Doppelendfähre UTHLANDE, Verlag Kartonwerft 1:250 [Fertig]

    • Doppelendfähre UTHLANDE, Verlag Kartonwerft 1:250 [Fertig]

      Hallo zusammen,

      mit dem nächsten Baubericht möchte ich meine Zuneigung zur Insel Föhr Ausdruck geben. Ich habe den Bogen auf dem letzten Kartonbautreffen in Bremerhaven von Imogen erworben.



      Als ich sie fragte, ob Sie die Pläne von der Reederei erhalten hätte, sagte sie, sie hätte einfach die an den Wänden aushängenden Schiffspläne zur Feuerrettung abfotografiert und daraus dann konstruiert.


      Bilder 2 und 3: Aushängende Pläne zur Feuerrettung

      Ich muss sagen, meine Hochachtung, aus diesen abfotografierten Plänen ein stimmiges Modell zu konstruieren, halte ich für sehr schwer.
      Ursprünglich wollte ich nicht die Uthlande bauen, sondern das Schwesterschiff Schleswig-Holstein. Aus dieser Intention entstanden auch meine Aufnahmen. Ich halte sie für das intreressantere Schiff, da alle Betriebserfahrungen mit der Uthlande in den Bau der Schleswig-Holstein eingeflossen sind.


      Bild 4: Schwesterschiff Schleswig-Holstein

      Als Basismodell wollte ich die Uthlande nehmen und die abweichenden Teile selbst dazukonstruieren. Aber die Unterschiede sind zu groß und zu zahlreich, als dass eine zeitgemäße Umkonstruktion erfolgen kann. So baue ich dann erst einmal die Uthlande. Aber aus dem Sinn ist es nicht.

      Ich will alle Fenster aussticheln und auch den sichtbaren Teil der Möblierung für die Fahrgäste nachbauen.
      Autos von Imogen gibt es noch nicht. Sollten bis zur Fertigstellung der Uthlande keine Autos verfügbar sein, werde ich auf den Passat-Verlag zurückgreifen.

      Also los geht's

      Gruß Axel
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      ich beschäftige mich mit dem Schiff bereits seit letztem Sommer. Ich habe seitdem viele Bilder gesammelt und mir viele Gedanken gemacht.
      @Kurt: Hallo Kurt,
      ja das ist so. Aber ich habe an modernen Schiffen auch schon die Adler IV gebaut. Ich werde aber auch wieder ältere Modelle bauen. Due Preußen steht ja noch aus.
      @Flens: Hallo Jochen,
      naja so schlimm finde ich ihn nun nicht. Obwohl ich kein Föhrer bin, ist eine Fahrt nach Föhr für mich immer wie heimkommen. Übrigens dieses Jahr ist auch schon vom 5.8. bis zum 19.8. gebucht. Wegen Flensburg melde ich mich rechtzeitig bei dir.
      By-the-way: Ich war ein paar Tage vor Weihnachten auf Norderney. Die Fähren Frisia* fand ich viel hässlicher.

      Ich denke, dass ich am Samstag meinen ersten Anschnitt präsentieren kann.

      Gruß Axel
    • @Manfred Joussen: Hallo Manfred,
      ich hoffe, sie rutscht nach dem Bauberich dann ein paar Positionen nach oben.
      @Didibuch: Hallo Dieter,
      gern, es sind noch ein paar Plätze frei.

      Hallo zusammen,

      Nach ersten vielen Worten möchte ich dann Taten folgen lassen.

      Vielleicht noch einige Worte vorweg:
      Es gibt im Nachbarforum einen Baubericht über den Kontrollbau von Robi (Robert Hoffmann), in den ich immer mal wieder hineinschauen werde.

      Ich habe jedoch den Vorteil, da ich keinen Kontrollbau durchführe, mein Modell zu detaillieren, was ich auch reichlich umsetzen werde. Ich werde meine Umsetzungsentscheidungen, wo möglich, durch Vorbildfotos unterlegen.
      Fangen wir also mit der Grundplatte an. Diese wird durch Laschen verbunden und man muss aufpassen, dass die beiden identischen Grundplatten in einer Linie fluchten.


      Bild 1: Grundplatte

      Wenn die Grundplatte getrocknet ist, wird sie direkt auf einem Stück Laminat fixiert. Der gewählte Klebstoff lässt sich später auch leicht wieder von der Grundplatte lösen. Das Aufkleben soll gewährleisten, dass das Schiffsmodell gerade gebaut wird und sich nicht verzieht. Eine Glasplatte wäre hier ideal, jedoch ist das Modell mit 30 cm hier so kurz, dass sich kaum Verziehungen bei Laminat ergeben werden.


      Bild 2: Fixieren der Grundplatte auf Laminat

      Dann sollte man natürlich die Außenlaschen der Grundplatte in den Farben der Bordwand (hier schwarz) nachfärben, um Blitzer unkenntlich zu machen.


      Bild 3: Vorbeugen vor Blitzern

      Dann kommen die ersten Teile auf die Grundplatte. Imogen hat zwei längliche Kästen (Bauteil Nr. 2) gewählt, die unwillkürlich an polnische Konstruktionsprinzipien erinnern. Sie hat leider zwei Teile, die nicht identisch sind (sondern spiegelverkehrt), mit der gleichen Bauteilnummer beziffert. Ich finde ein wenig unglücklich. Man muss schon hier genau auf die Bauanleitung schauen, um die Seite nicht zu verwechseln.


      Bild 4: Längliche Kästen auf der Grundplatte

      Dann werden auch die länglichen Kästen in der Mitte durch die beiden Laschen 2a miteinander verbunden.


      Bild 5: Laschen bei den Kästen

      Ich erwähne dieses deshalb, weil beide Laschen nicht in der Bauanleitung auftauchen. Dieses hat die Ursache, dass die Anforderung erst beim Kontrollbau hochgekommen ist und die Bauanleitung vermutlich zu diesem Zeitpunkt bereits geschrieben worden war.

      Die beiden länglichen Kästen werden dann noch durch Zwischenspanten miteinander verbunden.


      Bild 6: Zwischenspanten

      In diesem Zustand lasse ich die Uthlande erst einmal durchtrocknen, bevor ich weiterarbeite. Das letzte Bild zeigt den aktuellen Bauzustand von heute.


      Bild 7: Aktueller Bauzustand

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      Dein Projekt klingt sehr interessant: ein Schiff, das Du aus eigener Erfahrung kennst, von dem Du Detailphotos besitzt und dessen Inneneinrichtung Du auch bauen wirst: das klingt genau wie bei mir. Daher kann ich wohl gut nachvollziehen, was der Bau für Dich bedeutet!

      Hochachtung vor Imogens Konstruktionsleistung und Ideenreichtum: auf die Idee muß man erst mal kommen und es sich zutrauen. Das wird ein interessanter Bericht!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Moin Axel,
      schön geht anders ;-) aber für die Schiffsarchitektur kann ja Imogen nix. Du wieder geht ein Stück "echter Seefahrt" verloren, denn man sitzt (zumindest bei nicht so gutem Wetter) da drin wie im Flieger...
      Interessant ist das Teil allemal und ich bin sehr gespannt, wie Du es umsetzen wirst!
      Gruß aus Kiel
      Kurt
    • Moin

      Die Konstruktion ist interessant. Ich denke aber, dass ein verdoppeltes Autodeck noch besser wäre. Wie auch immer, Imogen hatte sicherlich Gründe ihre Konstruktion auf diese Weise zu gestalten.
      Lieben Gruß
      Andreas
      Weitere Bauberichte meiner Modelle gibt es hier: www.jabietz.de/kartonmodellbau
      Modellbaubögen vom Schlepper "Bugsier 17/18" und der Fregatte Klasse 122 gibt es nur hier: www.jabietz.de/shop
    • @Claudia: Im Punkt der Konstruktionsleistung gebe ich dir vollkommen Recht. Man muss schon eine enorme Vorstellungskraft besitzen, um aus Plänen, die für das Verhalten im Notfall gedacht sind, das komplette Schiff zu konstruieren.
      Der andere Fall, dass das Vorbild noch existiert und man gefühlte hunderte Bilder davon hat und womöglich schon auf dem Schiff gefahren ist, ist gar nicht so selten. Bei mir wäre es die Cap San Diego, wobei ich zur Zeit RoKos Bogen nicht anschneide, weil zu viele Bauberichte gerade im Umlauf sind. Aber bei mir trifft z.B. ein ähnlicher Fall auf die gebaute Passat zu, die es ja noch gibt und die ich zum Bilder machen mehrmals besucht habe und die ich ja auch ordentlich überdetailliert habe.
      @Kurt-G.: Hallo Kurt,
      ich denke, die Geschmäcker sind hier zwiespältig. Auch wenn ich kein Föhrer bin, ist die Fahrt nach Föhr immer wie ein heimkommen. Von daher bestand schon ein gewisser großer Druck sie jetzt zu bauen.
      @jabietz: Hallo Andreas,
      eine Verdoppelung des Fahrzeugdecks ist für mich schon eine Selbstverständlichkeit. Wenn man hinterher von Vorn und Hinten reinschaut, dann fallen Wellen natürlich besonders auf, die man sich lieber auf dem Wasser wünschen würde.

      Ich denke, ich werde mich entweder Freitag oder Sonntag wieder dransetzen können. Am Samstag bin ich auf der ZAMMA. Mal schauen, was Kurt, Peter, Klueni, petcarli bauen werden.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      bin dieses Wochenende nur ein kleines Stück weitergekommen. Mit Teil 4 ist die Bugpartie an beide Schiffsenden gekommen.


      Bild 1: Teil 4 Bugpartie

      Bei diesem Teil muss man aufpassen, der obere Bereich (Bild 2) wird nach vorn geknickt. Er wird später die beiden Enden des Autodecks aufnehmen.


      Bild 2: Einbau der Bugpartie

      Beim Einbau der Bugpartie muss man äußerst präzise arbeiten, damit spätere Bauteile durch unpräzises Arbeiten kein Verziehen des Modells hervorrufen.
      Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Rundungen im Bugbereich von Spantenteil 2 und Bugbordwand 4 absolut aufeinander zu liegen kommen (Siehe auch Bild 2). Ich will erst einmal diese beiden Teile durchtrocknen lassen, bevor ich die nächsten komplizierten Teile 5 der Bordwand einfügen werde.
      Ich habe dann erst einmal dafür gesorgt, dass sich das Modell schlecht verziehen kann und Bleigewichte auf die Grundplatte geklebt.


      Bild 3: Bleigewichte auf der Grundplatte

      Diese wurden früher benutzt, um Gardinen ein gestrafftes Aussehen zu verleihen.

      Gruß Axel
    • Hallo Fritz,

      naja, Auftrieb brauche ich nicht. Sie wird gebaut. Aber du hast Recht, ich habe mit Robert Hoffmann ein sehr vertiefendes Gespräch über die Herausforderungen dieses Modells geführt.

      Zum Schluss bin ich auch bei dir noch vorbeigekommen, um mich zu verabschieden. Aber du warst so intensiv beschäftigt. Ich glaube, du hattest mich gar nicht bemerkt.
      Ich habe deine Modelle noch einmal bewundern können.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      So langsam wird einmal wieder ein neuer Baubericht zur Uthlande fällig. Großer Arbeitsanfall und ein wenig Jobfrust haben den Weiterbau ein wenig verzögert.

      Als nächste Schritte waren Wölbungen (Teile 5) im Bugbereich anzufertigen und in die Bordwand einzukleben. Ich habe mich dabei sehr schwer getan, da ich die Bodenplatte festgeklebt habe und somit war an die Laschen nur sehr schwer heranzukommen. Also ein Meisterwerk ist es nicht geworden. Hauptsache es passt und es gibt später keine Verziehungen im Modell.




      Bilder 1 bis 3: Wölbungen im Schiffsrumpf

      Dann ist schon die Bordwand (Teile 6 und 7) an der Reihe. Hier erkenne ich direkt schon die nächste Herausforderung. Die Reling auf dem Promenadendeck ist keine Standardreling. Standard Ätzteile oder LC-Teile können hier nicht glaubwürdig verwendet werden. Eine Lattenzaun-Reling kommt hier für mich nicht in Frage.


      Bilder 4 und 5: Non-Standard Reling an Modell und Original


      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      erst einmal gilt es noch andere Herausforderungen zu lösen.
      Ich fahre jetzt erst einmal mit dem Kraftfahrzeugdeck fort. Am Kraftfahrzeugdeck (Teile 8 und 8a) sind auch die Seitenwände dran, die die Innenseite der Bordwand bilden.
      Eine Seite ist strukturiert. Beim Original befinden sich T-Träger an der Innenseite. Dieses ist zwar durch Schattenabbildungen beim Kartonmodell angedeutet. Ich will aber die erhabene Struktur ausprägen und klebe von innen verdoppelte Kartonstreifen dagegen.


      Bilder 1 und 2: Kartonstreifen zur Abbildung von T-Trägern

      Nach Fertigstellen habe ich zur Probe die beiden Teile einmal auf das Spantengerüst lose aufgelegt.


      Bilder 3 und 4: Autodeck auf Spantengerüst

      Als nächster Schritt sind die beiden Bordwände (Teile 6 und 7) an der Reihe.


      Bild 5: Bogen mit Bordwänden

      Hier stellt sich die nächste Herausforderung. Diese beiden Teile sind nur noch einteilig. Wie richte ich diese mittig nach der Bordmitte aus?
      Eine Markierung der Mitte ist leider nicht vorhanden. Ein Lösungsansatz kann sein, dass ich die seitlichen Innenwände des Autodecks mit der Bordwand verklebe. An den Stirnseiten habe ich ja eine identische schräge Abschlusskante. Da das Autodeck ja aus zwei gleichgroßen Teilen besteht, hätte ich dann die Mittelmarkierung, an der ich mich ausrichten könnte.
      Aber erst einmal schneide ich die Bordwände und stichele ich die Fenster aus. Das dauert erst seine Zeit und dann werden wir sehen.

      Gruß Axel
    • @petcarli: Hallo Fritz, da hege ich auch keinen Zweifel dran.

      Hallo zusammen,

      am Wochenende bin ich einmal ein gehöriges Stück an der Uthlande weitergekommen. Zuerst habe ich einmal unter die Stoßnaht des Autodecks drei zusätzliche Laschen geklebt, damit ich an der späteren Naht keine „Stolperfallen“ produziere und das Autodeck glatt und durchgängig ist.


      Bild 1: Laschen an der Nahtstelle Autodeck

      Diese Laschen sind kein Bestandteil des Bogens. Dann waren die Außenwände (Teile 7 und 8) an der Reihe. Da ich soweit es vertretbar ist, mit Inneneinrichtung bauen werde, habe ich alle Fenster ausgestichelt.


      Bilder 2 und 3: Bordwände und ausgestichelte Fenster

      Dann habe ich die Seitenwände an die Grundplatte angeklebt. Man musste hier äußerst präzise arbeiten, damit die Bordwände wirklich parallel sind. Wie genau oder ungenau ich gearbeitet habe, wird sich erst in der Folgezeit bewahrheiten.


      Bild 4: Die Bordwände sind dran

      An die Enden der Bordwände habe ich dann die Wölbungen angeformt.


      Bild 5: Anformen der Wölbungen im Bugbereich

      Auf die Schlitze habe ich dünne Papierstreifen geklebt, um glatte Übergänge zu ermöglichen. Ich gehe davon aus, dass ich an diesen Stellen noch Kanten nachfärben muss. Dieses kann ich aber erst tun, wenn ich das Modell von der Grundplatte gelöst habe.
      Ich habe dann das Autodeck von oben eingesetzt und mit den Kanten der Bordwände bündig verklebt. Bisher hat alles gepasst.
      So zeigen die letzten beiden Bilder dann wieder den aktuellen Stand.


      Bilder 6 und 7: Uthlande mit Bordwänden und Autodeck

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      bin gerade erst auf Deinen Baubericht der Autofähre aufmerksam geworden - da ist ja einiges zu tun bei dem Modell. Da solche Fähren bei mir zumindest im "erweiterten Interessebereich" für einen Bau liegen, schaue ich Dir sehr aufmerksam über die Schulter.

      Sehr informativ bisher, der Baubericht! daumen1

      Servus
      hvt
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      vielen Dank. Mit einer neuen und scharfen Klinge war es nicht besonders schwer.
      @HvT: Hallo Hagen,
      da für mich Föhr wie zu einer zweiten Heimat geworden ist, haben diese Schiffe eine besondere Aufmerksamkeit bei mir.
      @Didibuch: Hallo Dieter,
      das Ausschneiden der Fenster ist mit einer neuen schafen Klinge kein Problem. Dieser Bogen bietet ganz andere Herausforderungen.
      Beide Bordwände haben keine direkte Berührung miteinander und verlaufen parallel. Ich muss beides mit einem Abstand von ca. 6 cm so auf die gleiche Höhe ausrichten, dass hinterher bei den verbindenden Teilen keine Verschiebung auftritt.
      Beiden meisten Schiffsmodelle hast du Bug und Heck jeweils auf einer Linie, wo die Bordwände direkt aufeinanderstoßen und somit eine Ausrichtung möglich ist.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      am Wochenende bin ich ein paar Schritte weitergekommen, die ich nun nicht vorenthalten möchte.
      Im nächsten Schritt habe ich die Scheuerleisten angebracht. Imogen hat dem Bogen so viel Scheuerleiste spendiert, dass man sich keine Sorgen machen muss, dass man nicht um das Schiff herum kommt.

      Ich habe die Scheuerleisten verdoppelt, damit es ordentlich was zu scheuern gibt. Ober- und Unterkante habe ich dann wieder schwarz eingefärbt.


      Bilder 1 und 2: Anbringen der Scheuerleiste

      Dann ging es an sie Ankertaschen (Teile 11 und 11a). Hierbei muss man aufpassen, die Teile auf der richtigen Seite anzubringen, da sich die beiden Teile bereits in der Schräge am Ende des Autodecks befinden, ist auch die Unterseite der Ankertaschen abgeschrägt.
      Zuerst dachte ich: „Ziemlich viele Laschen für so ein Teil, aber nach dem Einbau war die Anzahl der Laschen vertretbar.


      Bilder 3 und 4: Ankertaschen

      Dann kam das untere Stockwerk des Treppenhauses an die Reihe. Es ermöglicht den Aufstieg vom Autodeck in den Restaurationsbereich.


      Bilder 5 und 6: Unteres Treppenhaus

      Und so waren entsprechend viele Türen und Schotts vorhanden, die ich alle aufgedoppelt und deren Kanten ich entsprechend gefärbt habe.
      Das Schöne an dem unteren Treppenhaus ist, dass der Bogen Querspanten besitzt, die ein „Ausbeulen“ des unteren Treppenhauses verhindern.


      Bild 7: Unteres Treppenhaus eingebaut

      Und wo es ein unteres Treppenhaus gibt, da gibt es auch ein oberes Treppenhaus (Teil 13). Dieses wird auf das untere Treppenhaus aufgesetzt und ist jedoch etwas breiter. Teil 13 besitzt als Mittelmarkierung auf dem Boden eine Kerbe zur Mittenausrichtung. Die Kerbe war bei mir jedoch nicht in der Mitte. Das war jedoch nicht schlimm, da ich das Teil an seinen beiden Enden ausrichten konnte. Und hier passte es.


      Bild 8: Oberes Treppenhaus eingebaut

      Beim oberen Treppenhaus hat Imogen keine Mittelspanten mit ausgeliefert, was dazu führt, dass das obere Treppenhaus kräftig ausbeult. Hier werde ich, bevor ich dort weiterbaue die fehlenden Spanten selbst konstruieren und einsetzen, um ein Ausbeulen zu verhindern.
      Warum hier die entsprechenden Spanten nicht im Bogen enthalten sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

      @Imogen: Ich würde dem Bogen noch zwei bis drei Querspanten spendieren. Der Aufwand ist ja nicht besonders groß.

      Zum Schluss habe ich noch die Windendecks aufgesetzt. Somit wäre dieses erst einmal für heute der aktuelle Stand.


      Bild 9: Aufgesetzte Windendecks

      Als nächster Schritt erfolgt der Bau der Bug- (Heck-) Klappen.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      die Seitenwände sehen so ohne Deck ja noch etwas gefährdet aus - da kann man schnell mal daran hängenbleiben (zumindest, wenn ich so an eigene diverse "Katastrophen" denke). Hoffe, dass der weitere Bau hier ohne Kollateralschäden verläuft...

      Werde da weiter interessiert dabei sein!

      Servus
      hvt
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • @HvT: Hallo Hagen,
      ich habe hier wenig Bedenken, da hier die schwache Stelle inmitten der Bordwand liegt und diese von stärkeren Stellen umgeben ist.
      Aufgrund meiner Bautätigkeiten neigen die Bordwände sich ein wenig zu runden. Das ist aber kein Problem, da ich, wenn ich an den Bordwänden arbeite (wie bei den Bordwänden) immer einen rechten Winkel anlege. Und jedes Teil, was ich an die Bordwände anbaue stabilisiert diese Teil ein Stück mehr.
      @Kurt: Hallo Kurt,
      was mich an diesem Bogen ein wenig wundert, ist seine Unausgewogenheit in der Konstruktion. Für das untere Treppenhaus gibt es Querspanten, die ein Ausbeulen verhindern. Für das obere Treppenhaus muss ich sie mir selbst anfertigen, damit diese Teile nicht ausbeulen.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Am letzten Sonntag, als ich den Weiterbau am Abend abgeschlossen haben, da gefiel mir eine Sache überhaupt nicht.
      Das war das Ausbeulen des Treppenhauses. Selbst wenn hier später das Deck der Restauration einmal draufkommt, wird es das unschöne Ausbeulen nicht verhindern können.


      Bild 1: Ausgebeultes Treppenhaus

      Dieser Sache wollte ich Abhilfe schaffen. Diese beiden Spanten sollen es richten.


      Bild 2: Spanten zur Korrektur

      Die Spanten sind kein Bestandteil des Bogens. Sie wurden von mir auf Maß gefertigt.


      Bild 3: Das Ergebnis

      Mit dem Ergebnis kann ich schon sehr zufriedener sein. Das Ausbeulen ist reduziert. Mit dem jetzigen Zustand kann ich sehr viel besser leben.

      Gruß Axel
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      ich möchte hier nur Verbesserungspotenzial aufzeigen und den Bogen nicht schlecht machen. Ich finde es schon eine ganz tolle Sache, dass sich Imogen an den bestimmt nicht leicht zu konstruierenden Bogen herangetraut hat.
      @Kurt: Ich habe nur dort Spanten eingesetzt, wo die Laschen, die das nächste Deck aufnehmen, unterbrochen waren.
      Da das Treppenhaus durch die darüberliegenden Decks nur beim Durchblick durch das Autodeck über den Bug (Heck) sichtbar sind, ist diese Maßnahme meiner Ansicht nach völlig ausreichend.
      Aus dem Nachbarforum habe ich noch den Tipp bekommen, dass man hier einen 1 mm dicken Pappstreifen hinterkleben könnte. Das müsste auch funktionieren.

      @all: Hallo zusammen,
      natürlich bin ich auch noch ein wenig weitergekommen. Die Bug (Heck-) klappen waren an der Reihe.
      Diese bestehen aus zwei Teilen, die ineinandergeklebt werden.


      Bilder 1 und 2: Bug- Heckklappen

      Ich habe diese einmal vorsichtig auf das Modell gesteckt.


      Bilder 3 und 4: Positionierung am Modell

      Es ist jedoch vorgesehen, diese beweglich auszuprägen, da ich die Uthlande später auch in einem Diorama einsetzen möchte.
      Ein noch von mir zu entwickelnder Klappmechanismus könnte so aussehen:


      Bild 5: Klappmechanismus für Bugklappe

      Im weiteren Verlauf dieses Bauberichts verwende ich der Einfachheit halber den Begriff "Bugklappe". Bei einer Doppelendfähre kann es sich je nach Fahrtrichtung natürlich auch um eine Heckklappe handeln. Beide Teile sind technisch identisch.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      es ist eine Freude, Dir bei Deinem präzisen, bedächtigen und überlegten Bau zuzusehen: Du holst enorm viel aus dem Bogen heraus, allein schon das Ausschneiden der Fenster war eine riesige Aufwertung. Deine Stabilisierungsmaßnahmen stellen eine wichtige Verbesserung dar (ich selber bin ein großer Befürworter von Spanten dieser Art). Mit was klebst Du die? UHU?

      Beste Grüße und: weiter so!
      Claudia