Es wird laaaang! Kontrollbau des Nahverkehrswagens von Albrecht Pirling

    • Endlich geht es auch hier ein wenig weiter!

      Ich habe mir mit Norms Unterstützung nochmal Gedanken über die Dahenden gemacht. Das war der Punkt an dem es erstmal nicht recht weiter gegangen ist. Manchmal muß man es wohl einfach etwas "reifen"" lassen.

      Hier Norms Schablone für die Dachrundung, hier sind die Rundungen schon super getroffen. Und daneben die Abwicklung, die er schon gemacht hatte - Danke dafür.



      Diese hatte ich auf die Schablone nur aufgeheftet, ein paar Klebepunkte reichen, so kann man es nachher wieder abnehmen.



      Wie ihr vielleicht seht, habe ich hier die Teile etwas anders geklebt, mir war aufgefallen, dass es auf den letzten Streifen vor den Ecken besser passt, wenn man ca 1mm auf jeder Seite einspart. Ich denke das kommt durch die leicht angespitzte Form der Wagenkästen. So liegt es dann auf dem Dach:



      Sieht schon nicht schlecht aus! Dann habe ich noch in der Mitte einen gewagten Schnitt gemacht, und es etwas Trapezförmig auseinander gezogen, direkt in der Mitte über der Tür war mir das Teil noch ca 0,7mm zu hoch.
      Anschließend habe ich das Ganze in Vektorobjekten nochmal zusammengesetzt. Die schlimmste Arbeit war die Farbkante, die ist leider immer noch nicht 100%, aber ich lasse es heute mal so.



      Nun wird das Teil einfach über den Daumnenagel geformt. Mit etwas Übung geht das sehr gut. Die Schnitte werden stumpf voreinander geklebt, und mit schmalen Streifen 80g Papier hinterklebt.



      So sieht es bis jetzt aus, nur aufgelegt. Aber heute Abend wird der erste Kopf angeklebt - vielleicht der Zweite schon ausgeschnitten und geformt.



      Ich denke, zusammen haben wir jetzt eine gute Kopfform hinbekommen!
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • So, das Dach ist drauf! Den zweiten Kopf hatte ich genauso geformt, das ging ganz gut. So sieht es nun aus:



      Ich bin mit der Rundung nun recht zufrieden, ich denke, das ist, was man aus Karton herausholen kann. Vor allem wickelt es sich von selbst ab. Man braucht nicht unbedingt eine Lehre mehr, über den Daumennagel geformt und mit ein paar Papierstreifchen hinterklebt, ergibt sich die Form, und bei 160g Papier ist es in 1:38 erstaunlich stabil.
      Wenn man das Teil doppelt erstellt und übereinander klebt, kann man sicher auch schleifen und spachteln. Das habe ich hier nicht gemacht, halt puristisch. Hier nochmal der Kopf im Halb-Profil und der Kopf der anderen Waggonseite.



      Was vielleicht auffällt ist, daß die Schnittkanten des einen Kopfes dunkler sind. Da hatte ich versucht, mit meinem hellsten Copic Stift die Kanten zu färben, das war schon etwas dunkel. Naja, das bleibt so, oder ich nehme am Ende noch etwas Acrylfarbe.

      Von den Köpfen ist auch schon ein PDF fertig:



      @ Albrecht: Möchtest Du die Abwicklung haben? Ich habe sie leider aber momentan nur als PDF, nicht in einem CAD Programm.

      @ Bernd: Wenn Du für Deine Wagen den Kopf probieren möchtest, quasi als Kontrollbau, kann ich Dir den in 1:27 skalieren.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hmmmmmmmm... irgendwie hadere ich mit der Zeichnung im ersten Beitrag. Das Drehgestell SCHEINT mir so etwa zu weit nach hinten zu stehen... Vielleicht im Moment nur der Eindruck.. Gem. den Bildern, die ich schon digitalisiert habe, ist es aber richtig.. Müsste mal schauen, ob ich auch Silberlinge sep. fotografiert habe.. Einfach mal wahllos.. warum sollte man damals nen Silberling fotografieren.. Ausser, es ist eine Köf II davor.. oder Sie lachen in der damals brandneuen "CityBahn"-Lackierung..

    • Hallo Frank,

      ich habe nochmal die Skizze von Albrecht mit einer mir zur Verfügung stehenden Maßskizze eines Bn Wagens verglichen.
      Der Drehzapfen ist beim Origninal 3.550 mm hinter den Puffern. Bei 1:38 macht das 93mm. Und das stimmt im Modell sehr gut überein.

      Aber stimmt schon, auf den ersten Eindruck sind die Drehgestelle etwas weit unter dem Wagenkasten, wenn man nur eine Seite sieht.

      Ich bin übrigens gerade bei den Drehgestellen...
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Gunnar Dannehl schrieb:

      @ Albrecht: Möchtest Du die Abwicklung haben? Ich habe sie leider aber momentan nur als PDF, nicht in einem CAD Programm.

      Ich glaube Albrecht wird mit der Abwicklung alleine nicht viel anfangen koennen, es sei denn du zeichnest ihm das gesamte Dach mit der Rundung fertig und passend einkonstruiert.
      Als "Uebernehmer" der Rundung alleine ist es sehr schwer, diese korrekt anzusetzen so dass sie ins schon existierende Modell passt.

      Dasselbe gilt auch fuer die Frontpartie der E41.
      Die Rundung richtig zu konstruieren ist eine Sache, sie aber ins schon fertig konstruierte Modell einzubeziehen eine andere.. kratz1 denk1
      Gruesse,
      Norm
      bä1
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      Rosten macht Spass...!!! grins 2
    • Hallo Albrecht,

      gern stelle ich Dir die Datei zur Verfügung, dann kannst Du sehen, ob es sich übertragen lässt. Es freut mich, wenn wir helfen können.

      Nun will ich den Wagen aber auch langsam mal fertig bekommen. In den letzen Tagen habe ich die Minden-Deutz Drehgestelle gebaut. Das ist mehr eine Fleißarbeit, relativ viele kleine Teile.

      Die Räder habe ich mit etwas dickerer Pappe gedoppelt, 1,5mm Finnpappe zwischen den Ausdrucken. Dadurch musste ich auch den Riegel an den Stirnseiten der Drehgestelle breiter machen, alternativ hätte ich den inneren Kasten schmaler machen können.



      Die meisten anderen Teile sind mit "normaler" Graupappe von ca. 0,5mm verstärkt. Hier kommen die Längsträger und die Achsgehäuse an die Drehgestelle.



      Und nun die Federn. Hier wird ein wenig von der Konstruktion sichtbar, die Achsen sind mit je 2 Schraubenfedern pro Seite gegen den Langträger gedämpft, dieser wiederum mit den beiden kräftigen Federn in der Mitte gegen die Wiege und den Drehzapfen.



      Hier kommen noch an den Achsen die kleinen dreieckigen Abstrebungen dran.



      Und zuletzt noch die Führungsbänder, damit ist das Gestell fertig.



      Die beiden Drehgestelle sind nun fertig zur Montage, dann kann der Wagen bald auf eigenen Füßen stehen.

      Die Teile sind gut zu verbauen, alles geht leicht von der Hand. Super konstruiert.
      Ein Tipp an jeden, der die Räder dicker als mit normaler Graupappe verstärkt bauen möchte: Den Kasten in der Mitte dann schmaler machen, oder neue Endriegel zeichnen.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Albrecht Pirling schrieb:


      Das ist ja wunderbar, dass dieses runde Dachende nun fertig geworden ist.
      Ich habe mich gefreut, dass man mit solchen Problemen nicht alleine ist,
      dass sich so viele Modellbauer damit befassen und helfen.
      Fuer uns ist es eine Ehre!
      Gruesse,
      Norm
      bä1
      __________________

      Rosten macht Spass...!!! grins 2
    • Hallo Norm,
      es tut gut, sich In der grossen Kartonbauerfamilie so warm umfangen zu fühlen.
      In meiner jetzigen Lebenszeit weiß man das ganz besonders zu schätzen, da so viele andere
      Aktivitäten wie Reisen, Wandern und Tanzen nicht mehr gehen.
      Durch den Modellbau habe ich dann immer wieder Verbindung zur Außenwelt.
      Herzliche Grüße an alle Kartonmodellbauer und Dir besonders,
      Albrecht
    • Hallo Albrecht, auch für mich ist es eine Ehre, Dir helfen zu können.
      So viele schöne Modelle die DU uns schon gegeben hast.

      Nun habe ich aber auch noch ein paar Bilder vom Weiterbau. Die Drehgestelle sind drunter, ich finde das sieht toll aus!



      Dann habe ich auch noch die Einstiege angebracht, da diese nun nicht mehr gefährdet sind, umgeknickt zu werden, wenn der Wagen auf eigenen Füßen steht.



      Dazu hätte ich noch zwei Anmerrkungen. Es scheint, daß die Fläche am Längsträger, wo die Einstiege aufgeklebt werden sollen, etwas zu viel weiße Fläche hat. De klebe ich einfach noch ein kleines Stückchen drauf.
      Und aud der Rückseite ist es noch weiß. Hier habe ich im Bogen nichts gefunden, womit man es überkleben kann. Da drucke ich mir selber noch etwas aus. Ist ja schnell gemacht.
      Albrecht: Kannst Du da vielleicht vor allem am Längsträger etwas mehr schwarz machen?

      Ich komme nun auf die Zielgerade. Es fehlen eigentlich nur noch die Pufferbohlen und die Lüfter auf dem Dach.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar,
      man kann da allerlei noch besser einfärben, aber ich habe nicht verstanden, welche Stelle Du meinst. Die große weiße Fläche hinter dem Mitteleinstieg, das will ich überprüfen, was da fehlt. Der Mitteleinstieg Aussenseite kommt mir auch etwas profillos vor, Da könnte man an einigen Stellen mehr Schatten zeichnen.
      Grüße von Albrecht
    • Sehr toll...!!!

      Ich bin aber ueberrascht dass man inzwischen nicht mehr alle Fenster oeffnen kann.
      Als ich noch in Deutschland lebte, hatten alle Fenster eine Querstrebe durch die Mitte, was heute nicht mehr der Fall zu sein scheint.
      Die fehlen mir irgendwie...

      Tut aber Albrecht's und deiner Arbeit keinen Abbruch, so ist das Original eben...
      Gruesse,
      Norm
      bä1
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      Rosten macht Spass...!!! grins 2
    • Hallo Albrecht,

      hier der Punkt den ich meine, neben dem Teil für den Aufstieg. Hier ist ein weißer Blitzer, der aber leicht kaschierbar ist.
      Vielleicht machst Du am Langträger einfach die weiße Fläche wo er aufgeklebt werden soll, etwas kleiner.
      Wie gesagt nicht schlimm...




      Und Norm, die Fenster lassen sich nun fast gar nicht mehr öffnen. In den neuesten Wagen hast Du, wenn überhaupt, nur so kleine Klappfensterchen wie in den Bussen.
      Es ist halt heute alles Klimatisiert, das dann nicht richtig funktioniert. Außerdem fragen viele ja gar nicht mehr nach zu öffnenden Fenstern, ich habe den Eindruck, die meisten Leute halten frische Luft für gefährlich.
      Ja, es war echt schön, als man noch die Fenster öffnen konnte, und den Wind um die Nase spürte. Beim ICE kann ich verstehen, dass man Fenster nicht öffnen darf, das zieht dann doch mächtig bei der Geschwindigkeit. Aber in Nahverkehrszügen?
      Viele Grüße,

      Gunnar