Papegojan 1624 - Schwedische Pinasse 1:275

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    • Papegojan 1624 - Schwedische Pinasse 1:275

      Die Papegojan soll's werden

      Hallo Modellbauer!
      Meine Zeven Provincien ist abgeschlossen und es wird Zeit, ein neues Projekt zu beginnen.
      Mit gefällt die Form der holländischen Schiffe des 17. Jahrhunderts so gut, dass ich noch etwas bei dem Thema bleiben will. Bondens Baubericht hat mir die Papegojan näher gebracht und die Idee einer kleinen Pinasse, um die Größe der 7P zu verdeutlichen, gefällt mir sehr gut. Die Papegojan ist zwar deutlich älter, als die 7P, hat aber die gleiche tolle geschwungene Form und ist vorallem sehr überschaubar, was den Bauaufwand angeht. Ich hoffe, dass ich mit diesem kleinen Schiff nicht so lange sitzen werde.
      Als Grundlage dient mir der Shipard-Bogen, den ich auf 35% seiner Ausgangsgröße skaliert habe. Tatsächlich verwenden werde ich aber wohl nur das Spantenskelett. Wer also einen "richtigen" Baubericht des Bogens sucht, sollte sich um eine andere Quelle umsehen. Gebaut wird in meiner üblichen Art mit Graupappe, Farbe, Bambusmasten und Drahttakelage zwinker2
      Die Papegojan ist zwar ein schwedisches Schiff, wurde aber laut dem Bogen beiliegender Prosa von den Niederländern gebaut und war zu ihrer Zeit bei der Seeschlacht von Oliwa das kleinste Schiff auf der Seite Schwedens.
      Sie verfügte über 16 "Kanonen". 14 davon sind 3Pfünder und zwei 5Pfünder...süß streichel1
      Spantenskelett

      Nach dem Ausdrucken gab es schonmal das erste "Oh..." von meiner Seite, denn der Kahn ist wirklich sehr (!) klein - aber das wollte ich ja so.
      Größte Breite an Deck etwa 2,5cm...puh. Für die kurze Rumpflänge gibts dann jede Menge Spanten und das ganze wird sehr stabil werden.
      Den Mittelspant habe ich schon ab dem Deck gekürzt, damit ich wieder meinen "Durchguck-Effekt" erzielen kann - dass man also von einer Stückpforte zur anderen Seite durchschauen kann. Ein kleiner Teil des Decks liegt am Heck etwas tiefer, was später eine nicht durchgehende Linie der Kanonen ergeben wird.


    • Plankung I

      Das Unterwasserschiff wurde dann mit etwa 2mm breiten Graupappestreifen beplankt. Diese erste Hülle wird später geschliffen und mit einer Sichtplankenschicht überzogen.




      Deck

      Bevor es mit der Plankung weiter nach oben geht, musste aber erstmal das Deck eingebaut werden.
      Hier kommt wieder meine gängige Variante zum Einsatz. Ich färbe ein Stück schwarzen Karton mit einem groben Pinsel ein und ritze dann mit dem Skalpell die Plankenstöße hinein. Die Nagelung wird wieder mit der Zirkelspitze nachgebildet.


      Das soll's für den Anfang gewesen sein, morgen geht's zur GoMo nach Wien!
      Einen schönen Abend euch allen und bis bald!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig

      Jahaaaa, da bin ich doch sowas von dabei. Die Papegojan ist für mich eines der beiden schönsten historischen Segelschiffe, die ich zur Zeit kenne. Ich kenne die Geschichte zwar nicht, aber sie hat sicherlich ein rühmlicheres Ende genommen und vor allem ein längeres Leben gehabt, wie mein "Liebling", aber das ist eine andere Geschichte.

      Auf jeden Fall staune ich gerne immer wieder, was Du in diesem Massstab Zustand bekommst und freue mich wirklich riesig darauf, dass Du Dich diesem Prachtkerl annimmst.

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Ahoi Ludwig,

      schön dass es mit der Papegojan losgeht. Mir hat der Bau damals sehr viel Spaß gemacht, aber auch einiges abverlangt, da es ja mein erstes Shipyard-Modell war.
      Ich vermute mal, dass dir mein Baubericht nur wenig helfen kann; in dem Maßstab und mit deiner sehr speziellen Bauweise gibt's doch gravierende Unterschiede. Aber schon wenn er nur ein kleines Stück Unterstützung bringt freue ich mich.
      Es wird niemanden überraschen, dass ich mich hier auch in die erste Reihe drängele. happy 2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Oh, ein Kleinpapagei … (heißen die nicht Wellensittich?). Ist irgendwie interessant: es gibt ganz offensichtlich auch unter den Kartonmodellbauer solche, die –wie manche "Plastiker"– von ihrem Bausatz nur ab und zu ein Teil verbauen, ansonsten aber alles anders machen. Dabei: DER Bogen gehört graphisch eindeutig zu Shipyards allerbesten Stücken. Ich bin gespannt auf Deinen "Welli"!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Ludwig,

      wenn ich sehe, wie klein das Modell aus dem Lasercard-Kit wird, muß Dein Papagei winzig sein. Kannst Du mal bitte ein Vergleichskopf mit einem 1Cent Stück oder einem Streichholzkopf machen, damit man als Leser ein Gefühl für die nicht vorhandene Größe -damit ist jetzt auf keinen Fall Deine Modellbaukunst gemeint- erhält.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Christian,

      ich muss dich leider enttäuschen. Bin gerade kurz davor, 5 Monate in die USA zu fliegen (Arbeit) und der Papagei liegt in Linz, da geht also demnächst nichts weiter und ich kann auch keine zusätlichen Fotos zeigen.

      Aber im ersten Beitrag sieht man das Spantengerüst neben einem 1Cent Stück liegen, das gibt vielleicht eine ungefähre Vorstellung.
      In meinem Bericht zur San Salvador sind einige Größenvergleiche. Die Papegojan hat einen etwa 0,5cm längeren Rumpf und ist ähnlich breit, wie die San Salvador.

      Grüße
      Ludwig