HMS Mercury - Fregatte der Enterprize-Klasse, 1778; Shipyard-Modell, 1:72

    • Hallo Bonden

      Ich kann mich da Stephan nur anschliessen!
      Wobei das Besanmast-Geländer würde sogar vermutlich ich nochmals neu machen happy1
      Ansonsten, wunderbare Baufortschritte, Deine Mercury gefällt mir immer besser!

      LG
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
    • Peter_H schrieb:

      Wobei das Besanmast-Geländer würde sogar vermutlich ich nochmals neu machen
      Aber ich denke, ich warte damit noch ein bisschen und baue erst einmal andere Dinge. Die Geländer werden, trotz aller Vorsicht, doch immer mal wieder in Mitleidenschaft gezogen, wenn ich meine hauchdünne Staubschutzfolie locker über das Modell lege bzw. wieder abnehme.

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Auch heute wurde ein wenig in der Werft gewerkelt. An der Backbordseite sind jetzt, nachdem nochmal alle Wanten nachgespannt wurden, sämtliche Taljereeps ordentlich festgebunden, dezent verleimt und final gekappt. Jetzt hängen da nicht mehr überall die Strippen runter. happy 2

      Die selbe Aktion noch an Steuerbord, und dann nähern wir uns unweigerlich ... nein, nicht der zweiten Etage - ich habe beschlossen, mir das Vergnügen des Wantenknüpfens in zwei Etappen zu gönnen. Daher geht es demnächst hier los mit Webleinen einziehen. Die Vorfreude will gar keinen Anfang nehmen! grins 2


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    • Webleinen machen Spaß, so. grins 3


      Nach ein paar Trockenübungen habe ich heute erstmals ernst gemacht. Die Besanpüttingswanten erschienen mir dazu genau richtig: Ein kleiner, überschaubarer Bereich, der gut an einem kurzen Werftabend zu schaffen ist. Die Leinen an den Unterwanten sind alle noch nicht verleimt, die dürfen noch schief aussehen.


      Und Jimmy, einer der besten Vollmatrosen an Bord, zeigt uns gleich mal, wie man über die Püttingswanten auf die Marsplattform kommt.


      Wie ihr seht, habe ich mich gegen die üblichen hellen Webleinen entschieden. Auch Webleinen waren geteert, wenn auch nicht so stark wie
      das sonstige stehende Gut. Und es war ja nicht der Teer, bei dem wir sofort an den heutigen Straßenbau oder das Versiegeln der Dachpappe auf der Gartenlaube denken; der damalige Stockholmteer war sehr dünnflüssig und in verschiedenen Konzentrationen vorhanden. (Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das Thema an anderer Stelle schon mal hatten.)

      Mir gefällt es jedenfalls so. happy 2

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    • Moin Bonden,

      Webleinen sind zwar ein langwieriger Arbeitsgang, aber bei historischen Segelschiffsmodellen ebenso unvermeidlich wie letztlich toll anzuschauen. Du hast da ja noch einige Knotens vor Dir! kippe1

      Bonden schrieb:

      .....wenn ich meine hauchdünne Staubschutzfolie locker über das Modell lege.....
      Ich baue mir für jedes Modell auf Helling aus Abfallkartonage eine richtig feste, genügend große Haube, die ich über das corpus delicti stülpen kann und die daher nirgendwo hängenbleibt. Ist ein bisschen Arbeit, spart diese jedoch letztendlich auch wieder mehr als ein.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
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    • Ahoi allerseits, und danke für die ja 2 !

      @Gnost Ja, grau wäre auch eine Variante gewesen, aber meine Mercury ist noch relativ jung, da kommt das Tauwerk noch nicht so ausgebleicht daher. zwinker2

      @Klueni Deine Kartonvariante als Staubschutz hat was, ja, hatte ich auch überlegt. Das müsste dann aber für meine ja doch recht große (und noch größer werdende) Mercury schon ein ziemlicher Trumm werden. Beim nächsten Modell, welches ja auf jeden Fall wieder im kleineren Maßstab 1:96 ist, werde ich aber deinen Ratschlag beherzigen.

      @petcarli Grau ist auf jeden Fall die bessere Wahl gegenüber dem immer ziemlich weiß daherkommenden Amati Takelgarn hell. Aber soll ich dir was sagen? Ich finde meine Papegojan nach wie vor wunderschön, und da hab ich auch genau dieses Garn genommen. happy 2
      Also jetzt nehme ich es ja auch, hab es aber vorher durch Beize Eiche dunkel gezogen. zwinker2

      So, ich hab, glaube ich, meinen Takt gefunden. Hab mir eine Schablone gefertigt, aber das wichtigste Utensil ist dieser unscheinbare Papierstreifen, den ich immer wieder als Abstandsmesser an die Knoten halte, um dann wieder und wieder minimalste Korrekturen vorzunehmen. Irgendwann flimmern einem dann die Fäden nur noch vor Augen - dann ist Zeit aufzuhören.
      Fertig ist alles, was keine hängenden Enden mehr hat, die anderen Webleinen sind noch locker, also auch die erste über den Wantjungfern.


      Den Jimmy hab ich übrigens mal im wahrsten Sinne des Wortes in die Zange genommen und ihm vorsichtig die Arme verdreht - jetzt greift er beim Aufentern nicht mehr in die Webleinen, sondern umfasst so, wie es sich gehört, die Wanten. grins 2


      Ich sehe grad: Das letzte Bild mag ich besonders. verlegen2

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    • In Sachsen war ja heute Feiertag (Buß- und Bettag, teuer bezahlt...), und auch das Wetter sorgte dafür, dass es in der Werft besonders gemütlich war. Und so wurde einiges geschafft - an der Steuerbordseite hat der Besanuntermast alle seine Webleinen. Besser werden kann man immer, aber ich bin mit dem heutigen Ergebnis schon recht zufrieden:




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    • Hallo Bonden

      Das sieht tatsächlich wunderschön aus. Wenn ich mir Deine Fregatte so anschaue, dann freue ich mich, bis es an meiner "Mini-Fregatte", der Wolf weiter geht. Ich kann mich gar nicht genug satt sehen an Deinem Modell!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • @Klueni Ja, das ist so und auch so Mist, was damals passiert ist. Aber wie du schon sagst: Ein toller Webleinknüpftag! grins 2 Und das andere lassen wir mal besser wech von diesem Board. zwinker2

      Noch zur Erklärung - falls sich wer wundert, warum ich die unteren sechs Webleinen nicht auch bis zum vorderen Wanttau gezogen habe: Es war damals üblich, am Besan genau so zu verfahren; an Fock und Groß gab es sogar noch mehr Auslassungen, hier wurden sowohl die unteren 6 Webleinen über den Rüstjungfern als auch die oberen sechs Webleinen unter den Püttingswürsten am vorderen und hinteren Wanttau freigelassen. Das spart mir immerhin 96 Knoten! freu1

      @Peter_H Danke! Nun, ich bin mir sicher, wenn du erst deine Wolf auftakelst, werden deine Webleinen mindestens noch besser als meine aussehen. zwinker2

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    • Heute ging es weiter an der Backbordseite des Besan. Dort sind nun auch die ersten 24 Knoten geknüpft. Und wegen der erwähnten eingesparten 96 Knoten hab ich mal die erste Etage komplett berechnet:
      Am Fockmast sind es exakt 400 Knoten, am Großmast 566 und am Besan 292. Also in Summe 1.258 Knoten. Derzeit habe ich davon 170 geschafft. Und das an drei Werftabenden und einem Feiertag, an dem ich in etwa das doppelte an Zeit in der Werft tätig war wie an einem durchschnittlichen Werftabend. Das heißt, die Erfüllungsquote liegt derzeit bei 13,5%. Da erscheint mir eine Fertigstellung der ersten Etage noch in diesem Jahr als durchaus realistisch, zumal ich spüre, dass meine Motivation zur Zeit enorm hoch ist. verlegen2

      Wieviel Knoten das dann in der zweiten Etage werden, vermag ich jetzt noch nicht genau zu sagen; die Bauanleitung sieht andere Abstände zwischen den Webleinenreihen vor als ich. Aber mehr als 450 werden das auf keinen Fall. lala1

      Alle Berechnungen wurden übrigens knotariell beglaubigt. grins 2

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    • Bonden schrieb:

      Heute ging es weiter an der Backbordseite des Besan. Dort sind nun auch die ersten 24 Knoten geknüpft. Und wegen der erwähnten eingesparten 96 Knoten hab ich mal die erste Etage komplett berechnet:
      Am Fockmast sind es exakt 400 Knoten, am Großmast 566 und am Besan 292. Also in Summe 1.258 Knoten. Derzeit habe ich davon 170 geschafft. Und das an drei Werftabenden und einem Feiertag, an dem ich in etwa das doppelte an Zeit in der Werft tätig war wie an einem durchschnittlichen Werftabend. Das heißt, die Erfüllungsquote liegt derzeit bei 13,5%. Da erscheint mir eine Fertigstellung der ersten Etage noch in diesem Jahr als durchaus realistisch, zumal ich spüre, dass meine Motivation zur Zeit enorm hoch ist. verlegen2

      Wieviel Knoten das dann in der zweiten Etage werden, vermag ich jetzt noch nicht genau zu sagen; die Bauanleitung sieht andere Abstände zwischen den Webleinenreihen vor als ich. Aber mehr als 450 werden das auf keinen Fall. lala1

      Alle Berechnungen wurden übrigens knotariell beglaubigt. grins 2
      Da hast Du ja noch einiges an Arbeit vor Dir! Doch Du wirst es schon irgendwie schaffen, vielleich sogar 2018! lala1 kratz1

      Gruß
      Fritz
    • Nachtrag zum gestrigen Werftabend:

      Die Zahl des Tages: 46. Nimmt man diese eine Webleine weg, die ich einfach schon mal an den Püttingswanten des Großmastes angebracht habe (4 Knoten), hätten wir somit die Antwort auf alle Fragen des Lebens, des Universums und des ganzen Restes. grins 3


      Heute Abend hat die Werft Pause, es geht mit ein paar netten Kolleginnen und Kollegen auf den Striezelmarkt. grins 1 winter 5


      (Hier fehlt ein Glühweintrinksmilie. frech 1 )

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    • Neu

      Nicht dass ihr Sorgen habt, es ginge hier nicht weiter. Nein, keine Bange - nach ein paar Tagen mit ein paar Reisen wurde in Bondens Werft wieder eifrig der Webleinstek geknüpft. Und so kann ich stolz verkünden, dass der Besanmast nun komplett ist. Der war gewissermaßen zum
      Warmwerden - jetzt geht es ansatzlos mit dem Großmast weiter. Da stehen dann auf jeder Seite 9 Wanten, die schon gierig darauf warten, mit
      Webleinen und hübschen Knoten verschönert zu werden. Die ersten 6 Reihen stehen backbord bereits, ebenso vier Reihen bei den Püttingswanten.

      Die schwierigsten Stellen sind immer die, an denen nicht einfach nur ein Wanttau mit einem Webleinstek zu versehen ist. Zum einen sind das die unteren Enden der Wanten, da, wo das Wanttau um die Wantjungfer läuft und dann das Ende am Wanttau befestigt ist und sich zusätzlich noch das Taljereep mit ein paar halben Schlägen am Want festhält. Ebenso kritisch ist es oben an der Stelle, wo die Püttingswanten am Wanttau angebunden sind. Da lässt sich so ein Webleinknoten nicht so einfach hin und her schieben wie auf dem glatten Wanttau. Und so gab es heute auch einen kleinen Abriss - wobei der Begriff so nicht stimmt. Ich hatte mit der untersten Webleine angefangen, die aber noch nicht endfixiert, also noch keinen Leim zu Einsatz gebracht. Stattdessen hab ich sie erstmal stehen lassen und dann vier Reihen darüber begonnen - also an der Stelle, an der ich erstmals alle Wanten frei von anderem Gedöns hatte. Mit zwei weiteren Reihen nach oben habe ich mir erstmal eine schöne gerade Grundlage geschaffen und mich dann wieder nach unten, in den kritischen Bereich, gearbeitet. Und nachdem dann die zweite Reihe angebracht war, war klar, dass bei der untersten der Abstand zu groß it, also kam sie wieder runter. Die baue ich morgen an, heute Abend war dann so langsam die Konzentration weg, und dann höre ich auch konsequent sofort auf mit bauen.

      Dafür hab ich dann noch ein paar Fotos geschossen und dafür auch drei meiner Topgasten in die Wanten gejagt. grins 2



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      Moin Boden,

      welch eine Fleissarbeit....und glaub mir, ich kann das beurteilen! Die Fregatte bietet mit den (fast) fertigen Unterwanten schon einen mächtigen Eindruck! cool1
      Zwar kann Dein schwindelfreier Maat nun schon ohne weiteres aufentern....jedoch könnte man die Webleinen hinsichtlich des "Falls nach unten", sprich der gewichtsbedingten Rundung der eigenbtlich leicht durchhängenden Webleinen-Abschnitte, etwas optimieren.
      Dafür muss man allerdings völlig sicher sein, daß später nicht mehr geändert werden muss. augenbraue1
      Ein kleines Tröpfchen Sekundenkleber auf einer Zahnstocherspitze tränkt das Tau, ganz leichte, rollende Bewegung mit der Rundung des Zahnstochers sofort anschließend sorgt dann fürs dauerende "Durchhängen.

      Ist aber natürlich Deine Entscheidung, meinerseits nur ein kleiner "Tipp von's Amt" grins 1

      lg.
      Tommi
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      Ahoi Klueni,

      danke für deine "Amtstipps"! daumen1

      Ich habe das Thema mit den durchhängenden Webleinen intensiv durchdacht. Ist es wirklich so, dass die Webleinen immer leicht durchhängen müssen? Ich glaube nicht. Jedenfalls nicht immer. Ich schaue mir z.b. Bilder der Hermione an, ein Nachbau einer Fregatte aus der selben Zeit, aus der auch meine Mercury stammt. Und das ist ein aktives Schiff, welches die Weltmeere bereist. Das Durchhängen der Webleinen hält sich stark in Grenzen - hier zum Beispiel gut zu sehen: Klick mich!
      Dann habe ich meine eigenen Erfahrungen auf der Hendrika Bartelds. Da sind die Webleinen auch relativ straff gespannt. Hier, schau:


      Und dann muss man sich vor Augen halten, welchen Zweck die Webleinen haben. Da treten starke Männer rein und entern auf. Durch ihr Eigengewicht werden die Leinen sowieso schon enorm nach unten gedrückt - warum sollen sie da noch zusätzlich durchhängen? Ich finde es auch besser, wenn die Leinen relativ straff gespannt sind, wenn ich aufentere.
      Auch glaube ich, dass der Grad des Durchhängens auch von der Fahrtdauer abhängig ist, ebenso von den Wetterbedingungen. Bei einem relativ neuen Schiff werden die Webleinen sicher straffer gespannt sein als nach zwei Jahren auf See und täglich fünf Segelmanövern mit Auf- und Abentern.
      Es gibt ja an Groß und Fock stellenweise recht große Abstände zwischen benachbarten Wanten - ich denke, dass ich da leichte Durchhänger einbauen werde, schließlich war die Schwerkraft ja schon zur damaligen Zeit erfunden. grins 2 Auch am Besan gibt es da bereits ein paar Abschnitte, kommt auf den Bildern nur nicht so rüber. zwinker2 Und hier und da schleicht sich sowieso der eine oder andere kleine Bogen ein.

      LG,

      Bonden

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    • Neu

      Ich bin auch der Meinung, dass die Webleinen relativ straff gespannt werden, das zeigen Fotos, von modernen Seglern und auch von Replikaten historischer Segler, wie der Endeavor und der Götheborg.

      Ostsee-Segelregatta by FinnFoto - Finnland und die Fotografie aus meiner Sicht, auf Flickr
      Es grüsst aus Finnland
      Engelbert

      segeln1
      meine Fotos

      Es ist nur Hobby und soll Spass machen - Ich mach nur was ich will und wann ich es will!
      Der Weg ist das Ziel!