KLV 51 aus Blech

    • KLV 51 aus Blech

      Hallo,

      Mal probieren ob ich noch ruhige Finger zum Löten habe. Anfangen wie immer mit Ätzplatinen und weiterem Zubehör; hier Radsätze.





      Mit einem Stichel werden die einzelnen Teile aus der Platine gelöst. Eine Feile mit Hieb 4 macht die Kanten gerade und ein Biegegerät erleichtert gerade Linien.



      Einige Zeit und heiße Fingerkuppen später ergibt sich schon ein anderes Bild.



      Und schon sind die Rohbauten für den Triebwagen und den Anhänger so gut wie fertig.






      Gruß
      Roland
      -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --
    • Hallo,

      das ist Maßstab 1zu160.

      Der Hersteller dieses Teils ist: Ndetail.

      Das Modell ist, wie alle von den Leuts gelieferten Schienenfahrzeuge, roll- und damit fahrfähig. In der Theorie. Die letzten beiden Bilder zeigen warum. Die Radlager und andere Teile, laufen wirklich so weit in das Lichtraumprofil wie sie es im Original auch dürften. So eine perfekt gebaute Anlage, die wenn es geht auch finescale ist, sieht man/ich selten. Bei mir läuft so etwas Feines nachher nur auf einer Geraden.

      Das Material ist Neusilber; hier 0,2 mm dick. Also bei so etwas aufpassen, das kann man wirklich nur ein mal biegen, weil zB bei Ätzlinien auf 0,1 mm abgetragen wird.

      Ich klebe da nichts, wird alles gelötet.

      Gruß
      Roland
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    • Hallo,

      und weiter geht es.

      Die restlichen Teile sind fertig zum zusammen bauen.

      Ich möchte noch einmal auf den Maßstab hinweisen, 1zu160. Nur. Weil zB mein Neffe so etwas in 1zu220 baut für seine Märklin Spur Z. Und auch hier sieht man/ich genug Modelle aus allen Bereichen im Maßstab 1zu250 und kleiner. So etwas macht aber weder mein Auge noch meine Hand mit heul2



      Der Rammschutz Vorne mit Befestigung.



      Motorkasten mit Lüftungsgittern.



      Vorderer Aufbau mit Fahrstand.



      Und natürlich braucht so ein Fahrzeug auch einen Kran.

      Gruß
      Roland
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    • Hallo,

      es ist weiter gegangen. Fertig geworden ist der Aufbau des Anhängers.



      Dazu muß ich noch einiges erläutern.

      Erst einmal sind die Rungen/Profilträger auf diesem Bild (der rote Pfeil) tatsächlich mit einem Profil geätzt worden. Ich möchte damit zeigen was die Konstrukteure so drauf haben, leider kann ich das mit meiner Camera nicht vernünftig zeigen.

      Dann zu den "hellen" Flecken neben den/meinen Lötstellen. Ich löte mit Zinn ohne Flußmittel. Um das Lötzinn trotzdem dazu bewegen zu können überhaupt zu laufen und dann auch wirklich in alle Ecken zu laufen, benuzte ich ein spezielles Lötöl (auch von der Fa Ndetail). Dieses Zeugs enthält zusätzlich einen "Schuß" Säure die sonst ja auch in den Flußmittelsehnen des "normalen" Lötzinns in kleinen Mengen enthalten ist. Nach dem Löten soll man nicht nur Lüften sondern sowohl die Pfoten als auch das Bauteil mit Wasser abwaschen. Die durch die Säure verursachten hellen Flecken kann man hinterher einfach grundieren und weg sind sie; die Flecken. So mache ich es aber nicht. Vor dem Grundieren nehme ich eine Zahnbürste und bearbeite gelötete Modellteile mit einer Mixtur die Micro-Korund-Partikel enthält. Wird blank wie ein Kinderpopo.

      Montiert habe ich auch den vorderen Pufferbalken.



      war das eine Arbeit. Leider waren die Aufnahmeschlitze für den Träger um jeweils 0,5 mm nach Innen versetzt worden (Fehler bei dem neu konstruiertem Typ?). Ohne Fräse, so ein schönes Teil habe ich nämlich nicht, musste ich dann zwei 0,25 mm breite Schlitze von Hand mit dem Dremel auf 0,75 mm bringen. Aus "mal eben fünf Minuten" wurden damit dann zwei Stunden.

      Wo ich aber schon mal dabei war, habe ich die Plattform für den Motorwagen schon gebogen. Im Laufe des Tages kommen dann die Aufbauten drauf.



      Was man auf den Bildern auch noch sehen kann ist einmal eine spezial MDF Platte zum Weich- und Hartlöten. Dahinter ist noch eine gelochte Keramikplatte die sogar Temperaturen von über 650° aushällt (schon mal getestet).

      Gruß
      Roland
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    • Hallo,

      Danke Wivo.

      Ich arbeite mit einem uraltem Ersa MS6000 und mit zwei verschiedenen Gasbrennern.

      Im Moment mit einem Dremel 2000-6 und einem Proxxon Microflam Brenner.

      Mit dem Dremel geht es an schwer zugängliche Teile, denn Lötpaste und Flamme geht überall hin. Die Spezifikationen vom Dremel sind 1200 °C (offene Flamme), 680 °C (Heißluft), 550 °C (Spitzen), ich selber benutze den aber immer im Modus Heißluft weil er da einen sehr feinen Heißluftstrahl hat. Die offene Flamme ist hier aber nicht so fein wie beim Proxxon.

      Den Proxxon benutze ich für sehr beanspruchte Teile weil ich mit dem hartlöten kann (theoretisch geht das Teil bis 1500° arbeit1 ) Außerdem hat der Proxxon noch bei den höchsten Temperaturen eine sehr feine offene Flamme.

      Gruß
      Roland

      PS: beanspruchte Teile löte ich mit Silber. Das Zeug hat einen Schmelzpunkt von 960° Celsius, da geht es heiß her.
      -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --
    • Hallo,

      so, die Aufbauten vom Triebwagen sind jetzt auch fertig. Jetzt geht es los mit dem grundieren und dann lackieren. Die nächsten zwei Wochen (mindestens) kommt über den KLV nichts; nachjedem Lackiervorgang stelle ich das Teil für mindestens fünf Tage Staubfrei auf. Den kleinen Kran baue und pinsel ich extra.



      Gruß
      Roland
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