Spanisches Linienschiff San Felipe vom Oriel Verlag im Maßstab 1:100

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    • Nun ist es passiert. Als ich noch einen fehlenden Faden an der Rah befestigen wollte, ist es passiert. Ich rutschte ab und schon hatte ich ein Loch im Segel. Es war zwar nicht so sehr groß, doch was machen? Erste Idee war einen kleinen Flicken darauf zu setzen. Gesagt – getan, doch so ganz konnte ich mich damit nicht anfreunden und ich habe bedacht, dass ich mich immer wieder beim Anblick ärgern würde, wenn ich das Schiff ansehe, auch wenn ein unabhängiger Betrachter es wohl kaum bemerken würde.



      So habe ich die Konsequenz gezogen und das Segel von der Rah wieder abmontiert und ein neues Segel geschaffen. Da ich aber dabei war, habe ich die Größe des Segels an die vorhandene Fläche in der Größe angepasst. Nun hat es wieder 2 Reffbändselreihen.

      Gruß
      Fritz
    • Da ich vom nativen neuen Segel kein Foto gemacht habe, fahre ich nun bei der Anbringung fort. Zunächst einmal wurden am Mars-Eselshaupt jeweils auf jeder Seite ein Trippleblock für den oberen Teil des Falls angebracht, weiterhin dort noch der jeweilige Block für die Topnanten. Dann wurde an das Großstengestag ein Blockpärchen als Umlenkblock für die Vormarsbrassen angebracht. Jetzt konnte das Segel provisorische Mit Hilfe des Vormarsfalles aufgehängt werden.





      Doch wie sollte ich die Rah nun am Mast befestigen. Die Lösung einfach zu schummeln und die Rah mit Hilfe von Sekundenklebergel ah dem Mast zu Pappen, war eigentlich keine Lösung. Also wurde ein Rack gezimmert in folgender Art fabriziert.



      Gruß
      Fritz
    • Nun wurde in mühevoller Stundenarbeit alles sorgfältig ausgewogen mühsam die Takelage, bis auf die noch nicht angebrachten Geitaue und Gordings vorläufig angebracht. Es waren Fallen, Brassen, Topnanten, Rack so befestigt werden, dass das Segel einigermaßen genauso gerichtet war wie das Focksegel. Ihr könnt euch gar nicht ausdenken, wie oft ich Takelgarn wieder durch die Blöcke entfernt und dann wieder neu durchgeführt habe und mit welchen Worten ich dies Tätigkeit gelegentlich begleitet habe. Als alles einigermaßen im Lot stand, wurden schließlich die Taue an den zugehörigen Belegnägeln mit Sekundenklebern befestigt. Leider hatte ich den Block des Rackaufholers von der Mars abgerissen und so musste dieser neu befestigt werden. Doch nun fehlen nur noch die erwähnten Geitaue und Gordings.







      Und auf dem folgenden Bils seht Ihr das Rack.



      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz

      Ich hatte ja schon mal allgemein angesprochen, dass mein Respekt vor Leuten, die Segler takeln um einiges gestiegen ist, seit ichj selber die ersten Schritte darin versuche. Aber was Du hier zeigst, das ist Superlative. Sieht einfach absolut einzigartig aus!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • So Freunde,

      dieses Mal habe ich mir vorgenommen, Euch einmal zu zeigen welche Schritte man bei der Erstellung eines Segels aus Japanpapier beschreiten muss. Als Vorarbeit wurde das jeweiliger Segel eingescannt. Bemerkenswert ist, dass bei diesem Bogen beidseitige auf 80 g Papier gedruckte Segel beiliegen, die auch am Schiff verwendet werden können, doch finde ich Papiersegel nicht so prickelnd, zumal sie in weiß gehalten sind.



      Dann sind mit Hilfe einer Grafiksoftware überflüssige Dinge, wie die gemalten Reffbändsel und die Legel und Schothörner entfernt worden.



      Schließlich muss das Japanpapier, ich verwende 21 g starkes Japanpapier, mit Tee gefärbt werden, bevor diese bedruckt werden. Da die Bedruckung mit Hilfe eines Tintenstrahldruckers erfolgt, würde sonst beim Teebad wahrscheinlich die Tinte auslaufen. Nach dem Trocknen wird das Segel einseitig auf das Japanpapier gedruckt.



      Da es durchscheinend ist , kann man sich die Bedruckung der anderen Seite sparen, da dieses eh nicht perfekt deckend ausgerichtet wäre. Nun wurde das Segel mit einem leichten Überstand auf allen Seiten ausgeschnitten. Da das Segel mit eingebundenen Drähten in den Rändern stabilisiert werden soll, sind diese notwendig.



      Gruß
      Fritz
    • Nun wird ein Draht für die obere Kante zugeschnitten und gestreckt



      und dann begonnen diesen einzukleben. Diese Stärke Draht wird auch an der unteren Kante später eingebunden.



      Für die seitlichen Kanten nehme ich einen dünneren Draht, da auf das Segel nicht zu viel Verformung zukommen wird, sonst würden die unteren aufgegeihten Segel sich bei stärkerem Wind nicht so halten.



      Nachdem alle Seiten mit Draht versehen waren, wurden sie, da ich diese gesondert kopiert hatte, mit den Verdickungen der Reffbänder versehen.





      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz

      Hast Du irgendwie gefühlt, dass ich Dich demnächst mal anschreiben wollte um genau diese Frage zu klären?

      Herzlichen Dank für Dein Tutorial. Noch verstehe ich nur die Hälfte, ich werde mir aber die Beiträge speichern, wenn ich soweit bin und Dich dann ggf. mit Fragen bombardieren!

      Sieht übrigens absolut klasse aus und wich werde mir das wohl so 1:1 abkupfern. verlegen2

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Servus Fritz,

      das war eine Spitzenidee von dir, diesen Segelmacherlehrgang einzustellen und uns in die Kunst der Modellbesegelung einzuführen.

      klasse1 cool1

      Wie immer bei deinen Berichten, ist es ganz großes Kino! karton1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • @ Peter: Du kannst gerne nach dieser "Anleitung" vorgehen Sie ist nicht unbedingt die einzige Lösung für ein Segel. Ich möchte Dir nochmals empfehlen ein Japanpapier der Stärke 21 g. Ich habe sie von der folgenden Seite Herdegen.

      @ Andreas: Bei Bedarf könnte ich es ja auch noch unter "Gemacht wie" einstellen.

      @ Tommi: Danke!

      Ebenfalls Vielen Dank für die "Likes"!

      Gruß
      Fritz
    • So liebe Freunde,

      nun ging es wieder an die Anbringung des Großmarssegels. Inzwischen wird es ganz schön eng und es besteht die Gefahr bereits angebrachtes wieder abzureißen. So muss man sich einiges an Zeit nehmen. Um die Rah wieder am Großmast zu fixieren wurde, wie schon bei den Segeln zuvor, das Rack mit seinen Fallen gebaut. Damit erfolgte beim Modell, wie schon gesagt, die Fixierung der Rah. Dieses wurde als erstes vorgenommen und dann wurden die Großmastfallen angebracht. Es folgten Topnanten und Brassen. Das Ergebnis zeigen nach Belegung an den zugehörigen Belegnägeln die folgenden Bilder.









      Gruß
      Fritz
    • Ihr Lieben,

      jetzt wurde es schon echt kritisch mit dem Anbringen der Takelage. Es fehlten je noch die Gordings und die Geitaue. Die Bulins und die Schoten und Halsen des Fock- und Großsegels habe ich schon zurückgestellt, sonst würde ich pausenlos etwas abreißen. Das Belegen an den Nägeln wurde jetzt zur Geduldsprobe und es gab durchaus Kollateralschäden, die aber Glücklicherweise ohne Neuschaffungen bereinigt werden konnten, doch teilweise hatte ich auch blöde Fehler gemacht und diese Schäden dusselig erzeugt. Da bei der Belegung die Lagerung der Beiboote leichte Schäden nahm, habe ich die kurzerhand nochmal deinstalliert und werde diese nach Fertigstellung des laufenden Gutes neu bauen. Nun ja nach etlichen Stunden der Fummelei, sind die erwähnten Dinge nun fertig gestellt.








      In der Folgezeit werde ich zunächst an die Bramsegel des Fock- und Großmastes gehen, um überhaupt noch etwas Platz zum Hantieren zu behalten.

      Gruß
      Fritz
    • Liebe Freunde,

      zunächst einmal wieder schön, dass ich Euch wieder einmal „á weng“ zeigen kann. Dies ist gar nicht so selbstverständlich, da mich vor vier Tagen seit über 10 Jahren mal wieder ein richtiger kleiner Virusinfekt (glücklicherweise nicht die Grippe) erwischt hat mit Fieber und Erkältung. Er hält immer noch „à weng“ an und dass, obwohl ich morgen zu einem runden Geburtstag muss und meine Frau am Sonntag Abend in die Schweiz fliegt, da unsere Tochter in der Endphase Ihrer Schwangerschaft nicht so gerne allein zu Hause ist und Ihr Mann erst später Urlaub hat. Nun ja so ist das nun einmal.
      Doch nun zum Baubericht. Es ist nun das Vorbramsegel an der Reihe. Da die vorbereitenden Arbeiten sehr ähnlich denen die beiden Vorgängersegel waren möchte ich Euch damit nicht langweilen.
      Nur eines ist anders. Obwohl ich mich inzwischen einigermaßen in den Takelplan von Oriel eingelesen habe, kommt es immer wieder zu wundersamen Erscheinungen. Klueni hat neulich hier im Forum geschrieben, das ein Modellbau wohl nicht ohne Schummeln geht. Da gebe ich ihm durchaus recht und auch ich greif manchmal darauf zu, Doch wie die Vorbramrah da oben an den Mast kommt ist für mich ganz schön schleierhaft. Da muss wohl ein guter Kletterer am Mast hoch geentert sein mit dieser Rah auf dem Puckel und diese angeklebt haben.




      Wie Ihr auf den beiden Bildern sehen könnt, sind die beiden unteren Segel mit einem „Flaschenzug“ an Ort und Stelle gehievt worden. Bei dem oberen Segel fehlt dieser „Flaschenzug“ und ein Fall völlig. Also was tun: Es blieb nur selbst einen zu schaffen. Gesagt getan! Die nächsten Bilder zeigen diese Maßnahme.




      Ich habe die Blöcke so ausgelegt, wie es bei den unteren Blöcken der Fall war also unten Doppelblöcke und oben Dreifachblöcke. Sie sind nur von unten nach oben kleiner in der Größe geworden. Nachträglich habe ich überlegt, ob nicht oben ein Doppelblock und unten ein Einfachblock nicht ganz so massig gewesen wären. Daher meine Frage an Euch: Würdet Ihr am Großbramsegel es genauso machen, wie hier oder die Alternative, die ich genannt habe, wählen?
      Übrigens was das Schummeln betrifft, bei dieser Rah habe ich dazu gegriffen und die Rah zusätzlich mit Kleber am Mast befestigt, da sie so sicherer saß. Allerdings sind die übrigen bisherigen Rahen nur von der Takelage gehalten.

      Gruß
      Fritz
    • Ihr Lieben,

      jetzt geht es ans Anbringen und oh Graus, wie und wo die Takel befestigen. Wie es unten zu sehen ist, herrscht unten im Bereich der Belegstellen ein Gewusel, sodass ich immer wieder Überkreuzungen erzeugte, was zu Kollateralschäden führte, die am Ende mühsam beseitigt werden mussten. Die schlimmsten Überkreuzungen konnte so beseitigt werden, doch seht mir bitte kleine Überkreuzungen nach. Ich habe Tage und Stunden gesessen und so habe ich zwischen die 1400 Stunden effektive Bauzeit inzwischen überschritten, das heißt bei einem 8 Stunden Tag auf der Werft, haben meine People fast 6 Monate gearbeitet!



      Doch nun will ich Euch nicht auf die Bilder warten lassen und beginne mit den Übersichten.





      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz

      Da ich mich dem Like-Button weitestgehend abgeschworen habe, sage ich einfach mal
      Gefällt mir, sehr gut sogar, und das Gewusel auf dem 1. Bild im Beitrag 1348....boaaaaahhh

      Einfach der absolute Wahnsinn! Grandiose Arbeit!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Peter,

      ich halte von den Like Buttons auch nicht so sehr viel! Sie gehen ja gerade noch, doch ich kann nicht so ganz nachvollziehen, dass hier der eine oder andere mehrere hunderte von Punkte aus Likes in seinem Punktkonto mit sich führt. Auch wenn ich an Platz 2 der Veröffentlichungen hier rangiere, heißt das nicht, dass ich auf Punktejagd gehe. Ich schreibe hier eigentlich nur, wenn mir der Sinn danach steht. Da ich jeden Tag hier mehrmals anwesend bin, hat sich das summiert.

      Und ich freue mich im Übrigen für jeden, der hier schreibt. Es ist doch immer ein persönliches Zeichen und zeigt auch eine gewisse Einschätzung.
      Doch nun genug darüber, ich möchte hier keine neue Diskussion aufkommen lassen!

      @ Roland: Die Redensart kenne ich und ich denke bei diesem Schiff so manches Mal daran. Eines weiß ich auf jeden Fall: Nocheinmal baue ich solch ein großes Schiff nicht, auch wenn es wie alle Segelschiffe mir viel Spass bereitet und ich es noch immer zu keinem Zeitpunkt über habe!

      Viele Grüße
      Fritz
    • @ Tommi: von souverän kann, glaube ich, nicht direkt die Rede sein. Dazu kennst Du die Zeit nicht, die dabei drauf geht!

      @ Robert: Ich glaube bei dem Gespinnst würde sich jede Spinne mit Grausen abdrehen.

      So Ihr Lieben hier herrscht z.meisten Zeit viel Stillstand, denn auch mich hat in der Nacht zum letzten Dienstag ein Infekt aufgesucht und der geht und geht nicht weg. Ich habe immernoch meine erhöhten Temperaturen. Da ich so etwas praktisch fast nie habe, werde ich natürlich immer ungeduldiger.
      Doch gelegendlich schaffe ich doch am Großbramsegel. Damit ich dort nicht stecken bleibe, möchte Euch noch einmal auf meine dringendeFrage im postuing 1347 lenken. Die Fachleute sind gefragt und ich wäre dankbar, wenn Ihr mir bei meiner Entscheidung helfen könntet!

      Gruß
      Fritz
    • petcarli schrieb:

      Damit ich dort nicht stecken bleibe, möchte Euch noch einmal auf meine dringendeFrage im postuing 1347 lenken.
      Ahoi Fritz,

      die Frage ist leicht beantwortet: Der Großbrahmrah gönnst du ein Drehreep mit Stek und Bindselung direkt an der Rah; das Fall wird mit einer Anholtalje (oben ein Doppelblock, unten ein Einfachblock - so wäre es auch am Fall der Großbramrah richtig) an einem Stropp am hinteren Ende der Marsplattform belegt. Und genauso machst du das dann mit der Kreuzbramrah. zwinker2

      Viel Erfolg - und jetzt erst mal gute Besserung!

      Gruß,

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Bonden,

      im Großen und Ganzen habe ich das Ganze kapiert. Also die Rah selbst erhält ein Drehreep. Dadurch wird ein Einscheibenblock direkt an der Rah befestigt, Dieser Block wird mit einer Talje mit einen Doppelblock, der sich oberhalb am Mast befindet verbunden und läuft dann als Fall nach unten. Es sind also nicht wie ich sie weiter unten und bei der Vorbram gemacht habe 2 Falls?. Lediglich die Belegung an der Mars ist mir noch nicht so ganz klar. Erstens hat die Mars bei meinen Schiff keine "Reling hinten und zweitens wo. ich dachte immer, dass so etwas immer von Deck aus passiert.
      Da siehst Du mal wieder, wie wenig ich inzwischen weiß. Zumindest bin ich unsicher. Meine ersten Erkenntnisse stammen halt erst seit ich mein erstes Segelschiff gebaut hanbe und waren damals sehr sehr dünn. Du bist ja schon wesentlich länger am Werk.

      Habe auf jeden Fall mal wieder recht vielen Dank für Deine Hilfe. Du machts mich immer fitter!

      Viele Grüße
      Fritz