HMS SPEEDY (1828) 1:100 Tomasz Weremko

    • HMS SPEEDY (1828) 1:100 Tomasz Weremko

      Hallo Freunde

      Die HMS Speedy wurde für die Royal Navy im Oktober 1827 im Pembroke Dockyard, Wales auf Kiel gelegt und am 2. November 1828 im Plymouth Dockyard in Dienst gestellt.
      Sie war das vierte Schiff mit diesem Namen, das für die Royal Navy gebaut wurde.
      Die HMS Speedy war ein Cutter der Nightingale-Klasse und ausgerüstet mit zwei 6 Pfund Kanonen und vier 6 Pfund Karronaden (Kurzstrecken Marinewaffe)
      Deckslänge: 19,4m
      Kiellänge: 14,3m
      Verdrängung: 123 Tonnen
      (Quelle Wikipedia)

      Das Modell wurde konstruiert von Tomasz Weremko und erschien als Beilage in der Sonderausgabe Nr. 22 des russischen Modellbau-Magazins Modelarstwo Okretowe. Das Magazin inkl. Modell gibt es hier zu kaufen.
      Den Bogen habe ich hier kurz vorgestellt.



      Zum Modell gibt es keinerlei massgeschneiderte Zurüst-Teile.
      Ich beabsichtige das Modell aus dem Bogen, ev. mir ein wenig Superung zu bauen. Für Jungfern und Blöcke werde ich aber auf Fremdmaterial zurück greifen, ebenso für die Segel.
      Mein Ziel für dieses Modell ist, ein für mich stimmiges Resultat zu erzielen, mir aber nicht an historisch korrekten Details die Zähne auszubeissen. Dennoch bin ich immer offen für konstruktive Kritik, auch in historischer Hinsicht. Ich möchte aber definitiv mehr Zeit am Basteltisch als mit Recherchen verbringen happy 2

      Nebst dem Magazin stehen mir eine Dokumentaion aus dem Netz über den Bau eines Holzmodelles von diesem Vorbild, das Buch "Historische Schiffsmodelle" von Wolframn zu Mondfeld und "Riggnig period fore-and-aft craft" von Lennarth Petersson zur Verfügung. Letzteres beschreibt u.a. sehr anschaulich die Takelung von einem Naval Cutter.



      So, fertig der Theorie, demnächst geht es hier mit den ersten Bildern des Baues los!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Moin Peter,

      dann reserviere ich mir meinen Platz in der ersten Reihe. Viel Spaß undErfolg beim Bau. Bei historischen Fragen, melde Dich einfach. Wenn ich helfen kann, gerne
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Freunde

      Schön, dass sich schon ein paar Experten eingefunden haben, ich hoffe, Ihr habt Spass happy1

      @Helmut_Z: Das Buch behandelt explizit und nur die Takelage von drei verschiedenen historischen Segler-Typen. Unter anderem eben einem Naval Cutter. Ich habe das Buch im Hinblick auf die BERBICE gekauft, da auch ein solcher beschrieben wird.
      Der Mondfeld liegt als allgemeine Hilfe bereit.

      So, dann mal los:
      Die Spanten mussten erstmal auf 1mm Karton geklebt und ordentlich durchgetrocknet werden.
      Wer schonmal Solche Spanten ausgeschnitten hat, weiss, wie sich ein Handgelenk danach anfühlt... lala1
      Die Kanten der Spanten habe ich dann erstmal mit Sekundenkleber etwas verstärkt, damit die feinen Spitzen gegen den Kiel hin beim Ausschneiden der Mittelspant-Ausschnitte nicht ausfransen.



      Und schon geht's in die 3. Dimension. Das Zusammenfügen der Spanten ist denn auch keine Hexerei. Mich verwirrt allerdings etwas, dass keinerlei Stringer vorgesehen sind, die das Gerüst stabil halten. Nunja, da werde ich mir wohl selbst noch was schnitzen, ansosnten gibt das ein ziemlich labriges Konstrukt.



      Mit der Montage (oder beben noch nicht Montage) des hintersten Spantes stehe ich dann auch schon vor der Frage der Rumpffarbe. Dunkel oder hell?





      Der Bogen sieht zwei mögliche Rumpffarben vor. Einerseits den ganzen Rumpf in eher heller Holzfarbe oder eben den unteren Teil des ÜWS in dunklerem Holzton und die Schanz im Bereich der Stückpforten weiss.
      Die Wenigen Bilder die ich finden konnte zeigen alle einen rein Holzfarbenen Rumpf. Ich weiss auch nicht, ob die andere Variante einem späteren Zeitpunkt entspricht, habe auch in der BA (die zwar Russisch, aber manchmal kann man da doch etwas ableiten) keinen Hinweis darauf gefunden.
      Persönlich gefällt mir die zweite Variante besser. Sollte nun jemand der Experten in der Runde ein durchschlagendes Argument für die erste Variante bereit halten, lasse ich natürlich noch mit mir reden happy1

      Soviel mal für den Startschuss.
      Bis demnächst, freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hi Peter

      Experte bin ich zwar keiner, aber Spaß hab ich mit Sicherheit

      Peter_H schrieb:

      Wer schonmal Solche Spanten ausgeschnitten hat, weiss, wie sich ein Handgelenk danach anfühlt.
      ja weiß ich, ich hab die Spanten für die Cleo incl. 2mm Mittelspant an einem Tag geschnitten augenbraue1
      Denke dass ich auch die Version 2 Bauen würde, obwohl die Ganzholz Version auch was für sich hat..... wunder1
      Es grüßt der
      Helmut
      aus dem Bergischen

      im Bau:
      San Salvador 1:72
      HMS Cleopatra 1:72
    • Oh, the magazine Modelarstwo okretowe is not "Russisch" but "Polnisch". If it was in Russian, it would have cyrillic characters ( eg. Моделарство окрентове). The second row with a bag of popcorn is perfect for me. happy 2
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Hallo Freunde

      Na, da hat sich ja eine illustere Gesellschaft zusammen gefunden...da darf ich mir keine Blösse geben happy1

      Es gibt noch keine weiteren Bilder. Zum einen habe ich momentan mal wieder zu viel anderes um die Ohren, dass mir die Musse zum weiter bauen fehlt, zum anderen macht mir der Rumpf einige Mühe. Ein solcher Rumpf ohne Stringer ist eine abolut laberige Geschichte und ich kann mir kaum vorstellen, dass das so einmal anständig aussehen soll (Verwindungen)
      So bin ich momentan daran, einige Pappstreifen zwischen die Spanten einzufügen, damit das ein einigermassen stabiles Konstrukt gibt. Ob es was wird kann ich momentan noch nicht sagen.

      Was die Entscheidung der Farbe angeht, so habe ich mich für die dunkle Variante entschieden. Ganz einfach, weil sie mir besser gefällt!

      Also, ich bitte um etwas Geduld und drückt mir die Daumen, dass ich nicht schon beim Spantengerüst scheitere!

      LG
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Freunde

      So, nachdem sich die Schulferien dem Ende zu neigen und sich zu Hause wieder langsam der Alltag einstellt, ist auch wieder Zeit zum Basteln da. Während den Ferien ist es mir wichtiger, die Abende mit den Kindern zu verbringen. Wie lange sie sich noch mit Papa abgeben wollen ist ja fraglich, so geniesse ich die Zeit momentan noch freu1

      Zum Anderen wollte ich erst einige Schritte weiter basteln, da sich allmählich die Frage über Sein oder Nichtsein stellte...s.weiter unten.

      Wie bereits beschrieben, wunderte ich mich etwas über die Konstruktion des Spantengerüstes ohne Stringer. So habe ich versucht mit Kartonstreifen das ganze Konstrukt etwas stabiler zu machen, da der Rumpf ohne diese sich ziemlich verzogen hatte.
      Für Nachbauer sei empfohlen, wenn Ihr denn auch solche "Stabilisatoren" einbaut, erst das Deck aufzukleben und erst dann die Verstärkungen einzufügen. Ich habe das nicht so gemacht und hatte dann einige Mühe, das Deck anständig anzubringen.



      Nun folgt die Erstbeplankung. Leider habe ich auch hier einen Fehler gemacht und nicht, wie andern Orts von Claudia empfohlen, erst dünne Papierstreifen auf die Spanten-Kanten aufgeklebt. Auch das empfehle ich jedem Nachbauer dringen.
      Da ich nach wie vor kein Polnisch verstehe, gehe ich strikt nach der Bauteil-Nummerierung, es sei denn ich sehe einen triftigen Grund dies nicht zu tun. So habe ich denn auch in der Schiffs-Mitte mit der Erstbeplankung begonnen und mich erst nach vorne und dann nach achtern gearbeitet. Wenn denn das Spantengerüst sauber und verwindungsfrei ist, sollte das auch ganz gut passen. In meinem Fall ergaben sich leichte Differenzen, was mich dazu bewog, einige Segmenten nochmals weg zu operieren und aus dem Sicherheitsscan nochmals anzubringen und anzupassen.





      Ja, eben, man sollte denn auch wirklich nach den Baunummern gehen, denn ich habe im Baueifer den Heckspiegel, BT 15 vergessen. Das war weiter nicht schlimm, denn diesen konnte man ganz gut nachträglich noch einsetzten. Allerdings zeigte sich hier, dass er einerseits schlecht passte und nachgeschnitzt werden musste, anderseits, dass der Ausschnitt für den Kiel fehlte und auch nachgeschnitten werden musste.

      Detail BA.jpg

      Hier sei noch erwähnt, dass ich, wo es auch immer sinnvoll erscheint, die Planken-Fugen mit der Reissnadel nachzeihe, um das gaaze etwas dreidimmensionaler darzustellen.

      Nach dem Durchtrockenen der Erstbeplankung habe ich den Rumpf mal ein wenig geschliffen um festzustellen, wo ev. gespachtelt werden muss. Ich bin kein Freund vom Spachteln. Nicht weil ich es beim Kartonmodellbau nicht angebracht finde, sondern ganz einfach, weil ich es nicht kann verlegen2 Hier werde ich aber wohl nicht darauf verzichten können um ein halbwegs anständiges Ergebnis zu erhalten.

      Zum Schluss dieser Bastelrunde kam noch die "Verlängerung des Heckspiegels" an Bord. Diese passte wieder sehr gut.

      Damit kann ich sagen, dass ich den Rumpf zwar eher schlecht als recht soweit hinbekommen habe, aber ich werde weiterbauen. Ich hoffe natürlich, dass ich damit die gröbsten Unsicherheiten (mal von der Takelung abgesehen) überwunden habe und wieder etwas entspannter an der SPEEDY werkeln kann.

      Soweit die Wasserstandsmeldung (passend, denn seit 48 Stunden regnet es hier ununterbrochen) aus meiner Werft. Demnächst mehr freu1

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hoi Peter,

      Glückwunsch, das sieht doch sehr gut: schöne Linien! Der Konstrukteur hatte eine gute Idee, als er die seitlichen Querlinien mit auf die Teile nahm: solche "Zielhilfen" können sicher helfen!

      Die Sache mit den Papierstreifen auf den Spanten ist, obwohl ich sie empfohlen habe, kein Allheilmittel, weil auch 60g-Papier etwas aufträgt. Kleine, seitliche Klebelaschen an den Spanten sind vielleicht doch besser. Egal, es geht auch ohne: hat bei meinem Test geklappt und bei Dir auch.

      Was ich noch empfehlen würde (wenn ich darf!): überlege, ob Du die Stelle am Schanzkleid, an der später die Rüstbretter und die Befestigungen für die Wanten (= Püttinge) befestigt werden, nicht diskret verstärken kannst: auf die kommt später der meiste Zug, und das auf sehr engem Raum. Der Masfuß, in dessen Nähe einige Blöcke befestigt werden, die die Taue um 180 Grad umlenken, ist auch so eine heikle Stelle, und das Deck hat nur eine einzige Lage. Vielleicht fällt Dir als Goldschmied etwas ganz Besonders Pfiffiges ein: ein ganz dünnes, aber reißfestes Metallplättchen oder so?

      Ich drücke Dir die Daumen wg. der Hochwassergefahr: Interlaken hat es diesen Sommer ja schon zigfach mit heftigen Gewittern und entsprechendem Regen getroffen.

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Claudia


      Claudia schrieb:

      weil auch 60g-Papier etwas aufträgt
      Nun, ich denke beim Straken geht auch Material weg und das wird mit 60g-Papier nicht aufgewogen. Und wenn man das weiss, kann man ja auch die Planken 1mm länger lassen...

      Claudia schrieb:

      Was ich noch empfehlen würde (wenn ich darf!):
      Natürlich darfst Du,, JEDE/R darf hier Ratschläge, Tipps und Hinweise geben. Ich lerne ja noch happy 2
      Ich werde mir diesen Rat zu Herzen nehmen und schauen, was sich im jetztigen Zustand noch machen lässt. Eigentlich hätte ich da schon daran denken sollen, hat mich ja schon jemand bei der San Salvador darauf hingewiesen. Ich war hier aber wohl zu sehr mit der Rumpfkonsturktion beschäftigt....

      Hi Krisztián
      happy1 Thank You!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Neu

      Ich war ja in den zurückliegenden Wochen hier eher passiv und auch nur immer mal ganz kurz unterwegs, daher kommt auch erst heute mein erster Besuch in deiner Werft, Peter. Die Speedy ist auf jeden Fall eine gute Wahl, ein schmuckes kleines Schiffchen, dass aus modellbauerischer Sicht durchaus anspruchsvoll ist, aber eben auch nicht mit übermäßig großen Takelorgien droht. zwinker2
      Die Erstbeplankung empfinde ich als etwas ungewöhnlich. Das deshalb, weil sie das Schanzkleid mit einbezieht; ich befürchte, dass du später beim Versuch, die Teile 43 und 45 anzubringen (also die Schanzkleidinnen- und Außenseiten, wenn ich das richtig sehe,) Probleme bekommen wirst, die Öffnungen der Stückpforten passgenau übereinander zu bekommen. Sind denn da Trempelrahmen vorgesehen, oder ist das Schanzkleid dafür zu dünn?

      Zur Farbgebung: Ich tendiere ja zur zweifarbigen Rumpfvariante. Sicher, man kann ein Schiffsmodell als "Naturholzmodell" bauen, aber das ist m.E. eher etwas für die Holzwurmfraktion - beim Kartonbau müsste man dann ja alle Teile anmalen, um eine einheitliche Holzoptik zu erzielen, und ich glaube, das willst du dir auch nicht geben. Und der Einsatz von Farbe war damals durchaus üblich, insofern sieht das Schiffchen später auch viel originalgetreuer aus.

      Auf jeden Fall ist der Anfang recht vielversprechend. daumen1 Viel Erfolg weiterhin - und mich wirst du jetzt hier nicht eher los, bis das Schiffchen fertig ist. happy1

      Viele Grüße,

      Bonden


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)