HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

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    • Rüstbretter oder Rüsten: die am Rumpf seitlich abstehenden Bretter, an denen die Jungfern (Blöcke) für die Wanten angebracht sind (unterhalb der Rüsten siehst Du die schönen, feinen Ätzteile, von denen gerade häufig die Rede war)

      Drehbassen: die "Minikanonen", deren Rohre nicht auf einer Lafette befestigt werden, sondern auf senkrechten Stützen (bzw. Spant-Verlängerungen). Die Dinger sind drehbar gelagert, daher eben Dreh-bassen.
    • @Claudia und @Kurt : Danke für euer Lob, und heute gibt es wieder mal etwas zu vermelden von meiner Werft.

      Aber zuvor noch ein Wort zur Fachliteratur: Ich schaue ja regelmäßig in die bekannten M+M-Bücher. Also den Mondfeld (Historische Schiffsmodelle) und den Marquardt (Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts). Nun habe mir vor einigen Wochen noch ein Buch zugelegt - und das ist ja schlicht und ergreifend der Hammer! Klaus Schrage - Rundhölzer, Tauwerk und Segel. Schrage beschreibt und erklärt jedes Detail der Takelage am Beispiel dreimastiger Kriegsschiffe mit 18 bis 110 Kanonen, die von den Engländern gegen Ende des 18. Jahrhunderts gebaut wurden. Jede Menge exzellente, detailreiche und kaum eine Frage offen lassenden Zeichnungen zeigen genau, wie und warum welche Teile wo und wann hingehören. Also in Kombination mit den beiden M's kann jetzt nichts mehr schief gehen, hoffe ich. daumen1 Also zumindest, was die historische Korrektheit anbelangt - was man als Modellbauer daraus macht, liegt dann nicht mehr bei den Buchautoren. grins 3

      Nachdem ich ja neulich schon die beiden Stagkragen für die Wasserstage hergestellt habe, wurde es nun Zeit, diese beiden ersten Taue des stehenden Gutes zu setzen. Damit klar wird, welchen Zweck das Wasserstag erfüllt, zitiere ich mich hier mal selbst, dann muss ich nicht alles wiederholen:

      Bonden schrieb:

      Wasserstage... Beginnt man mit dem Takeln, sind diese in aller Regel mit das Erste, was man anbringt. Wasserstage dienten dazu, die Zugkräfte, die das Fockstag und das Großstengestag auf den Bugspriet ausüben, aufzunehmen.
      Die Mercury hat zwei Wasserstage; größere Schiffe fuhren drei. Wie jedes Stag besteht auch das Wasserstag aus dem eigentlichen Stagtau und einem Stagkragen. An jeweils einem Ende ist eine Jungfer oder eine Herzkausche eingebunden, die dann mit Taljereeps verbunden werden. Klingt jetzt für den unbedarften Laien wahrscheinlich reichlich verwirrend, ist aber gar nicht schlimm.
      Um auch alles richtig zu machen, werfe ich wieder so drei bis acht Blicke in den Schrage, der mir sagt, dass die Wasserstage über die gesamte Länge gekleedet waren. (Also auch noch getrenst und geschmartet. Getrenst: Mit dünnen Tauen werden die Keepen gefüllt, also die Vertiefungen, die so ein geschlagenes Tau zwangsläufig zwischen den einzelnen Kardeelen vorweist. Ist beim Modellbau und noch dazu in diesem Maßstab entbehrlich. Ebenso entbehrlich ist hier das Schmarten, also das Umwickeln des Taues mit dünnen, in Teer getränkten Segeltuchstreifen.) Also kleede ich Garn mit meiner neuen Maschine und fertige die beiden Stage. Dazu binde ich eine Herzkausche - als Gegenstück zu der im Stagkragen - in das Stagtau ein. Ich mache das wie folgt: Der breitere Rand der Herzkausche wird mit Ponal Turbo bestrichen und dann fest an mein Stagtau gedrückt, so etwa in den Beginn des zweiten Drittels der Länge des Taus. Nun kommen die beiden Seiten dran; auch hier wird das Tau festgeklebt. Jetzt schiebe ich das längere Ende des Taus durch das vorgesehene Loch im Galionsscheg. Auf diesem Bild sieht man, wie das zu diesem Punkt aussieht:

      (Der Kranbalken fehlt, wie ihr seht, der ist mir abgegangen. Wird ihm jetzt nicht wieder passieren, er ist zusätzlich zum Turbo-Kleber mit einem dünnen Eisenstift arretiert.)

      In der Bildmitte verschwindet nach hinten das längere Ende. Hier kommt jetzt der spannendste Teil: Die beide losen Enden werden so abgeschnitten, dass sich die Enden jetzt dicht unterhalb der Herzkausche berühren. Im Echtbetrieb wurden die Enden verspleißt; hier tut es ein Tropfen Ponal Turbo. Anschließend werden genau an dieser Stelle die beiden Seiten des Stages verzurrt, in dem sie mit dünnem schwarzen Garn dicht an dicht in mehreren Lagen umwickelt werden und diese Augbindselung genannte Befestigung dann noch mit zwei bis drei Schlägen quer über diese Umwicklung vollendet wird.
      Leider habe ich in der Hitze des Gefechts vergessen, zwischendurch mal Fotos zu machen. Was mir so gar nicht richtig gefallen wollte, waren die beiden Tauhälften, die außer der Bindselung am oberen Ende jedes für sich standen. Da schaute ich mal zur Sicherheit noch in den Mondfeld, und der meinte, dass die beiden Stränge zwischendurch mehrfach verzurrt waren. Also verzurrte ich tapfer und fand das dann auch besser.
      Wichtig ist, dass man hierbei auf ein gesundes Längenmaß achtet. Hat man dies getan, kann man nun mit Taljereeps - dünnen Tauen, deren eines Ende man oberhalb der Herzkausche im Stagkragen befestigt und dann mit mehreren Rundschlägen durch beide Herzen holt - das Wasserstag straff mit dem Bugspriet verbinden. Das freie Ende des Taljereeps wird dann hinter der Herzkausche am Stag befestigt.

      So, und nachdem ich euch jetzt wahrscheinlich mit meinem Fachchinesisch total kirre gequatscht habe, gibt's zur Entspannung zwei Bildchen, wie das alles jetzt aussieht.


      Tja, und schon ruht die Werft wieder bis zum nächsten Wochenende.


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Sommer 2017 ist Geschichte - der Baubericht geht weiter.)
    • Hallo Bonden,

      ich glaube, dass Du, wenn Du die Originalbezeichnungen verwendest, diese am besten über Bilder mit Pfeilen und Namen kennzeichnen solltest. Dann wird es für die meisten verständlicher. So, wie Du das gemacht hast, hatte ich auch schon Probleme und ich hatte zumindest 2 von den 3 Büchern.

      (So nun hast Du auch einmal ein wenig konstruktive Kritik von mir. Ich glaub, dass ich bald was seglerisches anfangen muss, sonst vermisse ich dies von Deiner Seite happy1 )

      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Bonden,

      Dein Publikum wird ja richtig anspruchsvoll! Dabei hast Du die Sachen wirklich genau erklärt. Leute, lasst ihn bauen und erklären: in das ganze Takelchinesisch wächst man bald rein, und davon wird es bestimmt in nächster Zeit einiges geben.

      Fritz:
      Du könntest mal eine kurze Anleitung über das Beschriften von Bildern schreiben: mit was für einem Programm machst Du das? Ich hab's schon mit Photoshop gemacht, aber es war unglaublich mühsam. Bei Dir sieht es immer so schön aus, und da Du relativ viele solcher Aufnahmen hast, kennst Du offenbar einen relativ bequemen Weg.

      Beste Grüße
      Claudia
    • @petcarli Mensch, Fritze, du oller Meckerkopp! happy1 (Ha, das brauchte ich jetzt! grins 3 ) Aber du hast Recht, ich werde das - aber nicht heute - mal noch ein wenig mit Pfeilen und Nummern und so aufpeppen. Ich mache sowas übrigens ganz einfach mit Paint. zwinker2

      @PowerTom Wenn mal wieder ein bissel mehr an Teilen angebaut wird, gibt es auch wieder mehr Bilder, versprochen! verlegen2

      @Railgoon Über den Bahnhof und das Verstehen können wir ja heute Abend am Stammtisch reden. grins 3

      @Claudia Ich gehe sowieso davon aus, dass ich hier nur anspruchsvolles Publikum habe! happy 2 daumen1

      Wenn das Wetter am Wochenende nicht allzu schön ist, geht es dann bald weiter. Auch mit Fotos! foto1


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    • Ha! Hurra! Thema Farbgebung: Ich habe mich ja entgegen den Vorgaben von Shipyard dafür entschieden, die lt. Bauanleitung blau mit goldenen Verzierungen versehenen Seitenstreifen in ein freundliches Schwarz zu kleiden. Und das war goldrichtig! In einem Expertenforum für historischen Schiffsmodellbau fand ich das hier:

      Gemäß einer Navy Board Order von 1715 sollten Linienschiffe zwischen den "rails" aus Kostengründen schwarz gestrichen werden. Blaue Farbe und Friesmalereien waren lediglich Flaggschiffen vorbehalten. Diese Order galt übrigens bis 1780 und wurden offenbar auch strikt eingehalten.
      Die wussten damals schon: Black is beauty. hüpf1


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    • Bonden schrieb:

      Wenn das Wetter am Wochenende nicht allzu schön ist, geht es dann bald weiter. Auch mit Fotos! foto1
      Hat hier heute viel geregnet. Sogar noch zu der Zeit, zu der ich dann auch wieder zu Hause war. Also! grins 3

      Zum stehenden Gut am Bugspriet gehören auch zwei Backstage. Oder auch Bugstage - hier sind sich die Experten offenbar nicht einig hinsichtlich der Bezeichnung; beim Mondfeld sind's die Bug-, beim Schrage die Backstage. Aber sie meinen beide das Gleiche. Diese Stage gehen vom Bugspriet jeweils an die Steuerbord- und Backbordseite des Rumpfes und stützen den Bugspriet seitlich gegen die von oben wirkenden Zugkräfte ab. Für jedes Bugstag wird ein Stagkragen gefertigt, ähnlich denen für die Wasserstage, mit dem einzigen Unterschied, dass die Herzkausche seitlich vom Bugspriet liegt.
      So, und jetzt mach ich das mal mit Bildern deutlich. Das hier ist die Ausgangslage, wir sehen die beiden Wasserstage mit ihren Stagkragen.


      Tja, sieht gut aus, was? Aber, aber, aber... Direkt rechts neben den linken Stagkragen des Wasserstages müssen noch die zwei Stagkragen der Bugstage. Aber da ist kein Platz mehr, da dort ja schon der Klüverbaumsattel, also der Auflieger für die Verlängerung des Bugspriets, befestigt ist. Also gab es zwei Varianten: Die Halteklampen für den Stagkragen des Wasserstags abpuhlen und das alles zwei bis drei Millimeter schiffswärts setzen oder den Klüverbaumsattel vorsichtig lösen und das Teil ein Stück nach oben setzen. Zur Erklärung das hier:


      Nun ratet mal, wofür ich mich entschieden habe?
      Richtig! grins 3


      Jetzt war Platz genug. Also fertigte ich den Stagkragen für das Steuerbord-Bugstag. Dazu nahm ich wieder ein Stück gekleedetes Tau, band die Herzkausche ein, gab den beiden vorher in der Länge ausgemessenen Ende je ein kleines Auge und legte das dann um den Bugspriet und verzurrte das Stag durch die beiden Augen. Dann bekam ein aus 3x 0,5mm geschlagenes Tau an ein Ende die andere Herzkausche eingebunden und am anderen Ende einen Haken aus dafis wunderbarem Ätzsatz. In die Bordwand steckte und klebte ich einen Augbolzen. Nun brauchte ich nur noch mit einem 0,1mm-Amati-hell-Faden als Taljereep die beiden Herzkauschen straff miteinander verbinden, und fertig war die Laube:


      Den Klüverbaumsattel befestigte ich dann auch wieder; ihr seht, das noch reichlich Platz für den Stagkragen des Backbord-Bugstags ist.

      Und nun will ich versuchen, das alles nochmal ein wenig deutlich zu machen:


      Das Bild zeigt eine Seite aus dem Schrage-Buch. Die 1 ist der Stagkragen für das Backstag.
      Die 2 zeigt die Stelle am Bugspriet, um die es mir heute ging; ihr seht, was da für ein Gedränge herrscht, wenn alles, was da hin gehört, dran ist. Was da nach oben weg geht, ist das Fockstag, das kommt logischerweise erst dran, wenn der Fockmast steht.
      Die 3 ist unser Bugstag, sowohl in Theorie als auch in Praxis.

      Und hier das Bild nochmal gekippt, der besseren Ansicht der Praxis wegen:


      Tja, das war's schon. Die Backbordseite werde ich genauso bauen, jetzt ist ja Platz am Bugspriet. cool2


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    • Gnost schrieb:

      So langsam müsste ich auch mal weitermachen ;)
      Nur die Ruhe - das Original (also der Nachbau auf der Batavia-Werft in Lelystad) ist ja nicht annähernd so weit wie du. Aber dennoch: Recht hast du! Mach endlich weiter! grins 3 Und: Danke für deine lobenden Worte! Ich habe mir vorgenommen, bei diesem Modell nur dann Kompromisse zu machen, wenn ich sehr, sehr gute Gründe dafür habe - und hier wäre kein Grund - und schon gar nicht ein richtig guter - zu finden gewesen. zwinker2

      @petcarli Na wenn du es verstanden hast... frech 1 Danke, Fritz, für deine netten Worte. Aber jetzt leg endlich mal los mit deinem nächsten Modell - mir wird schon langweilig, nix zum Meckern da! happy1


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    • Hallo Bonden,
      das Anbringen der sogenannten "Rüsteisen" mit den Jungfern scheint ja eine Wissenschaft für sich zu sein wie man an deinem (schätze mal 2 schreibmaschinenseitigem) Bericht sieht. Da versteht ein Laie nur "Bahnhof". Wo da die Verbindung zu den Wanten (den dafür sind sie ja schliesslicht da) liegt, ist nicht zu ersehen. Weiter ist die Rede von "Ätzteilen" "brünieren" usw. Geht das auch etwas einfacher, denn diese Vielfalt an Einzelheiten, die zu berücksichtigen sind, wird nur ein geübter Profi hinkriegen. Habe vor 0,2mm Silberdraht zu nehmen, den ich mit einer Acrylmischung "Schiene" vom Eisenbahnmodellbau "brüniere". Für die Verbindung der Jungfern untereinander habe ich UNITHREAD 136D 6/0W oder eine hauchdünne Anglerleine vorgesehen. Werden diese Rüsteisen nur mit Stecknadeln am Rumpf beferstigt? Ausserdem habe ich alle Rüstbretter schon beidseitigt angebracht was offensichtlich falsch war. Woher soll man das wissen? Man müsste eine "Schritt für Schritt" Anleitung -besonders für die Montage der Jungfern mit den Rüsteisen- zur Verfügung haben. Das wäre für einen Laien, wie mich, sehr hilfreich.
      Bei den Eisenringen an den Masten und den dazwischenliegenden "Gelbflächen" sind keine Abstände zu ersehen. Geht es hier nach eigenem Ermessen?
      Ich vermute mein Schiff wird ein Prototyp "neuerer Bauart", denn schon bei der Lage meiner "Brooktaue" gabts im Forum Kritik. Habe daraufhin keine weiteren Brooktaue mehr angebracht und so werden auch weitere Kleinstteile künftig fehlen.
      Trotzdem finde ich deine Bauberichte natürlich hilfreich auch wenn mir einiges nicht klar ist.
      Grüsse nach Sachsen
      Erwin
    • Hallo Bonden,

      toller Baubericht!

      Weckt das Verlangen auch so ein Lasercut-Schiffsmodell zu bauen.
      Nur 2 Dinge schrecken mich (noch) ab, der relativ hohe Preis (ich weiß: er ist eben relativ und für das was man erhält doch nicht so hoch) und der Maßstab. Ich hatte mich bei meinen Holzmodellen bei 1:90 und 1:50 eingependelt um Größenvergleichsmöglichkeiten zu haben und 1:72 wäre dann die dritte Kategorie.
      Aber Shipyard hat ja noch mehr Modelle in 1:72 ...

      Werde deinen Baubericht weiter mit großem Interesse verfolgen.

      Viele Grüße von
      Jürgen
    • Ahoi Erwin,

      das mit den Rüsteisen ist gar nicht so kompliziert wie es sich anhört. Wenn du die Rüstbretter schon angebracht hast, ist das auch nicht allzu schlimm. Hast du denn die Rüstjunfern da schon drin? Wenn nicht, auch kein Problem. Ich habe hier in diesem Beitrag: Klick mich! gezeigt, wie ich die Jungfern eingefasst habe - und wenn du es auch so machst, kannst du dann die längliche Öse bequem in die jeweiligen Löcher im Rüstbrett stecken. Du musst nur darauf achten, dass es zwei unterschiedliche Größen bei den Jungfern gibt; das sollte die Bauanleitung dir zeigen.
      Nun zu den Rüsteisen. Das sind ja die dreigliedrigen Teile, die dazu dienten, den Zug, der von den Wanten kommt, aufzunehmen und zu kompensieren. Du schreibst, du stellst sie aus Draht her - das ist gut und völlig ausreichend! Wenn ich in meinem Baubericht von Ätzteilen schreibe, dann ist das ein kleines Schmankerl, das aber kein Muss darstellt. Es gibt da einen Modellbauer, der diese Teile für ein 1:100-Modell der berühmten Victory entwickelt hat und zum Verkauf anbietet; zufällig passen die auch für meine 1:72-Mercury. Ich bezweifle aber, dass du in deinem Maßstab 1:96 damit etwas anfangen kannst - die Teile wären einfach zu groß, da es doch ein Riesenunterschied ist, ob man einen Dreidecker baut oder eben so eine relativ kleine Fregatte. Wenn du also die Rüsteisen aus dünnem Draht machst, ist das völlig ok. Und brünieren musst du da auch nichts; deine gewählte Farbvariante passt.
      Die Befestigung am Rumpf mit einer Stecknadel ist nicht die schlechteste Variante, denn auch hier wirken später Zugkräfte, die kompensiert werden müssen. Zusätzlich ein kleiner Tropfen Sekundenleim kann nicht schaden.

      Was ich nicht ganz verstehe, ist deine Aussage:

      Erwin Burgesmeir schrieb:

      Für die Verbindung der Jungfern untereinander habe ich...
      Was meinst du mit "Verbindung untereinander"?

      So, und jetzt zu deiner Frage nach der Verbindung zu den Wanten: So eine Jungfer funktioniert ja immer nur mit einer weiteren Jungfer. Die drei Löcher sind ja da nicht ohne Grund - schau doch einfach mal hier in meinen Baubericht der Papegojan, da habe das, denke ich, ganz gut erklärt, wie das geht: Klick mich!

      So, dann war da noch diese Frage:

      Erwin Burgesmeir schrieb:

      Bei den Eisenringen an den Masten und den dazwischenliegenden "Gelbflächen" sind keine Abstände zu ersehen. Geht es hier nach eigenem Ermessen?
      Der Großmast hat 10 Wuhlings, der Fockmast 8 und der Besan auch 8. Du siehst ja in der Bauanleitung, wo die obere und wo die untere Wuhling sitzt. Ich kenne jetzt die Maße in deinem Maßstab nicht, aber wenn du die Wuhlings einfach gleichmäßig verteilst, sollte es passen.

      So, dann bin ich mal gespannt, ob ich dir jetzt ein wenig helfen konnte. Wie immer gilt: Wenn Fragen, dann fragen! zwinker2


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    • @juespi Hallo Jürgen,

      vielen Dank für dein Interesse an meinem Baubericht und die netten Worte. Ich habe ja vor der Mercury auch nur Modelle in 1:100 bzw. 1:96 gebaut - aber jetzt bin ich sowas von froh, dass ich dieses Schiff auf der Helling habe! Auch wenn es - wie du ja meinem Baubericht entnehmen kannst - hier und da den einen und anderen kleinen Mangel gibt, bin ich insgesamt nach wie vor hochzufrieden mit der Qualität dieses Bausatzes und würde ihn immer wieder kaufen und bauen, zumal diese schmucke Fregatte aus meiner segelschifftechnischen Lieblingszeit stammt. happy 2
      Schön wenn du dran bleibst - aber du kannst gern noch ein wenig draußen rumtollen, hier geht es wahrscheinlich erst im Spätherbst weiter. grins 3 zwinker2


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    • Die ewigen Fragen.
      Hallo Bonden,
      dank für deine Erläuterungen. Die Bastelkunst mit Jungfern und Blöcken muss ich erst verarbeiten. Laut meiner Bögen sind es für das ganze Schiff "einige Hundert" ?? Wieviel sind es denn wirklich? MHM-Modellbau bietet z.B. je 100 Jungfern 3,5mm und je 100 Blöcke 3,5mm zu jeweils 10,60 € an. Das wäre für das Stück gerade mal 10 Cent. Kann das was ordentliches sein.?
      Beigefügt die Skizze des stehenden Gutes. Auf dem unteren Bild sind die Nummern 418 419 420 es sind die Jungfern klar. Jedoch die Nr.423 bis 431 kann ich nirgends zuordnen??. Was stellen diese Zahlen dar?
      Bei den 3 Masten stelle ich mich mal dumm (was anscheinend nicht schwer fällt!) und sehe auf den Bildern 3 Stangen (Masten) die gelb bemalt und durch mehrere schwarze Ringe unterbrochen sind. Dies mache ich mit gelber Farbe und schwarzen 2-3mm breiten Streifen, und fertig. Bei deiner Erklärung kommen vor: eiserne graue Ringe, Tauwuhlinge, eingefasst von hölzernen Ringen usw....Ist der gelbe sichtbare Teil nun ein Ring,ein Wuhling, oder ein hölzerner Ring?
      Grüsse nach Sachsen
      ErwinTakelage.pdf
    • Hallo Erwin,

      immer frag, kein Problem!
      Die Jungfern von MHM sind schon ok; ich glaub, ich hab meine dort auch gekauft.
      Nun zu den Nummern auf deinem Bauplan. Die 423 bis 431 sind die verschiedenen Bestandteile der Rüsteisen. Ich scanne dir mal den entsprechenden Teil aus meiner - im Gegensatz zu deiner umfangreicheren - Bauanleitung ein und schicke es dir, dann wird dir sicher vieles klar.
      Zu den Masten: Hier habe ich dir mal ein Foto aus meinem Baubericht beschriftet; ich denke, das ist selbsterklärend:


      Viele Grüße,

      Bonden


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    • Hallo Bonden,
      hoffe du hast meine PN erhalten. Vor allem die Seiten von Lothar Reinhold, Berlin werden dir gefallen. Er ist auch sehr freundlich und gibt gern seine Erfahrungen weiter. Ein absoluter Profi im Modellbau. Schau dir mal die Blöcke innerhalb der Webadresse an. Sind nicht billig, aber wahre Kunstwerke.
      So, nun zu deinen Hilfestellungen. Habe dank deiner Bermühungen nun alles verstanden und überlege schon wie ich dies in Zukunft ins Reine bringen kann. Das wird aber noch einige Monate dauern. (Bauzeit für ein komplettes Schiff bei Reinhold: 3 Jahre) Da ist viel Geduld gefragt. Wieviel Blöcke bezw.Jungfern brauche ich eigentlich nur für das stehende Gut?
      Diese Mühe, die du dir mit mir antust, werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr gut machen können. Ich weiss nur, dass ich ohne deine Hilfestellungen mit einiger Sicherheit schon gescheitert, oder der grösste Teil meiner Bastelarbeiten im Chaos versunken wäre. danke1
      grüsse ins schöne Sachsenland
      Erwin

      Ps. Fotos meiner "Mercury" erst nach fertiger Installation der Jungfern auf den Rüstbrettern mit Rüsteisen (meiner Version?)
    • Hallo Erwin,
      was der Kollege Reinhold da baut, sieht schon echt toll aus! Kannte ich bisher noch gar nicht; in irgendwelchen Foren ist er wohl nicht aktiv? Immerhin baut er die Shipyard-Victory, da würde er gut hier reinpassen. daumen1

      Zu den Blöcken: Die Jungfern von MHM sind in Ordnung; bei den Blöcken bin ich mittlerweile soweit, dass ich mir keine dort und auch nicht bei Krick bestellen werde. Ich habe mal zwei ausländische Anbieter verglichen: Da wäre die Firma Syren, bei der ich auch meine Kleedemaschine bestellt habe. Sitzt in den USA. Die wenigen Blöcke, die ich mir damals gleich mal probehalber mitbestellt habe, sind einfach nur spitzenmäßig exzellent!!! Dann habe ich die Seite von clasicmodel.com besucht; auch dort sehen die Blöcke ganz und gar zauberhaft aus.
      Anhand der Bauanleitung habe ich dann mal aufgelistet, was ich so benötige und was davon diese Firmen im Angebot haben. (Es gibt ja ein paar Spezialblöcke, die man sich dann doch mit den Shipyard-Teilen zusammenbaut, da sie sonst nirgens zu haben sind.).
      Habe den Preis jeweils von Dollar bzw. Pfund in Euro umgerechnet; man muss dann immer noch Versand und - momentan bei Lieferungen aus der USA, nach dem Brexit auch aus England - noch Zollgebühren mit einrechnen. Wo ein Strich ist, ist der betreffende Block nicht im Angebot. Was ich schon habe, habe ich bei "Bemerkungen" eingetragen - da musst du dann deinen Bedarf dazurechnen.
      Die Bedarfswerte habe ich mal nach den in meinem Bausatz vorhandenen Selbstbaublöcken ermittelt; sicher sind es oftmals nicht so viel, aber es gibt halt immer nur Zehnerpackungen.

      Hier meine Aufstellung:


      BlockBedarfSyrenClasic.comBemerkungen
      2mm einfach4012 €-
      3mm einfach20044 €41 €
      4mm einfach206 €4,50 €20 vorhanden, 40 werden gebraucht
      5mm einfach206 €4 €
      6mm einfach206 €4 €
      3mm doppelt2011 € [nur 50er-Pack)4,50 €
      6mm doppelt106 €4 €(hab ich)
      6,5mm Violinblock2011,50 €18,50 €


      Was man bei der Tabelle abziehen muss, sind die verbrauchten Blöcke für die Kanonentakelungen. Also jeweils 6 x 3mm-Einfachblöcke je Geschütz. (Ich hab ja 2mm-Blöcke verwendet, aber die Shipyard-Leute meinten wohl, 3mm-Blöcke zu nehmen - wo sonst soll dort die hohe Zahl an Blöcken herkommen...) Demnach könnte man im Prinzip die 200 3mm-einfach-Blöcke rausrechnen, aber im Takelplan findet man beim laufenden Gut doch hier und da mal einen 3mm-einfach-Block. Das muss ich mal noch etwas genauer ermitteln, aber soweit bin ich noch nicht, da ich ja noch Zeit habe bis zum laufenden Gut. Und ich werde auf jeden Fall lieber ein wenig zu viel bestellen als nur einen Block zu wenig. Meine Gesamtrechnung bringt im Ergebnis 76,50 € beim britischen Anbieter im Gegensatz zu 96,50 € zur Lieferung aus den USA (Zoll noch nicht mitgerechnet). Allerdings habe ich in einem absoluten Fachleute-Forum auch gelesen, dass die Blöcke von Syren eben doch noch einen Zacken besser sind als die von clasicmodel. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich denke da noch dran rum, werde aber auf jeden Fall bei einer der beiden Firmen meine Blöcke bestellen.

      Aber, lieber Erwin, was bedeutet das jetzt für dich? Du baust ja in einem kleineren Maßstab, da muss man das alles ja noch runterrechnen. Mal ganz ehrlich: Mach dir den Stress nicht wegen der Blöcke! Schau dir noch mal meine Bilder der Papegojan an - da hatte ich auch die einfachen Krick-Blöcke, und ich bin nach wie vor von diesem Modell begeistert! Und es war damals mein erstes Shipyard-Modell - genau wie jetzt deine 1:96-Mercury.

      Ach ja, und dann war ja noch die Frage nach den Jungfern, also der benötigten Anzahl. Nun, auch da kann ich dir nur die Werte meiner 1:72-Mercury liefern:
      Am Rumpf, also Rüstjungfern und Wantjungfern, an jeder Schiffsseite:
      34 Stück à 5mm
      16 Stück á 4mm
      3 Stück á 2,5mm

      Für Pardunen und für die Marsplattformen, an jeder Schiffsseite:
      16 Stück á 4mm
      6 Stück á 2,5 mm

      Und nach wie vor gilt: Ich helfe dir gern! Frag, frag, frag - mir macht es Spaß, dir helfen zu können, und für mich wäre es eine riesige Freude, wenn du irgendwann deine Mercury fertig hast. Und ich glaube nicht, dass du dafür noch 3 Jahre brauchst.

      Viele Grüße aus Sachsen sendet dir Bonden!


      Im Bau: HMS Mercury
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    • Hallo Bonden,
      puh, jetzt haben ich einen ganzen Sack voll Infos, die ich in den nächsten Wochen erst mal sichten und verarbeiten muss. Werde nach deinen Empfehlungen verfahren. Rüsteisen in zufriedenstellender Form selber herzustellen wird schwierig sein. Da muss ich noch suchen. Aber jetzt ist erst mal Pause mit den laienhaften Fragen. Dank für all deine Bemühungen. Bis bald.
      also dann: Mast- und Schotbruch
      Erwin schiff2
    • Der Winter naht! Zwar ist noch kalendarischer Sommer, aber die aufkeimende Unruhe in mir beim Blick auf und bei den Gedanken an meine Mercury nahmen zu - ein untrügliches Zeichen, wofür auch immer. grins 3 Und so habe ich vorfristig die Werftruhe beendet und mich nach monatelanger Abstinenz wieder mal an ein wenig Modellbau gewagt.
      Und da muss ich mit einem Lob anfangen: Die Ätzplatinen von dafi sind mal wieder Gold wert! Nachdem ich ja alle Rüstbretter angebracht und alle dazugehörigen Jungfern und Rüsteisen ebenfalls montiert hatte, wollte ich das Thema Rüstjungfern ein für allemal abschließen, was bedeutete, dass ich mich um die Marsplattformen kümmern musste. Die für den Großmast hatte ich zwar schon fertig, aber das war, bevor ich dafis Platinen für mich entdeckt hatte. Ich profitiere hier ja eindeutig von dem glücklichen Umstand, dass etliche Kleinteile für eine Victory in 1:100 richtig gut für eine 6-rate-Fregatte in 1:72 passen. So fand ich dann auch die Rüstjungferneinfassungen für die Marsen ideal für mein Schiffchen, so dass ich kurzerhand die früher mühevoll zurtechtgebogenen, aber eben doch nicht soooo toll aussehenden Selfmade-Teile abfetzte. Dafis Messingteile kamen ins Brünierbad, dann wurden die 4mm-Jungfern (bzw. 3,5mm für den Besan) reingefriemelt, anschließend wieder Nuten gefräst für die Taljereeps und dann konnten sie auch schon angebracht werden.


      Fock- und Besanplattform hatten noch kein Geländer, das wurde dann auch noch gebaut, und so schaut die Ausbeute des ersten Werfttages nach der Sommerpause aus:



      Außerdem wurden die Stückpfortendeckel für die Steuerbordseite für die Montage vorbereitet und an ein paar Figuren herumgemalt. Das zeige ich später, wenn's fertig ist.


      Bald schon geht es in die Höhe, und so langsam mache ich mir immer mehr Gedanken um Details der Takelage und dabei dann auch um die "Hardware", also die Blöcke in allen Varianten. Wie schon bei der Papegojan werde ich von den Shipyard-Selbstbau-Blöcken nur die nehmen, die ich nicht im Fachhandel aus Holz bekomme, und dann noch die Herzkauschen - die sehen richtig gut aus, siehe meine Bugspriettakelung. Nun hatte ich mir ja bei diversen Fachhändlern hier im Lande schon
      einiges an Blöcken zusammengekauft. Wie weiter vorn berichtet, habe ich mir bei einem US-amerikanaischen Onlinehändler eine Kleedemaschine gekauft und dabei mal probeweise zwei Tütchen Blöcke mitbestellt. Nun habe ich die Ami-Teile (im Bild rechts) mal direkt neben die gute deutsche Wertarbeit (im Bild links) gelegt und eine Entscheidung getroffen. Seht selbst; im Vergleich 4mm-Einfachblöcke und 6mm-Doppelblöcke:



      Noch Fragen? Meine Bestellung nach Übersee geht in den nächsten Tagen raus, ich will vorher nochmal genau schauen, welche Mengen ich so benötige.

      Und heute schon ein wichtiges Update: Der obige Beitrag war wegen der kleinen technischen Probleme hier an Bo(a)rd schon vor einer Woche geschrieben - inzwischen bin ich aus einem Kurzurlaub zurück, öffne den Briefkasten und finde dort Post aus Amerika! Leute, ich kann euch sagen, auch alle anderen Größen sind einfach nur der Hammer! freu1 Jetzt kann's also richtig losgehen mit dem Auftakeln meiner Fregatte. happy 2

      Und für die Kartonpuristen noch der Hinweis, dass die Geländer der Marsplattformen aus unserem geliebten Material sind. frech 1


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Sommer 2017 ist Geschichte - der Baubericht geht weiter.)
    • Hallo Bonden,

      ich glaube, dass man die Platinen von Dafi nicht besser bewerben könnte, als Du es hier gemacht hast. Sie stehen auch bei mir auf dem Einkaufzettel. Die amerikanischen Blöcke schauen auch gut aus. Blos wie sind die Versandbedingungen dort und wie lange dauert die Lieferung?

      Nun ja, auf jeden Fall ist es schön, dass es hier weiter geht!

      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Fritz,

      ich habe die Bestellung am 08.09. abgeschickt und hatte gestern die Lieferung im Briefkasten. Auf dem Umschlag war ein Aufkleber:
      "Von zollamtlicher Behandlung befreit. Deutsche Post NL IP B Frankfurt-Flughafen". Besser geht's nicht. happy 2

      Ahoi Ludwig, ja, ich freu mich schon darauf, mit den tollen Blöcken zu arbeiten. daumen1


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    • Ich glaube für die zollamtliche Bearbeitung gibt es einen Mindestwert. Auf meinem Päckchen aus China mit meinen Crewmitgliedern war außen ein Zettel drauf, auf dem der ungefähre Wert der Ware angegeben ist. Wenn der nicht zu hoch ist (ich glaub unter 140€ oder so), und zur Größe des Paketes passt, passiert wohl nix.

      Grüße
      Ludwig
    • So, dann will ich mal wieder ein klein bissel zeigen. Nicht das hier der Eindruck entsteht, der Bonden verbringt seine Werftzeit damit, seine tollen neuen Blöcke anzustaunen. (Ich meine, das mache ich auch, ja... happy 2 grins 3 )



      Neu ist das, was ich heute zeige, an sich ja nicht, weil es ja alles schon einmal dran ist. Allerdings nur an einer Schiffsseite; und nun ist auch die andere fertig. Da waren zum einen noch die Stückpfortendeckel an der Steuerbordseite und dann das Bugstag an der Backbordseite. Mit letzterem wäre dann das stehende Gut des Bugspriets fertig. Bei den drei senkrechten Rundhölzern, sprich Masten, wird das nicht annähernd so schnell gehen...




      Ansonsten bin ich eifrig am Taue schlagen und Taue kleeden. happy 2


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    • Hi Bonden,

      so langsam dämmert es mir ganz offiziell, warum Du solche Modelle zauberst: Wo sonst kann man denn noch mit Jungfern in solchen Mengen rummachen und dann noch welche aus Übersee nachbestellen? happy1 daumen1

      Nachdem Du mir die Seilerei theoretisch erklärt hast, bin ich mal gespannt, wie das alles in der Realität aussehen wird.
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Moin Bonden,

      wunderbar exakt gearbeitet! cool1
      Der Arbeitsschritte an solch einem historischen Segelschiff sind doch erheblich mehr als an anderen Modellen. Ich geb gerne zu, daß ich den Aufwand auf für meine kleine ALERT völlig unterschätzt habe, umso mehr ist an einer ausgewachsenen Fregatte zu tun.... denk1
      Interessant find ich auch Deine Taurollen an Deck als Abschlüsse der Geschütztakelung.... grins 1
      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Servus Bonden!

      Die Takelung des Bugspriets hat mich angeregt, mir den Mondfeld zu besorgen, in dem ich nun deinen Ausführungen auch im Detail folgen kann. Da werden einige Sachen plötzlich etwas klarer! klasse1

      Es ist eine besondere Freude, deinem Baubericht zur Mercury zu folgen! ja 2
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum