San Salvador 1:72

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    • petcarli schrieb:

      Insgesamt muss ich sagen, ich hätte die Barkhölzer mit etwas weniger dickem Karton verstärkt
      Danke Fritz, das ist ja ach meine Meinung, ich hatte vergessen, dass der bedruckte Karton ja auch noch mal aufträgt.
      Aber da ich mit Weißleim geklebt habe, befürchte ich, dass ich alles zerstöre..............
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72
    • Hallo Helmut

      Natürlich muss auch ich als MöchtegernFachmann meinen Senf dazu geben... verlegen2 happy1
      Die Barkhölzer sind ja bei diesem Modell ziemlich charakteristisch und wie Fritz schreibt, auf den Fotos wirken sie nicht derart prominent wie man ahnen würde. Dazu kommt, dass Du ja, wie ich auch, das Modell sozusagen als Einstieg und "Versuchsmodell" in dieses Genre baust, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Aus diesen Gründen würde ich an Deiner Stelle wohl die Barkhölzer so lassen und nicht das Risiko von grössere Kolateralschäden auf mich nehmen. Die Entscheidung liegt aber bei Dir udn schlussendlich muss Dir das Modell gefallen! Ich finde es absolut in Ordnung so.

      btw: Am unteren Rand der Galion sollte auch noch ein Barkholz hin kommen (Pfeil). Auf dem Bauteil ist es markiert, aber im Bogen fehlt es, musst Du selber schnitzen...



      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

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      Meine versemmelten Werke
    • Fritz, Bonden, Peter
      Danke euch allen und bin froh, dass ihr eher in meine Richtung entschieden habt. Ich dachte bisschen kräftiger und wuchtiger schadet nicht und schaut besser aus als zu dünn.
      Trotzdem hätte ich eine Reparatur gewagt, wenn ihr jetzt alle dagegen gewesen wärt.

      Peter_H schrieb:

      Peter_H schrieb:

      Auf dem Bauteil ist es markiert, aber im Bogen fehlt es, musst Du selber schnitzen...
      Danke Peter, ich hab schon an mir gezweifelt, weil ich es nicht gefunden habe............und ja, du hast mich richtig verstanden, ich bin dabei, auch wenn meine Nerven und Konzentration es nicht mehr erlauben es so intensiv durch zu ziehen wie ihr.(in allen Details historisch korrekt). ich tue mein Möglichstes.....
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

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      HMS Cleopatra 1:72
    • Hallo Helmut,

      was ist historisch konkret? Von einigen Dingen weiß man eh nicht alles, anderes ist bekannt. Manchmal ändern sich die Meinungen dieser Zeit. So siehst Du in Bondens Baubericht z.B., dass er auf Quellen gestoßen ist, dass die Taljen und einige sonstige Taue doch zumindest leicht geteert waren. Bis vor kurzem war das noch im Großen und Ganzen ein no go! Es gab ja auch eine Begründung dafür, die durchaus logisch ist. Welcher Kapitän wollte schon Teerflecken auf seinem Deck! Doch davon nun genug.

      Die Hauptsache ist jedoch wieder einmal: Du musst mit Deinem Modell zufrieden sein. Wahrscheinlich will man es aber bei jedem weiteren besser machen, wenn man sieht, was möglich ist.

      Gruß
      Fritz
    • @petcarli

      Fritz, nein so hatte ich es jetzt gar nicht gemeint.
      Wenn ich jetzt hier mit lese, und sehe was da alles über Knoten, Taue, welches Seil Tau? Stag? über das andere soll...müßte...Taue schlagen...Kleeden und und und....
      sorry kenne da jetzt die richtigen Begriffe noch nicht, begeistert mich das schon, wenn ich da sehe wie Bonden seine Seile? selbst macht und Claudia mit ihren , ich sag mal Knotenkurs, bin ich gerade zu schon fast entzückt... cool1
      ja, mir muss mein Modell selbst gefallen, macht es, wäre auch schlimm wenn nicht.
      nur wenn ich jetzt schon weiß wie es gemacht werden sollte, und ich es nicht mache......dann gefällt mir mein Modell nicht mehr soooo gut, denn ich hatte ja die Chance es besser zu machen.
      Und da muß...möchte ich eben den richtigen Mittelweg finden, bei dem es für mich noch Spass ist und noch kein Stress.
      Aber ob das so hin haut wie ich mir das jetzt vorstelle, keine Ahnung.
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

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    • Hallo Helmut,

      Glückwunsch, ich finde Deinen Rumpf sehr gelungen! Daß die horizontalen Segmente nicht ganz "auf Linie" sind, soll niemanden stören: die Barkhölzer, Fender etc. werden davon ausreichend ablenken. Bonden hat auch recht, wenn er sagt, daß die Dinger wesentlich dicker waren als auf späteren Schiffen. Richtig schade, daß Klabauterklaus nicht dabei ist: wenn einer den Titel "Experte" für Karracken, Karavellen, Koggen und dergleichen verdient, dann er.

      Die historische Korrektheit sollte beim ersten Kartonsegler nicht die allererste Priorität sein: wo dafür Zeit und Möglichkeit ist, kann man sie forcieren, wo nicht, da hält man sich eben eher an die Vorlage, und der Bogen macht doch einen recht guten Eindruck (schöne Holzgraphik, übrigens). Du machst das ganz richtig, wenn Du Dich durch nichts und niemanden irgendwie stressen läßt. Man kann wunderbar in der Theorie fachmännisch über historische Korrektheit fachsimplen, ohne dies dann am Modell anzuwenden.

      Weiter so, das wird gut!
      Beste Grüße
      Claudia
    • Kurt schrieb:

      Hallo Peter,
      der Rumpf ist Dir gelungen. Übrigens ein gutes Beispiel dafür, daß die Anmutung von Holz durchaus auch in Karton herzustellen ist
      Danke Kurt, aber ich bin der Helmut freundlich1
      Ja das ist auch meine Meinung, und ich möchte auch bei Karton bleiben


      Claudia schrieb:

      Glückwunsch, ich finde Deinen Rumpf sehr gelungen!
      Danke Claudia, freut mich wenn er gefällt, wird sich noch ändern, denn besser werde ich nicht, aber sicher vermurkse ich noch verschiedenes, was mich aber nicht abhalten wird fertig zu bauen und danach ein wirklich Großes cool2 , hoffe nein Können reicht dazu. Bei allem anderen das du geschrieben hast, stimme ich voll zu.

      Diese senkrechten Hölzer (Name?), welche über die horizontalen Barkhölzer gehen, gefallen mir so nicht, und ich habe mal einen eigenen Prototyp hergestellt. Jetzt alle wieder schonend entfernen und mit Eigenbau ersetzen. Fleißaufgabe von mindestens 2 Tagen.

      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

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    • Hallo Helmut

      Die senkrechten Barkhölzer (? die haben sicher einen eignene namen... haue 2 ) die Du selber geschnitzt hast, gefallen mir sehr gut! Also, ich habe so langsam das Gefühl, dass Du Dein Licht ganz gewaltig unter den Schemmel stellst. Oder Deine Ansprüche an Dich selber sind viel höher als ich es je zu stande bekomme!.

      Helmut_Z schrieb:

      danach ein wirklich Großes
      Darf man da schon nähees erfahren, oder bist Du mit solchen Informationen zurückhaltender wie ich.... happy1

      Mach weiter so, bald hast Du mich überholt und dann habe ich eine grossartige Bauanleitung!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Servus Helmut,

      gerade habe ich deinen Baubericht gelesen (überflogen, ob der besser gesagt Bilder angesehen!).Trotz aller Probleme, die sich dem Unerfahren eröffen, finde ich es sehr gut, dass du diesen Baubericht schreibst. Erstens gibt es viel wertvolle Ratschläge und zweitens gefällt mir, wie du die San Salvador baust.
      Mich hat die Beplankung bisher abgehalten, ein historisches Schiffsmodell zu bauen. Davor habe ich reichlich Respekt. Umso besser finde ich, wie dein Rumpf gebaut ist!

      cool1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Moin Peter

      Peter_H schrieb:

      Also, ich habe so langsam das Gefühl, dass Du Dein Licht ganz gewaltig unter den Schemmel stellst. Oder Deine Ansprüche an Dich selber sind viel höher als ich es je zu stande bekomme!.
      nein, ich hatte ja schon geschrieben dass ich Modellbau sein ca 54 und auch "Basteln" in allen Formen soweit ich zurück denken kann betreibe. Vor 13 Jahren haben mich schwerwiegende private und gesundheitliche Ereignisse erstmal das RC Hobby auf Eis legen müssen. Der Versuch vor 2 Jahren da wieder rein zu kommen, ging gründlich in die Hose, einmal wollten die Hände nicht mehr so wie ich, dann hatte sich genau in dieser Zeit zuviel in der Elektronik getan, knapp gesagt, ich war zu alt zu blöd und zu krank dazu.
      Darum der Hobby-Sparten-Wechsel. Ja, ich war mal ganz gut, aber ich weiß nicht, wie ich jetzt bin. Muss alles probieren, mal klappt es gut, manchmal erschreckend schlecht. Also nicht wundern wenn ich zwischendurch mal einen gewaltigen Hammer einbaue und es nicht mal merke..................
      und ja, ich stelle schon auch gewisse Ansprüche an mich, die ich aber meist nicht mehr einhalten kann, auch das muss ich noch lernen.
      Hoffe habe da jetzt alle Klarheiten beseitigt
      schade dass du die San Salvador erstmal stell gelegt hast. Das Gefühl...mit jemanden......das Modell zu bauen, hatte mir gut gefallen zwinker1

      @Gnost
      Danke für den Link Ludwig, hab mal gegoogelt und mir noch paar Bilder geholt, obwohl ich mit dem Modell (wenn überhaupt) noch nicht so toll einsteigen wollte.


      Buddy schrieb:

      Mich hat die Beplankung bisher abgehalten, ein historisches Schiffsmodell zu bauen
      erstmal danke und dann...........mach es, ich kenne deinen Jaguar und für dich wird so ein Rumpf ein Klacks sein. Der Spaß den ich mit dem Modell habe ist gigantisch und ich hoffe es bleibt so.


      Helmut_Z schrieb:

      Fleißaufgabe von mindestens 2 Tagen.
      Update: mindestens 3 lach 2
      Es grüßt der
      Helmut
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    • und das 26 mal...



      versuchen das alte vorsichtig ab zu trennen, messen und auf Finnpappe aufzeichnen



      Ausschneiden und mit in der richtigen Farbe bedrucktem Karton bekleben



      Kanten färben



      ankleben...fertig
      sicher nicht so gut wie Lasercut und lackeiren, aber handmade and only paper cool2
      bin aber so ehrlich, dass ich gerade gegen einen Lasercut absolut nichts hätte prost1
      Es grüßt der
      Helmut
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    • Danke Fritz


      Peter_H schrieb:

      Darf man da schon nähees erfahren, oder bist Du mit solchen Informationen zurückhaltender wie ich....
      naja, wirklich großes ist übertrieben, eben größer als die San Salvador, und es wird doch Shipyard aber ein Bogen. Mehr verrate ich noch nicht happy1

      Peter_H schrieb:

      als ich es je zu stande bekomme
      und das glaube ich dir überhaupt nicht................... ach1
      Es grüßt der
      Helmut
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    • Moin Helmut,

      das war eine ebenso mutige wie gute Entscheidung, die Dinger (die wohl durchgehend "Fender"heißen dürften) neu zu bauen. Da dürfte nun auch dem Letzten klar sein, daß hier KEIN Anfängerbaut. Nimm's den Kollegen nicht übel, Helmut: ist ein unbeabsichtiger kleiner "Kurz-schluß", weil es Dein erster Segler ist und wir Deine Modellbauerkarriere erst seit ganz kurzem mitverfolgen dürfen. So mancher, der in letzter Zeit zu uns stieß, war eben wirklich ein Anfänger. Böse gemeint ist es so oder so nicht.

      Beste Grüße
      Claudia
    • Moin Helmut,
      erste Sahne Deine senkrechten Barkhölzer auch Schooren genannt (Google Wissen zwinker2 ).
      Ist es möglich ,ein Muster Umriss der Hölzer hier als PDF zu posten?
      Mal was anderes.Das Weiße Unterwasserschiff.Ist das wirklich Authentisch ?
      Ich dachte immer,die alten Schiffbauer haben den Rumpf kalfatert und geteert?
      Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel
      Thomas
    • Hi Thomas

      mit einer Zeichnung kann ich leider nicht dienen, da ich jedes Teil einzeln anpasse, regelrecht reinschnitze, siehe Foto....
      Ich denke auch, dass man das in der 1:96 Version so gar nicht herstellen kann, denn auch bei meiner 1:72 Version bleiben da nur 0.2-0.3 mm stehen und die Finnpappe bricht ab.

      Das mit dem Unterwasserschff wollte ich auch schon fragen, denn auf den Bildern im Wasser ist sie dunkel und nur solange sie im Bau ist hell.

      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
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      HMS Cleopatra 1:72
    • Hallo Helmut

      Wirklich 1A!
      Und: Nein, ich sehe Dich absolut nicht als Anfänger, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Danke aber für Deine Beschreibung der Umstände, das lässt auch Deine Selbstkritik verstehen!
      Was Du hier zeigst ist für mich Modellbau der Extraklasse und stellt mir die Frage, ob ich das auch nochmals angehen sollte...

      Helmut_Z schrieb:

      und das glaube ich dir überhaupt nicht...................
      Warten wir mal die Endergebnisse ab happy 2

      Helmut_Z schrieb:

      schade dass du die San Salvador erstmal stell gelegt hast
      Naja, sie sieht mich täglich flehend an.....Aber meine tägliche (oder momentan eher wöchentliche) Bastelzeit ist einfach zu knapp. dass ich mich gleichermassen um zwei Baustellen kümmern könnte. In dieser Hinsicht bin ich halt ein typischer Mann, der nicht zwei Dinge gleichzeitig machen kann happy1
      Und das Wasserkraftwerk erfordert mittlerweile sehr viel Geduld, Zeit und auch Nerven, so dass ich mich momentan lieber auf dieses Modell konzentriere und nach Abschluss dann meine volle Aufmerksamkeit der San Salvador widmen kann.

      Aber gut möglich, dass sie mich zwischendurch mal wieder überredet, zur Entspannung weiter zu bauen. engel1
      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

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    • Hallo Helmut,
      ich bin zwar absolut kein Spezialist für historische Segelschiffe, da gibt es hier ganz andere Koryphäen, zur Farbe des Unterwasserschiffs kann ich jedoch einen kleinen Beitrag leisten. Thomas hat recht, vor allem die Hansekoggen wurden kalfatert und geteert. Es war aber auch ein Anstrich mit Bleiweiß weit verbreitet, der heute wahrscheinlich "Antifouling-Anstrich" heißen würde und durch seine Giftigkeit den Bewuchs mit Algen und Seepocken sowie den Befall durch Schiffsbohrwürmer verhindern sollte. Zur Verstärkung der Wirkung wurde der Farbe oft noch Schwefel beigemischt. Das hat wohl auch ganz gut funktioniert. Das UWS sah dann natürlich nicht so knallweiß aus, sondern durch die Alterung der Farbe eher gelblich-beige. Es gab mal ein Buch von Werner Zimmermann:"Das etwas andere Schiffsmodell" , da waren solche Details ganz gut beschrieben. Ich besitze das Buch leider nicht, es ist wohl auch kaum noch zu beschaffen, vielleicht in Bibliotheken. Vielleicht hat ja auch Bonden ein Exemplar?

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo ihr Freunde der Segelschiffe!

      Hans-Jürgen hat das Wichtige schon gesagt (und das Buch von Zimmermann verdient eine Erwähnung, jawohl!). Einen Teeraufstrich (allerdings nicht aus dem asphaltigen Zeugs, das uns beim Wort "Teer" in den Sinn und die Nase kommt) wurde immer zwecks Konservierung des Holzes aufgetragen, schon seit der Antike. Der schwefelhaltige Bleiweissanstrich war in der Tat eine Art starkes Antifouling, ich müßte aber mal nachsehen, ab wann der verwendet wurde. Ich meine mich an Diskussionen über die Kolumbusschiffe zu erinnern, wo gesagt wurde, daß es ihn damals noch nicht gab. Auf jeden Fall war er auch nicht überall im Gebrauch: an der "Vasa" von 1628, die in der nicht gar so salzigen Ostsee hätte segeln sollen, fand man keinerlei Spuren davon. Strahlend weiß war das UWS in der Tat nicht (sieht aber schön aus, lass es ruhig so: das machen viele, auch ganz historisch superkorrekte Modellbauer): kurz nach dem Auftragen war er leicht gelblich, mit der Zeit wurde grau bis dunkelgrau-braun.

      Forschen wir mal, ob sich für die Zeit Deines Schiffes Genaueres in Erfahrung bringen läßt.
      Beste Grüße
      Claudia
    • Hans-Jürgen F. schrieb:

      Vielleicht hat ja auch Bonden ein Exemplar?
      Hat er leider nicht. Aber ich kann auch was zum Thema beisteuern, sogar was zum Anschauen: Bekanntlich liegt ja in Lelystad, am IJsselmeer, der 1:1-Nachbau des Ostindienfahrers BATAVIA. (Das Original stammt aus dem 17. Jahrhundert, also einer Zeit, in der man es noch nicht so mit dem Kupfern des Rumpfes hatte.) Bei dieser Replik hat man sich stets um eine möglichst große historische Genauigkeit bemüht. Derzeit laufen dort umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Als ich im Vorjahr dort zu einer "Inspektionsreise" ( grins 3 ) weilte, war an Fock- und Großmast alles oberhalb der Untermasten einschließlich der Marsplattformen abgebaut, so dass das Schiff einiges an Gewicht verloren hat. Dadurch ragt auch das Unterwasserschiff ziemlich weit raus.
      Seht selbst:


      Mehr Bilder dazu übrigens auf meiner Homepage. zwinker2


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)
    • Ahoi,

      mach wie Du magst! Ich würde – ungefragt rotwerd1 – zu einem Bleiweißanstrich tendieren. Das Original fuhr in warmen Gewässern und die dort herrschende Gefahr für Holzrümpfe durch Muscheln und Würmer sollte zur Zeit Cabrillos bekannt gewesen sein. Die Farbe des UWS sollte dann - wie schon oben vorgeschlagen – schön schmutzig sein.

      Du kannst viel mit Pastellkreiden erreichen. Die Kreide kannst Du mit dem Finger auf Dein weiß gemaltes UWS reiben und es Stück für Stück unregelmäßig »verschmutzen«. Wenn der Vorgang misslungen ist, kannst Du die Kreide einfach wieder abwischen und vorn vorn anfangen. Hast Du ein Ergebnis welches Dich zufrieden macht, solltest Du Fixierspray auftragen. Das kannst Du – wie die Kreide auch – im Künstlerbedarf holen. Aquarelle oder Kohlezeichnungen habe ich früher auch gerne mit billigem Haarspray fixiert. Bei Modellen habe ich das jedoch noch nicht ausprobiert...

      Viel Erfolg und viele Grüße,

      Klaus

      PS: Das erwähnte Buch von Zimmermann kann ich nur empfehlen!

      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • danke Claudia, Ludwig und Klaus

      ok. alles beide wäre ok und ich weiß immer noch nicht was ich jetzt mache kratz1
      Pastellkreide und Fixierspray hätte man ja zu hause (man malt ja zwischendurch bisschen)
      Sollte ja nur ein Versuch sein und jetzt wird es zum Projekt, das wollte ich ja gar nicht.
      Überlege gerade ob ich nicht doch eine Längsbeplankung am Unterwasserschiff mache, nur das ist auch wieder Neuland.

      aber jetzt erstmal die neuen Fender? über das Wochenende fertig machen....ging doch nicht ganz ohne Schaden ab, aber bei so einem Schiff wurden auch im Original öfters Reparaturen durchgeführt....oder? bei einem Schiff aus dem Bogen sieht man halt jeden Fehler, wird ja nicht durch Farbe verdeckt.... Böse1



      schönes Wochenende wünsche ich
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

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      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72
    • Ja, so gehts: Man fängt ganz harmlos ein Modell an und schwuppsdiewupps steckt man in der Materie. Macht aber doch auch viel Spaß weil man was neues lernt und sieht und das Modell am Ende hohen Wert bekommt.

      Was ich noch nachtragen wollte: Was ist eigentlich Bleiweiß?

      Ich zitiere Werner Zimmermann:

      " (...) Wegen seiner hohen Deckkraft und Ergiebigkeit ist vor allem Bleiweiß als gebräuchliche Anstrichfarbe für Schiffe (Unterwasserschiff!) anzunehmen. (...) Die Herstellung von Bleiweiß war relativ einfach und billig: Spiralig gerollte Bleiplatten wurden mit etwas Essig in Tongefäße gestellt, diese mit Bleiplatten abgedeckt und in Pferdemist eingegraben. Die verwesung des Mistes erzeugte Wärme, die den Essig zum Verdunsten brachte. Damit bildete sich an den Bleiplatten Bleizucker bzw. Bleiessig und daraus durch die Einwirkung des Kohlesäuregases Bleiweiß. Nach einiger Zeit wurde die Bleiweißkruste abgelöst und konnte gemahlen und mit Bindemittel versetzt werden."

      Oder schaue hier:

      de.wikipedia.org/wiki/Bleiwei%C3%9F

      Wenn ich Dich jetzt noch richtig wuschig machen darf: Ja, beplanke unbedingt das Unterwasserschiff! Wenn ich das in 1:250 hinbekomme schaffst Du das bei Deinem großen Modell locker. Die vertikalen UWS-Segmente werden immer nach dem Aussehen was sie sind: Kartonteile. Das kann seinen Reiz haben, kann auf die Dauer aber auch stören wenn "obenrum" alles aussieht wie ein "richtiges" Segelschiff. Immerhin nimmt das UWS die Hälfte der Rumpffläche ein.

      Überlege und probiere. Du hast doch Zeit genug. Und Du wirst sehen: sich in den historischen Schiffbau einzufuchsen macht Spaß und schafft nach getaner Arbeit am Modell Zufriedenheit.

      Ein schönes Wochenende, prost2

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • @KlabauterKlaus
      Danke nochmal Klaus, und nein, du machst mich nicht "wuschig", aber ich scheine zu den wenigen zu gehören, denen es nichts aus macht, wenn man sieht, dass es ein Modell aus einem "Modellbogen" ist.........wenn nicht, hätte ich ja die Möglichkeit gehabt, so wie bisher Modellbau zu betreiben. freundlich1
      Aber ich hab ja auch schon die ganze Zeit den Gedanken, es zu beplanken, wenn auch aus anderen Gründen....um zu lernen, denn beim nächsten werde ich es tun müssen.
      ja das nächste......da hab ich jetzt so meinen ein bis drei neue Probleme, und ich steh wieder voll am Anfang und weiss nicht wie es weiter gehen soll.......,
      aber das wäre jetzt eine eigene Diskussion wert, zumindest für mich.
      Jetzt mal zum neuen Stand nach dem Wochenende. Mit der Zeitplanung für die neuen Fender lag ich ja voll daneben.... Böse1
      eine Seite hab ich jetzt so weit, und zur Ablenkung habe ich zwischendurch mal die Umrandung der Luke mit Treppe gemacht und die hintere Reling ein wenig dem Original angepasst.
      Da ja alles nur bedrucktes Papier und Kanten mit wasservermalbaren Stiften gefärbt sind, greifen die sich sehr schnell ab...zumindest jetzt bei dem Umbau. Ich überlege, alles ein wenig mit seidenmattem Lack zu fixieren........spricht da was dagegen?



      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

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      HMS Cleopatra 1:72
    • @Bonden Danke, ich müßte beide zu hause haben, nur wo?....und hoffe nicht eingetrocknet

      So, dachte mache mal bisschen Pause von Fender schnitzen und lenke mich ein wenig mit dem Mastkorb (hoffentlich heißt der so) ab.
      Vom Regen in die Traufe....ist ja noch schlimmer, zumindest wenn man alles 3 fach gedoppelt haz, und das mit ziemlich hartem Karton.
      0.5 mm Schlitze mit Nadelfeile nacharbeiten?...ich wünsche mir echt einen Lasercutter zum Geburtstag..............................

      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
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      HMS Cleopatra 1:72
    • Hallo Helmut

      1:100 hat wohl den Nachteil, dass es kleiner ist, aber damit ist auch die Materialstärke geringer. Im 1:100 (1:96?) werden die Teile ja "nur" verdoppelt und lassen sich entsprechend mit einem scharfen Skalpell mit 30Grad-Klinge auch besser schneiden.

      Helmut_Z schrieb:

      Meine Hochachtung, vor denen die in 1:100 bauen
      Und ICH ziehe den Hut vor denen, die Teile nochmals und nochmals bauen, wenn sie och nicht 150% zufrieden sind. Ich gehöre zu denen, die eher mal eine Fünf gerade stehen lassen.

      Nur Mut, das wird schon, da bin ich überzeugt!

      LG
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

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    • Uuh… ja, das sieht fies aus, Helmut!

      Vielleicht kannst Du mal folgendes probieren: schneide (stichle, bohre und feile…, es ist alles erlaubt) zuerst diese Kerbe fein heraus. Erst dann schneidest du den Rest aus, wobei aber eher ein Stich-für-Stich mit der Klinge als ein Ziehen gut wäre (Gefahr des Zerreißens). Mache ich bei Fitzelteilen immer so. Und: versuche beim Sticheln so verzugehen, daß das Teil bis am Schluß in seinem Rahmen von umgebenden Karton bleibt. Das ist auch ein Schutz gegen das Zerreißen (darum sehen LC-Platinen so aus, wie sie eben aussehen).

      Peter hat recht: nicht zufrieden sein und es nochmal und ggf. nochmal zu machen, DAS verdient Respekt!

      Beste Grüße
      Claudia