Die Entdeckung von Texas 1519 - San Salvador 1:275

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    • Hallo Wolfgang, danke für das Lob!
      Danke auch an alle "Mögenden"!

      Großsegel


      Weiter geht's nun mit dem Großsegel. Auch das habe ich zunächst, genau wie die zugehörige Rah mit allen "Blöcken" versehen und dann das Segel an die Rah geklebt.




      Anschließend wurde es dann in eine Form gebracht, die halbwegs zum Focksegel passt. Auch hier kommen Gordings, Buline und Brassen ganz zum Schluss. Schoten, Geitaue und Topnanten wurden dagegen schon angebracht. Die Rah ist wieder mit einem Hanger und ihren vorher vorbereiteten Fallen aufgehängt. Ihre Klotjes kommen dran, wenn die Brassen die Rah in ihre endgültige Position ziehen.




      Als nächstes geht es weiter in die Höhe und es kommt das Großmars-Segel an die Reihe.
      Bis dahin!
      Ludwig
    • Hallo Kurt, vielen Dank!

      Großstenge

      Weiter gehts nach oben am Großmast..um das nächste Segel irgendwo dran hängen zu können, braucht's noch den passenden "Mast". In dem Fall ist das die "Großstenge". "Groß" heißt hier ~3,5cm.
      An deren Fuß sitzt eine Marsplattform, wie man sie sich vorstellt - rund und eher "korbartig".
      Das Interessante ist, dass die Stengewanten zwischen dem zweiten und dritten Ring durchgeführt werden und nur am Hauptmast und auch nur auf einer Seite ausgewoben sind. Warum nur auf einer Seite bzw gar nicht ausgewoben? Weil die Rahen heruntergefiert wurden und nicht die Leute raufgeklettert sind. Lag die Rah dann sicher auf der Marsplattform, wurde das Segel dran hochgebunden - so, wie auf den Fotos zu sehen.


      Marsplattform

      Die Stützen habe ich etwas reduziert und nur 12 gebaut. Ich habe mir dafür einen schmalen Streifen geschnitten und von dem dann leicht schräge Stücke heruntergeknipst. Dadurch sind die Stücke alle gleich hoch. Drauf kam dann jeweils ein Ring aus geteilter Graupappe.




      Wanten

      Die Wanten sind wieder aus Fliegenfischgarn. Die Jungfern musste ich "fälschen". Die sind aus Klingeldraht geknotet und auf die gespannten Wanten draufgeklebt. Auch diese sind mit Absicht wieder nicht gleich hoch gebunden. Ausgewoben habe ich hier auch wieder die Steuerbordseite, wie schon beim Besanmast.




      Als nächstes muss ich noch das Stag gen Fockmars reinfriemeln und dann kann das Großmarssegel angebracht werden.
      Bis dahin ein schönes Wochenende. Bei der Wärme wird der Leim ja schon fest, sobald er die Tube verlässt!
      Grüße
      Ludwig
    • Hallo alle miteinander!

      Heute ist es auch im Lande Österreich etwas kühler geworden und der Leim erstarrt nichtmehr sofort, nachdem er die Tube verlassen hat.
      So konnte es auch an der San Salvador etwas weiter gehen.

      Zuerst zu Alex' Einwand..ich habe mal ein 1:300 Plastikfigürchen als Größenvergleich aufgestellt. Ich denke, die Webleinenabstände passen einigermaßen...
      Das weiße Männel lässt sich nicht so toll fotografieren, aber ich denke, man kann es erkennen.
    • Großmarssegel

      Auf dem Bild oben kann man auch schon das Ergebnis der heutigen Bemühungen sehen.
      Das Großmarssegel wurde an seinen Platz gehängt und vertäut. Es war wiedermal eine ordentliche Fitzelei, aber jetzt hängt es. Die Rah ist etwas gefiert, um das Segel bauchiger wirken zu lassen. Alle Strippen des laufenden Gutes wurden an Deck geführt und an den Nagelbänken belegt. Taurollen werde ich ganz zum Schluss mit dem anderen Kleinkram herstellen.


    • Hier, weil es mir so viel Spaß macht, das zu fotografieren wieder zwei Übersichten.


      Wenn mir jetzt noch wer sagen könnte, wie ich die Besanrah und ihr Segel stellen muss, damit sie zum Rest der Segel passt, wäre mir sehr geholfen kratz1 - vielleicht mit einer Skizze oder nem passenden Bild?

      Viele Grüße und ein produktives Wochenende!
      Ludwig
    • Ahoi Gnost,

      klasse sieht das aus! Mit dem graublauen Hintergrund wirken die Fotos so toll, wie alte Stiche und Gemälde! daumen1
      Das Besansegel könntest Du anschlagen wie in diesem Link: (scrollen nach unten) viapozzo6.wordpress.com/2017/1…nghi-di-yuggoth-xv-xxxvi/

      Zur Führung der Lateinrute gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen (Schiften oder nicht). In Deinem Fall würde ich das Segel hinter den Wanten anschlagen so dass es der Wind dort hineindrückt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich die Mühe des Schiftens machte und das Segel vor den Wanten fuhr. Vielleicht auf ganz langen Schlägen?

      Das Lateinsegel wird bei Deinem gezeigten Halb-Wind-Kurs gesetzt bestimmt gut Wind gefangen haben. Ich kann mir vorstellen, dass die Blinde in der beim Modell gezeigten Position in der oberen Hälfte gut im Windschatten der Fock liegt und wirkungslos wird. Aber egal, es fand gerade ein Kurswechel statt und die Mannschaft wird als nächstes die Blinde drehen...

      Ansonsten kannst Du das Besansegel auch an die Rute aufgebunden abgefiert auf Deck legen (so wie bei meinem Barentsz-Schiff). Vielleicht läuft Deine Galeone auf eine Küste zu und es wird gerade nicht alles an Tuch gebraucht?

      Möglich wäre auch, den Bootsmast samt Segel als Bonaventuramast an der Heckreling angeschlagen zu zeigen (so wie es Kolumbus laut seinem Bordbuch machte). Dann müsste das Besansegel natürlich gesetzt sein und die Galeone würde mit "jedem Taschentuch" segeln...

      Lass´ sehen wie Du es machen wirst! daumen1

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • AnobiumPunctatum schrieb:

      Kannst Du bitte malen Foto mit einer 1Cent Münze machen. Ich kann mir gerade absolut nicht vorstellen, wie klein das Modell ist.
      Es ist auf jeden Fall - so wie immer bei den Gnost'schen Modellen - ziemlich klein. grins 3

      Wahnsinn, was du uns hier immer wieder zeigst, Ludwig! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo miteinander,

      ich komm zwar nicht zum Basteln, aber ein Cent-Foto ist grad noch drin.
      Der Hintergrund ist übrigens totaler Zufall. Eigentlich ist es nur eine weiße Wand und das Modell steht beleuchtet etwa einen halben Meter davor. Hier mal ein Bild des Settings bei Tageslicht:

      Ab und an gibts auch mal einen blauen Verlauf im Hintergrund, wie man im Zeven Provincien Baubericht sehen kann. Hab aber keine Ahnung, warum das so ist..egal, schön siehts aus^^
      So, hier nun das Cent-Bild. Das Schiff ist von Spitze zu Spitze 13cm lang.


      Schönen Abend!
      Ludwig.
    • danke 2

      Junge, ist das Teil riesig. Ich hatte erwartet, dass es auf der Münze Platz hat. lach 1

      Absolut klasse. Es ist schon erstaunlich, welche Details sich auch in diesen kleinen Maßstäben noch nachbilden lassen.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Christian, ja es wirkt auf den Bildern deutlich kleiner, als es ist...muss ein Effekt der Makros sein... denk1

      Besansegel
      In unserer kleinen Segelschiffecke hier gehts ja ganz schön ab. Da kommt man vor lauter lesen kaum noch dazu, selbst mal was zu bauen.
      Trotzdem habe ich es über die letzte Woche geschafft, endlich das letzte Segel, nämlich das Besansegel, an seinen Platz zu wuchten.
      Auch hier wurde wieder ein Knecht gebaut, um die Besanrah auf- und abfieren zu können. Meine "Draht-um-Draht-gewickelt" Variante muss wieder als Klötjesimitation herhalten. Die Dirk wurde diesmal komplett aus Fliegenfischgarn hergestellt, was etwas schwieriger, als aus Draht ist, da man ja Spannung reinbringen muss.
      Auch die Brassen für die Groß- und Großmarsrah wurden angebracht.










      Mit dem Fiegenfischgarn tu ich mich insofern immernoch etwas schwer, als dass man die Strippen nicht so schön durchhängen lassen und formen kann, wie mit Draht. Das gespannte Garn lässt irgendwie alles so "starr" wirken...na ich werde mal die vorgeschlagene Leimimprägnationsvariante versuchen...

      Auch die Gordings bereiten mir aus dem selben Grund noch etwas Kopfzerbrechen, denn die sollten ja auch eher durchhängen.
      Eine nächste Frage als Abschluss wären die Bulinen...man findet die nur auf ganz wenigen Fotos der San Salvador. Auf diesem hier sind sie etwa nicht zu sehen...Frage: bauen oder nicht bauen?

      Grüße
      Ludwig
    • Hallo Klaus...ich hab geahnt, dass du das sagen würdest haue 1 naja..das macht das Kraut jetzt auch nicht mehr fett.

      Hallo Chapman. Mein erster "Minisegler" war anno 2012 die HMS Cleopatra, mit der ich "richtig" in die Seglermaterie eingestiegen bin. Meine anderen Werke kannst du im Link in meiner Signatur finden.
      Freut mich, dass es dir gefällt!

      Grüße!
      Ludwig
    • Gordings
      Kurz....waaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!! das war echt fiese Fummelei!
      Aber auch dieses Hindernis wurde überwunden. Kurz für euch (und auch für mich als Gedankenstütze für spätere Projekte) meine Vorgehensweise:
      Ich habe zwei kürzere Stücke Fliegenfischgarn am Ende eines langen Stückes festgebunden und mit nem viertel Tropfen Sekundenkleber fixiert und "langgezogen", sodass die eingeknoteten 2 Stücken am Knoten einen scharfen Knick bekommen..es entsteht eine Art ->>---- förmiges Stück mit einem Faden in die eine und 5 Fäden in die andere Richtung. Ich brauche nur 4 Strippen, die zum Segelliek gehen, also wird das Stück vom langen Faden, das den Knoten schlägt abgeschnitten. Dann werden 4 Löcher an die vorgesehenen Stellen im Segelliek gepiekst und die 4 Enden hindurchgesteckt, ohne sie festzukleben. Dann habe ich den Verbindungsknoten am Segel mit einem kleinen Klebepunkt fixiert und die 4 durchgesteckten Enden auf der anderen Seite des Segels mit einem anderen langen Stück Faden zusammengeknotet, aber NICHT festgeklebt. Die beiden langen Enden wurden dann zu ihren vorgesehenen Blöcken unter dem Mars geführt und in der richtigen Länge verklebt. Zum Schluss habe ich dann an den 4 lose im Knoten sitzenden Fäden solange rumgezupft, bis sie einigermaßen saßen, sie mit Kleber fixiert und dann bündig am Knoten abgeschnitten. Klar soweit?^^
      Ich versuchs mal mit Bildern zu zeigen...




      Das Prozedere wurde 5 Mal wiederholt (2xGroß-, 2xFock-, 1xBesansegel (da allerdings mit 6 kleinen Fäden)).





      Zum Schluss noch ein kleiner Größenvergleich mit der Spitze meines Zeigefingers schwitz1


      Nuja. Der "Spaß" ist geschafft, jetzt kommen nurnoch die Bulins und dann ist Schluss mit dem Strippenzauber!
      Bis bald!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig,

      klar, das macht viel arbeit und kostet Nerven. Die Bulins und Gordings mit ihren Hahnepoten gehören aber zum kompletten Bild der alten Segelschiffe des 16. Jahrhunderts. Sie sind charakteristisch für die alten Takelagen. Das Weglassen ist für mich so, als ließe man bei einem Dampfer die Schornsteine weg.

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Klar Klaus, du hast natürlich vollkommen recht!
      Ich ärgere mich ja selber immer über Modelle, teils auch in Museen, bei denen die halbe Takelage fehlt.
      Hatte insgeheim wohl auf ein "nein ist okay, das kannst du ruhig weglassen" von den Großmeistern gehofft verlegen1
      Aber es sieht einfach besser aus mit all dem Krimskram.

      Mich wundert nur wirklich, dass ich bisher auf keinem Foto der Replik Bulins gesehen habe..vielleicht findet ja irgendwer so ein Foto.
      Deren Führung würde mich nämlich auch interessieren. Im Mondfeld ist die Variante von den Segeln über einen Block, der am Stag hängt zu den Marsen als "18.Jhd" ausgeschrieben und der direkte Weg von den Segeln zu den davor/darunter liegenen Eselshäuptern als "16/17.Jhd"...na mal schauen, wo ich die so lang führe.
      Vorallem die Bulins des Fockmastes...der Bugspriet ist so kurz, da bringt man ja fast keine Hebel zusammen mit der angedachten Seilführung..egal welche aus dem Mondfeld man da nimmt...

      Wird sich dann morgen ergeben.
      Bis dahin!
      Ludwig
    • Mir fehlen die Worte um die hier gezeigte Qualität auch nur halbwegs angemessen zu bestaunen und loben, und leider habe ich nur zwei Daumen: daumen1

      Sollte ich mich irgend wann mal trauen und meinen Ausdruck von diesem Schiff anfangen, ich weiß jetzt welchen bb ich als Inspiration (um nicht Anleitung zu schreiben lala1 ) verwenden werde.
      Servus, bis zum nächsten mal!

      Jens
    • Gnost schrieb:

      (...)
      Hatte insgeheim wohl auf ein "nein ist okay, das kannst du ruhig weglassen" von den Großmeistern gehofft verlegen1
      (...)
      ... Du bist doch selber Großmeister daumen1
      Ich finde, wenn man die Funktion der einzelnen "Hebel" in der Takelage erkannt hat, und ein wenig die historischen Abbildungen ansieht, findet man schon die logischen Anschlagpunkte für Blöcke und Läufer. Man darf bei vielen Dingen nicht von den Lösungen aus der Gegenwart ausgehen - beispielsweise bei 1:1 Nachbauten. Da liegen ganz andere Anforderungen zu Grunde wenn das Schiff mit Passagieren auch noch nach aktuellen Sicherheitsstandarts funktionieren soll.
      Wie auch immer: Du hast hier wieder etwas ganz tolles kreiiert und ich hoffe, die anderen Galeonenbauer hier im Forum bekommen auch mal wieder Lust an ihren unfertigen Modellen weiter zu bauen. Vielleicht bekommen wir dann in Zukunft noch einen Sammelthread mit allen fertigen Schiffen hin. Wenn ich richtig zähle, müßten es dann sechs Schiffe sein (eines davon ist schon längst fertig... verlegen2 )

      Viel Freude beim Endspurt,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo miteinander!

      Heute hatte ich seit ewigen Zeiten mal wieder einen "kompletten Modellbausamstag" - es war super, endlich regnet es mal wieder und ist nasskalt! daumen1

      @airgoon dankeschön, Ziel erreicht! freu1
      @Bumbarin ich freue mich zwar, dass dir mein Baubericht gefällt, für jemanden, der das Modell aus dem Bogen bauen möchte, ist meine 80%scratch Variante aber im Zweifel wenig hilfreich. Eigentlich habe ich aus dem Bogen nur die Spanten übernommen, der Rest ist Eigenbau. Da solltest du dich eher an die größeren Varianten der Kollegen halten..die ich immernoch versuche zum Weiterbauen anzustacheln!!
      @KlabauterKlaus das war nicht als "fishing for compliments" gedacht. Ich denke schon, dass ich baumäßig ganz gut drauf bin, aber am Hintergrundwissen mangelts doch recht starkt - darauf war das "Großmeister" bezogen grins 3 Und du hast natürlich recht, die modernen Replikas müssen meist starke Abstriche bei der Originalität machen. Ich finde aber, bei der SanSalv. sind die modernen Elemente schon extrem stark getarnt. Na wie auch immer

      Bulins

      Die Bulins habe ich nun auch noch rangeschmiedet. Mit der Direktvariante vom Segelliek zum gegenüberliegenden Mast, bzw zum Bugspriet. Dort habe ich dann allerdings gemogelt und die Tampen abgeschnitten und nicht zu einem Belegpunkt weitergeführt.
    • Letzte Strippen

      Als allerletzte "Strippe" wurden noch die Stage des Auslegers angebracht. Auch sie sind aus Fliegenfischgarn und um sie nicht einfach in die Bordwand zu stecken, habe ich mir auch hier die Mühe gemacht und kleine Drahtösen geformt, an denen die Stage festgeknotet wurden.


      Als der Leim trocken war, hat die Takelage dann nochmal Farbe abbekommen. Ich habe versucht, die Draht-Blitzer wegzubekommen, noch braunes Stehendes Gut schwarz angemalt und allen "Block-Ösen" einen dunkelbraunen Tupfer verpasst, um sie zu schließen.
    • Nun geht es also an die Ausrüstung der noch fehlenden Teile.

      Als erstes kamen die:

      Anker:

      Der Schaft ist aus Karton, die Arme aus einem Stück Draht mit Kartonspitzen. Auch die Ringe am oberen und unteren Ende ("mittelalterlicher Anker" im Mondfeld Seite 200) sind aus Draht gebogen. Ich habe einen "großen" und einen minimal kleineren gebaut.




      Angemalt, an den Rüsten angebracht und mit Boje versehen, kann man sie kaum noch erkennen...werde beim nächsten Mal knallrote Anker bauen!


    • Ruder

      Als letzter Akt für heute kam dann noch das Ruder an seinen Platz.
      Ich hatte von den "originalen Planken" des Schiffes noch ein paar Reste, die mir jetzt sehr zu Gute kamen.
      Zuerst wurde ein falscher Achtersteven angebaut und mit den "Planken" verblendet.


      Auch das Ruderblatt (2,2cm lang) selbst wurde in diese Planken gekleidet und mit seinen "Fingern" und Eisenbändern versehen (schwarzer Zwirn).


      Das Ensemble wurde am Heck angeklebt und die Eisenbänder am Rumpf angebracht. Auch die Sorgleinen wurden nicht vergessen (hat die Replik übrigens auch nicht)


      Zum Abschluss wurde auch hier noch etwas "Bewuchs" mittels Watte angedeutet und versucht, die Farbe des restlichen Unterwasserschiffs zu treffen.


      Das war's für heute.

      Ganz zum Schluss noch eine Frage an unsere Experten:
      Ich möchte noch diverse Reserve-Stengen usw bauen. Was hatte denn so ein Expeditionsschiff an "Reserve" dabei? Und wo wurden die Stengen mitgeführt? In der Kuhl oder doch außenbords auf den Rüsten?
      Ein Beiboot kommt natürlich auch noch aber das werde ich schleppen lassen.

      Bis bald!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig

      DAs ist einer der Bauberichte, wo man einfach sagen muss, dass alleine schon wegen diesem die Mitgliedschaft in diesem Forum gerechtfertigt ist. Denn so einen Baubericht kommentarlos anzuschauen geht einfach nicht...obwohl, was soll man dazu noch sagen? oh1 oh1 oh1
      Einfach WOW!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Ludwig,

      mit der Darstellung der Sorgleinen, der Ankerbojen und noch der Reservespieren liegst Du mal wieder ganz weit vorn daumen1 . Das sind Dinge, die sich an vielen gut gebauten Modellen nicht finden lassen.

      Mit dem Thema "Reservespieren" beschäftige ich mich gerade auch bei meiner VICTORY. Selbst bei einem so bekannten und gut dokumentierten Schiff ist es schwierig, genaue Listen der mitgeführten Hölzer zu bekommen.

      Bei meinem Barentszschiff und meiner SANTA MARIA habe ich in Länge der Kuhl ein paar Reservespieren beidseits der Luke gelegt und zu einem Bündel festgebunden. Rahen wurden, soweit ich weiß, geteilt mitgeführt. Ob außen an den Rüsten zu dieser Zeit etwas geführt wurde weiß ich nicht (von den Franzosen des 18. Jahrhundert weiß ich das nur).

      Ich denke, bei solchen Fahrten ins Unbekannte kam mit was nur ging und nötig war. Klar, Holz ließ sich überall schlagen und Teile austauschen. Aber wenn dann doch auf dem Atlantik etwas brach oder verloren ging, musste Reservematerial an Bord sein.Ich für meinen Teil würde abwägen was ich zeige um das Modell nicht zu überladen. Im Zweifel was und wo gelagert wird gilt: Beweise Dir jemand das Gegenteil! prost2
      Zur Wissenmehrung und zum kennenlernen interessanter Leute die irre viel über solche Dinge wissen gibt es seit rund 60 Jahren einen ganz guten Verein... grins 2 (s. Link unten)

      Deine Galeone ist jetzt so gut wie fertig? Es fehlen noch Flaggen, Reservehölzer und Figuren?

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Servus Ludwig,

      du hast an alles gedacht!
      Ankerbojen und Sorgleinen am Ruderblatt werden gerne vergessen!

      Ich bin jedesmal wieder von der Lebendigkeit deiner Segel begeistert! beifall 1

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Leute,

      danke danke an Peter, Klaus und Dieter!
      Ja die Galeone ist quasi fertig, die kleinen Zusätze werden das Äußere kaum noch verändern, wobei Fahnen natürlich doch immer noch "das gewisse Extra" bringen.
      Die Dioramadarstellung wird wohl ähnlich ausfallen, wie bei Klaus' kriegerischer Variante.
      Aber dazu dann beim nächsten Mal mehr, jetzt wird erstmal Kleinkram gebaut.

      Grüße
      Ludwig
    • Hallo Alex...na das hat ja zumindest kurzzeitig funktioniert!

      Beiboot I
      Jetzt kam endlich mein Lieblingsteil an die Reihe! Es war Zeit, das Beibot zu bauen.
      Die San Salvador hatte eine 15 Fuß "Chalupa" dabei. Ich habe erst überlegt, die nach dem Plan im San Diego Maritim Museum zu bauen, mich dann aber doch für die "frei Schnauze"-Variante entschieden - lediglich die Länge und "Bauchigkeit" sollte erhalten bleiben.
      Wer meine Bauberichte kennt, kennt auch meine Methode schon, ich werde sie trotzdem nochmal zeigen.

      Zuerst schnitze ich mir aus Holz eine "Negativform" des Rumpfes...kurze Stellprobe an Deck, ob das Boot auch auf seinen Platz passt.

      Diese Form wird dann mit Frischhaltefolie als "Trennschicht" überzogen, auf die dann eine Schicht Zellstofftaschentuch (eine Lage) drauf kommt, die in verdünnten Weißleim getränkt wird...quasi "tiefgezogen".



      Auf diese Grundform klebe ich dann schmale Papierstreifen - hier wieder Rest meiner "Planken", nur nochmal halbiert, damit sie etwas schmaler werden (~0,5mm).

      Dann wird der "Kern" entfernt und es bleibt eine dünne, flexible Rumpfschale übrig.
    • Beiboot II

      Diese Rumpfschale wird dann grob zurechtgeschnitten und der Innenausbau mit schmalsten Papierstreifen kommt hinein.

      Die "Chalupa" hatte 3 Ruderbänke und eine Bank für den Mann an der Pinne (kein Steuerrad! grins 2 )

      Zum Schluss kam noch etwas "Mascara" in Form eines schwarzen Abschlussstreifens drauf und ein Ruder hinten dran.


      Das Boot wird später geschleppt werden und bekommt noch etwas Ausrüstung..und vielleicht einen Angler...mal sehen.

      Soviel für den Abend, das hat wieder Spaß gemacht!
      Viele Grüße
      Ludwig
    • Hallo Ludwig

      Also, wenn Du mal einen Job als Goldschmied suchst, dann melde Dich bei mir, ich sattle dann um zum Maurer oder Zimmermann....
      Das ist umwerfend, was Du hier machst, ich bin völlig von den Socken!

      LG
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Ludwig,

      ich habe lange Zeit irgendwie verpasst diesen Baubericht von Dir zu verfolgen und bin erst heute wieder darauf gestoßen. Er gefällt mir mal wieder ausgezeichnet und Deine Takelage möchte ich in der Größe nicht einmal im Traum nachvolzirhrn wollen. Ich glaube, dabei käme nur ein Fadenknäuel zustande! Da Du ja wahrscheinlich nach Mespelbrunn kommst bin ich schon gespannt auf Deine Winzlinge und freue mich auch schon darauf, Dich persönlich kennen zu lernen!

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Leute,

      freut mich, dass euch das kleine Ding gefällt!
      Norbert, da habe ich tatsächlich wieder ein Wort gelernt...Mall...danke grins 3
      Peter...dann deine Werke sind ja auch nicht gerade Riesen!
      Fritz...da muss ich dich leider enttäuschen. Ich werde kurz vor Msp 30 Jahre alt und feiere an dem Wochenende mit der Familie, deswegen wird es dieses Jahr auch wieder nix - hab ja damals gesagt, dass der Herbsttermin für mich eher schlecht ist. Ich hoffe aber, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein kann.

      Grüße!
      Ludwig