Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial – Schreiber Bogen 1:300

    • Weiter geht's, wobei, damit sind wir eigentlich schon kurz vor Fertigstellung. Nun wird nämlich das Ganze "nur" noch auf die Platte gesetzt. Da ist allerdings ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt gewesen, weil der vordere Teil mit den seitlich angrenzenden Mauern der Innhöfe verbunden werden muss, aber gleichzeitig auch hinten an den Rest muss und vorne noch exakt auf der Außenlinie positioniert werden muss:





      Inzwischen steht auch schon der erste Teil der Außenmauern, an der Ostseite arbeite ich gerade (Fenster, Fenster, Fenster …)
      Dazu gibt es dann Bilder, wenn ich rum bin. Und dann gibt auch kaum noch Fenster und ich darf endlich an die Dächer hüpf1

      Viele Grüße
      Marion
    • Hallo Marion,

      schön, dass es hier weitergeht! Die Treppe gefällt mir gut, ich habe verschiedentlich schon die gleiche Methode angewendet. Ist zwar ein bisschen Arbeit, sieht aber deutlich besser aus als die einfachen Schrägen. Bei meiner Kathedrale von Burgos wird es allerdings bei den Schrägen bleiben, dort sind es zu viele Stufen...

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo ihr zwei!

      Ich hoffe, ich habe es ganz ansehnlich hinbekommen. Wenn es allerdings zu viele Stufen werden, wäre mir die Gefahr, dass es schief geht auch zu groß.

      Kommen wir zur Matheaufgabe des Tages:

      48x5x2=?

      Und das Ganze dann mal zwei deshalb: einmal die direkten Teile, einmal die Verstärkung.
      Macht genau 480 Fenster der Ostseite, soeben fertig ausgeschnitten!


      Nun müssen genauso viele Kanten gefärbt und dann die 240 Fenster wieder eingeklebt werden. Und dann warten nur noch 2,5 weitere Außenmauern. arbeit1
    • Guten Morgen alle zusammen!

      Nun zeige ich Euch doch vor schonmal eine Seite, damit ihr Euch ein Bild von der Fitzelei machen könnt.
      Zuerst ein Bildchen von den ganzen ausgeschnittenen Fensterrahmen nebst passendem Unterbau:



      Dann die fertige Front mit den zurückgesetzten Fenstern.



      Und last but not least, die montierte Seitenfront:



      Zum letzten Bild noch eine Anmerkung: ihr bemerkt mittig auf den Terrassen, dort wo die beiden Platten aneinander stoßen, eine kleine Welle. Die war zuerst nicht da und hat sich dann gebildet. Zum Glück habe ich die Grundplatten bisher nur mit non-permanent Mounting Spray aufgeklebt. Heisst: das lässt sich noch problemlos lösen und neu kleben, was natürlich auch noch passieren wird.

      LG
      Marion
    • Hallo Marion,

      auf solche Baufortschritte wartet man auch gerne etwas länger. Deine Architekturmodelle sind schoneinfach toll.
      Die Fenster auszuschneiden war abzusehender Maßen eine Art Selbstgeißelung, aber lohnt sich!
      Tja und werd schon eine Quatrillion Fenster ausschneidet, kann dann auch gleich noch die paar Treppenstufen dreidimensionalisieren frech 5

      Grüße!
      Ludwig
    • Chris A. schrieb:

      Uiiiiii was ne fitzelei daumen1
      Schick wirds... Und wieder was gelernt... non-permanent mounting spray... Was es alles gibt happy 2
      Habe ich eigentlich für die Schneidematten meines Plotters entdeckt. Da lässt die Klebekraft der Matten vergleichsweise schnell nach, obwohl sie noch ganz in Ordnung sind. Mit diesem Spray wird die Lebensdauer deutlich verlängert. grins 3

      r.polli schrieb:

      Marion schrieb:

      mittig auf den Terrassen, dort wo die beiden Platten aneinander stoßen, eine kleine Welle
      veränderte Luftfeuchtigkeit?
      Das könnte gut sein. Das Modell stand direkt neben der Heizung und dazu auch nicht vollständig auf. Jetzt hat es einen neuen Platz auf dem zweiten Schreibtisch bekommen, wo es vollkommen plan steht.

      Gnost schrieb:



      Die Fenster auszuschneiden war abzusehender Maßen eine Art Selbstgeißelung, aber lohnt sich!
      Tja und werd schon eine Quatrillion Fenster ausschneidet, kann dann auch gleich noch die paar Treppenstufen dreidimensionalisieren frech 5
      Das stimmt. Wobei das Gros nun vorbei ist. Einige Fenster kommen noch, aber nicht mehr diese Massen. Treppenstufen gibt es sogar im nächsten Schritt.

      Kurt schrieb:

      Hallo Marion,
      für Liebhaber des Fensterausstechens sicher ein Dorado.
      LG
      Kurt
      daumen1 Hihi, Du wirst staunen, aber lieber stichle ich nochmal die gleiche Menge Fenster aus, als meine 42 am Haus (kein Witz!) zu putzen.

      Gleich geht es dann auch mit dem Bau weiter.

      LG
      Marion
    • Zunächst noch ein weiterer Zwischenstand, bevor es dann in die Endrunde der Fensterstecherei geht.

      An der Rückfront ging noch ein Innenhof samt Umbau ab. Warum dieser laut Bauanleitung erst jetzt eingebaut werden soll, weiß ich nicht. Es wäre auch früher möglich gewesen, aber auch so kein Problem und zwischendurch eine kleine Abwechslung.



      Allgemein ist die Passform dieses Bogens ganz hervorragend. Es gibt überhaupt keine Probleme, sonst wäre solch ein komplexes Modell wohl auch nicht zu bauen. Kleine Schönheitsfehler gibt es ganz selten. So auch in der anderen langen Seitenmauer. Diese ist in zwei Teile unterteilt. Auf der ersten Seite ist dies eine reine Fensterfront, der Schnitt verläuft zwischen zwei Fenstern und ist über die Textur perfekt aneinanderzupassen.
      Auf der anderen Seite hat diese Wand drei Türen und breitere Fenster. Und dummerweise verläuft der Schnitt exakt mittig durch eine dieser Türen. Natürlich ist im Prinzip nicht vorgesehen sämtliche Fenster und Türe tiefer zu setzen, aber auch bei einem Bau "out of the box" ist das eher ungünstig und äußerst schwierig die Teile unsichtbar aneinander zu setzen. Hier erst einmal ein Eindruck der Teile:

    • Jetzt zum eigentlichen Restbau:
      Ich denke, ich habe die Wand ganz ansehnlich hingebracht. Die beiden anderen Mauern sind identisch zur gegenüberliegenden Seite und so kann ich Euch stolz verkünden: ES IST VOLLBRACHT! hüpf1 hüpf1 hüpf1 Ich habe alle Außenmauern fertig gestellt. Hier verschieden Gesamtansichten:





      Das ist es nun noch nicht ganz mit den Fenstern, aber der Rest hält sich in überschaubaren Grenzen. Als nächstes werden noch die fehlenden Terrassen/Aufgänge an der Vorder- und Westseite angebaut. Danach geht es dann an die Dächer.
    • Hallo Marion,

      sehr schön geworden, da hat sich Dein mühevolles Arbeiten gelohnt daumen1 .
      Ansatzweise konnte ich das Aussticheln der Fenster an der Polizeistation ausprobieren, die ich gerade zusammenfummele. Seither hab ich vollsten Respekt vor Deiner Ausdauer .

      Man kann ja nun schon das fertige Aussehen erahnen. Ich bleibe auf jeden Fall als Zuschauer dabei.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • Hallo Marion,

      meine Bewunderung für Deine Ausdauer wird von Mal zu Mal größer.

      Aber jetzt mal eine Frage zu dem von Dir angesprochenen "non-permanent Mounting Spray":

      Könnte man dieses Spray auch nutzen, um Karton auf der Schneidematten festzupinnen? Der Hintergrund der Frage ist ein recht profaner. Ich habe mir einen neuen Kreisschneider gekauft. Das Teil funktioniert recht ordentlich. Die Bedingung ist aber, das man den Karton oder was auch immer man da schneiden möchte, einigermaßen sicher auf der Schneidmatte befestigt. Bisher habe ich meine Versuche mit doppelseitigem Klebeband gemacht. Geht, geht aber von Teil selten ab, ohne das selbe zu zerstören. Das ist damit nicht unbedingt als zielführend anzusehen. Daher habe ich bisher erst mal nur Ringe gekreiselt. Da war die Mitte Wurscht.

      Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du da ein wenig Licht reinbringen könntest.
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Guten Morgen Andy!

      Erst einmal danke für die Blumen! Ich werde mir weiterhin Mühe geben.

      Zu dem Spray: ja, das geht. Ich habe Dir unten Bilder angehangen und dort mal fix einen Kreis mit Kreisschneider ausgeschnitten. Bitte nicht auf die Qualität des Kreises achten. Erstens taugt der Schneider nicht allzu viel und zweitens bin ich Linkshänder und ich hatte die Klinge nicht gedreht. Beim Ablösen biegen sich große Flächen minimal, die lassen sich aber problemlos gerade drücken. Bei kleineren Teilen passiert das nicht. Die Klebeseite bleibt nach dem Ablösen minimal klebrig, haftet aber nicht mehr. Die Matte lässt sich problemlos abwaschen.





      LG
      Marion
    • Guten Morgen!

      So langsam kommt es wieder in Fluss.
      Als nächstes habe ich die westlich und südlich gelegenen Plateaus gefertigt, die etwas höher liegen als die Gartenanlagen aussen herum. Gleichzeitig habe ich dann die Bodenplatte auf die eigentlichen Umrisse des Komplexes zugeschnitten. Der Unterboden wird dann später in einer Holzplatte versenkt.





      Nachdem das erledigt war habe ich das Eingangsportal im Innenhof fertig gemacht. Kein großer Aufwand und nur 3 Fenster bzw. 3 Türen:



      Eigentlich sollte an dieser Stelle auch noch der vorspringende Teil des Einganges gebaut werden, den ich allerdings etwas zurückstellen muss, denn meine Finger haben die Fensterstecherei mit einigen kleinen Blasen und einer Nagelbettentzüdnung bezahlt. Und da dieses Teil nochmal ein paar Fensterchen hat…

      Ich sehe gerade, dass das Portal recht schief ausschaut. Keine Bange, das ist gerade wie mit der Wasserwaage. Aber meine Fotografierkünste… ein Graus.
    • Dann geht es mit einem neuen Bauabschnitt los: den Dächern.
      Zunächst kommen die kleinen Dächer der Innenhöfe. Jedes Dach besteht aus 2 Teilen. Hier verzichte ich auf eine Verstärkung, weil die Dächer ohne flexibler bleiben und sicher besser einpassen lassen.



      Ich habe alle sieben Dächer (wovon zwei einen leicht anderen Farbton aufweisen, warum auch immer, die Ziffern sind gleich) und das größere Dach um den Garten gebaut und aufgesetzt.



      Macht sich doch schon ganz gut.

      Aber dann… dann kommt es… das Grauen…

      Die Fensterschwemme Teil 2
      Dieses Mal allerdings nicht zum Aussticheln. sondern in Form von Erkern. Jeder der kleinen Innhöfe hat zwölf dieser Erker. Wieviele die andern – größeren – Dächer haben, habe ich nicht gezählt. Es reicht allerdings für mehrere Bögen. Das Ganze ist natürlich so klein, dass ohne Lupe und Pinzette und Pinzette gar nix geht. Die Dächer weisen eine Besonderheit auf. Ich habe da erst einmal eine Weile gerätselt und erst genaues Bilderstudium des Originals brachten mich auf den richtigen Weg. Das Dach springt in Dreiecksform vor (ich hoffe, es ist auf dem zweiten Foto erkennbar).
      Die Teilchen haben zwei kleine Dreiecke ohne Klebelaschen, die zu eben jener Form geklebt werden müssen. Ich habe letztlich ein ziemlich gut praktikable Lösung gefunden. Ich gebe von innen einen Tropfen Kittfix in das Teil (nachdem die Fensterfront bereits geschlossen ist) und kann dann mithilfe der Rillnadel die beiden Ecken vorsichtig in die richtige Form schieben. Soll ja schließlich auch mittig sitzen.



      Soweit bisher. Die ganzen Erker werde ich nach und nach bauen und aufbringen. In einer Marathonsitzung ist das nichts für mich. Und das Modell sicher nichts für jemanden mit Fensterphobie. happy1

      Bis dahin…

      Eure Marion
    • Hallo Marion,

      erst einmal gute Besserung mit Deinen Fingern, so einen Mist habe ich laufend krank1

      Dann aber Respekt vor Deinen Miniaturfenstern, sehen imho sehr schön und sauber gebaut aus. Wie machst Du das, dass die kleinen Dreiecke die das Spitzdach bilden nicht kaputt gehen und "ausfransen"?

      Gruß
      Roland
      -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --
    • r.polli schrieb:

      Wie machst Du das, dass die kleinen Dreiecke die das Spitzdach bilden nicht kaputt gehen und "ausfransen"?


      Gruß
      Roland
      Hallo Roland!

      Meinst Du beim Schneiden? Dann ist die Lösung relativ einfach: ich schneide alle kleineren Teile mit der Schere. Bevorzugt mit einer relativ kleinen, aber nicht zu schmalen Stickschere. So gibt es keine Zug auf die Teile und damit auch kein Einreissen oder ähnliches.

      LG
      Marion
    • Einen wunderschönen Freitag Euch allen!

      Das Wetter meint es scheinbar gut mit uns Modellbauern und hat uns eine dicke weiße Schneedecke beschert, die eine hervorragende Ausrede für ausgedehnte Basteltage abgibt.

      Entsprechend ist das Modell weiter gediehen. Inzwischen habe ich alle Dächer montiert. Es kann also nicht mehr reinschneien! daumen1
      Die meisten Dächer werden analog zu dem oben gezeigten gebaut. Das schaut dann so aus:



      Eine Besonderheit weisen die Dächer des zentralen Mittelteils auf. Und zwar gibt es hier unter dem First jeweils ein zurück gesetztes Fenster, das dann auf den Korpus aufgesetzt wird.





      Die Totale mit dem Mittelteil gefällt mir dann schon richtig gut!





      Und als kleinen Ausblick hier schon einmal der erste Innenhof mit den aufgeklebten Gauben:



      Diese Gauben werden mich nun noch eine ganze Weile beschäftigen. Man sieht ja wie viele das sind. Laut Anleitung sollen sie erst gegen Ende gebaut werden, aber dann sind manche Stellen so schwer zugänglich, dass ich das lieber vorziehe.
    • Höchste Eisenbahn hier wieder zu berichten. Ich bin nämlich in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben, nur vor meinem Tschechienausflug nicht mehr zum Schreiben bzw. zur Fotobearbeitung gekommen.

      Nach den ersten Gauben folgte dann der Marathon. Dabei gibt es größere (die sind ganz gut zu bauen) und kleinere (was für eine Fitzelei!) Insgesamt waren das etwa 500 Stück.



      Dummerweise habe ich beim Kleben der größeren das Modell nicht immer gedreht, was dann mitunter etwas schiefe Ergebnisse erzielte. Zum Glück gab es auch die Lösung – im wahrsten Sinne des Wortes. Alles noch einmal ab und neu. Gerade Ergebnisse gibt es in den Übersichtsbildern.



      Nach dieser eintönigen Geschichte war ich dann doch froh, endlich an die Ecktürme gehen zu dürfen. Hier erst einmal eine Übersicht der Teile ungeschnitten und dann geschnitten nebst gefertigter Verstärkung



      Angefangen habe ich der Einfachheit halber mit der Verstärkung des Zwischenbodens. Das habe ich ja schon ganz zu Beginn mit dem Mittelteil gemacht und so soll es auch bei allen anderen geschehen. Die Kanten habe ich mit Kopieresten der gleichen Teile verkleidet:





      Fortsetzung folgt…
    • Dann geht es an die Wände. die Fenster sind wie oben ersichtlich bereits ausgeschnitten, nun geht es ans Zurücksetzen.
      Dazu kommt eine Platte hinter meine Verstärkung, Kanten gefärbt und die ausgeschnittenen Teilchen wieder eingeklebt. Dann habe ich die Verstärkung an den Knicklinien auseinander geschnitten und etwas verschmälert, damit sie dann passen. Die Unterseiten der geraden Teile müssen abgeschrägt erden, damit die Teile nachher gut auf das Dach passen, sonst gibt es Spalten. Den Turm montiere ich Seite für Seite unter den Zwischenboden, das wird genauer als die Wände zuerst zu schließen und dann aufzukleben.





      Anschließend geht es an die Turmspitze. Hier wird nur der Sockel verstärkt, die eigentliche Spitze bleibt so wie sie ist:



      Nachdem Spitze, das Dach drumherum sowie die Gauben montiert sind, macht es schon etwas her:



      Fehlt nur noch eine Kleinigkeit, die ich tatsächlich fast vergessen hätte: das Geländer! Nach dem Ausschneiden habe ich den Kugeln –Pardon Kreisen – Leimtupfen, wie ich das seinerzeit bei der Sagrada Familia gemacht habe. Ein bisschen 3D muss sein!