamen die ersten Wuhlings dran, und ich dachte mal wieder daran, ein Foto zu machen:

      Für die Wuhlings nehme ich Takelgarn von Amati, Stärke 0,25mm. Die Wuhlingeinfassung sind schmalste Kartonstreifchen.

      Viel später war dann endlich der Mast fertig und präsentiert jetzt so:


      Und natürlich musste er an seinen künftigen Platz gesteckt werden - ja, so sieht das schon recht hübsch aus:


      Dann nahm ich mir die Saling vor. Die Saling ist die Auflage für die Marsplattform. Auch hier hält Shipyard wieder ein interessantes Easter-Egg bereit! Die Teile für die Großmastsaling heißen 384 und 385. Man kommt darauf durch ein bissel logisches Mitdenken, denn die Bauanleitung zeigt das so nicht direkt. Egal - der Witz ist der: Beide Teile gibt es logischerweise 2x, und jedes Teil entsteht dadurch, dass man zwei gleiche Teile aufeinander klebt. Aaaaber: Jeweils zwei der erforderlichen Teile sind auf Bogen 27, die anderen auf Bogen 29. Klebt man nun die beiden vom 27er zusammen, bekommt man aber ein Problem, da die Bögen27 und 29, beide aus Finnpappe, in der Dicke geringfügig unterscheidlich sind. Der Trick, den einem die Bauanleitung nicht verrät, ist der, jeweils ein Teil vom 27 und ein Teil vom 29 zusammenzukleben. Wenn nicht, hat man ein zu dünnes und ein zu dickes Teil und bekommt Probleme beim Zusammenbau der Saling. Dieses Bild hier zeigt das, glaube ich, recht gut:


      Da ich ja mittlerweile in dieser Hinsicht leidgeprüft bin, habe ich die Falle rechtzeitig erkannt und bin nicht reingetappt. Folglich passt auch alles, die Saling sieht im Rohbau so aus:


      Wer nun meint, nun ist ja alles gut - nein, nein. Nächste Falle: Wer die Saling fertig verleimt und will sie dann auf den Masttop stecken, hat dieses Problem:


      Tja, die Scheibgatten wollen partout nicht durch den schmalen Schlitz! Aber der Bonden hat aufgepasst und hat nur eine Strebe verleimt:


      Und also kann ich die Saling problemlos auf den Masttop schieben und dann die zweite Strebe einsetzen. Aber auch das hier ist nur eine Trockenübung; der finale Zusammenabu kommt erst später:


      Im nächsten Posting zeige ich euch, was so alles mit dem Bugspriet und dem Klüverbaum passiert ist. zwinker2

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    • Der Bugspriet. Unendliche Weiten... Ach nee, falscher Film. frech 1
      Den Bugspriet sieht man ja weiter oben schon mal rumliegen. Aber da war noch ein wenig zu bauen. Das hier sind Teile für die Violine, ein Teil bzw. zwei Teile, welche an das Ende des Bugspriets zu bauen sind.

      Sie sind mit Scheibgatts ausgerüstet und dienen dann später zur Befestigung des Vorstengestags und Vorstengeborgstags. Ich war so im Bauwahn, dass ich vergessen habe, weitere Fotos zu machen. Aber das fertige Ergebnis seht ihr gleich.
      Dann gibt es ja noch eine Verlängerung des Bugspriets, den Klüverbaum. Ein entsprechendes Rundholz habe ich mir zurechtgeschliffen; auch hier meint Shipyard, das Ende aus einem Kartonteil bestehen zu lassen, also wieder nur ein winziger Klebepunkt, um später ein paar Stage zu halten. Lächerlich! Also habe ich auch diese Stenge wieder aus einem Stück gefertigt. Der Klüverbaum ist zweifarbig; bis zum Eselshaupt, das Befestigungselement, welches am Ende des Bugspriets sitzt und durch den der Klüverbaum geschoben wird, ist er schwarz, dann holzfarben hell. Der Klüverbaumsattel, die Halterung für den Baum auf dem Bugspriet, wurden auch angebracht. So aus der Ferne sah das dann so aus:


      Und da ich nun einmal dabei war, überlegte ich mir, dass es ja Zeit wäre, mal den ersten Baum fest einzubauen. Und da das traditionsgemäß nun mal der Bugspriet ist, musste also die Bugsprietzurring hergestellt werden. Diese Zurring ist enorm wichtig. Man schaue sich Segelschiffe an und speziell den Bugspriet. Der Bursche hat einiges auszuhalten! An ihm sind etliche Stage befestigt, die enorme Zugkräfte bewirken, und dan muss logischerweise ein Gegenpol geschaffen werden, ansonsten reißt es beim ersten Püster den Bugspriet aus dem Rumpf,, und dann gute Nacht, Marie! Dafür ist die Zurring da.
      Ich nahm dafür ein selbstgeschlagenes Tau, wofür ich 0,75mm-Taue von Amati verwendet hatte. Mit Blick in den Marquardt war das auch in etwa die richtige Stärke. Im Mondfeld wird auf Seite 292 sehr gut gezeigt, wie's geht, und da habe ich mich auch dran gehalten. So geht es los:


      Schnell merkte ich, dass die Klampen für die Bugsprietzurring noch fehlen und ich meine erste Idee, sie erst nachher anzubringen, Quatsch ist - diese Klampen erfüllen auch beim Modell genau den Zweck, den sie auch sonst erfüllen: Sie verhindern ein Abrutschen der Zurring.

      Es war nicht leicht, das recht dicke Tau durch die Schlitze der Galionsgräting zu fädeln, und manchmal hätte man vier Hände gebrauchen können. Aber am Ende war es geschafft, und ich bin zufrieden:


      Der Bugspriet samt Klüverbaum ist nun fest und unwiderruflich am Schiff befestigt. Und das war dann der Moment, wo auch Freddy endgültig seinen neuen Stammplatz einnehmen durfte. Zur Feier des Tages ertönte dann natürlich "We are the champions". happy1


      Und jetzt beginnt die Zeit, in der es immer schwieriger wird, das Schiff als Gesamtansicht zu fotografieren. Mein weißer Hintergrund ist jetzt zu klein, da muss ich mir was Neues überlegen. Aber egal - so soll es ja sein! zwinker2

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    • Hallo Bonden,
      es ist eine wahre Freude deinen Bericht zu lesen und dann noch die tollen Bilder dazu einsame Spitze.
      Falls du mal nicht deine Seile und Taue selber herstellen willst habe ich dir hier einen LINK.
      Vielleicht hilft er dir Zeit zu sparen.
      MfG. Reinhold
      Du sollst den Karton und die Kartonmodellbauer ehren.
    • Hallo Bonden,

      es ist wieder ein Genuss Deine Beschreibung Deines Vorgehens zu lesen! beifall 1 Dennoch kommt bei mir eine Frage auf.


      Bonden wrote:

      Dann gibt es ja noch eine Verlängerung des Bugspriets, den Klüverbaum. Ein entsprechendes Rundholz habe ich mir zurechtgeschliffen; auch hier meint Shipyard, das Ende aus einem Kartonteil bestehen zu lassen, also wieder nur ein winziger Klebepunkt, um später ein paar Stage zu halten. Lächerlich! Also habe ich auch diese Stenge wieder aus einem Stück gefertigt.
      Muss ich das so verstehen, dass von dem einteiligen Klüverbaum nur ein Teil aus Holz und der vordere aus Karton vorgesehen ist? kratz1 Das wäre ja non völlig unlogisch! Denn gerade dort enstehen doch relativ hohe Kräfte! Oder ist dieser einteilige Baum aus zwei Holzteilen

      Bonden wrote:

      nur ein winziger Klebepunkt
      zusammengestzt?

      Gruß
      Fritz
      segeln1
    • Hallo Reinhold, vielen Dank, schön dass es dir gefällt. Ja, das Morope-Garn, das ist schon was ganz Edles! Ich habe ein paar Proben da, das ist echt toll. Allerdings würde mich das doch einen zu großen Brocken Geld kosten, mein Modell damit auszustatten, denn das Garn ist doch sehr preisintensiv.

      Hallo Fritz, auch dir ein Dankeschön. Und es ist genau wie du schreibst: Laut Bauanleitung soll man das Ende des Klüverbaums aus Karton herstellen. Und dann soll das auch noch vierkant sein, was nach meiner Recherche Unsinn ist.

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    • Ein Küverbaum aus Karton, hol's der Klabautermann! Ist ja erschreckend, was Shipyard da an Bauvorschlägen für Masten, Rahen & Co. alles abliefert. Hut ab vor Deiner geduldigen Holzbearbeitung! Denen, die das noch nie gemacht haben, erst recht nicht ohne Möglichkeit das Werkstück in so etwas wie eine Drehbank einzuspannen, kann ich versichern: das ist eine echte Plackerei: immerhin soll sich das Ding ja von allen Seiten regelmäßig verjüngen. Gratuliere zum Resultat, Bonden, das sieht mal wieder spitzenmäßig aus!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Ahoi Claudia,

      vielen Dank für deine netten Worte. Das mit den Mühen der Holzbearbeitung, die ich jetzt genießen darf, ist wahrscheinlich nur ausgleichende Gerechtigkeit - schließlich ist ja mein Kartonmodellbau ansonsten völlig easy, weil nur "als fertiges Laserteil verbaut" (wurde mir mal anderswo in den BB geschrieben... frech 4 ). grins 2
      Aber soll ich es verraten? Das macht richtig Spaß! freu 2 Mal sehen, ob ich das auch noch sage, wenn ich die Rahen herstelle...
      lala1

      Tja, was sich Shipyard dabei denkt, ist mir auch völlig unklar. Dazu kommt ja noch dieser Unsinn mit dem viereckigen Ende des Klüverbaums - das ist ja nun vollkommener Humbug. Mich würde mal interessieren, ob es jemanden gibt, der das so gebaut hat...

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    • Hallo Bonden,

      ich habe diesen Humbug mit den viereckigen Teilen, da ich darüber so unwissend war, mit einer Seele von einem Messingdraht aneinander geklebt und es hat gehalten. Du siehst es gibt immer noch welche, die sich an die Bauanleitung halten und nicht so viel nachdenken, wie Du! Blöd1 oder doch? (Ich finde, dass man sich auch mal outen soll, wenn man etwas dusseliges gemacht hat. Bei der Revenge habe ich die Teile natürlich auch in EINS hergestellt)

      Gruß
      Fritz
    • Ahoi allerseits,

      heute mal wieder etwas Unkartonhaftes. Zur Vorgeschichte: Ich weiß gar nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe - für die 1:72-Mercury gibt es keine Beiboote. Die 1:96-Variante hat die Boote, im großen, ungleich teureren Bausatz fehlen sie. Auf Nachfrage erklärt Shipyard, dass sie da eben nicht vorgesehen seien; zwischenzeitlich hieß es mal, dass man die Beiboote demnächst als zukaufbares Ergänzungs-Kit anbieten wolle, aber mittlerweile will man davon nichts mehr wissen.
      Ich habe jetzt die Bögen für die 1:96-Boote. Ich habe mir diese auf 1:72 scaliert, ausgedruckt, in den erforderlichen Stärken aufgedoppelt und losgelegt. Aber ich bin damit so gar nicht zufrieden. Zum einen scheint es beim Hochscalieren kleine Differenzen zwischen den einzelnen Bögen gegeben zu haben, so dass keine hundertprozentige Passgenauigkeit vorliegt, zum anderen sind die Bauteile selbst teilweise unlogisch. Also insgesamt bin ich in höchstem Maße unzufrieden und habe beschlossen, dann doch auf die Boote zu verzichten. Dabei steht auch noch eine andere Überlegung im Raum: Meine Mercury hat auf beiden Seiten sämtliche Geschütze ausgerannt. Das hat man üblicherweise nur in Gefechtssituationen gemacht. Aber während einer Seeschlacht wurden die Beiboote vor Beginn des Gefechts ausgesetzt und ggf. später wieder eingesammelt. Zum einen wären sie beim Hantieren an Takelage und Kanonen im Weg, zum anderen, und das ist der wichtigere Grund, ist so weit weniger Holz an Deck, was zerschossen werden kann. Die meisten Verletzungen und Tote gab es ja in einer Seeschlacht nicht durch feindliche Kugeln direkt, sondern durch umherfliegende Holzsplitter.
      Also steht meine Mercury kurz vor einem Gefecht, lege ich mal fest. Um das dann später auch richtig deutlich zu machen, will ich das Schiff mit Seeleuten und Seesoldaten besetzen. Es gibt von HÄT ein Figurenset; weiter vorn habe ich schon mal was gezeigt davon. Diese sind aus grauem Kunststoff und müssen also angemalt werden.Ich habe mich ja bereits an einigen Matrosen versucht, das war relativ überschaubar. Nun habe ich mir mal einen der Rotröcke vorgenommen. Ich stelle euch also hiermit Hauptmann Howard vor, Kommandeur der Seesoldaten (die von den Matrosen auch spöttisch "Hummer" genannt werden.. grins 3 ).




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    • Ah, die "Lobster" kommen! Sehr gute Idee! Na, wenigstens bist Du figurenmäßig in 1:72 besser bedient als in 1:96. Das mit den Beibooten ist aber schon sehr ärgerlich und m.E. ziemlich enttäuschend: skalieren von groß auf klein geht normalerweise, aber umgekehrt wirkt sich die kleinste Ungenauigkeit ganz deutlich aus. Da hätten sie sich wirklich dransetzen können, grummel.

      Hmm… aber sag mal: der Hauptmann hantiert selber mit der Knarre herum? Der hat doch zu kommandieren, oder bin ich auf dem falschen Dampfer (äh, auf der falschen Fregatte)?

      Beste Grüße
      Claudia
    • YEAH Besatzung!!

      Sehr schönes Detail..wenn auch extrem aufwendig, wenn man die Jungs in halbwegs adäquater Stückzahl darstellen will. Ich hoffe, die Base wird noch entfernt?
      Wie siehts denn bei den Beibooten mit einer Scratch-Variante aus, das müsstest du doch locker hinbekommen?

      Grüße
      Ludwig
    • Moin Bonden,

      die Sache mit den Booten ist ebenso unverständlich wie ärgerlich. Von Rechts (und auch Links) nwegen müssten die beim Bausatz dabei sein.....ein sratch-Bau ist allerdings nicht ganz einfach.
      Ist sehr schön, daß Du Deine Fregatte mit Seesoldaten ausstatten willst.
      Da ich offenbar Figuren der gleichen Provenience mein eigen nenne, ergibt sich mir sofort die Frage, ob es auch auf solch einem kleinen Kutter wie HMS ALERT Seesoldaten gegeben haben könnte? Ober gab's die erst ab 6th-rate-ships?

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Ahoi Tommi, Seesoldaten waren bis runter zu 14-Kanonen-Sloops üblich. Deine Alert hat zwar nur 12 Kanonen (plus die Falkonetts), aber ich denke, auch dort war ein kleines Kontingent Marines an Bord.
      Bei einer 18-Kanonen-Sloop waren das immerhin noch ein 2. Leutnant, ein Sergant, ein Korporal und 25 Soldaten. (Quelle: Herrscherin der Meere, von Frank Adam)

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    • Seht ihr, Freunde, was so eine kleine Frage auslösen kann: Jetzt habe ich mal etwas genauer recherchiert bezüglich der Seesoldaten. Und daher muss ich Mr. Howard mal drastisch degradieren. Erstens fuhr auf einer Fregatte dieser Größe kein Hauptmann mit, zum anderen trägt der Kamerad auch nicht die korrekte Kopfbedeckung eines Hauptmanns. Also, Sergeant Howard, zurück ins Glied! grins 2

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    • Gnost wrote:

      Wie siehts denn bei den Beibooten mit einer Scratch-Variante aus, das müsstest du doch locker hinbekommen?
      Hmm, nun ja, hatte ich auch schon drüber nachgedacht. Aber ich denke, dass ich es jetzt bei meiner "ohne-Boote-Entscheidung" belasse. Wenn es mich total rappelt, baue ich eins und zeige dann, wie es gerade abgefiert wird. Und dann natürlich mit den dazugehörigen Leuten, die an den Tauen ziehen und so... zwinker2


      Gnost wrote:

      Ich hoffe, die Base wird noch entfernt?
      Aber klar doch, der Sockel kommt bei allen Figuren später ab.

      Ich habe heute zwei weitere Figuren angemalt. Das macht richtig Spaß, muss ich sagen!

      Schaut mal, was da schon für ein Gewimmel auf dem Achterdeck herrscht:

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    • Coool!! Alle Mann an Bord!!

      Nochmal zu Howard: dann ist der Text in DEM Film aber auch falsch: bei der Aufgabenverteilung vor dem finalen Angriff auf die "Achéron" heißt es laut meinem Gedächtnis: "Le capitaine Howard et ses soldats mitrailleront leur pont depuis les hunes", zu deutsch in etwa: "Hauptmann H. und seine Soldaten werden ihr Deck von den Marsen herab beschießen". "Capitaine" ist eindeutig "Hauptmann". Hmm… Fehler im Film? im Buch?

      Wie auch immer: bei Dir wird es am Schluß sicher stimmen.

      Beste Grüße
      Claudia
    • Die Idee, meinem Schiff eine ordentliche Mannschaft zu geben, nimmt immer mehr Gestalt an. Und damit nicht alle gleich aussehen, muss man die Figuren umbauen. Hier mein erster Versuch:

      Dieser Kamerad hier hat noch 4 identisch aussehende Brüder - und was sollen 5 Leute mit erhobener Axt rumrennen, wenn der Gegner noch nicht mal auf Kernschussweite ran ist? Also, Bob, gib mal her das Teil, und da, wo der Axtstiel war, wird ein Loch durch seine Griffeln gebohrt.


      Und jetzt ab, die Krassen an die Brassen, die Chaoten an die Schoten!


      (Da muss ich dann später nur rechtzeitig dran denken, ihm ein Tau durch die Griffeln zu fädeln, bevor ich das andere Ende am Deck befestige.)

      So, das wollte ich bloß mal kurz zeigen. Ach ja, und der Fockmast ist jetzt auch ordentlich bewuhlingt und beringt und geschalt und so.

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    • Ach ja, @Claudia: Das mit dem Hauptmann ist in der Tat eine kleine grüne Kugel. Wieso? In einem anderen Forum hatten wir zu DEM Film einen "Erbsenzählerthread", da kamen solche kleinen Fehlerchens rein. grins 3
      Meine Lieblingserbse war übrigens die am Ende des Films: Als Jack merkt, dass ihn der Kommandant der Acheron reingelegt hat, reißt er die Tür auf und brüllt: "Mr. Mowett zu mir!" Und der Posten Seesoldaten ruft ins Schiff: "Mr. Mowett in die Offiziersmesse!" Hä, was soll er denn dort? Jack und Stephen saßen in Jacks großer Heckkabine! grins 2 Das war aber nur ein Synchro-Fehler, im Original heißt es: "Mr. Mowett, to the great cabin!" Und da sollte er in der Tat hin. happy 2

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    • Ahoi Fritz,

      ja, die Peoples sind in 1:72. Es gibt aber in deinem Maßstab auch reichlich Auswahl an Figuren - zwar nicht unbedingt englische Seeleute "deiner" Zeit, aber mit ein wenig Knochenbrecherei und Operationen á la Frankenstein bekommst du passende Leute. Ich habe meine HÄT-Figuren irgendwo im Netz bestellt, weiß nicht mehr wo. eine gute Adresse für Figuren aller Art ist auf jeden Fall Preiser.

      Der Kollege dafi, den du ja evtl. schon vom AoS-Forum kennst, hat das hier sehr schön gezeigt, wie man sowas machen kann. zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Moin bonden,

      ausgezeichnet gefertigte Untermasten, dann kanns ja in die Höhe gehen ! cool1
      Figurenbau, besser gesagt Umbau à la Massaker wird von mir ja schon seit einigen Jahren durchgeführt. Jedoch nicht in solch großem Maßstab. Meine bisherigen Figuren sind Spur Z, also erheblich kleiner.
      Die vielen gleichen Positionen muss man tatsächlich irgendwie ummünzen, in Deinem Beispiel sind ja so einige Möglichkeiten gezeigt.
      Bis dahin ist's zumindest an Bord unserer Modelle noch etwas Zeit.... grins 1

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Nun ja, sooo viel Zeit ist auch nicht mehr, ich überlege schon, ob es besser ist, zumindest einen Teil der Mannschaft schon bald endgültig zu platzieren, bevor ich mit dem stehenden Gut anfange, denn je mehr Strippen rund ums Schiff sind, desto schwerer kommt man an alle Stellen an Deck. Andererseits brauche ich beim Takeln auch Platz, da sind noch jede Menge Taue des laufenden Guts, die mittels Augbolzen an den unmöglichsten Stellen an Deck befestigt werden. Das schreit nach gründlichster Planung! Und das mir... ängstlich1

      Nun, heute habe ich mal wieder was anderes gemacht, und zwar habe ich die großen Ankerringe gekleedet. Der Bausatz beinhaltet ja Kartonringe - der weiße Kringel im Bild, aber die habe ich weggelassen und mir stattdessen aus stabilem Blumendraht ordentliche Ringe gebogen. Mein Mast-Dummy kam dafür gerade recht:


      In den Schraubstock eingespannt und mit dickem grauen Garn umwickelt.


      Grau deshalb, weil schwarz in der Stärke aus war. grins 2 Weil, die Ankerringe wurden damals mit dem sog. Schiemannsgarn gekleedet und das wurde dann geteert. Hab ich dann auch gemacht, in den Ankerstock vorsichtig ein Loch gebohrt und die Ende des Ringes mittels Ponal Turbo dort reingesteckt. Und so schaut das jetzt aus:


      Dann habe ich die ersten Blöcke gebaut. Soweit es geht, greife ich auf Holzblöcke zurück, aber nicht alle Sorten und Größen sind erhältlich. so auch die Herzblöcke; die benötige ich für die Stage. Das Fertigungsprinzip bei Shipyard finde ich gut. Hier seht ihr die 4-mm-Blöcke vor dem Zusammenbau, die 5-mm-Blöcke halb fertig und die 6-mm-Blöcke bemalfertig.


      Bemalt wird später, erstmal sollen die gründlich durchtrocknen nach dem Verleimen. Und nun ruht der Werftbetrieb wieder bis zum nächsten Wochenende.

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