Spanisches Linienschiff San Felipe vom Oriel Verlag im Maßstab 1:100

    • Hallo Fritz,
      kaum ist man mal zwei Wochen nicht da, schon sieht man tolle Fortschritte! Ist das nun ein Kartonmodell oder vielleicht doch, bei dem Übergewicht der Takelage, ein "Garnmodell"?
      888 Bastelstunden in einem Jahr! Davon kann man nur träumen. Das Modell hat dich offensichtlich sehr "gefangen"...
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Servus Fritz,

      der Aufbau der Masten mit den vielen Wanten und Stagen ist sehenswert. Du steckst viel Mühe und Genauigkeit in die authentischen Umsetztung der historischen Takelage. Großartige Arbeit!

      Dass du inzwischen so viele Stunden dafür aufgewendet hast und bis zur Fertigstellung noch viele dazukommen, unterstreicht die Güte deines Modellbaus!

      beifall 1 freu 2 danke 2 (für die vielen fachlichen Infos)
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • @ Helmut: Du wirst es auch ohne Lasercut schaffen! Man muss nur genügend Geduld aufbringen.

      @ Tommi: So viel Stunden habe ich , soweit ich weiß, noch für kein Modell aufgebracht und ein Ende ist in weiter Ferne, doch es macht eigentlich immer viel Spaß und in der Regel kommt immer nur der Nachmittag in Betracht. Am Vormittag stehen Hausarbeit, Garten, ein wenig Krafttraining und anderes, was so anfällt auf dem Programm. Die genannte Zeit ist reine Bauzeit und die Schreibarbeit hier im Forum wird dabei nicht berücksichtigt (auch Recherche nicht).

      @ Hans-Jürgen: Halb und Halb würde ich sagen, wobei jetzt das Garnmodell überwiegt. Aber wie schon öfter gesagt, das macht mir auch eher noch mehr Spaß!

      @ Andreas: Mit der Güte hat die Zeit nur bedingt zu tun, doch ich hoffe, dass dieses bei mir nicht der Fall ist!

      @ Ingo: Diese Schnapszahl hat mich angeregt, diese hier zu nennen. Sie ist übrigens durch 24 Std. teilbar und so weißt Du jetzt auch, wieso ich darüber gestolpert bin.

      Gruß
      Fritz
    • Hallo,

      heute geht es nun an die Besanmars. Das erste Foto zeigt mal wieder die Teile. Bemerkenswert ist mal wieder, dass die beiden Teile 118.6 und 118.7 (die Umleimer unten im Bild) zwar in der Bauanleitung erwähnt werden, sich aber auf keinem Bogen finden lassen. So habe ich Kopien der Teile 114.6 und 114.7 genommen. Diese werden beim Anbringen dann zugeschnitten.



      Die angebrachten Teile seht Ihr auf den folgenden Bildern, nachdem die Jungfern und Rüsteisen bereits angebracht sind.





      Die Herstellung der Besanstenge habe ich mir gespart hier zu zeigen, da sie genauso wie bei den anderen Stengen abgelaufen ist.

      Gruß
      Fritz
    • petcarli schrieb:

      @ Helmut: Du wirst es auch ohne Lasercut schaffen! Man muss nur genügend Geduld aufbringen.
      Man kann das sicher, aber ich sicher nicht, denn ich möchte nicht unbedingt, meine immer wertvoller werdende Bastelzeit mit eigentlich nicht nötiger Arbeit tot schlagen. Will schon noch mehr als ein Modell bauen.

      Wenn ich deine Übersichtsfotos ansehe, wird mir auch ganz anders und muss mir überlegen, wie ich da viele Sachen erst ziemlich an Schluss anbringen kann. denn mit meinem Handycap lange ich da mit Sicherheit öfters mal vorbei und breche was ab... brüll1
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72
    • Hallo Fritz

      Auch wenn ich mich wiederhole: Fantastisch!
      Eine klitzekleine Kritik hätte ich aber doch: Könntest Du vielleicht bei den Fotos einen neutralen Hintergund dahinter stellen? (Vielleicht einen grossen Bogen Graupappe, oder eine unbebilderte Zimmerwand (ausser sie ist mit Blümchentapeten happy1 ))
      Ich finde, die Detailvielfalt hätte es verdient auf den Fotos noch besser raus zu kommen lala1
      Nur so eine Idee!

      Ansonsten klebe ich weiterhin am Bildschirm bei diesem BB!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • @ Hans-Jürgen: Ideen zu den Segeln habe ich schon. Sie werden sicher wieder aus Japanpapier erstellt, das mit Tee oder Kaffee gefärbt wird. Vor meinen Augen werden wahrscheinlich Großsegel und evtl. Focksegel teilgerefft daher kommen. Ob ich die Zwischensegel dann darstelle ist eher ungewiss. Doch ob mein Vorsatz so bestehen bleibt stelle ich schon noch zurück. Wenn bis dahin nur 200 Stunden vor mir liegen, wäre ich eher erstaunt.

      @ Helmut: ich baue hier ein Linienschiff 1. Grades! So viel Takelage in dieser Form habe ich bei keinem Schiff vorher gebaut und wenn ich mir den Takelplan des laufenden Gutes ansehe, packt mich das schiere Entsetzen, was noch vor mir liegt und wie ich das denn zusammen kriegen soll, da die Belegungsziffern meines Empfindens nach mehr als dürftig sind. Doch ich mache mir da nicht so viel Gedanken, kommt Zeit kommt Rat!

      @ Günter: Ich glaube, dass das nichts mit "Hartgesottenen" zu tun hat. Ich will einfach da durch und mein Ehrgeiz sagt mir, dass schaffe ich!

      @ Peter: Ich wollte Dir mit meiner Abhandlung über die Jungfern nicht Angst machen, sondern einfach die Tatsachen aufzeigen. Deine Anregung werde ich mir als großes "to do"- Zeichen auf meine Aufgabentafel schreiben. Doch zunächst noch ein paar "alte" Fotos!

      Gruß
      Fritz
    • So, Ihr Lieben,


      Nachdem nun die 2. Ebene der Masten angebracht und auch schon mit Rüsten und Jungfern an den Marsen versehen ist, kam die Überlegung bezüglich der Wanten in dieser Ebene in den Blickpunkt. Bevor diese aber an der Reihe sind, müssen die Püttingswanten gefertigt und angebracht werden. Meine Überlegung ist, die Stengenwanten in der Stärke 0,8 mm zu machen (Alternative 0,6 mm). Im Plan sind 0,7 mm ausgewiesen, doch die Gondesen- Taue gibt es nur in den genannten Größen. 0,8 mm für die Püttingswanten (Verbindung zwischen Unterwanten und Rüsteisen der Mars) war schon mal eindeutig zu dick für die Löcher der Haken, die in Rüsteisen zum Befestigen kommen. Zudem wollte ich die Püttingswanten auch kleeden, da der obere Teil der Unterwanten von mir auch gekleedet war. 0,6 mm ging gerade durch die Ösen (ohne Kleedung). Übrigens hatte mir Bonden mitgeteilt, dass die Püttingswanten in der Regel etwas dünner waren. Ich hatte aber auch noch 0,5 mm Amatigarn von Krick. Also wurde versucht dieses zu kleeden und durch die Öse zu führen. Ergebnis: Es passte nicht. Also was tun, nicht kleeden? Die Lösung fiel mir heute Morgen beim Aufwachen ein und wurde so auch ausgeführt.
      Ich fädelte 0,6 mm Gondesen-Tau durch die Ösen und klebte das Ende mit Uhu an den langen Schenkel des Taues. Dann wurde mit Hilfe eines dünnen Taus, in das der Haken eingehakt wurde, dieses Teil in meine Kleedemaschine eingespannt und los ging es.



      Wie wurde das Tau nun am Schiff befestigt? Der Haken wurde oben in das Rüsteisen der Marsjungfer eingehängt



      und dann das untere Teil nach Straffung an der Wurst gemäß der Zeichnung unten eingehängt.



      1 Püttingswant
      2 Unterwant
      3 Wurst
      4 Zurring

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz,

      wie lange ist es her, dass Du die Bernice gebaut hast? 5-6 Jahre? Deine Fortschritte in den letzten Jahren sind absolut fantastisch. Die Revenge hatte ich ja schon an anderer Stelle bewundert, die Felipe wird noch beeindruckender.

      Gruß Christian
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72
      im Planungsbüro: HM Sloop Fly, 1776 und HM Cutter Alert, 1777
    • Ihr Lieben,

      und nun sind die Püttingswanten unter der Fockmars fertig. Zwar ist die Straffheit noch nicht gleichmäßig, doch wird dieses später nach Anbringung der Fockoberwanten noch korrigiert werden. Desweiteren habe ich die Anregung von Peter_H aufgegriffen und will versuchen in der nächste Zeit meine Fotos überwiegend mit einem ruhigen Hintergrund zu versehen. Da ich für alle 3 Masten nicht genug Haken habe, ist inzwischen eine Bestellung für eine Platine an Dafi rausgegangen und da ich am Freitag mal wieder zu einer Hochzeit und dem 1. Geburtstag meiner Enkelin in die Schweiz fahren werde, hoffe ich rechtzeitig daran zu kommen. Ansonsten werde ich als Nächstes an den Bau der Fockoberwanten gehen.







      Gruß
      Fritz
    • Hallo Freunde,

      nachdem ich nun wieder zu Hause bin, soll es hier auch wieder ein wenig weiter gehen. Da ich noch auf eine Platine von Dafi warte, Habe ich mich entschlossen, zunächst die Salingen der drei Stengen zu erstellen. Die Teile seht ihr auf den folgenden Bildern.



      Die verdickten inneren Teile habe ich bereits schwarz gestrichen. Beim Ausschneiden der äußeren Teile, habe ich festgestellt, dass von den Teilen 126.2 mal wieder eines nicht vorhanden war. Da die Anpassprobe auch nicht so richtig passte, habe ich mich entschlossen die Teile außen nicht zu bekleben, da diese dadurch nicht besser werden. Genauso verfuhr ich am Besanmast mit den Teilen 128 und 129.

      Das Anbringen der Salinge war sehr schwierig, doch nach einigen Mühen war dann alles an Ort und Stelle.





      Gruß
      Fritz
    • Habe ich das jetzt richtig verstanden: du hast jedes einzelne holz der Salinge entsprechend gefaltet und anschließend zusammengeklebt?
      Was für ein Aufwand daumen1

      Hast Du keine Bedenken, dass das Material aufgrund Belastung durch die Takelage bricht?
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72
      im Planungsbüro: HM Sloop Fly, 1776 und HM Cutter Alert, 1777
    • @ Wolfgang: Danke für die guten Wünsche für die nächsten Schritte!

      @ Mike: ich gebe mir Mühe, dieses zu tun!

      @ Christian: Da hast Du etwas missverstanden. Die Teile waren auf einem 80 g Bogen und mussten mit 1 mm Karton verdickt werden. Ich habe Graukarton genommen und keine Finnpappe. Das Ganze wurde dann noch mit Sekundenkleber verhärtet.

      Viele Grüße
      Fritz
    • Neu

      So, liebe Freunde,

      es geht weiter!
      Als nächsten Schritt habe ich die Oberwanten im Bereich der Vorstenge in Angriff genommen. Wie schon bei den Unterwanten wurde der vordere Want wieder einmal vollständig gekleedet und da hier natürlich auch wieder mit Spanns gearbeitet wurde, habe ich den Teil des 2. Wants bis zu dem die Wanten der nächsten Etage gehen ebenfalls gekleedet und so wird auch bei den folgenden Spanns in diesem Bereich wieder hier auch wieder gekleedet. Den vordersten Spann beider Seiten sind so zunächst wieder vorbereitet.



      Dann habe ich mir gedacht, dass ich zunächst alle oberen Wantenteile fertig herstelle und mit Jungfern versehe.



      Gruß
      Fritz
    • Neu

      Nun ging es daran, die Püttingsjungfern hiermit zu verbinden, dieses wurde nun begonnen. Für die Taljen hatte ich, wie bei den Unterwanten zunächst das Garn mit Kaffee ein wenig gefärbt und das Amatigarn in Stärke 0,2 mm genommen. Die Wanten sind in 0,8 mm ausgeführt und zwar Steuerbord links und Backbord rechts geschlagen.





      und dann die nächste zwei Spanns.





      Gruß
      Fritz
    • Neu

      Hallo Ihr Lieben,

      @ Tommi: zumindest werde ich wohl jeweils erst die Webleinen knüpfen, wenn die jeweiligen Oberwanten stehen und ich dann die Taljen Nachspannen und fixieren kann!

      @ Helmut: Es macht richtig Spaß zu sehen, wie sich das Schiff mit jeder fertigen Teiltakelage im Aussehen verändert. Zu Deiner Frage Steuerbor links und Backbord rechts geschlagen.

      @ Peter: Ich hoffe es für Dich. Bist Du in Mespelbrunn? dann hast Du eine hohe Wahrscheinlichkeit, auch wenn es noch nicht fertig ist. Doch es wird sicher nicht an Bondens ran kommen.

      @ Michael: ich manchmal auch!

      Viele Grüße
      Fritz