Die Entdeckung von Texas 1519 - San Salvador 1:275

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    • Die Entdeckung von Texas 1519 - San Salvador 1:275

      Hallo Leute!

      Ich werde bis Anfang Dezember von der Firma aus nach Texas gehen - genauer gesagt nach Corpus Christi. Das bedeutet zum einen leider, dass ich in Mespelbrunn dieses Jahr nicht dabei sein kann und zum anderen, dass es schwierig werden wird mit Modellbau.

      Ganz ohne wird es aber nicht gehen!
      Irgendetwas kleines muss definitiv gebaut werden und am besten noch irgendwie passend zum "Thema".

      Die zahlreichen Bauberichte der mittlerweile schon fast zum Forenmodell avancierten "San Salvador" und der seltsame Stadtname Corpus Christi haben mich dazu bewegt, ein wenig in der Geschichte der spanischen Entdeckungen zu schmökern und zack habe ich auch gleich was passendes gefunden.

      Alonso Álvarez de Pineda

      Im Jahr 1517 war Florida bereits von Ponce de Leon entdeckt worden, wurde aber noch für eine große Insel gehalten. Anton de Alaminos überzeugte den Gouverneur von Santiago (Jamaica) - Francisco de Garay, eine Expedition zu finanzieren, die die Gebiete westlich erkunden sollte und auch herausfinden sollte, ob Florida denn nun eine Insel ist. Es wurden also 3 Schiffe ausgerüstet, insgesamt um die 250 Mann - da sind die Quellen etwas unterschiedlich. Kommandeur wurde Alonso Álvarez de Pineda.
      1519 war dann alles bereit und die Expedition begann. Pineda segelte westwärts und entlang der nördlichen Golfküste bis hinunter nach Mexico. Dabei fertigte er die erste bekannte Karte der Golfküste an. Die Corpus Christi Bay, in der mein künftiger Aufenthaltsort liegt, entdeckte er am Fronleichnamstag 1519 - daher auch der Name.



      Die Stadt Corpus Christi wurde dann erst viel später im Jahre 1839 gegründet.

      San Salvador

      Da Modell der Spanischen Galeone San Salvador ist euch jetzt schon gut bekannt.
      Es wurde für das San Diego Maritime Museum entworfen und steht als Free-Download zur Verfügung.



      Da ich meinem Maßstab treu bleiben will, habe ich das ganze in etwas kleiner ausgedruckt...
    • Spantengerüst und Beplankung

      Los geht's wie immer mit dem Spantengerüst. Für meinen kleinen Maßstab wird das ganze schon ziemlich stabil mit 11 Spanten auf 9cm Rumpflänge.
      Toll ist, dass man das Modell auch als Wasserlinienmodell bauen kann. Ein entsprechendes "Zwischendeck" ermöglicht das.


      Für die Beplankung nutze ich wieder meine Methode mit den schmalen Graupappenstreifen...überhaupt werde ich wohl nicht soviel mehr, als die Spanten wirklich vom Bogen verwenden^^


    • Rumpf - Teil 2

      Für den oberen Teil habe ich natürlich die Seitenwände benutzt., anschließend die "Texturhaut" aber wieder abgezogen.
      Etwas Malerspachtel und Schleifen bringt den kleinen Brummer in eine schöne runde Form. Ein wirklich kurzes und dafür sehr breites kleines Gnubbelchen von Boot!


      Decks

      Auch die Decks entstanden wieder nach meiner Methode. Auf schwarzes Scherenschnittpapier wurde die Decksfarbe mit einem groben Pinsel aufgepinselt und dann mit dem Skalpell die Kalfaterungen eingeritzt. Die kleinen Trennwände wurden ebenso hergestellt und mit einer dekorativen roten Umrandung aus Tonkarton versehen. Die Querstriche und Decksnägel habe ich diesmal weggelassen.


      Angebracht kann man schon gut erkennen, wo es mal hingeht.
    • Hallo Alex,

      ja ein wenig zumindest - die Papegojan muss etwas warten, bis ich wieder da bin verlegen2

      Sichtbeplankung

      Für die Sichtbeplankung wollte ich diesmal eine leicht geänderte Variante ausprobieren.
      Auch hier habe ich schwarzes Scherenschnittpapier mit einem groben Pinsel mit einer "Holztextur" versehen. Die Borsten und die relativ trockene Farbe ergeben eine leichte Struktur. Nach dem Trocknen habe ich 1mm breite Strefen geschnitten, diese gut "gemischt" und sie dann an den Rumpf geklebt. Es sieht finde ich recht holzig aus und ergibt durch die unterschiedlichen Töne ein nettes, abwechslungsreiches Bild. Das schwarze Papier sorgt für eine Art Kalfaterung zwischen den Planken. Natürlich sind die immernoch viel zu breit im Maßstab - zumindest, wenn man sich die Originalbilder anschaut, mir gefällts aber. Auch hier habe ich wieder rotes Tonpapier als "Zierrahmen" verwendet.
      Das Herausarbeiten der Fenster wird die nächste Aufgabe.




      Soviel für den Moment.
      Bis bald und allen ein schönes Wochenende!
      Ludwig
    • Servus Ludwig,

      ein echtes Gnost-Modell entsteht! beifall 1
      Die San Salvador mausert sich wirklich zum "Forumsmodell", Klasse!

      Schade, daß du dieses Jahr nicht in Mespelbrunn dabeisein kannst.
      Texas wird für dich sicher interessant werden.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Ludwig

      Wo gibt's denn das? 5 Bauberichte zum gleichen Modell, jeder ein bisschen (mehr) anders! Das wäre dann aktuell, wenn ich mich nicht verzählt habe nr. 5 (von insgesamt 13 laufenden Bauberichten in diesem Genre) hüpf1

      Herzliche willkommen bei den sansalvadorenden! Ich freue mich auf Deinen BB, zumal sie zu den spannendsten gehören und Deine Modelle sicherlich zur Spitzenklasse!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Gnost,

      Du hast zwar ein wenig gebraucht, aber ich hätte mich denn doch gewundert, wenn Dich dieses Objekt nicht doch gereizt hätte! Was Du uns hier zeigst ist wieder einmal höchste Kunst und ich hoffe, dass Du uns auch von Texas aus weiter mit Deinen tollen Werken verwöhnst! Ich wünsche Dir Für Deine Tätigkeit natürlich vollen Erfolg!

      Was Mespelbrunn betrifft, wirst Du sicher vielen Fehlen. Mir auch, denn ich überlege immer noch, ob ich nicht kurzfristig entscheide, mich dort sehen zu lassen.

      Viele Grüße
      Fritz
    • Alex schrieb:

      es wird wieder gegnostet!!

      Bauberichte, die mich wirklich immer wieder erfreuen
      Das unterschreibe ich sofort! Sensationell, wie du in den für mich total geilen San-Salvador-Hype einsteigst. Und verstehe ich das richtig: Du wirst also dieses Modell im fernen Weit-weit-weg-Texas fertigstellen?

      Der bittere Beigeschmack besteht natürlich in deinem Fehlen in Mespelbrunn. Ich hatte mich so auf deine Modelle gefreut! Aber zur Strafe siehst du dann eben auch nicht das, was wir da alles mitbringen, so! zunge 2 grins 3
      Aber es gibt ja sicher auch im nächsten Jahr wieder ein Mespelbrunn - und lass dir nicht einfallen, dann auch wieder am anderen Ende der Welt zu sein. Weil, dann kommen wir da einfach alle hin, so! happy1

      Und nochmal zum Modell: Ich kenne und kannte einige Foren, in denen es um historischen Schiffsmodellbau geht bzw. ging. Und immer war es die VICTORY, die mit der höchsten Zahl an abgebrochenen oder offenen und fast nie beendeten Bauberichten zu Buche stand. Wir sind hier sicher das einzige Board, in dem es zum einen mehr San Salvadors (5, mit steigender Tendenz...?) als Victorys (0) gibt - und ich bin mir sicher, dass am Ende des Tages auch mindestens 5 Galerieeinträge über 5 tolle fertige Modelle auf unserer Haben-Seite stehen. happy 2 freu1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Freunde,

      es freut mich, das ihr alle wieder mit dabei seid! Ja hoffen wir, dass zumindest die meisten der San Salvadors fertig werden, ich werde mich zumindest bemühen

      Ansonsten ist es wie immer mit meinem kleinen Maßstab - man ist mit vielen Dingen deutlich schneller, weil man halt keine 100cm² bekleben muss, sondern nur 5cm² und oft starke Vereinfachungen auch ausreichen.
      Und ja, ich habe vor, dass Schiff mit über den Teich zu nehmen. Es ist schön klein und sollte auch im getakelten Zustand gut ins Rückgepäck passen.

      Sichtplankung II


      Auf den Fotos im letzten Beitrag habe ich wie ihr seht etwas gemogelt, denn das Unterwasserschiff war so gut wie ungeplankt.
      Der runde Teil ist immer etwas fitzelig, weil man nicht einfach nur Streifen nebeneinander kleben kann. Muss man durch...
      Es wurden also die Streifen alle einzeln vorne und hinten etwas angespitzt - natürlich entspricht der Plankenverlauf in keiner Weise dem Original...
      Auch die Heckpartie mit ihrer 45° Beplankung wurde angegangen. Danach habe ich die Wasserlinie angezeichnet und das Unterwasserschiff weiß gestrichen - mit einem Kleks gelb...Bleiweiß und so.
      Auch der vordere Steven wurde angebracht.




      Bewuchs


      Da das Schiff schon eine Weile unterwegs ist, bekommt das Unterwasserschiff einen Bewuchs aus Watte und einer grün/umbra - Mischung.


      Als nächstes sind dann die Barkhölzer an der Reihe.

      Einen schönen Samstagabend!
      Ludwig
    • Hallo Fritz,

      ja ein Kleindiorama steht natürlich an. Bin mir aber über die Szene noch nicht ganz im Klaren..entweder noch fahrend und auf offener See, oder doch mal eine Szene mit "Landung" und einer kleinen Ecke Strand vielleicht?...mal sehen

      Barkhölzer

      Nun war das "Außengerippe" aus Barkhölzern und Fendern dran. Hier ist es besonders wichtig, dass die Hölzer dem Verlauf der darunter liegenden Planken folgen sollte, sonst sieht's komisch aus!
      Um ihnen die Schrägen zu geben, habe ich die 2 Schichten Graupappestreifen verwendet, mit Sekundenkleber getränkt und die äußere angeschliffen.
      Auch das Heck wurde verplankt. Achtung - hier sollten die Heckfenster weiter hoch gesetzt werden, denn wenn man sie so einbaut, wie im Bogen, wären sie etwa auf Kniehöhe des dahinter liegenden Raums!




      Galion

      Die Galion dieses kleinen Schiffchens gestaltet sich eher einfach. Wie von Klaus geraten, habe ich den Bugspriet eingebaut, bevor die Seitenteile dran kamen. Interessant ist hier der seitliche Versatz des Bugspriets, der nicht mittig über dem Steven angebracht ist, sonderns steuerbords versetzt.


      Soviel für heute.
      Schönen Restsonntag!
      Ludwig
    • Gnost schrieb:

      hier sollten die Heckfenster weiter hoch gesetzt werden, denn wenn man sie so einbaut, wie im Bogen, wären sie etwa auf Kniehöhe des dahinter liegenden Raums!
      Hi Ludwig, also bei mir sind die genauso hoch wie die an der Seite, und da kann ich nichts höher setzen, die sind schon an der oberen Grenze, gleich danach kommt das nächste Deck...?!?! da geht nichts mehr. und auch auf den Originalbildern ist es so
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen
    • Hallo Helmut,

      auf diesem Bild hier:


      Kann man sehen, dass die Fenster in echt nicht in einer Reihe sind. Genau genommen sind es auch 3 und nicht nur 2 Fenster...

      Das erklärt sich aus der Raumaufteilung im Inneren des Schiffs.
      Der Riss zeigt, dass der hinterste Raum etwas erhöht ist gegenüber dem Rest des Decks.


      Merken wird das aber wohl kaum einer zwinker2
      Grüße!
      Ludwig
    • Der Trick ist, dass der Raum hinten so weit erhöht ist, damit der Mann am Kolderstock (also dem Ruder) über das davor befindliche Deck schauen kann. Hier mal eine kleine Skizze, wie das geht:


      Das ist auch ein recht grober Fehler beim Bogen. Beim Original ist nämlich die oberste "Stufe" zum obersten Deck mit drei Fenstern versehen und nicht wie beim Modell geschlossen, eben damit der Rudergänger was sieht und nicht im Dunkeln steht.
      Siehe dazu auch die von Klaus schon erwähnte

      Bildergalerie auf Modellmarine.de

      Bild 29 - 31 zeigen schön die Funktion des Kolderstocks, mit dem die Ruderpinne bewegt wurde. Auf Bild 37 kann man die Fenster sehr gut sehen.

      Das werde ich auch bei meinem Schiffchen schnellstens ändern müssen lala1

      Grüße!
      Ludwig
    • Schöne Skizze, Ludwig! Wobei man noch ergänzen kann, dass der Rudergänger trotz dieses Fensters nicht wirklich gesehen hat, wohin er steuert. Das Fenster diente vor allem dazu, dass er die Kommandos des Steuermannes bzw. Kapitäns oben an Deck hören konnte bzw. dessen Handzeichen, wohin und wie weit er das Ruder legen muss, sieht. Sehr eindrucksvoll kann man sich dieses Prinzip übrigens auch im holländischen Lelystad an Bord der BATAVIA anschauen. zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Danke Ludwig und Bonden, das ist das schöne hier, man bekommt es sofort erklärt.
      Hatte mich in der Zwischenzeit auch durch die Bilder gewühlt, manches wurde klar, manchen warf schon wieder Fragen auf. pirat1
      Meine SS ist ja fast total gestrippt, war schon 1 Tag in Tonne. Werde sie jetzt aber nicht mehr als Einstieg ansehen, sondern versuchen sie dem Original so ähnlich wie für mich nur möglich zu bauen.
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen
    • Hallo Ludwig,

      es ist wieder ein Vergnügen, Dir beim Bau dieses kleinen Modells zuzusehen. Ich bin immer wieder überrascht was in dem Maßstab noch geht. Da werde ich fleißig weiter zuschauen.
      Und solche ergänzenden Einschübe bringen dann auch noch eine jede Menge zusätzliches Wissen.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • Oh weia: An der Höhe der Fenster im Heck ist was dran. Das war mir nicht aufgefallen. rotwerd1 Danke für den Hinweis.
      Ich habe bei meiner Interpretation der Galeone während des Baus überlegt, auf dem Achterdeck noch ein kleines Häuschen als Sichtfenster für den darunter stehenden Steuermann aufzusetzten. Dann habe ich mich aber entschieden, dass mein Schiff ganz altmodisch mit der Pinne gesteuert wird und der Rudergänger nur Blick nach vorn in die Kuhl hat. Der RUdergänger steht dabei da, wo in der Skizze oben das Wort "Versatz..." steht. Die Replik in San Diego hat die erwähnten Sichtfenster im Poopfrontschot. Ob das im Original auch so war? denk1 Plausibel ist es jedenfalls

      Viele Grüße und einen guten Start in Texas,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Leute,

      ja so kann man auch schon über kleine Detail philosophieren....gut so!

      Kammerbüchsen

      Etwas Zeit hatte ich heute wieder Seitdem der Abschiedskuchen für die Abteilungskollegen im Backrohr ist bastel ich an der Bewaffnung des kleinen Schiffes. Wie schon gesagt wird meine San Salvador ein echtes Entdeckerschiff - auch wenn ich auf Klaus' Kriegsbemalung schon ein wenig neidisch bin schwitz1

      Daher bekommt sie die im Bogen vorgesehenen Kammerbüchsen - simple, aus Ringen geschmiedete Hinterlader(!)kanonen.
      Ihr Hauptzweck war wohl eher das Verbreiten von Lärm, als von Kanonenkugeln und laut der Literatur waren sie wegen des Verschlusses hinten teils gefährlicher für die Leute, die sie bedient haben, als für die auf der anderen Seite der Mündung...

      Hier eine kurze Beschreibung zu den Replikas in San Diego KLICK (englisch)

      Und hier noch ein Video, wie so ein Ding abgefeuert wird KLICK (englisch) oh1

      Bei mir kommen jedenfalls 4 Stück davon an Bord und später vielleicht noch ein paar Drehbassen.
      Um die geschmiedeten Ringe zu immitieren habe ich ein Stück Draht mit dünnerem Draht um wickelt. Erst wollte ich einzelne Ringe machen, aber das ist viel zu aufwendig und der Effekt ist fast identisch.
      Die fertigen Rohre kamen dann auf sehr flache Lafetten mit ein paar kleinen Kartonscheiben als Räder.
      Ich habe nirgends eine richtige Takelung für solche Kanonen gefunden...auf den Bildern waren immer nur Brooktaue zu sehen. Da die Kanone von hinten geladen wird, können diese meines Erachtens auch wesentlich kürzer sein.

      Falls da noch jemand mehr Infos oder gar ein Bild dazu hat, wäre ich echt dankbar.




      Das war's schon wieder.

      Viele Grüße!
      Ludwig
    • Boah, astreine Kammerstücke! daumen1

      Wo Du später einen sinnvollen Platz für die Drehbassen finden wirst wird mich interessieren. Ich konnte beim meinem fertig getakelten Schiff keinen Punkt auf dem Schanzkleid finden auf dem die kleinen Geschütze einen zweckmäßigen Bestreichungswinkel hätten. Höchstens auf den Brüstungen des Achterdecks und der Back zur Kuhl könnte was in Gabeln hängen. Damit kann dann im Enterkampf die Kuhl bestrichen werden (dieses Aufstellung ist in historischen Abbildungen zu finden)

      Zur Takelung der Kammerstücke hatte ich mir beim Bau meiner Karavelle auch Gedanken gemacht. Ich bin zum Ergebnis gekommen, dass Brooktaue zur Sicherung der Kanone vor Schiffsbewegungen allein reichen. Ich habe die Lafetten damals allerdings auch ohne Räder ausgeführt. Meine Modellgeschütze ruhen fest verbolzt an Deck.

      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Servus Ludwig,

      auch wenn es zurzeit von Galeonen hier im Forum nur so wimmelt, es ist ein Vergnügen, dir bei der Arbeit zuzusehen. Besonders beindruckend sind deinen Ideen, die Dinge zu verkleinern. Topp!

      Alles Gute und viel Erfolg für deine Tätigkeit in Corpus Christi. Ich bin natürlich traurig, dass wir uns heuer in Mespelbrunn nicht sehen können. Aber es gibt ja internationale Foren und soviel ich weiß, in den !United States auch Papier und Kleber. zwinker1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo Ludwig,

      ...ich nochmal...: Meiner Galeone habe ich noch unter dem Vorderkastell eine Ankerbeting gegönnt wie ich es von anderen Galeonenmodellen kenne (z.B. der Hoeckel-Rekonstruktion der GOLDEN HIND). Bei der Replik in San Diego laufen die Ankerklüsen unter dem Oberdeck ein, die Beting könnte hier aber auch ein Deck tiefer, und damit den Augen der Betrachter entzogen, stehen.

      Und denkst Du daran die Ankerklüsen zu bohren...? arbeit1

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Leute,

      gaaaaaanz tief Luft holen und erstmal den Staub von diesem Baubericht pusten.
      Ich bin nun wieder in Linz und alle meine Bastelutensilien sind wieder verfügbar. Damit konnte es nun also endlich wieder weiter gehen mit der San Salvador. Mittlerweile konnte ich das "Original" in San Diego besichtigen und das hat schon ordentlich Lust gemacht, weiter zu basteln! Gleichzeitig wurde in meinem Koffer das Skelett für die RLS. Legacy zerdrückt und ob ich die wieder aufnehme ist gerade eher ungewiss.

      Untermasten
      Wie auch immer, die Untermasten wurden aus Bambusstäbchen zurecht geschliffen und an ihre Positionen gesteckt. Es ist gewollt, dass sowohl der vordere, als auch der hintere Mast "schief" sind, das ist im Takelplan so vorgesehen!
      Am Mastfuß wurde mit einer Wicklung aus dünnem Papier jeweils der Mastkragen angedeutet - die Masten sind normalerweise im Deck eingekeilt und die Keile sind dann mit Segeltuch abgedeckt, um das ganze wasserdicht zu machen.


      Beim Original sieht der Mastkragen an Deck so aus:


      So. Damit ist der Bericht offiziell wiederbelebt.
      Viele Grüße
      Ludwig
    • Astrein! freu 2
      Eines der inoffiziellen Forenprojekte geht weiter. Mit Deinem Besuch auf der Replik hast Du nun uns allen etwas voraus. Neeeeeinnn... ich bin nicht neidisch!!!! cool2

      Die schiefen Masten dienten einem besseren Drehpunkt der Rahen bzw. der Lateinrute. Warum man das beim Hauptmast nicht gemacht hat? Keine Ahnung, in späteren Jahrhunderten hatten die Masten nur einen leichten Fall nach achtern. Die Klipper hatten erst wieder einen starken Fall. Aber alle Masten gleichmäßig nach achtern. Und das aus optischen Gründen, damit das Schiff schneller aussieht.

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo miteinander..nach nur einem weiteren halben Jahr Pause ging es tatsächlich wieder etwas weiter.

      Irgendwann muss der Kahn ja mal fertig werden.

      Stage und Seitentakel
      Begonnen habe ich die Takelei mit den Stagen und den Seitentakeln. Meine Methode ist immernoch die gleiche...als Blöcke dienen wieder Drahlisolierungen. Nur diesmal habe ich in Fliegenfischgarn investiert und werde einmal damit mein Glück versuchen.

      Die Blöcke der Stage wurden wieder mit Klingeldraht verbunden, der anschließend angemalt wurde. Das laufende Gut des Seitentakels ist Fliegenfischgarn.


      Als das soweit fertig war, habe ich mich mal wieder an meine Lieblingsbeschäftigung gemacht..Jungfern stricken. Zum Anfang erstmal die 16 Stück für den Hauptmast. Da mein Schiff ein Erkundungsschiff wird, das schon eine Weile auf See ist, habe ich diesmal die Abstände der Jungfern etwas freier gewählt, damit es nicht so uniform aussieht.
      Die Rüsten wurden schon angebracht. Bevor aber die Wanten dran kommen, muss ich erst noch 4 Niedergänge und die Reling des Vorder- und Achterkastells herstellen.


      Soviel für den erneuten Wiederbeginn. Ich hoffe, dass ich diesmal etwas länger motiviert bleibe^^
      Grüße
      Ludwig