Kleiner Kreuzer SMS Wiesbaden 1:250 Mannheimer Modellbaubogen

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    • Servus, guter Freund ! high five1

      Merke doch, das ich so einige Nordsee Gezeiten hier nicht ganz anwesend war.... verlegen2 rotwerd1

      Was für ein schönes Modell, aus der kaiserlichen Flotte, Du hier wieder präzise baust !!
      Spitze mal wieder, guter Schiffskartonmodellbau, auch hier... !! ja 2
      Da ich nun hier wieder anwesend bin, werde ich hier sicher !!! häufiger vorbeischauen ! daumen1
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • Erst einmal Danke, Günter, Fritz und Holger! danke1 knuddel1


      zur Geschichte des Schiffs:
      Quelle: Skagerrakschlacht von Michael Epkenhans, Jörg Hillmann und Frank Nägler

      nach diesem "Ausflug" an die englische Ostküste kehrte bei der Wiesbaden wieder der Alltag ein... Vorpostensicherung....

      Doch die oberste Marineleitung plante nach langer Zeit relativer Passivität wieder etwas Großes. Nach der Niederlage vor Helgoland 1914 (Verlust von drei kleinen Kreuzern) und dem Verlust des großen Kreuzers Blücher auf der Doggerbank (Anfang 1915) wurde der Flottenchef von Ingenohl durch Admiral von Pohl ersetzt. Dieser ließ die Flotte im Jahre 1915 nie weiter als 120 Seemeilen westlich Helgolands hinaus. Der Kaiser selbst verfügte einige „Regeln“ unter denen eine Seeschlacht angenommen werden dürfe. Kurz, er wollte sein Lieblingsspielzeug nicht verlieren. Erst mit der Ablösung von Pohls, der wegen schwerer Erkrankung das Amt nicht mehr ausüben konnte, durch Vizeadmiral Scheer begannen wieder offensivere Leitgedanken im Stab Einzug zu halten. Dazu überzeugte er auch den Kaiser, wieder offensiv gegen die englische Marine vorzugehen.

      zum Modell:
      Ich änderte den "Fahrplan"... Statt Kamin mit Zubehör gabe es die ersten Versuche, die 15 cm Kanonen zu fertigen... (Bild 1)
      Zuerst die Kanonenrohre selbst. Ich kopierte den Bogen auf Normalpapier (Bild 2)
      und drehte daraus die Rohre mittels eines Drahtabschnittes (Bild 3)
      Das Ganze dann Acht mal (Bild 4) und unterzog die Rohre dann einer leichten farblichen Überarbeitung (Bild 5)







      Fortsetzung folgrt...
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Weiter mit der Historie:

      Für Ende Mai plante Scheer daher einen Vorstoß zur britischen Ostküste. Dabei sollte Sunderland am Tyne bombardiert werden. Dieser Ort lag nur 80 Seemeilen südlich des Firth of Forth, in dem bedeutende Teile der britischen Flotte, speziell die Masse der Schlachtkreuzer lagen.Da die Wetterlage es damals nicht zuließ zum gegebenen Zeitpunkt die nötige Luftaufklärung mit Zeppelinen durchzuführen, wurde der Vorstoß aufgegeben. Da allerdings die bereits auf ihren Stationen befindlichen U-Boote schon mal vor Ort waren, plante Scheer einen Vorstoß ins Skagerrak um dort Handelskrieg zu führen. Zugleich wurde der dazugehörige Operationsbefehl durch einen unverschlüsselten Funkspruch an alle Einheiten ausgegeben. Dieser Funkspruch wurde natürlich auch auf britischer Seite mitgehört und daraus die nötigen Schlüsse gezogen. So war die britische Home Fleet bereits zwei Stunden vor den Deutschen aus Scapa Flow ausgelaufen. Allerdings fehlte den Briten genauere Informationen über Ziel und Umfang der geplanten Operation. Daher wussten Jellicoe und Beatty am Morgen des 31. Mai nicht, dass die gesamte deutsche Hochseeflotte ausgelaufen war.

      Weiter mit dem Modell:

      Die acht Geschützplattformen (Bild 1)
      Die Geschützwiegen (Bilder 2 und 3)
      Das fertige Geschütz (Bild 4)
      Und zuletzt die Geschützpanzerung (Bilder 5 und 6)





      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Und noch ein Stück Geschichte:
      Quelle SM Kleiner Kreuzer Wiesbaden aus der Reihe Schiffe Menschen Schicksale

      Doch kehren wir zur Wiesbaden zurück.

      Die Woche vor dem Auslaufen vergeht in Wilhelmshaven mit Kohle trimmen,Munition und Proviant ergänzen, sowie ständigem Exerzieren. Die aufgefüllten Einheiten laufen aus und legen sich in der Jade auf Reede. In den frühen Morgenstunden des 31. Mai herrscht bereits sehr reges Leben auf der Wiesbaden. Aus denSchornsteinen quillt dicker schwarzer Rauch. Relingsstützen werden von den Matrosen weggeräumt, alle beweglichen Gegenstände auf den Decks verschwinden unter Deck, die Geschütze werden klar gemacht. Bereitschaftsmunition wird gemannt. Dann heißt es Anker hoch, überall rattern die Dampfwinden los.
      Langsam gleitet die Flotte in Kiellinie hinaus in die Nordsee. Vor denDickschiffen und Kreuzern sind schon die Torpedoboote hinausgefahren. Schnell wird die allgemeine Kiellinie aufgelöst und jedes Geschwader dampft für sich in Kiellinie,
      Die Wiesbaden mitten in der 2. Aufklärungsgruppe, bestehend aus den kleinen Kreuzern Frankfurt (mit dem für diese Gruppe befehlshabenden Konteradmiral Boedicker), Pillau, Elbing, Rostock und Regensburg.

      zum Modell:

      der Prototyp ist jetzt nicht das Gelbe vom Ei und taugt eigentlich nur noch für die "Unter Tage Station Backbord 2"
      (Bilder 1 und 2)

      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Weiter mit Historie:
      Quellen: siehe oben.


      Es ist der 31.05.1916. Die Flotte ist auf den Weg nach Norden, Richtung Skagerrak.

      An Bord herrscht emsiges Treiben. Ständig wird Klar Schiff zum >Gefecht exerziert.

      „Backen und Banken“ ist um 12 Uhr mittags. Kurze Pause vom Drill. Danach wieder das gleiche Spiel. Gegen 14:00 Uhr sind die deutschen Spitzenschiffe nur noch 30 Seemeilen vor dem Skagerrak. Nur wenige Männer in der deutschen Hochseeflotte glauben daran, dass sie heute noch ein britisches Schiff sichten würden. Und dennoch geht es jetzt rasend schnell.

      Eben um 14:00 Uhr sichtete der kleine Kreuzer Elbing in seiner Funktion als linker Flügelkreuzer der Aufklärungslinie einen Frachtdampfer. Die dorthin detachiertenTorpedoboote B109 und B110 wurden von den britischen kleinen Kreuzern Galatea und Phaeton als deutsche Schiffe identifiziert. Die Meldung erging um 14:10 direkt an Beatty, der daraufhin sofort mit Höchstfahrt auf die gemeldete Position zusteuerte.

      Die beiden britischen Kreuzer begannen die Verfolgung der beiden Torpedoboote und eröffneten das Feuer. Elbing schloss auf und beteiligte sich an dem Gefecht, nicht ohne an Hipper zu melden „Feindliche Panzerkreuzer in Sicht“ Die ersten Gefechte leichter Einheiten begann.

      zum Modell:

      Nun sind die 8 Geschütze fertig.
      Allerdings möchte ich die geschätzten Nachbauer darauf hinweisen, dass die Hochzeit von Geschütz und Panzerung nicht ganz einfach ist.
      Bilder 1 bis 3 zeigen die Art und Weise, wie ich das bewerkstelligt habe. Zuerst den Mantel mit dem Dach an der rechten Seite verkleben. Nach Durchtrocknung die rechte Basisseite des Geschützes mit dem Mantel verkleben. Nochmals trocknen lassen. Dann den Mantel vorne herumziehen und mit der linken Seite der Geschützbasis verkleben. Sofort danach das Dach ebenfalls links festkleben. Zu guter Letzt die abgeschrägte Vorderseite des Daches mit dem Mantel verbinden.

      Alle Achte... (Bild 4)
      und an Bord damit.. (Bilder 5 bis 9)









      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Holger!
      Ich denke, eine Bauanleitung kann man durchaus ein wenig "interpretieren".

      Weiter mit ein bisschen Historie:

      Vizeadmiral Hipper mit seinen 5 großen und den sechs kleinen Kreuzern waren zu dieser Zeit eigentlich wieder auf Heimatkurs SSO, reagierte aber sofort auf diese Meldung und steuerte sofort Kurs WSW. Die deutschen und britischen Hauptkräfte waren zu diesem Zeitpunkt noch zu weit entfernt um direkt einzugreifen.
      Elbing und die Torpedoboote versuchten mit Westkurs Beattys Schlachtkreuzer auf die deutsche Aufklärungsgruppen zu ziehen. Auf der Wiesbaden wurde nun Schiff „Klar zum Gefecht“ gegeben. Nun machte sich das dauernde Üben bezahlt, innerhalb kurzer Zeit waren auch die Männer der Freiwache auf ihren Posten. Was nun auf der Wiesbaden geschah beschreibt später ein Bericht des einzig Überlebenden der Wiesbaden, der Oberheizer Zenne, aus seiner Sicht und mit viel Pathos... Ff

      zum Modell:
      Als Nächstes waren beide Torpedorohre an der Reihe (Bild 1)
      Auch hier sollte der geneigte Nachbauer am Besten das Teil 176 k (Drehschiene) schon nach dem Anbringen des Oberdecks ankleben... Mit all den Aufbauten und Transportschienen wird das ein bisschen fizzelig. (Bild 2)
      Die Torpedorohre sind nicht sehr schwierig (Bild 3)
      Und an Bord damit (Bilder 4 bis 6)
      Hierbei habe ich mich allerdings nicht an die Vorgabe gehalten, die Rohröffnung bei Ruhestellung nach vorne auszurichten. Bei mir sehen sie nach hinten. Das war auch bei anderen Schiffen so, um das Spritzwasser entsprechend fernzuhalten. Sollte das hier definitiv falsch sein, so bitte ich um Nachricht. Denn ändern kann ich das sicher noch.







      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Besten Dank Ingo!

      Für heute noch etwas von mir, gewissermaßen als Betthupferl... happy1

      zur Historie:

      Um 15:15 kamen die kleinen Kreuzer der 2. AG. In Sichtweite von Beatty Schlachtkreuzer, der nun den Übergang von der Kolonnenformation in die Gefechtskiellinie vollzog und daher kurz auf Südkurs ging. Dies wurde von Hipper als genereller Kurswechsel nach Süden gedeutet und von den deutschen Schiffen der beiden Aufklärungsgruppen ebenfalls adaptiert. Damit wurden Beattys Schiffe vom englischen Gros weg- und der deutschen Hauptflotte zugeführt. Auf Grund der größeren Reichweiten der großen Kreuzer eröffnen diese zuerst um 15:48 Uhr das Feuer auf die britischen Schlachtkreuzer, während sich die kleinen Kreuzer in Schussweite zu bringen versuchten.

      zum Modell:

      zum Abschluss für heute noch die beiden Ankerspills (Bild 1)
      Auch zwei LC Teile sind dafür vorgesehen und müssen entsprechend gefärbt werden (Bild 2)
      Doch die anderen Teile sind aus dem Baubogen auszustechen (Bild 3)
      der Zwischenschritt (Bild 4)
      fertig gebaut (Bild 5)
      und an Bord befestigt (Bild 6)







      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • So, weiter im Text...

      Zu dieser Zeit ist Oberheizer Zenne auf Kriegswache und hat die Turbolüfter der Heizräume zu versorgen. Das sind Windmaschinen, die im Zwischendeck stehen. Sie dienen dazu den Kesseln die erforderliche Menge an Luft zuzuführen um die Verbrennung der Kohle optimal zu bewerkstelligen. Vom Oberdeck her sickern schon Nachrichten durch die Decks, dass auch das 2. AG bereits Gefechtskiellinie gebildet hat.Die ersten Salven der großen Kreuzer rollen über die Nordsee und auch die Briten antworten schnell… allerdings zuerst nicht auf die großen Kreuzer, sondern das 2. AG ist das Ziel. Meterhohe Wassersäulen steigen in der Nähe der Wiesbaden auf.

      zum Modell:
      Ein bisschen Kleinzeug.. ein gedeckter Niedergang (Bild 1)
      4 Spinde (Bilder 2 bis 5)
      und die Ankerketten, nicht im Baubogen oder LC Satz enthalten (Bilder 6 und 7)










      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • hallo Gerhard,
      das sind wieder schöne Fortschritte an deinem kleinen Kreuzer. Vieles erinnert mich an die Elbing, was ja nicht verwundert, weil sie fast zeitgleich gebaut wurden. Der Bogen von Modelik ist zwar nicht übel, kann aber mit deiner Wiesbaden nicht mithalten, auch einen LC-Satz gibt es natürlich nicht.
      Lieber Gruß
      Gerd
    • zur Post:
      Besten Dank Horst und Fritz! Ich habe mich für diese Geschichte entschieden, weil ich denke man sollte ab und an an die Grausamkeit des Krieges erinnern. Es wird schon wieder - oder immer noch - viel zu viel mit dem Säbel gerasselt. Und angesichts der immensen Wirkungssteigerung der Waffen in den letzten 120 Jahren und der damit verbundenen Steigerung des menschlichen Elends überall auf der Welt, muss das auch mal erlaubt sein. Ich baue zwar Kriegsschiffsmodelle, aber nicht zwecks Verherrlichung der selben. sondern eher als Mahnmal.
      Hallo Gerd, Ja die Elbing und ihr Schwesterschiff Pillau waren nur unwesentlich kleiner als die Wiesbaden/Frankfurt. Beide Schiffe waren auch am Anfang nicht für die deutsche Marine vorgesehen, sondern waren Bauaufträge des russischen Zaren auf deutschen Werften.

      weiter mit Geschichte:



      Die erste Phase des Schlachtkreuzergefechtes dauert ca. eine Stunde und zeigt sehr deutlich die Verwundbarkeit der britischen Schlachtkreuzer, welche zwar eine größere Geschwindigkeit aufweisen konnten, allerdings auf Kosten der Panzerung der Schiffe.

      In dieser Zeit verlor Beatty zwei seiner sechs Schlachtkreuzer durch Explosionen in den Munitionskammern. Die Indefatigable und die Queen Mary. Mehr als 2.000 Seeleute verloren dabei ihr Leben, nur insgesamt 11 Mann wurden gerettet.

      Mittlerweile hatte sich das V. britische Schlachtschiffgeschwader mit den Schlachtschiffen Malaya, Warspite, Valiant und Barham dazugesellt und griff mit ihren 38 cm Granaten in den Kampf ein. Die Wassersäulen rund um die Wiesbaden wurden zahlreicher und manche waren höher als die vorangegangenen.

      Zum Modell:

      heute wurden die Anker fertiggestellt (Bild 1)
      Eine Mischung aus Baubogenteilen (Bild 2)
      und LC Teilen (Bilder 3 und 4)
      Die Teile des Baubogens sind schwarz, die LC Teile natürlich grau. Also ist umfärben angesagt. Da bei Schiffen im Kriegseinsatz die Anker niemals schwarz gestrichen waren, sondern der Bordwandfarbe entsprachen, habe ich die schwarzen Ankerunterteile grau gefärbt (Bild 5)
      und an Bord damit (Bilder 6 bis 8)
      Der Reserveanker an Backbord fehlt noch an Bord. Hier möchte ich erst mal klären, wie der an Bord befestigt war. Der lag ja nicht einfach so rum... teilweise sogar auf einer angeschrägten Ebene...
      Kann mir da von Euch jemand helfen?








      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Moin/Servus Gerhard......

      aber immerhin......
      von Poller zu Poller kommt man dem gewünschten Ergebnis immer näher..... ! happy 2
      oder.....
      Wer den kleinsten Pollerbau nicht ehrt, ist auch einen grossen Poller, des Bauens, nicht wert......., oder so..... happy1

      Sieht ALLES sehr sorgfältig aus, wieder erste Sahne Kartonmodellbau ! beifall 1
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • Danke Holger!

      Nach einer knappen Woche "Unpässlichkeit" ging es heute mit den Pollern auf der Back weiter... aber vorher

      noch ein paar Sätze zur Skagerrakschlacht:

      Durch den Südkurs kommt das deutsche Gros jetzt schnell näher und um 16:32 sichteten die deutschen Dickschiffe die Rauchsäulen der Briten, welche allerdings sofort, nachdem die Hochseeflotte das Feuer eröffnete, auf Nordkursgingen um die deutsche Hauptflotte auf Distanz zu halten und diese ihrerseits auf das britische Gros zu ziehen. Auch Vizeadmiral Hipper drehte nach Norden, um mit den Briten im Gefecht zu bleiben. Das deutsche Feuer beschränkte sich auf den Schwenkungspunkt der vier Schlachtschiffe des V. Schlachtschiffgeschwaders.
      Diese erhielten zu diesem Zeitpunkt sehr schwere Treffer, jedoch alle vier Schiffe blieben einsatzfähig.
      Aber auch die deutschen großen Kreuzer mussten zahlreiche Treffer einstecken. Auf der Seydlitz brannte ein Geschützturm völlig aus, die Lützow erhielt einen Treffer, der die FT Anlage außer Gefecht setzte. Damit war Hippers Flaggschiff nachrichtentechnisch vom Rest der Flotte abgeschnitten. Es blieben nur noch die optischen Übertragungsmittel, Flaggen und Scheinwerfer.

      Zurück zu den Pollern:
      Insgesamt waren 16 Poller unterschiedlicher Größe für die Back zu bauen. Diese stehen paarweise, je vier Paare zu beiden Seiten.
      (Bilder 1 bis 4)



      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Günter und ein Dank an Seadevil für's "Like"!

      Historisches:

      Bei diesem Teufelsritt nach Norden änderten beide Flotten immer wieder Kurs und Geschwindigkeit, um dem Gegner kein leichtes Ziel zu bieten. Die scharfen Kurswechsel wurden auch auf der Wiesbaden durchgeführt und vorher im Schiff bekanntgegeben, damit die Männer auf diese starken Schwankungen des Schiffes vorbereitet waren. Nun begann auch die Wiesbaden mit dem Geschützfeuer. Plötzlich war an Bord fast nichts mehr zu verstehen. In das laute Geräusch der eigenen Geschütze fiel das harte Krachen der aufschlagenden und explodierenden feindlichen Granaten, zusammen mit dem entsetzlichen Rauschen und Prasseln der über dem Schiff zusammenfallenden Wassersäulen.

      Zum Modell:
      Die restlichen Poller für den Heckbereich wurden genauso gefertigt. (Bild 1)
      Hinzu kamen der Steg über den Wellenbrecher - der LC Satz enthält alle Teile (Bilder 2 und 3)
      Dazu noch die vorderen Mun-Aufzüge (Bilder 4 und 5)
      und eine große Rolle für die Festmacherleine (Bild 6)
      Damit sind die Arbeiten auf der Back, bis auf Reling und Flaggenstock abgeschlossen.







      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Servus Günter!
      Nein bange wird mir nicht angesichts dieser Teilevielfalt. Aber ich merke doch so langsam, dass ich nicht mehr an meine Grenzen stoße... die Grenzen kommen mir entgegen... lala1

      weiter mit dem Historischen:
      Die Wiesbaden war nun im Gefecht mit dem britischen III.Schlachtkreuzergeschwader unter Rear Admiral Hood.
      Was war geschehen? Gegen17:40 war die 2. AG überraschend auf den leichten Kreuzer Chester gestoßen. Die deutschen Kreuzer hatten zur Täuschung das inzwischen bekannte britische Flottensignal gezeigt und dann die Chester in ein heftiges Gefecht verwickelt. Hood drehte daraufhin sofort in Richtung deutscher kleiner Kreuzer um der Chester zu helfen.
      Um 17.56 griffen diese Schlachtkreuzer die deutsche 2. Aufklärungsgruppe an.

      zum Modell:
      nun ist auch schon der erste Lüfter gebaut. Da die Lüfter ein wenig tückisch sind, zeige ich beim ersten Lüfter die Baureihenfolge:
      Für das Gerippe sind LC-Teile vorgesehen, die Bodenplatte kommt aus dem Baubogen (Bild 1)
      Hier ist eine hohe Genauigkeit von Nöten, ansonsten sehen die Lamellen am Schluß optisch nicht sehr gut aus... (Bilder 2 bis 5)
      Die Lamellen selbst sind ebenfalls aus dem Baubogen.Hier allerdings habe ich mir erlaubt nicht nach der Bauanleitung vorzugehen. Dort steht, man solle die Lamellen ausschneiden und entweder nur hinten an der dafür vorgesehenen Stelle aufschneiden und diese von oben nach unten über das Gerippe ziehen... oder die Lamelle in zwei Teile schneiden und entsprechend einpassen. Dies ist meiner Meinung nach die bessere Methode... allerdings nicht so, wie auf den Lamellen vorgegeben - mittig schneiden, sondern so wie auf Bild 6. Dadurch habe ich keine Schnittkanten auf der breiten Sichtseite.
      Bild 7 zeigt das fertige Lüfterlein
      und an Bord installiert (Bilder 8 und 9)













      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Hallo Gerhard,
      sauber gebaut! Die Lamellen als ganze Teile über das Gerüst zu ziehen, ist wohl nicht empfehlenswert. Ich könnte mir vorstellen, daß das Ergebnis dann etwas verzerrt wäre.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Servus Gerhard,

      wie Wolfgang oben schon erwähnte,
      sind die Lüfter eine doch schon aufwendige Sache.....

      Sehe es auch wie Kurt,
      die Lamellen als ganze Teile über das Gerüst zu legen,
      würde ich auch nicht empfehlen...!!?? denk1

      Weiterhin viel Erfolg und weiterhin gute Besserung !!! high five1
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • Hallo Gerhard,

      die Ausführung der Lamellen hast du prima gelöst. Die Halterung sieht ja aus wie "gespickt" und die Teilung der Lamellen war wohl der richtige Weg. Ich weiß, wovon ich rede, da ich die Lamellen bei meinen verschiedenen Kriegsschiffen einfacher gebaut habe. Ich habe die Lamellen nicht in der inneren Kontur ausgeschnitten, sondern ganz gelassen. Und dann zwischen die einzelnen Lamellen ca. 1 mm starke (und etwas kleinere) Kartonstreifen geklebt und somit auch Zwischenräume von Lamelle zu Lamelle erhalten.

      Dein Ergebnis ist vorzeigenswert.

      Weiterhin alles Gute,

      Gruß Wolfgang.
    • zuerst die Post:

      Danke Wolfgang (WiWo), ja, die Lüfter sehen aufwendig aus, aber mit den LC Teilen sind sie durchaus einfach herzustellen... wenn man den Bogen raus hat.
      Ja Kurt, Papier lässt sich zwar trefflich biegen, jedoch das Teil dann in seine alte Form zurückzubiegen ist ohne einen Stapel Bücher wohl nicht machbar... wie dann der Lüfter wohl aussehen mag... happy1
      Besten Dank Holger, mein Freund!
      Danke auch an Dich Wolfgang. Deine Methode ist eine sehr pragmatische Lösung. Die werde ich mal gesondert ausprobieren!
      Servus Hagen. Hoffe, Deine maritime Auszeit hat Dich weiter inspiriert, Schiffsmodelle zu bauen.

      zurück zur Skagerrakschlacht:
      Gegen 18:00 erhielt die Wiesbaden den ersten und gleichzeitig verhängnisvollen Treffer in den Maschinenraum.
      Oberheizer Zenne war zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt, sich zu bücken, um zwei Ölkannen aufzuheben. Mit diesen mussten die Lüfter regelmäßig geschmiert werden. Er fühlte einen harten Stoß und flog mit dem Kopf gegen die gegenüberliegende Wand.
      Das Schiff bebte, die Lichter verlöschten. Alles war dunkel. Ein paar Sekunden später ging das Licht wieder an. Als sich Zenne umsah, war in seiner Umgebung alles heil und unversehrt. Die Kameraden waren alle am Leben. Da öffnete sich das achtere Schott und sechs Heizer stürzten hastig nach vorn. Einer rief: „In Abteilung sechs ist alles kurz und klein. Haben Volltreffer an beiden Maschinen. Große Dampfgefahr!“. Durch das offene Schott war das verräterische Zischen von abblasendem Dampf zu hören.

      Zum Modell:
      Lüfter zwei und drei wurden gestern fertiggestellt. Sie waren baugleich zum ersten Lüfter, allerdings habe ich hier die Schnitte der Lamellen anders gesetzt, da nun beide Breitseiten als Sichtflächen fungieren. (Bild 1)
      Die fertigen Lüfter und ein Oberlicht (Bilder 2 und 3)
      An Bord befestigt (Bilder 4 und 5)







      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:

      Da bei Schiffen im Kriegseinsatz die Anker niemals schwarz gestrichen waren, sondern der Bordwandfarbe entsprachen
      Also doch!
      Ich hab` mich öfters gewundert, das bei sehr gut ausgeleuchteten Bildern die Anker der DKM`ler zwischen 39`und 45` manchmal so merkwürdig "hell" schienen - nun weiß ich, warum.

      Super! Tolle Bereicherung.
      Darf ich noch fragen, ob Dein Wissen aus einer allgemein zugänglichen Literatur herrührt?

      Gruß Robert
    • Zuerst die Post:

      Hallo Robert: Das Hauptwerk ist folgendes Buch: "Anstriche und Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine von Dieter Jung, Arno Abendroth und Norbert Kelling, vom Bernard&Gräfe Verlag, ISBN 3-7637-5964-6. Dort sind sehr viele Fotos zu finden, welche Schiffe in Tarnbemalung oder in Friedensbemalung zeigen... und da sind die Anker meist nur schwarz, wenn auch die Bordwand in diesem Abschnitt schwarz gepönt ist.

      Besten Dank Ingo!

      Historisches:
      Die achteren Räume füllten sich schnell damit und verbrühten die Überlebenden in dieser Abteilung. Sofort wurde das Schott wieder geschlossen. Zennes Turbinen liefen zwar noch, aber die Umdrehungen wurden immer langsamer, bis sie zum Stillstand kamen. Für Zenne und all die Männer rund um ihn herum war es sofort klar; das war das Todesurteil für das Schiff und die Mannschaft. Die Brücke meldete sich mit den Worten: „ Alle Maschinen äußerste Kraft voraus“ aber die Antwort, „alle Maschinen sind manövrierunfähig“ brachte auch für die Schiffsführung die Gewissheit, dass die Wiesbaden nun verloren war.

      zum Modell

      Die restlichen vier Lüfter sind nun an Bord, zusammen mit einigen Zusatzlüftern, die mich irgendwie an Strandkörbe erinnern... (Bilder 1 bis 8)
      Zum Schluss eine Übersicht, zusammen mit der Kaiserjacht Hohenzollern (Bilder 9 und 10)













      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Ja Holger, luftig war es bei den "Strandkorblüftern sicher... allerdings roch es da wohl nicht nach frischer Seeluft.....

      Noch schnell die achteren Munitionsaufzüge und den Splitterschutz... (Bilder 1 und 2)
      Und noch der Übergang und Niedergang hinter dem Brückengebilde (Bilder 3 und 4)



      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:

      Hallo Robert: Das Hauptwerk ist folgendes Buch: "Anstriche und Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine von Dieter Jung, Arno Abendroth und Norbert Kelling, vom Bernard&Gräfe Verlag, ISBN 3-7637-5964-6.
      Jau,

      "with english captions"! - Vielleicht sollte ich weniger kaufen und dafür mehr in dem lesen, was ich schon habe....

      Und die Bilder sind wirklich aussagekräftig.

      Gerhard, trotzdem vielen Dank für den Hinweis.(wo ich was in meinen Büchern finde...)

      muhaha1

      Gruß Robert
    • Weiter geht's:
      mit Historischem:
      Enttäuschung und ohnmächtige Wut machte sich unter der Besatzung breit.Innerhalb eines Moments wich die grenzenlose Siegeszuversicht in eine tiefe Depression wegen der Ausweglosigkeit, in der sich Schiff und Mannschaft nun befanden… die Wiesbaden ein hilflos herumtreibendes Wrack… eine leichteZielscheibe für jedermann… Und tatsächlich, die Wasserfontänen kamen dem Schiffnun bedrohlich nahe. Noch waren die Geschütze intakt und noch wehrten sich die Männer der Wiesbaden.

      und mit dem Modell:
      heute fertigte ich die restlichen Schlauch- und Seilrollen, 2 große mit Löschschläuchen bestückt und 5 kleine, zwei mit Feuerlöschschläuchen und drei als Seilrollen (Bilder 1 und 2).
      Dazu möchte ich Euch zeigen wie man aus den sehr fragilen LC Niedergängen halbwegs vernünftige Exemplare fertigen kann:
      Zuerst, das Teil hängt noch an der Platine, die Treppenstufen von hinten "gangbar" machen, dann die linke Wangenseite mit Geländer von der Platine lösen, mit Weißleim bestreichen und vorsichtig hochbiegen (Bild 3)
      Danach die Treppenstufen ordentlich ausrichten und das Ganze trocknen lassen.
      Zum Schluss auch noch die Treppen plus linker Wangenseite nochmals hochbiegen, vorher aber noch die rechte Wangenseite, die immer noch an der Platine hängt, ebenfalls mit Weißleim bestreichen. Das Ganze fixieren und ebenfalls trocknen lassen (Bild 4)
      Danach die rechte Wangenseite von der Platine lösen. fertig... (Bild 5)

      Doch was nützt der schönste Niedergang.... wenn man ihn nicht einbauen kann... Bild 6 zeigt die Bauanleitung. Dort ist der Lüfter mit dem darunterliegenden Aufbauteil (Teile 80 - c) nicht mittig, sondern etwas nach Backbord versetzt gezeichnet, so ergibt sich für die Treppe natürlich genügend Platz.... allerdings sieht das in der Realität anders aus, der Lüfter samt Unterbau ist mittig angeordet (Bild 7) - also kein Platz für den Niedergang... Hier liegt kein Fehler von meiner Seite vor, da die Baugruppe 80 eben mittig eingepasst werden musste. Der weiße Fleck für diese Baugruppe war auf dem Hauptdeck mittig eingezeichnet.
      Jetzt bin ich ein wenig frustriert...










      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger