Personenwagen der MEG

    • Personenwagen der MEG

      Hallo Freunde der kleinen Eisenbahn...

      Nachdem die kleine Trambahn Dampflok fertig ist, braucht sie etwas Gesellschaft. In einem der Bilder des BB zur Lok erscheint auch einmal kurz ein ganz einfacher Probebau eines passenden Personenwagens. Diesen wollte ich nun fertig konstruieren, damit jeder zur Lok auch das Anhängsel bauen kann.

      Es geht einfach in lockerer Folge los, so wie es meine Zeit zulässt.

      Die Konstruktion des Wagenbodens und Rahmens dürfte für jeden der schon mal einen Wagen von Albrecht gebaut hatte, vertraut sein. Im Hintergrund übrigens das Mock-Up.



      Die Seitenwände habe ich etwas überarbeitet, und hier auch schon mit Fenstern versehen. Rechts im Bild schon der komplettierte Rahmen.



      Und klar, der Wagen bekommt Inneneinrichtung, also hier erstmal die Innenwände:



      Hier noch ein Blick ins Innere, wo noch der Boden und die Sitzbänke und ein Ofen reinkommen.



      Zuletzt noch die überarbeiteten Plattformwände:



      Das war es für heute, denke ich, jetzt muß ich ein paar weitere Teile entwerfen, leider aber morgen wieder in der Arbeit sein.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar,

      es ist beeindruckend mit welcher Geschwindigkeit du deine Modelle machst. Die Ausführung des Wagen ist sehr schön und gibt zusammen mit der Lok einen schönen Zug Ich bin schon gespannt wenn das Gespann auf dem Gleis steht.

      Tschüss

      Wolfgang.
    • Hallo zusammen,

      Es freut mich, dass ihr wieder alle dabei seit!
      Und ihr habt es richtig erfasst, es soll ein kleines Züglein entstehen, ein kurzer GmP. Vielleicht mit einem Päärchen Rollböcken, dann kann man einen Wagen von Albrecht mitnehmen.

      Und zur Geschwindigkeit... Leider geht es mir nicht schnell genug. Es gibt da noch so viele Ideen die im Kopf rum spuken und raus wollen. Einiges ist schon parallel angefangen. Aber das seht ihr ja in der nächsten Zeit.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Es ging heute doch ein wenig weiter. Die Sitzbänke sind gezeichnet, ich hab zur Probe mal gedruckt und etwas gebastelt.
      Hier die Teile der einfachen Sitzbank. Ich habe diese als einfachen Kasten entworfen, im Original stehen die Bänke auf recht dünnen Füßen, darunter ist einfach nichts... Ich denke im geschlossenen Wagen ist die Wirkung dann trotzdem OK.



      Und dort kommen die Bänke dann rein. Ich denke, für jeden der supern will mache ich in den Bogen noch den Extra Boden ohne die Markierungen rein, mit kompletter Holzbohlen Fläche.



      Eine Heizung hatte das Wägelchen auch, einen schönen grossen Kohleofen (oder Allesbrenner). Damit den 1:38 Reisenden nicht im Winter kalt wird, kommt der auch noch rein! Ein interessantes Teil mit einem Trapezförmigen Stand. Dazu noch eine Einzel-Sitzbank am Abteilende.



      Und so sieht es dann eingebaut aus. Es kommen dann natürlich noch die anderen Bänke rein.
      Weitere Einrichtung gibt es nicht, der Wagen war recht spartanisch ausgestattet. Aber zweckmäßig!



      Wenn alles drin ist, kann das Dach drauf kommen.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hi Gunnar,

      das sieht schon mal recht vielversprechend aus.

      Nur das Gelb der Innenwände ist mir ein wenig zu "gelb". Mit Kohleöfen wurden die Wagen bei fast allen Schmalspurbahnen geheizt. Das gabs also recht häufig.
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Hallo Andy,

      Du hast recht, das war mir auch schon aufgefallen, besonders mit geschlossenem Dach ist es zu ocker-farbig.
      Ich hatte das von einem Museumswagen, in dem die Verkleidung tatsächlich so intensiv war.

      Schau mal hier, das hatte ich bereits anders eingefärbt, und auch die Stirnwand noch mit etwas mehr Details (Kassetten) versehen.
      Nur ein echter Screenshot mit dem Handy...



      Vielleicht bastel ich nachher noch ein wenig, aber leider ist die nächste Woche recht knapp, ich muß wieder nach Warschau.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • "Und dort kommen die Bänke dann rein. Ich denke, für jeden der supern will mache ich in den Bogen noch den Extra Boden ohne die Markierungen rein, mit kompletter Holzbohlen Fläche."


      Immer eine sehr gute Idee!

      Hatte der Boden wirklich dieses "Blockhaus" Aussehen?

      Gruß Joachim.
    • Hallo Gunnar,

      SO siehts wesentlich gefälliger aus.

      Aber es ist wirklich nicht so einfach, vor allem wenn man mehrere "Holzsorten" aufeinander abstimmen will. Auch die Idee mit dem alternativen Boden ist sehr schön.
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Hallo Gunnar,

      zunächst bin ich mal wieder voller Bewunderung für Deinen Modellbau. Es ist schön, dass die kleine Lok auch noch etwas zum Ziehen bekommt.

      Ich hatte ja schon an anderer Stelle berichtet, dass ich von einem Herrn Kirchner vor vielen Jahren sein Zeichnungsarchiv übernommen habe. Nun sind zwar in diesem Archiv keine Fotos von der Inneneinrichtung und auch keine Pläne über die Bestuhlung vorhanden. Es gibt aber immerhin einen Hinweis auf den Böden bzw. die Sitzaufteilung.

      Herr Kirchner schrieb 1951 folgendes auf:

      Der Boden der Personenwagen wurde aus 2 bis 2,5 cm starken Brettern erstellt. Die Bretter waren mit einet Nut und einer losen Feder versehen und allseitig gehobelt. Angebracht wurden die Fußbodendielen quer zur Fahrtrichtung fest eingebaut. Lediglich in Triebwagen, wo es notwendig war von oben an Getriebe- oder Motorteile zu gelangen waren Luken eingebaut.

      Soweit sinngemäß der Text des Herrn Kirchner. Solche Böden mit Längs- und Querbretter waren meines Wissens nach vornehmlich in Straßenbahnfahrzeugen und Triebfahrzeugen eingebaut. Von Personenwagen ist eine solche Einbauweise allerdings auch bekannt, so z.B. bei den Weyerwagen oder den Heeresfeldbahnen. Die Holzimmitation würde ich persönlich etwas zurücknehmen. Die Böden waren meist nach relativ kurzer Zeit durch der Schmutz der Schuhe in ein einheitliches Graubraun verdreckt.

      Ich freue mich auf diesen Wagen und werde mit Sicherheit noch 2017 jeweils ein Exemplar von Lok und Wagen auf die Räder stellen.

      Gruß Georg
      Mit freundlichem Gruß
      Georg
    • Hallo Gunnar und Georg,

      das Problem mit der Farbenauswahl ist immer sehr schwierig. Ich selbst stand auch schon mehrmals bei meinem würt. KBi, 740 DB , den ich gerade zeichne, vor dem gleichen Problem mit der Farbauswahl. Soll das Modell als Museumswagen dargestellt werden, so sind die Farben immer strahlend uns sehen so neu aus. Georg hat natürlich recht, wenn es sich um einen abgenutzen und im jahrelangen Betrieb befindlichen Wagen handeln soll, muß das ganze Fahrzeug verblasst und gealtert werden. Mir gefällt der Wagen sehr gut, weil er auch farblich zu den Pirling Modellen paßt. Vielleicht gibt es irgend wann einmal eine gealterte Verson von Gunnar, um den Unterschied zu sehen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Wolfgang
    • Schön, daß die Farbe hier eine Diskussion auslöst. Die hellere Version der Innenwände ist mir gekommen, weil ich auf der Suche nach einem Bild der Inneneinrichtung auf den Wagen 56 der Selfkantbahn gestoßen bin, er wurde 1914 von der Waggonfabrik Rastatt, also quasi "zuhause" gebaut.

      Hier die Seite, auf der man die Inneneinrichtung, die mir zum Vorbild gedient hat, und auch den Bohlen-Fußboden sehen kann.

      Wagen 56 MEG - Selfkantbahn
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar,

      toll, das die Lok nicht alleine bleibt!
      Mir gefällt dein Projekt sehr gut und freue mich schon darauf weitere Fortschritte zu sehen.
      Die Idee mit den Rollböcken finde ich auch interessant, wäre bei Kartonmodellen wohl wirklich ein absolutes Novum.

      Viele Grüße von
      Jürgen
    • Hallo Gunnar,

      der Werdegang einer Modellkonstruktion ist höchst interessant. Wäre ich überhaupt dazu in der Lage, käme ich vor lauter Entscheidungszwängen wahrscheinlich gar nicht weiter. Aber eins weiß ich: Mein Platz im Wagen wäre direkt beim Ofen, besonders im Winter.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Über Ostern wird der Wagen weiter komplettiert... endlich findet man etwas Zeit.

      Zuerst wird oben zugemacht, der Wagen bekommt die Innenseite vom Dach, die unter die seitlichen Laschen geklebt wird. Hier habe ich eine einfache Latten-Imitation gemacht, momentan noch keine Lampen (drei Stück gehören in die Dachmitte) vorgesehen, kommt aber noch im Bogen.



      Weiter geht es mit den Trittstufen für die Bühnen und Teilen wie den Puffern und Radsätzen. Hier habe ich nicht von jedem Schritt Fotos gemacht, ich denke das erübrigt sich auch, hier gibt es eigentlich keine Besonderheiten.
      Außer... Schaut euch den Puffer an. Es ist nicht so, daß mir da die Pappe ausgegangen ist, der Puffer ist oben tatsächlich abgesägt. Das hatte bei den Wagen schon einen besonderen Sinn, denn wenn die Bühnen geöffnet sind, und das Übergangsblech aufliegt, stolpert man dann nicht über den Pufferteller.



      Dann noch die Kuppelhaken erstellen und alles auf die Bohle montieren.



      Ach ja, wenn es euch auffällt, die Bühne ist jetzt auch etwas breiter, da hatte ich mich in der Skizze entweder vermessen oder sie war zu ungenau. Anhand von Fotos vom Wagen der Selfkantbahn muß sie etwa so breit sein wie ich sie jetzt gezeichnet habe.





      Soweit ist es nun, der Wagen steht auf den Rädern, hat Auftritte und Kupplungen. Gleich kommt noch ein wenig...
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Weiter gehts...

      Hier schon mit der Dachoberseite aufmontiert. Inklusive des Schornsteins für den Ofen. Der war im Original wohl offensichtlich auch so windschief, nach den Bildern zu urteilen. Der Schornstein ist ein einfaches Kartonröllchen mit einem konischen Deckelchen.



      Noch ein Blick in den Innenraum.



      Und hier der Wagen fast fertig in der Totalen.



      Ich mache noch ein paar kleine Änderungen und Ergänzungen. Für das fertige Modell kommt der ganze Kasten ca 3,5mm tiefer, die Räder werden also noch geringfügig geändert. Diese bekommen auch noch runde Achslagergehäuse. Die Bühnen bekommen noch Dachstützen aus Draht, dann ist es aber soweit fertig.

      Dann wieder: Bauteile sinnvoll anordnen, Bauanleitung schreiben, und vielleicht gibt es den Wagen schon am kommenden Wochenende für euch.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Du Gunnar,

      weisst Du, welches Detail bei dem Wägelchen so richtig gut rüberkommt...?? kratz1

      Die Fenstergriffe, bei denen Du sogar sauber den Abstand zum Rahmen ausgeschnittenen hast foto1

      Wirkt total gut...

      Ja, manchmal sind es gerade so kleine Details, die richtig was ausmachen.... klasse1
      Ein Königreich für eine Schere! (Spruch eines schusseligen Modellbauers)
    • Neu

      moin Gunnar,

      der Wagen gefällt mir gut.Bekommt er auch Mitfahrer?

      Gruß aus Hamburg

      Norbert
      Der Freie Fall wird eigentlich schon seit Galileo Galilei (1564–1642) physikalisch beherrscht, nur dessen plötzliche Unterbrechung bei Bodenberührung bereitet noch heute Probleme.