Mil Mi-4A; GPM 15/2014; M 1:33

    • Hallo Roland,

      ich kann Deinen Frust nachvollziehen. Ich habe inzwischen auch immer weniger Spass an meinem jetzigen Werk. Man rutscht auch wenn man zufrieden ist immer wieder in neue Probleme und fragt sich einerseits "Liegt es an mir?" oder "hat das überhaupt mal jemand probegebaut?"

      Zwischendurch denke ich aber immer mal wieder positiv und denke daran, dass ich eigentlich noch nie aufgegeben habe und dann mit einem auch für mich schönen Modell gelandet bin (Siehe z.B. den Gewinner der Göldenen Schere 2016)!

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz,

      petcarli schrieb:

      Zwischendurch denke ich aber immer mal wieder positiv und denke daran, dass ich eigentlich noch nie aufgegeben habe und dann mit einem auch für mich schönen Modell gelandet bin (Siehe z.B. den Gewinner der Göldenen Schere 2016)!
      das ist natürlich eine absolut respektable Haltung und ohne eine solche würden vermutlich sehr viele Modelle nie fertig gebaut werden.

      Um zu so einer Haltung zu finden, spielt aus meiner Sicht natürlich die Motivation - also das, was den Einzelnen beim Kartonmodellbau antreibt - eine entscheidende Rolle.

      Bei mir ist die Freude am Bauen der Motor. Das Formen und Gestalten will ich genießen und möglichst die Potentiale eines Bogens ausschöpfen.
      Das fertige Modell verliert dann für mich oft an Reiz (seit ich auch Schiffe baue hat sich das aber ein wenig verändert,
      von diesen fertigen Modellen könnte ich mich schwerer trennen).
      Einen Modellbogen und verfügbares Zubehör wähle ich dazu als Ausgangsmaterial gepaart mit der Erwartung, aus diesen "Halbzeugen" in freudvoll entspannter Weise ein Modell formen zu können.
      Moderne Kartonmodellbogen-Produktionen und Zubehörangebote wecken da besonders hinsichtlich Potentialen häufig sehr große Erwartungen!!
      Werden diese dann im Hobbybereich grob enttäuscht, besinne ich mich sehr schnell auf den Wert der Resource Lebenszeit...

      Der GPM Mi-4 ist nach dem Kümo "Emilia" (Maly Modelarz) und der TU-95 (YG Verlag) übrigens erst mein dritter Bauabbruch seit gut 16 Jahren Kartonmodellbau.

      Gruß
      Roland
    • Hallo Namensvetter Roland,

      ich kann nur von dem ausgehen, was Du in Fotos von diesem Hubi hier gezeigt hast. Und das sieht für meine Verhältnisse doch sehr gut von Dir gebaut aus. So feine Spannten muss man erst mal hin bekommen. Liegt es also daran, dass das Bau-Material, welches der Konstrukteur liefert, nicht optimal ist?

      Gruß
      Roland W.
      -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --
    • Hallo Roland,

      abgesehen von bisher einem konkret festgestellten Konstruktionsfehler, will und kann ich der Konstruktion zunächst nichts unterstellen.
      Ein bisher unvollendeter polnischer Baubericht über dieses Modell nennt jedoch, soweit ich der automatischen Übersetzung entnehmen konnte, eine Reihe weiterer Fehler.

      Meine Gründe für den schnellen Abbruch liegen vor allem darin, dass es sich bei diesem Bogen wieder einmal um so eine Konstruktion handelt, deren Fehler vielleicht mühevoll korrigierbar sind, deren Möglichkeiten aber mit den zur Verfügung gestellten Werkstoffen (z.B. LC-Satz) grundsätzlich nur äußerst schwer auszuschöpfen sind (besonders wenn die Inneneinrichtung sichtbar werden soll - also das Modell mit geöffneten Heckklappen gebaut werden soll).

      Übrigens: Der GPM Mi-6 ist eine ähnliche Konstruktion.
      Wer das Modell mit geöffneten Heckklappen bauen will, weiß was ich meine!

      Gruß
      Roland
    • Unfortunately the constructions are cats in the sack. I cannot understand why some publishers don't pay enough attention to the correction of some basic errors. Sometimes it seems as if some models have not been assembled prior to publishing. Sad is also that we have to pay not little sums to get them. And then comes the icy cold shower... and correction in this hypercomputerized world would not be that difficult.
      Irresponsibility ...
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Hallo Roland,
      Du schriebst mal, dass der Mi-6 (GPM) ähnliche / gleiche Probleme hätte ...?

      PRT schrieb:

      Übrigens: Der GPM Mi-6 ist eine ähnliche Konstruktion.
      Kannst u. würdest Du mir das bitte mal etwas näher ausführen wollen? Denn dann brauche ich nämlich den Quirl erst gar nicht zwischen die Schere zu nehmen ... obwohl dann ein ganz schöner Batzen Euros verloren wäre (der Bogen war ja nun nicht gerade sehr preiswert), die ich wesentlich besser woanders gebrauchen könnte. Zum Beispiel bei meiner Tu-144 in 1:50!

      Nun ja, ach herje, auch die Tu-95 gehört mit zu den "Querulanten"? Na da hab' ich ja schon mal zweie, die sehr lange auf eine Scgere warten müssen ...

      Neugierige Grüße aus Sachsen
      Dieter
      L G
      flieger 1
      D. B.
    • Hallo Dieter,

      Daniel09Boone648 schrieb:

      Kannst u. würdest Du mir das bitte mal etwas näher ausführen wollen?
      ...aber gerne!

      Nach dem du vermutlich sehr gründlich unsere Bauberichte gelesen hast, beschränke ich mich mal auf zwei Kernaussagen.

      1. Auf das Anschneiden der TU-95 (YG Bogen) solltest du verzichten. Der Stapel Papier eignet sich bestenfalls dazu, neidvoll den schönen Silberdruck zu bestaunen und von einem fertigen Modell zu träumen. Jegliche weitere Auseinandersetzung mit diesem Bogen ist leider vertane Zeit, weil von zahlreichen, schwer bis unmöglich zu korrigierenden Konstruktionsfehlern behaftet.

      2. Beim GPM Mi-6 Bogen handelt es sich zunächst einmal um eine relativ gut zu bauende und auch überwiegend sehr passgenaue Konstruktion.
      Das Hauptproblem: Entschließt man sich zur Verarbeitung des LC-Spantensatzes muss man sehr schnell feststellen, dass die sehr filigranen Rumpfspanten des Hauptrumpfes beim Aufbringen der Außenhautteile auf Grund mangelnder Festigkeit zu starker Verformung neigen.
      Im Ergebnis entsteht so zwar ein geschlossener und auch relativ passgenauer Rumpf dem es aber deutlich an Stabilität mangelt.
      Und - soll der Rumpf mit geöffneter Heckklappe dargestellt werden, bieten sich deshalb auch keine schönen Einblicke.
      Empfehlenswert wäre also, für die Spanten einen entsprechend stabilen Werkstoff (z.B. 1,5 - 2mm Sperrholz) zu wählen und auf den LC-Satz zu verzichten.
      Ein paar kleine Konstruktionsungenauigkeiten finden sich noch bei der Inneneinrichtung der Pilotenkabine. Allerdings sind die mühelos korrigier, bzw. beherrschbar.
      Zwingend sehe ich die Verwendung des Kanzelsatzes, während auf die Resin-Zubehörteile durchaus verzichtet werden kann (wobei der Bau der Rotornabe aus dem Bogen bestimmt eine ganz schöne Herausforderung bedeutet).

      Ansonsten: Solltest du den Bau des Mi-6 erwägen, werde im Bedarfsfall nicht müde, zu fragen.
      Vielleicht eignet sich doch der ein, oder andere Mi-6 Bau- Erfahrungswert von mir, sich auftuende Klippen zu umgehen.

      Viele Grüße in die sächsische Heimat
      Roland
    • Hallo Roland,
      klebrigsten ... ähm, besten Dank für Deine reichaltige Antwort, die ich sehr zu schätzen weiß und jegliche Art von Tips (u. Tricks) bezüglich der 1:33ger, die ich sehr gerne beherzigen werde. Zumal die (evtl. hilfreichen?) Bauanleitungen nur sehr selten in übersetzter Form vorhanden sind.
      Zwar bin ich ein ungemein riesiger Fan der "großen", aber von vornherein bekannte Schwierigkeiten u. ähnliches muss man(n) ja nun nicht unbedingt auch selbst ausprobieren müssen ... oder doch? Die (vielen!) Euro's sind ja eh futsch, warum nicht richtig ... wenn schon denn schon ist auch ein relativ starkes Antriebsmittel.

      In nächster Zukunft werd' ich erst einmal versuchen, meine früheren (und im Papiercontainer gelandeten!) Projekte wieder aufzunehmen und auch mal eines nach dem anderen bis zum Schluß durchzuziehen.
      Die da waren: L-60 Brigadyr in 1:20; An-2 in 1:20; IL-14P 'DM-SAB' in 1:25 (diese Maschine steht übrigens in Cämmerswale als 'Schauflugzeug', an/neben der Gaststätte 'Am Schau-Flugzeug', s. Bild); übrigens steht dort daneben auch eine MiG-21;








      Tu-144 in 1:50; An-22 in 1:50 und neuerdings auch die An-225, ebenfalls in 1:50, (das Original ist aus dem Hause 'MdKV')

      Sächsische Griese vom
      Dieda
      L G
      flieger 1
      D. B.
    • Hallo Dieter,

      deine beabsichtigten Vorhaben sehe ich als recht ambitioniert, sowohl in der Anzahl, als auch im Maßstab (M 1:20!)
      Baust du einige dieser Modelle auf Basis der Variant-Broschüren (Negative zum Vergrößern)?
      Die Kranich AN-22 in Folie hatte ich auch vor ein paar Jahren gebaut, ein sehr attraktives Modell.

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Roland,

      klingt viel, ich weiß - aber zwischen Vor und haben liegt ein riesiges Gebirge, fast wie der Himalaja, mindestens aber die Alpen (oder das Riesengebirge?) Auf jeden Fall weiß ich genau, dass meine (finanzielle) Ausrüstung zum Bezwingen dieser Hürden völlig unzureichend ist.
      Zumal die Preise für materielles ständig im Steigen sind ...

      Um noch einmal auf die An-225 (MDK) zu kommen ... der Bogen hat 30 ! Blätter A4 ! Was bedeutet, dass das für 1:50 30 Blätter in A2 ergibt bzw. 60 Blättchen A5 werden 60 Blätter in A3! Bei einem Blattpreis von 5,00 Euro ...

      Auch die An-22 hat wesentlich mehr Blätter/Bögen als die Tu-144 ... mein "Größenwahn" treibt mich noch in den Ruin!!!
      Ich halte euch aber gerne bei meinem Tun und Lassen im Bilde.
      L G
      flieger 1
      D. B.