Die Entdeckung von Texas 1519 - San Salvador 1:275

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    • Servus Ludwig,

      putzig der Zwerg! beifall 1
      Ich spiele jetzt mal unseren gemeinsamen Freund Rudi und meckere ein bisschen. les 3

      Er würde monieren, daß du das Boot in der Reihenfolge der Planken verkehrt rum beplankt hast.
      Man beginnt mit der Königsplanke = die Planke neben dem Kiel.
      Dann setzt man das Dollbord.
      Danach arbeitet man sich von der Königsplanke hoch bis zum Dollbord.
      Immer abwechselnd BB und StB.
      Die Planken werden an ihren Enden schmäler werdend zum Bug und zum Heck hin angepasst.

      Rudigemeckere Ende.

      Solange du das Boot nicht mit der Aussenseite nach oben hinlegst sieht man nicht daß die Planken nicht Vorbildgemäß laufen.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Wiwo,

      ja das mit den Planken ist mir mittlerweile auch aufgefallen und auch der Bug kommt etwas weit aus dem Wasser...
      Mal sehen, ob ich das Teil nochmal baue oder so verwende. Es wird ins Wasser gesetzt, sodass man das UWS eh kaum sehen wird...mal schauen^^ Sonst wäre natürlich noch eine Variante, den Rumpf komplett zu glätten.

      Aber grad werden andere Kleindinge gebaut und die Mannschaft rekrutiert...

      Schönen Abend!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig,

      meinen allergrößten RESPEKT! Ein fantastischer Baubericht zu einem genial gut gebauten Modell!

      Was Du da in dem Maßstab zauberst, bekommen andere Leute nicht mal in 1:48 nicht richtig hin. - Ich denke da einfach mal an das Beiboot...


      Was mich auch noch umgehauen hat: Wo bekommt man "Männchen" in 1:300 her? - Hätte ich nicht gedacht, daß es so etwas überhaupt gibt!

      Ich werde mir dann in nächster Zeit mal deine andere "Machwerke" zu Gemüte führen. Aber ich weiß jetzt schon, daß ich da ziemlich begeistert sein werde...

      Bis bald und beste Grüße,
      Herbert
    • Hallo Herbert,
      vielen Dank für dein Lob! Freut mich sehr, dass es dir gefällt. Ja ich versuche möglichst viel umzusetzen, sodass keiner sagen muss "na okay für den Maßstab ist es nicht schlecht"...deswegen stelle ich auch selten Größenvergleiche daneben, um eine halbwegs unvoreingenommene Rückmeldung zu bekommen.
      Die 1:300 Männchen habe ich auf Amazon gefunden...chinesische Importe (~6Wochen++ Lieferzeit) und ziemlich wahrscheinlich Kopien von Preiser-Figuren (gleiche Posen). Da man aber von Preiser keine unbemalten Großpackungen mehr bekommt, durchaus eine Alternative für mich. Der Unterschied zu 1:220 Figuren ist nicht soo dramatisch, weswegen ich die Sets auch mische...naja und von den 100er Packen sind auch nicht alle Figuren brauchbar...später dazu nochmal mehr. Bei der Cleopatra habe ich die meisten Männeln selbst gebaut aus Draht und Medelliermasse.

      Kleinzeug
      Da das Schiff selbst nun eigentlich fertig ist, geht es schon an die "Dekoelemente"...namentlich Kisten, Fässer und Reservespieren.
      Die Fässer sind aus nem Zahnstocher gefeilt und massiv, die Kisten aus 2 Lagen Graupappe, die mit "Planken" beklebt wurde...vielleicht deute ich mit schwarzen Punkten nich Scharniere etc an.
      Außerdem kam die Gräting noch an ihren Platz in der Kuhl und auch das Spill, eine Pumpe und eine Beting wurden dort untergebracht.
      Die Niedergänge bekamen noch "Handläufe" in Form von gespannten Tauen.





      Im Gegensatz zu Klaus habe ich mich dazu entschieden, schon vorgeformte Reservehölzer mitzuführen...die beiden Rahen vom Großmast und die Blinde, sowie eine Marsstenge. Diese wurden zusammengelascht.
      Als "Lagerort" habe ich mir die Seiten des Heckkastels auserkoren. An Deck würden die Stengen im Weg liegen, dort sind sie halbwegs weit weg vom Wasser, nicht im Weg und gut verzurrbar. Außerdem habe ich bei dem berühmten Diorama "Reede vor Texel" einige Modelle erspäht, bei denen die Reserven ebenfalls dort angebracht sind.

      Soviel für heute, jetzt baue ich erstmal Beiboot Version 2.0...

      Grüße!
      Ludwig
    • Servus Ludwig,

      der Kleinkram bringts!
      Ist einige Arbeit, aber belebt das Modell ungemein.
      Der Stauungsort der Reservespieren macht Sinn.
      Dort stören sie den Bordbetrieb am wenigsten.

      Gutes Gelingen für Beiboot V2.0!

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Ahoi Ludwig,

      so wie Du und Wiwo sehe ich die Lagerung der Reservehölzer auch: Dort wo sie sicher und platzsparend unter zubringen sind. Und ob sie nun vorgefertigt oder als Rohmaterial für eine spätere, individuellen Verwendung mitkamen sei dann auch eben der Vorstellung des Modellbauers überlassen. Das wird jeder Crew für sich individuell entschieden haben. Soweit ich weiß, gab es erst Ende des 18. Jahrhunderts entsprechende Vorschriften und Richtlinen für solche Dinge.
      An Backbord finde ich die Lagerung unter den Großwanten jedoch, hmmm... denk1 , unchic! Ich würde sie über die Wanten legen. Schau Deine Bilder der Replik an: Ich glaube kaum dass sich unter die gespannten Wanten so einfach noch Hölzer schieben lassen.

      Die Preiserfiguren in 1:220 zum selberbemalen gibt es übrigens wieder. Zumindest habe ich sie im letzten Herbst online beim Hersteller kaufen können

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Wiwo..schon dabei..wird nur minimal anders, aber es macht einen Unterschied^^

      Hallo Klaus..danke für die Info mit den Preiserleins! Ja im Mondfeld steht, wie du schon sagst, dass es im 18.Jhd Vorschriften gab, was mitzuführen ist..wobei es da sicher auch wieder Diskrepanzen zwischen Vorschrift und Verfügbarkeit gab...Vorher hat man wohl mitgenommen, was sinnvoll schien, Platz hatte und verfügbar war. Was die Verzurrung unter den Wanten angeht..du hast recht, bei der Replika würde da kaum was hinpassen, bei meinem Modell ist allerdings ein Spalt zwischen Bordwand und Wanten, in den sich die Stücke leicht reinschieben lassen. Wenn ich die Spieren außen an den Wanten festmache, drückt es die Wanten rein (was den Mast krumm zieht) oder die Spieren hängen irgendwie komisch in der Luft. Daher die Positionierung hinter den Wanten (mal davon abgesehen, dass die jetzt festgeklebt sind und ich es eh nicht mehr ändern könnte).

      Schönen Abend!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig,

      Ich finde die Lage der Reservespieren insgesamt auch sehr gut, doch finde ich die Kritik von Klaus durchaus berechtigt, würde an Deiner Stelle, dass doch jetzt so lassen, da eine Änderung hier kaum möglich scheint und der Versuch wahrscheinlich irreperable Schäden erzeugen dürfte. Die Kleinteile sind natürlich wieder Salz in der Suppe!

      Gruß
      Fritz
    • Hallo zusammen! Ja, die Spieren bleiben, wo sie sind.

      Beiboot 2.0
      Nach Wiwo's wohl dezentestem jemals in einem Forum geschriebenen "ganz gut, aber streng dich mal ein bissl an, das kannst du doch besser" musste nun eine zweite Variante des Beibootes her mit etwas weniger hochgezogenem Bug und anderem Plankenverlauf.
      Dafür habe ich mir doch die Pläne der Chalupa ausgedruckt (1,6cm lang) und alles nochmal fast genauso gemacht, wie beim ersten Modell.





      Die Vergleichsbilder zeigen zwei fast identische Modelle, das mit dem geringeren "Schwung" (links rechts und rechts unten) ist das neue Exemplar...

      Musste das nun wirklich sein? Puh keine Ahnung, ich denke trotzdem, dass das zweite besser ist und das andere kann ich gut z.B im Steampunkdiorama verwenden. Außerdem baue ich gerne Beiboote.

      Schönen Abend!
      Ludwig
    • Servus Ludwig,

      besser geht es in der Größe nicht mehr, außer du kannst ein paar Siganesen oder Swoon engagieren. beifall 1
      Mir persönlich gefällt der Neubau besser, denn er trifft die Form genauer.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Ahoi Ludwig,

      es ist alles wie immer: Schaut man in deine Bauberichte, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. klasse1 daumen1 Und dann nehme ich mir hier ein Centstück, betrachte es und stelle mir vor, ich sollte jetzt ein Beiboot bauen, welches nicht nur da drauf passt, sondern auch noch richtig toll aussieht. Wahnsinn! oh1

      Viele Grüße,

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Bonden - vielen Dank für die Blumen prost2

      Details...Taurollen

      So, einen ganz kleinen Fortschritt kann ich zumindest auch berichten, während hier ringsum die Galeonen förmlich aus den Muscheln sprießen...ich habe mir aus Fliegenfischgarn ein paar Taurollen gelegt und sie an den "Nagelbänken" festgemacht. Natürlich nicht für jedes ankommende Tau auch eine Rolle, das würde sonst überfrachtet aussehen, zumal ich die Rollen aktuell nicht besser hinbekomme, als hier abgebildet. Belegnägel werde ich mir sparen, da muss ich nächstes Mal früher dran denken und die Nagelbänke entsprechend vorbereiten.



      Das war's schonwieder..ich tüftel nebenher noch am Wasserklotz und der Besatzung.

      Grüße
      Ludwig
    • Hallo zusammen!

      vielen Dank an Roland, Hagen und Bonden für eure Kommentare und an die Liker fürs liken.

      Kleinzeug
      Wie schon angekündigt ist das Schiff quasi fertig und es fehlen noch einige Klein- und Kleinstdetails für das Diorama.
      Allen voran die...

      Mannschaft
      Ich habe mal etwas nachgelesen und die Expedition mit drei Schiffen, die in etwa die Größe der San Salvador gehabt haben dürften umfasste 270(!!) Leute. Nehmen wir eine gleiche Verteilung an, sind auf einem etwa 30m langen Schiffchen also 90(!) Seeleute mitgefahren. Das muss man sich mal vorstellen. 90 Leute zu bauen war mir deutlich zu viel, ich habe mich also auf etwa die Hälfte beschränkt. Die meisten sind leicht umgebaute Plastikfiguren, aber da es keine kletternden Figuren gibt, habe ich wieder auf meine Drahttechnik zurückgegriffen und selbst Männeln gebaut. Deren Drahtarme und -beine kann man dann schön in die gewünschte Form biegen. Arme und Beine sind aus Stahldraht, der Körper besteht aus etwas Malerspachtel und der Kopf ist eine Zellstofftaschentuch-Kugel. Fässer und Kisten habe ich weiter vorne schon gezeigt.



      Zentrale Szene wird ein Fass, aus dem ein Tisch gezimmert wurde und auf dem eine "Karte" liegt. Um diese Karte scharen sich dann einige Seeleute. Die anderen werden auf dem Schiff verteilt.


      Hier noch eine Übersicht des "Equipments" vor dem Schiff..man stelle sich vor, es wären mindestens doppelt so viele Leute!
    • Gnost schrieb:


      Achja und an einem anderen kleinen Hingucker arbeite ich auch noch...hier ein kleiner Vorgeschmack.

      Bis dahin haltet die Ohren steif!
      Viele Grüße
      Ludwig
      Verschwindet in den Urlaub der Ludwig. Und füttert hier mit Kleinigkeiten, nein Winzigkeiten von Hingucker und Vorgeschmack an. Appettithäppchen eben. grins 2 Aber auf etwas das sicher ist, kann man gut warten...

      Schönen Urlaub Ludwig

      Gruss Uwe
      Manche sehen Bäume dicht an dicht, andere Zwischenräume und das Licht.
    • Hallo Leute.

      die zwei Wochen Andalusien waren leider viel zu schnell vorbei - kurzum, man kann einen Besuch dieser wunderschönen Ecke Spaniens nur wärmstens empfehlen!
      Nun aber weiter mit meinem Entdeckungsschiffchen!
      Erstmal vielen Dank an alle, die hier reingeschaut haben und mit netten Beiträgen motivieren!

      Besatzung

      Die Besatzung ist vollständig und wurde zusammen mit dem anderen Kleinkram auf Deck verteilt. Es ist nun ziemlich voll und es rührt sich überall etwas. Trotzdem drängt sich wieder die Frage auf: Wie haben da etwa doppelt so viele Leute über Monate gelebt??
      Ich habe vor dem Weiterbau leider vergessen, noch mehr Fotos zu machen, aber in den bald folgenden Galerieaufnahmen kann man sich dann ein besseres Bild der Mannschaft machen, denn es ist noch voller geworden, als auf den Bildern hier.


    • daumen1

      HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Deine belebte Galeone ist mal wieder sehr schön geworden! Die Mannschaft, die Dinge an Deck, die Flaggen, die Segel, die Reservespieren... alles macht ein schönes, lebendiges Bild dieses schönen Entdeckerschiffs. Die Zerbrechlichkeit der Holzkonstruktion und die überfüllten Decks lassen den Betrachter gleich nachdenken und fragen, wie die Altvorderen damals unterwegs waren! Das waren für heutige Begriffe unsagbare Strapazen die eine Seefahrt ins Ungewisse damals bedeutete!

      Klasse, jetzt sind schon drei Galeonen aus der Freedownload-Vorlage im Forum fertig geworden! daumen1 Da kann man schon fast von einem Forenprojekt sprechen... happy 2

      Viele Grüße und Danke für den Genuß Deines Bauberichtes!

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Ludwig

      Ganz gross, die kleine, ich bin begeistert und freue mich natürlich auch, dass wenigstens eine San Salvador fertig geworden ist... verlegen2
      Das ganz grosse Highlight für mich an diesem Modell sind die Flaggen. Da hat man wirklich das Gefühl, dass hier der Wind direkt rein weht.
      Alles andere gefällt mir aber auch sehr gut. Die Flaggen sind so ein Ding, das an sehr vielen Modellen etwas vernachlässigt wird (ich nehme mich da nicht aus). So wie Du das gemacht hast kann es wirklich besser nicht mehr sein. Könntest Du ev. kurz beschreiben, wie Du die so steif hin bekommen hast, dass sie auch in die richtige Richtung hängen? Mein Problem ist immer das, wenn sie am Tau befestigt sind, dass sie sich dann nach dem eigenen Schwerpunkt drehen und letztendlich wild in der Gegend rum hängen.

      Auf Deinen Wasserklotz freue ich mich auch, das wird mal wieder ein tolles kleines "Diorämchen"!

      Freundiche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Peter,

      klar kein Problem..die Fahnen sind definitiv kein Hexenwerk. Wie auch schon bei der Zeven Provincien habe ich als Material das Papier genommen, dass bei Hemden dabei ist oder in das auch diverse Pralinen (Moser Roth in meinem Fall) eingewickelt sind. Dieses Papier glänzt zwar leicht, aber das kann man durch Drüberrubbeln mit nem Radiergummie etwas abmildert. Der riesen Pluspunkt ist, dass es sich extrem gut knittern lässt und sehr scharfe Falten erzeugt.
      Da mir das Hemdenpapier zu weiß war, habe ich das leicht gegilbte Pralinenpapier genommen, mir dort im glatten Zustand beidseitig die Fahnen draufgemalt und sie dann ausgeschnitten. Die nicht am Mast sitzenden Enden habe ich bei der rechteckigen Flagge jeweils ein paar Millimeter eingeschnitten und mit einer Pinzette "gezupft", um die Seite auszufransen. Bei den dreieckig auslaufenden Flammen habe ich die Spitzen nochmal eingeschnitten, sodass statt 2 dann 4 "Enden" entstehen...Flaggen zerrupfts nunmal, wenn ordentlich Wind ist.
      Tja und dann knülle ich die ausgeschnittenen Fahnen richtig fest zusammen, damit sie viele Falten bekommen.
      Um den Flaggstock habe ich etwas Fliegenfischgarn gewickelt, um die Fahnenbefestigung anzudeuten. Die "richtige Richtung" kommt dann rein durchs leicht schräge Ankleben am Flaggstock und das "Fliegen im Wind" erzeugt die Knitterung von alleine. Meine Flaggen sind ja nur ein paar cm lang (die große Flamme am Fockmast ist 4,5cm lang), da hält sich die Fahne noch selbst. Bei der langen "Flamme" der 7P habe ich eines der Enden irgendwo in der Takelage "aufgelegt".
      Die Flamme am Besanmast hat keinen Flaggstock und hat daher eine Halterung aus feinem Draht bekommen, der auch steif genug ist, die paar Milligramm Flagge zu halten.



      Bei größeren Fahnen im größeren Maßstab könnte man in die Seiten ganz dünnen Draht (meiner kommt hier her: CrazyWire Company) einkleben und die Fahne damit zum Stehen bringen.

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiter helfen..einfach mal ausprobieren..wenns nix wird, konntest du wenigstens ein paar Pralinen essen grins 3
      Grüße
      Ludwig
    • Hallo Mitentdeckungsfahrer, jetzt geht es nun pünktlich vor Mespelbrunn in die Endphase. Ich bin zwar in MSP leider nicht dabei, habe mir das Wochenende aber dennoch als Endtermin für das Modell gesetzt - Termine motivieren immer! grins 3

      Wasserklotz

      Alle, die meine anderen Schiffsbauten mitverfolgt haben wissen, was jetzt kommt - mein "Wasserklotz".
      Ich werde seinen Bau auch diesmal wieder komplett beschreiben.
      Auf der Gomo im Frühjahr habe ich mir beim "Grundbretthändler" meines Vertrauens schonmal eine hölzerne Basis gekauft, die nun bestimmt, wie groß mein Wasserklotz wird. Bei meinen anderen Modellen ist die "Wassertiefe" immer 4,5cm, was bei diesem kleinen Modell zu viel wäre, daher wird es diesmal etwas flacher, dafür aber welliger!

      Oberfläche und Box
      Mein Wasser besteht aus einer hohlen Plastikbox, die mit Fenstermalfarbe und transparentem Akrylgel bemalt wird.
      Da es diesmal Wellen geben soll, habe ich mir ein Stück zurecht geschnitten ("Vivak" von der Firma Bayer - gibts in Sheets 50x50cm und in verschiedenen Stärken zum Bsp beim Gerstaecker), das etwas größer, als die Endgültige Box ist. Auf der Herdplatte (weil hitzefest) habe ich mir dann in passendem Abstand ein paar Holzstifte hingelegt und das noch glatte Stück Plastik drüber gelegt. Das Material wird dann vorsichtig mit der Heißluftpistole angeblasen, bis es heiß genug ist und weich wird. Dadurch sinkt es auf die Stifte herab, die dabei die "Wellen" hinterlassen. Das kann man sooft machen, wie man will, bzw bis die Wellenform passt. Die Wellen in der Karibik sind laut der amerikanischen Wetterbehörde im Mittel zwischen 6 und 8 Fuß hoch, in meinem Fall also etwas mehr als 1cm.

      Die Wellenform passte dann schließlich und ich konnte das Loch für den Schiffsrumpf in die Oberfläche schneiden...die Wellen machen da eine recht komplexe Form draus, aber irgendwann hat man es.

      Anschließend habe ich mir aus Pappe ein Rechteck geschnitten, dass die Endabmessungen meiner Wasseroberfläche hat. Die habe ich dann auf die Wasseroberfläche übertragen und das Viereck ausgeschnitten.

      Für die Seiten schneide ich zunächst nur Vierecke, die so hoch sind, wie die größte Welle...mit diesen vier Teilen wird die Wasseroberfläche umklebt und so eine "Box" erzeugt.



      Dann kann man einfach mit einer Schere die Wellenform in die Seitenteile schneiden.
      Das Material ist natürlich durchsichtig - hier ist nurnoch die Schutzfolie drauf. Geklebt wird mit ganz normalem Plastikkleber.

      Das ist nun die fertige "Box"
    • Farbe

      Zur Erzeugung der Wasserfarbe verwende ich Fenstermalfarben ("Windowcolor" z.Bsp von der Firma Nerchau). Das sind transparent austrocknende Akrylgelfarben. Um es etwas interessanter zu machen, mische ich meist zwei oder drei Farben durcheinander. In meinem karibischen Fall hier etwa "Dunkelgrün" und "Türkis" und verteile sie auf der Innenseite der Box.

      Das Ganze muss dann etwa eine Nacht durchtrocknen...Am Anfang (erste 1-2 Stunden) muss man aber immer mal wieder Farbe aus den Wellentälern auf die Wellenberge "zurückschieben", da die Farbe sich dort sammelt.
      Am nächsten Morgen sieht der Wasserklotz dann etwa so aus..mit viel zu glatter Wasseroberfläche.

      Dann kann man schonmal ein Probesitzen des Schiffes machen...meist sehr schönes Gefühl!!

      Um die Oberfläche noch mit ihren kleinen Wellen zu versehen, verstreiche ich transparentes Akryl (z.Bsp das aus dem Sanitärbereich vom Baumarkt..oder halt die transparente Variante von Nerchau) auf der Oberfläche. Dort, wo Wellenkämme oder Gischt hinkommt, mische ich etwas Watte in das transparente Gel. Auch rings ums "Schiffsloch" kommt eine Schicht Watte, in der der Rumpf dann später satt drinsitzt.
      Watte erzeugt auf Fotos einen schönen Schaumeffekt und ist nicht so übertrieben weiß, die weiße Farbe. Im frisch aufgetragenen Zustand ist das alles ein "Weiß in Weiß"




      Ein paar Stunden später (am besten eine Nacht warten, dann kann man sich früh auf das Ergebnis freuen) kann man dann in den fertigen Block das Schiff einsetzen.

      Soviel für heute, jetzt fehlen wirklich nurnoch Kleinstigkeiten bis zur Fertigstellung
      Grüße!
      Ludwig
    • Hallo Ludwig,

      obwohl Du dieses Verfahren anscheinend schon wiederholt gezeigt hast, sehe ich es zum ersten Mal. Es ist wie eine Erleuchtung! Ich glaube, Du hast mir geholfen, eine Frage zu lösen, über die ich seit einem Jahr nachgrüble. Vielen Dank!

      (Mehr dazu hoffentlich demnächst in diesem Kino.) danke1
      Valete! - Seid stark!
      Thomas
    • Gnost schrieb:

      Ich bin zwar in MSP leider nicht dabei, habe mir das Wochenende aber dennoch als Endtermin für das Modell gesetzt
      Ach Mensch, Ludwig - mir wäre es ungekehrt lieber - Schiff zwar noch nicht fertig, aber du in Mespelbrunn. ja 1

      Aber da es leider nicht so ist, hoffe ich weiter auf den Tag, an dem wir uns gegenseitig unsere Modelle zeigen können. Und bis dahin erfreue ich mich wie immer an dem, was du uns hier zeigst. daumen1
      Und eines fernen Tages muss ich mit dir mal sehr intensiv über deine Wasserherstellung schnacken, da ich ja auch ein "auf-See-Diorama" geplant habe, mir das aber mit deiner Methode in meinem Maßstab noch nicht so recht vorstellen kann. Aber das hat noch viel Zeit... zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
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