Spanisches Linienschiff San Felipe vom Oriel Verlag im Maßstab 1:100

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    • Hallo Fritz,

      dank des homogenen und farblich passend gewählten Hintergrundes zeigt sich die Qualität Deines Baus dem Betrachter endlich einmal in vollem Umfang.
      Die Bilder lassen mich immer wieder aufs Neue aufmerken, gleichzeitig aber auch wissen, dass sie den Augen viele der akribisch umgesetzten Details nur anzudeuten vermögen.
      Erst der Anblick des Modells selbst wird wohl die Möglichkeit bieten, Deine bisherige Arbeit daran gebührend würdigen zu können.
      Mit Spannung sehe ich daher Mespelbrunn 2018 entgegen.

      Hinsichtlich einer Optimierung der Scharniere würde ich versuchen, die Anregungen von Hans-Jürgen umzusetzen.

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Fritz,

      der Schräge ist für dein Modell mit Sicherheit nicht die beste Wahl. Dieser befasst sich mit der Takelung englischer Schiffe in der zweiten Hälfte des 18.Jh. Du könntest jetzt zwar erwidern, dass Du ein Phantomschiff baust, trotzdem würde ich dir doch eher französische Vorbilder nahe legen, z.B. Boudriot.

      Ansonsten, prima Modellbau
      tschö1 Christian

      in der Werft: Papegojan Shipyard im Maßstab 1/72, Knarr nach Skuldelev I im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • @ Stephan: Tja übersichtlicher ist es schon, doch hat ein Bild auf dem Tisch so stehend bei Sonne auch schon seinen Charme! Und die Decke hat ja nun auch was für sich! lala1 happy 2

      @ Mike: Nun ja, ich glaube, dass die Ziellinie noch ganz schön weit entfernt ist. Es fehlen noch sämtliche Segel mit ihrem laufenden Gut und auch sonst findet sich noch so einiges, das Zeit beansprucht. Da ich ja in letzter Zeit ja fast alles noch dazu fast zwei oder mehrfach baue kommt da noch einiges hinzu.

      @ Hans- Jürgen: Ich freue mich regelmäßig, wenn ich etwas von Dir höre: Bezüglich der Scharniere habe ich mir schon etwas einfallen lassen. Das was Du vorschlägst ist ja auch nicht schlecht, doch künstlerisch habe ich so meine Probleme und ob ich freischaffend das Altern hinbekomme, weiß ich nicht. Doch nach den nächsten Sachen werde ich mal sehen, was sich machen lässt.

      @ Roland: Bezüglich des Hintergrundes s.o.. Nun ja bis Mespelbrunn habe ich ja noch einiges an Zeit. Mal sehen, ob ich das schaffe. Ein wenig liebäugele ich ja auch noch mit dem Wettbewerb. Doch ich habe so immer meine Probleme, wenn ich an zwei oder gar noch mehr Dingen bastele. Dann wird komischer Weise in der Regel nur eines fertig.

      @ Christian: Das der Schrage sich nur mit englischen Schiffen befasst, ist mir schon bekannt. Er stellt das Ganze aber so vorzüglich dar und beschreibt es auch gut, dass ich glaube, doch das eine oder andere damit besser darstellen zu können, da dadurch das Verständnis "Wozu" besser wird.

      Gruß
      Fritz
    • So liebe Freunde,

      da ich für die weitere Takelung und Rahen und Segelherstellung noch auf einige Teile warten muss, habe ich als nächstes zunächst einmal noch auf einige zu erstellende Teile des Bogens zu gegriffen. Es erscheint mir so z.B. sinnvoll die Lagerung für die 2 Rettungsboote, die auf dem Bogen vorhanden sind zu erstellen. Hierbei handelt es sich um die Teilegruppe 96. Die Teile verteilen sich wieder auf etlichen Bögen und so bin ich froh, Dass sich, die Teileliste, die ich in einer Datenbank erstellt hatte, sich wieder reparieren ließ. Es handelte sich hierbei um einige Teile, die deutlich verstärkt werden mussten, Teile die Auf 80 g Bögen verteilt waren und zu denen ein Lasercutsatz gehört, mit denen diese verklebt werden muss und normal dicke Teile. Was es dabei so alles gab, zeigt die ausgeschnittene Teileliste.



      Zunächst wurden erst einmal die Teile 96 und 96.1 mit den zugehörigen Lasercutteilen versehen. Die Teile 96.4 waren schon vor dem Ausschneiden mit 1 mm Graupappe verdickt. Sie wurden, obwohl sie noch eine Außenverkleidung mit den Teilen 96.5 erhalten, um Blitzer zu verhindern, in passendem Braun gefärbt. Dieses wurde übrigens auch bei den Lasercutteilen von 96 und 96.1 getan.



      Dann wurden nach dem Zusammenbau jeweils der zugehörigen zwei Teilen das Teil 96 mit Teil 96.2 und das Teil 96.1 mit 98.3 oben beklebt.



      und dann die Bootshalterungen 96.8 und 96.9 zusammengeklebt und 6 Säulen aus den Teilen 96.6 und 96.6 Zusammengefügt. Die Teile 96.10 und 96.11 sollen die sichtbaren Kanten der Bootshalterung bekleben. Ich habe auf diese verzichtet, da die Kanten von mir gefärbt wurden.



      Danach konnten die Teile gemäß der Bauzeichnung zusammengefügt werden.



      Gruß
      Fritz
    • Ha, du Schlingel, da baust du kleine Aufmerksamkeitstests in deine Bilder, um zu sehen, ob sich die Leute die Fotos auch gründlich anschauen! Ich hab's entdeckt! Der sehr seltene spanische Stückpfortenschnitzling, ein vom Aussterben bedrohter Vogel aus dem Mittelmeerraum, lateinisch avem tormentum lutum, hat sich kurz zu Besuch gemeldet, saß aber letzlich auf dem falschen Pfortendeckel, so dass er seinem lateinischen Namen keine Ehre machen konnte. happy1


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Auch 2018 wieder mit spannenden Abrissaktionen!)
    • Hallo Freunde,

      Die Sache mit den Scharnieren der Stückpfortendeckel hat mir doch keine Ruhe gelassen. Die Überlegung bezüglich der Bestellung und Verwendung der Ätzteile von Dafi erschien mir zwar die optimale Lösung, doch dann hätte ich auch alle Deckel abmachen und verändern müssen zumal die Augbolzen gemäß der Bauhinweise von Dafi darin integriert werden müssten. Also habe ich mich hingesetzt und mit Hilfe von Photoshop elements kleiner Scharniere gezeichnet und die Befestigungsteile am Rumpf weggelassen und virtuell in der Bordwand verschwinden lassen. Farblich wurde ein Eisengrau gewählt. Zunächst habe ich vorsichtig die alten Scharniere mit Hilfe des Bastelmessers entfernt und die betroffenen Stellen mit der Farbe ausgebessert. Dies ging insofern gut, da ich ja Furnierholz als äußerste Schicht verwendet hatte. Doch war das Ganze sehr mühsam und nach 4 Deckeln hatte ich das Erlebnis, dass ich erstens viel Zeit brauchte und zweitens durch die Maßnahmen eh zwei Deckel sich lösten. Also beschloss ich, die restlichen 54 Deckel alle zunächst von der Bordwand zu lösen, dann von den Scharnierstreifen zu befreien, Schäden zu beseitigen und dann die Deckel anzubringen. Mit dem Ergebnis kann ich leben, auch wenn es mich ca. 24 Std. Bauzeit gekostet hat.

      Das Ergebnis seht Ihr in den folgenden Bildern. So kann ich damit leben und werde es auch so lassen.





      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz,

      danke, dass du die Scharniere doch noch schwarz gemacht hast, das kommt dem Modell sehr zu gute denke ich!
      Ansonsten kann man weiterhin nur sagen: toll!
      Schöne Übersichten und mit all den Deckeln wird es langsam sicher schon schwer, den Rumpf anzufassen, ohne dauernd irgendwas abzubrechen :-)

      Viele Grüße!
      Ludwig
    • Ahoi Fritz,

      ich denke, da sind wir uns sicher alle einig, dass es jetzt viel besser aussieht mit den Scharnieren. daumen1

      Die Sorge, die Ludwig geäußert hat, habe ich auch, also nicht nur hier, auch bei meinem Modell - und da gucken ja nun nicht annähernd soviel Rohre aus der Bordwand wie bei dir. verlegen2
      Für mein nächstes Modell kaufe oder baue ich mir auf jedenfalls eine schwenkbare Helling.
      GK Modellbau hat da eine kleine im Angebot, mit einer Spannweite von 300 mm - ich denke, die wäre schon nicht schlecht...


      Im Bau: HMS Mercury
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    • Das Scharnierproblem hast Du elegant gelöst, Fritz!
      Besonders aber das Färben war optisch ein Schritt in die richtige Richtung.
      Die breiten, hellen Scharniere wären ihr leichtes "Hosenträgerimage" wahrscheinlich nie ganz los geworden.

      Und jetzt nicht locker lassen!
      Bis sich die Segel erstmals mit Wind füllen können, ist noch einiges zu tun.

      Viele Grüße
      Roland
    • Bonden schrieb:

      Für mein nächstes Modell kaufe oder baue ich mir auf jedenfalls eine schwenkbare Helling.
      GK Modellbau hat da eine kleine im Angebot, mit einer Spannweite von 300 mm - ich denke, die wäre schon nicht schlecht...
      Bonden,

      nach spontanem "haben wollen" leider "los-stop-schade" für Eisenpottbauer - die benötigt einen Kiel... Aber so etwas bräuchte ich auch... kratz1

      Gruß,

      Robert
    • Moin Fritz,

      die Scharniere sehen nun tatsächlich wesentlich besser aus! ja 2
      Nochmal zum Abreißen ganzer Baugruppen und dem erforderlichen Neubau derselben gerade beim Bau historischer Schiffsmodelle nach fachkundigen Anmerkungen aus dem Forenumfeld:

      Mach ich ja auch ab und zu lala1 .....und ist auch sicherlich durchaus hilfreich ja 1 .....kostet den Bauherrn aber leider Unmengen von Zeit...und Nerven! kippe1
      Und war für mich der Hauptgrund, warum ich den Bau meiner HMS ALERT rigoros abgekürzt habe und nie wieder ein historisches Schiffsmodell als Baubericht öffentlich vorstellen werde. mafia1
      Ganz sicher werde ich irgendwann wieder eins bauen (hab auch schon eins im Visier) , aber dann schön heimlich im Kämmerlein mit haufenweise Fachliteratur...... grins 1

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Boxer schrieb:

      nach spontanem "haben wollen" leider "los-stop-schade" für Eisenpottbauer - die benötigt einen Kiel...
      Tja, dann bau doch einfach Segelschiffe! Haben einen Kiel. Passen daher in die bewegliche Helling. Und: Sehen sowieso einfach viel schöner aus. grins 2


      Im Bau: HMS Mercury
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    • Klueni schrieb:


      Und war für mich der Hauptgrund, warum ich den Bau meiner HMS ALERT rigoros abgekürzt habe und nie wieder ein historisches Schiffsmodell als Baubericht öffentlich vorstellen werde. mafia1
      Ganz sicher werde ich irgendwann wieder eins bauen (hab auch schon eins im Visier) , aber dann schön heimlich im Kämmerlein mit haufenweise Fachliteratur..
      Hi Tommy,

      was1 Deine Entscheidung wieder ein historische Schiffsmodellzu bauen, finde ich klasse, Auf den Baubericht zu verzichten absolut schlcht. grr

      Gerade Dein Baubericht der Alert hat mich dazu bewogen, Karton noch eine Chance zu geben, und keine Plastikmodelle zu bauen. Wie auch schon an anderer Stelle geschrieben, kann jeder das Modell bauen, wie er möchte. Peter mit seiner Speedy ist ein sehr schönes Beispiel, dass man auch auf diese Weise ein sehr schönes Modell erhält.
      tschö1 Christian

      in der Werft: Papegojan Shipyard im Maßstab 1/72, Knarr nach Skuldelev I im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • @ Gnost: Die Problematik des Anfassens wird mich sicher zum sehr vorsichtigen Vorgehen zwingen. Doch es gibt ja immer einen zweiten Versuch, den ich bei diesem Bau ja schon häufiger gebraucht habe.

      @ Christian: das finde ich auch, auch wenn ich beim Abmachen und aufbereiten so manches Mal ins Schwitzen gekommen bin.

      @ Bonden: Die vielen Rohre werde ich so nach und nach vervollständigen. Das andere wurde schon vorher beantwortet.


      Klueni schrieb:

      Mach ich ja auch ab und zu .....und ist auch sicherlich durchaus hilfreich .....kostet den Bauherrn aber leider Unmengen von Zeit...und Nerven!
      Tja Tommi, das stimmt leider!

      Klueni schrieb:


      Und war für mich der Hauptgrund, warum ich den Bau meiner HMS ALERT rigoros abgekürzt habe und nie wieder ein historisches Schiffsmodell als Baubericht öffentlich vorstellen werde.
      Ganz sicher werde ich irgendwann wieder eins bauen (hab auch schon eins im Visier) , aber dann schön heimlich im Kämmerlein mit haufenweise Fachliteratur......


      Der letzte Satz lässt ja noch ein wenig Hoffnung!


      Gruß
      Fritz
    • Helmut_Z schrieb:


      @petcarli
      Richtig gemacht. Aber 24 Stunden ist doch keine Zeit.........................
      Nun wenn ich es mit meiner Gesamtzeit betrachte, hast Du natürlich recht, aber es hat immerhin eine Woche gebrauch, bis es wieder fertig war.

      @ Christian: Vielen Dank für Deine Äußerungen zu dem Beitrag von Klueni.

      @ Holger: mir gefällt es so auch besser!

      Euch allen, die mich so nett mit "Likes" versehen habe, Vielen Dank!

      Gruß
      Fritz
    • So Freunde,

      irendwie musste ja die People ja auch an Bord kommen, wenn das Linienschiff vor Anker lag. Also gab es bds. an der Bordwand im Überwasserbereich Türen, die dirch Stufen zu erreichen waren. Das Ganze wurde über die Teilegruppe 98 bewerkstelligt. Die ausgeschnittenen Teile seht Ihr im folgenden Bild.



      Die Teile 98, 98.6, 98.4 P + L mussten mit 1 mm Karton verdickt werden. Die Stufen 98.13 sollten ebenfalls mit 1 mm verdickt werden, wurden mir allerdings so viel zu klobig und ließen sich in dieser Stärke auch nur mit Mühen ausschneiden. Also habe ich sie nur mit 0,5 mm verstärkt. Weiterhin habe ich nach dem Anmalen mit der passenden Farbe auf die Anbringung der Teile 98.14 verzichtet. Die Teile 98.3, 98.7 und 98.8 wurden mit Teilen Aus dem Lasercut (ca. 0,5 mm) verdickt. Dann wurden die verdichten Teile an den Stellen, die nicht braun gefärbt waren mit passendem Braun gestrichen um entweder Blitzer nach dem Anbringen der bogenseitigen Aufklebungen zu verhindern oder weil die Teile teils von der Unterseite sichtbar sind.

      Nun ging es an das Versehen der Teile, für die sichtbare Beklebungen auf dem Bogen vorgesehen waren, zunächst mit diesen versehen, Da auf beiden Seiten des Schiffes dieser Zugang vorgesehen war, habe ich jeweils ein fertiges Teil mit dem anderen in Einzelteilen fotografiert. Ich habe mit dem Boden der Plattformen (98.1 P+L, 98.6) begonnen



      dann kam das Grundteil des Daches (98, 98.10, 98.11) an die Reihe.



      und schließlich die Handläufe des Geländers (98.4 P + L, 98.5) Hier fand sich nach längerer Zeit mal wieder ein Fehler im Bogen. Waren die Grundteile in rechter und linker Seite vorhanden, was m.E. gar nicht nötig war, denn die hätte man einfach umdrehen können, so waren die beiden Teile identisch, so dass der Handlauf auf einer Seite oben und der anderen Seite unten zu bekleben war. Da ich aber ja die Grundteile gestrichen hatte, war das Ganze für mich kein Problem.



      So sahen die Teile die noch zu bauen waren jetzt aus. Wie Ihr seht habe ich die Teile zum Bekleben der Stufen hier nicht mehr dabei gelassen.



      Jetzt wurden die einzelnen Teilegruppen einzeln zusammen gebaut und nach den Fotos unten noch einmal gerichtet.



      Der Zusammenbau erfolgte gemäß Bauzeichnung.



      Gruß
      Fritz
    • Hallo Freunde,

      nachdem die fehlenden Blöcke bei mir eingetroffen sind, kann es nun endlich mit den Rahen, Segeln und dem laufenden Gut losgehen. Begonnen wurde mit der Fockrah. Die Dicke des Rundstabes war mit 6 mm Durchmesser genau richtig für die mittlere Dicke dieser Rah. Ich werde diesen Rundstab mit Hilfe einer Akku-Bohrmaschine und zwei Blöcken, die mit Schmirgelpapier versehen sind, in die endgültige Form bringen, indem ich beim Laufen der Maschine, die ich stufenlos regulieren kann, den Rundstab mit Hilfe dieser Blöcke halte und am Stab entlang führe.. Da die Bruchmöglichkeit abhängig von der Dicke des Rundstabes, der Drehgeschwindigkeit und der Länge des Stabes außerhalb der Einspannung abhängt und die Rah insgesamt circa 15 cm lang wird, muss ich meine Rah halbieren und später zusammenfügen. Wie ich dieses mache werde ich Euch weiter unten schildern. Dieses ist nicht nur aus den vorgenannten Bedingungen so, sondern auch dadurch, dass die Enden der Rah etwas unter 3 mm dick sind und es dadurch ganz sicher zum Bruch am inneren Ende kommen würde. So wurden also beide Teile nacheinander aus einem Lindenrundstab gedreht. Die Zusammenfügung erfolgte nun in der Weise, dass in der Mitte beider Innenseiten der Rahhälften ein Loch gebohrt wurde und diese Bohrungen dann durch einen 1,3 mm Eisenstab versehen wurde und das Ganze dann in der Mitte mit Holzleim zusammen geklebt wurde. Es scheint recht massiv zu sein und dürfte auch stärkerem Zug standhalten.

      Gruß
      Fritz
    • Nun wurde die fertige Rah zunächst einmal gefärbt. Der nächste Schritt ist diese Rah mit einigen Augbolzen, wichtigen Blöcken und Fußpferden zu versehen. Ich habe nun ganz viel meine Takelunterlagen vom Bogen studiert und den von Mondfeld, dem Marquard, den Anderson und den Schrage konsultiert und werde daraus es so machen, wie es mir am wahrscheinlichsten für ein spanisches Schiff erscheint. Da ich dafür noch einiges mehr, als im Handel zu bekommen benötige, werden einige Vorbereitungen notwendig. Als erstes werde ich irgendwie eine ganze Menge Kauschen benötigen. Diese sind jedoch im Handel kaum in richtiger Größe zu bekommen. Da kam mir eine der letzten Veröffentlichungen von Bonden in seinem Baubericht zu Gute. Denn Messingrohre hatte ich auch noch in meinem Fundus. Daraus Kauschen herzustellen, schafft man nur durch Handarbeit und zwar auf mühselige Weise. Erst kleine Scheibchen absägen und dann noch vorhandenen Kanten irgendwie abfeilen ohne die Finger mitzufeilen. Dann ging es los. Zunächst wurden Vorbereitungen für Springpferde und dadurch verlaufende Fußpferde getroffen. Dazu wurden in sechs Springpferde auf der einen Seite die selbst gefertigten Kauschen eingebunden. Das Gleiche geschah mit zwei Tauen die später die Fußpferde bilden sollen. Im ersten Bildern seht Ihr nun die fertig gestellte Fockrah und diese gefertigten „Pferde“. Allerdings sind die Kauschen hier nicht Messing belassen und müssen noch schwarz gefärbt werden.





      Gruß
      Fritz
    • So Freunde,

      nun ging es daran die Rah zu bestücken. Als erstes wurden die Befestigungen für die Fußpferde in der Mitte geschaffen. Auch hier wurde wiederum eine Kausche eingebunden und diese ist nun bereits schwarz gefärbt. Die Lage ist jenseits der Mitte und sollte außerhalb der Blöcke für die Befestigung der Blöcke für die Hochfierung der Rah liegen.

      Dann ging es an die Anbringung der beiden Blöcke für die Geitaue. Ich habe hier einen Doppelblock gewählt, da dort auch die Taue für die Toppnanten des Focksegels hindurch laufen müssen.



      Des weiteren waren die Blöcke für die Topnanten des Focksegels und die Marsschotblöcke anzubringen. Der Takelplan des Bogens sieht hier Violinenblöcke vor. Ich habe hier aber zwei Einscheibenblöcke übereinander vorgezogen. Weiterhin wurden auf jeder Seite drei Augbolzen auf der Reling angebracht. Hierdurch sollen später die Gordings geführt werden um dann über Blöcke am Eselshaupt dann nach unten geführt zu werden.



      Gruß
      Fritz
    • Servus Fritz,

      der Zeitaufwand für die Schaniere hat sich voll bezahlt gemacht! Es sieht nun wesentlich besser aus, als mit den hellen Bändern.
      daumen1

      Nun freue ich mich auf eine abwechslungsreiche und informative Takelage bzw. auf den Bau des laufenden Gutes!
      Es fängt jedenfalls vielverspechend an! hüpf1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • @ Tommi: das kann man wohl sagen, aber ich hatte ja einiges auf der Intermodellbau gekauft.

      @ Andreas: Ich finde es auch so besser und indem ich die Teile, die die Bordwand betreffen, in virtuell in die se verlegt habe, macht das Ganze auf jeden Fall besser. Nun bei dem laufenden Gut kannst Du Dich, genauso wie ich, auf einiges gefasst machen!

      Gruß
      Fritz
    • Liebe Freunde,

      als nächstes geht es an die Rahklampen und hier waren zunächst die unteren Blöcke an der Reihe. Sie waren in der Regel bei größeren Schiffen, so auch den Linienschiffen, zweischeibig. Sie wurden auf besondere Weise gestroppt. Es handelte sich um Doppelstrops, wobei es zwei Taukränze gibt, die aber von unterschiedlicher Länge sind. Diese ist notwendig, damit die Scheibengatte der Blöcke quer zur Rah stehen. Deswegen müssen die Stropparme um die Rah greifen. Der langer Stropparm legt sich um die Rückseite der Rah und beide Teile werden vorne an den Augen zusammen gelascht. Die ersten beiden Bilder zeigen die fertig vorbereiteten unteren Blöcke.



      Und nun die an der Rah befestigten Blöcke.





      Gruß
      Fritz
    • So Freunde,

      als nächstes kamen die oberen Blöcke an die Reihe. Diese waren bei der Größe des Schiffes dreischeibig. Die Aufhängung wurde, wie auch bei den unteren Blöcken gekleedet, erhielt auf der einen Seite einen Tripple-Block und auf der anderen Seite ein Auge.



      Dieses Auge wurde beidseits am Masttop des Fockmastes mit mehreren Tauwindungen seitwärts festgelascht. Die Blockendungen wurden mit den Blöcken durch die Mars bzw. die Saling nach unten durchgeführt. Das Ganze sieht nun so aus.





      Gruß
      Fritz
    • Ahoi Fritz,

      noch ein ganz wichtiger Tipp: Prüfe bitte bei allen Blöcken, ob du das Tau, welches da später durch soll, bequem durchbekommst. Meine Erfahrung mit den ansonsten sehr guten Blöcken vom Chuck ist die, dass es meist notwendig ist, die Löcher vorsichtig zu erweitern. Ich benutze dazu Schaftbohrer in den Stärken 0,5 mm, 0,6 mm und 0,7 mm und drehe dabei vorsichtig von Hand. So habe ich z.B. bei den Blöcken, die unter der Marsplattform des Fockmastes hängen, die Löcher soweit aufgebohrt, dass ich später das Tau mit einer dünnen Nähnadel durchziehen kann, weil es ansonsten eine elendige Fingerbrechübung wird, den Faden da durchzufummeln.

      Gruß,

      Bonden


      Im Bau: HMS Mercury
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    • @ Holger: Ich würde sagen, dass es keine Kunst ist, sondern Ansteckung einer schlimmen Kankheit mit dem seltenen Namen "Bonderitis"! (Bonden: das ist ein Scherz, doch seit ich den Schrage habe, tüftele ich hin und her, was für mich auch brauchbar sein könnte!)

      @ Bonden: Ich bohre bei den russischen Blöcken alle Blöcke bevor die Strops gemacht werden mit den gleich Bohrstärken wie Du nach und nehme lieber mal in Kauf, dass auch mal ein Block zu Bruch geht (bisher einmal ein winzig kleiner Block von 2mm einscheibig. Ich habe zu schlechte Erfahrungen bei den Dreiecksjungfern von Shipyard bei der Revenge gehabt. Dort musste ich fast alles am Schiff nachbohren. War eine sch..... Arbeit.
      Übrigens was die Fummelei mit den Faden betrifft, Du kennst sicher den Tipp, den Faden mit Sekundenkleber an der Spitze zu härten.

      @ Christian: Wenn ich das schaffe, wirst Du es ganz bestimmt hin bekommen!

      Euch dreien: Vielen Dank für die wohlgemeinten "Likes"!

      Gruß
      Fritz