Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial – Schreiber Bogen 1:300

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Guten Morgen!

      Wie versprochen, nun meine Lösung des Problems. Man kann sicherlich so eine Kuppel auch einfach ohne Klebelaschen mit Weißleim zusammen patschen. Zumindest bei mir wird das dann aber eine batzige Angelegenheit und es gibt nachher unschöne Spuren auf der Oberfläche. Außerdem ist es dann gerade bei den Minikuppeln schon fraglich, ob man eine schöne gleichmäßige Form hinbekommt.

      Ich wollte also einen Unterbau. Erst habe ich an etwas ähnliches gedacht wie bei der Unseen University. Dann sind mir Styroporkugeln in den Sinn gekommen. Die gibt es jedoch nicht so klein (ich brauchte 15mm). Doch dann bin ich auf die Wattekugeln (also fest gepresste) gestoßen und habe mir welche im nächsten Watteladen besorgt. Natürlich nicht gleich mit dem Original, sondern mit einem Scan habe ich einen Versuch gewagt.
      Die Kugel war noch ein bisschen zu breit, aber – und hier hat sich gleich ein Vorteil des Materials zu Styropor herauskristallisiert – sie ließ sich mühelos in Form drücken. Da diese Kugeln unten ein Loch haben kann man noch einen Zahnstocher hineinstecken und hat eine wundervolle Haltemöglichkeit ohne mit Klebefingerchen auf der Kuppel herumzupatschen. Links die Originalkugel, rechts meine zurecht gedrückte Variante.



      Schritt 1 (nach Ausschneiden und runden) besteht dann darin, den Sockel der Kuppel schön rund zusammenzukleben, das Ganze gut trocknen zu lassen (ich habe mit einer Kreuzpinzette fixiert) und dann die Kugel von unten soweit in die Kuppel hineinzuschieben, dass sie in etwa mittig sitzt.



      Dann heißt es vorsichtig ein wenig probieren bis zwei gegenüberliegende Laschen exakt Spitze an Spitze zu liegen kommen. Und dann darf zum Weißleim gegriffen werden. Das schöne ist, die Kugel ersetzt nicht nur die Klebelaschen, sondern ermöglicht sogar ein flächiges Kleben der einzelnen Segemente. Ich habe – wie zu erwarten – jeweils zwei gegenüberliegende Laschen geklebt, so das zunächst ein Kreuz entstanden ist. Immer gut trocknen lassen, denn die Segmente verschieben sich sehr leicht. Bitte nicht über die verschiedenen Farbgebungen wundern, die Fotos sind gemischt aus meinem Probeexemplar und der endgültigen Kuppel entstanden.



      Sobald diese Grundform dann einmal ordentlich steht …äh…klebt, kann man die restlichen Laschen nach dem gleichen Muster kleben und es entsteht eine wunderschön gleichmäßige Kuppel.
      Unten zuerst mein Probeexemplar, dass noch ein wenig schief daherkommt, weil ich den Sockel nicht lange genug habe trocknen lassen. Er hat sich dann minimal auseinandergeschoben und so klafft an dieser Stelle auch ein kleiner Spalt zwischen den Segmenten.



      Beim Originalteil habe ich dann natürlich besser darauf geachtet und so kommt eine makellose kleine Kuppel daher:



      Am Ende wird dann der Zahnstocher entfernt, ggf. die Kugel unten noch ein wenig geplättet, damit das Teil auch gerade auf seine Grundplatte kommt. Auf diese Weise könnte man sogar gaaanz vorsichtig kleine Unebenheiten in der Kuppel noch wegdrücken.

      Dann mache ich mich mal an die Wasserbecken, damit ihr auch einmal das Ensemble zu sehen bekommt. Der gesamte Pavillon bleibt so lange noch Verschlußsache. grins 3

      LG
      Marion
    • Hallo, ihr Drei!

      Uups… wie mir der "Watteladen" dazwischen gerutscht ist, weiß ich auch nicht. happy1 War wohl zu früh für mich. Wenigstens bekommt mein Baubericht so einen gewissen Komikfaktor. daumen1
      Diese Wattekugeln bekommt man tatsächlich überall im Bastelbedarf in unterschiedlichen Größen. Sind immer so Tüten mit 15-20 Stück drinnen. Ich habs gestern in der Gärtnerei (nächstliegend, nicht wahr?) tanz 2 mit kleiner Bastelabteilung gekauft, übrigens deutlich günstiger als im Internet. Ich werde das wohl zu meinem Standardprozedere machen, heißt in Zukunft: auch vorhandene Klebelaschen an Kuppeln kommen ab. Erspart nebenher die nervige Fitzelchen-Ausschneiderei.

      Ich geh dann jetzt zum Wasserladen…oder doch zum Laubkiosk??

      LG
      Marion
    • Einen wunderschönen Basteltag Euch allen!

      (Was anderes ist bei diesem Wetter ja nicht drin! Bei uns hat heute eines unserer ein Jahr alten Fallrohre den Dienst quittiert und das Wasser kurzerhand an der Bodenkante in die Kellerschächte entleert motz1 )

      Kommen wir zu erfreulicheren Dingen: dem Garten- und Landschaftsbau aus Papier…

      Marions Do-it-yourself – Workshop

      Lektion 1: Wie baue ich mir Buchsbaumkugeln und Hecken im Format 1:300
      Mein Patio besitzt ja neben dem Pavillon und den vier Wasserbecken auch noch 12 Grünflächenquadrate. Sie sind ganz nett, wenn auch (zumindest nach aktuellem Stand, wie diese Bereiche in den 80ern ausgesehen haben, vermag ich nicht zu eruieren) nicht ganz naturgetreu, gezeichnet. Jede Einzelheit herauszuarbeiten ist bei der Menge der Einzelheiten auf diesem engen Raum nicht gut möglich. Aber zumindest die auf dem Originalbild ersichtlichen Buchsbaumkugeln nebst dazugehörigen Hecken hätte ich schon gerne plastisch.





      Da es in dieser Größenordnung eher wenig fertiges Material (und das auch noch zu vernünftigem Preis) zu bekommen ist, muss ich mir wohl selbst etwas einfallen lassen. Die besten Ideen fallen mir ja grundsätzlich nachts ein, also habe ich heute morgen erst einmal in meinen Bastelbeständen gestöbert und Folgendes zutage gefördert: Zahnstocher, Perlen 4mm, ein Döschen Ponal, Beflockungsmaterial, einen ausrangierten Karton und Stecknadeln. Der geneigte Leser mag sich fragen: "Was will die nun schon wieder damit? Viel Papier ist ja nicht dabei!" Nun ja, ich will ansehnlichen Buchs.



      Zuerst stöpsle ich die Perlchen mal wieder auf Zahnstocher. Hält super, trotz des Nadelöhrlöchleins.



      Dann genehmige ich meiner Perle (die waren gerade von der Kommunion her noch da. Man könnte auch farblich passende nehmen oder Holzperlen, die dürften günstiger sein…und näher am Papier) ein kurzes Leimbad.



      Anschließend folgt der Paniervorgang im Beflockungsmaterial. Schön ordentlich durchwälzen! Man könnte natürlich auch vom Teeren und Federn sprechen. Anschließend noch ein bisschen in Form drücken, soll ja kein gerupfter Buchs werden und …



      … ab auf die Leine zum Trocknen. Das wars. Nach dem Trocknen vorsichtig vom Zahnstocher nehmen und mit einem Tropfen Weißleim an die Stelle seiner Wahl pappen.



      Gleiches Prozedere auch mit den Hecken, nach gewünschter Dicke auch mit Zahnstochern oder für dünnere, wie ich sie brauche, mit Stecknadeln. Kopf kann man erstmal dran lassen und später abknipsen. Das fertige Ergebnis einer Grünfläche sieht dann so aus. Das Ganze nun nur noch 11mal wiederholen und meiner erste Grünflächenexpedition war erfolgreich.



      Die Wasserbecken sind noch im Erprobungsstadium und wenn ich endlich mal lerne nicht zu früh aufs Modellwasser draufzupatschen, kriege ich vielleicht auch mal wirklich ein Becken und nicht den Atlantik bei Bft. 5-6 hin. happy 2

      LG
      Marion

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marion () aus folgendem Grund: Das Originalbild will nicht so, wie ich es will!

    • Servus Marion,

      mir fällt dazu nur cool1 ein!
      Erst dein Wattekugelinnenleben für kleine Kuppeln, jetzt Buchsbaumkugeln und Hecken in Nullkommanix hochgezogen! klasse1
      Bin gespannt was da noch alles aus deinem Nähkästchen gezaubert wird,

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"
    • Hallo Fritz, Wiwo und Kurt!

      Ihr macht mich ja direkt verlegen! verlegen2 Aber ob ihrs glaubt oder nicht, bis es sicher geklappt hat, zittere ich manchmal auch ganz schön.
      Und ob ich vor gar nichts zurückschrecke? Doch! Ich kann absolut gar nix mit Zimmerpflanzen anfangen frech 1 . Da hab' ich überhaupt gar keine Freude dran und lange überleben tun sie bei mir auch nicht lala1 . Obstbäume oder Gemüsepflanzen im Garten gerne, aber drinnen? Neee…

      Im Verlaufe des Tages gibt es neue Bilderchen, auch wenn vielleicht noch nicht alle Grünflächen stehen. Das liegt aber einfach an den Trocknungszeiten, dauert halt ein bisschen. Auch mein Wasser ist noch nicht trocken happy1 . Aber es schaut schon richtig gut aus!

      LG
      Marion
    • Hallo Marion,

      kaum ist man mal eine Weile wegen seines abgeschossenen Rechners nicht so häufig auf dem Sender und schon passieren hier wundersame Dinge!

      Von dem, was Du hier zeigst bin ich echt begeistert! Da bei mir nebenbei noch ein Läutewerk im entstehen ist, werde ich mich mal Deiner Methode bemächtigen und eine Glocke in dieser Art bauen - ääh - gießen????

      Gefällt mir sehr gut!
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Hallo alle zusammen!

      Nun hat es doch ein wenig länger gedauert als ich dachte, aber besser spät als nie. Manchmal kommen einfach dauernd Dinge dazwischen und es bleiben immer nur ein paar Minuten zwischendurch zum Basteln.

      Inzwischen ist also die Gestaltung meines Patios abgeschlossen. Wie ich vorgegangen bin, habe ich ja schon in meinem letzten Beitrag vorgestellt, deshalb hier in erster Linie noch ein paar abschließende Bilder und Worte dazu.

      Ich habe zunächst nur die drei Grünflächen in der hinteren Ecke aufgeklebt und mich dann erstmal an die vier Wasserbecken gemacht, damit ich da besser rankomme. Die Wasserfläche habe ich ausgeschnitten, den ziemlich filigranen Rahmen mit 1mm Finnpappe verstärkt und den Boden dann niedriger gesetzt. Diese Minibecken habe ich dann an Ort und Stelle mit Modellwasser gefüllt und erstmal 24 Std. trocknen lassen.



      Anschließend habe ich mich über die restlichen Grünflächen hergemacht und nach und nach aufgeklebt. Am Ende noch die ein oder andere kleine Stelle an der die Perlen durchschimmerten noch begrünt und so sieht nun das fertige Objekt aus:





      Nun fehlt noch die andere Hälfte der Umbauung und dann bekommt der Patio seinen Platz auf der Grundfläche.

      LG
      Marion
    • So, nicht dass ihr meint, ich hätte mein Modell oder gar Euch vergessen. Neeeein, nur irgendwie zu faul die Bilder hochzuladen.

      Natürlich ist mein Gärtchen inzwischen komplett von Mauern bzw. Bogengängen umgeben und auf seinen endgültigen Platz gewandert. Zur Konstruktion der Wand muss ich nicht mehr viel schreiben, denn sie ist identisch mit der ersten Hälfte. Naja und ein recht stabiles Quadrat mit verstärktem Boden aufzukleben, ist auch keine sooo große Herausforderung. Würde mans allerdings so machen, wie vorgesehen, also erst die Wände und dann den Boden rein (ohne Verstärkung) … uiuiui. Dann ist der Bogen in der Tat "Sehr schwierig". Ebenso wenn man das Innenleben erst am Ende also auch noch mit den Dächern oben drauf einsetzen würde. Da hat man ja überhaupt keinen Platz mehr für seine Fingerchen, um die einzelnen Quadrate auch ordentlich auszurichten!

      Hier also mein fertiger und aufgesetzter Patio. und so sehr ihr mich für die Ausleuchtung bei den letzten Bildern gelobt habt, so sehr habe ich das Ganze nun in den Sand gesetzt: Ausleuchtung ist abhanden gekommen.





      Schaut ziemlich ulkig aus, so alleine neben der Basilika, aber das wird schon noch.

      LG
      Marion
    • Hallo Andy!

      Moment… Kittifix, Uhu, Sekundenkleber…so, Kieferbruch wieder repariert. arbeit1 Ich habe aus Versehen gleich den ganzen Mund zugeklebt?? Eieiei, das wollte ich natürlich nicht, aber manchmal geht halt was daneben. lala1 Zahnarzt sollte ich vielleicht besser nicht werden.

      Im Ernst, ich finde es auch schade, dass dieser Garten später in dieser Perspektive nicht mehr zugänglich sein wird. Ich könnte mir vorstellen, ihn quasi als "Detailmodell2 noch einmal zu bauen, die umgebenden Bogengänge dann mit gläsernen Scheiben… ja … da gäbe es schon so Möglichkeiten. Vielleicht, wenn am Ende noch Zeit übrig bleibt…ähhh ja.

      Jetzt mach ich erstmal mit dem Grundprogramm weiter.

      LG
      Marion
    • So, noch einmal einen guten Morgen Euch allen!

      Mein Sonderprojekt ist beendet und nun kann es weitergehen. Wir bewegen uns nun auf die linke Seite des Komplexes und kümmern uns um den Bau des dortigen Innenhofes mit den angrenzenden Gebäuden. Dieses Mal ist es jedoch kein Garten, sondern ein schnöder Innenhof mit kaum Gestaltungsmöglichkeiten. Wobei, vielleicht tun sich ja noch welche auf.
      Hier sehr ihr erst einmal welche Puzzlearbeit mich erwartet, denn die Bauskizze ist ziemlich unübersichtlich und die vorgegebene Reihenfolge nicht so wirklich empfehlenswert, d.h. ich muss erstmal denken und aneinanderhalten bevor ich zum Kleber greife. Es sind aber auch einige Teile dabei, die einfach nur verstärkt und gebaut werden, die sind dann später aber auch unsichtbar.



      LG
      Marion