Japanischer Schwerer Kreuzer - CHIKUMA - , Tone-Klasse, 1:200

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    • Nun wurde anhand der Deckszeichnung aus dem Baubogen mittels Kopierer ein Hilfs-Decksteil vorbereitet:



      Als erstes wurde der Mittelträger, welcher später auch die kaiserliche Chysantheme tragen wird, angeklebt, und zwar stumpf davor.



      Die "Bratpfannen" wurden links und rechts danebengeklebt, und zwar so, daß sie auch nach unten unter das Hilfsdeck ragten:

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      Vergammelte Werke
    • In diesem Zustand durfte die ganze Schäselameng dann mal probesitzen, und siehe da:
      "Pass....wackel....un hat Luff....." laola1





      Der Klüsen-Halbring wurde in diesem Zustand satt mit Sekundenkleber eingesabbert und muss jetzt erstmal hart durchtrocknen, denn es sind einige Kanten rundzuschleifen, und auch noch einige Teile wie z.B. die ersten Klein-Poller zu ergänzen.

      Insgesamt gesehen kann man aber durchaus schon erkennen, wo die Reise hingehen wird....und es gefällt mir so erheblich besser als die Popel-Version aus dem Baubogen!

      bis denne
      Tommi
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    • Hallo Thomas,


      du zeigst uns, wie immer sehr anschaulich und nachvollziehbar,
      dass man mit dem Werkstoff Karton eigentlich fast alles machen kann. cool2

      Auch denke ich, dass du vielen Lesern deiner Bauberichte durch deine offene und
      informative Berichterstattung Lust auf "ich will meinen Baubogen auch supern" gibst. oh1

      Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich vermuten, dass du von Beruf Pädagoge bist. holmes1
      lala1

      Gruß,
      Udo
    • Moin Udo,

      herzlichen Dank! high five1
      Tatsächlich kann man aus Karton so gut wie alles bauen, wenn man will. Allerdings mach ich es mir z.B. hinsichtlich sehr dünner Leisten oder Rundstäben einfach und nehme Polystyrol-Profile, Draht oder gottweißwas mir gerade geeignet erscheint. Sieht zuallermeist auch besser aus und bringt somit das Modell an sich optisch voran.
      Und das ist es, worum es mir eigentlich geht...ein optisch möglichst perfektes Modell.
      btw:
      Meine berufliche Tätigkeit hat tatsächlich auch was pädagogisches......ich lehre nämlich die einschlägigen Jungs das "Fürchten" ! haue 3 grins 1
      lg.
      Tommi
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    • N'Abend Freunde,

      @Holger & Robert:
      Vielen Dank für eure anerkennenden Worte, so macht's Spaß!

      Die Bug-Klüsen meines Kreuzers haben miry keine Ruhe geklassen, so daß ich mich heute erneut an die Arbeit gemacht habe, um das Bauteil zu vollenden.
      Zunächst mal wurde geschliffen, gefeilt und bemalt, und bemalt, gefeilt und geschliffen.....bis das Teil so aussah:



      Zudem wurden pro Seite 2 kleine Poller, und die Abschlussplatten der Klüsen innen zugefügt.

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    • Und zum Schluss gings an Bord mit dem "Gebiss".
      Es wurde gut verleimt, die Klebekanten ließ ich mit Sekundenkleber zulaufen, letztlich wurde alles verleimt.
      Ganz zum Schluss wurde die Chrysanthemen-Scheibe angeheftet, nur für diese Fotos. Die nehm ich aber lieber wieder ab, sie wird erst ganz am Ende wieder auf diese Position kommen.







      Nach Fertigstellung dieser insgesamt 8 Klüsen kann ich mich nun an den Bau des rund 2 m langen, rundum verlaufenden Entmagnetisierungskabel machen, ein auffälliges Detail, welches an Bord so gut wie jeden japanischen Kampfschiffes zu finden war.

      bis denne
      Tommi
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    • Moin Holger,

      thx a lot! ja 2

      Sodele, nun gab's wat anners, aber immer noch am Rumpf.
      Und zwar das so genannte Entmagnetisierungskabel. Das wirkte gegen Magnetminen, so ziemlich alle Kriegsschiffe im Zweiten Weltkrieg waren damit ausgestattet.
      Die gab's in mehr oder weniger auffällig. Bei japanischen Schiffen eher das Letztere, war schon charakteristisch.
      Die Kreuzer der Tone-Klasse wiesen diese Einrichtung natürlich auch auf:



      Um dieses Kabel mit seinem Schacht rechteckigen Querschnitts nachbauen zu können, habe ich mir Evergreenprofile cal. 1,0 x 0,5 mm zugelegt.

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    • Wie aus dem oben zu sehenden Skizzenausschnitt ersichtlich, gibt es zumeist in regelmäßigen Abständen Klammern, die den Kabelschacht an der Bordwand knapp unterhalb es oberen Randes halten.
      Ich habe mir überlegt, diese recht feinen Klammern mit dem dünnen, 0,5mm breiten Abklebeband von RaiRo darzustellen. Das nur leicht haftende Klebeband wird mit verdünntem Weißleim gesichert.

      Das erste Stück "Kabel" muss am Bug befestigt werden, es wurde wie geplant vorbereitet. Die freien Klebeband-Enden werden beidseitig angelegt und verklebt.



      Sodann wurde der Abschnitt mit Sekundenkleber an seine Position gebracht.
      Ging nicht so gut, da das schmale und dünne Band sich unten nicht optimal an die Rundungen schmiegen ließ.
      Deswegen musste ich einen entstandenen Spalt unten zuspachteln.



      So ganz optimal finde ich das noch nicht, mal sehen, wie sich das Ganze in der Fläche verarbeiten lässt. denk1

      bis denne
      Tommi
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    • Hallo Thomas,

      bei meiner Yamato habe ich für die Klammern einfache Bordniedergänge benutzt.
      Die haben um 90 Grad gedreht den Kabelschacht ganz gut aufgenommen. Sind aber etwas filigraner und liegen erheblich unter 0,5mm Breite.

      Ist zumindest eine Möglichkeit.


      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Philosophische Grundregel)
    • N'Abend Freunde,

      @Udo:
      JaJa.....so eine Prothese kann ziemlich hilfreich sein....und wenn's an Bord eines Schweren Kreuzers ist.... grins 1
      @Jürgen:
      Danke für den Tipp. Wenn ich ehrlich bin, hab ich nicht so richtig verstanden, wie Du das gemeint hast..... denk1
      @Nick:
      Herzlichen Dank.....die Betonung liegt bei "fast"..... augenbraue1

      Nach einem Tag drüber nachdenken hab ich mich entschlossen, es nochmal zu versuchen. Der Kabelschacht schmiegte sich nicht gut an, die Spalten unten waren zu groß, von der Seite gesehen war eine richtige Stufe entstanden.
      Ergo....Messer raus..... pirat1


      ....und mit Schleifpapier und Farbe wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht.

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    • Und erneut frisch ans Werk.
      Dieses Mal hab ich beim nächsten Anschlag mittschiffs Richtung Bug angefangen.



      Es gab insgesamt 3 Versätze, der letzte und stärkste am Bug, was wir ja gestern schonmal hatten.
      Dieses Mal hab ich aber für die schwierige Bugrundung ein anderes Material genommen, nämlich normalen HMV-Karton. Auf die Breite der Kunststoffprofile geschnitten und doppelt geklebt ergab sich dieselbe Stärke. Und das Material ließ sich unter Einsatz von Weißleim gut der schwierigen Rundung anschmiegen. Ich hab allerdings auch einen etwas größeren Winkel genommen. Stimmt nicht ganz mit dem des Originals überein, saß jetzt aber besser.





      Und so sieht das quasi erste Viertel des Ganzen nun im Rohbau aus.



      Die noch fehlenden Klammern werde ich dieses Mal nur andeuten, das reicht für die Optik völlig aus.
      Schaun mer mal wie's läuft!

      bis denne
      Tommi
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    • N'Abend Freunde,

      @Kurt:
      Na ich hoffe doch, daß ich das hinbekomme..... augenbraue1
      @Jürgen:
      Steigeisen.....ja.....das bringt mich auf eine Idee..... denk1

      Und weiter geht's mit dem Strippenziehen.
      Jürgens Hinweis auf den "Missbrauch" von Steigeisen als Klammern hat mich nicht losgelassen.
      Meine LC-Steigeisen aus süddeutscher Produktion sind leider definitiv zu groß für den Zweck.

      Aaaaber:
      Ich hab da noch eine Platine mit LC-Reling, und zwar in 1:400, von der Firma Dönecke.
      Ausgezeichnetes, sehr feines Material und sehr formstabil.
      Die Fa. Dönecke verwendet da nämlich einen Kniff, indem sie ein hauchdünnes Blatt Kunststoff-Folie beidseitig in dünnen Karton packt und dann lasert. Erstaunlich, wie stabil der eigentlich sehr empfindliche LC-Relings-Strang dann bleibt. Muss noch nicht mal gehärtet werden.



      Aber zurück zum Entmagnetisierungskabel und den erforderlichen Klammern:
      Ich schnitt mir aus Relingsstücken winzige, L-förmige Abschnitte, wobei der kurze Schenkel wirklich sehr kurz blieb.



      Die kleinen " L " wurden dann auf das Kunststoffprofil geklebt, und zwar derat, daß die kurze Seite des " L " oben auflag.



      Die langen Enden wurden abgeknipst, das Ganze nochmals mit verdünntem Weißleim gesichert und dann angepönt:



      Und damit sah das Ganze genauso aus, wie ich es haben wollte. Daß ich quasi nur halbe KLammern verwendet hatte und der 0,5mm starke Kabelschacht unten frei bleibt, fällt überhaupt nicht auf.

      Ich denke, auf diese Weise krieg ich das Ganze schön in den Griff.
      Zu sehen sind allerdings fertige 14 cm von insgesamt erforderlichen 202 cm.....hat auch knapp 'ne Stunde gedauert..... mafia1
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    • Moin Tommi,

      da hast Du mit dem EMC-Schutz ja noch einiges vor der Brust... Erst dachte ich: "wat hatter denn" - bis ich die ganzen ekligen Schwünge und Bögen gesehen habe, die hier im Unterschied "zum Rest" der mir bekannten Schiffe erforderlich werden - und das bei rechtwinkligem Profil - Brrrr...

      Biegst Du "nur" kalt, oder erhitzt Du das Profil vor dem Biegen etwas? Und dann die Klammern schwitz1 - die sind zum Glück eine Besonderheit der Japaner, oder?

      Bleibe weiterhin gespannter Zaungast...

      Liebe Grüße,

      box 1
    • N'Abend Freunde,

      ebent mal Post machen:

      @Fritz:
      Ja, ich denke so wird es wirklich gehen und halbwegs realistisch aussehen.

      @Robert & Holger:
      Der Kabelschacht pro Bordwand-Seite besteht aus nur 11 Bauteilen.
      Aber alle 6 mm eine Klammer....das macht incl. der Versätze rund 170 pro Seite.....ich hab vorhin schon mal welche geschnitten....das dauert!
      Ist tatsächlich eine eher japanische Spezialität, obwohl auch europäische Schiffe diese derart Einrichtung hatten, z.B. HMS HOOD, nur lange nicht so auffällig.

      Zum Biegen:
      Kastenförmige Profile biegen ist tatsächlich nicht so ohne, auch wenn's nur 1,0 x 0,5 mm sind.
      Ich biege sie vorsichtig mit der Hand vor, bis ich die richtige Position hab.
      Wenn ich dann aber loslasse, geht das Profil schnell in Richtung Anfangsposition zurück.
      Also halte ich das Teil in der Form/Kurve, die ich gerne hätte, über was ziemlich Heißes.....und diesem Fall den Spachtel meines Heißwachs-Spachtelgerätes.


      Man merkt schnell, wenn das Polystyrol weich wird.
      Dann nehme ich es schnell weg und es härtet sofort in der gehaltenen Position aus.
      Aufgrund des Querschnitts (und der Ungeschicklichkeit des betreffenden Freizeithandwerkers) verbiegt sich das Teil jedoch meist ein wenig in der anderen Ebene, bleibt also nicht ganz flach.
      Ich erhitze deswegen den Griff meiner medizinischen Pinzette (aber nicht zu stark) und drücke das Bauteil damit wieder platt.
      Klappt mit ein wenig Übung problemlos!

      lg.
      Tommi
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    • Klueni schrieb:

      Wenn ich dann aber loslasse, geht das Profil schnell in Richtung Anfangsposition zurück.
      Hallo Tommi,

      hab` ich`s mir doch gedacht - und als Dank für die Wahnsinnsmühe darf man dem "unauffälligen" Teil zum Schluss die ganze Arbeit nicht mal mehr ansehen.... schwitz1 Wenn Zeit und Aufwand aller "unauffälligen" Baugruppen eines solchen Modells an diesen `dranstünden, würde sich sicherlich mancher mit Grausen wenden...

      Liebe Grüße,

      Robert
    • $.guido schrieb:

      Ich hab noch nieeee mit diesen Profilen gearbeitet.
      Moin Guido !

      Habe ich selbst, Anfang dieses Jahres entdeckt, die Vorzüge von diesen Evergreen-Profilen !
      Seitdem möchte ich sie, für bestimmte Bauphasen, nicht mehr missen ! klasse1
      Kann Tommi sicherlich nur zustimmen !
      Nicht gerade preiswert,
      aber habe mir einen kleinen Vorrat an den verschiedensten Profilen mittlerweile angeschafft ! daumen1 freu 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Hallo Thomas,

      eine weitere Möglichkeit die Evergreen Profile zu biegen:
      ich produziere im Kocher eine gewisse Menge heißes Wasser und gieße dies dann in eine Tasse oder einen Teller. Forme das Profil vor, und tauche es mit Hilfe einer Zange - um den Biegeradius einzuhalten - in das heiße Wasser. Sekunden später ist die gewünschte Form dauerhaft verfügbar. Auch kann man nachkorrigieren und mehrmals eintauchen.

      Funktioniert wunderbar.



      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Philosophische Grundregel)
    • N'Abend Freunde,

      @Holger, Robert, Guido, Volkmar, Jürgen & Fritz:
      Hei, so macht's Spaß.....mitmachen, diskutieren, Vorschläge, Sprüche.....herzlichen Dank! danke 2

      Der heutige zwar sonnige, aber eisig-stürmische Tag hat mich wirklich nicht nach draußen gelockt......dafür konnte ich mal den ganzen Tag lang basteln, ist auch lang her daß das mal ging.
      Und es hat sich gelohnt, denn ich bekam das Entmagnetisierungskabel an der Steuerbordseite fertig.
      Jetzt weiß ich auch, wie viele Klammern pro Seite nötig sind......genau sind es 187 Stück....bin daher ziemlich froh, dass ich zumindest auf dieser Seite durch bin!





      Für die folgenden drei Fotos hab ich den Rumpf auf die Bugspitze gestellt:





      Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich!
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Heute war nämlich Zeit genug, um auch das komplette Kabel aus der Backbordseite zu verlegen.
      Fehlen eben nur noch 187 Klammern...... lala1 .....und'n büschen Farbe.



      Und wenn Ihr meint, da habe jemand seine Piss-Pantoffeln mit ins Bild geschmuggelt....könnte stimmen. Ich weiß bloß nicht, wem die gehören.... lach 2
      Ich bin also guter Hoffnung, diese Woche die Rumpfarbeiten endgültig abschließen und mit einem Aufbau anfangen zu können!

      bis denne
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
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