Balsa-Flugmodell Aeronaut

    • Balsa-Flugmodell Aeronaut

      Tach` zusammen...

      Gerade wieder erst im Kartonmodellbau gelandet, und schon fremdeln, mit Holz, und so...?! haue 1
      Ist meiner Tochter geschuldet, und der Frage, welche Aktivität sie sich denn in ein paar gemeinsamen Schulferien- und Ferientagen mit mir wohl vorstellen könnte?
      "Ich möchte mal mit Dir was Basteln".
      "Prick!" - was wurd` ich wach. Keine Katze könnte schneller die Ohren spitzen. Dann kam jedoch DIE Einschränkung:
      "Äh, aber nicht sowas wie Deine Papier-Schiffchen, die nur hinter Glas stehen, das soll auch funktionieren".
      Aah-ha!
      "Ein Schiff?" Nach etwas Bedenkzeit: "Nö, wir haben für den Badesee doch schon ein RICHTIGES Schlauchboot, ich möchte einen Flieger"
      "So, einen Flieger" dachte ich, "für eine Zwölfjährige, hm, aber bitte..."
      Ab vor den Bildschirm - und einen Haufen Vier-Teile-Zusammensteck-Flieger gefunden.
      "Nö, nö, nö..."
      Und dann fiel mir DER Flieger ein, der wohl nicht nur für mich den Einstieg in den Flugmodellsport bedeutet hat -
      "Der kleine Uhu!" Der konnte fliegen - so gut, dass er nach einem vielleicht zu optimistischen Wurfstart von einem vielleicht etwas zu hohem Hügel bei vielleicht etwas zu (auf)windigem Wetter einfach immer weiter flog - wech, fott! Heul! (Glimmschnur für die Thermikbremse war ja mal wieder nicht vorhanden...wurde ja auch als Zündschnur genutzt zwinker2 )
      Doch dann schickte der nette Onkel aus der "Zone" einen(kleinen?jungen?roten?) Pionier - etwas rustikaler, aber super-stabil, und fliegen tat der auch hervorragend(hatte vor allem nicht jeder...). Den im Netz gesucht - doch kleine Pioniere gibt`s nicht mehr - schade. Aber dann - "Der kleine Uhu" - den gibt es immer noch.
      Doch schon der erste "Oho-Effekt": Mensch, Uhu, wat haste Dir verändert?! V-Leitwerk, na, ja... Dann der zweite "Oho-Effekt": Nix Thermik-Bremse, nicht mal ein verstellbares Seitenruder... Gaa-nix... Und dann der dritte "Oho-Effekt": 50,00€ für einen - wenn auch großen - aber technisch völlig effen Wurfgleiter?!
      Blick zur Tochter - Flunsch!
      "Der hat ja nich` mal`n Propeller..." Und um es nun auf den Punkt zu bringen - es wurde das Modell "Boogie" der Firma Aero-Naut, ein Gummimotor-Balsa-Modell mit rund sechzig Teilen, Spannweite knapp ein Meter, Kosten mit Versand aus dem Fachhandel unter 30,00€.

      Und das isser:
      (Ausdrücklich für Kinder ab 12 Jahren geeignet)



      Neben den Balsa-Platinen und dem Gummi-Motor enthält der Bausatz auch einige Metallteile, sogar Klebstoff und Schleifpapier. Und, einen manchen Küchentisch überfordernden 1:1-Bauplan - das weckte so manche Kindheitserinnerung...



      ...und ob man selbst anfangs so irritiert war? Schnell merkte die junge Dame, dass hier kein Playmobil auf dem Tisch liegt - Bauplan genau studieren, die richtigen Teile `raussuchen, markieren, und - ausschneiden... Mit diesem höllisch scharfen Messer von Papa... das dauerte schon etwas, bis sich die Scheu legte und die Sicherheit, damit zu schneiden, wuchs... "Klinge am Lineal führen, gerade halten, nicht immer absetzen...Lineal festhalten, das Werkstück natürlich auch..."
      Aber es lief, und mit immer weniger werdenden Hinweisen und Hilfen wurden die ersten Baugruppen erstellt:



      Es handelt sich im linken Bild um die kurze Kieferleiste(Teil 2), die zusammen mit dem Rumpfoberteil(Teil 1) und zwei Verstärkungsleisten(Teile 5) die erste Baugruppe des Rumpfes darstellt. Im rechten Bild ist schon die zweite Baugruppe(Teile 3,4 und 5) ersichtlich. Eine große Pappe als Bastelunterlage ist ein Muss, und auch, sich aus den Platinen Randteile zu suchen, an denen das Kind die ersten Markierungen mit Bleistift üben kann - Balsa ist ja seeehr weich...Auch die ersten Schnitte üben sich besser auf nicht benötigtem Material. Den "scharfen" Einsatz der Leimflasche sollte das begleitende Elternteil erst freigeben, wenn der Nachwuchs eine halbwegs gleichmäßige "Wurst" auf ein Probestück quetschen kann... Der Einsatz einer dünnen Plastikfolie zwischen Pappe und Werkstück als "Leimfänger" hat sich ebenfalls bewährt.
      Auch scheint es nicht opportun, wesentlich länger als etwa eineinhalb Stunden zu arbeiten, sonst lässt die Konzentration rasch nach.
      Einziger Kritikpunkt am Bauplan: Die sehr, sehr kleinen Detailzeichnungen.

      Und dieses war der erste Streich.

      Grüße aus dem Westerwald,

      euer Boxer!
    • Hallo Pianisto,
      Gunnar,
      schön, dass ihr `reingeschaut habt.
      Ich war mir nicht sicher, ob dass überhaupt passt - weniger dem Thema im Forum nach, sondern der Tochter wegen.
      Pianisto hat es nämlich auf den Punkt gebracht - "Die gute, alte Zeit" - und ich hatte auch schon die Befürchtung: Ob die Kleine bei Deinen "Jugenderinnerungen" wohl dabeibleibt?
      JA! Und wie!
      Wir sitzen nämlich schon ein paar Tage an dem Flieger, und auch deswegen bleibt es im kartonalen Teil des Forums ziemlich ruhig - sie nervt sogar...
      Aber heute hat sie die beste Ehefrau aller Zeiten wieder zur Oma gefahren, und ich komme jetzt in Ruhe dazu, den Baubericht aufzustellen. So völlig unbelastet konnte ich ja nicht = foto1 !
      Fotografiert wurden zwischen: "Sie sticht sich gleich ein Auge aus", "Nein, andersherum" und: "Jetzt klebt der Sch...sekundenkleber schon wieder am Kind"...

      2. Tag:



      Im linken Bild sind die Seitenteile 6 - es gibt aber eine rechte, und eine linke 6! - zu sehen, an denen jeweils ein Teil Nr. 7(Dreiecksleiste) geklebt wird. Dabei ist wiederum darauf zu achten, dass die Dreiecksleisten mit der längsten Seite(Hypotenuse) frei stehen, also nicht diese verklebt wird.
      Sehr genau auf den Bauplan schauen!
      Aber bei der zweiten Sitzung wuchs auch die Sicherheit im Umgang mit dem Messer, selbst freihändig...



      Das linke Bild zeigt das Ergebnis des zweiten Tages, die Teile 6 und 7 sind miteinander verklebt, und die Verbindungen für das Heck bereits ausgeschnitten. Dann ging es - am dritten Tag - an das Zusammenleimen der ersten Baugruppen - linkes Bild, unten.

      Doch dann kam die böse Überraschung:



      Im rechten Bild ersichtlich, fehlen zwei Zentimeter der "langen" Leiste Nr. 4 - und damit war keine Verbindung am Heck möglich.
      kotz1 Der Satz "Da kommen wir erst mal nicht weiter" führte bei Tochter zu SEHR hängenden Mundwinkeln.
      Dann sind mir plötzlich Sachen eingefallen, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie kann...



      Man(n) wühle im Fundus "Holz, Messi, noch erträglich" und finde ein paar "Schwänze" von Sylvester-Raketen. Dazu einen Zahnstocher, abgelängt, und den Zwei-Millimeter-Bohrer in der Proxxon befleißigt. Ergebnis rechtes Bild - geht doch, wenn auch nicht "schön".

      Und bevor ich gleich mippen Kopp auf die Tastatur sinke, verabschiede ich mich bis Morgen abend -

      Gruß,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      Harry, Deine Idee

      Harry schrieb:

      Wenn es eine Sparte gäbe wie "Projekte mit Kindern" fände ich das gut.
      Sehr wertvoll und inspirierend!
      finde ich, hat etwas! (wenn auch im weiteren Verlauf des Bauberichtes für mich durchaus peinliches...)
      Könnten "Die - Wir - mit Kindern" zwischen vielleicht sieben, oder acht bis, Hm, 98? happy1 mal `drüber nachdenken...

      Ich war mir auch nicht so sicher, wie sie das annimmt, da meine spartanische Legozeit - die Steinchen gingen in drei Hosentaschen und reichten für gar nichts - dazu führte, den Kindern eine Mega-Komplett-Haste-Nich-Gesehen-Legostein Ausstattung zu kaufen. Keine Bausätze, nur die Grundsteine. Ergebnis: 0! Doppel 00! Interessierte sie gar nicht, gebaut hab` ich damit.
      Der Wunsch jetzt kam jedoch vom Kind, und sie wollte den Rumpf sogar zur Oma und den Cousinen und Cousins mitnehmen(weil "Selbstgebaut"!) - das hat sie mit den Fertigfliegern noch nie gewollt.

      Roland, habe über sieben Jahre Extrem-Pendelei hinter mir, kotz1 ... Und wie ich das jetzt genieße!

      Helmut, genau den Kleinen Uhu habe ich so um 1970 auch gebaut, dann kamen noch ein Paar "Graupners", bis hin zum "Taxi". Ist für mich momentan eine totale Zeitreise!

      Aber nun auch etwas "substantielles":



      Neben den Blenden(Teile 10.1), die die Kräfte des Gummis am Heck aufnehmen - rechtes Bild - hat Töchterchen schon die Motorspanten(teile 8 und 8.1) ausgestochen(links im Bild).



      Und dann wurde am Ende des dritten Bautages das Ergebnis verleimt - im linken Bild sichtbar. Und am vierten Tag, - rechts ersichtlich - kam die Klatsche.
      Nee, diesmal nicht wegen mangelhafter Teile im Bausatz. Die Baugruppe 1 hätte um 180° gedreht in die Seitenteile verleimt werden müssen. Und das peinliche daran ist, dass das Kind schon beim Einbau sagte:" Die muss doch anders herum".
      "Quatsch, wie sieht das denn aus" die selbstsichere Antwort - leider von mir...
      SO gehen die Rundhölzer der Gummihalterungen des Tragflügels aber jedenfalls nicht durch!
      "Aber das bekommst Du doch wieder hin, oder?" so die vertrauensvolle Frage.
      "Klar" die unverdient selbstsichere Antwort... rotwerd1

      Und dann erst mal ganz schnell das Schlachtfeld wechseln:



      Im linken Bild seht ihr den Rumpf nach Einbau der Motorspanten(Hübsch häßlich) Rechts das Ergebnis nach etwa einer Stunde Vater und Tochter schleifen. Dem Bausatz liegt ein Schleifklotz und Schmirgelpapier Körnung 240 bei. Ich habe erst einmal die abzuschleifenden Kanten mit Bleistift begrenzt. Dann "Händchen geführt" - hat das Kind aber mit 240ziger nicht wirklich weitergebracht. Daraufhin Schleifpapier mit 60ziger Körnung aufgezogen - ging schon besser = für das Kind = SCHNELLER!
      Danach mit 240ziger nachgearbeitet. Den "Feinschliff" an den Kanten habe ich wieder übernommen. Dann Tochter mit 400derter zum Komplett-Überschleifen losgelassen - hat sie prima hinbekommen.
      Danach habe ich die Einsenkungen, die durch das Einsetzen der Bodenteile in den Seitenteilen entstanden, mit Holzspachtel verfüllt, und sie wieder Beischleifen lassen. Das war dann eine Pause wert(und in der habe ich leise, still und heimlich begonnen, meinen Fehler auszubügeln. Ich habe das Rundholz getrennt, und kleine Laschen stehen lassen, die sich über die prominenten Teile der falsch herum eingebauten Baugruppe schieben lassen).

      Und das war es wieder für heute - bis Morgen!

      Gruß

      box 1
    • Schleifen?? Das habe ich nie gemacht. Die Leute hatten sich sowieso gewundert, warum das Gebilde von mir fliegen konnte (völlig schiefes Leitwerk etc.). Gegangen ist man dann ja auch, nachdem es eben nicht mehr fliegen konnte, worauf dann zu Hause der Klebstoff ausgepackt wurde.....

      Gruß pianisto

      P.S.: Ich habe auch ein Balsaflieger auf Halde, falls meine Töchter.... aber bei denen funktioniert die Legobasispackung.
    • pianisto schrieb:

      P.S.: Ich habe auch ein Balsaflieger auf Halde, falls meine Töchter.... aber bei denen funktioniert die Legobasispackung.
      So, so, schön! Falls Du für deinen Nachwuchs noch Legosteine benötigst... grins 3

      Und, da Tochter wieder im Oma-Urlaub, habe ich heute Gelegenheit, Baubericht und Bauergebnis gleich zu ziehen:



      Das Rundschleifen der Bauteile 6(obere Abdeckung),7 und 9 nach Form der Teile 8(Motorspant) hat in der Anleitung sogar eine eigene Baugruppennummer: 11 - Mittlerweile geht es zu Ende mit dem Rumpf.
      Oben links, das Seitenleitwerk besteht aus den Teilen 11, 12 und 12.1(die Messingstreifen). Obwohl das Teil einfach aussieht, hat es sie sehr beschäftigt, nicht nur mit dem Aussticheln(Rundungen). Um die Arbeitskanten und den Spalt symmetrisch zu gestalten, habe ich Töchterchen an eine einfache, lehrenhaltige Arbeitsweise herangeführt. Das Stahllineal hat genau eine Stärke von einem Millimeter, und ergibt so, zwischen beweglichen und starren Teil des Seitenleitwerks während des Festpinnens eingeführt, einen schön symmetrischen Schlitz.
      Die schwarzen Striche auf den Messingstreifen markieren die "Packan-Mitte", wo die Pinzette greift, und auch wegen der Beweglichkeit kein Kleber benötigt wird.
      Auf Teil 13 - dem Höhenleitwerk - hat sie die Mitte genommen, und durch einen Bleistiftstrich markiert.
      Dann das ausgehärtete Seitenleitwerk auf nur zwei kurze "Würste" Leim gesetzt und - Achtung, dazu ist Ihr Lego gut genug... - rechtwinklig ausgerichtet. Das war es mit Baugruppe 12.
      Bis das Ganze durchgetrocknet war, hat sie mit 400derter am Rumpf schleifen dürfen...
      (Ja, ich bin wohl ziemlich penibel... Wollte ursprünglich Erbsen-Innenwand-Hochglanz-Polierer werden, aber der letzte Meister dieser Zunft hat kurz nach meinem Lehrantritt schreiend die Werkstatt verlassen... ist auch nicht zurückgekommen...)



      Linkes Bild: Die grauen Pappwinkel, die unter den Flächen herausschauen, sind Abstandshalter. Tochter hat die Dreiecke mit Fuß + kleine Dreiecke, die die Abstandshalter in sich fixieren, aus Restkarton herausgearbeitet. Vorher aber, mit dem unbeliebten Meßschieber die Abstände der Höhenleitwerks-Hinterkante bei ebener Auflage des Modells gemessen - und zwar so, dass es symmetrische Höhen(rechts und links) zur Auflage gab. Wir kamen so auf 23 Millimeter.
      Dann die Mitte des Kiefernholzstreifens angezeichnet, und die Mitte-Markierungen des Höhenleitwerkes darauf ausgerichtet, Eingekleistert, `draufgesetzt, die Keile untergeschoben, bis das vorher bestimmte Maß erreicht war - und - Puh! Das war es dann erst einmal.
      Bis ich anderntags genauer auf ausguck1 den Radius des Seitenleitwerks schaute, sah aus wie `rausgenagt:



      Geht ja gaarnich! - linkes Bild, und - das habe ich allerdings beigeschliffen, nachdem Töchterchen an dem fragilen Teil plötzlich Bärenkräfte entwickelte - siehe rechtes Bild. Viel besser. Detailfetischist ist übrigens kein Schimpfwort für mich...

      Dann, Papa allein zu Haus, konnte ich mich an die Montage des selbst verbockten Gummihalters begeben.



      Links das getrennte, nur noch mit dünnen Laschen versehene Rundholz, und die mit ausgekehltem Profil versehenen Verstärkungen - und weil gerade dabei, habe ich noch aus Resten zwei Verstärkungen für das angeflickte Verlängerungsteil der Rumpfleiste geschnitzt.

      Und nun möchte ich an dieser Stelle etwas über Service und Kundenorientierung berichten - die zu kurze Leiste. Erst mal beim Hersteller(Aero-Naut) auf die Homepage geschaut - nur eine Service-Hotline. Hatte aber keine Lust, zu telefonieren...
      Gekauft habe ich das Teil bei: flight-depot.com.
      Der Laden bietet so ziemlich alles, was fliegt. Unter anderem klassische Balsa-Rippen-Spanten-Konstruktionen, die zusammengebaut als viermotoriger(!) Gummimotorflieger frappierend einer B-17 ähneln... Denen eine Mail mit Sachverhalt geschrieben. Dachte, na, für die 23,95 Euronen brutto, vielleicht meldet sich ja mal irgendwer, irgendwann...
      Nach einer Stunde klingelten nicht nur eine nette, sondern gleich zwei sehr nette Antworten im Posteingang, gleich mit Kompensationsangebot - Einfach Toll!



      Und so sieht er mit Montagestand "heute" nun aus, der weitgehend fertig gestellte Rumpf des Modells "Boogie".
      Links noch eine Aufnahme des unterstützten Zweiteilers für die hintere Aufnahme der Flügelgummis.
      Rechts das bisherige Gesamtergebnis. Die 26,5cm lange Luftschraube sitzt schon `mal Probe, die "Schnecke" wird später den Gummiantrieb abgeben.
      Tochter wird nach ihrer Rückkehr(langsam zweifle ich selbst, ob nicht zu penibel...) den Rumpf mit 800derter feinschleifen, und danach mit Glattfix vorstreichen.
      Dann kommt der Tragflügel - und die "Heirat" der beiden Teile.

      Ein kleines Zwischenfazit:

      Die Baugruppeneinteilung scheint für Kinder ab 12 zeitlich stimmig, etwa eine halbe bis eine Stunde pro Arbeitsschritt.
      Und für weniger Detailversessene vielleicht 20 bis 40 Minuten... Bis heute haben wir etwa 13 Stunden gebaut, wobei der fremde und der eigene Lapsus gute zwei Stunden zusätzlich verursachten, vielleicht auch drei. Physisch ist die Arbeit für ein Kind von 12 Jahren zum Teil herausfordernd, aber mit(geduldiger) Unterstützung eines Erwachsenen gut zu bauen. Elternteile, die nie über schlecht gekniffte Papierflieger hinausgekommen sind, könnten jedoch selbst Probleme bekommen - und auch "Erfahrene" Modellbauer sollten hin und wieder GENAU in den Plan schauen(was, wer, ich? rotwerd1 ...)
      Bemerkenswert ist, dass Tochter psychisch so eine Art "Stolzprodukt" baut, so richtig kann ich das noch nicht fassen. Aber man merkt es deutlich.

      So, und nun kann ich endlich an meinem vernachlässigten U-Boot weiterfummeln...

      Gruß Robert
    • Hallo Robert,
      dieses Balsaholz-Fluzeug erinnert mich an meine Modelflugzeug-Bauzeit. Das ging so um 1940 los.
      Das erste Segelfluzeug hatte Fächen aus Wellpappe,
      das nächste dann schon mit Sperrholzrippen und Bespannung.
      Dann nach dem Kriege kam das Balsaholz.
      Zuerst klebte man noch mit Kaltleim, nach dem Kriege mit Uhu-Hart.
      Begeistert hatte mich damals das sanfte Schweben der Modellfluzeuge.
      Grüße von Albrecht Pirling
    • Guten Abend Pianisto,

      ich hab`Töchterchen sogar zum "Boot" geraten(verzeiht ja Fehler eher als ein Flieger) - aber aus gutem Grund hab` ich diesen Wunsch unterstützt. Sonst gibt es nur die Bockigkeits-Blockaden und irgendwann einen Abbruch.

      Guten Abend Alfred,

      Du hast ja mit der Wellpappe vielleicht ein Erinnerungstürchen bei mir aufgerissen.
      So Ende der sechziger hatten wir "Werkunterricht". Und einen Physiklehrer als "Aufsicht". Und durften einen Flieger basteln, ich glaube, in vier Doppelstunden. Material und Grundidee lag bei uns. Und was hat mir mein Großvater für Material besorgt? Kiefern-Holzstäbchen, glatte und - Wellpappe!
      Erst hat alles gelacht. Nicht nur, als ich mit dem "Zeugs" ankam, auch als der ziemlich "käsige" Flieger fertig war. Ich habe noch Großvaters Rat beherzigt, und auf jegliche Farbe verzichtet. Der Lehrer guckte schelmisch, vielleicht schwante dem etwas.
      Ein bischen haben mein Großvater und ich schon getrickst, wir haben nämlich ZWEI Flieger gebastelt, einen davon zu Hause. So hatte ich immer zwei Stunden Vorsprung, beziehungsweise, wußte, welchen Fehler ich im Unterricht besser nicht wiederholen sollte.
      Am Tag des großen Einfliegens wurden die Segler ein paar Minuten vor der großen Pause aus dem dritten Stock auf den Schulhof gestartet - und Klein-Robert durfte dann mit Begleitung des Lehrers den Schulhof verlassen, sooo weit flog das häßliche Entlein mit dem Wellpappengesicht- das war mein erster, innerer ......- Parteitag.
      Kurz danach kam der "Kleine Uhu", und mit fünfzehn war ich Graupner "Taxi"-Pilot, flog so ein damals gut 800,00 Mark teures RC-Modell und fuhr dafür freiwillig ein total verwarztes 300-Mark Mofa....

      Herzliche Grüße,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      und weiter geht es.

      Kaum wieder zu Hause, - gegen Abend - kam von Tochter gestern schon die Frage:
      "Können wir heute noch `was bauen?"
      "Klar, sogar Du alleine, feinschleifen und mit Glattfix streichen..."
      (Und dann Ruhe im Karton...)
      "Papa,...und danach NOCH ETWAS BAUEN?!"

      "Aha", dachte ich so bei mir, "das sind sie also, die Geister, die ich rief..."

      Dafür ging es heute an das "richtig" große Teil, den Tragflügel:



      Zuerst aber wurden die im Bausatz enthaltenen, einfachen Abstandslehren herausgearbeitet. Im linken Bild schon beim Nacharbeiten auf dem Schleifpapier, rechts fertig, und mit dem - immer noch seeehr unbeliebten - Meßschieber nachgemessen.

      Dann ging es mit dem Balsaholz-Messer weiter:


      Im linken Bild schneidet sie gerade die zwölf Spanten - Bauteil 22 - aus der Platine. Klappt schon immer besser. Im rechten Bild, mit dem 1:1-Bauplan als Hilfe, leimt Tochter die ersten Spanten an eine Flügel-Innenseite(Teil 20, doppelt)



      Links im Bild die erste Baugruppe, rechts sämtliche der heutigen Bauleistung. Alle Spanten sind mit den Teilen 20 und 21 verklebt, die Teile 23 und 24 liegen bereits davor - mit fast einem Meter Spannweite hat der Tragflügel Töchterchen doch ganz schön beeindruckt.
      Die Farbunterschiede im Flügel rühren daher, dass das Mittelteil aus einem anderen als Balsaholz besteht - obwohl im Bauplan als solches gelistet. Es ist aber deutlich dichter.
      Tochter beim Komplettieren der Baugruppen zuschauend, dachte ich so bei mir, dieses für mich neue "Jedelsky-Profil" betrachtend:
      "Unglaublich, wie primitiv das Flügelprofil heute geworden ist..."
      Doch dann stand plötzlich ein Tragflügel der "Jolly`s", der "Amigo`s" und selbst der ganzen "Kleinen Uhu`s" vor meinem inneren Auge - was waren das doch für unglaublich arbeitsintensive Rippen- und Spantenmonster, und was waren die Dinger dann manchmal auch monströs frustrierend...
      "Unglaublich, wie genial einfach für einen Beginner, dieses neue Profil" dachte ich mir dann.

      Dann ging Tochter mit Mama in`s Kino.

      Und ich, wie einem inneren Zwang folgend, in den Keller. Und da musste ich es herstellen, DAS Teil:



      Für uns "Bengels" im Bastelkeller war es eher ein Folterinstrument. Wie eine Streckbank...

      Na, wer kann sich noch an dieses Ding erinnern? denk1

      Mit dem kleinen Rätsel verabschiede ich mich für heute,

      Gruß Robert
    • Hallo zusammen,

      Regentag + Urlaubstag + Ferientag = Langer Basteltag mit Tochter:



      Gleich vorweg: Der Bau des Tragflügels ist "intellektuell" weniger fordernd als der Rumpf. Stellt jedoch - wahrscheinlich nicht nur an Nachwüchse - eine handwerklich deutlich größere Herausforderung dar.
      Zum Einen müssen die Kanten an sich erst einmal gerade gezogen werden, und dann die Schräge am Scheitelpunkt des Knicks im Flügelprofil zu einem Winkel von etwa 10° entsprechend angepasst werden - da kam auch ich in`s Schwitzen.
      Harter Schleifklotz, 80ziger, dann 240ziger, und immer wieder kontrollieren, draufschmirgeln geht ja immer so schlecht...
      Die Arbeit sollten eher die unterstützenden Elternteile leisten. Oder einige Züge schleifen, und dann den/die kleine(n) lassen, aber immer zum "Abbremsen" bereit halten... Und nicht dabei auf die Uhr schauen...
      Auch das Abrunden der Flügelvorderkante ist für Kinder um Zwölf eher grenzwertig.
      Oder eine Frage der Perspektive?
      Das linke Bild zeigt den unbearbeiteten, das rechte den bereits fertig verschliffenen und angepassten Übergang. Übrigens habe ich mich heute etwas zu Balsaholz belesen, es gibt dieses in durchaus unterschiedlichen Dichten. Gestern stolperte ich ja über das Gewicht der Flügelinnenteile. Eines wiegt 14 Gramm, wobei beide Außenteile zusammen auf nur sieben Gramm kommen.



      So sehen - allerdings nur recht schwer erkennbar - die angeschliffenen Teile im linken Bild aus, in der rechten Abbildung eine der beiden aus dem Bausatz stammenden Abstandslehren, bereits unter den trocknenden Flügelhälften. Die Küchenfolie dient dazu, eventuell durchdringenden Leim vom Untergrund fern zu halten.



      Nun sind schon einmal die beiden Flügelhälften zusammengefügt - links - und rechts sehen wir die dicke "Weißleimwurst", die die untere Klebenaht darstellt.
      Diese Baugruppe stellt meines Erachtens für Kinder eine große Geduldsprobe dar, da die Teile bei wenig Aktion, aber sehr viel Ausrichten und Kontrolle, auch sehr gut durchtrocknen(also lange "nichts"...) sollten, um die folgenden Schritte ohne Verzugsgefahr durchführen zu können.
      Und der Nachwuchs, das baldige Bauende schon vor Augen, natürlich immer hibbeliger wird, das Ding ja endlich in der Luft sehen möchte.
      flieger 1 !

      Gruß Robert
    • Hallo Robert,
      ja, das Wellpappenmodell ist tatsächlich geflogen. Wiur Jungen mußten allerdings erst einmal lernen, das Modell auszutarieren, indem, man das Gewicht vorne änderte. und dann mußten wir nätürlich lernen, das Model mit der richtigen Geschwindigkeit und dem richtigen Anstellwinkel zu starten,natürlich gegen den Wind, möglochst bei Windstille.
      Grüße von Albrecht
    • Guten Abend Albrecht,

      da hast Du ja schon das Stichwort gegeben "Austarieren"!
      Und das Tarierböckchen ist heute(zweiter VÖLLIG verregneter Urlaubstag...) auch schon zum Einsatz gekommen. Denn so langsam wird die Kiste flügge:



      Gestern noch die Tragflügelteile angesetzt, um die sensiblen Verleimungen über Nacht trocknen zu lassen. Die Bilder zeigen den schon bis 400derter Körnung geschliffenen Flügel.
      So gutmütig die gewinkelte Form der Tragfläche nachher die Fluglagenstabilität unterstützt, so sensibel ist hier, ohne über Spanten, sondern nur über die plane Fläche geklebt, die Herstellung. Denn auch das Mittelteil hat schon einen etwa 5° starken Winkel.
      Diese Baugruppe sollte nur mit Unterstützung von Erwachsenen angegangen werden. Und wir haben ja nicht zwei, nicht vier, sondern acht Tragflächenteile möglichst symmetrisch miteinander zu verleimen.



      Links die Tochter im Kampf, weniger mit den Verstärkungsbändern, als mit dem Leim. Es ist schon verblüffend, wie schnell sich durchaus bemerkenswerte Mengen Ponal an einem Kind und seiner Umgebung verteilen können. stirn1
      Und rechts - endlich! - der erste Eindruck vom gesamten Flieger. Der erinnerte mich an den "Großen Winkler", der wurde auch noch Ende der 1960ziger bei uns gebaut, und lange geflogen.



      Links im Bild schon wieder einige der bei mir so beliebten Hilfslinien. Die waren für den Griff in die alte Trickkiste nötig. Denn weder die parallel statt gekreuzt führenden Gummibänder, noch die im rechten Bild sichtbaren Hilfsspanten sind von der Bauanleitung her vorgesehen.
      Wir "bastelnden Bengels" haben uns schon vor über vierzig Jahren darüber geärgert, das die mit Gummibändern geklemmten Flügel sich nach fast jeder Landung(oder Bodenrammung) etwas verschoben, und mit der Zeit der Sitz der Tragfläche durch das ständige Geschiebe und Gezerre immer "matschiger" wurde. Wie Ohren ragen also diese Hilfsspanten nun aus dem Unterflügel, und sitzen "strack" am Rumpf. Zur Seite geht da erst mal nichts mehr.
      Aber vorher musste der Vogel, um den Schwerpunkt in der Querachse auszutarieren, auf das Tarierböckchen. Knapp zwei Millimeter wanderte der Mittelteil des Tragflügels(in Flugrichtung) nach links, damit das Teil in der Waage blieb.

      Doch das lange Geschiebe und Gestarre(und ein klein bischen Gefluche...) war mein Geschäft. Töchterchen hat sich in der Zeit für etwas vieeel wichtigeres interessiert:

      Die Farbe, natürlich! Welche wird es wohl? ostern 1


      Bis demnächst,

      und liebe Grüße aus dem nassen Westerwald,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      und hier die Knallfarben-Wahl von Tochter:



      "Zitronengelb" und "Feuerwehrrot", so die Farbnamen. Und mich als Kontrollfreak hat natürlich interessiert, wie viel Gramm mehr der Flieger nun nach Bemalung wiegt - vorher waren es(ohne Gummi und Luftschraube) aber schon mit "Glattfix"-Behandlung, 96, nun 103 Gramm. Das macht, mit gut 30 Gramm Totgewicht von Gummi und Propeller, den Kohl nach Auslaufen der Luftschraube auch nicht wirklich fett...

      Morgen geht es dann an das Austarieren des Schwerpunktes um die Längsachse. Mal sehen, wie weit der vom Konstrukteur ausgerechnete Schwerpunkt dann wieder vom Tatsächlichen entfernt liegt, einige Bleistreifen liegen dem Bausatz ja bei.

      Und wenn das Wetter wieder mitspielt, dann zum Einfliegen auf die Wiese! Übrigens war das für die Art von Flieger - damals meist Segler - auch unsere Bezeichnung: "Wiesenflieger". Die hatten nämlich(Im Gegensatz zu Straßenfliegern) kein Fahrwerk. Und ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen, hab` ich in den Siebzigern zwar durchaus respektable Flugmodelle gebaut - aber nie einen großen "Gummiflieger".

      Vielleicht zu dem Bauabschnitt, da der "Boogie" bis auf das Austarieren fertig gestellt ist, nun ein abschließendes Fazit:
      "Für Kinder ab 12" - Ja, aber nur in Begleitung Erwachsener. Der Bauplan nimmt auf die in dem Alter durchaus geringere Konzentrationsfähigkeit Rücksicht, die einzelnen Baugruppen lassen Fertigstellungen zwischen etwa einer viertel bis einer halben Stunde zu. Zur Zeit "stecken" etwa achtzehn gemeinsame Stunden in dem Modell. Das ist überschaubar, und weniger Detailversessene - und "Farblose" - kommen wahrscheinlich mit der Hälfte der Zeit aus(Tochter hat`s aber nicht gemerkt...) Bis auf die zum Teil sehr kleinen Detaildarstellungen ist der Bauplan absolut stringent. Obwohl die wichtigsten Hilfsmittel - Ponal und Schleifpapier - enthalten sind, würden weitere Utensilien den Bau erleichtern:
      - Ein ca. 30 cm langes Stahllineal.
      - Eine etwa einen Quadratmeter große, schnittaufnehmende, und ebene Unterlage.
      - Ein "Bastelmesser" mit ein paar Ersatzklingen. Damit sollte das Kind aber auf keinen Fall ohne elterliche Anleitung beginnen.
      - Zusätzliche Bögen Schleifpapier in den Körnungen 60 - 80, 400, und 600 oder 800, falls lackiert werden soll.

      Und das wichtigste: Das Kind sollte "Wollen". Wäre ich mit diesem Wunsch von mir aus gekommen, hätte das Ganze nicht, oder nur mit einem gelangweilten Zuschauer funktioniert.

      Gruß,

      Robert
    • Hallo Robert,
      an die Befestigung der Tragfläche am Rumpf mit den Gummibändern, daran kann ich mich auch gut erinnern und die beiden Rundhölzchen am Rumpf.
      Gut, dass Du das Thema Model-Segelflugzeug aufgegriffen hast. Es war damals für meinen Bruer und mich ein wunderbares Thema, und es ist schade, das solcher Modellbau fast verschwunden ist. Und dann als Krönung der Bauarbeiten: Das eigentliche Fliegen am Hang, wie faszinierend, wenn das Modell dann in sanften Kurven zu Boden gleitete.
      Albrecht
    • Hallo Albrecht,

      ich muß langsam aufpassen, nicht wieder das "Balsafieber" zu bekommen - den "Amigo" von Graupner, den gibt es sogar noch. Eine herrlich alte Rippen-Spanten-Kombination, 200cm Spannweite...

      Und das Fliegen am Hang, bei dem Flieger natürlich èn miniature, das hatten Tochter und ich heute:



      Da liegt er nun, Tragflügel aufgesetzt, Gummimotor eingebaut. Im linken Bild stellte sich noch die Frage: Wieviel Blei - das sind die drei Streifen neben der Schere, im Bausatz enthalten - kommt wohl in die Nase?
      Rechts die Auflösung, genau zwei davon, dann stimmte der tatsächliche auch mit dem vom Konstrukteur vorgesehenen Schwerpunkt überein. 158 Gramm bringt er nun austariert auf die Waage.
      Und das Austarieren war wieder eine Zeitreise!
      - Fenster zu, es zieht!
      - `Renn jetzt hier nicht `rum(das andere Kind...)
      - Tür` zu - äh, oh, hallo, mein Schatz...
      Auch wie früher, hatten wir ja den Küchentisch zweckentfremdet.

      Und dann ging es auf die noch ziemlich nasse Wiese - egal, der Flieger ist ja durch den Farbauftrag ziemlich gut imprägniert. Aus der Hand, etwas gegen den Wind gestartet, ein sanftes, gerades Ausgleiten ohne "Wippen" und "Schaukeln".
      Große Freude beim Kind! Großes Aufatmen bei Papa!
      Der erste Flug mit Motor - es sollen anfangs nur ca 80 Umdrehungen gezwirbelt werden - endete allerdings ziemlich schnell "unten", die Luftschraube zog tief.
      Das ist nicht weiter schlimm, die Einfliege-Anleitung empfiehlt dafür stufenweises Unterlegen des Luftschrauben-Sitzes unten, in 0,5mm-Schritten. Leider hatte sich beim Erdkontakt der Bleistreifen gelöst - also nochmals, und zum ordentlicher verkleben, zurück in den Hangar.
      Da nun jedoch ab Morgen noch ein Ferienlager ansteht, wird der abschließende "Flugbericht" ein paar Tage auf sich warten lassen.

      Gruß Robert
    • Tja - Ferien...
      Ferienlager für Kind(er)...
      Dann entweder schlechtes Wetter, oder gutes Wetter, aber starker Wind(...über deine Höhen pfeift der Wind so kalt...) oder Kind hat dies, jenes...
      Kurz, sorry, es ging nicht schneller.
      Dafür kann ich jetzt zum Ende kommen. Die Unterlegung der Luftschraube musste auf fast zwei Millimeter gesteigert werden, damit auch beim stärkeren Aufziehen der Luftschraube das Modell nicht abwärts gezogen wird - aber durch die Bauanleitung darauf vorbereitet, weiß man ja gleich, was sich tut, wenn, und was man zu tun hat, dass...
      Fazit:
      Mit mir standen zwei Kinder auf der "Fliegerwiese".
      Der Gummimotor lupft das Modell je nach Startwinkel auf gut zehn bis zwölf Meter, das Ausgleiten kann gute sechzig bis siebzig Meter erreichen. Unter Motor fliegt der Brummer übrigens(Drehmoment...) eher einen Kreis, im Gleitflug dann gerade.

      Bleibt eigentlich nur ein gutes Gefühl und Spaß beim Betrachten des an der Wand im Kinderzimmer baumelnden oder über die Wiesen segelnden Fliegers.
      Einzig die Altersempfehlung halte ich für etwas optimistisch, ich schätze, alleine wird außer bei "Talenten" das Zusammenbauen unter 14, 15 Jahren eher schwierig.

      Aber was wären wir für Eltern, wenn wir ab und zu nicht mal mitspielen würden...

      Und Tschüss,

      Robert
    • Hallo Roland,

      r.polli schrieb:

      an so einem Balsa Flieger könnte auch ein "Erwachsener" Spaß haben.
      gaaanz dünnes Eis für mich!

      Habe nämlich bei der Beschäftigung mit dem "Balsaflieger" festgestellt, dass es den Graupner Amigo(Ein herrliches Rippen-Spantenmoster, 150,00€...) immer noch gibt - der war mit dem Taxi zusammen die Doublette, die ich Anno 1976 verkaufte, um endlich Geld für ein Kleinkraftrad zu bekommen...

      Bloß schnell wieder wech...

      Gruß,

      Robert