Kleiner Kreuzer SMS Wiesbaden 1:250 Mannheimer Modellbaubogen

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    • Ein bisschen Technik zum Schiff:
      Quelle: Achim Leuz, Hermann Foettinger Archiv:
      "Da die Reichsmarine schon sehr früh an der Erfindung Hermann Föttingers,
      nämlich an dem nach ihm benannten „Föttinger-Transformator“, interessiert war,
      sollte dieses Schiff als erstes Kriegsschiff mit diesem innovativen Antriebssystem
      ausgestattet werden. Es wurden 2 Turbinen-/Transformatorsätzen mit den Baunum-
      mern A21 und A22 von je 16.680 PS installiert.
      Nach dem Werftdampfer „Föttunger-Transformator“, dem Sauggas-Motorschiff
      „Holzapfel I“ und dem Seebäderdampfer „Königin Luise" war die „
      Wiesbaden“ das vierte Schiff, das mit Föttinger-Transformatoren ausgerüstet war.....Während der
      Schiffskörper auf der Werft in Stettin gefertigt wurde, entstand die Antriebseinheit auf der Hamburger
      Werft."

      Zum Modell:
      Nach den Abdeckleisten sind im Bauplan die Deckshäuser auf dem Hauptdeck auf dem Programm.
      Und diesem Plan folge ich... (Bilder 1 bis 6)
      Decken, Böden und Spanten waren zu verdoppeln, die Fenster und Bullaugen wollten ausgeschnitten und verglast werden, die Türen wurden verdoppelt und ein paar Rettungsringe aus dem LC Satz waren aufzubringen.
      Zuerst versuchte ich die Wände um die Bodenplatte zu wickeln, aber am Ende zeigten sich an den Decken kleine Lücken.
      So entschloss ich mich die restlichen Deckshäuser von der Decke her abzuwickeln... und das klappte komischerweise wesentlich besser.





      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Noch ein bisschen Technik:
      Quelle: Achim Leuz, Hermann Foettinger Archiv:
      "Die ausserordentlich gute Manövriereigenschaften und Fahrergebnisse der
      Probe- und Versuchsfahrten hatten die Reichsmarine veranlasst weitere Kriegs-
      schiffe mit Föttinger-Transformatoren in Auftrag zu geben.
      Ersatz Hohenzollern
      Wiesbaden
      V 46
      V83/84
      3 große Kreuzer
      Die Probefahrten verliefen völlig problemlos und bestätigten die hervorragenden Manövriereigenschaften und die
      Wirtschaftlichkeit des Antriebs mitFöttinger-Transformatoren.
      Bemerkenswert sind beispielsweise die Stoppzeiten. So benötigte die Wiesbaden bei einer Fahrt von 12 kts (20 kt) 72 (101) Sekunden bis zum völligen Stillstand und legte dabei einen Weg von 270 (520) m zurück.
      Auch die Steuer- und Drehfähigkeit der „Wiesbaden“ war wohl bemerkenswert,"

      Das fünfteilige Aufbaudeck, ebenfalls verdoppelt, ausgeschnitten (Bild 1) und an Bord befestigt (Bilder 2 bis 4). Hier musste ich allerdings für meine Schlamperei bei den vorderen Deckshäusern Tribut zollen und einige Anpassungen vornehmen, welche aber bei menschlicher Betrachtung durchaus akzeptabel erscheinen. Das Fotoauge sieht da schon mehr...




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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Wolfgang und Fritz!

      Ja, der Boandlkramer hat sein letztes Kartenspiel mit mir verloren, und musste ohne mich abziehen...
      Wer weiß, wasnn der wiedrekommt...

      Nein, daran liegt es nicht, dass ich so ein Tempo drauf habe. Allerdings sind freie Tage schon ein deutlicher Unterschied zu den normalen, bisherigen Arbeitstagen... Und da ich ja fleißig Ergo- und Physiotherapie machen muss..... rollen1

      Den heutigen Abschluß bildeten die Decksränder...(Bild 1)
      In der Bauanleitung steht auch schön, dass man diese Streifen mit der Rückseite als Sichtfläche ankleben sollte... nun ja, lesen und das Gelesene in dieTat umsetzen... das sind für mich noch manchmal zwei paar Stiefel. brüll1
      Erst beim Betrachten der Fotos fiel mir auf, dass ich es genau umgekehrt gemacht hatte.... so blieb nichts anderes übrig, als diese Leisten mit Revell 374 SM nachzustreichen...
      (Bilder 2 bis 4). Das ist ganz gut gelungen.

      Bild 5 zeigt den kleinen Kreuzer zusammen mit dem großen Kreuzer Von der Tann. In der Länge fehlt da nicht viel... aber in der Breite und natürlich im Kaliber.





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      Gerhards Staubfänger
    • Heute wurden die sogenannten Beibootbarrings bearbeitet (Bild !)
      Hier wird zum ersten Mal der LC Satz der Wiesbaden in Anspruch genommen.
      Der erste an der Steuerbordseite passt auf den Millimeter (Bild 2)
      Der erste Sparring auf der Backbordseite.... ist zu kurz... (Bild 3)
      Also erst mal verlängern (Bilder 4 und 5)
      Auch die Gleitbahn muss verlängert werden.. (Bild 6)
      Alle, bis auf den letzten Backbordbarring müssen etwas verlängert werden.
      Hier alle Teile ohne die Gleitbahnen (Bild 7)
      Und hier die komplette Back - und Steuerbordseite (Bilder 8 und 9)

      Ich möchte nicht behaupten, dass hier ein Fehler beim LC Satz vorliegt, aber wenn ich unsauber gearbeitet hätte, müssten die Backbordbarrings zu kurz, aber auch die Steuerbordbarrings zu lang gewesen sein, was ja nicht der Fall war.
      Aber dennoch... Klippe umschifft, Mund abputzen und weiter.
      kaffee1









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      Gerhards Staubfänger
    • Die Bogenteile, Kurt, passen zu den LC Teilen. Da aber diese an Backbord zu kurz sind, sind die Bogenteile nach erfolgter Verlängerung der Basis-LC Teile ebenfalls zu kurz (siehe Bild 6). Diese kann man allerdings schon beim Ausschneiden verlängern, da die Rückseite grau bedruckt ist und das Grau der Rückseite nicht direkt mit dem auf der Vorderseite gedruckten Streifen abschließt. Da die Rückseite ja die Sichtseite wird, sieht der Betrachter da keine Stückelei.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Hallo Gerhard
      erstmal möchte ich mich entschuldigen wegen der Verwechslung "Handläufe-Abdeckleisten" , da hatte ich dich falsch verstanden sorry1 ,
      aber nun zu den Beibootbarrings: Ich habe mal die LC Teile kontrolliert mit den gedruckten Teilen ( siehe Bild ) und dann habe ich mal meine halbfertigen Probebauten aus der Versenkung geholt und mir die Sache genau angeschaut. Ich habe 93 und 102 für die Fotos genommen.
      Ich kann mir nur vorstellen dass hier die Backbordseite mit der Steuerbordseite verwechselt wurde, den gerade am Anfang sind die stark unterschiedlich.
      Ansonsten legst du ja ein beachtliches Bautempo vor und mir gefällt auch die Wiesbaden .... weiter so freu1
      Anmerkung: Solltest du Fragen haben, so scheue dich nicht mich zu kontaktieren, denn als kleiner Verlag suchen wir die Nähe zu unseren Kunden.
      Gruß SMSBaden
      aus Mannheim


    • Servus SMS Baden,

      für die Bezeichnung "Abdeckleiste" brauchst Du Dich nicht zu entschuldigen. Da binn ich ganz bei Dir. Bezeichnungen sind nicht so wichtig... die richtigen Teile müssen nur erkannt werden...
      Was die Beibootbarrings angeht, hab ich ja schon geschrieben, dass ich hier niemanden einen Vorwurf machen will, das kann durchaus mein Fehler gewesen sein. Aber eines ist sicher, ich habe die Seiten nicht verwechselt. Die Teile 93 bis 100 waren für Backbord und die Teile 101 bis 108 für Steuerbord vorgesehen, so wurde es auch in der Bauanleitung gezeichnet.
      Aber es war ja nichts irreparabel. Daher nimm meine Einwände nur zur Kenntnis. Erst wenn sich weitere Kollegen mit dem gleichen Problem melden, solltet ihr noch mal genauer hinschauen. high five1
      Und Danke für das positive Feedback! Mir macht der Bau unheimlich Spass - und daher gibt es für mich momentan auch nicht viel anderes von Interesse... haue 1 Autsch... ja Schatz.. Natürlich... Du bist auch noch da!
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Moin Gerhard,
      wie Du wahrscheinlich wissen wirst, baue ich die Wiesbaden zur Zeit ebenfalls. Einen Bericht findet man im Nachbarforum. Bei mir traten die Abweichungen übrigens nicht auf. Man muss aber höllisch aufpassen, das richtige Teil an die richtige Stelle zu bekommen. Massenfertigung geht hier nicht, da alle doch unterschiedlich sind.
      Viel Spaß weiterhin
      Jochen
    • Servus Gerhard,

      der Größenvergleich mit Von der Tann und Emden I ist sehr aufschlußreich!
      Nichts zeigt den Tonnagezuwachs besser.
      Wenn ich dran denke, daß SMS Prinz Eugen (Schlachtschiff der Tegetthoffklasse) in der KWL 160m - und der gleichnamige schwere Kreuzer der DKM knapp 200m hatte...

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"
    • Servus Wolfgang,

      ja die Gigantomanie der Schiffe im Laufe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war schon erstaunlich. Und alles wegen immer größerer Geschützkaliber.


      Ein bisschen Geschichte zum Schiff:
      Die Wiesbaden wurde der kaiserlichen Marine am 23.8.1915 übergeben und in Dienst gestellt.
      Der Kommandant, Kpt. z. See Fritz Reiß übernahm das Schiff am 1.9.1915 und führte es bis zu seinem Untergang, in den frühen Morgenstunden des 1.Juni 1916.
      Nach Indienststellung führte der Kreuzer in der Ostsee einen 3-monatigen Ausbildungsabschnitt durch. Hauptstützpunkt zu dieser Zeit war Kiel. In dieser Zeit wurde die Mannschaft mit dem Schiff und allen sogenannten Stammrollen vertraut gemacht.
      Nach Abschluss dieses Drills, wurde das neue Schiff der 2. Aufklärungsgruppe zugeteilt, die aus den neuesten kleinen Kreuzern bestand: SMS Regensburg, SMS Pillau, SMS Frankfurt (Flaggschiff), SMS Rostock, SMS Straßburg und SMS Stralsund und eben SMS Wiesbaden.
      Diese Schiffe führten auch am 16. Dezember einen Vorstoß nach Norden in den Skagerrak und danach in den Kattegat durch und kontrollierten hierbei zahlreiche Dampfer und Segelschiffe auf Konterbande. Zu einer Gefechtsberührung mit den Engländern kam es dabei nicht.

      Zum Modell:
      Der gestrige Tag war ein sogenannter Fizzeltag... Die Munitionstransportschienen + Weichen und Antriebswinden wollten angebracht werden (Biild 1)
      Durchaus eine anspruchsvolle Kleinteile... beinahe hätte ich Orgie gesagt... verlegen2
      Das Ergebnis nach vielen nicht zu veröffentlichenden Aussagen meinerseits zeigen die Bilder 2 bis 5.





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      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:


      "...Bild 5 zeigt den kleinen Kreuzer zusammen mit dem großen Kreuzer Von der Tann. In der Länge fehlt da nicht viel... aber in der Breite und natürlich im Kaliber..."
      Hallo Gerhard,

      der Größenvergleich ist interessant. Es wundert mich, dass der kleine Kreuzer fast die Länge wie die v. d. Tann hat. Aber da sind ja andere erhebliche Unterschiede der Original-Schiffe vorhanden.

      Die anderen eingestellten Bilder sind sehr aussagekräftig.

      Alles Gute weiterhin,

      Gruß Wolfgang.
    • Gerhard schrieb:

      Ja, der Boandlkramer hat sein letztes Kartenspiel mit mir verloren, und musste ohne mich abziehen...
      Tjaja, ich habe sicherheitshalber auch immer eine Flasche Kirschgeist und eine Schafkopfspiel mit präpariertem Grasober im Spind..... happy1
      Kaum ist man mal 3 Wochen auf See, schon rappelts hier im Karton bzw. mit dem Kartonmodell der "Wiesbaden": Interessanter Baubericht, da ist der Nibelung mit an Bord!

      Servus
      hvt
    • Herzlichen Dank, Fritz und Kurt!
      Hallo Wolfgang, ja, es ist schon erstaunlich, wie die Tonnagen immer höherwurden - und das mit rasanter Schnelligkeit.
      Servus Hagen! Hereinspaziert... wo's rappelt, da lasst Euch nieder!

      Zur Geschichte des Schiffs:
      nach diesem "Ausflug" ins Skagerrak und Kattegat im Dezember 15bestand der Dienst die nächsten vollen 4 Monate in der Regel ausVorpostendienst und Exerzieren.
      Am 18. April 1916 wurde Johann Kinau auf die Wiesbaden versetzt. Kinau warzu dieser Zeit bereits ein bekannter Schriftsteller in Norddeutschland. SeinRoman "Seefahrt ist not" erschien 1913. Zu Kriegsbeginn, August 1614meldete er sich freiwillig, wurde aber nicht zur Marine eingezogen, sonderndiente als Infanterist im Reserve-Infanterie-Regiment 207, mit dem er zwischen1914 und Ende 1915 sowohl an der Ostfront, als auch an der Westfront eingesetztwurde. Nach verschiedenen Gesuchen, unter anderem auch an Prinz Heinrichgerichtet, wurde er in die kaiserliche Marine versetzt.
      Fortsetzung folgt...


      Zum Modell:
      heute ging es nicht so flott voran... lediglich der Wellenbrecher wurdefertiggestellt.
      bestehend aus Unterteil (Bild 1), darauf gesetztem Oberteil (Bild 2) und denzahlreichen Streben im Miniformat (aus dem LC Satz)
      Bilder (3 und 4)


      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Hallo Gerhard,

      schön zu sehen, dass es aktuell parallel gleich zwei Bauberichte zur Wiesbaden gibt. Bin natürlich auch dabei, ebenso wie bei Jochen. Denn bei mir steht das Modell (dann wohl als Frankfurt) in der Prioliste auch ganz weit oben. Klasse finde ich auch den Austausch mit dem Verlag selbst - so soll es sein. Ich selbst muß mich nach dem Azorenaufenthalt erst mal wieder sammeln bis es mit dem Basteln weitergehen kann.

      Weiter viel Spaß.

      Günter
    • Servus Günter,

      Hoffe es geht Dir soweit gut. Der Urlaub war wohl anstrengend?
      Es freut mich immer sehr, wenn Du bei mir reinschaust! freu 2

      als nächster Schritt waren Brückenhaus, Beobachtungsstand und Entfernungsmesser an der Reihe.
      eigentlich kein großes Problem... für mich allerdings schon...war wohl nicht auf dem richtigen Dampfer... na ja.





      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:


      "...als nächster Schritt waren Brückenhaus, Beobachtungsstand und Entfernungsmesser an der Reihe.
      eigentlich kein großes Problem... für mich allerdings schon...war wohl nicht auf dem richtigen Dampfer... na ja..."
      Hallo Gerhard,

      wieso??? Das sieht doch perfekt aus! Was mir an der Wiesbaden gut gefällt, ist die schlanke, dynamische Form. Sauber gebaut.

      Weiterhin alles Gute,

      Gruß Wolfgang.
    • Erst mal herzlichen Dank an Fritz, Frank, Dieter und Wolfgang!

      @ Wolfgang: na ja... es gab da schon einige Probleme mit dem Panzerstand, speziell dem Deckel des selben... aber das war nur meinem Dickkopf zuzuschreiben und nicht der Bauanleitung...

      Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag verbrachte ich mit den ersten Teilen der Brückenkonstruktion.
      Zuerst das Brückendeck plus Verstrebungen an der Unterseite und dem Brückenaufbau (Bilder 1 bis 4)

      Bei den Verstrebungen habe ich mich bewußt ein wenig neben der vorgezeichneten Linie gehalten, da die Unterseite nicht 100% zur Oberseite des Decks gepasst hat. Ein Teil des unteren Brückenhauses hat direkt Kontakt zu diesem Brückendeck (siehe Bild 2 - das vorgezeichnete Viereck).



      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Danach der restliche Brückenaufbau (Bilder 1 bis 6)
      Oberes Brückendeck mit Verstrebungen und halboffener Steuerstand.
      Hier wurden die großen Fenster ausgestichelt und die Vorderseite mit Transparentfolie hinterklebt. Danach wurde die Rückseite mit der Vorderseite verheiratet.
      Bild 7 zeigt, dass ich das obere Brückenhaus und die Front des Steuerstandes sogleich mit dem oberen Brückendeck verheiratet habe.
      Erst wenn ich die anderen Teile wie Kompass, Steuerrad und Fahrtrichtungsanzeiger (Bild 8) gebaut und angebracht habe, werde ich dieses obere Teil mit dem Unteren verbinden.
      Aber bis dahin wird es noch ein Weilchen dauern... Heute und Morgen war/bin ich Gast in der Münchener Augenklinik...







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      Gerhards Staubfänger
    • Erst einmal vielen Dank für die guten Wünsche, Ingo, Frank, Kurt und Wolfgang!

      Ja, der Termin in der Augenklinik war bitter notwendig und muss nun monatlich je einmal wiederrholt werden. Dort bekomme ich wieder eine Spritze ins rechte Auge , um dort die Flüssigkeit zwischen Netzhaut und dem Glaskörper zu entfernen... ansonsten würde es bald nur noch Modelle in 1:0,5 von mir geben... happy1

      Zurück zur Geschichte des Schiffes:

      Am 25.04.1916 war es dann soweit... die erste Feindberührung für das Schiff und seine junge Besatzung. An diesem Tag unternahmen die 1. und 2. Aufklärungsgruppe einen Vorstoß an die englische Küste um militärische Ziele in Great Yarmouth und Lowestoft zu beschießen. Dieser Raid hatte zwei Ziele: Erstens, die britische Hochseeflotte, oder zumindest Teile davon aus ihren Häfen zu locken und womöglich zu einem Gefecht zu zwingen und zweitens, den zu dieser Zeit seinem Höhepunkt zusteuernden Aufstand in Irland moralisch zu unterstützen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch wieder einige Minen gelegt. Der amtliche Marinebericht dazu lautete wie folgt:
      Quelle: Stahlgewitter.de
      "Berlin, 26. April.
      Am 25. April mit Hellwerden haben Teile unserer Hochseestreitkräfte die Befestigungswerke und militärisch wichtigen Anlagen von Great Yarmouth und Lowestoft mit gutem Erfolg beschossen. Danach haben sie eine Gruppe feindlicher kleiner Kreuzer und Torpedobootszerstörer unter Feuer genommen. Auf einem der Kreuzer wurde ein schwerer Brand beobachtet, ein Torpedobootszerstörer und zwei feindliche Vorpostenschiffe wurden versenkt. Eins der letzteren war der englische Fischdampfer "King Stephen", der, wie erinnerlich, sich seinerzeit weigerte, die Besatzung des in Seenot befindlichen deutschen Luftschiffes "L 19" zu retten. Die Besatzung des Fischdampfers wurde gefangengenommen. Die übrigen feindlichen Seestreitkräfte zogen sich zurück, auf unserer Seite keine Verluste. Alle Schiffe sind unbeschädigt zurückgekehrt."

      Die Engländer sahen das allerdings etwas differenzierter. Die Beschießung von Yarmouth traf in erster Linie zivile Ziele mit fast ausschließlich zivilen Opfern. Vor Yarmouth war die Sicht so schlecht, dass die großen Kreuzer nur je eine Salve abgaben, die kleinen Kreuzer dabei Sicherungsaufgaben wahrnahmen. Diese stießen auf einen Teil der sogenannten Harwich Force unter Commodore Reginald Tyrwhitt, auf dessen Schiffe die deutschen kleinen Kreuzer sofort das Feuer eröffneten. Auch die großen Kreuzer verließen sofort nach Meldung des Verbandes die Beschießungspositionen und konnten in das Gefecht eingreifen. Hierbei erlitt der britische Kreuzer Conquest heftige Beschädigungen, ebenso der Zerstörer Laertes. Ein weiterer kleiner Kreuzer der Briten wurde leicht beschädigt. Die Harwich Group drehte sofort nach Süden und entkam dem deutschen Feuer. Daraufhin kehrte auch der deutsche Verband um in Richtung Heimathafen. Bei dieser Operation wurde der große Kreuzer Seydlitz schon beim Anmarsch durch einen Minentreffer außer Gefecht gesetzt und musste vorzeitig die Rückreise antreten. Die Reparatur dauerte dann bis kurz vor Auslaufen zur Skagerrakschlacht.

      Weiter mit dem Modell:

      Nun wich ich komplett von der Reihenfolge in der Bauanleitung ab. Der Grund war folgender: eigentlich müssten sämtliche Kleinteile zuerst auf dem Brückendeck angebracht werden und erst am Schluß die Stützen, welche das Konstrukt mit dem Hauptdeck verbanden. Ich baute zuerst alle Kleinteile..."in the box"
      Steuerstand, Kompass und Steuerrad (Bilder 1 und 2)
      beide seitliche Entfernungsmesser (Bilder 3 und 5)
      Der gedeckte Niedergang (Bilder 4 und 6)
      Die Positionslampen (Bilder 7 und 8)
      Drei Spinde (Bilder 9 und 10)

      Fortsetzunge folgt.









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      Gerhards Staubfänger
    • Die Blenden für Brücken- und oberes Steuerdeck (Bilder 1 und 3)
      Bild 2 zeigt nochmals die Spinde mit "Füßchen" und die Sammelbox...
      Eine Schlauchrolle musste auch schon gebaut werden (Bilder 4 bis 6)
      Nach den Kleinteilen befestigte ich die Stützen an das Brückendeck (Bild 7)









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      Gerhards Staubfänger
    • Nach dem Befestigen des Brückendecks wurde dann von der LC Reling Gebrauch gemacht. (Bild 1)
      Dabe arbeitete ich mich von unten nach oben:
      Zuerst die Reling rund um denBeobachtungsstand (Bilder 2 und 3)
      Dann die Kleinteile auf das Brückendeck und auch dort die Reling gezogen (Bilder 4 und 5)
      Für die vorderen Relingsteile verwendete ich die im Baubogen auf 80 g Papier gedruckte Persenning (Bild 6)

      VORSICHT: Diese LC Reling des Lasercutsatzes ist äußerst filigran und sollte vor Anbringen entsprechend behandelt werden.





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      Gerhards Staubfänger
    • Hallo Gerhard,

      gut zu hören, dass die Augenprobleme behandelt werden können. Und wie ich sehr hoffe, dir auch entsprechende Besserung bieten werden. Da drücke ich dir kräftigst die Daumen und wünsche alles Gute!

      Nebenbei: Deine Baufortschritte gefallen mir ebenfalls sehr, in deinen spannenden Bericht sehe ich immer wieder gerne hinein.

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Den alten Schaschlikspieß verwendete ich als Schablone beim Anbringen des oberen Brückendecks (Bilder 1 und 2)
      Oben drauf noch der sogenannte Hilfssteuerstand (Bilder 3 und 4)
      und die Reling, auch wieder mit Persenning an der Vorderseite (Bilder 5 und 6)

      Der nächste Bauabschnit bestünde aus den drei Kaminen... aber auch hier verändere ich die Reihenfolge.





      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger