Kleiner Kreuzer SMS Wiesbaden 1:250 Mannheimer Modellbaubogen

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      Die Skagerrakschlacht brachte mehr als 8.500 Seemännern auf beiden Seiten den Tod.

      Auf der Wiesbaden starben alle bis eben auf den Oberheizer Zenne. Es gibt darüber unterschiedliche Zahlen über die Besatzungsstärke Ende Mai 1916. Der Bereich liegt zwischen über 480 bis 600 Mann. Wenn man die offizielle Verlustliste durchzählt,
      (Link: Gefallenenlisten - siehe unter Marine - SMS Wiesbaden)

      so waren es 26 Offiziere und Offiziersanwärter, 538 Seeleute und einJadelotse, insgesamt 565 Mann., davon 10 Mann aus Bayern, darunter sechs Münchner.


      zum Modell:
      Auch die Jolle ist nun an Bord und die Steuerbordreihe der Beiboote hat nun die zusätzlichen Sicherungsleinen.

      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Zur Original Wiesbaden:

      Die Wiesbaden war nicht das einzige Schiff das hierbei den letzten Liegeplatz am Grund der Nordsee fand. Aber ihre Geschichte steht stellvertretend für all das Leid, das ein erbarmungsloser, maschinell geführter Krieg über die Menschheit bringen kann, sei es in der Vergangenheit oder in derZukunft.
      Das nasse Grab der Wiesbaden blieb Jahrzehnte lang unangetastet. Erst Anfangder 50iger Jahre wurden die Überbleibsel der Schlacht am Meeresgrund in ihrer Ruhe gestört. „Schrottjäger“ störten die Totenruhe und versuchten mittels Dynamit an wertvolle Edelmetalle zu kommen. Die Wiesbaden verlor dabei beide Schiffsschrauben, der Schiffsrumpf erlitt hierbei weitere massive Schäden.

      zum Modell:
      auch die Beiboote der Backbordseite sind nun vollständig "getakelt"

      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Hallo Gerhard,
      bis jetzt ein sehr schönes Modell geworden. klasse1 ...bin mal gespannt auf die Masten und die Takelage.
      Ich war ja zuerst sehr skeptisch wegen der Rolltechnik vom Jahrgang51, aber als er mir es gezeigt hatte und ich dann probeweise die Masten "gerollt" habe war ich sehr überzeugt. Wichtig ist : Sehr dünnes Papier zu verwenden. Das ist auch der Grund warum wir die Masten auf 80g Papier gedruckt haben.
      Ich hab von ihm auch gelernt die Geschützrohre aus Zigarettenpapier zu drehen. Das funtioniert sehr gut und ich kanns bei den Geschützrohren der Köln gebrauchen. Was gar nicht geht sind bei den polnischen Verlagen das Rohredrehen mit dem dicken 160g Karton, da verwende ich lieber die "Kaufrohre" welche dort angeboten werden. Denn der "Absatz" beim dicken Papier ist zu krass!!
      Viel Spass beim weiterbasten daumen1

      Gruß
      SMSBaden
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      Servus SMS Baden,

      erstmal herzlichen Dank für Dein Lob! freu 2 und auch für das "Like"!
      Ja die Masten sind bald an der Reihe und ich muss zugeben, davor hab ich schon ein wenig Bammel. Die Rolltechnik ist mir eigentlich nicht neu, aber ich bin mir nicht sicher ob ein so gerollter Mast tatsächlich in die herausgeschnittenen Löcher an Oberdeck passt. Alle weißen Markierungen an Deck waren bisher kleiner als die Teile, welche da drauf gehörten. und die Löcher für die Masten habe ich zu Anfang exakt ausgeschnitten. Wie Du ja auf den Bildern sehen kannst, steckt bereits seit längerer Zeit so ein abgefieselter Schaschlikspieß als vorderer Mastersatz im Schiff. Diesen Spieß habe ich lange Jahre als Kleberträger genutz um an schwirigen Stellen den Weißleim aufzutragen. Der ist nun gewiß ein wenig aufgedunsen und im Durchmesser etwas breiter als ein neuer Spieß. Gerade deswegen tue ich mich sehr schwer, diesen Spieß nach dem Herausziehen wieder in Position zu drücken, da die Brückenkonstruktion nicht total stabil auf ihren Stelzen steht... und da muss der Spieß ebenfalls durch.
      Verwende ich jetzt dann einen neuen Spieß zum Rollen des vorderen Mastes habe ich ja eine Durchmesservergößerung bis auf 2,5 mm nach dem Rollen, wie es in der Bauanleitung heißt... Mal sehen, ob der dann durch das Nadelöhr geht. Ich mache jedenfalls vorher ein paar Sicherheitskopien von den Masten.

      Die Geschützrohre habe ich aus 80g Papier gedreht, so wie ich es seit dem Bau der Scharnhorst immer mache. Das ist immer eine gute Idee. Messingrohre habe ich noch nie verwendet, lediglich Draht bei 2 cm Flakgeschützen.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Servus Gerhard,

      geht wirklich flott und zügig bei Dir voran, auf Deiner Werft !
      Das Modell wird sicher auch ein Hingucker !

      Die Geschichte dazu ist wirklich sehr interessant,
      man schaut auf das Modell, dann mit dem historischen Hintergrund, ganz anders... !
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
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      So, nun geht es an's Eingemachte...

      die Masten sind an der Reihe - im Moment für mich das große Unbekannte. (Bild 1)
      Laut Bauanleitung sollte man zum Wickeln einen Draht mit 1.2 mm Durchmesser verwenden. Der Draht sollte dann im Gebilde verbleiben, zwecks Stabilisierung. Die Masten in der Bauanleitung sind auf 80 g Papier gedruckt.
      Bisher hatte ich noch nie einen Kern als Fremdmaterial verwendet. Meine Masten waren einfach gedrehtes 160g Papier - ohne Kern.

      Nun denn, auf zu neuen Ufern... aber vorher ein paar Sicherheitskopien des 80g Bogens gemacht... einen auch auf 160g Papier...
      Erstes Problem... ich habe keinen Draht in dieser Stärke... allerdings steckt ja schon seit geraumer Zeit ein Uralt-Schachlikspieß an der Position des vorderen Mastes.
      also Versuch Nummer 1:
      Schaschlik Spieß als Kern... Mir ist bewußt, dass dabei der Durchmesser des Mastes am Ende größer sein wird als 2,5 mm, der als Endmaß angegeben ist. Da ich das Loch im Oberdeck, unter der Brückenkonstruktion nicht mehr im Nachhinein vergrößern kann, ohne die Brückenkonstruktion ernsthaft zu gefährden, schneide ich einfach die 1,8 cm, der ersten Papierlage, welche später im Schiffsbauch verschwinden ab. Dort reicht das Holz des Spießes völlig aus. (Bild 2)
      Das Papier leicht vorgerundet (Bild 3) und die erste Kante am Spieß festgeklebt. (Bild 4) hier seht Ihr auch die Markierung am Holz, wo das Papier enden soll. Bei der zweiten Lage schneide ich ebenfalls die 1,8 cm ab (Bild 5)
      Der beklebte Spieß - ohne die zweite Lage Papier (Bild 6).
      Bis hierhin passt der Mast auch auf das Schiff.

      Nun aber kommen Zweifel auf... nicht an der Bauweise, sondern an den Markierungen für die Plattform...!!
      Bild 7 zeigt die zweite Papierlage, an der eine Markierung gedruckt is.. Bild 8 zeigt die Lage der großen Plattform (siehe Pfeil)
      Bild 9 zeigt die Beschreibung eben jener Markierung auf der zweiten Papierlage... große Plattform.
      Bild 10 allerdings zeigt in etwa die tatsächliche Lage dieser Plattform - und zwar unterhalb der Brücke!!!
      Ich denke das ist nicht richtig. Meines Erachtens muss diese große Plattform genau an der oberen Kante der zweiten Papierlage positioniert sein.....
      Im Moment HILFLOS... Hab ich einen Denkfehler, oder stimmt die Positionierung der Plattform in der Bauanleitung (Bild 9) nicht???









      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Hallo Gerhard

      ich habe mal zur Erklärung an meinem Probemodell einige Bilder gemacht, welche dir helfen könnten "Licht" in das "Dunkel" zu bringen.
      Erstmal: Bitte das Papier sehr eng rollen!!!
      Wir reden hier vom vorderen Mast!
      So soll der Mast aussehen ....



      hier nochmals mit meine "Pfoten"







      Du siehst hier das weiße Teil welches im Schiffsrumpf verschwindet.
      Beim nächsten Bild die 46 mm vom Decksboden zur Scheinwerferplatform. Somit ist es genau an der Kante vom Teil 231b( Unterer Mastteil)


      jetzt wird der Mast vorsichtig durch die Ebenen in das Schiff geschoben....Im 1. Bild ist der Mast noch nicht ganz unten im 2. Bild sitzt er richtig.



      Hier an dieser Stelle kommt dann das Scheinwerferpodest


      Ich hoffe es diente zur Erklärung auch für die anderen Modellbauer..
      Aber wie heißt es so schön "Übung macht den Meister"
      Viel Spass beim Weiterbau.. ja 2

      Gruß SMSBaden
      (Werner)
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      So, damit ist alles klar, SMS Baden.
      Wie vermutet sitzt die Plattform des vorderen Mastes also auf der Abschlußkante der zweiten Papierschicht.
      Dann müsstet ihr eigentlich die Markierungsangabe auf Bogen 19, am rechten Rand (siehe Bild 9 in meinem vorletzten Beitrag) weglassen bzw. abändern. wunder1
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Scheinwerferplattformen benötigen, wie der Name schon sagt... Scheinwerfer.

      Diese Scheinwerfer hier und zwar von den Teilen her gesehen, sind keine Baugruppen, welche dem Modellbauer kunstfertige Höchstleistungen abverlangen, jedoch von ihrer Größe her sind sie allemal eine kleine Herausforderung.
      hier eine Übersicht der Teile vom Baubogen (Bild 1)
      das Basissegment (Bild 2)
      die Leuchtkammer (Bild 3)
      die Rückseite (Bild 4)
      die Vorderseite mit den geschlossenen Lamellen (Bild 5)
      Leider gibt es für die Lamellen kein LC Teil im Baubogen... daher nur die Variante vom Baubogen, ansonsten hätte ich das Gehäuse mit Alufolie und einem Stecknadelkopf ausgestattet und die Front mit Klarsictfolie beklebt.
      die Halterung (Bild 6)
      und die beiden fertigen Scheinwerfer (Bild 7)
      und an Bord befestigt (Bilder 8 bis 10)
      zusätzlich habe ich noch eine kleine Leiter aus niederbayerischer Produktion angebracht. Leitern fehlen völlig für die Masten - Schade.











      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Moin Gerhard,

      die Scheinwerfer sind auch hier wieder 1 A geworden !
      Gerade auch bei diesen Details arbeitest Du immer in Spitzenleistung ! beifall 1

      Die neue Mastkonstruktion, nebst Anleitung natürlich, von SMS Baden, war auch für mich lehrreich interessant zu lesen!

      Apropos Mast als Solches:
      Ich baue schon länger Masten mit einem Stahldrahtkern,
      seitdem mir vor 18 Jahren, beim Bau eines Feuerschiffs, die Mastkonstruktion voll eingeknickt war.
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
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      Hallo Gerhard,
      die Scheinwerfer und Plattformen sind gelungen. Was die Lamellen anbelangt, hat Peter hier einen schönen Download eingestellt, den man auf Folie ausdrucken kann.
      Hallo Holger,
      den Tipp mit dem Federstahldrahtkern habe ich ganz zum Anfang meines Wiedereinstiegs im Nachbarin gefunden und praktiziere ihn seitdem durchgehend.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
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      So, das Ende naht bei dem Historischen:

      Das Wrack wurde von Tauchern der Bundesmarine 1983 in 52 Metern Tiefe wiedergefunden.Ein Stück der Wellenabdeckung wurde von Marinetauchern der Deutschen Bundesmarineim Rahmen einer Tauchübung geborgen und dem Wrackmuseum Cuxhaven geschenkt. Ende Juni 2011 betauchte eine Gruppe deutscher Taucher erneut die Wiesbaden.
      Siehe hierzu: Tauchgang zur Wiesbaden
      Mittlerweile ist bei den versunkenen Schiffen aus dieser Schlacht ein regelrechter Tauchtourismus entstanden, obwohl die britische Regierung für ihre dort liegenden Schiffe den Status von Kriegsgräbern ausgerufen hat. Auch die deutschen Schiffswracks sind seerechtlich Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und dürften nur nach vorheriger Genehmigung staatlicher Behörden betaucht werden.
      Aber auch hier siegt die Geldgier. Immer mehr Artefakte tauchen bei Auktionen weltweit auf und werden, teils zu horrenden Preisen, verschachert.

      ENDE

      zum Modell:

      So. zum Abschluss für heute zeige ich noch die obere Hälfte des vorderen Mastes, bestehend aus Antennenspreizen aus dem LC Satz, dem Beobachtungsstand und der Spitze mit dem Mastkreuz. An diesem Beobachtungsstand soll auch Gorch Fock seinen Posten während der Schlacht gehabt haben.
      Als Nächstes folgt die Takelage dieses Mastes.



      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
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      Hallo Gerhard,

      ich bin erst mitten drin auf Deinen Bericht gestoßen, verfolge ihn aber seither mit großer Aufmerksamkeit. Das Schiff ist Dir bisher ja super gelungen. Was da alles an Detailierungen geht, trotz Deines Handicaps - Respekt.
      Als Zugabe dann noch der der sehr informative geschichtliche Hintergrund, der mal wieder mehr zeigt, zu was für einen Wahnsinn die Menschheit fähig ist.

      Ich werde den Bericht auf jeden Fall weiter mitlesen.

      Viele Grüße nach Peissenberg
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
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      Nur mal zwecks Erklärung...

      Zuerst setze ich die Fäden die ausschließlich den Mast betreffen, also nicht mit dem Schiff verbunden sind.
      Dann verklebe ich die Fäden, welche vor dem Mast am Schiffsrumpf enden... damit erhalte ich schon mal einen gewissen Zug.
      Danach werden alle Fäden gesetzt, welche hinter dem Mast in den Aufbauten oder am Schiffsrumpf enden - und zwar von Innen nach Außen. Damit fixire ich Mast und Verspannung.
      Beim hinteren Mast ist dies natürlich umgekehrt - erst nach hinten, dann nach vorne...
      Ganz zum Schluß setzte ich die Antennen, welche die beiden Masten verbinden.

      Zur Zeit ist noch alles etwas lasch, bin gerade mit Schritt eins fertig und habe die ersten beiden Fäden am Mast befestigt, welche vor dem mast am Schiffsrumpf enden...

      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger