HMS SPEEDY (1828) 1:100 Tomasz Weremko

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    • Hallo Bonden

      Vielen Dank für Deine Fachbegriffe! Und natürlich Dein Lob verlegen2
      Du hast es wohl "nebenan" gelesen, dass wir mittlerweile die vermeindlichen Seitentakel, bzw. Hanger als Pardunen identifiziert haben. Die Hanger werden bei den Kuttern etwas weiter Bugwärts, direkt hinter den Wanten getakelt (Petersson). Sind aber bei diesem Modell weder im Bogen, noch in der BA noch bei anderen im Netz gefundenen Modelle vorgesehen.

      Hallo Fritz

      Vielen Dank für die Erläuterungen zur Reihnefolge und der richtigen Benennung der Segel.
      Mittlerweile habe ich festgestellt, dass die Besegelung ein völlig eigenes Thema ist, das mich in nächster Zeit intensiv beschäftigen wird. In der Hoffnung, das Modell wenigstens optisch einigermassen hin zu bekommen. Die historische Korrektheit wird hier wohl etwas hinten anstehen müssen. (habe ich zwar andern Orts auch schon gesagt und mich dann in etwas hinein gesteigert, aber ich will Eure Erwartungen nicht zu hoch setzten happy1 )

      petcarli schrieb:

      Ich hoffe, dass ich Dir damit ein wenig geholfen habe.
      Nicht nur "ein wenig"! daumen1

      Hallo Tommi

      Vielen Dank. Ja, mittlerweile habe ich die auch als solche erkannt.
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Peter,

      Du wirst sicher noch längere Zeit benötigen, bis Du richtig durch die historische Korrektheit ganz durchsteigst. Auch ich habe diese sicher noch lange nicht erreicht und bemühe häufig Bonden um Hilfe. Doch der ist ja glücklicherweise immer bereit, einem weiter zu helfen (Ihm selbst mal wieder einen Dank dafür!). Doch wenn man bedenkt, dass es auch die absoluten Könner nicht ganz genau wissen, ist es ja auch nicht ganz so schlimm, wenn etwas nicht ganz korrekt ist. Wichtig ist es bei den Segeln und Ihrer Takelung als Grundlage klar zu machen, wozu jedes einzelne Teil dient. Dann hast Du schon eine Menge gelernt. Mir ist es richtig klar geworden bei dem Bau meiner Schebecke, denn dort war der Takelplan katastrophal.

      So wünsche ich Dir vielen Spass bei dem Studium und der Ausführung der Besegelung. Du wirst sehen, dass Du bei jedem gelungenen Teil, vor allem wenn Du es für sehr schwierig hieltest, richtig stolz bist! Und in erster Linie muss es Dir gefallen!

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Freunde

      Stehendes Gut - letzter Teil:
      Zum Schluss des stehenden Gutes sind die stehenden Pardunen anzubringen. Dies werden Paarweise am Top der Stenge befestigt und jeweils zu zweien Bb und Stb, eine über das Ende des "Spreizers" (englisch spreader lt. Petersson, keine Übersetzung gefunden)
      und die andere über eine "Klampe" etwas "weiter innen" (sorry, habe z.Z. keine Fachliteratur vorliegen) gezogen. Etwa nach einem viertel der Länge zwischen Spreizer und Bordwand (hier sind die Skizzen je nach Quelle recht unterschiedlich), werden die Taue mit einer Kausche abgebunden. Ein weiteres Tau führt nun von dort mittels eines in die Kausche eingehängten Hakens (noch immer selber gedengelt, aber die Ätzteile sind nun definitiv unterwegs) nach unten, wo es mit einem eingebunden Doppelblock und einem weiteren, im Rüstbrett, hinter, bzw. zwischen dem achternen Wantenpaar eingehängten Einfachblock verzurrt wird.
      Phuuuu, klingt und schreibt sich kompliziert, sieht auch so aus und Detailfotos sind nur noch verwirrender. Ich reiche diese nach, wenn alle noch lose herumhängenden Tauenden belegt und aufgeräumt sind....

      Diese Vertäuung ist insgesamt vier mal zu machen und dabei darauf zu achten, dass die Kauschen von den vier Tauen auf gleicher Höhe sind und die Taljen am Rüstbrett ungefähr gleich lang und sich nicht mit den Taljereeps der Wanten verheddern.

      Damit ist das stehende Gut soweit fertig. Als nächster Schritt werden sämtliche Taue definitiv gespannt, fixiert und belegt.

      Hier einmal ein paar Gesamtaufnahmen. Beim Betrachten der Fotos lief es mit kalt den Rücken runter, weil der Spreizer völlig windschief ist. Ein Blick auf das Modell zeigte mir aber, dass das nur die Perspektive auf dem Foto ist... frech 2







      Mein Fazit bis hierher: sicher ist noch einiges an Potential nach oben, aber für das erste mal bin ich sehr zufrieden freu 2 verlegen2

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Fritz

      Herzlichen Dank!

      Guten Abend Freunde

      Nach einer ungewohnt langen Schreibpause geht es hier wieder weiter.Es ist nicht so, dass ich nichts getan hätte in der Zwischenzeit, aber war halt eben viel los, immer nur kurze Bastelzeiten und auch dazu nicht viel sehenswertes.
      Aber hier mal eine kurze Zusammenfassung.
      Zum einen habe ich mal alle Taue gespannt, fixiert und belegt. Dabei habe ich die Tau-Enden an die Klampen, bzw. Belegnägel festgeklebt, abgeschnitten und die "im trockenen" gewickelten Puppen darüber gehängt.
      Nun sieht es schon ein wenig aufgeräumter aus auf Deck grins 3



      Als nächstes habe ich mich angefangen mit dem laufenden Gut auseinander zu setzten. Das ist als Laie ziemlich schwierig, weil sich Mondfeld und Konsorte praktisch nur mit grossen Schiffen befassen und die "Besegelung" eines Kutters völlig anders aussieht.
      Das heisst, hier gibt es doch einiges zu improvisieren und die unterschiedlichen Fachausdrücke kann ich auch nicht alle nachschlagen und mit Sicherheit richtig benennen.

      Als erstes habe ich den Baumfertig getakelt um ihn an Bord zu bringen. Dabei galt es noch die Schot anzubringen. Diese wird (später) am Schothorn des Grosssegels befestigt. Das andere Ende wird mit einem Block versehen und mittels eines weiteren Blockes zu einem Flaschenzug "geschnürt" um dann an der KlampeamBaum belegt zu werden. Hier finde ich nirgends schlüssige Abbildungen, aber ich interpretiere das so, dass mit vollen Segeln dieser Flaschnzug relativ kurz ist.
      Nun wird der Baum montiert. Und schon sieht das ganze wieder etwas mehr nach Segelschiff aus freu1





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    • Des weiteren habe ich mich mit der Fertigung der Segel befasst. Der Tipp von Fritz mit dem Japanpapier hat mich irgendwei fasziniert und ich habe mich auf dei Suche nach solchem Papier gemacht. In der Schweiz offensichtlich erfolglos. Japanpapier gibt es hier nur mit einer pseudo-handgeschöpften Faser-Optik...für Segel in diesem Massstab denkbar ungeeignet.
      Seidenpapier war mein nächster Versuch. Das erste Einfärben scheiterte kläglich, das es mir völlig zefetzte.
      Nach einem weiteren missglückten Versuch fand ich dann die ideale und zudem auch für die Kinder sehr amüsante Lösung:

      Ich lege ein Stück Seidenpapier auf die saubere Schneidmatte und male es möglichst regelmässig mit einem Pinsel mit Wasser, das ich mit dunkelbrauner Acrylfarbe eingefärbt habe an. Nun klebt das Seidenpapeir ja hoffnungslos und nicht unbeschadet läsbar an der Schneidmatte. Also Haarföhn her und dann wird geföhnt, bis das Seidenpapier trocken ist. Dadurch löst es sich wieder vpllig von der Schneidmatte und kann weiter verarbeitet werden. Der Kommentar meiner Tochter: "Papa, aber sonst bist Du schon noch ein bisschen normal?" happy1





      Nun werden die Segel ausgeschnitten, die Verstärkungen aufgeklebt und zum Schluss mit einem dünnen Bleistift die "Linien" aufgezeichnet. Diese müssen nur einseitig aufgezeichnet werden, da sie genügend durchscheinen.



      So, das war's für den Moment. Es wird weiterhin eher langsam voran gehen, da ich sehr vieles nachschlagen oder imInternet suchen muss....nein, muss ich nicht, war auch nicht der Plan bei Baubeginn, aber hatte ich schon erwähnt, dass ich mich mit diesem Modell in was rein steigere? augenbraue1

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Peter_H schrieb:

      aber hatte ich schon erwähnt, dass ich mich mit diesem Modell in was rein steigere?
      Wir kriegen euch alle - oder auch: Die kriegen uns alle. grins 2 Ich kenne das, so fängt es an, und wenn man es schafft, diesen kritischen Punkt zu erkennen und dann ein Stoppzeichen zu setzen, an dem Wahnsinn sich von einfach nur gutem Modellbau unterscheidet, wird alles gut. grins 3 Und es macht irre Spaß, stimmt's? zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Herzlichen Dank @N8 FALKE!

      Bonden schrieb:

      Und es macht irre Spaß, stimmt's?
      Aber ja doch

      @Cux-Holger: Herzlichen Dank
      Vielen Dank auch Dir, @petcarli!

      Guten Morgen Freunde

      Und weil es so irre Spass macht, und ich mir grad etwas Zeit nehmen konnte, ging es gleich mit der Marsrah weiter.
      Diese musste erstmal mit allerlei "Gebänsel" ausgerüstet werden.
      Die Springpferde wurden unten mit einem Auge versehen und mit zwei Wicklungen und an der Rah befestigt. Die Fusspferde werden mit 0,5mm Garn mittels an der Rah an der Klampen-Innenseite eingebundenen 8er-Oesen fixiert, durch die Augen der Springpferde gezogen und am Rah-Nock fixiert. Nach dem Ausrichten werden sie bei den Augen mit einem Tupfer Sekundenkleber verklebt.
      An der Klampen-Aussenseite binde ich zwei 3mm-Einfachblöcke für die Bramschot ein.

      In der Mitte wird nun das (der?) Rahhanger-Stropp eingeschlauft, eine Schlaufe aus 0,5mm Garn das am einen Ende mit einem Auge abgebunden wird.



      Der Rahhanger wird oberhalb der Saling durch die Schlaufe des Stages gezogen und am unteren Ende ein Haken eingebunden. Dies wird nun langsam grenzwertig, da man hier kaum noch dazu kommt. Entsprechend ist diese Einbindung etwas "wurstelig" geworden.

      Der Aufmerksame Leser hat es vielleicht gemerkt. Ja, ich verwende weiterhin selbst gedengelte Haken und nicht die hervorragenden Teile aus der Ätzplatine. Ich habe nun mit den selber gedengelten angefangen und ieihe das wohl bei diesem Modell so durch. Ich befürchte, dass mich andernfalls die eigenen am Ende stören würden. Und diese jetzt noch auswechseln ist mir dann doch zu blöd. Solche Aktionen überlasse ich gewissen Kollegen
      Die Platine wartet schön brav auf das nächste Projekt, das schon in intensiver Planung ist.

      Nun fixiere ich das Racktau mit dem Ende an das ein Auge eingebunden ist, stb. der Mitte und hänge die Rah am Haken des Hangers ein. Das Racktau wird nun um den Mast gezogen, bb um die Rah gelegt und wieder um den Mast durch das Auge gezogen.
      Das Ende wird dann später nach unten geführt und neben dem Mastfuss mittels Blöcken und Talje verzurrt. Damit warte ich jedoch noch, da ich erst das Grosssegel setzten will, bevor ich mir mit zu vielen Tauen den Zugang zum Mast verbaue.





      Damit ist eine kurze intensive Bastelphase leider schon wieder zu Ende und es wird wieder in gemächlicherem Tempo weiter gehen.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Freunde

      Nach ein paar kurzen Bastelabenden und einem regnerischen Sonntag mit reichlich Zeit, kann ich hier mal wieder einige Baufortschritte vermelden.
      Das Grosssegel war mein Ziel bis heute Abend. Dies benötigt einiges an Vorarbeit.
      Zunächst wurde die Gaffel vorbereitet. Zwei Einfachblöcke für das Piekfall, sowie die Klotjes und ein Augbolzen an der Klaue waren anzubringen.
      Nun bereite ich die Talje für das Klaufall vor mit dessen Hilfe ich dann die Gaffel am Mast anbringe und mit zweikomponenten-Kleber fixiere. Der Winkel wird aufgrund des Gerosssegels bestimmt und kann, da die Klaue so "eng" ist, dass die Gaffel auch ohne Kleber am Mast fest sitzt, so trocknen.
      (Im ersten Anlauf habe ich die Gaffel nicht verklebt. Das hatte zur Fogle, dass ich das Piekfall nicht straff spannen konnte, weil das Eigengewicht des Garns grösser war als dasjenige der Gaffel und letztere somit das Piekfall nicht straff zog. Ich habe das ganze wieder runter gerissen... arbeit1 )

      In der Trockenzeit bereite ich das Grosssegel weiter vor. Rundherum wird ein Liektau angebracht und mit einem 0,9mm Bohrer bohre ich von Hand die Löcher in die Segelränder um das Segel an Mast und Gaffel anzuschlagen.
      Hier kommt nun ein Fehler, den ich schon viel früher gemacht hatte zum Tragen: Ich hätte am Mast Drahtringe "einfädeln" sollen, die dann durch die Löcher am Segel geschlauft worden wären, damit das Grosssegel am Mast flexibel ist. Habe ich vergessen, wird anders gelöst. Das untere Liektau tränke ich mit Sekundenkleber und gebe ihm eine leicht geschwungene Form um die Blähung des Segels imWind darzustellen.



      Am oberen Rand des Segels werden die Beschlagzeisinge in Form von feinem Garn eingeknüpft.



      Nun können Gaffel und Baum getakelt werden.
      Das Piekfall wird Bakbords an einem Belegnagel fixiert, zum Masttop geführt und dann durch die Blöcke an der Gaffel und am Masttop abwechslungsweise nach unten geführt.



      Das Ende wird mit einem Doppelblock versehen. Stb. des Mastes wird an einem Augbolzen ein Einfachblock eingehängt und mit dem Ende des Piekfalls mittels Talje verzurrt.



      Das Klaufall wird ohne Talje direkt Stb an der Nagelbank belegt.



      Die (der? das?) Baumtopnant Wird am Masstop von einem Einfachblock aus zum Baumnock geführt, dort durch den vorbereiteten Block wieder zum Masttop gezogen und schliesslich nach unten wo er wie das Piekfall, aber Bb mittels Talje verzurrt und an der Nagelbank belegt wird.
      Zu guter Letzt wird das Flaggenfall vom Gaffelnock zum Heck gefürht und an einem Belegnagel vertäut. Hier finde ich nirgends etwas, wie genau das geschehen soll.



      Die Spaghetteria wird immer unübersichtlicher happy1
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    • Und nun folgt endlich das erste Segel.

      Da ich zum Glück die Webleinen noch nicht angebracht habe, habe ich noch komfortablen ( happy1 ) Zugang zum Mast.
      Das vorbereitete Grossegel wird erstmal auf den Baum geschoben und im Bereich der Baumklaue am Mast angebunden. Das Beschlagen am Mast löse ich nun mit einem laufenden Tau, das ich sprialfömig um den Mast führe und so das Segel beschlagen.
      Diese Technik wurde tatsächlich auch angewandt, aber im 18. Jahrhundert.
      Das ist eine ziemliche Fitzelarbeit, da ja schon einige Taue in Mastnähe verlaufen und ich so immer wieder Gefahr laufe, eines davon versehentlich einzubinden, bzw. auch mit dem langen Ende, das um den Mast geschlagen wird, da und dort etwas mitreisse.
      Es geht aber, mit viel Geduld, ohne Schäden vonstatten.

      An der Gaffel wird das Segel mit den vorbereiteten Beschlagzeisingen angebracht. Das ist insbesondere im Bereich der Gaffelklaue zwischen all den vielen Tauen eine grosse Herausforderung, die mein leider etwas nachlassendes dreidimensionales Sehvermögen stark herausfordert. Aber letztendlich schaffe ich auch das. Alleine das Beschlagen des Grosssegels dauerte fast drei Stunden.
      Die Herausforderung machte aber unheimlich Spass und das Ergebnis macht mich, bei aller Bescheidenheit, ziemlch stolz. Aber urteilt selbst verlegen2



      Zum Schluss für heute mal wieder ein Rundgang.





      Freundliche Grüsse und allen einen guten Wochenstart
      Peter
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    • Klueni schrieb:

      sehr schön, das Gaffelsegel macht sich prächtig!

      N8 FALKE schrieb:

      das sieht hervorragend aus.

      Bonden schrieb:

      Der Stolz ist völlig berechtigt, das hast du superdupergut gemacht!

      Helmut_Z schrieb:

      Ich bin begeistert Peter, gefällt mir ausgesprochen gut was du da machst

      Und nun ich matrose1 noch.......

      TOPP, SUPERSPITZENMÄSSIG KLASSE !!! beifall 1 beifall 1 beifall 1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Vielen Dank Euch allen, ihr macht mich verlegen verlegen2

      Hallo Freunde

      Und weil ich gerade so schön im Rausch bin, gehts auch gleich weiter. Die Grossrah ist zu fixieren. Dies geschieht einerseits ab dem Eselshaupt mit den Grossrah Topnanten, die ich durch jeweils einen an die Rah-Nocken angebrachten Einfachblock führte, zurück zum Eselshaupt und dann an den Nagelbänken Bb, bzw. Stb. an der Innenschanz belegte.



      Anderseits mit den Brassen. Dazu werden auch jeweils am Rah-Nock die Brassenschenkel mit einem 3mm Einfachblock angebracht. Die achternen Brassen werden nun an der Aussenschanz an einem Augbolzen mittels Haken eingehängt, durch diesen Block geführt und zurück zum Heck wo sie beidseitig durch ein Loch in der Schanz innerbords gefädelt und an einer Klampe belegt.



      Zum Bug hin geschieht das mit den Brassen die am Rah-Nock befestigt werden und dann zum Steven-Nock, durch einen vorbereiteten Dreifachblock, dem Steven entlang auf Deck und an der Nagelbank beim Bratspill belegt werden. Damit geht nun die Takelage stark in die dritte Dimension, will heissen in die Breite. Die Gefahr, dass ich beim Hantieren das ganze Modell vom Basteltisch runterreisse wird immer grösser frech 2



      Ach ja, das Rackfall sollte ich ja noch schnell an Deck verzurren. Damit hatte ich gewartet um mir den Mast zum Beschalgen des Segels nicht zu arg zu verbauen. Also schnell mit dem am Ende des Fall's eingebundenen Block und einem Doppelblock mit Haken eine Talje gebunden und diese am Augbolzen am Mastfuss eingehängt. Ha! Denkste! Hängt mal einen Haken von weniger als 1mm an einem eben so kleinen Augbolzen zwischen Mastfuss, Winde, anderen Blöcken, -zig Takeln und anderen Teilen mit einer spitzen Pinzette ein ach1
      Ich weiss nicht wie, aber irgendwie und irgendwann habe ich es dann doch geschafft.

      Imnächsten Schritt habe ich angefangen, das Marssegel vorzubereiten. Rundherum wird auch hier wieder ein Liektau angebracht. Dieses wird mit Schot- und Nockhörner versehen. Seitlich müssen zusätzlich jeweils drei Bulinenlegel eingebunden werden. Hier behelfe ich mir mit einer vereinfachten Methode. Ich knüpfe dieDinger einfach an das Liektau. Ein 0,25mm-Garn in ein 0,75mm Garn zu spleissen ist mir dann doch zu blöd.Ich weiss, es gibt sicherlich Kollegen, die das gemacht hätten. Aber ich nicht augenbraue1



      So, und nun ist leider definitiv schluss für die nächsten Tage. heul1

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Danke Fritz!

      Die Durchhänger bisher konnte ich korrigieren und bei den Brassen blieben die zuvor gefürchteten aus, da genügend Zug ausgeübt werden konnte. (Und der Baumtopnant, der etwas locker sitzt habe ich gut kasciert auf dem Foto happy1 )

      LG
      Peter
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    • Vielen Dank Fritz und Christian!

      Danke für den Buchtipp, Christian! Das sieht super aus, da werden wohl einige Fragen beantwortet werden! Ist schon auf der Einkaufsliste grins 3

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Freunde

      Und weiter ging die Vorbereitung des Marssegels. Die Marsrah musste auch wietgehend fertig vorbereitet sein, ehe das Segel angeschlagen wird. Spring- und Fusspferde, und die Blöcke für das Geitau. Am Segel selber wurden an den Nockhörnern ebenfalls Blöcke für die Geitaue angebracht, die Bulienen und die Beschlagzeisinge eingeknüpft. Nun konnte das Segel an der Marsrah angeschlagen werden.





      Das Marsrahfall wird eingezogen und mit einem Haken versehen. Nun kann die Rah mit dem Segel eingehängt werden.
      Bevor ich irgendetwas fixiere bringe ich sämtliche Taue an. Es sind dies die Geitaue, die bereits durch die Blöcke gezogen werden, die Topnanten, die an den Rahnocks eingebunden und durch zwei Blöcke an der Stenge oberhalb der Rah gezogen.
      Die Brassen werden auch an den Nocken befestigt und durch einen Block am Nock des Bugspriets gezogen, ebenso die Bulienen.
      Die Pardunen werden an den Nockhörnern eingeknüpft, durch die Grossrah und die daran befestigten Blöcke gezogen.
      So, nun hängt das alles sehr wild und unübersichtlich provisorisch am Mast....



      In welcher Reihenfolge soll nun gespannt und fixiert werden? Mit etwas logischer Überlegung versuche ich meinen Weg zu finden und fange mit dem Fall und den Topnanten an, diese fixieren nun die Höhe und den rechten Winkel der Rah.
      Nun wird diese mit den Brassen parallel zur Grossrah ausgerichtet und die Brassen ebenfalls fixiert.
      Das Segel soll ja etwas bauchig dargestellt werden. Also wird diese Position, gleichzeitig mit den Pardunen und den Bulienen ausgerichtet und diese wiederum fixiert. Zum Schluss sollen nun die Geitaue fixiert werden.

      Leider ist die "Bauchung" des Segels nicht ganz so geworden, wie ich das eigentlich wollte, ich kann Euch aber sagen, dass der erste Versuch, den ich wieder runtergerissen habe noch viel schlimmer war....

      Zum Schluss werden die ganzen Taue an den dazu gehörenden Nagelbänken belegt, was wiederum, bzw. immer mehr eine Herausforderung der Sonderklasse wird. Zu viel im Weg.
      Was nun noch fehlt um diesen Bauabschnitt abzuschliessen sind die Taurollen an den Belegnägeln und die Nockbänsel.
      Aber nicht mehr heute!



      Soviel für heute!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Vielen Dank Klaus und Fritz!

      Danke für den Tipp, Fritz, werde ich das nächste Mal machen!

      Was die Segel angeht, so hat sich andernorts ein Problem gezeigt. Vielleicht kann mir jemand helfen.

      Das Grosssegel ist so gestellt, dass der Wind von Backbord vorne kommt. Das Marssegel müsst nun eigentlich Stb. extrem dicht geholt werden. Die Grossrah kann aber kaum dicht geholt werden, da sie sogleich sowohl am ersten Want (grüner Pfeil) als auch an den Pardunen (rote Pfeile) ansteht. Ich habe mich aber bei der Takelung sehr genau an die BA und zur Kontrolle an das Buch Riggnig period fore-and-aft craft von Lenarth Petersson gehalten.



      © Lenarth Petersson - Riggnig period fore-and-aft craft

      Wie kann also das Marssegel richtig ausgerichtet werden? Es kann doch nicht sein, dass dieses nur um einige wenige Grade gedreht werden kann? Ich stehe da ein wenig auf dem Schlauch!

      Danke für Eure Hilfe!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Ahoi Peter,

      ich kann mich in meiner Begeisterung für dein Schiff nur wiederholen, du baust das toll! Zur Frage der Segelstellung und des Brasswinkels der Großrah hast du ja im „Götterforum“ eine sehr präzise Antwort bekommen; vielleicht stellst du ja die Essentials auch hier ein? Ich fand die Ausführungen zu Windrichtung und Segelstellung gut geschrieben und das so, dass auch ein Landlubber damit durchaus was anfangen kann. zwinker2

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    • Hallo Fritz
      Danke, s. unten.

      Hallo Bonden
      Auch Dir vielen Dank für Dein Lob tanz 1
      In Absprache mit Herbert aus besagtem Forum habe ich seine erstklassige Beschreibung kopiert und unter Tipps und Tricks hier eingestellt. Klick

      Was die Segelstellung der Speedy angeht, so ist diese - zu beachten vor allem für Nachbauer - falsch.
      Der nach Stb geneigte Baum mit dem Grosssegel deutet auf einen Windeinfall von Bb vorne an. Dies wiederum würde heissen, dass das Marssegel stb stark angebrasst werden müsste. Dies wiederum ist aufgrund der Takelage nicht möglich. Die Pardunen, die über die Spreizlatte der Saling laufen bilden auf Höhe der Grossrah eine Linie mit dem Mast, was wiederum heisst, dass die Grossrah nur minimal auf beide seiten angebrasst werden kann.
      Über die Gründe, warum das so ist, wurde u.a. im Forum segelschiffmodellbau.com angeregt diskutiert. Eine abschliesende Erklärung haben wir jedoch bis jetzt nicht gefunden. Da ich mich mit der Takelung einerseits an die Bauanleitung, anderseits an ein Fachbuch und zum dritten an einen Plan der Speedy aus dem Netz gehalten habe, gehe ich nicht von einem Fehler in der BA aus. Im Netz finden sich ebenso viele Fotos von Cutter-Modellen mit dieser Art Führung der Pardunen wie auch solche, wo die Pardunen ohne dies Spreizlatte direkt nach achten geführt werden. Mit letzterer Takelung wäre ein Anbrassen der Rah möglich.

      Wohl bleiben mir vier Möglichkeiten:
      1. Spreizer und Pardunen entfernen, Rahtakelung runter reissen und neu, angebrasst takeln (Meine Takelage sieht wohl funktionsfähig aus, ist sie aber nicht. Ich fixiere die Taue um die Spannung zu halten mit Sekundnekleber an den Blöcken)
      2. Die Takelung vom Baum lösen und diesen ganz nach Steuerbord ausfahren um den Windeinfall von Achtern darzustellen. Was auch nicht ohne Kollateralschäden möglich wäre.
      3. Das Marssegel entfernen und die Speedy ohne dieses auf Fahrt zu schicken, was wiederum mit einigen Änderungen der Takellage verbunden wäre und ebenfalls nicht unbeschadet machbar wäre.
      4. Alle Segel fertig anschlagen und auf die korrekte Segelstellung pfeifen.

      Momentan tendiere ich zur vierten Variante, weil ich befürchte bei 1-3 so viel Schaden anzurichten, dass ich die Speedy letztendlich im Rundordner entsorgen würde. Und dafür gefällt sie mir, auch mit nicht korrekter Segelstellung zu gut.
      Wenn ich mich so durch das Netz klicke finde ich viele "besegelte" Modelle und bei den allerwenigsten ist die Besegelung korrekt, bzw. realistisch...

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • hallo peter,

      Ich bin zwar kein experte für kutter ende des 18 anfang des 19 jahrhunderts aber als segelehrer hab ich durchaus eine meinung zu der verwendung des rahsegels auf diesem typ von fahrzeug.

      Meines erachtens nach würde bei halbwindkurs und kursen bei denen der wind vorlicher als halbwind einfählt das gaffelgross das rahsegel nicht nur zu sehr abdecken als das es wirksam währe ich denke auch das es die strömung um das gaffel segel negativ beeinflussen würde und gleichzeitig die krängung stark erhöhen würde.

      Dieses segel hätte also auf diesen kursen wohl eher einen negativen effeckt. Mit dem rah top segel fählt zwar die negative beeinflussung des gaffelsegels weck das proplem mit der krängung bleibt. Auch können rah segel bei weitem nicht so hoch am wind gefahren werden wie schratsegel. Der unterschied an höhe von schrat zu rah segel kann mehr als dreissig grad betragen.

      Das heist ohne die rahsegel kann der kutter um die 30 grad näher an den wind drehen als im fall das diese gesetzt bleiben würden.

      Ich denke daher das die rahsegel eher wie heute der spinaker eingesetzt wurde. Soll heissen bei kursen mit achterlichem wind.

      Natürlich kann mit rahsegel auch gekreutzt werden aber im fall von schonnern und kuttern würde man durch den einsatz der rahsegel die vorteile die diese tagelagen bieten eher verschenken.

      Lg

      Toby


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    • Nachtrag:

      Durch das mehr an höhe und die grösseren querkräfte würde eine stärkere verstagung des masten an bedeutung gewinnen und durch die relative unwirksamkeit des rahsegels auf diesen kursen der schwenkbereich der rahen an bedeutung verliehren.

      Durch die auspreitzung der partune gewind das rigg erheblich an festichkeit gegen querkräfte.

      Das rigg so wie dus gebaut hast würde so also sinn ergeben und könnte durchaus korekt sein. Zumindest vom seglerischen standpunkt spricht nichts dagegen.


      Lg

      Toby


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    • Hallo Peter,

      wenn ich bedenke, dass dann ja bei meinem Großsegler die gleichen Segelstellungen eine Rolle spielen, würde ich ja auch eine falsche Segelstellung haben. Ich meine aber auch, dass die Segel bei fast allen Segelschiffmodellen so stehen,wie es meine tun.

      Wenn ich die letzte Äußerung von Freto lese wäre es eigentlich auch nicht so falsch.

      Gruß
      Fritz
    • Hallo fritz und Peter,

      Ich hab mich noch ein wenig im mnetz umgesehen bei den modellen und was die darstellung der segel betrifft ist nicht mal die der zeitgenössischen modelle aus dem 18 jahrhundert korekt. in meinen augen geht es bei segler modellen die nicht teil eines dioramas sind nicht um die apsolut korekte darstellung der segel sonder darum möglicht alle segel zu zeigen und dabei noch eine nuten blick auf die details zu ermöglichen.

      Es währen nie alle segel gesetzt gewesen da sich viele gegenseitig abdeck und beinflussen würden. Bei vorwindkursen währen achtern zb kaum mal segel gesetzt gewesen. Klüver und Treiber währen auf vor und raumwind kursen auch nicht gesetzt gewesen.

      Ich denke man Handelt in bester tratition und durchaus sinvoll wen man bei solch einem modell auf die exakte wiedergabe der segelstellung und segelführung in einer bestimten situation verzichtet.

      Bei einem diorama währ das wiederum ein ganz anderes thema.

      Liebe grüsse

      Toby


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    • Hallo Peter,

      ich bin zwar überhaupt kein Segler und habe von der Segelstellung rein gar keine Ahnung:
      Aber dein Schiff sieht so toll aus, dass bitte nur deine Variante 4 in Frage kommt.

      Freu dich an deinem erreichten Stand und baue einfach nach Gutdünken weiter. Es wäre zu schade, wenn bei einem Umbau das Schiff zu Bruch ginge.

      Viele Grüße
      Dieter
    • Hallo Toby

      Herzlichen Dank für Deine detaillierte Beschreibung. Dein Fazit ist für mich logisch und entbindet mich gleichzeitig von meinem unguten Gefühl, dass es nicht korrekt ist! Demnach werde ich definitiv so weiter bauen wie geplant und die restlichen beiden Segel ebenfalls setzen.
      Ich werde aber auch definitiv auf eine Wasserfläche verzichten.

      Freundiche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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