Ju 88 C-6 mit abnehmbaren Elementen

    • Ju 88 C-6 mit abnehmbaren Elementen

      Hallo zusammen,

      auf dem Rhein-Main Stammtisch konnte ich Martins Spitfire-Cockpit bewundern - typisch Halinski, jede Menge Klein & Kleinsteile.
      Aber dann kommt der Deckel = Cockpit drauf, und die Detaillierung kann durch die Kanzel nur noch geahnt werden.
      denk1
      Ich habe nach einer Me 109 in 1:50 von WHV als "Jugenderinnerung" um 2010 noch die Ju 88 gebaut. Die war schon etwas komplexer. Das waren meine ersten Kartonmodelle nach über vierzig Jahren. Ab 2011 kamen nur noch Schiffe.
      Während des Baus der Ju wuchs bei mir die Renitenz, Teile abnehmbar zu gestalten. Von wegen erst mikroskopische Teilchen bauen, und dann möglichst effizient verschwinden lassen... Nö, so nich!
      Vielleicht kann der ein oder andere, der sich über verschwindende Baugruppen an Flugzeugmodellen ärgert, etwas davon ableiten:



      Im linken Bild der ganze Vogel. Höhen & Seitenruder sind beweglich. Die rechte Aufnahme zeigt dem aufmerksamen Beobachter, dass die Kanzel nicht sauber schließt - ist auch nicht festgeklebt, sondern nur aufgesteckt...




      Im linken Bild seht ihr den sicherlich nicht originalgetreuen Haken, mit dem ich das Antennenkabel einfach in einer Öse am Mast befestigte. Damit die Kanzel nicht dem Zug des Zwirns folgt, habe ich sie mit (Holz)haken versehen - die kleinen schwarzen Keile.



      Und so sieht es bei Ju`s "Oben Ohne" aus, ich glaube, dass etwa 400 Teile im Cockpit verbaut sind. Als Detailfetischist habe ich noch ein paar "Karten" in der Kartentasche versorgt...




      So wird das Instrumentenbrett wahrgenommen, und im rechten Foto ist die in der Nase durch das Panzerschott laufende Bewaffnung zu sehen - die Nase war übrigens vom Bogen her abnehmbar gestaltet. Ich kann leider nicht mehr erinnern, ob "so", oder, was sinnvoller scheint, das Schott in der Nase sitzen sollte, dann könnte wirklich bis ins Detail das Cockpit einschließlich Waffenstationen betrachtet werden. Da habe ich vielleicht gepennt.




      Links ersichtlich, da die Originalität schon durch den "Antennenhaken" fraglich wurde, habe ich auch gleich den Flammschild über den Auspuffrohren abgeklappt dargestellt - ob es der Realität entspricht, weiß ich nicht, aber ich habe es auch mit schnöden Auspuffrohren nicht fertig gebracht, über zwanzig kleine Tüten zu knöseln, und dann KOMPLETT(!) abzudecken - siehe Nachbargondel.
      Mit dem rechten und letzten Bild des Fahrwerkschachtes - der zeigt wenigstens freiwillig, was er hat - und der abgeklappten Einstiegsluke verabschiede ich mich wieder.

      Grüße aus dem Westerwald von Robert
    • Hallo Robert

      ich finde deine Arbeit einfach Spitze. klasse1 Bei dem zweiten Bild das du eingestellt hast erscheint es so als würden die Motoren laufen. Hast du in den Motorgondeln kleine E-Motoren eingebaut ?, oder hast du da einen Trick diesen Efeckt zu erzielen.

      Rainer
    • Moin Robert,

      tolle Arbeit, die Du da abgeliefert hast beifall 1 . Für mich als absoluten Laien des Flugzeugbaus ist es ein schöner Einblick in das Innenleben eines Flugzeuges. Beeindruckt hat mich vor allem die Detailgenauigkeit des Modells.

      Grüße
      Jürgen
      Lächeln ist die eleganteste Art, seinen Gegnern die Zähne zu zeigen - Werner Finck -


    • Hallo knuddel1 zusammen!
      - und keiner meckert, das "dadatda" nu nich mehr original ist...

      Danke!

      Ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht einmal, ob die Kanzel oder Teile davon bei der Ju 88 überhaupt zum Öffnen ausgelegt wurde, oder ob die Buben - immerhin vier - schwitz1 alle durch die untere Klappe einsteigen mussten?...

      Rainer,
      nix mit E-Motoren: - Oh Du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt..."
      Ich nutzte das milde Abendlicht zum Fotografieren im Garten, und da hat es mal wieder teilweise heftig geblasen.
      Hat mich sogar erst geärgert!

      Curmudgeon,
      ich mag keine Blindleistungen, also bau ich nix - oder nur wenig - was nicht gesehen werden kann, insbesondere so ein komplexes Teil wie die Inneneinrichtung(oder zich Auspufftüten, die dann komplett verdeckt werden sollen frech 5 ).

      Chris, Danke!

      Hans-Jürgen,
      der ist immer noch im lieferbar, von Halinski(PL), aber mit "selbsterklärender" Bauanleitung, Maßstab 1:32

      Jürgen,
      die Detailfülle hat mich nach fast einem Jahr Bauzeit auch beeindruckt... Tatsächlich kann bis in die Querruderpedalerie geblickt werden, und auf die genau nachgebildeten Verschlussgruppen der Bordwaffen, aber habe ich das leider nicht auf den Film bekommen.

      Viele Grüße aus dem Westerwald,

      Robert
    • Hallo Robert,

      toll, dass Du uns jetzt die Bilder zeigst. Das sieht ja super aus, extrem genau ähnlich wie Deine Schiffsmodelle.
      Mir war in Dietzenbach gar nicht klar, dass diese Version der Ju-88 die "Scheinverglasung" am Rumpfbug aufgemalt hatte, obwohl ich davon schon gelesen habe.
      Wenn Du hin und wieder weitere Ausflüge zur Fliegerei machst, habe ich bestimmt nichts dagegen... grins 3

      Viele Grüße, Martin
      Selig, die über sich selber lachen können, denn sie werden ein sehr heiteres Leben führen! frech 1
      Meine Machwerke

      Im Bau: Spitfire FR.MK.IX, Halinski. Aktuell das detailfetischistische Cockpit. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...
    • Hallo Robert,

      ein schön gebautes Modell der Junkers Ju-88 C-6 aus deiner Werkstatt, echt klasse. Die komplette Besatzung musste in das Flugzeug in der Tat durch die im "Bauch" herunter ausklappbare Leiter hinaufsteigen, bzw. nach der Landung wieder verlasen. Würdest du noch bitte mitteilen, wie lange du für den Bau dieses Vögelchen nötig hattest...?
      Grüße

      Alfred
    • Hallo Robert,
      ein sehr schönes Modell, Ich glaube unsere Flugzeugfraktion ist betrübt, daß Du ganz auf die Seite der Schiffbauer gewechselt bist.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Morgen zusammen,

      Martin,
      in der normalen Version der Ju 88 saß, glaube ich, der Bombenschütze mit einem weiterem Bombenzielgerät für Horizontalabwurf in der "echt" verglasten Nase. Bei meiner Version wurde der Platz vom "Waffenpaket" der voraus feuernden MG`s besetzt, und auch das nach hinten unten, für den zweiten Abwehrschützen, in der Bodenwanne befestigte MG 81 Z war eine Attrappe - da die Bodenwanne noch von zwei voraus feuernden Maschinenwaffen belegt war, wie auch am Modell dargestellt. Daher saßen in dieser C-6 Version nur drei? oder zwei? Soldaten, keine vier. So genau kann ich die Belegung leider nicht mehr erinnern.

      Alfred,
      vier Mann, die sich wenn es mal brenzlig wurde, dann aus einer angeschossenen Maschine der Reihe nach durch das kleine Luk retten sollten - na... Danke...
      Die Frage nach der Bauzeit versuche ich mal in Stunden zu beantworten. 2010-11 war ich schon als Pendler unterwegs, konnte also an den vier Abenden so zwischen sechs bis acht Stunden basteln. Also rund dreißig+ im Monat. Ich schätze, das in dem Jahr Bauzeit über dreihundert Stunden in dem Modell verschwunden sind. Allerdings baue ich sehr langsam. Ich habe es, wie meine folgenden Schiffe, unter der Woche quasi in Baugruppen weitgehend vorgefertigt, und an den extrem kurzen Wochenenden nur diese zusammengefügt.

      Kurt,
      die wachsende Ignoranz den Fliegern gegenüber hat mich nach den ersten Karton-Schiffen selber überrascht, habe ich doch als Kind bis zum Jugendlichen hauptsächlich Flugzeugmodelle gebaut, bis hin zu mehreren RC-Fliegern von Graupner & Robbe(?). Na, vielleicht kommt "es" ja irgendwann wieder, im Gegensatz zur Politik gibt es in diesem Forum ja keinen Fraktionszwang.. happy1

      Gruß Robert