Zweideck-Salondampfschiff "Uri" vom Vierwaldstättersee (1:200, Eigenbau)

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    • Hallo Modellbaukollegen,

      es hat leider etwas gedauert mit dem Baufortschritt, aber manchmal zwängt sich eben das "richtige Leben" in den Vordergrund und es fehlt die Muße. Eigentlich wollte ich spätestens Anfang März was bringen, um dann passend eine "Uri"-Notiz zum Winterschlaf der Dampfer anzufügen. Jetzt muß ich gehörig Dampf geben, denn die Saison beginnt schon bald wieder!

      Zuerst aber noch die Post erledigen: danke für euere netten Kommentare zum fertigen Bordrestaurant, das wohl selten so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Ja, ein "Juwel" ist sie, die "Uri", aber wartet mal, bis ihr meinen Angstgegner, den Salon I. Klasse gesehen habt.

      Da offensichtlich die Figürchen auf einiges Interesse stoßen, werde ich demnächst einen Beitrag darüber schreiben: das hätte nicht zuletzt den Vorteil, daß ihr Ideen und Vorschläge beisteuern könntet, was ich anders und besser machen könnte (Schnürsenkel und Flecken sind notiert, Mützen, Rucksäcke und Photoapparate schon angedacht).

      Schauen wir uns nun also das Hauptdeck und die Innenräume der Radkästen an. Das filigrane Geländer um das Maschinenluk und diverse Kleinteile baue ich erst später ein, damit sie nicht beschädigt werden.
    • Baubericht: Innenausbau Radkästen

      Der einzige Innenraum, den es auf der Backbordseite auszustatten galt, liegt ganz vorne. Vom Hauptdeck aus gesehen sind beide vorderen Türen mit „Requisiten“ angeschrieben, was natürlich nichts mit einem Bordtheater zu tun hat, sondern eine alte Bezeichnung für „alles Erforderliche, Gerätschaften“ etc. ist. In der linken Kammer sind Besen, Feudel, Eimer, ein großer Abfallsack, aber auch z.B. Ersatzfestmacher gestaut. Da aber beide Fenster blickdichtes, milchiges Glas aufweisen, entfiel ein Nachbau.

      Die rechte Kammer hingegen ist teilweise einsehbar und weist laut Generalplan fünf Spinde, einen Tisch und zwei Sitzgelegenheiten auf. Es handelt sich also um einen Mannschaftsraum, der auch als Umkleide dient und normalerweise abgesperrt ist. Doch für den Modellbauer öffnet sich diese Türe, und schon kann nachgebaut werden.



      An der Steuerbordseite befindet sich die Schiffskasse („Bureau“).



      Hier konnte ich zunächst nur Bilder konsultieren, die ich vom Hauptdeck her gemacht hatte (Schlüsselloch-Modellbau… ausguck1 ).





      Doch im vergangenen Sommer kam ich dank freundlicher Hilfe des Kassiers zu mehreren Innenaufnahmen der Schalterseite, die jedes Detail zeigen. (Wozu die „Uri“ wohl eine Parkscheibe braucht?). Die Makros zeigen gnadenlos, daß ich mir beim Rohbau der Radkästen keine Mühe mit den Innenwänden gegeben habe: daher das wüste Gekleister am oberen Wandabschluß. motz1 rotwerd1





      Links hinter der Glasscheibe sieht man einen großen, schwarzen Stempel: das ist der historische Bordstempel der „Uri“.
    • "Uri"-Notizen (4): Der Bordstempel

      Bei diesem handelt es sich nicht um einen neumodischen Gag für „I was on board of PS Uri“-Touristen, sondern um ein Zeugnis aus jener Zeit, als die Dampfschiffe auch den Postverkehr besorgten. Die Konzessionäre waren dazu verpflichtet, und die zweitälteste Dampfschiff-Gesellschaft auf dem Vierwaldstättersee hieß sogar „Postdampfschiffgesellschaft“ (PDG). Soweit ich weiß, gilt der Bordstempel heute nicht mehr als gültiger Poststempel, doch er durfte an Bord verbleiben und kommt auf Anfrage noch heute zum Einsatz.


      Alle fünf am gleichen Tag genießen! 12 Stunden Dampfschiff fahren bei Traumwetter, Sonnenuntergang und Vollmondaufgang inklusive: besser geht es nicht!
    • Baubericht: Kesselverschalung und Treppen

      Anders als vom Bau der Schiffskasse gibt es von jenem der Kesselverschalung ein paar Bauaufnahmen: wie immer beginnt alles mit der Auswertung des Generalplans, diverser Detailphotos usw. Um möglichst nichts zu vergessen, mache ich mir Bauskizzen und Listen der noch zu bauenden Teile (die Probierhähne der Manometer und die Winkeleisen am Treppenfuß hätte ich gleichwohl beinahe vergessen). Manchmal sind auch Hilfskonstruktionen zu basteln, etwa für den Treppenbau.





      Bis auf die Treppengeländer ist die Verschalung nun fertig und eingebaut.





    • An der Vorderseite der Kesselverschalung sind zwei große Manometer angebracht, die den Kesseldruck anzeigen. Die geschwungene Form des Kupferrohres hat einen praktischen Grund: in dieser Einsenkung sammelt sich kondensiertes Wasser, das nicht in die feine Mechanik des Manometers gelangen darf. Wer genau hinschaut, bemerkt eine kleinere Skala in der Mitte jedes Manometers, deren Zeiger freilich etwas Anderes anzeigt als der große Zeiger. Die Manometer waren früher mit einem Vorhängeschloß plombiert (beim Exemplar rechts kann man die Ösen gut erkennen): nur der Kesselinspektor hatte den Schlüssel. Es kam nämlich vor, daß das Sicherheitsventil am Kessel manipuliert wurde, was wegen der Explosionsgefahr natürlich strengstens verboten war. Der kleine Zeiger kann sich nur im Uhrzeigersinn bewegen, also wenn der Druck steigt. Sinkt dieser, verhindert eine Raste, daß der Zeiger sich in die Gegenrichtung bewegt. Er zeigt also immer den höchsten Druck an, dem der Kessel seit der letzten Kontrolle ausgesetzt war – also auch, wenn dieser zu hoch gewesen war. Ein "reset" des Zeigers ist nur möglich, wenn man das Manometerglas öffnet, eine Sperrklinke drückt und den Zeiger freigibt. Und das konnte eben nur der Inspektor! Heute gibt es andere Überwachungssysteme, und so ich musste lange herumfragen, bis ein Maschinist mir die Sache erklären konnte. Danke an Herrn B. Steiner!

      Es mag erstaunen, warum sich diese Manometer auf dem Hauptdeck befinden, wo sie der Maschinist gar nicht sieht, doch das war üblich. Im „Handbuch für Dampfschiffsmaschinisten“ (C. Hartmann) heißt es: „An Schiffsdampfkesseln müssen nach den gesetzlichen Bestimmungen zwei Manometer angebracht sein, von denen sich das eine im Gesichtskreis des Kesselwärters, das andere … auf dem Verdeck an einer für die Beobachtung bequemen Stelle befindet“. Da die „Uri“ zwei Kesseln besitzt, hat jeder seine eigenen Manometer.

      Die darunter angebrachte Tafel würdigt die Maschine der „Uri“ als technisches Denkmal



    • „Uri“-Notizen (5): Dampfer im Winterschlaf

      Von Ende Oktober bis gegen Ende April halten die Dampfschiffe ihren „Winterschlaf“ (einzig die „Uri“ ist im Dezember für Sonderfahrten im Einsatz). Nach der letzten Saisonfahrt werden alle Tanks entleert, viele Teile demontiert, eingelagert oder eingepackt, Sitzbänke an geschützten Stellen gestapelt oder mit Plastikplanen geschützt, Sonnenzelte mit Balken unterstützt, Lüfter und Kaminöffnungen abgedeckt, Dampfpfeifen abmontiert, und vieles mehr. Diese Arbeiten nehmen ungefähr eine Woche in Anspruch und sind in einem interessanten, bebilderten kleinen Artikel im Vereinsblatt der Dampferfreunde Vierwaldstättersee beschrieben (S.12-13).

      Am vergangenen 27. Dezember steuerte der Kapitän am Ende einer Festtagsrundfahrt die „Uri“ zur Werft und tief zwischen die vertäuten Dampfschiffe hinein. Dadurch ergab sich die ungewöhnliche Möglichkeit, aus dieser Nahperspektive einige Bilder zu schießen.





      Normalerweise kann man die an den Stegen vertäutem Schiffen ausschließlich von der Brücke aus sehen, die quer über das Werftgelände hinwegführt. Natürlich wird während der Wintermonate auch an den Schiffen gearbeitet. In die Werfthalle auf Helling genommen werden sie für diese Instandhaltungen so gut wie nie, wohl aber auf das Schwimmdock von 1906.


      Am linken Bildrand sieht man das MS „Rigi“ (1955), welches sich auf seinen letzten Arbeitstag vorbereitet. traurig1 traurig1


      Alle zwei Jahre ist dies Pflicht, u.A. zwecks Schaleninspektion. Soeben war es bei der „Uri“ wieder einmal so weit: sie verbrachte sogar mindestens vier Wochen auf dem Dock. Dies erfuhr ich durch Zufall, denn Herr Mario Gavazzi, ein bekannter Dampfschiffexperte und Publizist, hat kürzlich einen Zeitungsartikel im Urner Wochenblatt veröffentlicht: das Bild dazu zeigt die aufgedockte „Uri“ neben dem brandneuen, noch nicht einmal getauften Motorschiff der SGV. Herr Gavazzi stellte mir freundlicherweise eine ganze Serie von Aufnahmen der aufgedockten „Uri“ zur Verfügung (auch von 2012), wofür ich mich bei ihm bedanke!





      Auf dem dritten Bild kann man das Unterwasserschiff mit seinen Plankengängen (s. Notiz Nr. 1) vorzüglich erkennen, auf dem letzten ist zu sehen, daß gerade ein Teil des Rumpfes unter Funkensprühen herausgetrennt und ersetzt wird. Außerdem hat nach der „Gallia“ (2004) und der „Unterwalden“ (2011) nun auch die „Uri“ an beiden Ausladen hochgesetzte Poller nach Art der Motorschiffe erhalten. Mittlerweile schwimmt sie wieder und wird nach Ostern die jährlichen Probefahrten unternehmen, bevor sie in die neue Saison startet.

      Zum Abschluß dieser Notiz gibt es nun noch zwei eisige Winterstimmungen.



      Warum von der „Unterwalden“ Dampf aufsteigt, und was das mit der weihnachtlich geschmückten „Uri“ (im Hintergrund) zu tun hat, erkläre ich euch das nächste Mal. Zum Bild der gedockten „Stadt Luzern“ sagte unser Forenmitglied Jupp, die Arbeit auf dem verschneiten Dock mit seiner vereisten, rutschigen Treppe sei ziemlich gefährlich gewesen.

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Claudia,

      ich bin vollkommen hin und weg von Deinem Dampfer!

      Was Du da so zusammenfummelst ist mehr als sehenswert. Und wenn der olle Cent nicht ins Bild gekullert wäre, würde ich immer noch von einem Schreibfehler ausgehen und auf mindestens 1:100 tippen.

      Meine absolute Hochachtung!!!

      PS: Auf das Figurenbasteldings freu ich mich schon!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • servus_1 Claudia,

      mein lieber Scholli, das sind Details. Und das in 1:200 - Respekt! ja 2 ja 2 ja 2 prost2
      Liebe Grüße / Best Regards
      Stefan

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      Im Bau:
      MS Esvagt Dana Sondermaßstab 1:160 von der Kartonwerft
      S. M. S. Stettin in der Skagerrakschlacht 31. Mai 1916 - Scratch in 1:250




      Meine fertiggebauten Modelle
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      ...na klar!
    • Wie heisst das so schön: Ich ziehe meinen Hut (auch wenn er nicht vorhanden ist) und beige mein Haupt in tiefer Demut grins 3
      Spassbeiseite: Schönes Vorbild und die Umsetzung ist bis hierher allererste Sahne!
      Grüße aus Dietzenbach

      Nächster Stammtisch im Rhein Main Gebiet am Freitag, 14.12.2018 ab 19:00 (zum Thread gehts hier lang ;))
      Verkümmerte Werke - Bauberichte und Fertiges
    • Ahoi Claudia,

      ich hab jetzt erst einmal einen Cent aus der Geldbörse gekramt und mir damit vor Augen gehalten, wie winziglich einzelne Teile deines fantastischen Modells sind. Und lass mich raten: Den Möwenschiss, den man auf dem einen Bild am Schornstein sieht, hast du auch schon in der Planung. grins 3
      Auf jeden Fall ist das allerallerfeinster Modellbau - sauber recherchiert, sauber gebaut, super in Szene gesetzt. daumen1 klasse1

      Ich sage nur: Mespelbrunn. freu1 hüpf1 tanz 2 tanz 1 zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Die kleine "Uri" besucht die große "URI"

      Ich weiß, hier sollten endlich mal wieder Baufortschritte dokumentiert werden. lala1 Heute leiste ich mir ein kleines Vergnügen, seht es mir nach. Den Moment, als die kleine, noch unfertige „Uri“ zum ersten Mal ihr großes Vorbild sehen und besuchen durfte, möchte ich im Baubericht, der so viele Bildvergleiche zwischen Modell und Original enthält, gerne festhalten.

      Am 5. Mai hielten die „Dampferfreunde Vierwaldstättersee“ ihre jährliche Generalversammlung ab. Man fährt auf zwei festlich beflaggten Raddampfern von Luzern zu einer Seegemeinde, tagt dort, und genießt anschließen eine knapp zweistündige Spazierfahrt. Dieses Jahr war ausnahmsweise neben dem Flaggschiff „Stadt Luzern“, das nach dieser Saison aufwendig generalsaniert wird, die „Uri“ mit von der Partie. Nichts wie hin mit dem Fernbus!



      Morgens um neun: alle fünf Dampfschiffe sind noch in der Werft. Die „Stadt Luzern“ und die „Uri“ haben sich aufgebrezelt. Hinaus auf den Dampfersteg, mitten durch das Spalier der ehrwürdigen Schönheiten!





      Nun ist es soweit: die „Kleine“ direkt neben der „Großen“! Ob man uns wohl schon an Bord läßt?





      Es setzt gleich den ersten Härtetest: das vergraute Originaldeck und die Nachbildung.



      Hinein auf das Hauptdeck …

    • … und natürlich in das Restaurant II. Klasse, wo sich die netten Serviceangestellten sehr über die Details ihres Arbeitsplatzes amüsierten, die sie auf dem Modell erspähten. Und sich selber hinter der Theke entdeckten: „das bin ich!“. Wir hatten viel Spaß miteinander!





      Dann ging es auch schon los, Parallelfahrt. Die „Kleine“ fährt zum ersten Mal Dampfschiff! Und sie ist nicht allein: Michael Bauers knallrote „Luitpold“ und die „Ludwig Fessler“ durften auch mit und machten Werbung für unser schönes Hobby. Das weckte die Neugier der Experten, hier von Josef Gwerder, Autor zahlreicher Bücher über die Schweizer Raddampfer und ihrer Geschichte, ehem. stv. Werftchef und als solcher bei der Generalsanierung etlicher Dampfer (auch der „Uri“) tätig. Der schaute natürlich ganz genau hin. Genau so wie die Mannschaften, hier der Beimann (= Kapitänstellvertreter) von der „Stadt Luzern“ und der Matrose.





      Während der Versammlung blieben die drei Dampferchen in der Schiffskasse der „Stadt“ sicher eingeschlossen.



      Wo bringt man über tausend Leute in unmittelbarer Seenähe für eine Versammlung unter? Nach dem Empfang mit Alphornbläsern und Fahnenschwingern ging es zum Hochamt der Dampferfreunde ... in eine Kirche! Fröhliche Orgelklänge, ein schöner Kurzfilm über die „Stadt Luzern“ und etliche, überhaupt nicht langweilige Reden. Da die Menschen rund um den See die Dampfschiffe so gern haben, wird in der Presse oft über sie geschrieben (hier: UrnerWoche.pdf vom 9. Mai).

    • Es folgte der entspannende Teil: Aperitiv für alle (spendiert von der Schiffahrtsgesellschaft), stimmungsvolle Spazierfahrt, viele nette Gespräche, … und den Anblick eines fahrenden Dampfschiffes aus bester Warte genießen.





      Natürlich habe ich der „Uri“ noch kurz gezeigt, was sie als nächstes eingebaut bekommt: den Salon I. Klasse. Die kleine Dampfdame wollte sich natürlich sofort auf dem Diwan räkeln.



      Wir fuhren wie gesagt auf der „Stadt Luzern“: das wuchtige Flaggschiff, das über 300 Tonnen auf die Waage bringt, ist mit exakt 90 Jahren der jüngste Salonraddanpfer (1928). Er stammt aus Roßlau an der Elbe (Gebr. Sachsenberg), die Gleichstrom-Drillingsdampfmaschine jedoch von Gebr. Sulzer (Winterthur / CH): ein Unikat, technisch hochinteressant.



      Tags darauf ging es schon wieder zurück nach München. Alle drei Modelle haben die Reise unbeschadet überstanden. Ist mal was Anderes als Ausstellungen gewesen und hat viel Spaß gemacht!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Ahoi Claudia,

      ein wunderschöner Bericht mit tollen Fotos - und man sieht dir sehr gut an, welchen riesigen Spaß du dabei hattest.Nur wenigen von uns ist es vergönnt, auf dem Original des Schiffes zu verweilen, welches wir in Kleinausgabe auf der Schneidematte haben.

      Und hier haben wir wieder den Beweis:

      Claudia schrieb:

      stammt aus Roßlau an der Elbe
      Aus der Gegend kommt nur Gutes - ich bin wenige Kilometer entfernt von Roßlau geboren. grins 2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Claudia,

      was für ein filigranes Kunstwerk!
      Manchmal fällt es mir schwer, den kleinen und den großen "Uri" auf den Aufnahmen auseinanderzuhalten - ich habe in Mespelbrunn auch lange benötigt, mir die Augäpfel wieder in die Höhlen zu drücken oh1 . Du zelebrierst Detailverliebtheit auf höchstem handwerklichen Niveau. (Und vielleicht bringe ich zum nächsten Treffen eine Lupe mit...)

      Liebe Grüße,

      Robert
    • Liebe Freunde,

      danke für euere freundlichen Kommentare und die vielen "likes": es ist schön, hier im Forum diesen wirklich speziellen Tag mit euch teilen zu können und hoffentlich etwas von dem Spaß weiterzugeben, den man als Modellbauer mit dem Modell auf "seinem" Schiff haben kann. Irgendwann kommt dann noch der Tag, wo die "Uri" auf der "Uri" mitfährt: das hat sie noch nicht gemacht.
      @ Michi: das Grinsen hielt noch tagelang an!
      @ Bonden: ahem … also ... die gute "Stadt Luzern" war zunächst ein Reinfall, die Dampfmaschine von Sachsenberg war viel zu schwach und auch noch zu weich: die hat es nach wenigen Tagen mitten auf dem See draußen verbogen, die arme "Stadt" hornte um Hilfe, was die Zeitungen hämisch kommentierten (die hatten das "ausländische" Schiff eh auf der Latte). Totalschaden, ein Jahr Liegezeit, enorme Kosten (plus Konventionalstrafe) für Sachsenberg, denen diese traurige Episode (an der sie mithin nicht die Alleinschuld trugen!) das Genick brach: die Firma ging Konkurs. Den Original-Dampfkessel von 1927 gibt es aber noch, wenigstens für diese Saison. Dann muß er ersetzt werden. Der wird am Morgen vom Maschinisten noch mit einer brennenden, auf einer langen Zange befestigten Zeitung "gezündet". Hoffentlich ist es mir vergönnt, dies noch sehen und photographieren zu dürfen: und wenn ich, s. Mannheim, um 4h30 aufstehen müsste!
      @ Udo: den imaginären Wettbewerb der "Uri"-Bauer (und vor allem -bauerinnen) kann man wohl recht leicht "gewinnen": im Gegensatz zur "Gallia" und "Stadt Luzern" werden die drei anderen Dampfer kaum je gebaut. Aber ich weiß schon, was Du meinst: Danke für die Blumen!!
      @ Stephan: oh ja, die Frage kam oft! Und dann das Gelächter, wenn auch noch von Verpackungsfolie, Schuhputzbürstenborsten und Haaren die Rede war! Modellbau muß eben nicht immer Hightech sein! Doch ich konnte auch zeigen, wie Präzisionsmodellbau in Karton heute geht: Michael Bauer hatte mir ein paar von seinen Bögen mitgegeben, inkl. Laserplatinen. Da wurde dann aber gestaunt, zumal das bei ihm bekanntlich alles zu Hause entsteht! Ich habe, so gut es ging, die Arbeit unserer Konstrukteure und (Klein)verlage dargelegt, und es bedauert, daß sich diese nicht selber an den ehrlich erstaunten, bewundernden Blicken weiden konnten. Übrigens: ich mußte weder ein "bitte nicht berühren"-Schild aufstellen, noch "bitte vorsichtig anfassen" sagen, wenn jemand die Platine behutsam in die Finger nehmen wollte. Nur als Verkaufstalent habe ich total versagt: da war der Respekt vor den fizzeligen Teilen dann wohl zu groß.

      Beste Grüße
      Claudia
    • Servus Claudia,

      vielen Dank für diesen ausführlichen Bildbericht!
      Es ist eine wunderbare Idee, die kleinen Modell zu den Vorbildern mitzunehmen und "vergleichende Studien" anzustellen.

      Ich kann deine Begeisterung verstehen! hurra1 hüpf1 freu1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum