SMS Gneisenau und SMS Scharnhorst in 1/250 als Kartonmodell scratch

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • SMS Gneisenau und SMS Scharnhorst in 1/250 als Kartonmodell scratch

      Hallo zusammen.
      Wie ihr aus der Titelzeile bereits sehen könnt geht es um die beiden großen Kreuzer
      SMS Scharnhorst und SMS Gneisenau der kaiserlichen Marine.



      Peter hat hier im Forum ja schon die beiden in einem Baubericht und seinem Tsingtau Diorama super in Szene gesetzt.
      Was kann man da noch besser machen? Peters Ostasiengeschwader ist echt der Hammer!!!

      Deshalb habe ich mich erst relativ spät doch noch zu einer Art Kurz – Baubericht entschlossen, da ich bei einigen
      Bauabschnitten andere Lösungen als Peter nutzte und um noch andere Wege zum Ziel zu zeigen.
      Auch wenn die beiden Modelle schon vorangeschritten sind versuche ich zu den bereits gebauten Abschnitten
      noch entsprechende Infos zu geben.
      Was zum Schluss rauskommt, steht noch nicht fest.
      Es ist mehr meine Variante der beiden großen Kreuzer. Garantiert nicht fehlerfrei! Aber Kartonmodellbau der Spaß macht!!
      Daten und Infos zu den Originalen hat Peter schon ausführlich beschrieben, deshalb lasse ich diese hier einfach mal weg.

      So, jetzt geht’s los…

      Der momentane Bauzustand ist dieser:
      Hier mal die Scharnhorst zur Ansicht


      Über 10 Jahre lag der JSC 1/250er Baubogen der SMS Scharnhorst bei mir in der Schublade und wurde nie angeschnitten,
      da die Grafik mich einfach nicht überzeugte.
      Jetzt, 2017, versuche ich aus dem JSC Bogen die SMS Scharnhorst und SMS Gneisenau zu bauen ohne die Texturen des
      Baubogens zu benutzen sondern durch neue selbstgemachte Details zu ersetzen.
      Beginnen wir mit dem einzigen Bauteil dass ich aus dem JSC Bogen gebrauchen konnte:
      Der Bodenplatte.
      Diese habe ich auf 1,5mm dicke Graupappe aufgezogen und gut durchtrocknen lassen.
      Ein herkömmliches Spanten Gerüst wie man es normalerweise kennt, gibt es bei JSC nicht. Hier wird mit „Kartonkästen“
      und seitlichen Restspanten gearbeitet. Aus den vorhandenen Teilen kann man sich, mit ein wenig überlegen, ganz normale Spanten erstellen.
      Die Länge der Bodenplatte ergibt auch die Länge des Längsspants. Aus dem Bau Bogen sind nur Bug und Heckteil zum Erstellen wichtig.
      Einen Streifen Graupappe auf die Länge der Bodenplatte zuschneiden, aus dem Bau Bogen die Bauteile 4 + 10 mit
      dem Bug/Heckende des Längsspants aufziehen. Die Höhe des Längsspants ist in drei Partitionen geteilt.
      Die längen kann man aus meiner Grafik weiter unten ablesen. Der höchste vordere Teil entspricht der Länge von Bauteil 80,
      dem Backdeck, der hintere niedrigste Bereich ist identisch mit dem Achterdeck, Bauteil 30.
      Der mittlere Bereich ist entspricht dem Aufbaudeck und der Brücke.





      Auf der Bodenplatte sind die Positionen der Spanten aufgezeichnet. Anstatt diese zur Schiffsmitte durch „Kästen“
      zu ersetzen misst man hier die Breite an der Bodenplatte (Die Höhe ergibt sich durch den Längsspant und klebt
      seitlich die im Bogen vorgesehenen Restspanten auf die Pappe. Da das alles etwas kompliziert klingt,
      zeigen die Bilder hoffentlich besser was ich meine.
      Alle Maße zu den Spanten habe ich euch mal auf einer Grafik notiert. Das dürfte anderen Modellbauern die Sache vielleicht erleichtern.
      Kopieren und benutzen erwünscht!





      Spanten und Längsspant entsprechend einschneiden und miteinander auf der Bodenplatte verkleben.
      Und schon hat man ein fertiges Spantgerüst. Durch die stabile Pappe liegt es gut in der Hand und man
      kann ausgezeichnet damit weiterarbeiten. Anstatt der von mir benutzten Graupappe, geht natürlich auch Holz/Finnpappe.
      Damit sich nichts verzieht wurde das fertige Spantengerüst mit Gewichten beschwert und 2 Tage durchtrocknen lassen.
      Trotz all dieser Maßnahmen hat sich der Rumpf beim weiterbauen bis jetzt, doch um 2mm an Bug und Heck nach oben gebogen.
      Man kann aber korrigieren in dem man Packpapier schön feucht mit Leim einstreicht und von unten auf die Bodenplatte klebt.
      Die Feuchtigkeit und der Schrumpfprozeß des Packpapiers beim Trocknen, bewirkt ein verbiegen nach unten,
      was den Rumpf wieder (meistens) gerade werden lässt.
      Als nächste Bauschritte wurden das Backdeck und Achterdeck mit 1mm Pappe verstärkt und aufgeklebt.



      Es wurde keine Rücksicht auf die Texturen der Bauteile genommen. Keine der gedruckten Details sollte später Verwendung finden.
      Jetzt kann man auch bereits die Spanten im Bugbereich nach oben abrunden und sie dem Deck anpassen.
      Scharnhorst und Gneisenau hatte wie viele Vorkriegs - Einheiten der kaiserlichen Marine hier gerundeten Übergänge vom Deck zur Bordwand.
      Die Rundung lässt sich gut mit einer Nagelschere oder mit Schmirgelpapier erreichen.
      Wenn diese Arbeitsschritte erledigt sind, werden die seitlichen Kasematten Decks auf die entsprechenden Stellen der Spanten aufgeklebt.
      Diese wurden auch auf 1mm Graupappe aufgeklebt um stabiler zu sein.

      So zum Einstieg erst mal genug von meiner Seite.
      Demnächst mehr.
      gruß Albrecht
    • Hallo Albrecht,

      Du baust beide Schiffe! Eine ganze Kreuzerklasse sozusagen! Tolle Idee und große Vorhaben. Hast Du Pläne zur Hand? Oder stützt Du Dich rein auf Peters sehr informativen Baubericht? Wie Du die sauberen weißen Bordwände auf dem ersten Bild hinbekommen hast interessiert mich. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • KlabauterKlaus schrieb:

      Hallo Albrecht,

      Du baust beide Schiffe! Eine ganze Kreuzerklasse sozusagen! Tolle Idee und große Vorhaben. Hast Du Pläne zur Hand? Oder stützt Du Dich rein auf Peters sehr informativen Baubericht? Wie Du die sauberen weißen Bordwände auf dem ersten Bild hinbekommen hast interessiert mich. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

      Viele Grüße,

      Klaus
      Hallo Klaus,
      beide Kreuzer zu bauen bietet sich an, da sie sich in den meisten Bauabschnitten sehr ähneln.
      Pläne habe ich im Moment nur sehr schlechte Scans. da bin ich am überlegen ob sich die MZ 1/100 Pläne lohnen würden.
      Ansonsten habe ich einiges an Bildmaterial von Georg Dürr seiner Scharnhorst und natürlich von Willi Fraiders Modell.
      Allerdings ist dort der Maßstab 1/100 und es können Detail gezeigt werden die im kleinen Maßstab wieder nur bedingt umsetzbar sind. Die Fraider und Dürr Bilder dienen mir mehr als Referenz. Interessante Bilder zu den Modellen findet man hier:





      Zu deiner Frage wie ich den Rumpf so schön glatt hinbekommen habe, die Tage mehr.
      Das ist dann schon einer meiner eigenen Wege die ich beschritten habe.

      Gruß Albrecht.
    • Hallo Albrecht,

      ach, das gute alte Buch von Willi Fraider... daumen1 Der Mann hat mich in den Achtzigern zum Modellbau nach Bauplan gebracht. Wird in der gezeigten ModellWerft das SCHARNHORST-Modell aus dem Buch vorgestellt? Das würde mich interessieren. Ich sehe Fraider heute noch als Vorbild weil er mit wenig Werkzeugen (eigentlich nur einer Laubsäge) und sehr einfachen Arbeitstechniken wunderbare Schiffsmodelle gebaut hat.
      Die Postkartensammlung von thefrankes kennst Du? thefrankes.com/wp/?page_id=1596

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Moin Albrecht !

      Was für ein interessantes und gleichzeitig grosses Vorhaben !! daumen1

      Sowas weckt natürlich , besonders wenn es auch um kaiserliche Schiffe geht, mein besonderes Interesse ! ja 2
      Also, werde Deinen Baubericht, gerade auch wegen angekündigter "Scratchbauweise",
      hier gerne dauerhaft verfolgen ! happy 2
      Viel Erfolg und Freude !!!!!

      Mit Gruss
      aus, dem heute nassen und sehr windigen, Cuxhaven matrose1
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • KlabauterKlaus schrieb:

      Hallo Albrecht,

      ach, das gute alte Buch von Willi Fraider... daumen1 Der Mann hat mich in den Achtzigern zum Modellbau nach Bauplan gebracht. Wird in der gezeigten ModellWerft das SCHARNHORST-Modell aus dem Buch vorgestellt? Das würde mich interessieren. Ich sehe Fraider heute noch als Vorbild weil er mit wenig Werkzeugen (eigentlich nur einer Laubsäge) und sehr einfachen Arbeitstechniken wunderbare Schiffsmodelle gebaut hat.
      Die Postkartensammlung von thefrankes kennst Du? thefrankes.com/wp/?page_id=1596

      Viele Grüße,

      Klaus
      Servus Klaus,
      die Modelle von Willi Fraider sind auch heute für mich mit die schönsten.
      Seine, von der Tann, Seydlitz oder Scharnhorst ist für mich immer noch Modellbau vom feinsten.
      Gerade weil er mit wenig Werkzeug gebaut hat ist das Ergebnis um so interessanter.
      Allerdings soll er einige Modelle über seiner Badewanne, die er mit einem Brett abdeckte, gebaut haben.
      Stelle ich mir ein wenig umständlich vor. Schade das er schon lange verstorben ist.

      In der Dezember 1985 Ausgabe der Modellwerft ist ein ausführlicher Bild-Bericht zur SMS Scharnhorst von WF.
      Ca 25 Farbbilder zeigen sehr viele Details.
      Es ist auch ein Bericht zur USS Iowa bei ihrem Besuch in Kiel.
      Beides, Willi Fraider und die Iowa in Kiel haben mich damals bewogen auch mal was großes zu bauen.
      Rausgekommen ist dann das da:

      eins meiner Babys
      und da auch noch

      PS: Danke für den link thefrankes!
      Gruß Albrecht

      Bild: Willi Fraider beim Stapellauf seiner SMS Scharnhorst

    • Hallo Albrecht,

      auf deinen Bau freue ich mich so was von. Ich bin ein großer Fan der alten großen Kreuzer der Kaiserlichen Marine.
      Außer JCS, mit dem alten Bogen der Scharnhorst, gibt es leider keinen Kartonmodellbauverlag der sich dieser tollen Schiffe annimmt.

      Eine Scharnhorst, Gneisenau oder die Vorgängerschiffe Yorck und Roon wären so was von Wert als Kartonmodellbaubogen wieder erweckt zu werden. Im Moment bin ich total unzufrieden was im Moment so neues auf diesem Gebiet angeboten wird. Die osteuropäische Verlage kennen weitgehend nur Japanische und Russische Schiffe und die deutschen Verlage...., tja was soll man da sagen...... Wenn da ein Kleinstverlag nicht tätig wäre......

      Ich würde mir so was von eine Scharnhorst oder eine Yorck in 1/200 mit UWS und allem erdenklich möglichen an Kleinkram wünschen. Aber ich glaube das bleibt ein Traum.

      LG
      Frank
    • Hallo Albrecht,

      Donnerwetter! Was hast Du schon für Wahnsinnsmodelle gebaut! prost2 Dagegen sind Deine Kreuzer fast schon Fingerübungen! Klasse!

      Das Foto von Herrn Fraider wollte ich Dir auch schon schicken. Ich sehe, Du hast den Namen auch schon mal im Internet gesucht... Er war – wie mir Bekannte von ihm berichtet haben – Berufssoldat und hatte eine eigene kleine Dienstwohnung in dessen Bad er tatsächlich baute. Man muss bedenken, dass er bei Weitem weniger Unterlagen zum bauen hatte als wir heute. Nach der Wende im Osten kamen zig Originalzeichnungen Kaiserlicher Einheiten aus ehemals sowjetischen Archiven zurück nach Deutschland. Das Internet – mit schönen Foren wie diesem hier – tut sein übriges. Unter den Gesichtspunkten sollte man allerdings auch die damaligen Modelle und die damit vermittelten Informationen sehen.

      Im Band 1 von »Der Modellbau von Kriegsschiffen« wird beeindruckend ein Modell der Ausfallkorvette SACHSEN gezeigt. Nach einer Minivorlage hat Herr Fraider ein Halbmodell in 1:500 gebaut und das zerschnitten um an einem Spantenriss für sein 1:100 Modell zu kommen...

      Ein paar seiner Modelle habe ich im IMM in Hamburg gesehen. Die sind immer noch toll anzusehen!

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • fraclaphi schrieb:

      Eine Scharnhorst, Gneisenau oder die Vorgängerschiffe Yorck und Roon wären so was von Wert als Kartonmodellbaubogen wieder erweckt zu werden. Im Moment bin ich total unzufrieden was im Moment so neues auf diesem Gebiet angeboten wird. Die osteuropäische Verlage kennen weitgehend nur Japanische und Russische Schiffe und die deutschen Verlage...., tja was soll man da sagen...... Wenn da ein Kleinstverlag nicht tätig wäre......

      Ich würde mir so was von eine Scharnhorst oder eine Yorck in 1/200 mit UWS und allem erdenklich möglichen an Kleinkram wünschen. Aber ich glaube das bleibt ein Traum.
      LG
      Frank
      Hallo Frank, da kann ich mit dir fühlen. Die Masse an russischen und japanischen Schiffen sollte jetzt mal langen. Der Bereich ist schon gut sotiert. Mir wären auch ein paar gut konstruierte Modelle der von dir genannten Typen lieber.
      Bleibt wohl im Moment die Nassau von HMV der einzige Lichtblick. Aber wer weiß... vielleicht tut sich ja was.
      Eine Goeben und Moltke in 1/200 von GPM sind ja auch nicht von schlechten Eltern.
      Gruß Albrecht
      Hallo Albrecht,

      KlabauterKlaus schrieb:



      Das Foto von Herrn Fraider wollte ich Dir auch schon schicken.

      Ein paar seiner Modelle habe ich im IMM in Hamburg gesehen. Die sind immer noch toll anzusehen!

      Klaus
      Hallo Klaus, vor über 20 Jahren habe ich gehört das einige Modelle in Wilhelmshaven ausgestellt sind. Ob Bundeswehr oder Museum kann ich nicht sagen. Falls jemand mehr über den Verbleib sagen kann, bitte Bescheid geben.
      Gruß Albrecht
    • Albrecht schrieb:

      Hallo Klaus, vor über 20 Jahren habe ich gehört das einige Modelle in Wilhelmshaven ausgestellt sind. Ob Bundeswehr oder Museum kann ich nicht sagen. Falls jemand mehr über den Verbleib sagen kann, bitte Bescheid geben.Gruß Albrecht
      Kein Problem:



      Wen Du den ersten Satz hörst, weißt Du dass wir beiden nicht die einzigen sind die von den Büchern infiziert wurden... happy 2

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Es geht weiter.

      Immer noch Berichterstattung von Arbeitsschritten die schon erfolgt sind, bevor ich mich entschloss diesen Bericht zu schreiben

      Das ist der Punkt wo ich mir in den Hintern beißen könnte, weil ich zu diesem Bauabschnitt fast gar keine Bilder gemacht habe
      und die wenigen die ich hatte, sind von meiner Digicam gelöscht.

      Also versuche ich in Worten meine nächsten Arbeitsschritte zu erklären bis wieder mit Bildern dokumentiert werden kann.

      So ging es bisher weiter:

      Nachdem Back und Achterdeck sowie die Kasemattendecks seitlich am Rumpf verklebt waren, habe ich mit den Bordwand-teilen aus dem Baubogen begonnen den Rumpf zu verschließen. Die Bauteile wurden gedoppelt um etwas stabiler zu sein.
      Begonnen am Heck werden die Teile 34 R/L und 58 R/L bis zu dem gepanzerten Kasematten Bereich mittschiffs aufgeklebt
      und mit den seitlichen kleinen Decks und nach oben mit dem Achterdeck verbunden.

      Anschließend erfolgt die gleiche Prozedur mit den Bordwänden Nr 36 R/L und 65 R/L vom Bug in Richtung mittschiff.

      Offen ist jetzt noch das Mittelteil der Bordwände. Die Barbetten der Mittelartillerie Geschütze müssen eingebaut werden
      bevor man dieses Bordwand-teil am Spantgerüst anbringen kann.

      Hier sollte etwas mehr Zeit kalkuliert werden, da dies eine rechte Fummelarbeit ist und man Zeit und Ruhe benötigt!

      Wenn alles gefaltet und verklebt ist, kann man mit dem Bauteil die Bordwand schließen.

      Als nächstes habe ich den Panzergürtels in Höhe der Wasserlinie mit Graupappe auf seine geplante Dicke verstärkt
      und auf kompletter Länge am Rumpf angeklebt.

      Jetzt ist der Rumpf mit seinen dafür vorgesehenen Bauteilen verschlossen. Wie zu erwarten jede Menge Schnitt und
      Stoßkanten die mich seit jeher, gerade bei Rümpfen von Karton Schiffsmodellen stören.

      Deshalb habe ich hier mal wieder eigene Wege eingeschlagen. Mit 300 gramm dickem weißen Karton

      habe ich begonnen jetzt den Rumpf zu überkleben. Zum Anzeichnen benutzte ich Kopien der Bordwände aus dem Bogen. Allerdings wurden von mir großflächige Teile gezeichnet und aufgeklebt um möglichst wenig Ansatzstellen zu haben.

      Jetzt mussten die Rundungen vom Backdeck zur Bordwand, sowie die Kasematten an Bug und Heck aus 300g.Karton erstellt werden. Über Pinselstile gerundet, ging das ohne Probleme. Eventuelle Passungenauigkeiten wurden später sowieso verspachtelt.

      Die beiden bereits aufgeklebten Decks wurden auch mit weißem Karton überklebt.

      Bei den seitlichen Barbetten der Mittelartillerie wurden kleine Stücke Karton angepasst und ebenfalls nochmal überklebt.

      So waren relativ bald zwei Weißmodelle entstanden ohne jegliche Texturen. Keine Bullaugen, Türen etc. waren zu sehen, keine Deckstruktur usw. alles war komplett weiß.

      Jetzt wurden mit Feinspachtel alle Schnittstellen vorsichtig verspachtelt und nach dem Trocknen noch vorsichtiger mit feinem Schleifpapier geschliffen.


      Mancher wird sich jetzt fragen: Kartonmodell, Spachtel, schleifen???? Geht das?

      Ja, es geht.
      Man sollte Feinspachtel benutzen, Schleifpapier mit feiner Körnung, und ganz wichtig: beides vorsichtig einsetzen.
      Sollte der Karton mal angeschliffen und rauh sein kann man ihn mit Papierkleber und dem Finger wieder glattstreichen.
      Nach dem trocknen kann man ihn ohne Probleme wieder überschleifen.

      Da ich keine Bilder mehr für diesen Bauabschnitt zur Gneisenau und Scharnhorst habe,
      zeige ich euch mal ein paar Bilder von einem anderen Modell von mir, bei dem ich das Unterwasserschiff auch

      gespachtelt, geschliffen und lackiert habe, da mir der Original Farbton nicht gefiel.

      Es geht bei den Bildern rein um die Arbeitsschritte. Bei dem abgebildeten Modell wurde sehr viel gespachtelt. Bei den beiden Kreuzern habe ich mich auf ein Minimum beschränkt

      So bis die Tage…..

      Gruß Albrecht





    • moin1

      Kennst Du das hier?:

      sites.google.com/site/3dwarships/Home/SMS-Gneisenau

      Im befreundeten Forum »marine-modellbau-und-mehr« läuft ein ausführlicher Baubericht mit vielen Originalfotos, Planausschnitten und Links zu »Deinen« Schiffen. Der Kollege da drüben arbeitet übrigens auch sehr viel mit Karton...

      Klaus

      PS: Was zeigst Du da oben für einen Probebau? Ein kleiner Kreuzer? Deutsch? ...
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus, der you tube link zu Fraiders Modellen freut mich sehr.
      Schön zu wissen das er noch viele andere begeistern konnte.

      Der andere link zu den 1/100er Kreuzern ist sehr interessant. In dem Maßstab, mit anderen Werkstoffen kann man
      viel mehr Detail umsetzen. Habe das bei den Missouris in 1/96 selbst erlebt. Da waren selbst Türverriegelungen kein Thema.

      Sowas wird sich bei den beiden Kreuzern wohl kaum umsetzen lassen. Letztendlich ist es auch immer eine Frage was für eine Technik zur Verfügung steht und wie weit diese auch eingesetzt werden kann und soll.

      Der oben gezeigte Rumpf gehört zum Kartonmodell der HMS Belfast in 1/200. Das Modell diente mir oft dazu neue Wege zu testen.
      Nicht alle waren erfolgreich, brachten aber immer noch neue Ideen ins Spiel.
      Hier unten das fertige Modell zum oben gezeigten Rumpf.

      Im Moment bin ich am spachteln und schleifen kleiner Unebenheiten bei der Gneisenau.
      Die Macrobilder zeigen Krater, die man mit dem bloßen Auge gar nicht wahrnimmt.
      Wer hat solche Kameras entwickelt???!!!
      Bis dann
      Gruß Albrecht

    • Hallo Albrecht,

      wann sehen wir Deine BELFAST in der Galerie? welcome1
      Mit den Grad der Detailierung ist so eine Sache. Bei den kleinen Maßstäben reichen oft tatsächlich die vorgesehenen, aufgedruckten Details. Das habe ich in langer Erfahrung festgestellt. Anfangs habe ich auch bei 1:250 jeden Türgriff plastisch gebaut, mittlerweile begnüge ich mich mit dem Aufdruck. Das bloße Auge erkennt vieles der kleinen Dinge eh nicht. Ein Schlüsselerlebnis hatte ich mal, als ich mit einem Freund sehr lange in einem Museum ein sehr großes altes Werftmodell eines Kreuzers ansahen. Nach wirklich langer Zeit der kritischen Betrachtung fiel uns erschrocken auf, dass wir die »nur« aufgemalten Fenster und Türen gar nicht als »ausgebaut« bemerkt hatten. Das sah alles so sauber und schlüssig aus, dass die vereinfacht dargestellten Dinge gar nicht negativ auffielen.

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo zusammen,
      weiter geht’s mit den beiden Kreuzern.

      Immer noch Nachholarbeit bereits erfolgter Baugruppen.


      Nachdem ich die Rümpfe soweit verschliffen hatte, wurde klar das ein weiteres arbeiten mit spachteln und lackieren
      erst erfolgen konnte wenn der Bereich zwischen Backdeck und Achterdeck verschlossen sein würde.
      Um die seitlichen Bordwände nach oben auszurichten musste erst das große Aufbaudecks auf dem die
      vier Schornsteine stehen eingebaut werden.

      Mit Graupappestreifen, die stehend auf das Spantgerüst aufgeklebt wurden bekam das Deck den entsprechenden Unterbau.

      Das Deck selbst wurde auf 300g Karton aufgeklebt und verstärkt.
      Es ist das Bauteil aus dem Bogen das später aber mit einem neu gestalteten Deck nochmals überklebt wird.

      Ist das Deck eingebaut, kann man seitlich die fehlenden Bordwandstücke problemlos anfügen.


      Die Höhe der Graupappeleisten zum unterbauen kann man von den beiden Seitenteilen des Decks

      Und der hinteren Aufbauwand abmessen.


      Weiter unten zwei Bilder zum besseren verstehen.


      Das ganze gilt aber nur für die SMS Scharnhorst.

      Bei Gneisenau sieht das Deck etwas anders aus.


      Fortsetzung folgt!

      Gruß Albrecht

    • Und wieder ein Stück weiter....
      Da Scharnhorst und Gneisenau zwar Schwestern aber keine Zwillinge sind,
      kommt jetzt auch der größte Unterschied zwischen den beiden Einheiten.
      Scharnhorst hat das Aufbaudeck komplett durchgehend, während Gneisenau im Bereich des hinteren Schornsteins bis zum achteren Mast ein offenes tiefer gelegtes Innendeck besitzt.
      Bei Fotos der Außenansichten wird dies nicht sichtbar.
      Lediglich wenn man Detailfotos des hinteren Aufbaubaudecks ansieht erkennt man den Unterschied.
      Also musste das Deck der Gneisenau ausgeschnitten, sowie die längst aufzuklebenden Graupappespanten
      entsprechend gekürzt und angepasst werden.
      Aus dem von mir benutzten Bauteil des Baubogen-Decks wurde der Ausschnitt entsprechend angezeichnet
      und ausgeschnitten.
      Hier ein Bild von dem entsprechendem Bereich.



      Die Wände des eingebauten Innendecks sind 7mm hoch und wurden von mir mit einen Streifen aus 300g Karton,
      entsprechend gerundet und gefaltet, stumpf um den Ausschnitt im Deck verklebt.
      Von unten stabilisiert durch einen Boden aus 1mm Karton der auf den Hauptspanten aufliegt.
      Der Aufbau wurde anschließend nach außen im Heckbereich mit den entsprechenden Bauteilen verschlossen.
      Alle verwendeten Kartonteile wurden gedoppelt. Nach vorn wurde das Brückendeck aufgesetzt
      und auch mit den dazu gehörenden Wandteilen verkleidet.
      Jetzt war der Rumpf komplett verschlossen und konnte fertig gespachtelt und geschliffen werden.
      Da ja alle Bauteile und Detail durch weißen Karton ersetzt worden waren, habe ich mir von GPM Bullaugen aus Messing bestellt. Diese gibt es von GPM in verschiedenen Größen. Die von mir benötigten haben einen ca. Außen Durchmesser von 1,4 mm.
      Das ist für meine Finger schon eine Herausforderung.
      Zudem für beide Kreuzer weit über 400 Bullaugen verarbeitet werden müssen.
      Viel Material zum aufkleben existiert nicht und der Sekundenkleber tut sein übriges um den Spaßfaktor niedrig zu halten.
      Zuvor habe ich mir an den Rümpfen angezeichnet wo die Bullaugen positioniert werden müssen und bereits mit einer Minibohrmaschine im Rumpf aufgebohrt. Blöderweise habe ich bei der Gneisenau und ihrem "Innenhof" so tief von aussen durchgebohrt das diese Innenwände auch gleich Bullaugen hatten.
      Nur sollten da keine hin. Manchmal ist man echt betriebsblind. PS: Inzwischen bereits repariert. arbeit2
      Hier mal ein Bild der GPM Bullaugen.



      Nachdem diese aufgeklebt wurden habe ich beide Rümpfe mehrfach Airbrush lackiert und immer wieder geschliffen.
      Somit sind wir an dem Punkt angekommen der die real Zeit wiedergibt.
      Die folgenden Bilder der SMS Scharnhorst zeigen den aktuellen Zustand.
      Bei SMS Gneisenau, die genauso weit fortgeschritten ist, bin ich gerade dabei kleine Unregelmäßigkeiten
      an den Bordwänden noch zu spachteln und zu verschleifen.
      Beide Modelle haben noch nicht ihre endgültige Farbe, was aber demnächst erfolgt.
      Die halbe Miete ist geschafft. Die Rümpfe sind fertig, jetzt geht es darum die Modelle mit vielen Details auszustatten.
      Wenn ich mir die beiden so ansehe gefallen sie mir bis jetzt doch ganz gut.
      Am meisten freut mich das man keine Stoß und Schnittkanten mehr sieht.

      Im Moment arbeite ich in Corel Draw an entsprechenden neuen Holz und Linolium Decks.
      Bis zum nächsten Bericht...
      Gruß Albrecht

      Hier ein paar Bilder des Scharnhorst Rumpf.



    • Hallo Albrecht!

      Respekt, Respekt! Die beiden Rümpfe sehen erstklassig aus. Man könnte meinen es würde sich um Plastikbausätze handeln, so sauber und lückenlos erscheinen die Rümpfe. Mit den Bullaugen hast du dir echt etwas angetan, aber das Endergebnis überzeugt und war die Mühe wert.
      Es macht Spaß beim Entstehen der beiden Schönheiten zuzusehen.

      Viele Grüße
      Alexander.
      Dreimal Wahnsinnige und durch! u-boot1

      Was ich bisher so zusammengeklebt habe.... arbeit1
    • Hallo zusammen,

      für die beiden Modelle habe ich inzwischen angefangen im Vectorgrafikprogramm Corel Draw

      neue Decks zu setzen.

      Angefangen habe ich mit dem großen Teil des Aufbaudecks.


      Jetzt stellen sich mir einige Fragen:

      Waren die Trennschienen zwischen den Linoleum Platten aus Messing?

      Welche Farbe hatten die Linoleumplatten. Grundsätzlich wird von Modellbauern immer braun gewählt.

      Aber ist das so korrekt? Und wenn ja, welches braun? Hell, mittel, dunkel?

      Wenn ich mir Peter Gunter Huffs SMS Emden in 1/100 anschaue sind die Platten Anthrazitfarben.

      Fast schon schwarz.


      Hier der link zum Modell:
      Peter Gunter Huffs SMS Emden 1/100


      Wurde bei der kaiserlichen Marine verarbeitet was gerade vorrätig war,

      oder wurde nach Einsatzgebiet der Farbton angepasst?



      Hier mal ein paar Vorab Farbmuster von mir, die ich in die engere Auswahl genommen habe.
      Je nachdem eure Monitore kalibriert sind oder nicht erscheint der Farbton unterschiedlich.

      Was meint ihr?

      Gruß Albrecht




      Hier nochmal die drei Brauntöne mit der Digicam aufgenommen. Evtl werden die Farbtöne hier besser dargestellt.

    • Albrecht schrieb:

      (...)

      Jetzt stellen sich mir einige Fragen:

      Waren die Trennschienen zwischen den Linoleum Platten aus Messing?

      Welche Farbe hatten die Linoleumplatten. Grundsätzlich wird von Modellbauern immer braun gewählt.

      Aber ist das so korrekt? Und wenn ja, welches braun? Hell, mittel, dunkel?

      Wenn ich mir Peter Gunter Huffs SMS Emden in 1/100 anschaue sind die Platten Anthrazitfarben.

      Fast schon schwarz.

      (...)
      Hallo Albrecht,

      die Frage zum Material der Schienen hatten wir im AK-Forum schon mal mit »Messing« beantwortet. Daher kann ich das bestätigen.

      Als Farbton ist mir bisher Braun oder Rotbraun begegnet (z.B. bei zeitgenössischen Wertmodellen in München)

      Deutsches Museum München: modellmarine.de/index.php?opti…um-kreuzer06-13&Itemid=55

      und

      modellmarine.de/index.php?opti…uzern_1895-1918&Itemid=55

      Das Wertmodell der SMS MEDUSA in Hamburg: modellmarine.de/index.php?opti…mburg_1880-1905&Itemid=55

      Beim Suchen gerade gefunden: Ehrenmal Laboe (SMS Scharnhorst): modellmarine.de/index.php?opti…boe-kaiserliche&Itemid=55

      »Braun« ist auch meist der Ton den Kartonmodelle in diesen Bereichen zeigen. Für den Modellmaßstab würde ich nach der Lehre »je kleiner ein Modell desto heller seine Farben« eher ein helleres Braun nehmen denn ein Dunkelbraun. In Deiner Reihe also das linke Beispiel.

      Über die sagenhaft gute »Huff-EMDEN« habe ich die Vermutung, dass das Modell die Decks OHNE Linoleombelag zeigt. Das wurde bei der Mobilmachung gemacht um feuergefährliche Stoffe an Deck zu entfernen. Die Decks waren dann – nehme ich an – mit gesandeter Farbe gestrichen um dem Füßen Grip zu geben. Kann sein, dass ich das mal im »Forum Marinearchiv« gelesen habe... denk1



      Viel Erfolg noch,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo zusammen!
      Danke Klaus für deine ausführliche Recherche.
      die hat mich bewogen für die Scharnhorst ein helles braun als Linoleum Deck entscheiden. Die soll ja im Auslandsanstrich gelb/weiß gebaut werden.
      Etwa so:


      Bei Gneisenau werde ich den Ton des Linoldecks etwas dunkler anlegen.
      Gneisenau bekommt von mir einen grauen Anstrich, da das Schiff bei seinem Einsatz in China nicht in „Tropenfarben“ umgestrichen wurde.

      Bevor ich die ausgedruckten Linoldecks aufkleben kann müssen erst die Rümpfe lackiert werden.

      Jetzt tauchen natürlich neue Fragen auf:
      Gneisenau:
      welche graue Farbe für den Rumpf?
      Ist der Grauton, wie oft genannt, mit Ral 7000 vergleichbar?



      Die Aufbauten waren in einem helleren Grau.
      Welcher Farbton wäre hier für die Vorkriegszeit der richtige?
      Hier eine Grafik zu Anstrichen der kaiserlichen Marine:




      Scharnhorst:
      Aufbauten des Auslands oder Tropenanstrichs in Safrangelb. Wie RAL 1017. (habe ich irgendwo gelesen) Das ist natürlich eine sehr dominante Farbe. Waren die Schiffe wirklich so intensiv gelb?
      Das Farbpigmente um 1910 nicht so brillant waren wie 2017 ist klar. Die chemischen Zusätze von heute gab es damals noch nicht. Die Sonne und Witterung, unterschiedliche Temperaturen, tägliche Beanspruchung, z.B. im Bereich der Kamine wird die Farbe zusätzlich verändert haben.
      Ist der Farbton RAL 1002 realistischer?
      Hier mal die beiden Farben im Vergleich.


      Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

      Gruß Albrecht
    • moin1 Albrecht,

      ui, da stellst Du Fragen über die die Modellbaugemüter streiten... Die einen pinseln ihr Modell Kanariengelb, die anderen Beige. Welches »Gelb« nun das richtige ist weiß niemand so recht. Schau alte Gemälde an (z.B. von Willy Stöwer google.de/search?q=Willy+St%C3…AUICigB&biw=2064&bih=1298 ) und sag‘ welche Farbtöne passen. ich persönlich nehme den Farbton Sand für meine »gelben Aufbauten«. Ich finde dieser gedämpfte Ton harmoniert gut mit dem Rest des Modells und gibt auch ein wenig eine Verblassung der Farbe durch Sonnen- und Salzwasserlufteinwirkung wider. Die Farben waren vor über 100 Jahren noch nicht so leuchtstarkt und dauerhaft farbkräftig wie heute. Dazu können Dir die Farbexperten hier im Forum sicher mehr erzählen.

      Zum Grauton stehe ich ebenfalls nur vermutend da. Dunkler Rumpf und helle Aufbauten sehen die Vorschriften vor. War das bei der GNEISENAU so? War sie nicht Grau über alles gestrichen? Dazu würde ich noch mal die weiter oben verlinkte Franke-Postkartensammlung ansehen.

      Hier sieht es nach zwei Grautönen aus deren Kontrast zueinander jedoch nicht sehr groß ist:

      laststandonzombieisland.files.…neisenau-date-unknown.jpg

      laststandonzombieisland.files.wordpress.com/2014/09/g.jpg

      Hier würde ich auf einen »Grau über alles«- Anstrich tippen (die Grenzlinie über der mittleren Kasematte ist vielleicht durch die durchlaufenden Fußpferde erzeugt?)

      ceskykorzar.cz/wp-content/gall…senau/scharnhorst_001.jpg

      Was sagt unser @Peter dazu?


      Ach so: den Streifen unter der Oberkante der Bordwand auf der SCHARNHORST machst Du Rot, oder? Bitte nicht Schwarz wie es Willy Fraider irrtümlich vorgemacht hat...

      Wenn ich Dir mit meinem Fachkram auf die Nerven gehen gibst Du mir auch bitte ein Zeichen, okay? prost2
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • KlabauterKlaus schrieb:




      Wenn ich Dir mit meinem Fachkram auf die Nerven gehen gibst Du mir auch bitte ein Zeichen, okay? prost2
      Hallo Klaus!
      Dein Fachkram geht mir NICHT auf die Nerven.
      Das ist genau das was ich brauche.
      Sonst könnte ich auch in einem "schöner stricken" Forum unterwegs sein.

      Also mach weiter so! klasse1

      Geschichte und Geschichten zum Original sind mir sehr wichtig.
      Modellbau ohne den Hintergrund des Originals zu kennen ist nicht mein Ding.

      zu dem dünnen Zierstreifen der Rumpffarbe und Aufbauten trennt, hier zwei Bilder (siehe unten).
      Da kann man deutlich sehen das der Streifen nicht die Trennlinie ist, sondern etwas tiefer liegt.

      Bei schwarz/weiß Bildern ist die Farbe rot als satter schöner gleichmäßiger Grauton vorhanden.
      Entspricht etwa dem Grau wie es über dem mittleren Kasematte Geschütz der oberen Fotos zu sehen ist.
      Wenn ich mir das alte SW Foto ansehe kann der Streifen nicht in Rot gewesen sein. dafür ist der Grauton zu dunkel.

      gibt es Referenzen zu dem Streifen? War er tatsächlich in rot? Welche Bedeutung hat er?
      Nur Zierde oder Zugehörigkeit zum Ostasiengeschwader oder Auslandseinsatz?
      Wie ist die sehr dunkle Farbe des Streifens auf dem Foto zu erklären? Gab es außer Rot doch noch andere Farben bei der Scharnhorst????
      Beim zweiten Foto ist der Streifen sehr viel heller und könnte einem Rotton zeigen.

      Da der Streifen am Modell sehr dünn wird, habe ich mir bereits einen Decalbogen, in schwarz brüll1 besorgt.
      Decals dürften besser aussehen, als den dünnen Streifen abzukleben und gleichmäßig dick auf zu lackieren.
      Jetzt schaue ich mal das ich noch einen roten bekomme. Für alle Fälle!!!

      Gruß Albrecht

    • Ich schreibe Dir heute Abend von zuahause aus mal die alte Anstrichverordnung auf. Das war – glaube ich – das sog. 98er Weiß/Gelb. Es gab eine genaue Verordnung die den roten Streifen knapp unter der Oberkante der Deckslinie vorsah. Früher konnte ich immer auf eine Seite verlinken die die Verordnungen darstellte. Die Seite gibt es leider nicht mehr, zum Glück habe ich mir die Sachen ausgedruckt...

      Es werden dort aber nur Angaben wie »Weiß«, »Gelb« usw. gemacht. RAL- oder DIN-Angaben hat es damals noch nicht gegeben.



      Auch da lohnt wieder ein Blick auf das Stöwer-Oevre:

      billerantik.de/gallery2/main.p…41-1/27_BismarckChina.jpg

      billerantik.de/gallery2/main.p…_Scharnhorst_Ausreise.jpg

      billerantik.de/gallery2/main.p…-1/22_Kreuzer_Hansa_D.jpg

      Im Gegensatz zu uns hat er die ollen Pötte mit eigenen Augen gesehen... prost2
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Moin Albrecht,

      hier in Deinem Baubericht,
      wird wahrlich "noch die Musik mit der Hand gemacht" !!
      Kann hier vieles noch lernen, einfach klasse1
      Verfolge gerne, auch wenn etwas still im Hintergrund, hier Deinen Ausführungen
      und den Austausch mit unseren anderen Kartonmodellfreunden! ja 2

      Wünsche Dir weiterhin noch viel Erfolg daumen1
      und uns Beobachtern hier, noch viel Genuss beim Lesen und Verfolgen der Berichte !
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • KlabauterKlaus schrieb:

      Ich schreibe Dir heute Abend von zuahause aus mal die alte Anstrichverordnung auf. Das war – glaube ich – das sog. 98er Weiß/Gelb. Es gab eine genaue Verordnung die den roten Streifen knapp unter der Oberkante der Deckslinie vorsah. Früher konnte ich immer auf eine Seite verlinken die die Verordnungen darstellte. Die Seite gibt es leider nicht mehr, zum Glück habe ich mir die Sachen ausgedruckt...

      Es werden dort aber nur Angaben wie »Weiß«, »Gelb« usw. gemacht. RAL- oder DIN-Angaben hat es damals noch nicht gegeben.
      ...und es ist Abend:

      Also: in der Verordnung 98er weiß/gelb, gültig ab 14.12.1898, betreffend alle Schiffe im Ausland (bis 1910), Kaiserjachtbegleitschiff (bis 1910) und die Kaiserjacht wird von einem roten Streifen nichts erwähnt. Ich habe allerdings nur eine Abschrift, eben von der vergangenen Seite neische.de. Der Streifen war da, die Fotos zeigen es deutlich. In der 95er weiß/gelb/grau-Verordnung für alte Schiffe mit Takelage im Ausland wird ein schmaler gelber Streifen dicht unter dem oberen Rand des weißen Anstrichs erwähnt. Den roten Streifen würde ich als aber von Stöwer, Bohrdt, Salzmann und den anderen zeitgenösssischen Marinemalern als korrekt erachten.

      Ich habe in den Ausdrucken auch noch moderne Farbangaben für den Modellbau gefunden:

      Quelle a (ex-neische.de): weiß RAL 9010 reinweiß
      gelb RAL 1017 safrangelb
      Linoleumdecks rotbraun RAL 8012 rotbraun

      grau RAL 7038 achatgrau
      hellgrau RAL 7035 lichtgrau

      Quelle b (mz-modellbau): gelb RAL 1002 sandgelb (alles andere wie oben)

      Wie geschrieben: jeder Modellbauer sieht es anders. Ich bin gespannt wie Du es machen wirst daumen1

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!»




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Servus Klaus,

      deine Ausführungen zu den Farben sind Super.
      Ich habe jetzt noch eine Frage.

      Gibt es zu den von dir genannten RAL-Farbcodes auch korrespondierende Codes für RGB und CYMK?

      Entschuldige Albrecht, ich will deinen Trööt nicht kapern, aber die Frage ist, glaube ich, auch für Andere interressant.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"
    • KlabauterKlaus schrieb:

      Ich bin gespannt wie Du es machen wirst daumen1

      Klaus
      Hallo Klaus, du glaubst gar nicht wie gespannt ich erst bin. wunder1
      erstmal Danke für deine ausführlichen Farbangaben. Das ist wirklich umfassend recherchiert. TOP!!
      Im August habe ich ein paar Tage zeit und hoffe die beiden Rümpfe schon mal lackieren und die Decks aufkleben zu können.
      Roter Zierstreifen ist als Decal auch bereits unterwegs.

      wiwo1961 schrieb:

      Gibt es zu den von dir genannten RAL-Farbcodes auch korrespondierende Codes für RGB und CYMK?

      Entschuldige Albrecht, ich will deinen Trööt nicht kapern, aber die Frage ist, glaube ich, auch für Andere interressant.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      Hallo Wiwo, kein Problem. Davon lebt so ein Trööt.

      Das mit den RAL Farben hat sich ergeben weil im RC Bereich oft Lacke im RAL Farbraum und Nummern verarbeitet werden.
      RGB ist nur was für den Bildschirm.
      Ansonsten zum Druck immer cmyk.
      Ich hätte die Werte in cmyk noch nachgereicht aber Alexander (SMS Iltis) hat schon eine Super Tabelle zum umrechnen
      in seinem link. Ihr seid ganz schön fix.
      Im Web sind mir bereits verschieden RAL - cmyk Umrechnungen begegnet die große Farbunterschiede aufgewiesen haben.
      Hier immer noch mal nachkontrollieren.


      Hallo,

      SMS Iltis schrieb:


      Dazu habe ich das hier gefunden:
      RAL-RGB-CMYK

      Grüße Alexander
      Hallo Alexander, danke für die Tabelle !! Super Übersicht!


      So, jetzt bin ich auf August gespannt und was beim lackieren rumkommt. Ihr werdet das Ergebnis sehen.
      Hoffe es fällt vernünftig aus. Inzwischen bin ich schon dabei, Holzdecks im Grafikprogramm zu erstellen.
      Die müssten bis dann auch fertig zum aufkleben sein.
      Gruß Albrecht