HMS Alert auf Reede

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    • HMS Alert auf Reede

      N'Abend Freunde,

      dann wollen wir mal zusehen, daß wir dem britischen Navy-Kutter ein adäquates Zuhause spendieren. Und zwar eines, daß die fehlende Besegelung rechtfertigt.... lala1
      Da die Grundplatte meines Dioramas noch auf sich warten lässt, habe ich mich schon mal ein wenig mit der Bemannung beschäftigt.
      Es werden so zwischen 15 und 20 Piepels an Deck des Kutters herumlungern, davon 4 Seesoldaten als Wachen.

      Ich greife da auf eine Packung britischen Matrosen und Seesoldaten in 1:72 des Herstellers HÄT zurück.



      Da sind natürlich nur einige wenige Standard-Positionen vorhanden.



      Damit sich die nicht in der Crew wiederholen, werde ich in altbewährter Manier ein wenig an den Figuren herumsäbeln.

      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Einige Figurengruppen wurden schon entgratet und einige Einzelfiguren etwas in den Haltungen verändert, bzw. ihrer Werkzeuge entledigt:

      Die Strippenzieher:



      Die Knalltüten:



      Die Rotröcke:



      Und der Scharfschütze ganz rechts feuert auf die?



      Möwen, genau.....die schietern nämlich sonst alles voll...... lach 2
      Die Fußplatten der Figuren werden übrigens noch allesamt entfernt, bleiben aber zwecks besserer Handhabung beim Bemalen bis zum Schluss dranne.

      bis denne
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Ahoi @Klueni , auf deine Figurenumgestalterei bin ich natürlich sehr gespannt, habe ich doch gleiches vor! Ich habe ja auch diesen Figurensatz; einen der Strippenzieher habe ich ja bereits "umerzogen" - siehe hier: Klick! zwinker2

      Was übrigens bei den Männeln nervig ist, ist der Grat vom Gießen, aber das hast du sicher auch schon bemerkt. Zum Glück kann man das relativ weiche Plastik gut mit dem Skalpell schneiden.


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)
    • N'Abend Freunde,

      @Kurt, Fritz, Wolfgang, Andreas, Helmut, Axel, Gerhard, Ingo & Bonden:
      Na denn mal herzlich willkommen, schön daß Ihr mich begleiten wollt! high five1
      Nun stand erstmal die Grundplatte an:
      Birkensperrholz, Größe unten 600 x 300 x 12 mm, die obere Platte rundum 10 mm kleiner, so daß ebenfalls rundum eine 5mm breite Nut entsteht. Dort wird später das Vitrinenglas drauf ruhen.



      Die Verleimung erfolgte mittels Ponal, die erforderliche Beschwerung mittels Fachliteratur. Wobei auch ein sauschweres Flieger-Exemplar zum Einsatz kam.... flieger 1



      Gegen mögliche Ablösung erfolgte eine zusätzliche Verschraubung "van achteren"..... augenbraue1



      Zunächst wird erstmal eine zweifache Lasur, ein kräftiger Schliff mit 320 Sandpapier, und anschließend eine dreifache Lackierung mit Parkett-Lack.
      Hier erfolgte soeben die Zweite, zum Schluß wird die Grundplatte fast völlig blank werden.

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      Vergammelte Werke
    • In den erforderlichen Trockenzeiten habe ich die restliche Crew zusammengeschnitzt.
      Insgesamt 17 Männekes, vom Sponger über den Schützen und Drummer bis zum Dandy. Alle Besatzungsmitglieder sind unterschiedlich, es gibt keine Doubles.
      Und auch die tierische Besatzung wurde entgratet.
      Insgesamt werden also 24 Figuren mein Diorama beleben.
      Die Bemalung fehlt natürlich noch!

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    • N'Abend Freunde,

      nach längerer urlaubsbedingter Abwesenheit möchte ich mich denn doch mal zurückmelden.
      @Fritz:
      Das ist ja auch der Sinn der Sache..... hehe1

      In der Zwischenzeit hat der Glaser meines Vertrauens die erforderliche Vitrine aus 4mm Glas im UV-Klebeverfahren unter Verwendung der oben gezeigten Grundplatte fertiggestellt. Das Dingen ist ein ziemliches Trumm....L=60, B=30, H=55 cm, und entsprechend schwer.

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      Vergammelte Werke
    • Und wozu das Ganze??? kratz1
      Ich wollte versuchen, "Meeresgrund", oder besser gesagt "Ankergrund" in Form einer dünnen, flachen Sandschicht herzustellen.
      Die Zutaten zu diesem Plan:

      - 1 Pfund staubtrockener Sand aus dem Sandkasten meiner Enkelin
      - 1 Düppe UHU-Sprühkleber.

      Und da bekanntlich Vorsicht die Mutter vonne Porzellankiste ist, hab ich das erstmal auf einem Abfall-Holzstück ausprobiert, bevor ich meine schöne Grundplatte einsaute.....



      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Und da das Ganze gut geklappt hatte, ging's gleich frisch ans Gewerke.....
      Zu sehen sind hier 5 Schichten Sand/Kleber. Immer eine Schicht Kleber, eine Schicht Sand, letztlich mit einem Finish aus Marabou-UV-Lack gesichert.
      Durch leichtes Schütteln beim Sandauftragen ist es mir gelungen, eine leichte Wellenstruktur des "Ankergrundes" herzustellen.
      Mit einem groben Pinsel wurden zudem partielle Unregelmäßigkeiten in der "Boden-Struktur" geformt.
      Die Kleber-Sandmasse brauchte jedoch fast 1 Woche Tockenzeit.....
      Der jetzt noch sichtbare, weiße Rand ist eine kräftige, noch frische Naht aus Weißleim zwecks Absicherung der Randzonen.



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      Vergammelte Werke
    • Und zum gefälligen Abschluß hab ich rundum an den Sandrand einen dunkelbraunen, 2mm durchmessenden Morope-Tampen geklebt.
      Die Grundplatte ist somit fertig, Bill freut sich auch schon, und dem ein oder anderen dürfte nun klar werden, in welcher Form ich den Navy-Kutter präsentieren werde.



      Als Nächstes geht's eine Etage höher, zur "Wasseroberfläche".

      bis die Tage
      Tommi
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      Vergammelte Werke
    • Servus Tommi,

      so einen schönen Ankergrund kann man sich nur wünschen! ja 2
      Ich hoffe es geht sich mit dem Platz aus.
      Wie war das doch gleich ... zwei- bis dreifache Wassertiefe = ausgebrachte Trossenenlänge .... denk1
      Die nächste Frage ist, wie lange liegt der Kutter schon vor Anker. Denn je länger er schon da ist um so weniger sieht man von Anker und Trosse im Sand.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"
    • Hi, hi, Wolfgang,

      diese Frage hätte glatt von mir stammen können! Ja, die Sache mit den allzu senkrechten Ankerketten in Dioramen, *seufz*. Oder mit zwei Ankern, die nahe beieinander liegen: die können sich dann besonders gut verdrillen, wenn Tide und Wind sich ändern (kriegt man nicht mehr auseinander, Ankerverlust garantiert).

      Ohne künstlerische Freiheit ist wohl nichts (mehr) zu machen, denn die Situation kurz vor dem Steifholen der Troße beim Aufhieven des Ankers kann nicht dargestellt werden: das Schiff hat keine Segel angeschlagen. Hmm … ob man DAS wirklich gemacht hat? Ohne Segel ist so ein Schiff manövrierunfähig.

      Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, Tommi; ob es wohl auch Unterwasserlandschaften à la Ludwig (Gnost) geben wird?

      Beste Grüße
      Claudia
    • Ahoi Tommi,

      wiwo1961 bringt es auf den Punkt - böse Falle für so eine Vitrinen-Diorama-Idee.

      wiwo1961 schrieb:

      Wie war das doch gleich ... zwei- bis dreifache Wassertiefe = ausgebrachte Trossenenlänge ....
      Und Claudia setzt dann noch einen drauf, und auch da sitze ich daneben und nicke... Aber: Lass dich davon nicht schrecken! Beide haben Recht - aber die Wechselfälle von Wind und Wellen lassen jede Menge Interpretationsmöglichkeiten offen - ich bin mir sicher, dass du zum einen eine interessante Darstellung und zum anderen ein überzeugendes Erklärungsmuster findest, um dein tolles Projekt zu einem "runden" Abschluss zu bringen. zwinker2


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)
    • Moin Freunde,

      @Ingo, Wolfgang, Fritz, Helmut, Kurt, Claudia, Günter, Gerhard & Bonden:
      Herzlichen Dank für Euer ungebrochenes und hochgeschätztes Interesse an meinen Machwerken! high five1

      So denn mal ein wenig Post zum im Bau befindlichen Dio:

      Der Masstab ist 1:72, also schon recht groß. Da ist es natürlich illusorisch zu glauben, daß ich ein auch nur ansatzweise naturgetreues Diorama hinsichtlich der Maße und Abmessungen hinbekommen könnte.
      Der Kutter wird 1 cm Wasser unter dem Kiel haben, im Original entsprechend 72 cm....Ein Commander, der so ankert, würde vors Kriegsbericht gebracht...... Die Wassertiefe wird 6 cm betragen, also entsprechend 4,32 m. Dreifache Wassertiefe = ausbrachte Trosse wären knapp 13 m, in 1:72 demnachrund 18 cm.....plus Anker..... denk1
      Es wird also knapp, obwohl die Größe der Grundplatte 30 x 60 cm beträgt....Noch Größer ging aber nicht, denn mit Glashaube ist das Trumm gut 10 Kilo schwer und damit hart am Rand des noch gut transportierbaren.

      Fazit:
      Ich werde also Längen verkürzt darstellen und damit die von Claudia erwähnte "künstlerische Freiheit" bemühen müssen. Das ist im Dioramenbau aber nichts Besonderes, sondern eher normal.

      Auf Unterwasserwelten à la Ludwig mit Wrackteilen oder Ähnlichem werde ich verzichten, denn das wäre bei dieser geringen Wassertiefe doch der künstlerischen Freiheit etwas zu viel und würde die Sicherheit des Schiffes gefährden. Wie gesagt, dies ist 1:72 , Ludwig baut in 1:275, da kann man bei 6 cm Dioramen-Tiefe doch etwas mehr darstellen.

      In Kürze geht's weiter!

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • N'Abend Freunde,

      Sommer-, Garten- und sonstige jahreszeitbedingte, anderweitige und kartonbaufremde Tätigkeiten lassen mir derzeit wenig Zeit, mich um Modellbau zu kümmern. (Bei warmem Wetter sitze ich allerdings auch viel lieber draußen auf der Terrasse mit einem Gläschen Tinto....)

      Also gibt's, da momentan der Sommer eine Pause macht, heute einen kleinen Baufortschritt.....dass heißt.....so klein ist er nun auch wieder nicht.... grins 1 flagge1

      Zur Sache:
      Unser Freund PowerTom hat mir vor Jahr und Tag mal zwei Exemplare der Verglasung von Duschkabinen besorgt. Und zwar weil die Scheiben so eine schöne, kräuselige, kleinwellige Oberfläche haben, die einen Wasserspiegel wunderbar imitiert.
      Das Material ist Kunststoff. Zwar recht biegsam und zäh, aber zu viel aufgewendete Kraft, und sie splittert.
      Mit einer guten Stichsäge, einem feinen Sägeblatt und auf geringster Geschwindigkeit lässt sich die Scheibe recht gut sägen.
      Das Zeug ist wie geschaffen für meinen Dioramenbau.
      Allerdings lässt sich darauf nichts anzeichnen.... denk1

      Ich fertigte also zunächst eine Kartonschablone an und befestigte sie mit wieder abziehbaren Klebepads auf der Scheibe.

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    • Die Größe der Platte beträgt in diesem Falle 28,5 X 58,5 cm.
      Damit ragt die Platte ganz leicht über die Eckpfeiler hinaus.
      Mit einer Stichsäge ist es (zumindest mir) nicht möglich, eine Platte dieser Größe schnurgerade und rechtwinklig zuzuschneiden.
      Das ginge nur mit einer Kreissäge, und die hat für das dünne Material zu viel Kraft und ist zu grob, das Zeug splittert sofort....
      Also sägte ich eine leichte Wellenlinie als Kante, dann sieht's nämlich aus wie gewollt...... grins 1

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    • Hallo Thomas,

      um diese Platten bin ich auch immer herumgeschlichen, sie waren für meine Miniboote aber immer zu groß. Für deine Alert das perfekte Material.
      Das Problem mit der durchhängenden Wasseroberfläche ist schon blöd. Speziell bei der Temeraire hatte ich das gleiche Problem. Bei den anderen Dioramen konnte ich größere Wellen in die Oberfläche machen, die zusätzlich Stabilität bringen...

      Du könntest zusätzlich zu den "Eckpfeilern" noch die komplette Längsseite unterwasser mit transparentem Plexiglas verkleben, das gäbe zumindest an den Rändern etwas mehr Stabilität.

      Das Problem wird eher kommen, wenn dann zusätzlich noch das Gewicht des Schiffes dazu kommt. Wenn du die Seiten mit nicht komplett transparenten Platten verklebst, könntest du das Schiff selbst auch auf transparente Stützen stellen und damit das Gewicht vom Wasser nehmen - durch die leicht verschwommenen Seitenteile, sieht man die Stützen dann auf den ersten Blick auch nicht.

      Sonst bliebe noch die Variante, transparente Stützen einzubauen und mit Unterwassergewächs zu cachieren.

      Du kriegst das schon hin!
      Grüße
      Ludwig
    • Moin Freunde,

      @Fritz:
      Der Ruhestand rückt näher, aber ein paar Jährchen sind es eben doch noch!

      @Ludwig:
      Dieser Durchhänge-Problematik werde ich aller Voraussicht nach mit 0,5mm-Federstahl, an passenden Stellen platziert, begegnen.
      Die male ich dann passend an, so daß sie nicht auffallen.

      Und weiter im Diorama:
      Zunächst musste die genaue Kontur der Wasserlinie des Kutters festgelegt werden. Das war "am lebenden Modell" alles andere als einfach und recht zeitaufwendig.



      Letztlich wurde das Puzzle gespiegelt, so daß sich der Wasserlinienumriss abzeichnete und aus festem Bastelkarton ausgeschnitten werden konnte.

      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Also habe ich die zu breiten Umriss-Spalten bei in die Holzschablone eingesetztem Modell mit dünnem Papier angepasst.
      Dieser nun entstandene, korrigierte Umrisswurde wiederum auf Bastelkarton übertragen.
      Der zukünftige Plattenausschnitt wurde auf der "Wasseroberfläche" mit wieder ablösbaren Pads in der zukünftigen Modellposition fixiert.



      Und dann habe ich mittels meiner guten Bosch-Stichsäge, feinstes Blatt, geringste Geschwindigkeit, und so voooorsichtig wie möglich den Ausschnitt entlang der Karton-Schablone ausgesägt.
      Das ergab gewisse Hitze-Probleme, denn das Plastik schmolz und klebte anschließend den Ausschnitt wieder fest. Auch war durch das sehr vorsichtige Arbeiten am sehr empfindliuchen Material das Folgen der Linienführung nicht ganz einfach.

      Letztlich aber war es geschafft, und zwar ohne daß die nun mit einem großen Loch versehene und daher noch empfindlichere, weil instabile Plastikplatte irgendwo gesprungen wäre. frech 2

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      Vergammelte Werke
    • Das Ganze sieht lässt bei eingesetztem Modell nun so langsam erahnen, wo die Reise hingehen soll.
      Zwar sind am Plattenausschnitt noch einige kleine Anpassungen vorzunehmen, aber im Großen und Ganzen nimmt die Geschichte langsam Formen an.



      Der kleine Holzblock verhindert übrigens provisorisch das Durchhängen der Platte, das wird noch anders gelöst.

      bis die Tage

      Tommi
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