Spanisches Linienschiff San Felipe vom Oriel Verlag im Maßstab 1:100

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Albrecht,

      Vielen Dank! Doch so ganz klar ist mir der vordere Ansatz nicht. Liegt er nun so, wie in meinem ersten Bild im Bereich des ersten "Schegs" oder weiter vorne und dann um den Bugspriet? In ersterem Fall hätte ich ja einen Knick im Bereich der Kante.

      Hallo Bonden,

      Ich habe mal auf Deinen Bericht im anderen Forum geschaut, dort gibt es eine Diskussion über den Verlauf zwischen Borgstag und Stag mit dem Resume, dass der Borgstag über dem Stag liegt. Bei meinem Fall scheinen beide jedoch parallel zu liegen oder gibt es zwei unterschiedliche Ansätze der Stagkragen? In den Links sind beide Stagkragen ja zusammen gefügt.

      Gruß
      Fritz
    • So, liebe Freunde,

      da ich ab Samstag für eine Woche in das schöne Katalonien nach Barcelona verschwinden werde und z.Zt. das gute Wetter für einige Dinge im Garten z.B. Zaun streichen anwende, habe ich außer meinen Vorüberlegungen für die Stage doch noch den hinteren Spann der Großwanten fertig gestellt. Jetzt kämen evtl. danach die Rüsteisen und Wanten des Besanmastes an die Reihe, doch vorher reizen mich Großstag und dann der Fockstag ein wenig mehr und ich glaube, dass die Reihenfolge hierbei keine solch wichtige Rolle spielt. Doch erst einmal die fertig gestellten Großwanten. Natürlich wurde das Seitentakel am, Großmast noch nachgezogen und mit dem innen liegenden Tau versehen.







      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Fritz,

      die scheinbar parallele Führung von Borgstag und Stag hart mich auf einigen Fotos der verlinkten Modelle auch irritiert; ich habe mir dann aber gedacht, dass das vielleicht nur so erscheint durch den Aufnahmewinkel. Auch wenn das eine backbord und das andere steuerbord am Fockmast vorbei geführt wird, muss das nicht heißen, dass sie auch nebeneinander verlaufen; der Scheuerschutz an den Seiten des Fockmastes, der auf einigen der Modellfotos zu erkennen ist, bietet ja durch entsprechende eingearbeitete Klampen die Möglichkeit, die Höhe unterschiedlich zu gestalten.
      Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, halte ich einen gemeinsamen Stagkragen für beide Stage für ... nun, zumindest seltsam. Erinnern wir uns nochmal an die wichtigsten Aufgaben des Borgstages: Es soll im Falle des Reißens des Großstages, z.b. durch feindlichen Beschuss, verhindern, dass nötige Zugkräfte plötzlich nicht mehr vorhanden sind und die Gefahr einer schweren Havarie besteht. Wenn nun aber beide Stage an der selben Kragenschlaufe hängen, die durch das Galionsscheg oder um den Bugspriet oder wie auch immer verläuft, und eines der Stage gekappt wird, gibt's einen Heidenspaß an Deck.

      Ich mache mich aber sicherheitshalber nochmal schlau; da du ja jetzt eh erstmal im Urlaub bist, hat's ja noch ein wenig Zeit. happy 2


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (10.04.17: Neuigkeiten!)
    • Hallo Bonden,

      ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen und werde die beiden Stage, so wie Du auch meinst, als Großstag und als Großborgstag einzeln führen und mirt zwei getrennten Stagkragen versehen. Den oberen Teil des Großstages habe ich schon gekleedet und auch die Maus mit Hilfe des Kleedens erzeugt. Der Stagkragen wird wahrscheinlich morgen in Angriff genommen. Übrigens die obere Schlaufe werde ich oben am Großmast entgegengesetzt führen.

      Oder hast Du evtl. beim schlau machen zufällig etwas anderes gefunden?

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Fritz,
      ich kann Mike nur beipflichten: durch die viele Forschung, die du mit der Unterstützung der Spezialisten für alte Segler hier betreibst, wird dein Baubericht zu einem Lehrstück zu diesem Thema. Ich finde es großartig, was du hier so machst und bleibe auf jeden Fall dabei!

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • @ Mike, Hans-Jürgen, Horst und Ingo: Tja, es ist schon ein schwieriges Metier und ich sehe immer wieder, dass man ohne Literatur und spicken bei den Meistern der Historischen Segelschiffe hier und in spezielleren Foren einfach nicht auskommt. Vielleicht hilft aber auch die Kommunikation in unseren Bauberichten dem einen oder anderen weiter.

      @ Bonden: Habe mich auch schon zu 99 % entschieden gehabt. Ich warte eigentlich nur noch auf Dreifachblöcke. Ursprünglich hatte ich ja vor Herzblöcke zu nehmen, doch habe ich gefunden, dass zu dieser Zeit meistens Blöcke für die Taljen benutzt wurden, höchstens noch Jungfern. Auf jeden Fall Vielen Dank für die Hilfe (Natürlich gehörst Du zu den oben genannten!).

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Classic,

      bei historischen Segelschiffen dient ein Stag zum Fixieren eines Mastes nach vorne. Diese Stag wird um den oberen Teil eines Mastes oben (dort wo der Mastkorb z.B. hinkommt) um den Mast mit einem Auge (Schlinge) durch das Tau gebildet und dort mit einem kleinen Augbänsel befestigt. Damit die Schlinge sich nicht nach oben zuzieht, wird eine Verdickung oberhalb des Augbänsels geschaffen, das natürlich eine geringere Öffnung als die Verdickung haben muss, damit es nicht nach oben rutscht. Diese Verdickung wird im Original gekleeden (d.h. rundum mit einem dünnen Tau umwickelt) und zusätzlich wird ein Tau in 90 ° Stellung eingewebt (Bild 1).



      Dieses Einweben lässt sich in diesem Maßstab aber kaum machen, deshalb findet man es bei solchen Modellen in der Regel nicht. Dies Verdickung hat den Namen "Maus"! Ich zeige Dir mal in den Bildern 2 und 3 wie so etwas aussieht.



      Gruß
      Fritz
    • So, liebe Freunde,

      da leider meine Dreifachblöcke für die Großstage noch immer nicht eingetroffen sind, habe ich mich entschlossen, doch erst die Wanten des Besanmastes zu erstellen. Dafür sind natürlich zunächst die Jungfern mit den Rüsteisen anzubringen. Hier kam es zu einigen Schwierigkeiten, da die Rüsteisen von Dafis Platine nicht unbedingt für die San Felipe ausreichten. Wenn Ihr das Schiff anseht, so könnt Ihr erkennen, dass die Rüstbretter für die Wanten relativ breit sind. Ich weiß nicht, wie diese bei der Victory aussahen und die Platine ist nun mal für diese hergestellt. Also half nichts, ich musste einige Glieder aus 0,3 mm Federstahldraht hinbiegen. Das hat natürlich einiges an Zeit beansprucht. Der Vorteil war natürlich nach der Fertigstellung, dass diese sich nicht so leicht aufbiegen ließen, wie die Glieder von der Platine. Nun ja, auch das Anbringen kostete seine Zeit. Von Vorteil war, dass die Einfassungen für die Jungfern ausreichten. Nun wie es fertig aussieht zeigen die folgenden Bilder.







      Gruß
      Fritz
    • Natürlich zeigte sich, dass auch einige Kanonen jetzt wieder angebracht werden mussten, da sie später höchstens mit Mühen anzubringen sind. So wurden wieder 8 Kanonen gebaut. Allerdings konnten die hinteren Wickelungen und das Endteil weggelassen werden, da sie in der Tiefe des Rumpfes verschwinden. Ursprünglich hatte ich vor sie dennoch komplett zu bauen, doch inzwischen sehe ich, dass auch so noch einiges auf mich zukommt und die Bauanleitung wird immer hieroglyphischer. Gut, dass ich mich in der Takelung des laufenden Gutes inzwischen einigermaßen auskenne, sonst wäre ich bei den vorhandenen Takelplänen sicher verraten und verkauft.



      Und dann wurden die Kanonen angebracht.









      Nun hat das Schiff inzwischen schon 62 Kanonen an Bord.

      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Fritz,
      ich fühle mich ja geehrt, dass du mich hier mit "Meister" betitelst, auch wenn ich mich selbst da noch lange nicht sehe. Aber dann nutze ich dennoch mal den plötzlich zugesprochenen Titel für einen ehrlichen kritischen Einwurf - wie du es ja auch nicht anders von mir gewohnt bist: Bei den Besan-Rüsteisen gruselt es mich schon ein wenig. Ich denke so an Sachen wie Physik und Kraft und Gegenkraft - die Rüsteisen sind ja genau dazu da, die enormen Zugkräfte, die von den dicken, langen Wanten und Pardunen kommen, zu kompensieren, also gegen die Wirkungsrichtung dieser Kräfte zu arbeiten. Wenn ich da aber Rüsteisen sehe, die in irgendwelche Richtungen zeigen, nur damit sie nicht vor der Stückpforte sind, habe ich Sorge, ob das Schiff ohne Mastbruch an sein Ziel kommt. Das ist jetzt keine Kritik an deinem modellbauerischen Schaffen - hier scheint mal wieder der Bauplan nicht wirklich durchdacht zu sein, um es mal vorsichtig zu formulieren... Ob Mondfeld, Marquardt, Schrage, Lee oder andere - alle zeigen immer wieder Rüsteisen, die in direkter Verlängerung der am anderen Ende befestigten Wanten und Pardunen stehen. Und das nach meinen bescheidenen physikalischen und auch maritim-historischen Kenntnissen völlig zu Recht.
      Come on, Fritz, du baust kein Pizzeria-Modell - das geht besser! zwinker2


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (10.04.17: Neuigkeiten!)
    • Hallo Bonden,

      Du hast ja im Prinzip recht, doch es betrifft ja in erster Linie das 4. Rüsteisen von vorne auf beiden Seiten und die letzten beiden (für die Pardunen) hinten. Hinten fand sich überhaupt kein Platz zwischen Rüstbrett und Bordwand und vorne wäre es auch fest unmöglich gewesen, ein Rüsteisen anzubringen. Da hab ich mich an Deine Äußerung in diesem Baubericht früher, als ich die Aufnahmen von der Anordnung der Rüsteisen in meinem Beitrag 747 (Seite 19) gezeigt habe, gedacht. Dort hast Du gemeint, lieber als Zugeständnis solch eine Ausrichtung notfalls als keine.

      Wenn Du eine Lösung weißt, so wäre ich Dir sehr dankbar, denn gut finde ich das Ganze so auch nicht.

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Freunde,

      Tja, so ganz glücklich bin ich mit den Rüsteisen im Bereich des Besanmastes natürlich auch nicht. Am wenigsten gefällt mir das 4. Rüsteisen der Wanten und das letzte Rüsteisen im Bereich der Pardunen. Bonden hat natürlich Recht, wenn er anmerkt, dass diese sicher von Seiten der Physik, so wie sie angebracht sind, sicher nicht solch eine effektive Kraft auffangen können, doch was machen? Zwischen Stückpforte und Rüstbrett ist nicht einmal genug Platz, um verkürzte Rüsteisen unterzubringen. Ganz katastrophal wird es hinten bei den Pardunen. Wenn jemand eine Idee hat, wie es besser zu machen ist, habe ich offene Ohren. Die Bretter höher zu setzen geht hier nicht, so wie ich es bei den vorderen Rüstbrettern gemacht habe.

      Gruß
      Fritz
    • So,

      als nächstes musste am Besanmast wieder einmal eine Saling angebracht werden. Dann waren die Wanten vorzubereiten. Also das erste bds. wieder vollkleeden und die weiteren bis zum Bereich Wurst hinunter, dann wurden bds. je 3 Spanns angebracht und mit Taljen versehen. Nun sieht das Ganze so aus.





      Gruß
      Fritz
    • Und nun das Ganze ein wenig auf den Besanmast konzentriert.









      Inzwischen ist klar, dass irgendwie trotz Bestätigung und Überweisung meine Bestellung für die Stage versiebt wurde und ich diese Bestellung nochmals durchführen musste. Heute ist meine Sendung wohl per GLS vor Ort eingetroffen, doch leider war zur Zeit der möglichen Lieferung keiner zu Hause und so darf ich wieder bis Montag warten. Mal sehen, was ich nun evtl. am Wochenende mache.

      Gruß
      Fritz
    • @ Ludwig: bezüglich dem Teil, der noch vor mir liegt, gebe ich Dir recht. Es wird noch so einiges dauern. Ich glaube auch, dass ich die 1000der Grenze packe und bis dahin wären ja auch vielleicht noch die 5000der Grenze möglich.

      @ Alex: Danke! Freut mich!

      @ Dieter: Das was jetzt kommt ist ja gerade mit das Interessanteste! Bei der Takelung bestehen ja die größten Herausforderungen, was Du wieder einmal klar in meinen nächsten Veröffentlichungen sehen wirst.

      Gruß
      Fritz
    • Da ja, wie schon gesagt, die Sendung wohl erst am Montag eintreffen wird, habe ich überlegt, was ich wohl ansonsten weiter machen könnte. Nun ja, was lag näher, als Überlegungen bezüglich der Webleinen anzustellen. Hier lag nun zunächst die Wurst am nächsten. Dabei handelt es sich um eine Holzlatte im oberen Teil der Wanten in dem Bereich, wo die Oberwanten an die Unterwanten befestigt werden. Diese Holzlatte war gekleedet. Nun in der Kleedemaschine war so etwas nicht möglich, also musste frei von Hand gekleedet werden. Dafür wurde zunächst eine Latte aus 0,6 mm Karton geschnitten und diese wurde zunächst schwarz gestrichen und dann mit o.g. Tätigkeit gekleedet. Dann wurde sie im oberen Teil der Wanten per Kleber angebracht. Die mehrmaligen Versuche sie anschließend mir 100ter Nähgarn noch für das Auge zu sichern, da es doch ein wenig zu pisselig war. Beim Anbringen wurde festgestellt, dass ich einen Want ein wenig zu kurz gekleedet habe. Nun ja, jetzt muss ich damit leben.



      Gruß
      Fritz
    • Jetzt fingen die Überlegungen an, welches Garn nehme ich für die Wanten. Gemäß Literatur hatten die Webleinen ca. die halbe Stärke der Wanten. Die Wanten sollte man möglichst von dem Wurm nach unten zu anbringen (bisher hatte ich es immer umgekehrt gemacht). Der Anstand untereinander betrug ca. 40 cm, also 4 mm. Das erschien mir denn doch ein wenig eng und so beschloss ich 6 mm zu nehmen. Das sah in der Schablone, die ich mir für den Besanmast zeichnete adäquat. Gemäß der Literatur war also 0,5 mm Garn an der Reihe. Ich färbte dieses mit Kaffee leicht braun und ging an die erste Reihe. Nun über die Dicke der Webleinenstege war ich nicht so sehr „amused“! Also doch noch einmal Überlegung, wie kann ich es besser machen und was habe ich noch in Vorrat. Zu Anfang hatte ich 0,5 mm Garn von Shipyard verwendet, dass ich natürlich mit Hilfe von Bienenwachs sorgfältig von den Fusseln befreite. Nun ja, jetzt sah ich mich nach Alternativen um. Da viel mir als erstes ein geschlagenes Tau von Andreas Gondesen in die Hände. Dieses war als Probe mir gesendet worden braun und 0,4 mm. Mit diesem wurde die nächste Reihe belegt. Sollte ich dieses auswählen, würde ich es in hell bestellen. In meinem Fundus fand sich noch 0,5 mm Garn in hell von Amati (3. Reihe) und 0,25 mm helles Garn ebenfalls von Amati. Bilder davon findet ihr hier.



      Im folgende Bild habe ich die oberste Reihe nochmals mit 0,5 mm Amati dargestellt.



      Nun die Frage an die Experten: Wozu würdet Ihr neigen? Die oberste Reihe von den vieren habe ich eigentlich schon ad acta gelegt. Bitte äußert Euch mal zu meinem Problem!

      Viel Grüße
      Fritz
    • Hallo Fritz,

      die Version 0,5 mm Armati hell. Da sieht man noch richtig, dass es ein Tau sein soll und zu dick ist es auch noch nicht. Das Untere - von den vieren - ist irgend wie undefiniert.

      Gruß
      Roland
      -- Roll Yer Own If You Can´t Get Ready Made --
    • Hallo Fritz,
      du hast deine Frage zwar an die Experten gerichtet, aber ich sag trotzdem mal meine Meinung: Ich finde das Tau von Andreas Gondesen am besten, weil keinerlei Fussel zu erkennen sind. Ich weiß allerdings nicht, ob man diese Qualität bezahlen kann. Ansonsten doch Amati, 0,5 mm, mit entsprechendem Aufwand beim Entfusseln. Was ich noch nie probiert habe: man müsste die Fusseln doch auch vorsichtig abbrennen können ?

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans- Jürgen,

      Deine Meinung ist für mich sicher wichtig. Die Garne von Andreas Gondesen sind einfach Spitze. Sie sind zwar deutlich kostenintensiver als die bereits sehr guten Amati-Garne. Doch leisten kann ich sie mir durchaus. Ich habe aber auch schon mit gutem Erfolg versucht, die Amati-Garne zu entfusseln. Es war sehr erfolgreich. Inwieweit diese Fuseln sich doch wieder regen kann ich nicht ermessen. Übrigens bestehen Wanten, Stage etc. bereits aus den richtig gereepten Garnen von Andreas Gondesen. Sie sind einfach Spitze.

      Gruß
      Fritz
    • Moin Fritz

      Wie auch Hans-Jürgen, kann ich da überhaupt noch nichts sagen. Rein vom ersten Eindruck gefällt mir natürlich das zweite Garn am besten. Aber, an dieser Stelle, wo du sie zeigst könnte ich mich sowieso nicht entscheiden, denn das ist die engste Stelle der Wanten.
      Das dickste Garn ist da jetzt oben ( und damit die Knoten schon größer als die Zwischenräume), wenn es umgekehrt wäre, also das dickste unten und das dünnste oben, würde für mich der Eindruck entstehen, beide sind gleich stark. Mich würde da eher der Mitelwert interessieren...wie schaut der Gesamteindruck aus.
      Ich weiss von meinem Flugzeugbau, dass "full scale" manchmal nicht gut, nicht richtig erscheint, also dass man verschiedene Teile größer oder kleiner macht, Dann kommt ja auch noch dazu ob man es "richtig" haben will, oder eben nur ein schönes Modell.
      Aber wie gesagt, ich muss das erstmal life sehen, denn ich hab da noch absolut keine Ahnung wie das in real aussieht, hab mich da auf Grund der Macros schon öfters fürchterlich vertan.
      Und "Meinungen" darf ich da sowieso noch keine haben, erstmal muss ich lernen, und wissen wie es wirklich sein soll, denn wenn ich das Schiff nach meiner Meinung bauen würde, käme alles Mögliche dabei rauss.....nur kein historisches Schiffsmodell. happy1
      Aber andere Frage, du baust so viele Historische, würde sich da nicht eine kleine Reeperbahn lohnen?....also ich baue mir schon alleine aus dem Grund weil ich jetzt wissen will wie das geht eine..... augenbraue1
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72
    • Servus Fritz,

      anhand der Garnmuster die du uns hier zeigst würde meine Wahl so ausschauen:

      0,3 oder 0,35mm Garn, hell, die Fussel vorsichtig abgebrannt und gewachst.

      Begründung:

      0,25mm schaut mickrig aus.
      0,4mm aufwärts ist in den Knoten zu dick.

      Bei den Herstellern schneidet optisch Gondesen am Besten ab.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"
    • Hallo Hans-Jürgen, Helmut und Wolfgang,

      ich habe mich entschlossen das Garn von Gondesen zu nehmen. Dieses ist richtig gereept und dadurch sehr sorgfältig zu behandeln. Natürlich müssen die Taue immer vor jedem Schneiden an der Stelle fixiert werden, damit sich nicht die Kardelen sofort aufspalten. Dies passiert blitzartig, was mir auch ein oder zweimal passiert ist. Also immer schön konzentriert arbeiten. Dennoch ist dieses Garn bisher das beste, dass mir in die Finger geraten ist.
      Nun ja, nun muss ich die Reihenfolge erneut ändern, da ich erst gestern die Bestellung abgesandt habe. Allerdings gibt es dieses Garn nur in 0,4 mm und 0,25 mm. Da die gereepten Taue eher dünner erscheinen, nehme ich das 0,4 mm starke.

      Gruß
      Fritz
    • o Freunde,

      da mir das GLS Unternehmen auf Geheiß der Firma Hobby Lobby meine Bestellung geliefert hat, habe ich dann doch erst einmal die Stage des Großmastes wieder hervor geholt. Nach langem Austausch mit Bonden habe ich mich inzwischen festgelegt und werde den Großstag nicht so mit zwei Schenkeln bauen, wie es die Bauanleitung vorsieht und wie es wohl an mehreren Holzmodellen der San Felipe durchgeführt wurde, sondern herkömmlich mit einem Großstag und einem davon getrennten Großborgstag bauen. Zunächst wurden die beiden Stagkragen gekleedet. In der Mitte wurden sie mit einem Dreifachblock versehen und an den beiden Enden wurden Schlingen gebildet, die später unter dem Bugspriet zusammen gefügt werden. Das erste Bild zeigt den Stagkragen des Großstags


      und das nächste Bild zusätzlich den des Großborgstages.



      Dann wurde der obere Teil beider Stage bis zur „Maus“ gekleedet und die „Maus“ ebenfalls, wie ich es ja schon im Beitrag 852 beschrieben habe. Dann wurde die Schlinge oben gebildet. Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis.





      Der Dreifachblock des unteren Endes wird erst angebracht, wenn das Tau an der Saling befestigt ist.

      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Fritz

      je näher ich selbst an diese Arbeiten komme, und je mehr ich mich über dieses Thema schlau mache, desto öfter stöbere ich jetzt hier in deinem Baubericht. Nur werde ich dabei nie schlauer, denn bei der Klärung einer Frage, tun sich mindestens zwei neue auf.
      Hoffe das wird besser, nur bei deiner Geschwindigkeit. die du hier an den Tag legst ist das sehr unwahrscheinlich.
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72