Preußischer Akkutriebwagen 1:32 (scratch)

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    • Hinter den Kulissen wird schon fleißig gewerkelt. Vorerst zwar fast nur im Rechner, aber das gehört halt auch dazu.

      Demnächst gibt es Bilder von den ersten Versuchen.

      Eine meiner wichtigsten Fragen war ursprünglich mal: Welche Farbe hatten die Sitzpolster der 2. Klasse im alten Preußen?

      Georg (der Bahnindianer) hatte den richtigen Riecher. Sein Tipp mit silbergrau war der Bringer! Heute habe ich mal ganz zwanglos nach dem Begriff "Gepäcknetze DRG" gesucht. Und was finde ich? Bilder der 2. Klasse aus dem alten Preußen! Seht selbst:





      Gefunden unter VVM.Museumsbahn.de .

      Und jetzt sage mal noch einer, das Netz sei logisch strukturiert!

      Wie auch immer, ich hab da was gefunden!!

      Demnächst hier: Weiß einer von Euch, wie Presskohlenheizungen funktioniert haben? Ich weiß es jetzt!
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Die sogenannte Presskohlenheizung war gewissermaßen der Vorgänger des Berliner S-Bahn-Heizkörpers.

      Nur halt nicht elektrisch betrieben, sondern von außerhalb des Wagens zu beschicken und mit sogenannten "Kohleziegeln", also Presskohlen zu befeuern. Letzteres in des Wortes bestem Sinne.

      Zeichnung dazu folgt. Mich fasziniert immer wieder, wie man früher die Konstruktionen auf das Wesentliche beschränkt hat, ohne das die Funktion weg war. Genau DAS ist das Problem vieler Fehlentwicklungen....
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • So, nun erst mal die Heizungsgeschichte:

      Ich habe mal der Einfachheit halber einen Ausschnitt aus der Wikipedia verwendet. Auf diesem Originalbild ist der letzte verbliebene in Polen stationierte AT zu sehen. Ich habe den entsprechenden Ausschnitt mal vergrößert. Ist dadurch leider ein wenig verschwommen, aber das Grundprinzip ist erkennbar.



      Diese Heizungsbauart wurde übrigens sehr häufig bei Güterzuggepäckwagen eingesetzt.
      Unter jedem Sitz war ein Blechkasten angeordnet. In diesen wurden von außen durch die erkennbaren Klappen Kohlenkörbe in länglicher Bauform eingeführt. In diesen Körben befanden sich sogenannte Kohlenziegel - heute wohl einfacher als Brikett bezeichnet.
      Die ersten Kohlenziegel wurden in glühender Form eingebracht. Direkt über dem Riegel ist eine Abdeckung zu erkennen. Diese verdeckt ein wenig den Lufteinzug. Durch das oben befindliche runde Loch wurden die Abgase nach außen geleitet. Dabei war das Abzugsrohr am Ende des "Heizkörpers", also an der Gangseite angebracht. So wurde auf relativ einfache Weise die Kohle am Brennen gehalten (Kamineffekt!), und die Heizung lieferte ständig, bis die letzte Kohle verbrannt war, Wärme. Eine recht einfache, aber wirkungsvolles Geschichte. Inwiefern der Innenraum damit warm zu ekommen war, ist leider mal wieder nicht überliefert.
      Diese Heizerei war Aufgabe des Schaffners. Bei einem dreiteiligen Zug gab es immerhin 28 solcher Brennstellen....

      Immerhin war das so in etwa der Vorgänger der späteren in der Berliner S-Bahn einsetzten runden Elektroheizkörper.

      Auf dem Bild erkennt man noch eine weitere Besonderheit dieser Züge: Rings um das Fahrzeug waren solche Trittstangen angeordnet. Im Falle einer Evakuierung des Wagens konnte man so, in Verbindung mit den unter den Fenstern angebrachten Griffstangen relativ gut durch die Fenster das Fahrzeug verlassen. Die Fenster waren alle als sogenannte Fallfenster (ja, genau: die mit den Riemen zum wieder schließen!) ausgeführt. Dadurch ergab sich auch eine recht ordentliche Öffnung.

      Dazu aber bei Gelegenheit mehr.
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Hi Michael,

      da hast Du so was von Recht!

      Daraus ergibt sich aber in meinem Falle, das es fast ein kompletter Scratchbuild werden wird. Die Dachlösung wird wohl von Albrecht sein. Aber der Rest....

      Demnächst gibt es hier erste Teile. Ich hatte schon selbst fast die Hoffnung aufgegeben!
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Hallo liebe Freunde des gepflegt verbogenen Kartons,

      mit dem von mir gewählten Projekt habe ich mich leider ein wenig verhoben. Soll nicht heißen, das es nicht realisiert werden wird, sondern das es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit geschafft werden kann. Aber gebaut wird das Unikum auf alle Fälle. Da steckt jetzt wirklich schon zu viel Arbeit drin!

      Als ich angefangen habe, mich über dieses Fahrzeug zu informieren, hatte ich echt noch keine Ahnung, was da alles dran und drin sein würde. Jetzt, wo ich mich so langsam aber sicher in die Tiefen des Wahnsinns vorgewagt habe, weiß ich sehr viel mehr als vorher. (Ich weiß, das sollte dann auch so sein!) Ein Beispiel: Wer weiß denn, wie und wo Hundeabteile eingebaut waren? Georg und MichiK antworten mal bitte nicht!

      Die ersten wirklich stimmigen Teile sind auch auf Papier gedruckt und ich habe technologische Grundprobleme gelöst bekommen. Eines davon war: Wie baue ich hier das Untergestell und den Wagenkasten so, das ich zwei Teile habe, die aber sauber aufeinander passen? Mit jedem Tag mehr knobeln an solcherlei Dingen stieg meine Hochachtung vor den Menschen, die so was regelmäßig konstruieren.

      Eine weitere, für mich am Anfang nicht erkennbare Schwierigkeit war, das auf der Buchbeilage eine im Maßstab 1:27,2 (Ja, ist wirklich so! Und zum Maßstab 1:32 einfach umrechenbar: Das sind mal genau 85%) gehaltene Seiten- und Draufsicht auf den Rahmen Gedruckt ist. Dazu gibt es noch diverse Schnitte und Frontansichten. Und genau die sind in einem ein wenig abweichenden Maßstab, nämlich 1:28 gedruckt! Das ist eine Abweichung, die mir leider erst sehr spät aufgefallen ist. Ich hatte einfach mal fast 3 Wochen lang Teile gezeichnet und habe dann festgestellt, das das alles nicht passte. Ich habe dann sicherheitshalber den ganzen Krempel von der Festplatte verbannt und neu angefangen. Jetzt aber etappenweise und mit immer wieder kontrollieren. Ist besser so. Demnächst kommen auch Bilder und hoffentlich auch erste verwendbare Teile.

      Der Treibwagen lebt also, obwohl es hier zur Zeit noch nicht so aussieht.

      Leider kann ich keine Bilder einstellen, weil ich immer noch auf die Genehmigungen warte…. Aber lieber keine Bilder als Ärger.

      Und da nebenbei auch noch die Arbeit ihr Recht und ihre Zeit einfordert….

      Ach ja, ich habe mal den Titel dieses BB geändert. Es wird wirklich eine komplette Neuentwicklung.
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Liebe Freunde,

      es gibt noch Weichen und Zunder - äähhh - es geschehen noch Zeichen und Wunder!!!!

      Ich kann Euch nun mittlerweile doch einige Fotos bieten, die das Original relativ gut zeigen. Wenn es Abweichungen gibt, werde ich das anmerken.

      Auf alle Fälle erst mal Danke an Herrn Jan Borchers von Bahnfotokiste.de, der mir die Verwendung seiner Fotos gestattet hat und an Frau Sabine Ressel vom Sekretariat des Eisenbahnverlages, die mir die Erlaubnis zum Einstellen eines sehr schönen Fotos aus dem "Troche" zu diesem Fahrzeug besorgt hat. Der Dank geht auch an Frau Margret Hoyer, die mir stellvertretend für ihren Mann die Erlaubnis gegeben hat.

      Die Bilder folgen morgen mit den Anmerkungen.

      Ich finde es immer besser, wenn man belegen kann, wovon so schreibt. Aber genau DAS ist nicht immer so einfach, wie es sein könnte!
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Hallole,

      dann wollen wir mal die Neugier befriedigen!

      Alle folgenden Farbaufnahmen stammen der Seite "Bahnfotokiste.de" und damit von Herrn Jan Borchers.



      Bei dieser Fast-Frontaufnahme kann man sehr gut die nach außen klappbaren Dreiecke erkennen. Albrecht hat diese Teile bei seinem Modell als Konsolen bezeichnet. Ich hatte bisher echt keinen Plan, wozu die Dinger da waren. Des Rätsels Lösung ist so genial wie auch merkwürdig: Vermittels der auf dem Bild02 erkennbaren Handkurbel und eines ausgeklügelten Mechanismus wurden die Vorbaudeckel nach vorne gekurbelt bis sie an einem Haken einrasteten und dann nach vorne abgeklappt werden konnten. Die Deckel standen dann wirklich senkrecht! Dadurch waren die Batteriekästen frei zugänglich.

      Die beiden Vorbauachsen waren als Vereinslenkachsen ausgeführt. Diese hatten ein gewisses seitliches Spiel und ermöglichten eine bessere Kurvenläufigkeit. Das war nötig, weil der Achsstand mit der Doppelachse einfach zu groß war. Die Doppelachse wiederum war notwendig geworden, weil durch die Batteriekästen der Achsdruck für den Unterbau sonst zu gewaltig geworden wäre.

      Die allerersten Wagen hatte übrigens vorn nur eine Einzelachse und wurden später umgebaut!
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Diese Triebwagen wurden durch Tatzlagermotoren angetrieben. Hier auf dem Foto ein wenig erkennbar:



      Tatzlagermotoren waren gewissermaßen Unterflurantriebe in die die angetriebene Achse integriert war. Diese Antriebe stützten sich mit zwei tatzenähnlichen Teilen am Rahmen ab. Daher stammt auch der Name.

      Um eine gewisse Laufruhe zu erreichen, wurden diese Antriebsachsen besonders abgefedert. Auf dem Bild04 sehr schön erkennbar.

      Eine Besonderheit gibt es bei den Triebzügen:
      Bei den zweiteiligen Einheiten waren die beiden innen liegenden Einzelachsen angetrieben, bei den dreiteiligen Zügen wurden die beiden Achsen des Mittelwagens angetrieben! Auf vielen Schema-Zeichnungen, die verfügbar sind, ist dieser Umstand nicht berücksichtigt worden. Wodurch es fast so aussieht, als wären da 4 Motoren verbaut worden.

      Im Bild04 ist hinter der Spiralfeder ein durch die Perspektive fast senkrecht stehendes Rohr sichtbar. Dies ist die Sandleitung für die Treibachse. Aber wo war nu der Sand?
      Ganz einfach: Im Fahrgastraum unter einem Sitz.



      Neben dem Sandbehälter sind hier auch wunderbar die gedrechselten Beine der Sitze zu sehen.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?


    • Hier nochmals eine Aufnahme der Antriebsachse. Gut zu erkennen auf Bild06 auch die Stange, die unter allen Fenstern der Fahrgastbereiche angebaut war. Zusammen mit den Griffen unter den Fenstern sollte im Falle eines Falles die Evakuierung erleichtert werden.

      Darüber hier sehr gut sichtbar 2 der Einschübe der Presskohlenheizung. Der schräge Hebel unten in der Mitte dient zum Öffnen der Kammer. Oben das runde Loch ist gewissermaßen der Kamin. Dadurch wurden die Abgase nach außen geleitet.

      Auf Bild07 kann man einen der Kohlenkörbe erkennen. Mit Presskohlen bestückt, die ersten beiden zur Außenseite des Wagens durchgeglüht, waren sie vom Schaffner auf den Startbahnhöfen zu bestücken.



      Diese Heizungen waren unter den Sitzen installiert. Und damit sich keiner der Fahrgäste an den doch sehr heißen Teilen verletzen konnte, wurden Blechkästen darum herum gebaut, die unter den Sitzen verschwanden - gewissermaßen eine Art Sitzheizung.

      Unter der Bank in der Mitte des Bildes an der Außenwand befindet sich einer der Sandkästen. Hier in der vierten Wagenklasse gab es keine Gepäcknetze. Dafür aber auch Gardinenstangen - hier ohne Gardinen - und Kleiderhaken.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?


    • In der dritten Wagenklasse waren Gepäcknetze vorgesehen. Insgesamt waren es sehr schöne Holzarbeiten, die da verbaut wurden!

      Das merkwürdige weiße Gebilde an der Decke war in Wagenmitte angeordnet und diente der besser Versteifung des Wagenkastens!

      Die Fallfenster waren auch in den Türen integriert.
      Wer kann sich noch an die Riemen erinnern, mit denen das Fenster sowohl in verschiedenen Höhen festgestellt werden konnte, als auch das Fenster gewissermaßen aus seiner Versenkung wieder hervorgeholt werden.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?


    • An dem in Polen rekonstruierten Triebwagen waren die Wagenhälften mit einer Klauenkupplung verbunden. Dies war eigentlich nicht möglich. Die Wagenteile wurden fest gekuppelt. Wenn man sich die "Strippenzieherei", die nötig war, ansieht, findet man keine Kupplung dafür. Das war alles fest installiert.

      Es gab an dieser Stelle übrigens noch eine Besonderheit, die hier auch nicht stimmt: Faltenbälge waren nur bei den dreiteiligen Einheiten vorhanden und bei diesen auch nur an einer Übergangsstelle, nämlich an dem Mittelwagenende, in dem die 2.Wagenklasse untergebracht war. Der Zustieg zu diesem Abteil erfolgte nämlich durch den Endwagen, die 2.Klasse war aber im Mittelwagen untergebracht. Der andere Übergang bestand nur aus den Trittblechen und war nur durch das Bahnpersonal zu benutzen. Dies wurde wahrscheinlich realisiert, indem die Türen abgeschlossen wurden.

      Bild12 zeigt den Führerstand. Hier bei der Rekonstruktion mit einem verfügbaren Straßenbahnfahrschalter ausgerüstet. Das rechte Rad ist die Bremse. Die beiden äußeren Fenster waren auch hier als Fallfenster ausgeführt. Das große Fenster in der Mitte hatte einen recht interessanten Scheibenwischer. Selbiger wurde mittels eines Hebels per Hand von innen bedient!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Zum Abschluss noch zwei Detailfotos:



      Bild13 zeigt das am Langträger angebaute Originalfirmenschild.

      Und zu guterletzt noch ein Blick unters Dach: Man kann sehr schön die Notbremsen und die dazugehörige Leitung sehen.
      Da die Lampen-und die Lüftungssockel in der 4. Klasse weiß gestrichen wurden, müsste es sich hierbei um die 2. oder wahrscheinlicher 3.Klasse handeln. Die 2. Klasse wurde bei diesen Wagen übrigens dadurch realisiert, indem man Polster auf die Bänke der dritten Klasse auflegte.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Und nun noch ein Bild aus dem Buch, das aus der Sammlung Hermann Hoyer stammt. Wie oben schon festgehalten freigegeben von Frau Hoyer für diesen Zweck.

      Zu sehen ist eines der ganz wenigen Bilder eines dreiteiligen Triebzuges in Bentschen. Bei Vergrößerung des Bildes ist eindeutig erkennbar, das nur unter dem Mittelwagen Tatzlagermotoren installiert waren.



      Soviel zum Vorbild. Bekomme ich noch die eine oder andere Freigabe werde ich die entsprechenden Bilder ebenfalls noch einfügen.

      Auf alle Fälle sollte man sich jetzt erst mal ein Bild vom Original machen können.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hallo Andy,

      vielen Dank für die interessante Führung! klasse1
      Zwei Dinge finde ich bemerkenswert: Einmal die durchdachte Funktionalität und dann so schöne Details wie z.B. Lampen- und Lüfterfassungen.
      Ich verstehe nun wesentlich besser, was Dich an diesem Fahrzeug so reizt. Viel Erfolg und wenig(er) Frust wünsche ich Dir für die weiteren Konstruktionsarbeiten.

      Schöne Grüße
      Andi
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Servus Andy,

      als Techniker und Alte-Technik-Begeisterter schließe ich mich Andi an und bedanke mich für deine hochinteressanten Ausführungen! daumen1
      Gutes Gelingen bei der Konstruktion und Bau.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Andy,
      Du kannst Dir ja perverse Bauvorhaben aussuchen.
      Aber jetzt weiß ich wenigstens
      1.) dass es so ein Teil gab und
      2.) dass ich deine Hartnäckigkeit bewundere Infos für so ein seltenes Gefährt zu finden.
      Die Bilder und Infos sind fantastisch, danke dafür. Die Abteiltüren haben übrigens große Ähnlichkeit mit Türen in berliner Altbauwohnungen.
      Bin schon gespannt, wie es hier weitergeht.
      Gruß,
      Frank
      Schokolade ist gut gegen Zähne grins 1
    • Hallo Andy,

      gerade wollte ich schon zu einer Lobeshymne zu dem wahnsinnig toll gebauten Modell anstimmen, da sehe ich, es ist ein Original.......

      Aber egal wie lange es dauert bis wir das Modell von dir bestaunen können, erst mal beifall 1 beifall 1 beifall 1 beifall 1 beifall 1

      für Deine Recherche. Allein diese Vorarbeit verdient ein Dutzend Fleißkärtchen.

      Und jetzt viel Erfolg beim Bau !
      LG Richard flagge1

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Hallo liebe Leute,

      danke für Eure Zuschriften.

      Ich fand es irgendwie merkwürdig, Euch was zusammenzukleben und keiner oder nur sehr wenige hätten gewusst, worum es gehen sollte. Aber das Urheberrecht in unserem schönen Lande ist teilweise recht kompliziert einzuhalten. Ich habe noch einiges an Anfragen zu laufen, aber eigentlich wenig Hoffnung, noch mehr Freigaben zu bekommen. Schaun mer mal!

      Tja die Frage, was mich an diesem Fahrzeug so fasziniert. Eigentlich ganz einfach: Das ist ein echter Dinosaurier der Schiene. Und es ist wirklich und wahrhaftig nur noch einer davon erhalten.

      Bei meinem Modell wird es einige Freelance - Abschnitte geben. Die werden sich aber auf den Mittelwagen beschränken. Von dem gibt es dummerweise nur eine sehr verwaschene Übersichtszeichnung. Wie schon mal beschrieben, war in diesem Wagen ein Postabteil eingebaut. Ich vermute mal ganz stark, das dies dem Umstand verschuldet war, das dieses Fahrzeug auf einer Ausstellung gezeigt wurde. Und da hat man halt ein wenig gepuscht und gezeigt, was möglich wäre, wenn man denn wollte. Also habe ich mir schon mal Zeichnungen von preußischen Postwagen besorgt und werde versuchen, das so realistisch wie irgend möglich anzupassen.
      Hier kommt übrigens das Hundeabteil zum Tragen: Das war eine von außen zugängliche etwas größere Box, die mit einer Tür verschlossen wurde und fast immer unter den Sortiertischen für die Briefe und Pakete in einer Ecke untergebracht. Bei Angrafs Packwagen ist das Äußere recht gut wiedergegeben. Wobei ich diese Form der Kennzeichnung mit einem solch merkwürdigen Hundebild für ein wenig schräg halte.

      Beginnen werde ich jetzt also erstmal mit den Unterböden, den Rädern und Langträgern. Das sind eigentlich die Dinge, die fest vorgegeben sind. Und dazu immer mal wieder die eine oder andere Detaillösung erarbeiten.

      Sorgen machen mir zum Beispiel noch die Vorhänge.....
      Beste Grüße

      von Andy

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    • Hallo Andy,
      hab mir mal die Videos eingezogen. Und tatsächlich trägt das Gefährt den Beinamen "Heulboje" zu recht.
      Hat auch sehr große Ähnlichkeit mit dem Gejaule der Feueralarmsirene auf dem Dach meiner damaligen Grundschule.
      Oder auch mit alten Fliegeralarmsirenen.

      Railgoon schrieb:

      Ich habe noch einiges an Anfragen zu laufen, aber eigentlich wenig Hoffnung, noch mehr Freigaben zu bekommen. Schaun mer mal!
      Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zum Schluss. Ich drücke Dir die Daumen, dass es klappt.
      Gruß,
      Frank
      Schokolade ist gut gegen Zähne grins 1
    • Hallo Andy
      Deine Recherchen sind sehr intensiv! Danke, daß Du uns die Ergebnisse zur Verfügung stellst.
      Aaaaber - -
      Wie alles Gute, gibt es da dann schon mal Schmerzhaft-gutes heul2

      Ich habe den Akkutriebwagen vor einigen Jahren aus dem Programm von Albrecht gebaut - auch im www einige Infos geholt und das Modell mit meinen Mitteln etwas "gesupert" - z.B. habe ich die Kohlenheizklappen angebracht - eine ausgezogen mit "Glut" darin und so einiges mehr. ICH finde das Modell nun sehr gut! grins 3 Das die Einheit auch mit einem Mittelwagen gefahren ist ,konnte ich über www-Bilder erfahren. Also habe ich eine Wageneinheit copiert und den Mittelwagen gebaschtelt-----

      Wer kommt denn auf die Idee, wenn ein 2-Teiliger Triebwagen, bei dem jedes Teil seine Antriebsachse hat(die je nach Fahrtrichtung genutzt werden -hab ich so gelesen--)
      erweitert auf 3-teilig ,dann diese Antriebe ausgebaut und beide im Mittelwagen platziert werden -????-- MANN - Mann--Mann -was´n Zeugs! motz1
      MEIN Mittelwagen hat keine Antriebe tanz 1
      was mache ich nun?? kratz1
      Nehme den Mittelwagen raus, habe eine korrekte 2er-Einheit - warte DEINEN Baubericht ab und mache den Dreier noch mal -
      vielleicht dann in rot, hab´ich ´n Bild von!! tanz 2

      Also- Andy mache weiter - auch wenn´s weh tut happy1

      herzlichst
      Bernd
    • Hallo Bernd,

      genau DAS ist es ja, was mich so angefixt hat bei diesem Triebzug.

      Da ist so gut wie fast gar nix so, wie man es erwarten würde. Und doch hat alles seine gewisse preußische Ordnung. Bestes Beispiel dafür ist eben der Mittelwagen, der in verschiedensten Konfigurationen gefahren wurde.

      Und wie gesagt, der, den ich bauen will, der hat als vermutlich einziger auch noch ein Postabteil. Zum Glück ein sehr wahrscheinlich echt preußisches. Da gabs zwar auch eine Menge verschiedene, aber eine gewisse Grundstruktur ist schon erkennbar.

      Darum werde ich jetzt halt erst mal die echt festen Gebiete beackern. Demnächst also erste Bilder vom Bau.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Als Service kurz mal ein Paar Zeilen zu den dreiteiligen Einheiten.

      Es gab insgesamt 8 dieser Züge. Zwei davon hatten kurze (9,5m Länge, 6m Achsstand), die restlichen lange (12,65m Länge, 8,8m Achsstand) Einschaltwagen. Nur bei den kurzen Einheiten waren die Übergänge komplett mit Faltenbälgen versehen, bei denen anderen nur eine Seite!

      In allen Fällen rutschten die Antriebe unter den Einschaltwagen. Gebremst wiederum wurden dabei nur die drei Achsen, die nicht angetrieben wurden, also die unter den Endwagen, die Antriebsachsen blieben ungebremst.

      Die kurzen Mittelwagen hatten Doppeltüren und ein größeres Gepäckabteil. Die langen Mittelwagen waren recht unterschiedlich konfiguriert. Mit seinem Postabteil war aber nur meiner vollkommen neben der "Normalspur". Es steht nirgends etwas dazu geschrieben, aber ich vermute wirklich, das die Sonderausstattung mit der Ausstellung zu tun hatte.

      Ich muss mal graben. Vielleicht hat aber auch einer den Modelleisenbahner parat, in dem der Bau eines kurzen Mittelwagens für HO beschrieben wurde. Da gab es, so ich mich recht erinnere noch etwas weiterführende Ausführungen dazu.

      Aktuell drehe ich gerade Felgen und Radreifen...
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hallo Krank,

      da geht es um den Bausatz, den die Marienberger Modelleisenbahner weiland aufgelegt hatten.

      An sich nicht schlecht, aber mit Fehlern. Es fehlt zum Beispiel die durchgehende "Trittstange" unter den Fenstern.

      Aber schöner Fund aus alten Tagen. Der Beitrag ist immerhin aus 2008!

      Danke!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hi Andy,

      irgendwie ist mir den Sommer über Dein Bericht durch die Latten gegangen: Asche auf mein Haupt! Ich bin begeistert von Deinem Projekt und Deiner umfangreichen Dokumentation für die Du keine Mühe scheust! Das Problem mit den Genehmigungen, Anfragen usw. kenne ich nämlich auch, aber Bilder vom Original, womöglich bis ins Detail, werten den Konstruktionsbericht enorm auf. Ganz wie Du sagst: der Nichtfachmann hat auf diese Art viel mehr davon (und nicht nur der!). Auch die technischen Erläuterungen finde ich klasse, da kann ich mir noch 'ne Scheibe abschneiden.

      Weiter so, das wird ein tolles Modell und ein Superbericht!
      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Ihr beiden,

      ich habe lange mit mir gekämpft, werde aber jetzt den BB in die "normalen" verschieben. Der Abgabetermin ist durch mich mit Sicherheit nicht zu halten und - jetzt kümmts: ich werde mit Sicherheit mehr Fremdmaterialien verbauen, als es der Wettbewerb zulässt!

      Es wird hier demnächst weitergehen. Aber halt nicht im Wettbewerb.

      @ Claudi: Danke fürs Lob!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hallo Andy,

      mehr Fremdmaterialien? Hast Du Dich Dich irgendwo angesteckt? grins 2
      Solch ein Projekt mit derart aufwändigen Recherche-und Konstruktionsarbeiten unter Zeitdruck durchzuführen ist sicher nicht das Richtige. Ich wünsche Dir entspanntes weiterbauen!

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Verflixt, jetzt muss ich doch noch was schreiben!

      @ Andi: Nicht ganz so, wie Du denkst. Ich habe mir eine Lösung ausgedacht, wie ich Wagenkasten und Rahmen trennen kann. Einfach, um beim Bauen keinen Schaden anzurichten! Und da kam mir die Idee mit dem Flugzeugsperrholz einfach gerade recht. Aber ich habe ja auch noch Stoff für die Gardinen besorgt. Und so wird das weitergehen.

      Aber jetzt, wo der Druck raus ist, hab ich auch wieder Bock, weiter zu machen.

      Danke Euch allen!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?